Indiana Tribüne, Volume 21, Number 141, Indianapolis, Marion County, 8 February 1898 — Page 1
O A 00 O0 s rC AA r1 M AA KV rä l l iVo W v W V y W V Office : No. 18 Oüd Mabaa Straße. Telephon 1171. Indianapolis. Indiana, Dienstag, den 8. Februar (898 Jahrgang 31 Sloi 141
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LditorielleS' Nachdem in den letzten Tagen in Frankreich alles ruhig war, wird die Aufregung in dieser Woche wohl auf's Neue beginnen, denn der Prozeß gegen Zola hat vor dem Schwurgericht seinen Anfang genommen. Zola hat diese Prozeß provozirt. Er ist der Veleidigung der Minister angeklagt. Daß Zola die Minister beleidigt hat, darüber ist kein Zweifel, er hat sie Gesktzekübertreter und Meineidige in einem offenen Briefe an den Präsidenten Faure genannt, er hat es mit der Abficht gehan, deshalb angeklagt zu werden. Tr wollte durch Verhandlungen vor einem Schwurgerichte das erlangen, was die Negierung bis jltzt. hartnäckig verweigerte, nämlich eine Revision des Dreyfus-Prozesses. Das heißt, er wollte seinen Prozeß zu einer solchen Revision machen. Er wollte für seine Behauptungen den Wahrheitsbeweis antreten und er wollte ihn öffentlich antreten. Allein die Regierung machte ihm osort einen Strich durch die Rechnung. Sie beschränkte die Anklage derart. daß es Zola unmöglich gemacht werden oll, den Dreyfus Fall in den Prozeß u ziehen und bei der Feigheit und Korruption der französischen Regierung und der ihr ergebenen Richter, dürfte in solchem Falle eine Verurtheilung Zolas erfolgen, ohn daß für den Augenblick etwas Praktische? für die Opposition gewonnen wird. Erledigt wäre damit die Sache freilich nicht, dann eine Regierung, die sich ftets hiner das Geheimniß flüchtet, kann sich aus die Dauer nicht halten, am Wenigfien in Frankreich. Wenn es heute in Frankreich noch Viele giebt, welche an die Schuld Dreyfus' glauben, sei deshalb, weil sie an die Korruption in der Armee nicht glauben wollen. Und ferner, da die deutsche und die italienische Regierung bereits erlart haben, daß sie nichts, mit Dreys zu thun gehabt hätten, so bliebe den Verhältnissen nach nur Rußland übrig, und dieses hat noch keine Lhnliche Erklärung abgegeben. Da aber Nußland noch immer der angebliche Freund und Alliirte Frankreichs ist, so sagt man sich, daß die Regierung Frankreichs unmöglich die russische Negierung bloßstellen könne. Allein die Zahl Derjenigen, welche an die Ehrlichkeit des Urtheils glau ben, nimmt stetig ab und die Zahl der Freunde Zolas nimmt stetig zu. Die Franzosen werden es wohl bald heraus haben, daß Militarismus und $Ieri kalismus einander die Hände gereicht haben, das Volk zu bekämpfen. Ueber das Vorgehen Zolas sagt die Berliner Nation": Mag es ihm nun in vollstem Maße gelingen oder nicht, Thatsache ift und bleibt, daß Zola sür sein Austreten in dieser Frage die vollste Sympathie der Welt verdient. Er setzt sich mit sei ner ganzen Persönlichkeit ein, um ein furchtbares Unrecht aus der Welt zu schassen, das nicht ihn betroffen hat, sondern einen wildfremden Menschen Das ift echter Idealismus, und das ift moralischer Muth, der voll Verachtung aus jene kluge Feigheit herabblickt, die sich der brutalen Majorität anschließt, oder die stolz daraus ift, durch Unterverfang unter ihren Willen, de
Führer dieser brutalen Majorität sein
zu können. Aus Zolas bisheriges Leben wirft seine neueste That ein verklärende Licht. Ich habe die Wahrheit immer so geliebt"; in der That, der unerbittliche Schilderer der Korruption des dritten Kaiserreichs und der modernen Gesellschaft ist vor Allen berufen dazu, den dichterischen Kampf, den er in seinen Büchern geführt hat, nun auch in der Realität des leibhastigen Lebens fortzusetzen. Der tiefe sittliche Ernst bei Schriftstellers, der einmal angezweifelt werden konnte, wird erneut erhärtet durch diese That des muthvollen Bürgers. Hat Frankreich durch die neuesten Ereignisse viel an Achtung in der ge bildeten Welt eingebüßt so ist es Zola, der die Sympathieen zurücker obert. Dieser eine Mensch, hinter den sich mehr und mehr Männer von Namen zu schaaren beginne, ift der sührende Vertheidiger von Frankreich Ehre. Zola war e, der sogleich dem Kampfe eine breitere Unterlage gab; e handelt sich nicht mehr um Dreyfu, den armen verlassenen Juden auf den Teufel!el, sondern um den Kamps der Repubik gegen den wieder aufgelebten Bouangimu. jene Koalition de Klerikalismus, der politischen Reaktion und der Demagogie gegen die Republik. AmUllchrichleii. Inland. Wetterberichs. Trübes, unbestimmtes Wetter, dieleicht Regen in der Nacht und morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzen 24 Stunden 51 Grad, niedrigke 23 Grad. United Labor Convention. SZ Louis, 7. Feb. Eine Einadung zu der First Regulär United Labor and Labor Reform Convention", welche in St. Louis am. Montag, den 2. Mai, stattfinden soll, wurde von dem nachfolgenden Comite, welches dazu in der im letzten September in Chicago abgehaltenen United Labor Convention autorifirt wurde, erlassen : M. P. Garrick, von der United Labor League im westlichen Pennsylvanla: oertvan Wevner, von oer soialdemokratie in St. Louis; William Brand und E. W. Banninge?, von der Trabes and Labor League von St. Louis und Umgegend; Frau Mary Jones, von den Knights of Labor; 3. 3. Walters, von dem Single Tax Club von Chicago; William Mailley, Sekretär der Central Labor Federation n Nashville, Tenn.; G. ff Stephens, von der Single Tor Society in Phiadelphia; Daa. MeDvnald, von der Trabes and Labor Assembly in Butte, Mont. Die Convention ift zu folgenden Zwecken einberufen worden : Um eine engere Verbindung zwischen allen Vertretern der Arbeit. Reform herzustellen. Um ein wirksames System ausznstellen, um den Uebergriffen richte?licher Gewalt gegen die Rechte des Volkes zu widerstehen und die Regierung durch Einhaltsbesehle abzuschassen. Um eine Verbesserung der industriellen Verhältnisse anzubahnen. Um die politische Situation in Lezug aus die Interessen -der Arbeitgeber zu ertragen ud die etwaigen nöthigen Schritte zu nehmen. Um engere und festere Verbindgen zwischen d?n Unterstütze? vereinzelte? Versuche von Selbfthülfe durch kooperative Colonien und 3adukrien herzustellen. Um dem amerikanischen Volke die große Wichtigkeit direkter vesetzgebuog (einschließlich der Initiative, des Re serendum und imperativen Mandats und porportionaler Varteivertretung) als das einzige Mittel zur Wiederher stellung der Freiheiten deö Volkes und zur Vereinigung aller eine Reform befürwortenden Elemente zu einer ein heitlichen politischen Union, zu erken nen zu geben. Als Vertretungsbafis ift angenom men worden, daß je ein Delegat von jeder bona fido Local-Organisation, welche die Förderung industrieller und sozialer Reform als eine ihrer ?rinzipien anerkennt, geschickt werden darf.
Mucker av der Arbeit. T o l e d o, O., 7. Februar. Unsere
, bislang weit offen" gewesene Stadt I . w m m. W . M, - . ff I ff wurde heute aus eseyt oev vonze,chess Raitz sür Personen, die am So-n-rn.n:li. .X. f a rFssr. II lau V9C0jUlC uiuiym, U tytvyiuu. Am Samftag 'Abend erhielten alle Wirthschaften den Befehl, um 11 Uhr zu schließen und während des ganzen Sonntags geschlossen zu halten Die Milchhändler wurden aufgefor dert, ihre Kunden am Sonntag nicht zu bedienen. Den Zeitungsläden wurde befohlen, den Verkauf von Zeitungen einzustellen und Apotheker wurden be droht, daß sie verhaftet werden würden wenn irgend andere Artikel, als der schrieben Medizin verabfolgt werden würde. Cigarenläden und Candyläden wurden geschloffen. Der Geschäftsführer Strobel, von der Marine Kapelle, und Kapellmeister Vandorn wurden nach der Polizei ftation abgesüh.t, weil sie Nachmittags in Valentine" ein Konzert zu geben versuchten. Es sammelte sich ein ausgeregter Menschenhaufen, der die Polizei verhöhnte und es schien eine Zeit lang, als ob ein Riot ausbrechen würde. Die Geschäftsführer Stevens, vom PeopleS Theater, und McFadden,vom Wonderland", wurden heute Abend verhaftet. ES sammelten sich vor den Theatern an 5000 Personen, welche die Polizisten verspotteten. Ausland. . De? Studentenzeit in Oesterreich. Wien, 7. Feb?. Die Regierung hat beschlossen alle Universitäten und Hochschulen bis zum 21. März zu schließen und von dann ab uu? solchen Studenten Ausnahme zu gestatten, welche sich schriftlich verpflichten, die disziplinarischen Negulationen zu befolgen. Es ift dies die strengste Maßregel, welche gegen die höheren Lehranftalten seitZ 1848 getroffen worden 'st. Der Prozeß Zolas. Paris,?, geb. Vor den sstsen der Seine begann heute der Prozeß gegen Zola. Lange vor Beginn der Verhandlungen hatte sich eine riefige Menschenmenge eingesunden, von der es nur derhältnißmäßig Wenigen gelang in den Gerichtssaal zu kommen. Als Zola in einem Wagen erschien. wurde er mehrfach insultirt. Die Verhandlungen begannen um 1 Uhr. Der yroeureur ( Staatsavvalt) erklärte, daß die Anklage sich lediglich auf Zolas Bemerkungen über den Esterhazy - Prozeß beschränke, da es nothwendig sei, den Angeklagten daran zu hindern, aus Umwegen eine Revision des Dreyfus - Prozesses zu erzielen. Der Präsident verlas eine Anzahl Briefe, darunter einen vom Justizminister, der die Mittheilung enthielt, daß das Kabinet dem Kriegsminister nicht gestatte, als Zeuge aufzutreten. Ek-Präsident erklärte ebenfalls, nicht zeugen zu rönnen. Oberst de Clam wurde als Zeuge ausgerufen und weigerte sich auszusagen. Der Vertheidiger verlangte Zeugnißzvavg und erklärte die Entschuldigung, daß es sich um StaatsgeHeimaisse handle, sür einen Scherz. Er erklärte, daß er so unwiderlegliche Beweise besitze, daß die Opposition Alles aufbiete, ihn zu verhindern seine Beveise vorzubringen. Er derlangte, daß Madame Bonlaney, welche' mehim vriefe don Esterhazy besiße und welche sich als krank entschuldigen ließ, gezwungen werde, zu erscheinen. Er beschwerte sich übe? die Abwesenheit des 0ene?als Mercier, des frühe?e Kriegsministers, de? im Prozesse Dreyfus' den Richte? hinte? dem Rücken Dreyfus' ein geheimes Dokument ein häntigte. Er möge kommen und sagen, ob das vah? sei ode? nicht. Qeneral voisdeffre verlangte wegen professioneller Geheimnisse entschuldigt zu werden. De? Vertheidiger rief aus: Man sollte wirklich meinen, daß diese Offiziere sich für eine besondere Kaste halten, welche über dem Sesetz steht. 3n seinem Oesuch um Zeugniß zwang giebt der Vertheidiger an, daß Esterhazy Madame voulaney mit dem Tode gedroht habe, wenn sie seine Vriefe herausgebe. Der Richter be hielt sich die Oatfcheidnng bis morgen vor.
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Während der Verhandlungen liefen neh? al vierhundert Telegramme ein, alle Zola, Affifengericht", adreffirt. Sie waren aus aller Herren Länder gekommen uud sprachen dem Angeklagten Anerkennung aus. Eine Depesche von Belgien war von tausend Personen unterzeichnet, die sämmtlich einen Namen in der Literatur und Wissenschaft haben. Auch die Unterschrift einer Anzahl römisch. katholischer Priester befand sich darauf mit de? Bemerkung: "Vi la justice". Es ift nicht zu zweifeln, daß die offenbare Bemühung der Regierung die Untersuchung zu unterdrücken, das Publikum überrascht und in Erstaunen versetzt hat. Der Entscheidung des Gerichtes, ob die betr. Zeugen gezwungen werden sollen zu erscheinen oder nicht, sieht an mit großem Interesse entgegen. IHM Kämpfe in Thessalien. Uthen, 7. geb. Zwischen türkisehen Soldaten und Bauern in Thessalien haben weitere blutige Zusammenflöße stattgefunden. Wie gemeldet wird, haben die Türken mehrere Dörfer besetzt und sind in den Kämpfen etwa 100 Menschen umgekommen. Die Türken haben nach heftigem Lampf vier Dörfer im Distrikt Agrapha, nördlich von Akarnanien, etwa hzlbvegs zwischen Arta und Domokss erobert und niedergebrannt. Achttausend türkische Soldaten sollen bei den Kämpfen engagirt gewesen sein. Es wird gemeldet, daß die Türken in der Nachbarschaft von Palaeokastroa zurückgeschlagen worden sind. Panischer Schrecken hat die Bewohner der neutralen Zone ergriffen. Die griechischea Vorposten find verstärkt worden und wird die kretenfisöe Frage bei Seite geschoben werden, bis die Räumung Thessaliens gesichert worden ift. ' OHil7S,5!schriyten Angekommen in : New So? k: Sa Gaseogne" von Havee; Bolivia" von Neapel. Marseilles: Seotio" und Ulsatia" don New Lork. Liverpool: Campania" von New Lork; Bedamore" von Baltimore; Cevie" von New Lork. Philadelphia: Wasland" von Liverpool. Gibraltar: Augufta Victoria" von New Dort. Rotterdam: Amsterdam" von New Lork. Kopenhagen: Noordland" von Baltimore. Havre: La Champagne" von New Lork. allerlei. Der Gipfel des sagen, umwoenen Berges, den jetzt das prachtvolle Naiserdenkmal ziert, hat nach so vielen Studentenfeiern im letzten Jahre nun aucd ern Feit vesonverer Art aesckaut. !n i)er Wobnuna seines Later, deö DenkmalwärterS Kayser. ' jl- C .(T. r.' Cts.. 3 . i " Ct reirqie. occn oyn jcuia uüüzavuyi ten die Hand zum Ehebunde. Bei dieser Gelegenheit sei daran erinnert, daß der alte Herr Kayser jener Halberstädter Kürassier ist, der in der furchtSaren Schlacht don MarS-la-Tour seinen tödtlich verwundeten Officier im ärgsten Kugelregen vom Schlachtselde trug und ihn so in Sicherheit brachte. eine brave That, die durch ein berühmt gewordenes Gemälde verherrlicht ist. Georges ertosch, ein feuriger Sohn Ungarns, leitete seit einigen Wochen das Orchester eines klernen Concertlokals in Paris. Zu den täglich in diesem Lokale verkehrenden Gästen gehörte ein Graf H. mit seiner bildschönen, achtzehnjährigen Tochter Josephine. , Die Beiden nahmen stets in der vordersten Reihe Platz, und der Kapellmeister wandte, während er dir:girte oder selbst die Geige spielte, kein Auge von dem schönen Mädchen. Die Augen Georges' waren aber schwarz und schön, und eines Tages hatte der Ungar die Comtesse auf der Straße aetroffen und sie angesprochen. Die Folge dieser kleinen Aussprache war eine Reihe von Rendezvous und die Flucht des Paares. Graf H. seki Himmel und Erde in Bewegung.um seine Toch iir zurückzubekommen eö ist alles umsonst. Das Pärchen befindet sich in Dieppe und amustrt stch icyemoar tnx gut, denn die Mitglieder der unyari fchen Kapelle, welche Georges leitete. Kielten von lbrem Primas eme Menoe Ansichtskarten von Beranügungsorten, in denen die Flüchtlinge qeweilt hatten. Graf H. soll nun, um en.en Skandal zu vermeiden, in eine Heirath der Beiden gewllllgt haben, t hrh mit d-r Atkinauna. dak hte Tock ter mit dem ungarischen Don Juan im uuilanoe itzu
Mit dem Dampfer Rotterdam" traf dieser Tage in New Fork ein Mann ein, welcher Garret Jans Van Wyck heißt, aber fest versichert, seines Wissens kein Verwandter des Mayors von Groß - New Aork- in
sein. In seiner Begleitung befand sich Mvnlerlye SQat, eme junge Holländerin, welcher Van Wyck daheim den Hof gemacht, und die er dann veranlaßte, ihm nach hier zu folgen. Er selbst hat schon seit einiger Zeit in Amerika elebt und ist BesiKer einer ftm in Co. lorado. - Er erklärte ganz offenkundig. vas cavcyen sei sein Schatz, er wolle sie vorläufig als Haushälterin nehmen, und wenn sie sich dabei gut bewähre, zu seiner Frau machen: Die Einwanderungsbehörden konnten sich dieser praktischen Auffassung des Holländers über die Ehe nicht anschließen und er. klärten ihm, es ginge durchaus nicht an. daß Monterlye bei ihm erst eine Probezeit durchmache. Es wurde ihm bedeutet, daß das Mädchen zurückgeschickt werden würde, wenn sie sich nicht trauen ließen. Ban Wyck bewies nun. daß er es mit dem Mädchen ehrlich meinte, denn er ließ einen Geistlichen kommen und sich mit seiner Landsmännin in die Ehefesseln schmieden. Vergnügt zogen die beiden, welche mit Mitteln wohl versehen waren, darauf von bannen. Ein Allerweltö - Gauner.George Fleming mit Namen, wird die nächsten 2 Jahre im Zuchthause zu Walla - Walla, Wash.. zubringen. Viele Freimaurer - Logen und Ordensbrüder werden froh sein, daß der Schwindler endlich unschädlich gemacht ist. Fleming hat seit Jahren die Rolle eines bedrängten Freimaurers gespielt und auf Kosten gutmüthiger Logenbrüder herrlich und in Freuden gelebt. Unter verschiedenen Alias" betrieb er seine Schwindeleien. Als .Prof. Wil. ley- tauchte er in Mississippi auf, w Kentucky nannte r sich Alexander Craig, in Pennsylvanien William Ball, in St. Louis William Mays. in incmnatl und Chicago Charles Wilson. Und überall ließ er sich von Logen und Ordensbrüdern mit Geld unterstlltzen. In Europa fand er unter den Freimaurern ein gleiche theilnehmende Aufnahme. Bei einem Ordensfestmahl soll er den Prinzen vonWales um angepumpt haben und der brave Harris Taylor, damals Gsandter m Madrid, verschaffte ihm freie Fahrt von Madrid nach Gibraltar. Ueber 100 Vriefe von Logen auö allen Theilen der Ver. Staaten lassen ersehen, daß der Gauner auch schriftlich seine Pumpversuche in'S Werk setzte. Fleming gibt zu, in den letzten Jahren mindestens $20,000 von Freimaurerlogen erschwindelt zu haben. Auf ihre Kosten hat er die ganze Welt bereist und ein fideleö Leben geführt. Im Gericht des Distrikts Columbia schwebt ein Prozeß, bei welchem der Untergang des deutschen Dampfers Elbe" am 27. Januar 1895 eine Rolle spielt. Derselbe wurde bekanntlich von einem britischen Schiffe in der Nordsee in den Grund gebohrt. Auf der Elbe- befanden sich als Passagiere Sophia Rhodes und ihr Sohn Eugene. Eine Leiche, welche man als diejenige Eugene's ansah, wurde an's Land geschwemmt, die Leiche der Frau wurde dagegen nicht erlangt. Sie hinterließ ein Testament, welches Eugene zum Universal-Erben einsetzte. Falls derselbe aber zur Zeit ihres Todes nicht mehr am Leben sein sollte, so waren Washingtoner Wohlthätigkeits - Gesellschaften große Legate ausgesetzt. Letztere machen nun Ansprüche darauf. Sie behaupten, der Sohn sei vor der Mutter gestorben. Die etwaigen legalen Erben deö Sohnes dagegen behaupten, die Mutter sei jedenfalls zuerst umgekommen, denn sie sei alt und schwach gewesen, habe also nicht so lange kämpfen können, wie ihr junger und kräftiger Sohn. Beide Parteien können kein Zeugniß ausbieten und die Entscheidung wird somit vom Gericht, beziehungsweise den Gschworenen, lediglich auf Grund ihres Ermessens zu treffen sein. Die englischen Gerichte sind seit vielen Jahren an die Regel gebunden, daß in solchen Fällen anzunehmen sei. der Mann. alS der stärkere Theil, sei am längsten am Leben geblieben. In Nußland gilt dagegen die gerade entgegengesetzte Regel. Dort wird angenommen, daß die Frauen findiger und auch zäher seien, als die Männer, und sich daher ber am Leben iu halten wissen. Aus der Jnstructionsstunde. Unterofficier: Was ist Fahnenflucht?" Rekrut: Wenn der Soldat seine Fahne im Stich läßt.Unterofficier: Unsinn, dnenttuckt ist undenkbar!ZeitaemaneKasernen. h o f b l ü t h e. Lieutenant (zum Soloalen. ver semen Stiesel zerrissen hat. so daß man den Strumpf sieht): Piefke, ziehen Sie andere Schuhe an, bier wird keine .Trilbv" markirtjHl Rheumatismus i Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, lZlbogen oder Handgelenken enfteht durch zu diel Säure im Blut. Hood's Sarsaparrlla Heilt Nyeumalismus. Hood's Pille find die beste Qbsühr-und Leber-Nedizinsör Qaz:t lwebr-uH. 25.
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