Indiana Tribüne, Volume 21, Number 141, Indianapolis, Marion County, 8 February 1898 — Page 3

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Dr. I. Bühl er, 120 Gst fHcGarft? Str. Sprechstunden : 8 Hl 9 Uhr Vorm. ; 2 btt 3 h Nachm.; 8 bis 9 Uhr WendS. Telephon 1446. drechftuaden: Sonntag nux VormittazI. C. C. EVERTS, Deutscher Zahn Arzt. N. 8 Rkd Penasylvinia Sk. a C totrt aas Wunsch angewandt. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, No. 90 Ost Market Straße. Cofsin Block. Zimmer 43. Offi, Stund: 9bi,12V.. 1 di5m.. TW 9 bd. Sonntag von 10 Uhr m. bt 2 Uhr Coke. Coke. An klumpen u.zs!lsinert. XlltU na'Si besonn in der Office d Incf nolis Co. No. 53 Süd Pennsylvania Str. M. GierKe, Dentschrr Buchbinder. 408 Zud Saft, ßcke McCarty Str. Up Siaire. ttrx atl inccft rf, 7 Ht liia ox -'niait JR ütD.JCt str it1h rtoa. Julolpln Frey, (Old freedorn ttigüt.) otary Public, Translator, Corresponflent etc. No. 196 Elisabeth Stret Take Blake St. Car. HER5IANX LINKE, 15 Sü Alabama Str. Deutscher Messerschmied, Rasirmeffer, Scheeren und alle Arten Lchneideinstrumente sabrizirt und geschlissen. "Webster's International: ictionary Irvaltiwbl? H the Home. School. and Offlcp. A tinrntick rovidnn nf tha UnabfidlTtd. t!i purpo. cf which ha beca aot dispLajr aor the proriiioa of maierial for boastful and tnowy adTertIsaent, but lha due, Judiciou, cwlarly, tkorougH peifectagof a work which ia all tna tage of ts growih has obtaiaed ia a equal degre Ute faror and oo&denc of caolan and ol lh geaeral public. Tb Oa Graat 5taadara Authority. So rite. Hob. D. J. Brvwr, JuttiM U . SopraiBa Court. GET THE BEST. WTBSTEirS imroairKÄt . DXIIQiSr tWSai tos poeime pa 6. i C. KERR1AM CO., Publishers, Druuruhuiv iwi 130 YEARS V CArcnitnwa w Tradc Marks . ,4A DtSIQN f1 Copyrights 4 Copyrights 4c. ayaa wnUn a tkateta and dMerlptioa my Lir ascantia our puiion irva wntiaa- m. lUoa ta probably pitent&bl. Comrnualea. 1 M . n.4 1 UinilKAAb Ml P.tMlta ant kraa. Oldaat rancy ior tecurlnf patanu. faaaM takao tbraasb Mann a. raaalr aacu imMc, wttboat abar?a. In tüa Scientific JlmerJcan. A. aaadaomalr IlliittrataJ waakly. IarMt n alatlon of any aelanttflo Journal. Tann. U a raar: Vsvt montbi, L ild dall ctwtdealar. l.1Ui:n&Co.38,B' New York Brvja SS. C3I T PC. Waaaintftaa, V.. y.w 'Ci dpHa ÜIPANS TABU1ES Are intended for eh3Jrtn, bdtes fctd al) who prefer a ntedicxne dlsgulscd M coa scctJoncry. Thcy rnay now be bad (put p i Tin Boxcs. seventywt la a box pnee. twenrysiye cents or five toxes ser onccollar. Any crvsül wvJ get ihea tlyou irutU, and thcy may alwarsD cbtainea by renutting the pricc to TTlr im1f l CVinnnnv tl . aÄUaa& vnikiiuixii vO M,-' tt Lr..LbW 'ft;i:n ZrzS vor ntne for SoarrteTr C täa Works ol Eaaa Ptold FIELDFLOWERS dt C: jestlli34 Hieltst 5C27Ctlr The mt bcavtiful Art Prodactlon of tbe eco tary. A mall baack af tka aaac frtfraat al bla aaais fatkerad fran tk braad acre af Zat ta FUld'a farai Lara. Contains a aelection ol tbe moat beaotifulof thepoems of Eurtne Field. Handanm: üluitratMl tbirt r-fire of the world'i rraataat artiata aa tbeir cont ribution to the Mon ument rana. ui tor taa aaoia iumwuim mit artJcta tkU baak eaald aat fcart beta aaaaCaa. ad Ur ti.. Foraale at bock Stores, or sent orroald on reeeiot of ii.io. The Vorc oETerinxto

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Fremde WeUen.

Roman von Reinhold Ortmann. (gorteJung.) .TXssen bin ich keinesweJs sicher. Nirgends haben die Wände so viele Ohren als auf dem Theater. Und ich glaube wirklich, man fängt bereits an, sich über uns lustig zu machen, da Du es nicht lassen kannst, mich fortwährend anzustarren und mir nachzulaufen,. wie nxnn ich einen Magneten in der Tasche hätte. Meine Mama hat längst etwas gemerkt, und sie ist natürlich sehr ungehalten. Ich hatte auch wirklich nicht geglaubt, daß Du Dich fo ungeschickt benehmen wür dest.Hrmann Wolshardt athmete schwer. Du weißt jedenfalls nicht. Ada. wie lieblos Deine Worte klingen, und ich will Dich nicht mit Vorwürfen quäkn, die Du vielleicht nicht verdient hast. Aber ich wiederhole Dir aus tiefster Ueberzeugung: fo wie bisher kann es unmöglich weitergehen. Wir müssen einen bestimmten Plan für unfere Zukunft fassen, müssen In ihrer Nähe gab es ein Ge räusch, und Ada fiel ihm hastig in die Rede. Ia, ja wenn Du meinst, daß es nothwendig ist. so wollen wir es gelegentlich thun. Nur nicht in diesem Augenblick und an diesem Orte Du mußt doch einsehen, daß das nicht geht. Außerdem wird der zweite Act vermuthlich sogleich beginnen." (So laß uns am Nachmittag einen Spaziergang machen! Ich werde Dich um drei Uhr am Rabenthor erwarten!" An diesem Nachmittag? Nein, das ist unmöglich!" erwiderte sie hastig. Ich muß meine Nerven für den Abend schonen, dem es steht bei diesem ersten Debüt ja so viel für mich auf dem Spiele. Morgen vielleicht oder übermorgen wir werden ja nocb so lanae bei einander bleiben." JBist Du dessen so gewiß?" fragte er bitter. Ich komme mir selber so klein und erbärmlich, so jämmerlich und veräcktlick vor. seitdem ich dieser Schauspielergesellschaft angehöre. daß ich verruat weroen mu. wenn ich diesen Zustand wirklich noch Monate und Jahre lang ertragen omzi n ibrer unaeoulv. von igin toszu kommen, batte sie wohl kaum gehört. was er sprach. .Freilich daS lst sehr unangenehm," fagte sie zerstreut und hastig. 9sfr wir werden sckon etwas finden gewiß! Und ich werde Dich doppelt so lieb haben, wenn Du ein klein nxnig vernünftiger wirst. Da hörtest Du nicht? Hat meine Mama mcht even nacq mir gerufen?" St wollte ibm entschlüpfen : doch noch einmal hielt er sie zurück. Nur ein einziges Wort. Ava'. brachte er mit sichtliar SelbstüberWindung heraus. Der Mensch, mit dem ich Euch vorhin sah wer tst eS?" Sie drehte sich nach ihm um uns sah ihn groß an. tr Reaierunasreferendar Her bert von Plessow". erwiderte fr ge lassen. Bist Du etwa gar auaz eisersüchtig?" WArt ?s an der Stelle, wo sie sich befanden, etwas weniger dunkel gewe- ' . 1 1 r er l - V CT . fen. fo hätte t vas uei noiy 0 Beschämung wahrnehmen müssen. daS in seinen Wanaen aufflammte. Ne!n Q)tnh ick alaube an Deine " -7 O Liebe und ich vertraue auf Deine Selbstachtung. Ada! Aber ich bitte Dich, auch den Schein zu vermei käM i AaCivMAM 0irid4tM AäM StAt um, uci cuici jungen iiutu Anlaß geben könnte, Deinen guten Na, men " O, ich muß doch sehr bitten", schnitt sie ihm in einem Tone hoheitsvoller Entrüstung die Weiterrede ab. Wir haben Herrn von Plessow an der tadle a'dote unseres Gasthauses kennen gelernt er ist ein' sehr vornehmer und liebenswürdiger Herr, der die Grenzen ritterlicher Artigkeit noch niemals überschritten hat und ich stehe außerdem unter dem Schutze meiner Mama! Die Befürchtung, daß ich mir durch den Verkehr mit ihm an meiner Selbstachtung vergeben könnte, ist also zum Mindesten eine sehr üitu flüssige.In diesem Augenblick ertönte endlich das von ihr gewiß inbrünstig ersehnte Klingelzeichen, und ehe ihr Wolfhardt nur ein einziges Wort hatte erwidern können, war Ada wieder auf der Bühne an der Seite des Directors Mühlhofer, der ihr mit einem väterlich gütigen Wort die wie von einem zarten Pfirsischflaum überhauchte Wange klopfte. Ohne alle besonderen Zwifchenfälle nahm die Probe ihren weiteren Vn lauf. Nur die beiden kurzen Scenen, . MM 1 t I in denen Hermann AZoisyarvl muzuWirten !Ute, gaben dem Direktor einiam Anlaß zum Tadel. Sein Wohlwollen für den jungen Debutant'.n schien sich überhaupt von Tag zu Tag verringert zu haben, und wie bei den letzten der voraufgegangenen Proben erging er sich auch heute in Bezug auf Wolshardts Spiel und Haltung m ei nigen. scbarfen Bemerkungen, die dem Zurechtgewiesenen' daS Llut tn die Qanaen trieben -nnb ibn Kwanaen. die

Zähne zusammenzubeißen, damit nicht durch eine heftige Entgegnung ein für alle Betheiligten unerfreulicher Auftritt herbeigeführt werde. ' Als man endlich zum Schluß gekommen war, beeilte sich Hermann Wolfhardt, früher als alle Uebrigen das Haus zu verlassen. Zum ersten Mal seit jener glückseligen Stunde, da ihm Ada in ihrem einfachen HauSkleidchen und mit ihrem dicken Mozartzopf das Käthchen von Heilbronn vorgespielt hatte, floh er wie vor etwas Peinigendem vor ihrem Anblick, und Frau Laura Hedmondt konnte, als sie fünf Minuten nach ihm -aus dem Thorweg des Theatergebäudes traten, mit einem Ausdruck der Befriedigung zu ihrem Töchterchen fagen: Endlich einmal haben wir diesen lästigen Menschen nicht in unserem Gefolge. Seine Aufdringlichkeit fing auch nachgerade an, ganz unerträglich zu werden." Ist es Herr Frenzel, von dem Du sprichst?" fragte Ada sehr unbefangen zurück ; aber Frau Hedmondt machte eine geringschätzig verneinende Bewe, gung. Du weißt sehr gut, daß eö dieser durchgefallene Candidat ist, den ich meine. Wahrhaftig, es war eine unverantwortliche Tollheit, daß Du ihm dazu verholfen hast, unser College zu werden." Vielleicht, Mama!" lautete die lakonische Erwiderung. Aber man kann nicht immer Alles voraussehen. Glaubst Du übrigens, daß. Herr von Plessow mir heute Abend ein Bouquet überreichen lassen wird? Er erkundigte sich so angelegentlich nach ; meinen Lieblingsblumen." Das ist wohl möglich! Aber Du darfst nicht zu liebenswürdig gegen ihn sein, Kind und Du mußt Dein Herz wohl in Acht nehmen. Es hat ja schon Manche vom Theater eine glänzende Partie gemacht; aber eS waren doch immer nur die Klugen, die es geschickt anzufangen verstanden." Sei unbesorgt, Mama!" lachte Ada fröhlich. Vorläufig ist mir an einer glänzenden Partie gar nichts gelegen, und ich denke nicht daran, zu heira then diesen Herrn von Plessow so wenig als irgend einen Anderen! Aber wenn er mir ein Bouquet schickte es wäre zu reizend! Ich glaube, unsere sentimentale Liebhaberin würde vor Neid und Aerger noch grünlicher werden, als sie es trotz ihres fingerdick aufgetragenen Puders leider ohnedies schon ist." Fünftes Capitel. In einem Mansardenzimmer des befcheidensten Gasthofes von. Neustadt hatte Hermann Wolfhardt Wohnung genommen ; denn die Gage, welche ihm Director Mühlhofer zahlte, reichte nur eben hin. die dringendsten Bedürfnisse des Lebens zu befriedigen. Als er heute aus der Probe szurückkehrte, fand er auf dem Tische deö armseligen Stübchens zu seiner Ueberraschung eine Visitenkarte mit der Aufschrift: Frank Mc. Vurney. Melbourne.Eine Ecke der Karte war eingebogen zum Zeichen, daß der auf ihr Ge rannte ihm habe einen Besuch machen wollen; aber Wolfhardt, dem der Na me vollkommen unbekannt war, hielt sich überzeugt, daß hier ein Irrthum vorliegen müsse, bis ihm die in dem Gaphof bedienste Magd auf seine Erkundigung mit aller Bestimmtheit erklärte, der Herr habe wirklich nach ihm gefragt und habe hinterlassen, daß er heute oder morgen noch einmal vorsprechen werde. Unter anderen Umständen würde sich der junge Mann, dessen Bekanntenkreis immer ein sehr beschränkter gewesen war. vielleicht den Kopf darü. ber zerbrochen haben, was ihm wohl die Ehre eines anscheinend von so weither gekommenen Besuches verschaffen möge; heute aber war er sehr wenig geneigt, seine Gedanken bei so gleichgiltigen Dingen verweilen zu lassen. Er warf die Karte achtlos bei Seite und streckte sich, ohne das fru-

gale Mittagessen anzurühren, das ihm die arobknockiae Maad aebrackt hatte. zu unerfreulichem Grübeln auf daS Bettgestell nieder. daS m dieser Mansarde zugleich die Stelle des Sophas vertreten mußte. Er fühlte sich matt und zerschlagen, wie wenn er eine schwere körperliche Arbeit verrichtet hatte oder wie wenn ibm eine ernste Krankheit in den Gliedern läge. Seine Stirn brannte, und in toller Flucht jagten sich dahinter die Gedanken. Alle Einzelheiten dieser schrecklichen vierzehn Tage, die er nun schon als Mitalied der Mühlhoferschen Gesellschaft verlebt hatte. zogen an seinem Geoachtniy voruver, und er grub die Zähne tief in die Un. tcrlippe bei der Erinnerung an all' die Enttäuschungen und Demutyigungen, die er in dieser kurzen Zeit ersah, ren . Daß er eine ungeheure Thorheil begangen, als er seiner raschen Einge. buna oefolat war. batte er nur zu bald erkennen müssen, , wie leidenschaftlich er sich auch anfänglich noch gegen titt beschämende Gewißheit gesträubt. Der Ton, der in seiner neuen Umgebung herrschte, war ihm von vornherein, wie eine fremde Sprache gewesen die er nicht verstand und die er seiner inttersten Ueberzeugung nach niemals würde erlernen können. Der glückliche Leichtsinn dieses heimathlosen Völkchens, daö aus allen Richtungen oe? Windrose zusammengeschneit war, daS seine. Sache auten Muthes auf nichts stellte und sich kaum um daö Morgen, sicherlich aber mit keinem Gedanken um das Uebermoram kümmerte er hatte für ihn etwas Unbegreifliches und beinahe Unheimliches gehabt, etwas. das'ibn-immer-wieder- abstieß und eine unübersteigliche Schranke zwlscben ibm und seinen Schicksals nassen ausrichtete. ES aab nichts GemeinjameS zwischen ihm - und Jenen, und er war zu aufrichtig, um eine Symj?athie zu erheucheln, von der er .nicht empfand. Dadurch war er fast vom ersten Täae an seinen neuen Col-

legen und CoUeginnen gegenüber in die denkbar peinlichste Lage gerathen. Seine höfliche Zurückhaltung war ihm als Hochmuth, seine Schweigsamkeit als dünkelhafte Ueberhebung ausgelegt worden, und Alles schien sich ver-

einigt zu haben, die vermeintlichen Kränkungen mit schonungsloser Unbarmherzigkeit an ihm zu rächen. Wie eine Unzahl von kleinen, in einen Giftstosf getauchten Pfeilen hatten ihn Tag für Tag die Bosheiten unv Sticheleien verwundet, zu deren Zielscheibe er von allen Seiten gemacht wurde, und da er weder seine Vertheidigung mit denselben Waffen fübren. noch mit Keulen dreinschlagen konnte, vhne vollends den Fluch der Lächerlichkeit aus sich zu laden, batte er seine Brust, wehrlos diesen tückischen und, schmerzhaftenGeschössen preisgeven muijen. Nock ekt dränate lbm das Blut zum Kvpfe, wenn er an manche der hämischen Bemerkungen dachte,, die nur auf ibn batten aemünzt sein können und auf die er doch nicht hatte erwidern dürfen, wenn er Nicht die tnumvbirende Genuatbuuna seiner Widersacher verdoppeln und verdreifachen wollte. Aber wie groß auch immer die-Pein gewesen fein mochte, die er in solchen Augenblicken erduldet, sie war ihm ; doch geringfügig und' nichtig erschienen im Veraleich mit den Qualen. die in den langen Stunden der Einsamselt seme selbstquälerischen Grudeleieq ihm bereitet hatten. Immer von Neuem war ihm da die herzbeklemmende Empfindung gekommen, daß er im Beariff sei. unaufhaltsam tiefer und. tiefer hinabzusinken in einen Sumpf, aus dem es ms Geltung mehr gab, wenn nicht durch einen rafchen heroischen Entschluß. Und die kraftlose Unfäbiakeit. einen solchen Entschluß zu fassen die weibische Schwäche, in welche die Liebe zu Ada all' seine sonssiae Energie wandelt zu haben schien, sie erfüllten ihn da?n wohl mit emem so tiefen, verächtlichen Groll gegen sich selbst, daß unHeimlich .finstere Selbstmordgedanken aus l. rv: . c r . 7""Y DZll ilCIC Hl kll Hiiuiuci:, Fortsetzung folgt.) Hlll ?er ZUanschettcnknopsa d'Ni Th. Gandert, Polizeilieutenant a. D. Meine Frau war vor einigen Jahren auf dringenden ärztlichen Rath geiwungen, ein Soolbad auszusuchen. und. da mein Sckwieaervater sich freundlichst bereit erklärte, einen Theil der Kosten beizusteuern, fo reiste sie im Juls mit Kind und Kegel unter Mitnähme deö Kindermädchen? nach Bad Kösen bei Naumburg a. S. ab, mich als ; einsamen Strohwittwer zurück lassend. Ich selbst hatte Kösen vorgeschlagen, aus alter Anhänglichkeit, weil meine verstorbene Mutter vor vielen Jahren wiederholt mit uns Kindern dasselbe Bad besucht und in der herrttche; Luft und reizenden Umgebung dort Erholung und Kräftigung gefunden hatte, und der Arzt stimmte zu. Leider gestatteten meine gerade. in jener Zeit sehr umfangreichen Dienstgeschäfte nicht, sie öfters zu besuchen, und so kam eS, daß ich, abgesehen von der Hin- und Rückreise, nur zwei Mal wahrend suns Wochen nach meiner Familie mich umsehen konnte. Und auch die eine dieser Fahrten war ein Kunststück; ich brannte einfach emeS Sonnabends durch, ließ mich für. den äußeren Dienst von-dem Mir zur Unterstützung, und weiteren Ausbildung zugetheilten zungeren, interimistischen Polizeilieutenant vertreten und aab dem ältesten Wachtmeister Anweisung, sämmtliche interne Sachen, die meine Unterschrift haben mußten, liegen zu lassen, und in dringenden Fällen mir sofort zu telegraphiren; in der Nacht vom Sönntag zumMontag wollte ich wiederkommen. Meine Frau bewohnte ein hübsches, weinumrankteS Häuschen in . der Nähe deS 'Kuchengartens" in welchem als HauptversammlungSort der kaffeetrinkenden Damenwelt . jeden Nachmittag Concert abgehalten würde. Außer ihr beherbergte die kleine Villa noch ein junges Ehepaar aus Dresden, mit welchem meine Frau aber nicht verkehrte, da die junge Frau, die sie in drav zur Vlll gehörenden Garten flüchtig kennen gelernt, ihr nicht fympathisch war. Ich traf meine Familie bei meiner Ankunft um 8 Uhr im Garten beim Kaffee und wurde .von den Jungen mit einem Freudengeheul empfangen, daS sich noch verstärkte, als ich, nachdem meine Frau mir über ihr Wohlverhalten Mittheilung gemacht, ihnen für 11 Uhr eine Eselpartie nach der Rudelsburg mit Mittagessen daselbst und für den Nachmiftaa Chocolade im Kuchengarten ankündigte. AlS wir gegen. 5 Uhr Nachmittags die Jungen wieder hoch . Lu Esel, wahrend ich meine Frau führte den Rückweg antraten, trafen wir im Mordthale". wie mein Aeltester mich belehrte, einen Herrn und eine Dame, welche grüßten; eö waren die Mitberqohner der Villa. Die Dame, äugenscheinlich über die erste Jugendblüthe hinaus und stark geschminkt, war sehr elegant. aber-.'etwaS auffallend' gekleU vet unv ver Herr machte aus mich mit seinem strapazirten Gesicht und mit dem aufaezwirbelten schwarzen Schnurrbart etwa den Eindruck einet Croupiers a. D. Wenige Minuten nach dieser Begegnung sah ich auf dem spärlichen GraöwuchS deS sich' schlauaelnden schattigen WegeS etwas WeißeA liegen und' hob eine .Majischette. auäenschelnlich eine Damenmanschette, aüf, an welcher ein silberner Manschet, tenknopf ..lich befand.?. Unwillkürlich ,,! Jedermann sagt so. ' Cateäretß Candy Cathartic, die vundervollfte medizinische Entdeckung deß Zeitalters, angenehm und ersri sehend im Geschmack, ; birst, sanft und sicher aus Nieren, Leber undSingeveibe, das ganze Qyfiea reinigend, entfernt Erkaltung, kurirt Kopsveh, ff" b er, anhaltende Verstopfung und Un Verdaulichkeit Oaufen und dersucen 0t eise CiStcXfcC3 C. C. C. beute; 10, 25, Lcy Ge-tJ. yerkuftusd Tk-z c25--ttrt fc-3 -J3 CpstZ;?.

sah ich mich um, venn ich naym an, daß die uns eben begegnete Dame die Manfchette verloren habe, und war im Begriff, umzukehren, um die Herrschaften zu fragen. Warum ich es nicht that, ist mir heute noch nicht so recht klar, genug, ich steckte die Manschette ein mit der Absicht, später das Dienstmädchen mit meinem Funde zu der Dame zu senden. Mir war von dem

Gange sehr warm geworden und ich ' I k.St.K L Jt l aing ocsqaio, nacyoem iaj rau unv Jungen an einem der noch freien Tische im Kuchengarten untergebracht und die längst ersehnte Chocolade nebst Kuchen bestellt hatte, in die Wohnung, um meinen dort zurückgelassenen Paletot zu holen. Da fiel mir mein Fund ein. und. ich wollte mich desselben entledigen; vorher aber besichtigte ich den Manschettenknopf. Der ganz unscheinbare Knopf erwies sich bei näherer Betrachtung als ein kleines Kunstwerk. Die obere Platte war aus gediegenem Silber, durchbrochen gearbeitet, ahn lich den hübschenFiligranschmucksachen, welche damals sehr modern waren und auch heute wieder vielfach von Damen, namentlich jüngeren Damen, getragen werden. Dieser Knopf aber war jedenfallö das Erzeugniß der kunstgeübten Hand eines Juweliers, der mit vielem Geschmack Blätter und Blümchen in zierlichem Gewinde aneinander gefügt hatte. In der Mitte des Knopfes aber befand sich, auf den Spitzen der Silöerblättchen ruhend, ein zierliches Vergißmeinnicht, das. auS blauen Sternchen gebildet, in Gold gefaßt war. An der Seite der Platte bemerkte ich eine, Feder, durch deren Benutzung die Mechanik, welche den Knopf in der Manscöette festhielt, in Thätigkeit trat. DaS eine der Blättchen am Rande des Knopfes war beweglich und ich überzeugte, mich bald, daß es gleichfalls als Feder diente. Merkwürdig! Wie kam ich eigentlich dazu, den so sinnreich und keineswegs auf den ersten Blick bemerkbaren Mechanismus sofort zu entdecken? Denn ich drückte mit dem Nagel des rechten Daumens auf die Fede, und sofort löste sich daö Vergißmeinnicht von den übrigen Silberblättchen und blieb, eine kleine Oeffnung zeittnd, nur l,:ch ein feines Charnier mit einem derselben verbunden. Ich fühlte eine gewisse Enttäuschung ich muß mich nämlich in jenem Augenblick in einem fast somnambulen Zustande befunden haben denn ich erinnerte mich sofort der niedlichen Souvenirs, welche in Badeorten vielfach zu kaufen sind und die durch derartige kleine Oeffnungen die schönsten Ansichten von besonders bemerkenswerthen Naturschönheiten gewähren. Donnerwetter in diesem Augenblicke öffnete sich die Thür und meine Frau, der meine lange Abwesenheit bei so kurzem Besuche mittlerweile aufgefallen war, trat herein. Bevor sie noch zu Worte kommen konnte, kam eö über mich wie eine Erleuchtung. Ah," flüsterte ich ihr zu, sieh hier hinein; nicht wahr, ein Frauenantlitz?" Meine Frau, auf bas.HLchste erstaunt über mein sonder, bares Benehmen, führte erst auf mein nochmaliges Drängen den Manschet, tenknopf zum Auge, indem sie ihn gegen daS Licht hielt, und sah mich gleich darauf, die Hand mit dem Knopf sinken lassend, ordentlich erschrocken an. Ich! selbst nahm nun den. Knopf und meine Ahnung hatte mich nicht getäuscht ich erblickte ein bildschönes, schwarzhaariges, blauäugiges Mädchenäntlitz! In fliegender Eile verständigte ich meine Frau, ihr vor Allem einschärsend, sich vor Niemandem, namentlich vor ihren Hausbewohnern nicht, falls, diese Nachfrage halten sollten, merken zu lassen, daß ich die Manschette mit dem Knopf gefunden! Mit vieler Mühe und erst nachdem ich meiner Frau Alles, was mir vorher wie ein Mühlrad im Kopfe herumgegangen und das jetzt immer festere Gestalt annahm, kurz mitaetheilt, gelang es mir, sie zu überzeugen, daß mein Verlangen durchaus nothwendig war, und sie gefügig zu machen. Zuerst wollte ich gleich mit dem nächsten Zuge nach Berlin zurück, aber der Gedanke, meiner Frau und den Jungen die. kurze Freude ganz zu verderben, und die Erwägung, daß- ein kurzer Aufschub nichts verderbe, meine schnelle Abreise aber vielleicht Verdacht erwecken könne, hielt mich zurück. Kaum hatte ich mit meiner Frau im Kuchengarten bei den Jungen wieder Platz genommen, als das junge Ehepaar, unsere Hausgenossen, ebenfalls im Garten erschien, sein-Blicke wie suchenh umherschweifen ließ und dann an unserem Tische vorüberging. Der Herr sah mich scharf,' wie fragend an. was ich, während meine Frau aus Verlegenheit. dem Jüngsten, einen nicht vorhand'enen Chocoladenbart abwischte, dadurch erwiderte, daß ich mich, artig grüßend, ruhig erhob; hatten die Herrschaften unS vorhin doch zuerst gegrüßt. Drei Jahre etwa vor diesem Vorfall war .bei einem Juwelier am Spittelmarkt in Berlin ein großer Einbruch verübt worden. Die Verbrecher die Spuren wiesen auf zwei hatten sich am Abend in daS Haus einschließen lassen, hatten die über dem Juwelierladen liegende Wohnung, deren Jnhaber verreist waren, mittels .Dietriche geöffnet, hatten- dicht am Fenster den Fußhoden durchbrochen, sich an einem am Fensterkreuz befestigten Gurt durch diesei . Loch in den Laden hinabgelassen und neben einer nicht unbedeutenden Geldsumme Alles. waS ihnen an Edelsteinen und sonstigem Geschmeide in dii Hände fiel, mitgenommen. Dann waren Beide nacheinander mit dem Raube in die Wohnung oben an dem Gurt wieder hinaufgeklettert und hatten. nachdem am Morgen das Haus geöffnet worden, einzeln und unangefochten das HauS verlassen. Von dem ganzen Raube, der nach Angabe und nach Ausweis der Bücher deS Bestohlenen inclusive deß baaren Geldes mehr al 70,000 Mark betrug, war nichts wieder zum Vorschein gekommen, trotzdem. die Polizei Himmel und Hölle, in L:guvg gesetzt und das Verzejchniß der Schmuasachen überall hin bekannt ztae.ben hatte.

Nnter den geraubten Kleinodien hatten sich auch ein Paar silberne ManschettenknVpfe in getriebener Arbeit befunden, welche der Juwelier sich selbst angefertigt und welche das kunstvoll gemalte Bild seiner Braut, en sace auf dem einen, en profil auf dem anderen, enthielten. Die Bekanntmachung, welche natürlich auch an sämmtliche Reviere gelangt war, war beim genaueren Ansehen des von mir am Fuße der Rudelsburg ge-. fundenen Manfchettenknopfes zuerst wie ein Traumbild, dann immer deutlicher vor meinem Geiste aufgetaucht. Gleich nach dem Einbruch war der Verdacht auf einen jungm Mann .gefallen, der bei dem Juwelier früher Lehrling gewesen war, der also in dem Laden genau Bescheid wußte, und der dann ohne nachweislichen Erwerb der Liebhaber eines jungen Mädchens geworden war, welche, als Freundin eines schon bejahrten Lebemannes, ebenfalls am Spittelmarkte eine elegante Wohnung inne hatte. Die eingehendsten Ermittelungen waren aber erfolglos geblieben und der Verhaftete hatte entlassen werden müssen. Als dann der Freund jener jungen Dame bald

darauf gestorben, stellte sich heraus, daß er ihr em nicht unbedeutendes Legat ausgesetzt hatte, welches sie in den Stand setzte, ihren Liebhaber zu heirathen. Bei meine'. Rückkehr nach Berlin, woselbst ich Alles in bester Ordnung fand, da Niemand meine Abwesenheit bemerkt, nxrr mein, erster Gang zum Juwelier: er erkannte den Knovf auk den ersten Blick als den seinigenZ Der Herr gerieth in eine ungeheuere Aufregung, steckte eine bedeutende Summe Geldes zu sich und wäre am liebsten gleich nach Kösen gefahren, um dort daö Ehepaar, von welchem die Dame nach meiner Annahme die Manschette mit dem Knopf verloren hatte, verhaf. ten zu lassen. Ich goß aber genügend Wasser in feinen Wein, so daß er sich beruhigte, nahm ihn aber, schon. deS. halö, damit er keine Dummheit machen sollte, mit. zu dem Herrn Polizeipräsidenten, dem ich. vor allen Dingen, unter Preisgebung meines Geheimnisses des wilden Urlaubs, Vortrag halten mußte. Der Präsident legte nun schmunzelnd die ganze Angelegenheit in meine Hand und gab mir auf. unbestimmte Zeit Urlaub. Sofort, nach.', dem ich den hohen Herrn verlassen, gab ich auf dem Haupttelegraphenamte 'je eine Staatsdepesche, an die Polizeibe. hörde in Naumburg und diejenige, in Kösen auf. Erstere ersuchte ich unter genauer Beschreibung des mir verdächtigen Ehepaares, den Bahnhof genau observiren und, falls dasselbe abreisen sollte, einen gewiegten Beamten, in Civil natürlich, unauffällig mit dem gleichen Zuge reisen zu lassen, damit dasselbe uns nicht verschwinden könne. Letztere erhielt eine ähnliche Anweisung mit der Ausdehnung, jede Abreise ver betreffenden Herrschaften, deren Wohnung ich. natürlich genau angab, auch einen. Ausflug zu Wagen, überwachen zu lassen. Dann begab ich mich zum Oberstaatsanwalt, demselben Meldung von dem Vorfalle, meinem Verdacht und den von mir bisher unternommenen Schritten zu machen. Letztere fanden durchaus dU Billigung des genannten Herrn, und ich erhielt eine offene Ordre zur eventuellen Verhaftung des Ehepaares K. den Namen seines ehemaligen Lehrlings hatte der Juwelier nicht vergeh sen. da sich sein Verdacht stets auf ihn gerichtet hielt und ein dringende! Ersuchen an sämmtliche zuständige Behörhen. mich bei den mir erforderlich erscheinenden Recherchen zu unterstützen. Mit dem nächsten Zuge. Montag Nachmittag, dampfte ich. von dem Juwelier und dem Criminalschutzmannk meines Reviers begleitet, wieder gen Kösen; daS heißt, ich stieg vorher ir Naumburg aus und ließ, nachdem ich hier erfahren, daß das Ehepaar den dortigen Bahnhof nicht passirt hatte, meine offene Ordre von dem dortigen Herrn Staatsanwalt visiren. Danr erst fuhren wir weiter nach Kosen. Auf dem, dortigen Polizeiamt. woselbst natllrlich die Liste der Kurgäste vorlag,, erfuhr ich zu meiner nicht geringen Verblüffung, daß daö Ehepaar we.lches ich in einem fo schlimmen Verdacht hatte, gar nicht K. hieß, sondern einen ganz anderen Namen .trug. Ich war wie zerschmettert; hatte ich mir doch AlleS so schön zusammengereimt und zurechtgelegt! Kaum war ich aber in dem Hotel, jn welchem während meiner Dienstaänge der Juwelier mit meinem Schutzmann hinter der Flasche schon ein kleines Siegesfest feierte, angelangt und, hatte dem siegesfröhen Herrn die traurige Kunde gebracht, als derselbe, wie von einer Tarantel gestochen, aufsprang, mit einem Ruck Flaschen und Gläser vom Tische kippte, und mit Stentorstimme Champagner befahl; sein .verflossener Lehrling hatte nämlich einen Stiefvater und hieß K., genannt St."! Unter diesem letzteren Namen hatte er sich in die Curliste eintra gen lassen und wohnte richtig in derselben Villa, in welcher meine Frau mit en Kindern ihr Heim ausgeschlagen hatte. Ay Dienstag früh 8 Uhr traf ich abermals zum Besuche bei meiner Frau ein (dieselbe war darauf vorbereitet und hatte die Jungen'mit dem Mäd. Cixtt Nützliche Erfindung. Dprch die Erfindungdes berühmten Sälparion Oett ist der Mechaniker und Handwerker jetzt w den Stand gesetzt, ohne, Zeitverlust, leichte Verletzungen, roie Quetschungen und Lerrenkungen zuheilen. Dieses vorzügliche LmiattU kurirt alle Schmerzen sofort.' "Slütt lich berletzte ich durch einen 20 ffirf tiefen Fall mein Vein und nur durch die Anwendung von Salvation Oei romden die Schmerzen beseitigt und hie Verletzung völlig geheilt. Ich kann bezeugen dass Salvation Oel ein ganz ausgezeichnetes Heil-Mittel ist." XL Jacob Rice, 520 Church Str., Easts?, Pa. Salvation Oel . ist überall, für LS Cents ju babrn.. und sollte ixxrt M'der'Hanb'M Gela CttiLi 65kdaraufda2 Nr tzl a0C:X-J

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chen schon um 1 uyr srlly nach ver Saline gesandt) und nachdem ich sie, die den ganzen vorangegangenen Tag und auch die Nacht in großer Ausregung verbracht,' beruhigt hatte, klingelte ich bei dem augenscheinlich völlig ahnungslosen Ebevaare. Gleich darauf öffnete

j mir die junge Frau, welche eine ele- . gante Morgentoilette trug, die Thür. roayrenv ver Herr bemahl, zum Ausgehen gerüstet, mitten im Zimmer stand. Nachdem ich mich, ohne natürlich meinen Amtscharakter zu nennen, vorgestellt, erzählte ich von meinem Funde am Sonntag Vormittag, ob die gnädige Frau die Manschette, deren Knopf gewiß ein theueres Andenken sei, vielleicht verloren habe, ich habe am Sonntage, von dem Geplauder der Jungen abgelenkt, meines Fundes völlig vergessen; dabei war ich an eins der nach der Straße zu gelegenen Fenster des Wohngemacheö getreten, damit der Knopf auch, genau betrachtet werden konnte. Mit einem Freudenschrei und wie: mit Blut Übergossen, streckte die Dame ihre Hand aus, um den Knopf in Empfang zu nehmen, als der Ehemann plötzlich erbleichte und mit einem unterdrückten Fluch vom Fenster in die Mitte des. Zimmers zurückwich. Den Vrunv zu vlesem offenbaren Erschrecken gab der Juwelier ab. der. wie verabredet eine Viertelstunde nach mir das! Hotel verlassen hatte und vor der Villa, auf dem Trottoir aufgetaucht war. Veide hattm sich sofort erkannt und der j junge Mann wußte, noch ehe ich ihm meine Legitimation gezeigt und noch ehe der Juwelier mit dem Schutzmann bei ihm eintrat, daß er verloren war. ' Die Frau sie war wirklich hntt junge Mädchen mit dem weiten Herun. faßte sich zuerst. Sie boli ohnf Weiteres den anderen Knopf her....v c & cm: . uci iuu guv, uiync eme xinciic gll verziehen,? an, daß sie den unbedeutenden Schmuckaeaenstand seinerzeit von ihrem Onkel", den sie nachher beerbt. ... ! n .r jt t t n r, c fluni 2caicni ciqaucn qaot. Aver oer Juwelier erkannte als kundiaer Keschästsmann die Brillantohrringe, die t.. -r. nt.r"ujt w i-i iu uem luugcu uifiiappcyzn ozi sOjO nen! funkelten, auch wenn die ??assuna etwctö geändert war, ebenfalls als sein ihm damals gestohlenes Eigenthum, und jch' nahm daher keinen Anstand. l.;' ftt.i t:! . t-ri.i uutvqcpaat ui veryasiei zu erklären. - Nach dem ersten Aufbrausen folgten Beide, nachdem sse ibre R'ecknuna beglichen, ohne- jedes Aufseben zum Bahnhöfe. Vorher hatte ich natürlich W. rC!k. . C ! " , ri uu; vjiupaacn oer saryen überwach!. die Taschen deö Herrn leeren lassen und die Reisekörbe und Koffer mit!el rr:.r.i . vsicucuuigcd oerlrayri. Um 1 Ubr reisten wir Elfe ni;ifl: ander ich konnte, meiner Frau rnn einen fluchtigen Nuß zum Abschied geoen vie Jungen ratte ich gar nicht gesehen nach Beilin ab. Der Untersuchiingsrichter l ehielt die Herrschaften in Haft und nach längerem Leugner und. nachdem roch mehrere andere, ebenfalls aus dem Einbruch herrührende Schmuckgegenstände in ihrer Villa bei Dresden aekunden worden waren, legte der Mann ein offenes GestanüNlsz ab. Der Juwelier erbielt etwa die Hälfte deS ihm. damals entwendeten t. . .: J v ev v cuuca jiiiuu( i'u uic tfiuu an uem Einbruch nicht betheiligt war und auch mchV der Hehlerei überführt werden konnte, sondern gänzlich freigesprochen werhen mußte. Mir hatte die Kösener Badereise die vor j vielen Jahren von dem Juwelier auf j die Ermittelung, der Einbrecher ausaesekte Ziemlich bedeutende Belobnung eingebracht, die ich auch schließlich annahm, da der Fiskus, dem dieselbe sonst zugefallen wäre, mehr Geld hatte, als H Ein paar prächtige BrillantOhrringe aber nicht diejenigen, die die Frau deS Einbrechers getragenträgt meine Frau heute noch als Angebinhe : deS überglücklichen dankbaren JuchelierS. tzs ist schwer verständlich, wie ein Meijsch. der bei dem Einbrüche selbst, sowze bei dem Verwischen zeglicher Spur so ungemein . scharfsinnig und vorsichtig gehandelt hatte, so dumm seinjkonnte, die Manschettenknopfe, die dochj keinen reellen Werth repräsentirten, .dagegen aber leicht zum Verräther werhen konnten, nicht ' Zu vernichten, sondern sie sewer. Frau zu schenken! Aber die Dummheiten sind, glücklicher Weise eigens dazu da. daß sie gemach! werhen. ' . Kassin irt. ' , " Pie machen Sie es nur, Frau Bellmanp', daßSie zwischen JhremSchwiegersczhne, der doch ein so wenig nachgiebiger Mensch ist, und Ihrer Tochter, wenn die beideu sich erzürnt haben, petsjnach Ihrem Eintreffen Frieden stiften?" '. Frau Bellmann: Nichts einfacher .als das: Wenn ich bei den erzürnten Eheluten eintreffe, sage ich nur: Kinder, .äs maa .ich leiden, daß ihr nicht mehr so verliebt und so zärtlich und küssijneid; so lange ihr so solide verkehrts bleibe ich hier. In der nächsten Viertelstunde küßt mein Schwiegersohn seine.Frau so innig und anhaltend, wie nur oenkbar undich kann nach Erfüllung meines Znxckes wieder abreisen i .Prompt bedient. Strolch: Haljl.die Uhr her!" Student (einen Pfandschein herausziehend): Hier ist sie!- - . Gekränkte Unschuld. Mutter: Fritz. Dein Hals ist heute schwarzer denn je." Fritz; O nein nur ver Kragen ist weißes'Are verlegen. Ist die Fahrt bei Nacht imLuftballon nichi unheimlich ' und gefährliche Lieutenant (bei Lu tfchifferabtheilung): Gar nicht!. Ew ach Regenschirm ge. gen Sternschnuppen aufgespannt!" . Strafmilder nv. Ver. theidiger: Hoher Gerichtshof, ich bitte zu- berücksichtigen,, daß- sntin Client erbl.bMstet,ist." - Dichter (zum. An. eellagten); .Was , war denn Ihr Sai Angeklagter: Lyrischer Dich.

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