Indiana Tribüne, Volume 21, Number 140, Indianapolis, Marion County, 7 February 1898 — Page 3

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Dr. I. Wühler, 120 Sst PZcCnrty Str. . Sprechstunden : 8 MS 9 Uhr Vorm. ; 2 bis 3 l hr Nachm. ; 8 613 9 Uhr ZlbendS. Telephon 1446. Vvrechkundk: Conntaslnttt Bonnlttaal. C. C.EVEKT8, Deutscher Zahn Arzt. 0. 8t Nord Pennsylvania Stk. 8a kd auf Wunsch angeBanM. WALTER FRAXZ, Zahn-Arzt, Sko. 90 Ost Market Straße. Cofsin Block. Zimmer 43. Offick.Stunden: 9bi, IZ Bm., 1biI Sm.. TU Abkud. Ssnntag toa 10 Uhr Lm. iil 2 Uhr Rm Coke. Coke. An klumpen u.zsrlsinsrt. ttittl anea'Ti libmaen in d Osfte, V Ind'polis üas Co. No. 53 Süd Pennsylvania Str. M. Wierke, Deutscher Buchbinder. 408 Süd Saft, 6cke McCarty Str. Up Stair. txx 8ar( Ttnjoa-it, 7 ftb Rlaftarna tttS mm !8'tflmti rät miä AIo9i!i iFÄey, (Old rrtwlora & Kight.) Ttotary Public, Translator, Correspondent etc. No. 196 Elisabeth Stret. Take Blake SL Car. ilEBlIAXN LIXKE, 15 Sü Zttabazna Str. Teutscher wesserschmiev, Rasirmeffer, Schenen und alle Arte Echneidemstrumente fabrizirt und geschliffen. Wefoster's International IMctiosiary In vluabU in tha How. School. and OMc. A täorotirti rcvblon ol the UaabrUred, th purpote ei which ha beea aot displar no' the provision ol rnatrul for boajtful nd howy dYcrtüoiftt but th du, judiciou, acholarly, thorough porfectugola work which i all tha tage of Its growü ha obtrnioc-i ia quäl derc the iavor and oaAdeac ut KhoJart and oi the gene! public TH Oim Oreat Standard -V AuUtorttr. k tnJ. X L. (im Von. D. J. Brtm XfrEfT T1 U 8. Spra Co. WfcKJltKÄ 1 rtrrr tho ppct KTroancKAEi ..vo DXTJCNXÖT 6.1C.MEkRlAMCa,Publijhers, Spiuneruaik, ilxss. VMMj, 50 YEARft Vv EXPERIENCE D A. "Pn m w.m ftJI inif . i" I nAUk iiinnna V Design T'rrff Copyright 4c. SAflm laodlnf tkateb and daaerlptlo maf lüftlr aaortaJa our ptnion fr whathar aa iTtui0m ta probablr pabantabl. Conmanlolui vwitir oO(laatUL IIJQdboOk on PataaM Mtt fr. Uldaat a ran er for carlricpataou. rataau takaa thränet Mann Ab. reir aytt MttM. wlthoa bar. La U sctemific ütnencan. mUua Af in? aolantifle loarnäl. a tudiAailr tT1aitTtd wkl7. Tjmraat wr Trma, II vmv 9 rr n montna. 1L aaid oraa nawiaaaian. tlUllll & Co."!Mi"'-.llew York i SU 6 na tt aa i a i an w RlPANS TABUIIS An inte.idcd for duüran, Hdlcs ad II wh prefer medlciM tüsguiyed M cotv fccöonery. Thcy xkxj now behid (pl no b TU Bxcr. rrinty-two Ia bx prkc tirerity.rmcests er five boxej fbr ücdollar. Any druj5?stvillgtttlja tf ah inwtf n-l Vim ww A I J MIW w M ebulned by rctnlttlri j tha pric v N.sN!p2r Ctiemjcalr. Conp2nyvs"jV r:aioC- jj ChW fSitiUL:" aoa for Soanreefr Um Works es EogM FleU, FIELDFLOWERS tat 2: Tl(U Hlwantat Scavecir Tb mt beaatiial Art Prodactlon of the ecatmxj. A Mall Kiel ei ia aa iraraai , om fatharad Craaa th braad acre af Eatta Flcld'a Warm f Lava. ConUinJ a Klection pf th most k...t:fni nt imrm rt ruffMi FiplA. Hand- , V. ha v V r omely tllustratcd by thirty-iv of the world t mtirf mrim tiiir m f f ihiit ton tn th Monamect Fund. Bat for tha aabla caatribntlaaa af tha grast artiata thta bk Mtd aat aa a aa aaaaaao tarad Ur $ 7.. Foraale at book storea. or sent ! . . .A Tli. Ia. rifTr4nar tn K-pmim un f i . Child'a Poet Ianreate. published by the Conv , . m m I & . : 1 1 . 1. AH.wtnft nuuec lOCTTIlCIluau iu uuuu tue luuaiuw 3d to oare lor the tamiiy o in oeiivea pocu 5 Fl.'. llonnnent SoaTtalr Fnad.

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Fremde Wetten.

Roman von Reinhold Ortmann. (gortsejung.) DaS mußt Du 'mal in irgend einer Nolle gehabt haben, Mama; denn so schön und feierlich habe ich Dich ja noch niemals sprechen hören. Sagen Sie einen schönen Dank, Herr Wolf hardt! Mama muß es wirklich sehr gut mit Ihnen meinen, wenn sie sich um Ihretwillen so anstrengt. Aber lassen Sie sich nicht irre machen und zeigen Sie, daß Sie ein Mann sind! Halten Sie Ihre Ideale hoch, wie unser gemeinschaftlicher Direktor Mühlhofer sagt Vravo, bravo! Fräulein Ada!- applaudirte ixr also citirte Künstler. Und Ihre Bedingung soll wirklich eine unumgängliche sein?" Ganz unumgänglich! Entweder Sie nehmen uns Beide, oder Ihr Personal ist um eine zweite Friederike Gotzmann ärmer." Nun, was bleibt mir da wohl Andereö übrig, als Ihnen zu Willen zu sein!- meinte er. sichtlich geschmeichelt durch das Bewußtsein, hier in diesem Augenblick eine Art von Schicksal darzustellen. Nur darauf, daß ich Ihrem Schützling von Anfang an die ersten Helden und Liebhaber gebe, werden Sie nicht unbedingt bestehen. Auch Jffland und Ludwig Devrient haben am Ende etwas kleiner angefangen." In diesem Punkte will ich Ihnen meinetwegen ein Zugeständniß machen", sagte sie. Wir werden dann später schon selber dafür sorgen, daß wir nicht gegen die Anderen zurückgesetzt werden." Hermann Wolfhardt selbst hatte sich bei diesem raschen Hinüber und Herüber ganz stumm verhalten. ,Adas übermüthige Keckheit und die zuversichtliche Dreistigkeit, mit der sie sich wie ein guter Kamerad seiner annahm, verwirrten und beunruhigten ihn viel mehr, als sie ihn in Entzücken versetzten. Er kam sich neben ihr so unbedeutend und so lächerlich unbeholfen vor, daß er gar nicht mehr zu ihr aufzublicken wagte und daß das Gefühl drückender Beschämung, von dem er ganz erfüllt war. ihm die Tragweite des Entschlusses, den er in diesem Augenblick fassen sollte, gar nicht recht zum Bewußtsein kommen ließ. Wenn Sie sich morgen Vormittag im Theaterbüreau bei mir melden wollen," hörte er wie aus weiter Ferne Herrn Direktor Mühlhofer sagen, so können wir ja einmal zusehen, wie eö um Ihr Talent bestellt ist und können uns über die Einzelheiten verständigen. Wenn es doch einmal Ihr Wille ist, zum Theater, zu gehen, so werden Sie sckwerlicb besser ansangen können als unter meiner Direction." Ein vaar Minuten später befand 5kck Wolkbardt wieder außerhalb des Zimmers, ohne daß er eigentlich gewußt hätte. waS er zuletzt nocy gejproAtn und aetban. Ganz unbestimmt nur erinnerte er sich einer höchst verdrießlichen und ungnädigen Miene der Frau Hedmonvt, eines leutiellgen 5iändedruckS des aroßen Mimen Mühlhofer und eines verheißungsvollen. lachenden Glanzes m Adas jcyonen Augen. ?kn seinem Kopfe wirbelte es. und tief aufathmend blieb er auf dem dunklen Ganae sieben, um seine verlorene Fassung wieder zu gewinnen. Da ging ' -t f.:r CfC.;! unS nnrfi ymier xqnx ici. nnc .yu, i ehe er sich hatte - umwenden können, füblte er seinen Hals von zwei weichen Armen umschlungen und ein warmes. durstiges Lippenpaar aus sememcunde. Er wollte die schlanke, biegsame Gestalt erfassen, die sich so zärtlich an ihn 'schmiegte; ader mit ver eyenoigkeit eineS Wiesels war sie ihm schon wieder entschlüpft, und er hörte nur noch den leisen Klang der süßen Stimme, die ihm zuraunte: Aber nichts verrathen hörst Du? Auch nicht meiner Mutter ! Wir wollen unser Geheimniß und unser Gluck ganz sur uns allem behalten." Dann war sie ihm entschwunden. Viertes Capitel. Seit einer Woche befand sich die Gesellschaft des Direktors Mühlhofer in Neustadt, und für den heutigen Abend war als erste Vorstellung die Aufführung eines Venedizschm Lustspiels an gesetzt. Vor dem schmucklosen Theatergebäude, das in seinem mehr als bescheidenen Aeußeren nichts von seine? hohen Bestimmung ahnen ließ, hat!e sich um die elfte Vormittagsstunde der größere Theil deS Personals versammelt, um aus daS Erscheinen deS Dl rectors und auf den Beginn der Generalprobe zu harren. ES war ein ziemlich bunt zusam mengewllrfelteS Völkchen, das der große Mime da unter seinem Scepter vereiniat hatte, und schon die sck.äbige Ele.ganz der äußeren Erscheinung mußte in Be,ua auf die Meisten von ihnen die Vermuthung nahelegen, daß sie weder zu den Auserwahlten lyrer Kunst noch zu den Lieblingskindern des Geschickes gehörten. An stolzem Selbsibewußtsem in Haltung und Ne de freilich ließ es Keines fehlen, und ote hossnungsvolle Jugend von ucm stadt. die sich in Gestalt eineS Häuf lein) balbwücbss? Strakenben! W

dem Tbeater aufgestellt yä!!?, um, mit

gespitzten Ohren den Gesprächen der Komödianten" zu lauschen, mußte un, zweifelhaft eine gewaltig hohe Meinung von der Bedeutung jedes Einzelnen gewinnen. Abseits von den Uebrigen, mit gesenktem Haupte' und ernstem, blassem Gesicht stand Hermann Wolsyarvk, dem für die Eröffnungsvorstellung eine Nolle von untergeordneter Bedeutung anvertraut worden war. ist lag nicht aus wie Jemand, der voll freudiger Zuversicht und voll hochsnegenver Hoffnungen die ersten Schritte auf einem Wege zu Ruhm und Ehren versucken will. Eine tiefe Mißstimmung und Niedergeschlagenheit schien auf ihm zu lasten; die Neue, welche Frau Laura sedmondt ihm vorausgesagt hatte, schien sich sehr früh eingestellt zu haben. Erschrocken und unmuthig fuhr er auf. als ihm Jemand von hinten her derb auf die Schulter schlug und er in das feiste, runde, stark gerotyete Antlitz eines kleinen Mannes mit wulstigenLippen und schwimmenden Aeuglein blickte. hr seht nicht wohl. Signor Antoniol" klana ihm eine fettige, etwas asthmatische Stimme entgegen. Ihr macht Euch mit der Welt zu viel zu schaffen, seid Ihr verliebt?" Durck eine ärgerliche Bewegung suckte Wolfbardt die Vertraulichkeit des Shakespeare-kundigen College abzuwehren; doch der Andere lieg iq dadurch nicht beirren. .Auch nickt verliebt?" citirte er weiter. Gut denn, so seid Ihr traurig, weil Ihr nicht lustig seid. Nun beim zweikopf'gen Janus! Natur brinat wunderliche Käuz' an's Licht und Sie, mein Verehrtester, sind einer der wunderlichsten von Allen. Wie kann man den Kopf hängen lassen und den Menschenfeind spielen, wenn man sich in einer so ausgezeichneten Gesellschaft befindet!" Der Gefragte mochte schon wissen. daß es unmöglich sein würde.den hartnäckigen Schwätzer allein durch eine mißmuthige Miene zu verscheuchen, und dann war auch etwas 'harmlos Gutmüthiges in seinem Wesen, das wohl halbwegs mit seiner Aufdring ltchkelt versöhnen konnte. Man ist immer in schlechter Gesellschaft. wenn man den Kopf voll Grillen hat," erwiderte er darum mit einem nur halb gelungenen Versuch, ebenfalls einen scherzenden Ton anzuschlagen. Sie sollten sich keine Muhe mit mir aeben. Herr Nrenzel. denn es würde doch ein verlorenes Liebeswerben bleiben. Es scheint so! Aber Ihr thut mir leid, Junker Bleichwang! Wer in aller Welt bat Euch den schlechten Rath gegeben, unter die Komödianten zu gehen. Wenn man so dickflüssiges Blut in den Adern hat wie Ihr, gehört man an den Studirtisch und nicht an den Thespiskarren! Unter uns gesagt, edler Don, Sie werden es auf den weltbedeutenden Brettern niemals zu etwas bringen Ich fürchte fast. S haben Recht, gab Wolfhardt mit bitterem Humor zurück. .Aber ich babe einen zweijährigen Vertrag mit Herrn Direktor Mühlhofer, und wahrend dieser zwei Jahre werde ich also wohl oder uvel genöthigt fein, ein Künstler zu bleiben." Ack. Dummheiten!" machte Herr Frenzel, indem er mit den Fingern scknivvte. .So vl lst em Vertrag mit diesem Charlatan werth so viel! Ich gebe Euch mein Ritterwort, schwermüthiger Hidalgo, daß wir noch vor Ablauf von zwei Monaten auf Theilung spielen oder in alle Winde zerstreut sein werden. Gehen Sie durch, wenn ich Ihnen rathen darf gehen Sie durch! Und das lieber beute als morgen. ZuHause bei Muttern werden Sie vielleicht mit offenen Armen empfangen, und hier wird Ihnen Niemand eine Thräne nachweinen Niemand! die kleine Hedmondt am allerwenigsten Wie wenn man ihm einen Schlag versetzt hätte, fuhr Hermann Wolfhardt zorngluhend aus Serr. nehmen Sie sich in Acht! Ich verbiete Ihnen ein für alle Mal, die Person deS Fräulein Hedmondt zum Gegenstand Ihrer unpassenden Späße zumachen." Ah, ich bitte demüthig um Verzeihung! Thut denn, was Euch beliebt, mein edler Herr! Ich wollte Ihnen einen guten Rath geben, und wenn Sie ibn verschmähen, thun Sie'S auf Ihre eigene Gefahr. Da kommt sie übrigens gerade die Sonne Ihres Lebens. Und mit einem Trabanten, wie sich's für jede rechtschaffene Sonne geziemt. Wenn die Constellation günstig ist, werden wir, wie mir'S scheint, nächstens sogar eine kleine Mondfinsterniß erleben." Er lachte gutmüthig, während Hermann Wolfhardt ihm mit einer hefti gen Bewegung den Rücken kehrte. Auch er hatte Ada Hedmondt in demselben Augenblick gewahrt, als sie in Bcgleitung ihrer Mutter und eineS fein gekleideten jungen Herrn um die nächste Straßenecke gebogen war. Sie sah in ihrem hübschen, knappen Promenadencostüm so reizend aus wie nur je; ihre Wangen waren, anscheinend von der Lebhaftigkeit der Unterhaltung, etwas b'öber aerötbet. und schon aus einiger Entfernung tönte ihr fröhliches Lachen silberhell zu den vor dem Theater ersammelten herüber. Düster heftete sich Wolfhardt? Blick auf die stattliche Gestalt deS Zungen Herrn, der elastisch an ihrer Seite dahinschritt. Er hatte ein hübsches Gesicht mit einer sehr martialisch aussehenden öiebnarbe auf der linken Wange, ein keckeZ, dunkles Schnurrbärtchen und eine laute, durchdringende Stimme von affectirt näselndem Klänge. Ein paar Dutzend Schritte vor dem Theatergebäude blieb er stehen, lüftete seinen Hut und verabschiedete sich mit emer tiefen Verbeugung von den oet den Damen.' '" . WaZ er dabei sagte, war nur für Ada und iw . Zlutitx tfntU4

5NM er hatte jetzt leiser gesprochen als zuvor; aber eö mußte wohl etwas sehr Angenehmes gewesen sein, denn Ada lächelte ihm freundlich zu, und Frau Hedmondt neigte mit ihrer liebenswürdigsten und verbindlichsten Miene das von dem breitrandigen Rembrandthute

überschattete Haupt. Dnn setzten sie ihren Weg nach dem Theater fort, während der junge Mann in entgegengesetzter Richtung die Straße hinabging. Wolfhardt, der es offenbar vermelden wollte, Ada hier unter den neugierigm Augen der College zu begrüßen, zog sich rasch in den dunklen Gang zurück, der auf die Bühne führte, und kaum eine Minute fpäter horte er dort auch die tiefe Stimme des Herrn Direktor Mühlhofer,' der seine Schaaren für den Beginn der letzten entscheidenden Probe zusammennef. Ada, die neben ihrem natürlichen Talent von vornherein eine geradezu überraschende Gewandtheit und Slcherheit an den Tag gelegt hatte. spielte die iugendllche Naive, eme der wichtigsten Rollen des Stückes, und da sie während des ganzen ersten. Aufzuges nicht von der Scene kam,' hatte Wolfhardt keine Gelegenheit, auch nur wenige Worte unbeobachtet mit ihr zu sprechen. Er selbst war m diesem Acte nicht beschäftigt. Von einem dunklen Wlnkel hmter den Coulissen aus verfolgte er jede Bewegung deö reizenden, graziösen GeschöpfchenS, daS sich hier in der schweren, muffigen Theaterluft in seinem eigentlichen Lebenselement zu befinden schien, mit unverwandtem Blick. Vor wenig Tagen noch würden ihn ihre Schönheit, ihre Anmuth und ihre sprudelnde, ausgelassene Munterkeit in einen Rausch deS Entzückens versetzt haben heute aber wich die finstere Wolke nicht von seinem Gesicht, und sein Herz zog sich jedesmal krampfig zusammen, wenn Adas helles Lachen zu ihm herüberklang. Bitter zuckte es um seine Lippen, als er hörte, wie Direktor Mühlhofer, der alS Regisseur auf einem Stuhle neben dem Souffleurkasten faß, ihr einen groß artigen Erfolg prophezeite' und er Adas übermüthige Antwort vernahm: Wer weiß, Herr Direktor, ob ich den größten meiner Erfolge nicht schon davongetragen habe, noch ehe ich zum ersten Male vor die Lampen getreten bin." Ein Paar Minuten später zeigte ein Klingelzeichen an, daß der erste Aufzug zu Ende sei, und eö gab eine kurze Pause. Hermann Wolfhardt preßte mit dem Ausdruck emer ernsten Entschlossenheit die Lippen zusammen und trat aus seinem Winkel, der fast em Versteck gewesen war. hervor. Noch ehe er drei Schritte gethan hatte, sah er sich Ada gegenüber ; aber der kleine Ausruf der Ueberra schung, wenn nichts des Erschreckens, der bei seinem Anblick ihren Lippen entfuhr, war Beweis genug, daß sie nicht die Absicht gehabt hatte, ihn zu suchen. Sie vrn Wolsharvt? Mem Gott, Sie schleichen ja hier im Finstern herum wie ein Gespenst oder wie der Bösewicht aus einem Ritterschau spi. . . . Sie hatte fast überlaut gesprochen und schien sich sogleich wieder dem besser beleuchteten Theu der Buhne zuwenden zu wollen; aber Wolfhardt hinderte sie daran, indem er ihre Hand erfaßte und sie tiefer m den bergenden Schatten zog. Nein,-Ada, Du sollst Dich mir nicht wieder auf solche Art entziehen. Ich muß endlich einmal mit Dir sp?e chen ich mutz, wenn ich mcht zu Grunde gehen soll in dieser unertraglichenPein."' ' r Sie war ihm widerwillig gefolgt. und nachdem sie ihre Hand fast umsanft auS der seinigen gezogen, lehnte sie sich ihm gegenüber mit gelangweil ter Miene an ein Versatzstück.' ' Mein Himmel, wie pathetisch! Was ist eö' denn, mem Freund das Dir eine so unerträgliche Pein bereitet? Dein Benehmen vor Allem, Ada die unbegreifliche, launenhafte Art. in derDu mich behandelst die offenkundige Absichtlichkeit, mit der Du mich hinderst, jemals unter vier Augen mit Dir zu reden. Oder kannst Du leugnen, daß eZ sich so verhält? Bin ich in diesen vierzehn Tagen auch nur zwei Minuten lang mit Dir allein gewesen, um von unserer Zukunft zu sprechen?" . , , . Wenn eö so ist, werde ich vermuthlich meine triftigen Gründe dafür gehabt haben. Ich kann unö doch nicht zum Gespött der Anderen , machen." WaS kümmern unS diese Anderen. Ada. wenn eS sich um unser LebenS glück, um dgs Schicksal unseres ganzen Daseins handelt! Ich kann Dir nicht sagen, wie schwer ich unter diesem Verstecken und Heimlichthun, leide, das mir im innersten Herzen zuwider ist. Zwingst Du mich doch durch Dein - flissentlicheS Ausweichen,- nicht nur vor Deiner Mutler em Geheimniß u ba be; sond-rn auch vor Dir, die in meinem Lebm wie in meiner Seele lesen sollte wie m emem offenen Buche." Nun, das Geheimniß - wird auch nicht gar so schrecklich sein wir sinven gewiß in den nächsten Tagen em mal Gelegenheit, davon zu reden." ' Und warum erst in den. nächsten Tagen? Warum nicht jetzt auf der stelle, da uns hier doch. Nlemand be lauscht?" lgortsezung folgt.) Jedermann sagt so. Cakcaret Eandh Catbartte. die vundervollfte medizinische Entdeckung deß Leitalters, angenehm nd ersrisehend im Geschmack, virkt sanft und sicher auf Nieren, Leber nd Singedei be, daS ganze Oyfte reinigend, entfernt rkältuna. kurirt Kopsveh. Nie der, anhaltende verftopsuva und UnVerdaulichkeit. Kaufen und versuchen Ol ei Oachtel von C. C. C. beute;

10. Zö, L-v 10 Ct-tt. OnkJft r-d Zte russische blusentaille aus . dunkelCalrriVitiUx t;3 cÜn C;r U1-!'-1 Cztxntt besieht. Den alatj4.'"U"a 'T-: i ; li : v ? J; 'CiV ' i i . '

Vle ZUolle. In der Pariser Mode ist im Ganzen wenig wirklich Neues zu verzeichnen; hauptsächlich beschäftigt sich jetzt dort die Mode mit der Form der Röcke, da sich diese ebenso wie die Aermel bedeutend verengert und auch zum Tbeil in

der Form verändert haben. Sie um- - Ipannen dieHusten flach, und die nothwendigen Falten befinden sich nur hinten in der Mitte. Neben den einfachen glatten Röcken sieht man jetzt vielfach Röcke, die. vorn und feitwärts geschlitzt, bis zur halben Höhe mit Einsätzen versehen sind; eine Mode, der wir jedenfalls bei den neuen Frühjahrstoiletten häufiger begegnen werden. Ferner gibt es eine neue Rockform, die aus zwei Hälften, einer oberen und einer unteren, besteht und sich bereits einer großen Beliebtheit erfreut. Die obere Hälfte umspannt die Hüften flach, während der untere, volantartige, sehr rund geschnittene, mehrfach zusammengesetzte Theil will kürliche malerische Falten bildet. Diese Form wird natürlich von den Launen der Kleiderkllnstler fehr ausgenützt und in der verschiedensten Weise variirt. ' Bei einigen Röcken ist der untere Theil vorn schmal geschnitten und steigt nur hinten bis zur halben oder auch ganzen Rockhöhe hinauf; bei andern wieder sehen wir ihn vorn tablirartig vlS zum Rockbund emporsteigen, während er hinten gleichmäßig halbhoch geschnitten ist. Alle diese Röcke werden mit engen Futterr'öcken versehen. DieRLcke, ob garnirt oder nicht, sind oft ohne Futter und nur lose auf einen Futterrock gearbeitet und haben fast durchgängig keine Einlage mehr. RoßHaarstoff, Fibre ChamoiS u. dergl. sind ein überwundener Standpunkt; höchstens werden die Röcke durch eine 12 bis 16 Zoll hohe Zwischenlage aus Musselin gestützt. Die Anordnung der Rocke bedingt eine klemeTournure; die Mode hat auch hier vorgesorgt und einen Tournürenrock geschaffen. Die Rockgarnlturen beschranken sich. trotzdem die Mode immer und immer wieder mit neuen Ideen und Vorschlagen kommt, auf ein Minimum. Die große Zahl der Damen verhält sich ziemlich ablehnend dagegen; wird bei wollenen Kleidern Garnitur angewendet, so ist diese meist von einer gewissen Einfachheit. Für Kleider auS Tuch und dichtem Wollengewebe wählt man keilförmige Einsätze auS Seide oder Sammet, mit Ausnahme der Tailleur. costume, die durchschnittlich mit Stepvereien, oder nur mit Borten und Brandenburgschnüren geziert sind.Viel und gern sieht man Pattengarnlturen. die im Verein mit schönen Knöpfen in der That eine gediegene und elegant wirkende Garnitur bilden. Eine Ausnahme machen die Ballkleider aus leichten Stoffen, deren Röcke reich mit Frisuren und Rüschen garnirt werden, wodurch sie auch stets sehr duftig und fein wirken. Um sie noch zarter und duftiger zu gestalten, versieht man sie häufig über dem seidenen 'oder Satinrock mit mehreren losen Tüllrocken. Der Schnitt der Rocke auö.Tull, Gaze u. dergl. ist sehr emfach; sie bestehen auS nur mäßig abgeschrägten Bahnen, da sich die leichten Stoffe sonst verziehen. 'Mit erstaunlicher Vielseitigkeit schasst die Mode innerhalb der von ihr gegebenen Formen, d. h. der englischen und' der Blusenkostüme, neue Gebilde, um sich jeder Individualität anzupassen. 'wofür die nachstehenden Toiletten ein deutlicher Beweis sind. Die Toilette Figur 1 ist aus rosa und -silbergrau schillernder Psvelinetie hergestellt. Den. maßig weitm Rock umgiebt eine Garnitur auS bogenförmig 'aufgefetzten GazekräuLchen. Sehr elegant wirkt die Taille durch die Stickerei 'auS Stahlperlen und Seide, welche die Vorder.' und Rückentheile ziert. Die ' auspefcbmttene Blusentaille ist mit einer Passe versehen, die sich vorn seitlich keilförmig bis zum Gürtel verlänaert und auS GattkräuSchen und Guipureeinsähen besteht Die langen Gazeärmel' sind in Querfalten gezoien und enden mit runden, kräuschenbeseiten Manschetten. Auch die Contürm der Taille sind einschließlich der Epauletten mit GazekräuLchen besetzt. Von dem schwarzen, mit , Schleife und Stahlschnalle geschlossenen Sammetaüriel ziebt sich ein gleiches Band' bis zum oberen Taillenrand, um hier mit einer Schleife und einem Stahlmotiv zu enden. Den auö Einsatz angeser tigten : Stehkragen begrenzen zwei Sammetrollen und eine Spitzenfrisur. Sehr hübsch ist die Toilette Figur 2, deren Nock und Aermel aus schottischem Wöllenstoff gearbeitet sind, während die russische Blusentaille auS . dunkel

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ten Rock umgibt achtmal Mohairtresse, mit der auch die durch kleinePuffen gezierten Aermel am Handgelenk besetzt sind. Die mit Schößchen gearbeitete, mit Pelz garnirte Blusentaille ist vorn geschlossen und öffnet sich oben über einem schmalen Einsatz aus plissirter, cremefarbener Chineseide mit gleichem, faltigem Stehkragen; über den Einsatz legen sich zierliche Brandenburgschnüre. Der Ausschnitt der Taille ist, ebenso wie die kraulen Sammet - Epauletten, mit Pelz besetzt. Ein dunkler, glänzender Ledergürtel mit eleganter

Schnalle halt die Bluse zusammen. Die dritteAbbildung stellt eine höchst elegante, durch Eigenart und Kleidsamkeit sich auszeichnende Toilette aus flaschengrünem Sammet dar, die mit einer Spart anzulegenden Passe nebst Aermel aus. Sammet in abstechender Farbe gearbeitet ist. Der Rock hat vorn, einen schmalen Vordertheil abgrenzend, reiche Stickerei aus schwarzen, stahlfarbenen und grünen Pailletten. Die mit rundem Ausschnitt und ganz schmalen Achseln gearbeitete, lanartig mit Stickerei gezierte Blusentaille umschließt eine ziemlich tief hinabreichende. vorn und hinten gestickte Passe mit Stehkragen und langen, gekräu sten und bestickten, am Handgelenk mit Spitzenkrausen verzierten Aermeln. Ein dicht bestickter,', schneppenärtig geformier Gürtel umspannt die Taille. Der flotte, seitlich hoch aufgeschlagene hellgraue Filzhut ist sehr reich mit Straußfedern und unterhalb der Krempe mit einer weißen Bandrosette garnirt. Zu dem recht aparten und kleidsamen Costüm. Figur 4. ist modefärbeneS Tuch, gleichfarbiger Sammet und schwarzer Astrachan verwendet. Den mäßig weiten, fußfreien Rock umgibt ein 4 Zoll breiter Astrachanstreife, von dem au sich, emen schmalen Vordertheil abgrenzend, Pelzstreifen bis zum oberen Rande fortsetzen. Die Blusentaille aus Astrachan hat ein kurzes Schößchen und vorn einen schmalen, sich oben ringsum passenartig 'fort-, setzenden Einsatz aus eingekraustem Sammet, der zugleich den mit einem Pelzstreifen abschließenden Stehkragen deckt. In der hintern Mitte bildet der Einsatz eine Spitze. Die Aermel bestehen zur Hälfte auS Astrachan, zur Hälfte aus gezogenem, mit breiten Krausen über die Hand fallendem Sammet. Vorn am Stehkragen und an den Blusentheilen sind schone Knöpfe auö Altsilber angebracht. Die Taille umspannt ein Gürtel auö gelbem Leder mit einer Schnalle aus Altsilber. Ein kleiner Muff und ein Barett auö Astrachan, letzteres seitlich mit PcmponS und schwarzen Flügeln geziert, vollenden me Tollette. Für die elegante Toilette Figur b ist mandelgrüneS Tuch, für die Garnitur weißes, mit graugrüner Seide bestickteö Tuch gewählt. Den Vorderheil deS RockeS garrnren drei keilförmige, gestickte Einsähe, die wie die ibrigen gestickten Theile deS Kleides nit schmalen.- weißen Tuchstreifen ab--chließen. Die Blusentaille hat kurze, hinten bis zu den Falten deS Rockes reichende Schooßtheile aus besticktem Tuch und vorn einen gleichen schmalen Einsatz. Die Taille ist mit einer spitzen Passe gearbeitet, die mit weißen Tuchstreiken besteppt und von emem gestlckten, kragenartigen Garniturtheil beJirenzt ist, der vorn und auf denSchulerr, sowie hinten je eine eckige Patte bildet. Vorn wird der Theil durch eine schone Straßschnalle zusammengehalten. Der breite, aus gesticktem Tuch gearbetteke und obm mit einer weißen Tuchkrause abschließende Stehl kragen zieht sich vorn und hinten mit einer Spitze hinab. Die engen, an den Schultern nur leicht erweiterten Aermel'sind manschettenartia mit besticktem Tuch besetzt. Ein faltiger, seitwärtS geschlossener Seidengürtel umOieber Qn Der Orbelt. Ulle NeinniVerletzüngenwieSchnitt, Vrüh und Vrand-Wunden, Verrenkungen und Schwellungen werden rasch und sicher von Salvation Oel gebellt. Eö ist ohne Zweifel daS beste Mittel für alle solche Schmerzen und sollte ta keinem Hause fehlen. Herr Frank Stubenhaver, 1237 Elm Str. Dubuque, Iowa, schreibt wie folgt: "3$ gebrauchte Salvation Oel um emen rerstauchtcn Ellbogen zu kuriren, e! cher mich von der Arbeit abzuhalten drohte, doch nachdem ich den Arm tüct tig ewaeriebcn hatte war ich im Stande wieder an die Arbeit zu gehen. Wenn ich nicht das Salvatton Oel gebraucht hätte so würde ich sicher für längere Zeit meinen Orbcit) Lebn tfcm baben." j-tJ OU.l,: y r i r r . , v

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schlingt die Taille." Der seitlich breit ausgejchlagene Hut aus weißem Filz ist mit schmaler Einfassung und reiche? Drapirung aus mandelqrünem Sammet versehen. Seitlich sind ihm ein paar weiße Straußfedern und unterhalb des Aufschlages ein vaar Rosette aus weißem Seidenband gegengesteckt. ? - : Das GrafenyauS tn Opanvau. DaS GrafenhauS in Spandau, das nun dem Abbruch verfallen ist, blickt auf eine reiche historische Vergangenheit zurück, rndem im 16. Jahrhundert dann die theologischen Konferenzen über die Wundererscheinungen ln Spandau abgehalten wurden, im 17. Jahrhundert hier u. a. Gustav Adolf kurze Zeit wohn, te und 1850 Gottfried Kinkel in dem zu einemZuchthause umgewandelten verfallenen Gebäude semen Freimuth büß te. DaS Haus, das von Anfang an mit stolz? Giebeln, wie der Mittelflügel des alten Schlosses zu Berlin geschmückt war, erhielt den Namen von sei nem Erbauer, dem Grafen RochuS zu fi.. k. ..... ri - ynar, einem oer eruen riegsraumeister und Artilleristen des 16. Jahrhun. derts der für Johann Georg Spandau befestigte und 1582 den werthvollen Renaissalicealtar in der dortigen Nikolai' suche stiftete. Lynar entstammte e'.nem alten italienischen Geschlechte, daö mit den vornehmsten Fürstenbäuseln verwandt war; in seiner Jugend nahm er an dem Zuge Karls V. gegen Tunis theil, lebte dann am Hofe seiner Jugendge pielm, der Katharina de Medici in Pari und Versailles, ward Oberintendant aller Festungen der französischen Krone und gelangte 1578 als Glaubensfluchtlmg nach mancherlei Abenteuern in deutschen Landen nach Berlin. Er erbaute in der heutigen Potsdamer Strake daS schloßartige HauS, worin der Kur fürst gern zu Gast war und alle fremden Fürstlichleiten vor ihrer Einfahrt nach Berlin Aufenthalt nahmen. Hier wurde so manche ausländische Gesandtschaft empfangen und die Reform des brandcnburgis:n Kriegswesens bcrathen; hier wurden Versuche zur Verbesserung deS Pulvers gemacht und spanische und .italienische Goldschmiede mit kostbaren Geschenken für den Hof und sur fremde Fürsten beschäftigt. 1594 machten sich in Spandau Wunder erscheinungen bemerkbar, und der Kurfürst beauftragte den Grafen Lvnar mit der Untersuchung der fatalen Angelegenheit. die da 37 Personen Engel gesehen zu haben behaupteten zu manch?rlei Tumulten Anlaß gegeben. Unter Heranziehung der Berliner Theologen Nöhler, Lindtholz. Colcrus. Moeller, Brunner und FabriciuS führten nach den' vom Grafen aufgestellten Fragen die Berathungen zu dem Beschluß, daß man mit Beten undWohlthun eifrig vorgehen müsse, da Gott allein der Teufel Herr.zu werden vermöge. Schließlich erwies. sich, trotz einer gelehrten Schritt aus Frankfurt, wt nich rra die Teuft ö beseffenyelt der ' Spandow schen nichi scherzlich" nehmen dürfe. Alles als ein Bettug wie er auch heute noch vielfach geübt wird. Graf RochuS, der Stamm-vaker-der heutigen Grafen und Fürsten zu Lynar, starb im Jahre 1596 mit Hinterlassung deS Kam merpräsidenten Grafen Johann Casimir zu Lynar dessen Gattin, eine Enkelin TistelmeierS, für ihren Sohn Joh. Sie'gmur.d 1621 die Herrschaft Lübbenau erwarb. "Das GrafenhauS blieb aber noch über sechs Jahrzehnte im Besitz der Familie. Am 16 Mai 1631 zogen schwedische Truppen unrer dem Befehle deS Obersten Axel Lillie in die Stadt; Gustav Adolf selbst rückte mit seinen Truppen ein und wohnte im Lynar'scdcn' Hause. ' Im folgenden Jahr kehrte der König nochmals hier ein ' abet stumm und machtlos; seine Leiche stand bei der Uebersührung nach Schweden'm der Nacht vom 15. zum 16. Dezember '1632 ebenfalls im GrafenHaus", das 1686 nach Ankauf durch den 'Großen Kurfürsten zu einem Manufactur und Spinnhause umgewan delt wurde. Nach einer unter Friedrich Wilhelm I. erfolgten Erweiterung deS Zuchthauses ließ dort Friedrich WilHelm III. im Jahre 1805 mit großen Kosten eine Straf- und Besserungsanstalt einrichten. Kinkel winde am 7. November 1350 durch Carl Schurz daraus befreit und konnte sich übe? Rostock nach England retten. Das Zucht. HauS, das wie alle ähnlichen etwas we niger humanen Anstalten sich einer trnurigen Berühmtheit erfreute, wurde 1872 . aufgelöst, worauf man die Räume für militärische Zwecke einrichfcte.v ? . Unter dem stolzen Namen .Schloßkaserne" bestand dann das ehemalige Grafenhaus- noch etwa zwei Jabrzehnte,' bis den Bewohnern deö alten Kastens ein freundlicheres Heim an anderer Stell' breitet wurde. ff. F. Srnither, geschickter und zuverlässiger Composttions-: : s t f.t : t-., ; :: Dachdecker. . , ' ' Theer und KieS. Dächer, Ahaltd Scher, LSbeftokdScher, SUsoniterächer und' aLe

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