Indiana Tribüne, Volume 21, Number 139, Indianapolis, Marion County, 6 February 1898 — Page 3

Achs

Itmoiicit.

lin fröhlichcr Roman von Wilhelm Hcgklcr. I. Das Pfarrhaus von Kirchhasel war alleweil voll wie eine Scheuer nach eingefahrener Ernte. Nicht, daß er so wie diese mit Früchten und Körnern der Erd? belastet wäre, sondern in den meisten Kammern und Stuben vom Erdgeschoß bis zum rothen Ziegeldach standen Betten und Schlafsofas, auf denen des Pfarrers bewegliche Habe, die auch ungefähr seine einzige war. hauste: seine Kinder. Es ist ja besannt, daß auf den Giebeln potestantischer Pfarrhäuser der Storch am liebsten sein Nest aufschlägt und daß die Frau Pastorin ihrem Herrn Gemahl selten weniger als zwölf Ebenbilder schenkt. So war's auch beim Pfarrer Beerenbusch in Kirchhasel. Ein armes Studentlein ohne Anverwandte, ausgehungert vom vielen Studiren und noch mehr von den Freitischen der Universität. war er hergekommen und hatte sich mit dem zarten, bleichen Lehrerstöchterchen verlobt. Damals waren die beiden sich in dem Riesenbau ganz verloren vorgekommen. Aber die Jahre vergingen: eine Stube nach der anderen mußte neu hergerichtet werden. Und als man des Pfarrers AmtsZubiläum feierte, stand er da wie weitend Vater Jakob: auf zwölf Ebenbilder konnte er hinabblicken. Vier seiner Söhne gingen schon in Saalfeld auf die Schule, wo man nicht gleich Lilien auf dem Felde blühen kann, sondern viel Geld für alle großen Und kleinen Dinge des Lebens braucht. Deshalb mußte ihr Vater daran denken, seinem schmqlen Einkommen ein wenig aufzuhelfen. Und da ihm und seiner Frau die Zwölfzahl liebgeworden war, sie beide aber woh! über die Jahre hinaus waren, wo man der Störchin zublinzelt, wenn sie verheißungsvoll klappernd auf dem Wagenrad ihres Nestes steht, so sah er sich nach anderer Leute Kindern um, diese aufzuziehen, daß er ihnen ein guter Fürforger in geistigen, und die Frau Pastorin eine Fürsorgerin in leiblichen Dingen sei. Mancher Bub, mit dem Vater und 'Mutter nicht auskamen, manchesMäd,chen, dem die Stadtluft nicht wohlthat, wurden in's Pfarrhaus geschickt. Unter seinen Pensionären hatte der Pfarrer einen Jungen und ein Mädchen. die das Schicksal als erwachsene Menschen wieder zusammenführte. In unserer armen Gegenwart, da das Leben des Durchschnittsmenschen einer schnurgeraden, von der weisen Qbrigkeit hübsch mit Kilometersteinen und Wegweisern versehenen Landstraße gleicht und ihm nur wenig an Abenteuern . und großen Zufällen bietet, dürfte man das Schicksal dieser beiden Kinder wohl erzählenswerth schätzen. Das Mädchen hieß Nelly von Wacht, der Junge Peter Wilde. .Nelly wurde eines Nachmittags als kleines vierjähriges Ding von ihrem Vater dem Pfarrer in's Haus gebracht. Der Herr von Wacht war ein etwas zerfahrener Mann in mittleren Iahren. dem man den früheren Ofsicier noch ansah. In den paar Stunden, die er mit dem Kinde in Pfarrhof geblieben, hatte er das Unterste zu oberst gekehrt.' Das schönste Zimmer wurde seinem Töchterchen hergerichtet. Die Ztrau'Pastorin mußte versprechen, anstatt der ordinären Waschschüsseln von Blech solche von Porzellan anzuschaffen. Kurz, er hatte auf jede Weise zu verstehen gegeben, das Kind sei. an große Verhältnisse gewöhnt, und es müsse dafür gesorgt werden, daß es den Wechsel nicht so schroff empfinde. Dann überreichte er dem Pfarrer hundert Thaler mit einer etwas großsprecherischen Geberde, als wenn er ihm gerade so gut tausend geben könnte, und nahm hastigen Abschied. Der gute Beerenbusch begleitete ihn noch ux nächsten Poststation. Im letzten Augenblick ließ Herr von Wacht sich von den hundert Thalern fünfzig wieder zurückgeben: denn," sagte er, die Worte aufgeregt übreinanderwerfend, ich habe noch eine große Reise vor mir. bis hinter Königsberg. Da könnte mir das Geld knapp werden. Im übrigen bürgt Ihnen wohl mein Name, daß für alles auf's beste gesorgt wird Der Pastor verneigte sich, denn er merkte wohl, daß er es mit einem vornebmen Herrn zu thun hatte. Die beiden Braunen am Beiwagen scharrten schon ungeduldig im Ehausseestaub, da neigte Herr von Wacht, dem das Gesicht "plötzlich dunkelroth anschwoll, sich noch einmal hinaus, um die unverständlichen Worte hervorzustoßen: J&tnn die alten Vetteln vom Terrassenufer sich sehen lassen, so werfen Sie sie in drei Teufels Namen hin-aus!-Und wie er zum Abschied den Hut ziehen wollte, konnte er es nicht, denn rasche Thräncn stürzten ihm aus den Augen, und wie gebrochen sank er in die 'Lederkissen der alten Kalesche zurück. Als der Pfarrer nach Haus kam, fand er die kleine Nelly ganz artig im Garten sitzen mit zwei leuchtenden Mohnblumen in der Hand. Und ihre hellen, luftig blauen Augen spielten fröhlich damit wie . kleine Schmetterlinge. Als sie den fremden Mann ankommn sah. stand sie auf, ging ihm mit zaghafter Freundlichkeit entgegen und sagte: .Tag. Onkel!Dann erkannte der Pfarrer, daß es ein artiges, seines Kind ax, und er fühlte zu der Kleinen gleich eine herzZiche Zuneigung. Wc3 nun Nellys Vater anging, so

schickte der nach einem halben Jahr mal wieder fünfundzwanzig Thaler, dann eine Zeit lang nichts mehr, dann bald zehn, bald zwanzig Thaler, und so mehrere Jahre hindurch, so daß er hinter dem ausgemachten Pensions

preis stets um ein tüchtiges Stück zurückblieb. Als klein Nelly aber ihr zehntesJahr erreicht hatte, bekamen die Pastorleute einen Brief aus Leipzig von Fräulein Jda Felsche. Das Schreiben las sich zuerst ,wie eine lange Abhandlung über die Sündhaftigkeit der Welt und die ewige Verderbniß der Menschen. Der eigentliche Inhalt des Briefes aber bestand in der Mittheilung, daß Nellys Vater gestorben, und daß unterzeichnetes Fräulein jetzt die einzige noch lebende Verwandte des Kindes sei, daß sie aber als alleinstehende Dame, deren leidender Körper- wie Geisteszustand alle Sorge für ihr eignes Wohl in Anspruch nähme, sich um die Erziehung des Mädchens nicht kümmern könnte. Daß sie deshalb Herrn Pfarrer Beerenbusch bäte, die Kleine noch weiter unter seinen Schutz und Schirm zu nehmen, und daß er dieses hoffentlich um einen noch geringeren Pensionspreis thun würde, als bisher.. Der Pfarrer lachte herzlich und meinte, nach dem Briefe zur urtheilen, müsse Nellys Tante eine ziemlich lamentable und trostlose alte Dame sein, und die Kleine sei bei ihm gewiß besser aufgehoben. Und als seine Frau, die eine gute Christin, aber auch eine rechtschaffen? Hausfrau war, sich über das allzu kärgliche Kostgeld beklagte, meinte er in heiterem Gottvertrauen, wo zehn kleine Mauler satt wurden, mowte auch das elfte zu stopfen sein, und es sei besser, hundert Thaler oder noch mehr einzubüßen, als auf eine so zarte Menschenseele zu verzichten, die unter der Pflege des richtigen Gärtners sich zu einer herrlichen Blume entfalten müßte, wahrend erne falsche Hand vielleicht ihre schönsten Reiser abstufte und sie auf immer verkrüppeln und welken ließe. So wurde klein Nelly denn mit den übrigen Kindern und Pensionären des Pfarrers durchgefüttert, und sie gedieh ganz prächtig dabei. Aber Frau Beerenbusch seufzte doch manchmal insgeheim. Was das kleine Ding verzehrte, war ja gering, und im Sommer sammelte es sich dreiviertel seiner Nahrung von den Apfel- und Birnbäumen. Dafür war ihm aber nicht nur sein Mäulchen zu stopfen, sondern auch noch ein ganz Erkleckliches an Kleidern, Schuhen und Strümpfen, denn mit ihrem Spielkamerad Peter trieb sie sich am liebsten auf Zäunen, Bäumen und überall da herum, wo es etwas zu zerreißen gab. Peter Wilde bereitete dem Pastor in anderer Weise viele Kovfschmerzen und zündete in der friedlichen Seele des alten Herrn, ohne es selbst zu merken, manch heimliche Brandrakete an. Er war ein kluger, lieber Junge, im Handeln eher weich und nachgiebig, der aber im Denken eine so witzige Kühnheit besaß, daß der Pfarrer manchmal ganz starr war, manchmal freilich auch wider Willen lachen mußte. Bei manchen Gelegenheiten bewies er seinem Lehrer, daß man Dinge, die dieser immer von der einen Seite betrachtet hatte, auch gerade so gut von der entgegengesetzten Seite betrachten könne. Nachdem er drei Jahre unter des Pfarrers Obhut gewesen, wurde es Zeit, daß er aufs Gymnasium kam. Am Tage vor der Abreise ließ der Pfarrer ihn auf sein Studierzimmer kommen, um m't ihm noch zum letztenmal einen Rundgang durch das ganze Reich der Wissenschaften zu machen. Nachdem er seinen Schüler mit .den schönsten griechischen und lateinischen Verben hatte Uebungen machen lassen, so wie ein Rekrut Gewehrgriffe übt, nachdem er ihn sich seinen Kopf über einen schwierigen mathematischen Lehrsah hatte Zerbrechen lassen, der mit Hilfe der verzwicktesten Figuren etwas Selbstverständliches bewies, was jeder Blinde mit seinen Augen hätte begrei. fen müssen, nachdem die beiden mit Zahlen der ältesten und neuesten Geschichte Fangball gespielt hatten, bis sie beide müde waren, ergab es sich, daß Peter alles in allem ein prächtiger Schüler war, der einen kleinen, dafür aber lebendigen Schatz an Kenntnissen in sich aufgespeichert hatte.. Dazu kam noch, daß er nicht auf den Mund gefallen war und auch über das zu reden wußte, wovon er nicht viel verstand. Der Herr Pfarrer gab seinem Schüler noch die besten Lehren mit aus den Weg. Wenn du gefragt )virst, mußt du prompt antworten und mit lauter Stimme. Wenn du aber nichts weißt, was machst du dann?" Dann laß ich mir etwas zuflüstern," versetzte Peter. Der Pfarrer schüttelte entsetzt den Kopf. Das ist doch verboten!" Aber wenn ich nichts dafür kann?" Junge, du wirst dir wy tüchtig die Hörner ablaufen müssen, damit aus dir etwas 'Richtiges wird. Nun geh mit Gott! Ich hoffe, daß du die Prüfung für Sekunda bestehst. Man verlangt viel, aber du hast auch manches bei nur gelernt, denke ich." Er gab ihm die Hand, und während er ihm mit liebevollen Blicken nachsah, murmelte er: Junger Most! Junger Most! Aber ein guter Jahrgang . . ." Peter aber, der fröhlich die Trepve hinunterlief, dachte bei sich: Ich werde doch nicht so dumm sein und mich für Sekunda prüfen lassen. Ich melde mich natürlich gleich für Prima. Fall' ich durch, so komme ich noch immer nach Sekunda." Dann setzte er mit großen Sprüngen über den Hos und lief in den Garten. Dort lag Nelly unier einem Apfelbäum. Neben ihr 'wälzte eine deutsche Dogge sich auf dem Boden. Im Augenblick war Nelly ganz von ihrem Buch hingenommen. Dem an

stürmenden Knaben warf sie nur einen

flüchtigen Blick zu. Aber Seter klappte entrüstet den Deckel zu und rief: JEtos? Lesen!Jetzt wird geschwatzt." Ach, es war so hübsch!" Was hast du d:nn gelesen?" Das Märchen vom Goldregen . . . Wie's Kronen geregnet has. und der hartherzige Goldschmidt davon erschlagen wurde. Das arme Mädchen aber machte die Schürze auf und bekam einen ganzen-Haufen Gold. Da konnte sie für ihre kranke Mutter Medicin kaufen. Und sie heirathet natürlich ihren Liebsten; denn nun ist ste ja reich." Peter hatte sich lang ins Gras ausgestreckt und schüttelte heftig den Kopf. Unsinn!" sagte er. Goldregen, das gibt es gar nicht. Es regnet wohl B'ndfaden, und manchmal regnet'ö auch Hiebe. Aber Gold . . . Und dann . . . Soll ich dir die Geschichte zu Ende erzählen?" . Ja, erzähl' nur. Aber es darf nicht traurig sein." Also, das Mädchen war arm und hatte einen Liebsten, der auch arm war. Da wurde das Mädchen plötzlich reich. Es ließ den Liebsten, sitzen und heirathete . . ." Nei. das thut das Mädchen nicht!" antwortete Nelly. erregt vom Boden aufspringend. Du willst, daß alles tmurig sein soll." Die beiden Kinder stritten hin und her. Nelly vertheidigte die Heldin ihrer Geschichte so warm" daß sie schließlich recht behielt und Peter nachgab. Dann bat sie ihren Freund, er möchte ihr doch etwas aufsagen. Peter" nickte und stand auf. Ich werde dir den berühmten Monolog aus Richard dem Dritten deklamiren. Mit dem hat Ludwig Devrient auf dem Theater einen furchtbaren Erfolg gehabt. Eine Dame ist davon verrückt geworden." - Dann trat er ein paar Schritte zurück, eine bucklige Haltung annehmend. Und während er sein frisches Kindergesicht durch grausige Falten verzerrte, begann er: , Nun warrd derrr Winter? unserrs Mißvergnügens Glorrreicher Sommerrr durch die . Sonne Aorrks Dabei lächelte er unbeschreiblich diabolisch. Als cr geendet, klatschte Nelly Beifall.. Ihr Freund hatte ste diese zarte Aufmerksamkeit gelehrt, da nichts den wahren Künstler mehr begeistere, als der Beifall schöner Frauen. Das ist noch gar nichts", meinte er, den Schweiß sich von' der Stirne wischend. Aber die folgende Scene an der Bahre mußt du erst hören." Den Kopf wieder zwischen dseSchnltern steckend, faßte er die Kleine plötzlich am Aermel. und sie hin und her zerrend, schrie er mit gellender Stimme: Waarrrd je in solcher ainf ein Weib gefreit? Waarrrd je in solcher Laun' tw Weib gewonnen?" Hektor, der einen furchtbaren Angriff vermuthete, sprang kläglich bellend gegen die beiden vor. Aber Peter stieß ihn zurück und ließ sich nicht irre machen. Als er sich dann wieder ruhig niedergelassen, meinte er: - Eigentlich ist es doch ganz schmeichelhaft, wenn man selbst den Thieren imponirt." Die beiden verzehrten nun ge-:.ülh' lich einen Apfel, und Nelly fragte: Also willst du noch immer Schauspieler werden?" Freilich will ich." Aber was sagt. Onkel dazu?" Der . . .?" meinte Peter etwas ge ringschätzig. Was versteht man denn hier im Dorf von der Kunst? !Laß mich nur machen." Es wird einem ordentlich ' angst, wenn man dich so schreien hört." Nicht wahr," sagte er geschmeichelt. Ich glaube, in ein paar Jahren kann ich auch jemanden verrückt machen." ..Eine Weile schwiegen, sie. Dann sagte das junge Mädchen: Morgen gehst du nun fort?" Ja morgen, ganz früh. Dann bist du noch lange nicht wach. Heut ist der letzte Tag." Das wird langweilig. Ich mag die anderen Jungen gar nicht leiden . . . Aber du freust dich gewiß." Er fuhr in die Höhe und versetzte: Ob ich mich freue! Denn nun geht's in die Welt hinaus. Morgen, wenn die Saalbahn abdampft, schwenke ich noch einmal den Hut . ... leb wohl, altes Haus! Nun fängt das Leben an." Er stützte den Kopf in die Hand und lieft stch von seiner Freundin bewundernd betrachten. Durck das viele Lesen der Dichter h:tte tx stch eine merkwürdig gehobene und mit großen Worten verbrämte Sprache angewöhnt. In seinem Kopfe vermischte sich seltsam eine seinem '.Alter voraneilende Erkenntniß der im Leben wichtigen Machte mit einer zügellosen KnabenPhantasie, die sich die Zukunft tok eine Jndianergeschichte ausmalte. Siehst du, Nelly," meinte er. was Onkel uns gelehrt hat,,, ist' ganz schön. Das Leben ist eine Prüfuna, das Leben ist ein Thal, das zum S3en der Ewigkeit führt. Aber weißt du. wie ich mir das Leben vorstelle?.Nun?" Das Leben ist der HanneZ Klotz." Nelly machte vor Erstaunen in dummes Gesicht und lachte dann hell auf. Hannes Klotz war ein Bauernlllmmel. der aus dem Pfarrhof das Holzhauen und andere Arbeiten besorgte. Die Pfarrerskinder lagen im fortwährenden Streit mit ihm. Peter aber nickte energisch. Das Leben ist der HanneS' Klotz. Wie ich herkam, war Hannes stärker als ich, und ich bekam die Prügel. Aber mit der Zeit hab' ich mich geübt und bin auf einen guten Kniff gekommen. Und wenn nun der Hannes was will, fliegt tx immer auf die Nase . '. . So d.'nk' ich mir auch das Leben. DaS' Leöen ist stark, aber dumm. Und wenn man nur

den Muth nicht verliert, so kriegt man's schon unter." Nelly schüttelte den Kopf. . Dieser Vergleich wollte ihr Richt recht einleuchten. Was sollen wir Mädchen denn aber anfangen?" meinte ste. Wir können uns doch nicht mit dem Leben balgen." Was thust denn, wenn der Hannes kommt und dich mit Steinen wirft?" Dann laufe ich davon und rufe dich zu Hilfe." Na, so mußt du's im Leben auch machen. Ruf mich nur immer zu Hilfe." Peter hatte sich lang auf den Rücken gelegt und schaute in die knorrigen Aeste des alten Apfelbaums, der vsll edler Grafensteiner hing. Darüber wölbte sich der blaue Herbsthimmel. Schwalben kreisten in der sonigen Höhe, und Sommerfäden zogen auf und nieder. Der Knabe bedeckte mit feiner Hand die Augen und sagte träumerisch: Zwei Wünsche hab' ick. Zweierlei, was ich vor allen Dingen von der Zukunft erreichen möchte." - Was ist das?" fragte Nelly. wäh. rend ihre eigenen Herzenswünsche ihr vorschwebten. Erstens will im mein Abiturium geschenkt haben. Das ist die erste Stufe. Dann aber wUnsche ick mir. daß ich in vier, fünf Jahren mir Visitenkarten machen lassen kann, worauf steht: Peter Wilde. Hoffchauspieler cm der Burg zu Wien." O, das wünsche ich mir! Die Hofburg ist jetzt das beste Theater der Welt. O, wenn ich da stehen konnte und deklamiren. daß alles schwelgt, allen das Blut stockt, die Damen blaß, werden, das Taschentuch herausziehen..." Mit einem Mal war er aufgesprun-' gen, 'machte einen Buckel' wie ein er--schrockener Kater und sagt mit gräßli-. cher Stimme: : Doch ich, halb kaum fertig gemacht Und zwarrr so lahm und ungelenk " Als Nelly dann irr die Hände' klatschte, verbeugte, er sich, indem er gleich einem alten; Mwun die Hand auf'S Herz legte. Wenn ich soweit bmr daß mein zweit Wunsch erfüllt. istdann laß ich mich Potographiren mit einem Pelzmantel um die Schulter." Aber solch ein Bild schulst du mir doch auch?" Gewiß," versetzte er großmüthig. Sogar eins mit meiner Unterschrift." Du mußt - mir überhaupt oft schreib, wie's dir gehr." Das thu' ich. Alles was ich erlebe, theil' ich dir mit." - Ich schreib' dir auch.. Wenn ich confirmiri werde und dann später, wenn ich in die Kochschule gehe und Stütze der Hausfrau werde." Puh!. Stütze der Hausfrau! Das sind so Mädchengedanken." Bi&i sehr," versetzte sie gereizt. Tante Jda hat mir mehrmals geschrieben. da wäre das Gescheiteste, was ich thun, könnte, wo ich doch keine Eltern mehr habe und auch nicht reich bin." Taut? Jda ist ein Schaf", sagte Peter. Ich an deiner Stelle würde

Sängerin. Dann hingen die beiden ihren Träumen nach. Der Junge holte seine Taschenuhr hervor. Bald ist die Zeit herum Wann wir un5 wohl wiedersehen?" Thut's dir nicht irr. bißchen leid, daß du nun fortgehst?" O ja . . ." Sie spielte nachdenklich mit seiner Uhr. wie oft der Zeiger sich herumdrehen müssen ehe ste sich wiedersähen. Eine merkwürdige Beklommenheit erfüllte ihre kleine Brust. Sie dachte an die schönen geheimnißvollen Spiele, die sie beide aufgeführt, wie sie König und Königin gespielt und. Lear undCordelia und Franz Moor und Amalia. Wie. sie unter dem Apfelbamu. Qsftschlösser ge--baut hatten, die er mii kühner Einbildung bis zum Hmrmrf. hinangethürmt. und die in ihrem gLürbigen Herzen den rechten Grund gefunden . . . Sie dachte an die schöne Vergangenheit, an die leere Zelt, die kommen würde und da trudelten ein paar dicke Thränen ihr die Wangen herunter. Peter sah sie ganz erstaunt an..Plötzlich aber, wie er nicht nur den Gemüthszustand seiner Freundin., son-' dern auch seinen eigenen begriff, sagte er, nur. mühsam sein Schluchzen, verbeißend: . Sei .nur nicht .traurige Nelly! Komm, liebe Nelly! . . . W wollen immer an uns denken, immer uns treu. sein.' Und dabei küßte er sie zum ersten. Mal zärtlich auf Nase, Wsnge und Mund. . Nelly ließ sich das eine Weile gefal len. Dann aber schien eine plötzliche Scham über sie zu kommen. Sie sprang auf und rannte davon. Der Knabe blieb nachdenklich sinnend zurück. Auf dem Zwiebelthurm der nahen Kirche läutete man den Abend ein. Die Nacht kam hernieder. Mit ihren dmnkeln Schwingen deckte sie den 'Himmel zu, daß er hinter blitzenden Sternen verschwand. Sie glitt über Feld und Wiese und tränkte das Gras mit ihrer Feuchtigkeit. Den piepsenden Vögeln in den Büschen drückte ste die Augen zu. In der kleinen Stube eines BauernHauses zündete ste einLampchen n, daß das Fenster röthlich glühte.' Der Knabe aber saß andächtig und still. Ein wunderbar heißes Gefühl erfüllte sein Inneres. Er sann und sann. Was geschehen war, begriff nicht. Er hätte lachen und weinen mögen. Dann sprang er auf, und wahrend er mit Hektor um die Wette durch den Garten lief, sang er 'einen Reim, den man dort in den Spinnstuben singt, und ixn er von irgend emem Knechi, 'aufgeschnappt: , Gelle he. ich bin dir gut, . Gelle, du mir occh! ' .. Wenn ich dich seh'. , . . Dann lachert'S mich. Gelle he. dich ooch!-

n. Früh Morgens dampfte Peter mit der Saalbahn ab. Nach zwei Tagen erhielt der Pastor von ihm einen Brief, worin er' stch für all das Gute, das ihm zu Theil geworden, bedankte. Dann aber kam noch eine erstaunliche Mittheilung. Hurrah, ich bin Primaner! Primaner, Herr Pastor. Ich dachte doch gleich, wenn dubeim Herrn Pastor nur so viel gelernt hättest, wie jeder Junge in der Schule lernt, so würdest du ihm wenig Ehre machen. Also frisch gewagt und mit dem Kopf zuerst ins Examen für Prima gesprungen. Das Schlimmste, was dir passiren kann, ist. daß du nach Sekunda durchfällst. Ich sprang, und bums! blieb ich in Prima sitzen." Der gute Beerenbusch war ganz aufgeregt, als er den Brief vorlas. Diefer Racker!" sagte er, indem er stch mit seinem langen Pfeifenrohr den Kopf kraute. Dieser Racker! Der bringt's fertig und springt am Auferstehungstage gleich in Adams Schooß, während unsereins noch vor dem jüngsten Gericht zittert und bebt. Ein ginzer Racker ist er! Aber mich freut's, daß er auf diese Weise sein Mutter ein Jahr Schulgeld spart." Nach dem Abendessen holte er dann eine Flasche Stachelbeerwein aus den? Keller.- und die ganze Familie tranö auf das Wohl des neugebackenen Pri--maners. Während die Gläser zuslmmenklangen, freute sich niemand mehr als Nelly. .Das will ich meinen," dachte ste, daß der Peter obenauf ist. Gewiß hat er den Lehrern etwas vordeklauirt und ihnen einen furchtbaren Respekt eingejagt, Peter war nun ins Leben hinausgekommen. Und in den Jahren, die folgten hatte er genugsam Gelegenheit, mit den Sorgen und Tücken, - die dieser Hannes Klotz ihm bereitete, stch herumzuschlagen. Er wohnte bei einem biederenBäckermeisten. Zuerst hatte man ihm ein Zimmer. im selben Stock mit anderen Mitmenschen gegeben, die Ruhe und Schlaf für. etwas der Nacht Heiliges hielten. Wie. er aber dann eines Abends spät als König Lear alle FUiche der Welt auf seine undankbarenTöchter herabrief und. im Wahnsinn zzatoben begann, da. überredete man ihn, .doch lieber auf den Söller zu ziehen, wo in derNachbarschafr von KornsäckenMäusen und Ratten.selbst als Franz Moor Niemanden im Schlaf störte. Ein. Mensch, der einige -Phantasie besitzt, und. von einer Dachkammer aus die. Welk betrachtet, fängt-mit. Nothwendigkeit an zu dichten. Peter, folgte seinem Schicksale Er schrieb ein dickes Heft mit lauter. Versen voll,.d ihm eben so schyn. wie Heines. 2kcje dünsten, undodie. mit diesen. auch, wirklich außerordentlich viel Aehnlichkeü hatten. Er reimte, iebe" aus Triebe" und Schmerzt auf .Herz"',', und war der Ueberzeugung, daß diese, gefühlvollen Endsilben f.ch noch bei keinem Poeten so wundervoll gereimt, hätten wie bei ihm. Als sein erster Wunsch in Erfüllung :giug, und er dom. mündlichen Examen, befreit wurde, hatte er auf den zweitenWunsch, Schauspieler zu werden, schon verzichtet. Seine. Sehnsucht vertiefte Mz.Nicht mehr die. Gestalten anderer wollte er nachbilden sondern selbst welche schaffen..Jn seinem Geiste bildete.stch schon eine. Welt, der Einbildung, wenn auch noch.alles rn Nebeln schwebte.'.W aber dann. das. enge Schulzimmer, sich einmal hinter ihm geschlossen hatte, wußte er in. der. ersten Zeit überhaupt nicht, was er. wollte, weil er alles.wollte. Es hätte zebn Menschenkräfte, und zehn Menschenalter bedurft, um: das alles auszuführen, was sein Geist, als Zukunftöbilder ihm vorspiegelte Die. er.sten Semester auf,dc5 Universität. wbte seine überschäumende Kraft sich, irr den abenteuerlichsten Streichen aus.. Er warf mit dem Geld um stch. als ob . weiß Gott, wieviel im Bermögiu hätte. Dann aberr k!un er mit einem. Mal zu stch selbst;. W jemand nach einem tollen Tanz, nach einer wilden den Saal durchrasenden Polka, wenn die Mustk plötzlich schweigt, stille facht und nicht mehr weiß, wo er ist so stand auch er da, aldie Mustk seiner Thalerstücke ausgeklungen hatte, und sein Beutel leer wav. ihn schwindelte. er erkannte die Welt nicht wieder, dk wie in einer ewigen Fastnacht durchtollt. Bettelarm befand- ex; sich ganz allem m Berlin. Und nun mußte er einen furchtbaren Kampf rtdt dem Leben bestehen. Die ungeheme Stadt selbst nahm für ihn die Gestalt des Lebens an. Aus tausend Händen reichte ste il m die Fülle ihrer Schätze dar. wenn er aber begehrend seine. Rechte danach ausstrecken wollte, so. zogen stch jene wie die Krallen eines Geizigen nur noch fester zusammen. Gib!" sagte Peter. Aber der Geizhals von Leben antwortete höhnisch: ' Wer nichts hat; dem wild auch nichts gegeben." . . Er wurde nun eme: Mer LltterattNi. die für ihre künstlerischen Ideale hun? gern, dir an mageren Wirthshaustischen Bachanale der Phastaste fuern.

und die den. rovau aus. oen nin. heben möchten mit einer Feder und ei-:

nem Stu Papier. Seine. Freunde wareo ebens.s axm wie er selbst. Aber ste Hatten tzch Geldeö so sehr entwöhnt, dai sie kaum .sch entbehrten. Da d)e meisten Leute von Geist warm, muhten ste stch immerhin 'noch ziemlich dArchzusMaw, und manchmal kosteten st sogar est reicherer LeuteTischen diese und iene Freuden. Peter aber lernte wahrend dieser Zeit, in der er tagtäglich um sem Leben kämpfen mußte, einen förmlichen Hatz gegen die Armuth. Und auf je mehr er verzichten, mutzte, desto brennender 'richtete sein Auge sich auf daS Schöne, das ihm auf immer verschlos, sen schien. Schließlich akt. all er fäcn

verzweifeln wollte, gelanq5 seiner an gestrengten Arbeit, ihn sus dieser Trostlosigkeit emporzuringe. Ein Ro man von ihm hatte Erfolg. Mkl bekam er Plötzlich die Taschen voll Geü Doch die Angst vor der Armuth war fhm geblieben, so daß er seine Mittel mit weiser Mäßigung eintheilte. Er machte eine Reise nach dem Süden und kam auf seiner Kreuz- rred Querfahrt durch die Schweiz an dr G:nfer S. Und dort m der weißen Stadt, die an den Rebengesiaden dieses blauen Wassers ihre Vielgestaltigen Thürme aufbaut, ließ er sich nieder. Hier fand er neue Lebensfreude, und die Beklemmung schwand, dÄ das unzeheure Berlin um seine Serie gelegt hatte. In der ganzen Zeit hatten n seine Jugendfreundin nur ein einzig Mal gesehen, als er nach bestandenem Examen einen Tag im Pfarrhaus vorfprcrch. Die beiden hatten die alten: Erinnerungen wieder geweckt. Abc? dem jungen Mann, der fiebernd an der Schwelle des Lebens stand, schien' die Jugend blaß und verschwommen. Wchelnd hatte er über die Spiele von fiÄher gespottet. Nellie blieb im Pfarrhaus. M!ö sechzehn. Jahren war ste elne wilde; Humme die aufBäumen herumturnte,, mit, Hettiirs Hilfe des Nachbars. Schweine curs dem Garten trieb, wacker im Hause half und allen eine Freude'

war. Im großen und ganzen lebte ste: sorglos m den Tag hinein. Als dann aber im Lauf der Jahre alles das Gleiche blieb alles sich wiederholte, das Grünen und Vergilben der Blätter, die Predigten deK Herrn Pastors und der KAchenzettebseinerFräu, da überfiel ste eine merkwürdige Sehnsucht nach etwas Neuem, etwas. Großem, das ihr In neres bis auf den Grund hätte erschiütern können.. Sie war im Alter, wo; die jungen Mädchen stch verlieben.' Unw da'ihr He?F zur Liebe geschaffen war.ste aber" niemanden hatte, mit dem ste's' hätte ausfüllen könne, so kehrte ste zu den alten' Jugenderinnerungen zurück. Sie suchte die Liebüngsplätze von früher' wieder auf.. Wenn ste nun Schillernder. Sha5es,speare wieder las, so hörte 'sie immerr Peter reden. Und niemals. konnte s' einen Grasensteiner essen, ohi. mit. Wehmuth seiner zu gedenken. ' . Aber ihr" theuerstes Vesttzthum, aus dem ste neues Leben,, neuen Schwung und neue 'Sehnsucht: sich holte, waren seine Bllchu, dieeöemPfarrer schickte. Diesem ergzng es. beim Lesen, wie's ihm vor Jahren bei. denr. Jungen selbst ergangen war:. Ueber, manchen jugendliehen Ungestüm mußte er den Kopf schütteln, über manchen guten Einfall freilich auch' halb' wider Willen lachen. Ja einige Mal. klappte, er das Buch zu und sagte:: Auä.dem Jungen wird noch mal was Er. hcrL Talent, und vor allem meint ehrlich." Doch wenn Nelly die Bücher, lesen wollte, setzte ihr Erzieher, ein. seines Lächeln auf und meintö:: Wart noch ein Jährchen! Wart' noch ein Jährchen! .Die Bücher lfen'dir ja nicht davon." Nelly aberr war. mcht faul und machte stch heimliche darüber her. Sie las ste einmal. und' las ste dann immer wieder. Und dies, schwache Echo von Peters Leben wurde, rhr ein großer starker Klang,. aus dem sie den ganzen Menschen undsein ganzes Dasein zu hören glaubte:. Sie beschäftigte sich fort und fort 'mit dem Fernen und folgte im Geist aÜ7 seinen Wegen. Abernn dem Winter, als sie achtzehn Jahre alt wurde., begann sie an der Jnhaltlostgkeit ihres Lebens zu kränkeln. Sie verlorrdie: schönen Farben, litt an Blutarmuth und magerte ab. Der Arzt, den man , Yoltt meinte, eine LustVeränderung' würde i'hr wohlthun. Der.Herr.P'crstan schrieb hierüber an Nellys.. Tante? Jda und dies hatte einige großem Veränderungen in dem Schicksale desjungpu Mädchens zur Folge.. ni. Kirchhasel: isti mÄ der übrigen Welt durch die Saalüahn verbunden. Wer ste. nicht: kennt,. wÄtz nichts von der guten.' altem Zeit Wenn man sich ein Menschenleben, zurückversetzen will, brauchtlmarrnur im Winter eine Fahrt auf'ilfr'M mrteehnlen. Dann: sichr.'s. im Innern der Waggons. wie ifc tirn BauernkneHe aus. Um den. mächtig glühenden Ofen sttzen Männer Ard Weiber schwatzend zusammuu. Be& leder Station Hmmt der ; in einem, mächtigen Pelz steckende Schaffner herein, um die Ä'uth anzufachen, und neue Kohlen ai zuschütten.. WecFaHrsäfte. die ein- unlZ aussteigen7, sind einander alle bekannt. Dik' Schlmpfiabiksdose geht rund, hin u?d wiede.7cmch die Schnapsflkrsa. Fremde aber, find um diese ZeÄ so selten wie die-anderen SommervögeLdes Thüchz?. gischen Landes. ' Dich eines JanuarnaHmittagsL.altz es gerade zum Knacken fror, aldie? ScSeeflocken wirbelten, daß einem, gam weiß um die AUoen wurden da tum stire dicke Dame:, die in ihm,-biF. Für Erde gehendem Petz wie iwan delnde Glocke auLsdh.aus den. Schaff, er zu und scrte mit süßfehener Stimme: Nein lieber H, Condutteur. geht dnser Zug v'rlleicht nach Kjrchhaftl?.Jawohl, . mein, Dame S:e tob schen doch mch nach Girchhoosel? .Jä. ich möchre ein DamencoupS zweiter Classe. , Der Schaff? sah diDame ganz verdutzt an. In der Mitte deZ Zuges befand stch kl Wagen, zweit Classe, der wie gewöhnlich lr wa. . Dort hinein schob er den seltenen Fahrgast und schob daS Gepäek hinitther. mein lieb Sxrt Conducteur. vollen Sie nicht, die LiebenSwürdigkeÄ haben, mein Gtpäck oben hinauf zu le een? Wenn jemand einsteigt, so fcfafc eö doch ai'fl höchste Leniren." lFsrtsejung folgt.)

Aur die Aüche, - Fleischbrei.- SSPpe' .DaS Vrustfleisch eines gebratenen Hühnchens wird enthäutet und möglichst fein gewiegt, worauf man es mit' einem Löffel süßer Sahne mischt snd durch ein Sieb streicht. An eine ftttige- gute Bouillon thut man einen EßLffel- ge riebme weiße Semmel, kocht sie- zehn Minuten und gibt nun den FlÄschbrei hinein, der in der Suppe nu5 heiß. y i v i " , . .

i eroen, mcyl rocyen oars. ie isuppe I f:.W it rr ' . r . ujnu in n nnzm isigcio aozczogcit Hühnchen auf ungar rs'ch'eÄ r t. Men schneidet ein zartes Hhn.' ch in 46 Theil:, salzt und Pfeffertdie und Lißt ste 5 Minuten lieN.Irischen M man in einen Tiezelein großes Stück Butter, läßt 'eS' schmelzen unb ws Hähnchen dann d' rin langsam eine halbe. Stunde dämv Pfen. Nach dieser Zeit nimmt marc . das Hcchnchen heruus. stäubt ganz we nig Mel an dte Sauce, gießt ste mi Fleischsuype auf. gibt Muscat, einc Citronenheibe, 2 Nelken und etwas pulveristr.'rn Zwieöcrck daran, legt das ' Hähnchen hinein; nnd laßt es weich ko-' chen. Vor' dem Errichten muß die ' Sauce geseiht werden Rostbratemnret Zwiebeln. Tuf Wiener'' sXzt Von einem schonen, mit Fett' durchzogenen Rippenstück oder' hohem Schooß werden daumendicke g?vße'Sömtzel vorsichtig abgeschnitten, recht dÄmn geklopft, gewaschen, gesalz m- untt sisch in heißer Batter oder c;ewöhnNch, in gutem Schweinefett in einer? gräßnen flachen eistinen Pfanne Aebratev Mau bestreuÄ.sie während de Bratens mit nudelrg geschnittenen-Zwirbeln, wendetk in? Rostbraten einmal' um, läßt ste auff beiden Seiten bräunlich braten, lcZß'UVle Zwiebeln lricht'zuöraun werden. richtet ste auf einer nwärmten flache. Schüssel a. fcfcn jedes Schnitzel mit gebratene c'.Zpnebel. löst miiteimen Löffeln heißen- Wassers oderrMschbrühe den Bratensaft in der Pfärmz los und schütte ihn über den RostbrM. Man ißgeräAte Kartoffelnl dazu. Ä'rriltze oder G r cru'Ken gerrchti 3ch ru ssis-ch? Art. BüchwcizrngrLtze wird urMilch gekocht und "niik ebenso viel weißem Käse vermengt:, ferner werden' T Eßlöffel Butter eine Tasse Sahii.?,'.4 Eier und die'. Hälfte so viel, als man' Äraupen genommen, fein gewiegtes-Rindfleisch mit: Pfeffer, Zwiebeln. 4 abgekochten KartoffNn ein wenig geschmort und Alles -zmmnmen dann gLtund lange untermische Diese Masse thut man in eine Fyrm die mit Butter, cursgestrichen worden, thut oben anft noch ein Stückchen-Butter und läßiieS im heißen Oferr-langsam backen.. Ostpueußische WsterPastete Eine Pastetenförm wird mit kleingeschnittenem Spectansgelegt, feingeschnittener Kalbsbraten und Fleisch mit Kartoffelscheiben',, geriebenem.Pärmefankäse und Puffer und Salz hlnemgeschichtet. danrc saure Sahme darüber gegossen. Tic Pastete wird vorsichtig auf der Plcltti?zder im Bratofen-Lci öfterem Rühren gebacken, vor idem'. Anrichten mit fettgebratenen Kartoffetlr Sedeckt und warm gegessen. Z to i hbtl - G emü s b.. Man nimmt tyierzu entweder lU'im ganze oderc grri'a Stücke geschnittene Zwiebeln, schält ste, wirft ste irr siedendes Salzwusser. kocht sie halb?weich. gießt sie ab 'im'a kühlt sie in frischem Wasser. HZerouZibeiQtet man aus Qllnzen Butter. nebst einem Löffel Mehl eine helle Mehlschwitze, verkocht UcsWe mit kräftiger-Mischbrühe zu 'eineni seimi-gen-ÄZigntz. fügt ein Stiickchxn Zucker, eine Prise? Salz und etwas crrobgesto-ßeneir-Kümmel hinzu und) laßt die Zwiebdln- diesem Beiguff. vollends weicbhunsiia. Slal'mt. a la Taritcrct, Vier grohtzcZwiebeln werden -irr-Wasser abgekocht; nachdem ste : tdidiil sind. . schneidet: man sie in Schrib; ebenso . vied'Sal- oder EssiMrken; sodann -. beZiesk'umd reinigt man-einigje Häupter - KkpfsälA den man :dkM schneide!.' Zwei' Haringe, frischte ode? gesalzene- ? (dlkletzteren müßten gewässert werden) , fctstl'ma auf dem Rcpe?. entgrätet sie, . schneid sie möglichsten-Würfel und mischt: sie gehörig mieden-Äsrhergelen- -den Zuthaten. Schließlich wird Alles ; mit!5Wffeln Oel. WLfM Essia.e.t- ,. waö.Pfeffer und SzaiTzemacht. . H'crni g - P u n.is,ch Für zwei Perfflnerl rechnet rnsn-ei-v Quart Mas ser,. ein halbes Ptnv) Honig. twaS .. Zimnttt und einigt KclkÄ. sowie itwrä , feim geschälte Cinsonenschale. Dieses., läßttnun ungefähtrejwr viertel Stunde ? kochen, wobei der.ssch drldende Schaum curschöpft wftfcji Win gibt man den Saft, einer CitTAw Aizu, stchr - tUx lüssigkei! durchk eir? reines szkch in, BirePunschterrzkrcUTd gießt ein Wrin glaZ voll guter Azrak darn.- Ka schmeckt der ynsch besser -wcNi. WiÄ man ihre ganz hell un'von scho ntr Farbe haöjn.. jp ist er iurch lch Papier zu fiWr. In git verkorkte Glasflascher Mßt stch dieser ni&, Punsch wochezrlasg aufheben. Omelt:Nen. 6 Gir. 4 GöfW Zucker. 1 Eßlöffel feiner MchiK. UN Viertel Wid Biäter; Eidotter und Zucker werden 15! Mnuten. gerührt, kurz vQ tera Backen wird der Gier schnee mÄ dem Mchl hiveingerührt, erst M dem Löffel. aufg?rijhr,t. dann gebackM-.. auf ein,, Seite Cenfitüren hineÄgethan und Doppelt gekzt. Man karvk sie auch nur mit Attftt nd Zim!N5 hefireuen, uch Äum aufgießen ttd anbrennen RothwtTNpunsch, Zwei Fla kchen Rothwvn schüttet man in eine Kasserolle, preßt den 'Saft von drei Citronen hinzu, thut ein Psund Zucker hinein, Y&it den Wein .kochend heiß nxrden, ohne daß er wirklich kocht, nimmt ihn vom Feuer und gießt eine ha.lb: Flasche feinen Urral tamta,