Indiana Tribüne, Volume 21, Number 139, Indianapolis, Marion County, 6 February 1898 — Page 4

SaDtßtta Trivünr. T Erschein Täglich und Soums

Die tSzliche .Tribüne- koft durch den Xtig 4 Qcntfc per Woche, die SonntagSTrtbüne' ittti per Woe. Seide iitsarare IS Cent ,dr tSGenti $ctX?xat. Per Herhalb dr !?tdt zugeschtikt U ,raub,hlng pt. Halt. Öfftwi 10 Eü) Sllubama Sa.

Indianapolis,, 3nd., 6 Februar 1898

Söiiiitägs - MHölli. Wir sind ein moralisches Wolk. Wir, ich meine daö Volk Amerika'S. Wer'e nicht glaubt, der denke nur daran, das, der Loreleibrunnen, der in Düsseldois und Mainz nicht untergebracht wertekonnte, auch in New Lork noch keine, Platz finden konnte, angeblich roe,.' wegen der neckten Figuren die Morai leiden könnte. In dem pennsylvanischen County Hudson vollen sie ein Kriegerdenkmal ausstellen. Der Bildhauer Phil'p Martini, von dessen Hand z. B. medrere der herrlichen Sculpturen in der neuen Congrehbibliothek herrühren, hatte eine Minerva - Statue zuw Schmuck deS Denkmals entworfen. Diese Statue hat nun ein genauer Kenner der Mythologie und klassische Bildwerke für eine verkappte Venu? erklärt, und eine unter dem Namer Veteran'S Right Association bestehend.

Verelnlgung ln Hudson Ho acceptlrt. Selbstbewubtsein. daß sie vollkommen

den Urtherlsspruch diese Kenners uns Recht hatten.

nackt, anstatt mit Röckchen und Höschen

auf die Welt zu bringen. Wenn die

Natur so moralisck wäre, wie die

Frauen der christlichen Temperenz

Union, dann hätte sie sicherlich schon

längst eine Hera im Neisrock und einen 'Apollon im Frack geschaffen. Aber nun

ioll die Kunst die Natur corrigiren

denn seit dem berühmten Apfeldisse im Paradiese ist die Natürlichkeit und

Ungenirtheit deS ersten Menschenpaare

verschwunden und der Mensch sinde

ein Abbild seiner selbst, so wie ihn dje

Natur erschaffen, unmoralisch.

AlS der ehemalige preußische Kul-

tuöminister v. Mühler. Gott hab ihn selig, die Figuren auf der Berliner Schloßbrücke züchtiglich bedecken ließ.

wurde Berlin, eine sehr moralische

Stadt. Wer nicht glaubt, zahlt ei nen Thaler.

Wie e aber hier aussehen würde.

wenn die Dame auf unserem Krieger

Oenkma! kein Gewand anhätte schon

der Gedanke ängstigt mich. DerPlaudere?. , ' Das vermältzlniß. ' . oil A. Maul.

Ottomar Berndt war ein-Dichter. Ein aeborener Dichter von ' Gottes

Gnaden, nach der Behauptung seiner

freunde, die anzuzweifeln er ad om

keinen Grund einsah. Oder sollte er etwa seine freunde für uttheilslose

Pinsel halten, wie? r0be sür Heuch-

ler, Schmeichler und Pyrasenörelqerv

Uebrigens sagte ihm sein eigenes

hat sich in fulminanten Resolutionen ausgesprochen, von denen die folgend, Probe genügen mag : Wir protettlre, gegen die Nachbildung in Bronze odei Stern einer rrystischen und unkeuschei Göttin zur Erinnerung an die Tbatei der tapferen Uaionkämpser von Hudsvi County, die für die Verlhe'digun ihrer Fihne rnd ihreS Lande starben! Wir protestlren gegen diese Denkmal Sein Entwurf ist ein Insult gegen tu achtbaren Frauen von Hudson Co" Ich kann den tapferen Kriegern vor

Hudson County. Pennsylvania, Ver.

Staaten von Ameri?, meine Bew.n derung nicht versagen. Minerva oder Venu, KaS bleibt sich ganz gleich. Diese griechischen Göttinnen warer alles immt Frauenzimmer von sedr zweifelhafter Herkunft und Abftammunz und trugen den Charakter de, Illegitimität. Ihr Herr Papa war ein alter Sünder. Und ob man, wie

die Venuö dem Meere enlstug, oder ob

man, wie die Minerva, auö dem SchaSel deö VaterS herausgehämmeri wurde, daS bleibt sich ganz gleich. C ist beides nicht die Art, wie ein an ständiges Frauenzimmer zur Well

kommt. Die Veteranen von Hudson

County, Pennsylvania, Ver. Staaten u. s. w. lob ich mir als anständige, solide Leute, die wohl eine Gustet von Blasewitz vertragen können, aber eine Venus oder Minerva nimmermebr. Sie haben' ganz Recht, wenn sie nicht zugeben, daß die achtbaren Frauen von Hudson County. Pennsylvania, Ver. Staaten u. s. w. dadurch insultirt werden, daß man ihnen den Anblick griechischer oder römischer Göttinnen auf. zwingt, die etwas lockere Sitten gehabt haben. , Ein Hoch den Veteranen von Hudso? County sür die Rettung der.Moral ! Ader auch ein Hoch den Frauen der christlichen grauen -Temperenz-Union ia Detroit. Daselbst' wird nämlich ein neueS Courthauö gebaut und besagte Union schickte eine Abordnung an die County-Supervisore! um gegen die Verzierung-des Gebäudes mit nackten weiblichen Figuren zu

proteftiren.

Ich muß ihnen in dieser Sache Recht

geben. Diese stetige Verwendung

.weiblicher Gestalten für DekorationS

zwkcke ist eine sehr einseitige Sache.

Giebt e denn", sagte eine der abge-

.ordneten Frauen zu ten Suptrvisoren, auf der ganzen weiten Welt 'keine

anderen schönen Figuren für diesen

Zweck ?" Madame", antwortete ei

ner.der Supervisor, eö giebt sicherlich auf 'der Welt nichi Sckönere a! .daS Weib." DaS war galant, aber ich

vermuthe, daß die Frau klasstsche Bit

bung hatte und d.öhalb die Antwort nicht nach Gebühr würdigte. Den

alten.Griechen galt nämlich die männliche Form für die schönere und Mannerschölibeit stand bei ihnen höher, als Frauenschönheit. ' Od die alten Griechen nicht Reckt hatten ? Im ganzen Thierreich von den Wirbelthieren bis herab zu den Kerbthieren zicbnen sich die Männchen durch größere Kraft, größerer. Haarwuchs, größere Farbenpracht auS. .Der klassische SchSnbeitkfinn der Detroiter Frauen voa der christlichen Temperen,. Union hat haher wohl seine -Berech-' tigung. WaS die Nacktheit betrifft, so rnüssea sie mit der Natur hadern, die unoralisch genug ist, die Menschen

Natürlich war er ein Moderner.

Seine Gottheit die Wahrheit. . Und

um nicht m Versuchung zu gerathen, neben ihr andere Götter und Göttin-

nen die Schönheit zum Beispiel

anzubeten, vermied er ängstlich den ge

weihten Grenzdistrikt, wo diese beiden

friedlich nebeneinander thronen. Nie

mand sollte ihn im Verdacht haben, den wurmstichiaen Idealen verflossener

Jahrhunderte Concessionen zu machen, oder um den Beifall der stupidenMenge

zu buhlen!

Die stupid Menge" rächte sich in

ihrer Weise. Sie hatte keine Ahnung

davon, daß Ottomar Berndt em Dich

ter war. Aber Ottomar Berndt trug seine Unpopularität mit Stolz, wie ein

woylbeglauvigtes Anwartschasts - 5Di plom auf die Unsterblichkeit.

Indessen, eö gab Jemand, der sich bitter darüber kränkte: das war Tante

Adelgunde Fräulein Adelgunde

Berndt. OttomarS Vaterschwester, Pa the und mütterliche Freundin.

Sie dichtete ebenfalls ja sie hatte bereits zwanzig Bände Romane und

5Zovellen oder noch mehr in die

Welt geschickt, als Ottomar noch die

Schulbank druckte. Damals schwärmte er sehr für diese wundervollen Dich wngen, in denen die Heldinnen stets so schön und unschuldig und die Helden so ritterlich und opferfreudig waren, heimlich trug er die schmucken Bände

l'ei sich und schmökerte unter derSchul-'

Nank darm. wahrend obenauf Ciceros: ,De oratore" lag...'. Ja, Tante Adelgunde hatte ihn auf dem Gewissen mit seinen Poetenfreuden und -Leiden, -denn an dem- bescheidenen Flämmchen ihres Talents hatte sich der göttliche Funke seines Genius entzün-det.-Sie war stolz auf ihn r- so stolz.

wie eZ nur ein einsam, zärtlich - gläu-

blges Altlungserngemuth aus einen hoffnungsvollen Schlingel von Neffen, mit einem. Köpf voll weltstürmerischer Aukunftsträu'me sein kann. Sie liebte ihn überdies wie ihr eigenes Kind, und wenn er als stets hungriger Student bei ihr anklopfte, fehlte es nie an einem leckeren Frühstück, einem kräftigen Mittaaessen oder Abendbrot, ' ebenso schmackhaft vielleicht noch schmackhafter als ihre schönsten Romane.' : .Mit den Kin'oern seiner Muse frei-' lich konnte sie sich vorerst nicht befreunden, tröstete sich indey mit dem absur den Gebahren des Mstes. der ausgähren mu.'soll er einen guten Wein ge ben. Wollte sie ein Grauen anwändeln vor .den Pfaden der Decadence und perversen Crotik. die ihr herzlieber

Ottomar emaeschlagen, dann verwies dv? alternde Junafrau sich selber ?ur Beschkidenbeit: .Wie willst Du urtbeiin. tborZckies n!3 (rrfiöbf. iiW Dinge, von denen Du so viel v:rstehp,' wie tin Blinder von der Farbe?" Aber bei dem ewigen Streiten und Spintisiren über die Sünden und Vorzüge der Modernen verlor Tante Adelgunde ganz die na'.ve' Freude an ihrem eigenen Schaffen. An ihre'schonen romantischen Liebeszeschichten, die alle Welt mit Entzücken las. glaubte sie selber nicht mehr so recht, seitdem Ottomar, der Dichter, nur noch ein mitleidiges Achselzucken dafür hatte. Für ihre letzten, vom Geist der Modernen angehauchten Werke wollte sich jedoch nicht ' gleich ein Verleger, finden.

. eißt Du was, lieber Ottomar sagte sie eines Tazcs zu ihrem Neffen, Du sollst mir einen recht großen Gefallen thun. Ich habe diesen Winter so wenig arbeiten können und mit den Sachen, die in- der Welt herumwandern. habe ich kein Glück. Nun sind da aber ein paar ältere Manuscripte, beinahe fertig, nur die letzte Hand fehlt noch. Ich habe sie liegen lassen, weil ni: einiges darin ganz thöricht vorkam. Aber lieber Gott! man mutz sich nicht zu schwer nehmen und ich brauche Gelo. " Und dabei könntest Du mir helfen. Du hast einen

Namen und beweqst Dich inmitten die

ser Welt von Schriftstellern, Verlegern

und Redakteuren, in die ich personlich niemals Auiritt qesucht habe. Du wirst

aewik füi Quint Arbeiten eine vassende

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Stell? ausfinoig machen. Nimm Dich ! ttCZCZCZGGGGGZceen

meiner an:' : Ottomar nahm die Cigarette auö dem Munde und blickte die alte Dame Zn wortlosem Erstaunen an. In so ungeheucheltem. verständnißlosem Erstaunen, daß Tante Adelgunde erröthete. eine Entschuldigung hervorstotterte und ihre unbescheidene Bitte ein für allemal zurückzog. Jetzt fand Ottomar, der im Grunde ein guter Junge war, die Sprach: wieder, und fragte ganz bestürzt: Aber liebe Tante! Du in GeldVerlegenheit? Du mit Deinen glänzenden Honorareinnahmen?Ja. mein Kind die sind eben neuerdings ausgeblieben, denn von meinen Zinsen allein kann ich nicht leben. Und dann 'das dumme Kranksein in diesem Winter war ein recht kostspieliger Spaß.Liebes Tantchen, jetzt hör' mal zu und nimm Vernunft an." erwiderte er.

Duhast genug gearbeitet und kannst l oer verrticytett ves .'ienlazengejetzt würdevoll auf Deinen Lorbeeren j schlechts!. Aber wie wichtig all' die ausruhen. Deine gesammelten Werke l spielerigen Präliminarien genommen sichern Dir die Unsterblichkeit oder i wurden! Wie man von dem Zweck

wenigstens einen ehrenvollen Platz in

w$$&m .Thut seine! Dienste gut.

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gm 0i -r- J ' ' '' " . I ""

Komas Literaturgeschichte. Wehr kannst Du nicht verlangen. Mir z. B.

wird das nie bluben. Und als präktt

scher Mensch rathe ich Dir dringend.

einen Theil Deines Vermögens! oder das Ganze auf Leibrente anzulegen.

Deraestalt verdoppelst Du Deine Em

künfte und kannst herrlich und inFreu-

den leben, der Neytenanstatt zum

Hohn, bis Du hundert Jahre alt bist

Und was werden meine lachenden Erben dazu sagen?- . fragte Tante

Adelaunde gerührt.

. Miserable Lumpe, wenn sie nicht damit einverstanden sind!" erwiderte

Ottomar und warf sich m die Brust.

Tante Adelgunde kriegte seincnKovf zwischen ihre beiden Hände, küßte ihn

auf die Stirn und versprach alles,

was er wollte. Und Ottomar konnte

mit demselben Behagen wie bisher ih

ren Kaviar essen und ihren Kapwein

schlurfen. V

Zwei Jahre später . starb Tantt

Adelgunde, und Ottomar folgte' mit aufrichtig betrübtem Herzen ihrem

Sarge. Sie war doch' eine gute Seele

gewesen, wenn sie auch kluger gethan

hätte, sich niemals mit Tmte und Fe der zu Kfassen. In ihrem Testament hatte sie Otto mar zu ihrem, Universalerben 'einge

setzt. Und das war kein leerer Titels denn seinen Rath wegen der Leibrente

h!te sie llie befolgt.

Ottomar war. innig gerührt, hatte

aber gleichwohl ine große Freude an

dem Besitz, auf den er niemals fest ge

rechnet. Er unternahm eine große Neise mit dem von Tante AdelgundeS

fleißiger Feder zusammengeschriebenett

Gelde und gedachte ihrer m Liebe m

der Deterskircbe.'auf der Cbeovs - Vv

ramide und beim Anblick andererWeltwunder, die ihr Auge nie geschaut. AlS

er nach Jahr und Tag helmkehrte

fand er sein Erbe auf die Halste redu cirt. Jetzt sollte eS an'S Arbeiten ge hen.

, Er. hatte ja vorläufig zu leben unh

konnte in Ruhe die Meisterwerke aus

gestalten, die unter den gewaltigers

neuen Eindrucken der Reise in semem

Geiste geboren waren. Und da ' da?

lanae Umherschweifen ihn den Zaubet

des eigenen HerdeS schätzen gelehrt, so

führte er em geliebtes Madchen hm

und richtete sich mit ihr behagüch em.

Schätze brachte sie leider nicht in die

Ehe. Und während die Meisterwerke

uz Vollendung gediehen, schmolz der

Rest von Tante AdelgundenS Aermo aen rasch zusammen. Das große Pub

likum aber hatte immer, noch . andere

Ideale als Ottomar Berndt und ver

hielt sich spröde, auch seinen Meister

werken gegenüber. Und es kam ein Tag. wo Ottomar Berndt mit seinem letzten Goldstück Fangball spielte und sich fragte: waS jetzt? ' Sein väterliches Erbtheil, war 4

ring gewesen, die Zinsen reichten nicht

einmal für seine äukerste Lebensnothdurft hin. Und im literarischen Frobn, dienst erwirbt man allenfalls das täqliche Brot für Meib und Kind, nicht

aber die Mittel, kn Berlin ein eleaan-

teö kleines Hauswesen :u imkerhalte

und im Strom der Geselligkelt mitzu? schwimmen. Ganz abgesehen davon.daß der Genius, dem häusliche Sor-.'

gen die Fiugel lahmen, sich rnc zur Sonnennähe erhebt. . . .

Eines Tages, als Ottomar über

seine mißliche Lage sinnend in sein:m

Schreibtisch kramte, fielen ihm Tante Adelgundens hinterlassene Manufcripte in die Hand. Er hatte sie vcrbrennen .wollen, aber noch nicht das'

Herz dazu gehabt , 1

Er fmg an zu blättern. Ja. das

war die harmlos naive Rumantik ihrer

Eartenlaubengeschlchten, für die er als

Gymnasiast so sehr geschwärmt hatte!.

Und ob die Welt nur darum ihre Um--wälzungen vollzieht, damit der Sans

die Grete freit, und Piter die Liese

freilich, obne das wäre tl bald aus mit

rT&ft . nirfits frn.rr fiitYit

viv ttiuyip g u ttuigi.tb. Nichts als Rosenduft und 'Molkenschein. Ja. ja. so denkt, so empfindet man als unreifer Lebensnovize. . . . Wie alle seine Knabenerinnerungen erwachten! Wie die süße blöde Jugendeselei seiner ersten. Liebe ihn bei diesen Geschichten wieder .traumhast hold umsing! Und was solche Wirkung that, dem wollte man kurzweg jedes Daseinsrecht absprechen? Tags darauf nahm Ottomar die Manuscripte neuerdings zur Hand. . . . Tante Adelgunde hatte ihn damals ge-beten,-sie durchzulesen. zu seilen und herauszugeben. .'. . Wke? konnte er we Niger thun, al das Andenken der Guten durch wenn auch verspätete Erfüllung ihres Herzenswunsches ehren, den er damals kaum ernst zu nehmen sich herabgelassen hatte? ' In seinen ziemlich zahlreichenMußesiund'en unterzog er sich dieser Aufgabe der Pietät,' und. seine kleine Frau half .ihm dabei mit ihrer schönen Hani schrift und las sich beim Abschreiben stets in diesen ; verstaubten Blättern fest, mit rothen heißen Wangen . und Viel größerem Entzücken, als sie für die Meisterwerke ihres Gatten mit bestem ehrfürchtigem Willen aufzutreiben vermochte. , Die Arbeit belohnte sich. Die alten Verleger ' von Tante Adelgundens Werken waren hoch erfreut, ihrem Leserkreise noch einige echte Erzeugnisse ihrer vielbeliebten unersetzlichen Feder darbieten 'zu -können. Und mit den Erträgnissen hatte Ottomar allen Grund zufrieden zu sein. . Als er sich so für einige Zeit geborgen sah und erleichterten Herzens die Möglichkeit erkannte, mit männlich gereiftem Geist und Wollen 'auf selbstgewählten Pfaden zu Zielen vorzusazreiten. die er immer höher unh schöner, und. doch nicht unerreichbar vor 'sich sah. da schlug sein Fuß wie von selbst den Weg ' zu dem grün umhegten

Friedhof ein, zu ?ant.e AdelgundenS Grab.

Beschämung, Reue- Rührung mifch

ten .sich. in semem Empfinden.. D:e hier lag. hatte für ihn gesorgt und ge-

darbt.' wahrend er.'de? ihr die .letzte

Freude ibrer alten Tage hatte schaffen können, sich ihr kühl versagte. ,Und

jetzt jetzt hatte er für. sich selber-ge. than, was er. für sie. zu , thun zu' stolz

gewesen!....

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Urngekeyrr. A.: Als un. ser Freund Schulze seiner . jetzigen Frau den Hof machte, versprach er, ihr

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h ,n II. jt. v. rr i. 1 . um fiiAhtiAii k x i rm. m - . .

v uv uu uiL uz.il juut i i ' "vuuuujio iutuurirmfnr vfii li. m.n.-i .t . v ay n .

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.vi..., v viviuuuy, uuj IU ÜIC )U schauer im Parquet Regenschirme auf. spannen mußten, um von den Thrä nen. die von der. Galerie herunterfielen: nicht durchnäßt zu werden!"

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