Indiana Tribüne, Volume 21, Number 144, Indianapolis, Marion County, 11 February 1898 — Page 3

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KURIEREN VERSTOPFUNG

10 13, 80 DIE. SCHACHTEL Dr. I. Wühler, 120 Sst VcCnrty Str. Sprechstunden : 8 IM 9 Uhr Vorm. ; 2 Mi 3 l hr Nachm. ; 8 btt 9 Uhr Wbendö. Telephon 1446. 6ptf 4flttbe : Sonntag ur ormtttaa. 0. C. ETEBT8, Deutscher Zahn - Arzt. No. 8z Nord Pennsylvania Str. AaB vird auf Wunsch angewandt. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, No. 90 Ost Market Strotze. Cosfin Block. Zimmer 43. Osftce.Etunde: 9di,I2Bm.. 1 bi5m.. 7 8U9 benv. Sanatag von 10 Uhr m. bis 2 Uhr m Coke. Coke. In Nlumpsn u. zsrirlsinert. Ticket kSnntn'Ti btkome in der Osftc der Ind'polfa Gas Co No. 53 Süd Pennsylvania Str. M. Wierke. Deutscher Buchbinder. 408 Sud Ea?. Ecke McCarty Str. Up Stairs. ttx fätl Ptagvae. 7 Süd vladam traft "nrnt B'LlIzn tät mit tatat. Adolph Frey, (Old rreedom A ßigbt.) otary PuMIc, Translator, Correspondont etc No. 196 Ellxabetri Stret. Take Blake St. Car. HERMANN LINKE, 15 Sü, Alabama Str. 4 Z As . Hiitfriiwf CX.ffe (miuj wik-h täujuiiKVf Rasirmeffer, Scheeren und alle Arten Schnndemftrumente sabrizm und geschliffen. Wefosier's llnternatioiial Ictionary laraluable In tht Mon, School. and Offlc., A tkorotagh rcvlslon ot tha Unabrldgad, ti pupoa ofwhick ha beea not düplay aor th previ. d a&atcrül for boastful and oowy adTrtimcnt, but th due, judidous, acholaily. taorough rfectnj of a work which ia all tna aiagaa ol it eTowtli aas obtaincd ia aa quäl degrea th faror and aoafidcaca ci caolara and ol tha general publie. Tfca One Graal Stajadara Autaority. KVTlUa lloa. v. J. Brawatv itiaa U . Saprama CÄ GET THE BEST. & veshbts LUILÜttlTINAl Lnmac2Ss IT-SomI for PC" 6. & C MEREIAM CO., Publisher, orujufuus VMA BO YEARJV yv EXPERIENCS . D Tradc Marks ULun . f r.AvBiauri Ae. Aar aedlnff altateb. and dacanpilo toaf aifcly aaeartain our aptnloa rra wbafefaar a C&TanMoa te probably paentbla. Comaannlcaaaj nrlUr aanfidantuü. Ilandbook on PtttcnM " aat fr. Oldaat aiancy for oirlEjaanta. Uhm takan thraagb Mann raaTa jüttoi , wttbout ahanr, In tb Scttntific jflmerican, Akaadjomaly Ulnstratad wcaklf. L&rtst k OiUaa an r aolantifle loarnaL Terma, Iar i f oar aaontbs. f L Sld by nawidear. MI! & Co.jB llew York Itaaaah aa. CtVfi. Waaktsfftso. fw UlPAnS TAßlJl5 , Are intended für chUJrcn, ta4ic$ and no preler i med:da$a4Isguued ss tectkuaery. They 'maj now boliad (yut. t? b Tw Boxcj, tcvxrtt7-tw& ia & bcX; pnee. nrenrymvc ceno or dvc coxes xor . , ..... . , - r cac GOiur. vnj oruia vnu ucs TMft . n J V a mn dltii u. KA ä h j vv wiu m mjijmv9 cUyocd py rerotmog U pnee tar . - - jJUili : : ii ttadymo for Soarraafr tb Warka oi Ezaa PUU, FBELDFLOWERS C t e::t:t H:uni::r:::j Sctr Tb tuaat batlful Art Prodoctlon of tb eeoImry. A aaiaU aach f taa aat ferafraat mt alaa aqj tt2itrt4 Iroa U:t lrtd icri ( Eottit fUU'i lara ai Lara.' ConUins tclecllon of tbe moat beaatif ul of tbe poemi of Eugene Field. Handomely illastrated by thirty-STe of tbe worH'i franst artiitj ts ihtir contrtttitlon to the Monmmeot Fand. Bat for taa aobl eaatrtbatlaaa af th araa ir jj.. roriai i iwuk buji vu , IJ . .j m.t 6 m n TV. 1 - jsfl.vlfl UB Ui It.fc . Tl vuiwxj vr ti ChlM' Poet Laurcite, publisbed dy th Coor.i'X e to errate a fund lo tmild tbe Moname&t r.J ta car tor tae tanuiy oi ine ceiorea pxex. r : 1 rhrii Uznnmzt Soiyctlr Fall.

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! t Fremde Wetten. Roman von Reinhold Ortmann. (Fortsetzung.) Sechstes Capitel. Aus einem langen, bleischweren Schlafe, der mehr ein Zustand krankbasier BewuktlosZakeit als ein erauielender Schlummer gewesen war; fuhr Hermann Wolshardt erst m spater Morgenstunde des folgenden Tages empor. Minuten vergingen, ehe ihm die Erinnerung an die Vorfalle des gestrigen Tages mit voller Klarheit zurückgekehrt war und ehe er seine trübselige Lage wieder in ihrer ganzen Trostlosigkeit überschaute. - Voll Scham und Verzweiflung schlug er die Hände vor das Gesicht; unheimliche Gedanken und Vorsätze jagten' durch sein Gehirn. Aber er schüttelte die Schwäche, die ihn vollends auch um den letzten Rest seiner Selbstachtung zu bringen drohte, doch endlich von sich ab und sprang aus, um hastig in seine Kleider zu fahren. Es war ein krankhaft bleiches Gesicht mit dunkel umschatteten Augen, das ihm aus dem kleinen Spiegel über dem Waschtisch entgegenstarrte, ein Gesicht, das ihm ein bitteresLächeln abnöthigte, da er es kaum als das seinige wieder erkannte. Von dem Frühstück, das ihm die aufwartende Magd schon vor einigen Stunden auf den Tisch gestellt haben mochte, nabm er nur einen kleinen Theil der kalrkn. schwarzen Eichorienbrühe zu sich, die man in'dem.GastHofe mit dem wohlklingenden, aber leider völlig unverdienten Namen Kaffee belegt, und ging dann, ohne sich, feiner Verabredung mit Herrn Mc. Zurney überhaupt z?l erinnern, aus' dem Hause. Daß dem unwürdigen Zustande, der ihn körperlich und moralisch zuGrunde richtete, heute noch ein Ende gemacht werden müsse um jeden Preis, ' stand mit unumstößlicher Gewißheit in ihm fest, und seine Schritte richteten sich nach der Wohnung der Frau Hedmondt. obwohl er mit sich selber keineswegs im Klaren darüber war, was er denn eigentlich jetzt noch von Ada begehren wolle. Die beiden Damen wohnten in, einem der besseren Hotels, dessen zu ebener Erde gelegene RestauratlonSraume von den Officieren und den höheren Beam ten der Stadt viel besucht zu werden pflegten. Gerade als Wolshardt sich dem Hause näherte, traten einigejune Herren von elegantem Aeußerez:, die dampfende Eigarette im Munde, aus der Thür desselben, und es mußt.e eine sehr belustigende Unterhaltung lern, die sie mit einander führten, da ihr Lachen vernehmlich . über die Straße schallte. In Einem von ihnen hatte Wolfhardt auf den ersten Blick den Referendar von Plessow erkannt, und erhörte auch, daß seme laute, näselnde Snm me in der kleinen Gesellschaft vor Allem das Wort führte. All der, heiße Zorn über die Schmach, die man ihm angeihan, stieg beim Klänge dieser Stimme von Neuem fast übermäcktic im Herzen des jungen Schausdieler! auf, und nur, um sich nicht von diesen leidenschaftlichen Zorn zu einer uw überlegten Handlung hinreißen in las. sen, trat er, statt seinen Weg fortzufetzen, hinter den Vorbau einest aller thümlichen Hauses, damit die heiter. Gesellschaft, die gerade auf ihn zukam. zunächst passiren moae. Der Reaierunasreferendar und sein, Begleiter hatten ihn entweder gar mchJ gesehen oder sie schenkten ihm; doch wenigstens nicht die geringste, Beach tung. Anscheinend im Verfolg ihres bisherigen Gespräches sagte derEme. em ausgemergelter junger Mensch mil einem Raubvogelgesicht, und einem Monocle im rechten Auge: Beneidenswerth dieser Plessow! Hat den hübschesten kleinen Käfer von der ganzen Bande gleich wieder für sich emzusangen gewußt, noch tht unser eins überhaupt Witterung davon ,hatte. Wie wär's. Kinder, wenn wir ihm diesmal die Sache ein wenig erschwer ten und ihm die hübsche Ada abspenstig zu machen suchten? In Herzenöangeleaenbeiten haben die Gesetzes de, Freundschaft ja bekanntlich nur, sehr beschränkte Geltuna. Die Anderen lachten, während stk dicht an Wolshardt vorübergingen; Herbert von Plessow aber, der; schon UM emlge Schritte voraus war, erwi- , derte so laut, daß jedes Wort mit vol ler Deutlichkeit das Ohr des chau spielers erreichte: .Versucht's doch! Ich halte zehn Flaschen Roederer gegen sünf, daß sie Euch Alle miteinander schmählich ab blitzen läßt! Sie ist allen Ernstes in mich verschossen, das arme, kleine Ding, und sie hat am Ende noch, nicht Erfahrung genug,' um es gleichzeitig mt mehr a:s Emem zu ballen. ' Mit vier langen Sätzen war Her mann Wolfbardt an der Seite des Referendars. Wer ist die Dame, von der Sie so eben sprachen? fragte er mit Zittern der Stimm. Sie werden mir ihren Namen nennen, wenn nur ein Funke von Edaefübl in Ihnen ist. Der. Moredtete war stehen geblie ben.und maß. den Fremdm, der sich so unvermuthet in die Unterhaltung emmischte, v?n.Kopf biZ.zu d:n L,'ü:n

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mit einem hochmütigen rmperrmenirn Blick. 3st der Kerl verrückt?- fragte er, halb gegen seine Begleiter gewendet, im Tone äußerster Geringschätzung. Habt Ihr jemals eine ähnliche Unverschämtheit gesehen?- . ?Jlf!J-

yicd, oas i ja oer ungillllnr. Liebhaber, der gestern so elend stecken blieb.- schnarrte der dürre junge Mensch, welcher Wolshardt durch sein Monocle sizirt hatte. Laß ihn laufen. Plessow! Der gottserbärmliche Durchfall hat ihn vermuthlich um sem bischen Verstand gebracht." Hermann Wolshardt beachtete viele beleidigenden Worte . nicht; aber als Plessow wirklich Miene machte, ohne eme weitere Erwiderung an ihm vorüberzugehen, vertrat er ihm in drohender Haltung den Weg. Ich verlange eme Antwort aus meine Frage!" rief er blitzenden Auges. Ich fordere Sie auf, mir vor diesen Zeugen zu erklären, daß eö nicht Fräulein Ada Hedmondt war, von der Sie gesprochen. Machen Sie Platz!' sagte der Referendar mit affectirter Gelassenheit. Sie laufen sonst Gesahr, daß ich Sie in die Gosse werfe.Mit einer Selbstbeherrschung, die fast über seine Kräfte ging, hielt der Schauspieler noch immer an sich. Sie weigern mir also die Ehrenerklärung für die Dame, die ich eben nannte? So werden Sie mir. wie ich hoffe, an einem anderen Orte Rede stehen. Ich heiße Hermann Wolfhardt und ich weiß, daß Sie der Referendar von Plessow sind. Ich fühle mich durch JhrBenehmen beleidigt und ich werde Genugthuung mit der Waffe von Ihnen fordern.Die Anderen horchten hoch aus; Herbert von Plessow aber lachte verächtlich. Es ist mn sehr gleichgiltlg, wie Sie heißen! Man schlägt sich nicht mit einem Schmieren Komödianten. Und nun zum letzten Mal: machen Sie Platz, oder ich lasse Sie von dem Polizisten da drüben arretiren." Es war Nicht diese letzte Drohung. welche Wolshardt wie unter der Wucht eines Schlages zurücktaumeln, ließ, sondern es war allem der Klang der zermalmenden Worte, mit denen Jener r I .rC ! j f. r Cine zgerausjoioerung zurullgelpiejen: Man schlagt sich nicht mit einem Schmieren - Komödianten.Das war in emem so gelassenen Tone fester Ueberzeugung und unanfechtbarer Selbstverständlichkeit gesprochen worden, daß Wolshardt aus der Stelle die Gewißheit gehabt hatte, diesem dreifach gepanzerten Hochmuth gegenüber völlig ohnmächtig zu fein. Mit vernichtender Schwere hatte sich daö Bewußtsein auf seine Seele gewälzt, daß er em Ausgestoßenu und Verfehmter sei, ein Paria der bllfgerlichen Gesellschaft, dem gegenüber, selbst die Gesetze der Ehre keine bindende Kraft mehr besaßen, den man,ungestraft mißhandeln und mit demi Fuße beiseite stoßen durfte, wie einen kläfsenden Hund. , Wohl zuckte es ,hm in den Fausten, den Beleidiger an der Kehle zu packen und ihn vor sich niederzuzwingen.in die Kniee, wohl flimmerte, es blutroth vor seinen Augen und wahrlich ' nicht Feigheit war eS, die ihn abhielt, den Scbimpf aus der stelle durch eine aewaltthätige Handlung zu rächen. Wenn er die schon erhobene Hanp dennoch kraftlos sinken ließ und wenn er kemen Versuch mehr machte, Herbert von Pkssow und seine. Begleiter am Weitergehen zu hindern, so war es allein die dumpfe Empfindung' daß ihre Verachtung eine berechtigtes sei. welche die Schuld daran trug.' Mit bebenden, blutlosen Lippen starrte er ihnen nach, wie Messerstiche drangen ihm die spöttischen Worte in'SjHerz, die sie laut und lachend, unter einander tauschten seme Füße aber schienen am Boden festgewurzelt, und wie gelahmt hingen ihm die Arme am, orper herab. Man schlägt. sich, nicht mit mir!" murmelte er fast mechanisch vor sich hin; dann aber lachte er plötzlich auf, so daß em paar Frauen, . die eben vorübergingen, sich verwundet nach ihm umsahen, und lief wie ein. Verfolgter über die Straße hmweg in daSZ von Frau Laura Hedmondt und ihrer Tochter bewohnte Hotel. Zögernd nur nannte ihm derjPortier die Nummern , der beiden Zimmer, welche die Damen inne hatten. Ein Besucher von so verstörtem Aussehen mußte wohl sein Mißtrauen erwecken; aber am Ende war auch er der Ansicht, daß die Komödianten-, zu denen der junge Mensch unzweifelhaft gehörte. nicht mit demselben Maße gemessen werden dürften, wie die anständigen Gaste, die sonst daS von ihm behütete Hotel frequentirten. Er ließ ihn Passiren und hielt eS sogar für überslüssig. ihm einen Kellner behufS vorheriger Anmeldung bei den Damen mitzuge ben. So kam es, daß Adas helle Stimme das stürmische Klopfen mit einem ahnungslosen, fröhlichen Herein!- be antwortete und daß sie erst zu spät mit unverkennbarem Erschrecken inne wurde, wen sie damit zumEintritt aus gefordert hatte. Sie befand sich allein in dem als Salon dienenden Zimmer. das wieder recht augenfällig daS Gepräge einer genialen Unordnung :trug, und sie mochte däS Bett noch nicht lange verlassen haben, da das ziemlich opulente Frühstuck vor ihr aus dem sauber gedeckten Tische erst zur. Hälfte verzehrt war. Als sie Hermann Wolshardt er kannte, schob sie einen kleinen Brief, in dem s soeben gelesen, hastig unter die Serviette und sagte m erheuchelter .un bekanaenbeit mit auffallend lauter Stimme: Herr Wolshardt ah. daS nenne ich eme Ueberraschung! Aus emen so sruhenEollegenbesuch sind wir wu! lich nicht vorbereitet geweseruUnd leise flüsterte sie ihm. noch ehe er hatte den Mund öffnen können, zu: Um Gotteswillen, sei vorsichtig! Mama ist' im 5!cb:nzimm:r bei der Toilette, und sie na& it::?n horc Wa3 t.:t ctspicf;:n -izix?'

vtoer er war nicht aene5gl, eine solche Mahnung zu beherzigen. Sein Blick haftete auf den beiden Vlumensträußen, die vor dem Spiegel standen und das ganze Gemach mit ihrem zarten Wohlgeruch erfüllten. Nach einem tiefen Aufathmen sagte er:

Ich wünsche nicht, vor- Bemer Mutter Geheimnisse zu haben, Ada es muß endlich klar werden zwischen uns Dreien, und es ist wohl gleichgil tia. wann sie erfahrt, was ihr doch nicht verborgen bleiben soll." Zwischen Adas Augenbrauen erschicnen ein paar kleine Falten. Dies Benehmen ist m der That sehr rücksichtsvoll erwiderte sie leise, doch mit scharfem, unmuthigem Klänge. Aber werm Du etwa in der Absicht ae- . n I CW-.! 3 .1 . kommen oin, mer um jcucii ici nur, Scene herbeizuführen, so laß Dir von vornherein gesagt sein, daß auch meine Gutmüthigkeit schließlich eine Grenze haben könnte.' Um Wolshardts Mundwinkel zuckte eö bitter. Vor vierundzwanzig Stunden noch würde er es für unmöglich cehalten haben, daß sich eine'Empfmdung, die der Verachtung so ähnlich sah, gegen das gellebte Madchen jemai! in ihm regen könne. Deine Gutmütigkeit?- wiederbolte er. und der sonderbare, bis dahin unbekannte Ton seiner Worte ließ sie sichtlich betroffen zu ihm ausblicken. Es scheint m der That, Ada. daß si die hervorragendste Deiner Charaktereigenschasten ist; denn aus Gutmüthig. keit geschah es doch wohl nur, daß Du diesem Herrn von Plessow gestern ei nen gemeinschaftlichen Spaziergang währtest, den Du mir abgeschlagen daß Du seine Blumen annahmst und seine frechen Zudnngllchkelten willig duldetest aus Gutmüthigkeit allein - Genug!- fiel sie ihm, ihre anfängliche Befangenheit rasch abschüttelnd, mit zornig funkelnden Augen w die Rede. Ich aebe Niemandem das Recht, mein Thun und Lassen in solcher Weise zu kritisiren. Wem meine Art nicht gefällt, der braucht sich einfach nicht um mich zu kümmern. Ich kenne nichts Dümmeres, und Widerwärtigeres als die Eifersucht." Sie verschränkte die Arme über der Brust und lehnte sich gegen daö RückenPolster des Sophas mit einer Miene, die ihm ohne Zweifel jede Hoffnung, durch feine Vorwürfe Eindruck auf sie zu machen, benehmen follte. Wolshardt betrachtete sie mit. einem ernsten Blick und schüttelte den, Kopf. Du irrst, Ada! ES ist nicht Eifersucht, die aus mir spricht; denn waS auch diese vierzehn Tage aus' mir 'gemacht haben mögen, so jämmerlich und verächtlich bin ich doch Noch nicht geworden, daß ich nur daS geringsti, weitere Begehren fühlen sollte nach einem Besitz, den ich mit Anderen, theilm oder aus den Händen Anderer empfangen soll, nachdem sie seiner überdrüssig geworden sind. Ich fordere von Dir nichts Anderes als klare und bestimmte Antwort auf eine klare und bestimmte Frage. Liebst Du dm Referendar von Plessow?' ; Sie loste langsam die Arme, und legte die Hände unter dem Kops zusammen, ihm wohl zwei Minuten lang icbc Erwiderung schuldig mtxbend. Sicherlich wußte sie sehr genau. daß sie niemals reizender aussah als in dieser Stellung, und vielleicht erhoffte, sie von der berückenden Wirkung ihrer Schönheit viel mehr als von allen beruhigenden ' Versicherungen. Ob lch ihn liebe?' fegte sie nach geraumer Zeit mit einer Nachlässigkeit. die aus der Buhne gewiß allerliebst gewesm wäre. Nein, ich glaube nicht. Aber es. wäre vielleicht nicht ungtsährlich, wenn ich durch ein derartiges Ver hör noch öster gezwungen werden sollte, mir selber diese Frage vorzulegen. Das ,st keme Antwort, die- dem Ernst unserer Lage, entspräche. Ada.gab er mit einer Kälte und Bestimmtheit zurück, die sie. sogleich überzeugen mukten. daß ihre sonst so siegreiche Schönheit den erhofften Eindrucks diesmal nicht hervorgebracht hatte. . Und da ich sehe, daß Du mir ausweichen willst, ziemt es sich wohl, daß ich etwas ossener und ruckhaltloser spreche. , Daß meine schauspielerische Laufbahn, mit dem gestrigen Abend zu Ende war. hast Du ohne Zweifel mit derselben Gewißhett empfunden wie ich selbst. Es war der verhängnißvollste Irrthum meines ganzen bisherigen Lebens, alS ich wähnte, daß in diesem Berufe jemals etwas Tüchtiges aus mir werden lFortsezung folgt.) Dtegan z'e's't b i r i s ch e E isenbahn wird auf der Pariser . Weltausstellung 1900 zu sehen sein-; und zwar in Gestalt eines riesigen Panoramas, dessen Kosten auf 59,000 -Rbl. veranschlagt sind. Das ganze Panorama zerfällt in drei Theile, der erste geht von der Wolga bis zum Dorfe Lijtwenitschni; der zweite vom Baikalsee; bis Srjetensk und der dritte vom Chabarowsk bis Wladiwostok, daö ist j eine Strecke von 5285 Kilometer. Ein Theil des - Panoramas, von der Wolga bte zur Station Kamst, der westsiblr schen Eisenbahn, ist bereits fertig undj hat 18.500 Rbl. gekostet. Die Längej der Leinewand beträgt gerade 180 Meter sur diese Entsernung von 2124 Mometer.. Halte ein mit. Deinem Segen, o Herr!' kann George. MSad 'din in BloomfieldN.'J:. mit Fug und Recht ausrufen. JnnerhalvilSiMo naten ist der? gute Mann von? seiner Gattm zwelmal mit MMmßuj , 8 schenkt worden. m L:derr:aan sagt ss. ' Caseat ciandh Cathartic' die ynsterrollfte .rnizwiscZe Sstikunz des - Zeitalters, avaeuehn und, erfrischeut) in veschmack, &ixlt sanft und sicher ans Nieren, Leber und mger-ei de, daß ganze Oyftem reinigend j cnt ferst ErkAiLLZ, kurirt Kopstseh.zkitfctv cRtaltrstt CrrSrfcnj antUn t.Ti x.f,:t r f .v r , -.,-. . wmf V f.. -,-4 Cli tiztCUl tzn a-CCit::rfj;

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Die Zeitung von DrankheZien. Von Dr. I. AtroS. Wann ist eine Krankheit geheilt? Die allgemeine Meinung darüber ist, daß eine Krankheit als geheilt gilt,

wenn der Zustand, der vor der Erkrantung bestand, wieder hergestellt ist. Diese Erklärung lst viel zu eng. Es gibt wohl Störungen, die sich so vollkommen ausgleichen, daß keine spur davon zurückbleibt, aber sie gehören zu den größten Seltenheiten. Wlr können den Begriff der Heilung nur aus dem der Krankheit verstehen. Wir müssen die Krankheit als emen Proceß (d. h. eine Kette von aufeinander folgenden Erfcheinungen) betracht ten. der keinen Augenblick ruht. Erlischt dieser Proceß dadurch, daß aus eine llekte) kranlbaste Erschemuna keine weitere folgt, so nennen wir den Zustand nach dieser letzten Erscheinung t nachdem Gesundheit oder Tod. Eine Krankheit ist also geheilt, wenn der krankhafte Vorgang beendet ist. Oder, da Krankheit nichts weiter ist als Leben unter veränderten Bedingungen, so können wir sagen, eine Krankheit ist geheilt, wenn der.-Fluß des Lebens, der durch seine Störung abgelenkt war, wieder in sein normaleö Bett eingelenkt ist. Wie kommt nun dle Hellung zu Stände? anz allgemein betrachtet, ergibt sich aus der Thatsache, daß die Krankheit selbst in dauerndem Wechsel begrisfen ist. schon die Möglichkeit der Heilung. Wäre die Krankheit ein unveränberliches Etwas, so wäre eine Heilung begrifflich unmöglich. Da sie sich aber andauernd ändert, so steht dem nichts im Wege, daß sie schließlich in den Zu stand übergeht, den wir Gesundheit nennen. Es ist aber unverständlich, daß eine Heilung nur äußerst selten eintreten konnte, wenn es dem Zufall überlassen wäre, ob sich ein krankhafter Znstand nach der Seite des Ausgleiches der Störung entwickeln soll, oder nach irgend einer andern Seite. Lägen die Verhaltnisse so,dann hätte ein erkrankter Mensch ungefähr so diel Aussicht auf Genesung, wie ein Lotteriespieler auf daö große Loos. Nun kommt aber bekanntlich bei der ungeheuer überwiegende.! Menge aller Erkrankungen dieHeuung von selbst , wissenschaftlich ausgedrückt, die: Naturhejlung zu Stande. Daraus geht schon logisch hervor, daß im menschlichen Körper Einrichtungen vorhanden sein müssen, die den Krankheits-, Vorgang zwingen, sich nach der Seite der. Heilung zu entwickeln. Und das ist in der That der; s3r Der menschliche (überhaupt dft le bende) Körper ist zweckmäßig- cingerichtet für die Heilung. Er ist vor Allem im Stande, gewisse, sehr; haufige Schädlichkeiten am Eindringen überhaupt zu verhindern und so der Entstehung einer Krankheit vorzubeu-" gen. Es besteht eme ganze Reihe automatischer, sogenannter reflektorischer Einrichtungen dafür, die, dem bewußten Willen entzogen, ohne Weiteres in Thätigkeit treten, wenn ihr Wirkungskreis bedroht lst, gerade wie em Seemme sofort explodirt, wern ein feinde licher Kiel sie streift. Naht sich ein Fremdkörper dem empfindlichstes unserer Sinnesorgane, dem Aug?, so klappt der Schutzdeckel, das. Augenlid, mit unwiderstehlicher Gewalt nach unten; trifft blendendes Licht, die: zarte Netzhaut, so verengt sich momentan die schütz-nde Pupille; 'ist die Athmungsluft staubig, kalt und trocken, so schwellen die Schwellkorper der - Nase stark an und bilden einen staubdichten Fllter; gelangt doch em sremdertKorper in die Luftwege, so wird er sofort durch Nies- oder Hustenkrämpfe wieder hinausbefördert. Trifft starke Kälte die. Haut, so ziehen sich ihre Blutgefäße zusammen und sie wird zu einem schlechten. Wärmeleiter, der die inneren Organe wie ein Pelz schützt; , ist . sie aber heftiger Hitze ausgesetzt, sö erweitern sich die Gefäße, die Schweißdrüsen treten in Funktion, und die verdunstende Flüssigkeit entzieht die zu diesem Vorgange nothige Warme dem Körper, der auf solche Weile vor oer ueoeryiyung oewaori meiol . .!! x. n I die Athmungölust arm an Sauetstoss. der vornehmsten Nahrung des.'. Men schen, so geht vom verlängerten Mark eine Depesche an die Nerven die die Lungen- und Herzthätigkeit ttguliren. und der Organismus ersetzt durchl hanflgere Aihmung und Pulsschlag den Mangel. Der Körper deö Mensche, dieses akklimatisationsfähigsten THukSV das von den Palmenhainen des AeqmtorS bis zu. den Gletscherströmen 'NordGrönlands, vom Strande:der SieibiS zu den Hochplateaus der Anden.s seine Wohnstatte hat. ist eben in einigewissen Breite für lebr wechselnde Lebensbedinaunaen eingerichtet. &iitT trägt Temperaturen, die um'melzr alS 130 .Grad C. von einander. verschieden sind, Aenderungen deS LuftdrucktS.der Beleuchtung, der Zusammensetzunn.seZner Athmungsluft, seiner ' Nahrung. ffritmnn mrh fiStidfeif ' rjoni fffer V w -y wvvvww vw i yv bedeutendem Grade. Diese. Emstel. r jcr. t. rr i. L tung ; cuy;' irornrinoe epingnngcn nennt man physiologische Jörnicr. Diese AnpassüttgsfShigkeit ist lang, tomisch begründet Wir eve gut an gelegte und geleitete Fabrik. deret 5fr' trb keme Unterbrechung : zulaßt, für den Fall, einer Maschinenhavariez stets angeheizte Reseivemaschmen. in lVor rath hat, so auch der menschliche Wr per. Fast alle Organe, deren Thätig kett, für daö .Beüehcn.der; Gesundheit unerläßlich ist, sind doppelt vorhahoen. v r . t.i.!ii!J. ev .111 uno jui manqe qoiHlviikge uili' nen eine noch' größere Anzahl. So z. B. kann Glicht nur eine Niere die an dere vollkorzmen vertreten, e5 sieht außeroem noch fn.den Schweißdrüsen ein fernerer Apparat zur Verfügung der im Nothfalle einen Theil der' Nierenthatigkeitauf sich nimmt. - Alle diese Einrichtungen . sind i von der höchsten. Wichtige!! für den Weifernstand deZ Leb.I .während, einer n.ritlt; fcnn, , würde nicht der s ::r.r.3 cli erkrMlV funM?7.2unU::i:3 O:'"N Ii? lux-Xir.ci

sen können, so wurde das Leben in wenigen. Stunden vernichtet fein, die Krankheit hätte gar keine Zeit, zu heilen. So ist also diese Ausstattung des Organismus mit Reservekräften oft die Bedingung der Heilung, ohne die sie nicht zu Stande kommen könnte.

Aber sie ist nicht die Ursache der Heilung. Diese Ursache können wir wieder nur aus dem Begriffe der Krankheit begreifen. Eine Krankheit ist eine Kette von einander folgenden Erscheinungen, die an ihrer Ursache hängt. Eme Krankhelt kann also nur hellen. wenn ihre Ursache beseitigt ist, ein Rachenkatarrh z. V. erst, wenn der Kranke sich des Alkohol- und Tabakgenusses enthält, oder ein . Nasenleiden beseitlgt wlrd; e:ne chronlsche Quecksilbervergiftung nur. wenn der Spiegelbeleger oder Bergmann einen anderen Nahrungszweig ergreift, eine Malaria nur. wenn der Kranke das Sumpfgebiet verläßt, eine Fistel nur, wenn das kranke Gewebe an ihrem Ausgangspunkt entfernt ist. Alle Heilung. Natürheuuna sowohl wie Kunstheilung, ' kann daher die Krankheit nur dadurch in Gesundheit überführen, daß sie die Ursache entsernt. Damit ist oft die Krankheit felbst sofort beseitigt, aber nicht immer. Ein Zahnschmerz ist z. B. sofort beseitigt, wenn der kranke Zahn entfernt ist, manche Krampfanfälle kleiner Kmder sofort, wenn der Darm und Magen gründlich entleert wurden, Augenentzündung sofort, wenn der reizende Fremdkörper hinausgespült ist. Oft aber hat die. Krankheitsurfache Zustände gesetzt' die zwar erst nach Beseitigung der Ursache heilen können, aber doch für diesen Vorgang eine geraume Zeit nöthig habem So kann z. B. em durch elnen Elsensplltter verletztes Auge erst, heilen, wenn das Metalltheilchen durch die Kraft des Magnets entfernt worden ist; ist aber eine Linsentrübung zurückgeblieben, so dauert es recht lange, bis der Starreif geworden ist und dem Kranken durch eine Operation das. Sehvermögen zurückgegeben werden kann. Häufig auch sind zu den ersten Krankheitsursuchen, z. B. einem Degenstich, sekundäre Ursachen getreten, z. B. Wundfieber erregende Bakterien, mit . denen der Körper noch monatelang zu kämpfen hat, wenn die eigentliche erste Ursache lange entfernt ist Auf dreierlei Weisen kann der Korper eine Krankheitsursache unschädlich wachen. Erstens, indem er sie auö' sich entfernt (z. B. Erbrechen schädlicher Stoffe, Ausstoßung von Fremdkörpern durch die natürlichen Wege), oder aus sich entfernen läßt (operative Chirurgie). Ferner kann er die KrankheitsUrsache, wenn sie im Körper bleibt, indifferenziren. kann sie zu einer für die Gesundheit unschädlichen Potenz verwandeln und zwar, zweitens, indem er die Ursache verändert (z. V. Gifte verdünnt, Säuren durch alkalische Absonderungen neutralisirt), oder drittens, wdem er sich selbst,- der Körper, verändert, d. h. indem er sich der Schädlichkeit akkomodirt. Ein einfaches Beisplel für eine solche Akkomodation an bestehenbleibenoe Schädlichkeiten ist die Hand des Schmiedes' die gegen' Druckund Temperaturhöhen unempfindlich wird, die eine normale Haut schwer schädigen. Alle diese theoretischen Möglichkeiten des. Kampfes gegen die Krankheitsursache gebraucht der Organismuö in Wirklichkeit, wid zwar häufig ' mehrere zugleich. So kommt z: B; die Heilung beim Typhus dadurch zu Stände,' daß der Korper einenTheil der Bakterien durch die Nieren und den Darm ausstößt, einen zweiten im Körper vernichtet und drittens chemische Stoffe im Blute entwickelt, die den Kleinwesen das Weiterwuchern in den Geweben unmöglich.machen. Wir haben hier also Ausstoßung, Jndifferenzirung der Ursache und Jndisferenzirung. des Organismus nebeneinander. Auf diesen drei Wegen leistet der Körper, ohne jede Unterstützung durch die Kunst ganz Ungeheures für die Heilung der Krankheiten. Es gibt nur eine einzige Krankheit, von der keine Naturheilung bekanntest, nämlich die ausgebrochene Hunds wuth. . Bei allen anderen, selbst den ; böSart.igsten Seu.chey. übersteigt . die Heilung?ziffer die Sterbeziffer. Sogar die asiatische Pest überstehen von 100 Erkrankten! noch 50 biö M dZe Ctsolera etwa die Hälfte. daS 'gelbe Fieber selbst in den schwersten Epidemim 65 Procent, des TyipluZ'LO.Drocent. Auch bii Lungen- , tuberkulöse hat in' den ersten ' Ansängen eine uberwlegende Nelgung zur Heilung.' - Die Frage Mellt sich nun so: Wie ' verhält: sich die Künstheilung zur Naturhellung ? . Oder anders ausgedrückt : ?WaS:kann. der Arzt im Allgemeinen Leisten?Jevensaus unv Das tu vorauszuschicken mehr alS die undaäkbare ?Mitvelt:glaubl, die '.bekanntlich! steti dem Arzt die Schuld an einem zTodeöfall und stets der Natur das Verdienst bei einer Genesung beimißtV Wir die Sterblichkeit des unbehandelten Tvphus 20 Procent beträgt gegött eine Sterblichkeit von nur 6 bis 8 Pwcent in gut geleiteten Krankenhäusern, so sind die 12 bis 14 Procent Mchrgenesenen unhedenklich auf das Conto der ärztlichen Kunst'gutzuschreiben. Seben wir nun ui. aus welche Weise a ,M O, Z3lt Qchuzerzhaft. 2ie Schrnerzen, vo Neuralgie! ver? ishV sind jäweilen :st, enorm! da? can. beinahe ; davon verruckt werden könnte. SalvatwnOelbeselAatß?lche Schmerzen sofort ünd kurirt Neralem so'rasch' daß Niemand mehr auf die se'ZÄ leiden braucht. Hen Äcob Qlein 103 Main Str., EvanSpille, ,Jed.,schreibtwiefolgt: "Meine Frau '.. f 'i L. x.' t v r irr ti 7 ayren an ceuralgle zaoer eitdem sie Salvation Oel gebrauchte, st sie vollkommen frei davon. Ich be. Haupte da3 eS das beste Liniment ist und ich xttxtt eS immer im Hausejhal. ten. Ich selbst hatte seit langer Zeir .VratiSrxi und brauchte vi:le Li2Ntt' döÄ'Oalrtisn Oel ertvieS $?)tzZtx elZ irgk?:) ein er.drrkL Clif - w V (. W V... M .,...

der Arzt Zum Helfer werden kann, so stehen ihm nur zwei Wege offen. Er kann unterstützend wirken, d. h. er kann die physiologische Breite- des Körpers erhöhen, seine Widerstandskraft stärken, den Kranken so lange über Wasser halten", bis die NaturHeilung mit der Krankheit fertig geworden ist. Dies geschieht durch den Dienst am Krankenbette, der wichtiger ist, als Viele glauben: durch richtige Lagerung, durch geregelte Zufuhr von Luft, Licht, Wärme und ' Nahrung, durch Bekämpfung von Erscheinungen, welche die Widerstandskraft schwächen, wie V. Schmerzen, Krämpfe; durch Fernhaltung schädlicher Einflüsse, wie z. B. deö Staubes, seelischer Erregungen durch Besuche u. s. w. Dahin gehört auch die Einführung großer Flüssigkeitsmengen bei starken Blutverlusten und Wasserverlusten (Cholera), um das Herz in Thätigkeit zu erhalten. Und zweitens kann der Arzt heilend wirken' indem er das Gewächs der Krankheit mit seiner Wurzel ausreißt. Auch hier kann er nur die Wege der Naturheilung wandern; aber er kann sehr oft Krankheitsursachen entfernen, mit denen die Natur niemals fertig werden könnte. Ist das gelungen, so erfolgt ja freilich die volle Herstellung durch Naturheilung; aber auch diese Fälle sind unzweifelhaft restlos d:m Conto ärztlicher Kunst zuzuschreiben. Am meisten leistet sie begreiflicher weise in. der Beseitigung der Krankheitsursachen aus dem Körper. Die operative Chirurgie ist das Feld ihrer größten Triumphe, wenigstens bisher. Die Beendigung einer Geburt in Querlage, die Einrichtung einer Verrenkung, die Entfernung einer bösartigen Geschwulst, die Wiedergangbarmachung einer durch Verätzung verengten Speiserohre sind Dinge, die Naturheilung unter keinen Umständen leisten kann. Anderes, z. V. die Ausstoßung tief sitzender Fremdkörper, leistet die Nawr nur auf großen Umwegen und zwar unter Gefahr für den ganzen Körper. Viel weniger augenfällig ist die Jndifferenzirung- der Krankheitsurfachen durch die Maßnahmen des Arztes. Eines der glänzendsten Beispiele für. diese Art der Kunstheilung ist die Abtödtung von größereu Parasiten in oder auf dem Körper, gegen die die Naturheilung fast ausnahmslos versagt, von Band-, Spul- und EingeWeidewürmern, gewissen Milben der Haut und den Pilzen, die die Bartflechte und den sogenannten Weichselzopf verursachen. Doch gelingt diese Jndifserenzirung rmr, solange die

Schmarotzer aus der Haut oder in den natürlichen Gängen des Körpers sich aufhalten; sind sie erst, wie z. B. die meisten, schädlichen Bakterien, in die Gewebe selbst eingedrungen, so ist bei dem heutigen Zustande der Heilkunde eine wirksame Bekämpfung der Schadlwge fast aussichtslos. Die Pilze vertragen, leider stärkere Dosen der Gifte als der Mensch selbst. Nur gegen die Pasmodien der Malaria besitzen wir im Chinin und Arsenik recht sichere Mittel; weniger wirksam ist die Salicylsäure gegen die noch unbekannten Erreger des Gelenkrheumatismus und das Quecksilber gegen diejenigen der Lustseuche. Dagegen ist es vfti m'öglich, chemische Giste zu zerstören, ehe sie Zeit gesunden haben, ihre tödtliche Wirkung auszuüben: Schlangengift durch Aetzmittel, Laugen durch Säuren. Säuren durch Laugen, Arsenik durch Eisenoxydhydrat u. s. w., d. h. durch Zuführung von solchen Stoffen, die mit den Giften unlösliche oder un-' giftige Verbindungen bilden. Die dritte Möglichkeit der Kunsiheilung, die Jndifserenzirung des! Körpers, geht noch in ihren Kinderschuhen. Jedoch wird das Problem, um das es sich handelt, den Körper gegen gewisse Schädlichkeiten unempfindlich zu machen, gerade jetzt von einer ganzen Phalanx von Forschern bearbeitet. Es gilt, den' Organismus unempfindlich zu machen (zu immunisiren) nach dem .Beispiele der leider noch vereinzelt dagehenden Jmmunistrung gegen die Pocken durch Kuhpockenlymphe. Es ist bekannt, daß die meisten schweren Infektionskrankheiten den Menschen nur einmal befallen, z. B. Masern, Scharlach. Pocken. Pest; Das einmal erkrankt gewesene Individuum ist fortan immun gegen den Arankheitsftoff.' Das ist nur möglich dadurch, daß sich im Körper eine Umstimmung der Gewebe gebildet hat, die das Fortwachsen der eingedrungenen Schädlinge verhindert. Die moderne Bakteriologie hat die greifbare Ursache dieser Umstimmung in chemischen Stoffen gesucht, die im Blutserum (Blutflüssigkeit) gelöst sind und hat mit diesem Stoffe schon glänzende Erfolge der Jmmunisiruug gegen Krankheiten erreicht. Gerade diese letzten Erfolge haben wir der Wissenschaft zu danken, die nur fortschreiten: konnte, weil: sie - sich von den Urväteranschauungen : über! das Wesen der Krankheit befreit hattet weil sie sich die Befähigung errungen hatte der Naturheilung auf ihren verbargensten . Wegen nachzuspüren und i keine anderen Kräfte, aber auch alle Kräfte in ihren Dienst zu stellen, die die Naturheilung anwendet.' um Krankheit in Gesundheit überzufuhren. Variante. Warum wollen Sie eigentlich Fräulein Müller; nicht heirathen?" Ja. wissen Sie die ist von der Natur zu schwiegermüiterlich behandelt!-. Wir ! Nun, Herr Commer. cienrath, hat Ihr Sohn schon tüchtige Praxis?' Wie haißt, tüchtige !Praxis! Mer haben nicht nöthig, zu ikurin sremde Leute, die Praxis vonl meinem Sohn sein mer selbst!" Zueroiumr. .Glauben z Sie. daß' der Herr Rath trinkt?- Ich glaube nicht ' aber wissen Sie,- wenn ich eine Flasche Cognac war', mochte ich nicht allein mit ihm im Zimmer sein!- - ZA viel verlangt. Erster Lieutmüntö JZn war die Dame, mit der ich Dich rt?xrt sehen?- Zweiter Lieut.ant: Otn ich ein C:dächt UMM

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