Indiana Tribüne, Volume 21, Number 137, Indianapolis, Marion County, 4 February 1898 — Page 3

t . tUWMMIHimHIM' M Dr. I. Giihler, ton JOff- 5J-frt-f ftftv iMu I" y Sprechstunden: 8 bis 9 Uhr Vorm. ; 2 bis 3 ! hr Nachm.; 8 bis 9 Uhr Abend?. Telephon 1446. BvreSnde: 6on?itaanm. ormittaa. C. C. EYEitTS, Deutscher Zahn . Arzt. No. 8J Rord Pennsyldasi S!i. Bai kd auf Wunsch angesandl. AVALTE JJ. FRAXZ, ZahwA'Zt, 3lo, 90 Ost Market Stütze. Sofft Blrck. Zimmer 43. Ossi stunden: 9bi12m., I diZ Z Nm.. 7 61 9 bad. anlag von l Uhr Um. bi 2 Uhr m Coke. Coke. Än Stumpen u. ZZ: kleiner t. tli ttl kaIZie iefammen in d Osftc, d IlKlilllllH 118 l 2lo. 68 2üd Pennly'vZnia St?. M. (Bicvtx , Deutscher Buchbinder. 408 üd Eaff, Ecke McCartv Stt. (Jp Stairs. Herr arl Ptngvan?, 7 Eitd klladama ttfcmm' B'HtfWaarw -ir ,i ntt. Adolph IFrey, (Oli Freedom Kiffht.) 'Mary Public, Translator. Correspomient etc. No. 196 Elizabeth Stret. Take Blake St. Car. HER&AXN LlKE, 15 Sü Alabama Str. Tentscke? Messerschmied, Rasirmesser. Speeren und alle Arte.i Schneidemstrumente fabriznt und geschliffen. 60 YEARS VV EXPERIENCE , I RAUL nirn jk-, i" nreifti nvs rt Copyrights &c Ar scndlng Sketch and descrlptlon mtf lofclr jertÄin onr oplnton fr w beth er aa tarwitiftn U probably patentAble. .ommunlcaBau trlctly eonddentiaL Ilandbook on Patent snt free. Oldest ebener for aecartnjrpatente. Pataata takan thronsh Mann & Co. lir icial iwtfc, withoat ehrt, In tha Scientific Hmerican. Aliaadaawely Klnatrated waeklf. I-araert r alatton of any aciermno Journal. Tann a. 3 a, yar: four raontna, $L Sold byall newadalera. ,lUIIII&Co.36,BrollewYork fina 3 T PU Waaklngtoa, D. C. RIPANS TABUIES re intended for cKIIdren, ladies and all who prefer a medicine dlsgulsed as consectionery. Thcy may now behad (put vd in Tin Boxcs.scvcntv-twöin aboxV pnee, twenty-sive cents or five xxcs for one dollar. Any dnigzist will ret thaa isyou insist, ind thcy may always be obUined by remitttng the p.ice to Theßipans Chemjcal Zrm. --f w.wa.-yv I Ä-l rcpRcas a j aT5VtTi; Send yoar ntrae for SooranTf et tb Works of Ebkcdo FU14. FIELDFLOWERS Cl? Eugene TicUmcsaae&t Scauenlr The tnst baotiful Art Productlon of the cenftar. A mall kmak nf tha aaoat fratraat mf hl Hai fatfccred fraoa tk brud mem f Enfca rUM'a U. 1 ... rrmtain flcrtlnn of the most ..v , , , beaotisulof therxx-ms of Enjrene Field. HandaomelT lustrated by tbirty-fire of the world a f reatest artists as their contribuüon to tne Monument Fund. Bat fer tb ootl coatrlbotlass af tbi ffraat artlsfa tkU a k Maid aat kava beaa aiaaatae. tand fr 7.ao. Forsale at book Stores, or aent prtpaid oa reeeipt of Ji.io. The love offerlng to tneChild's Poet Laoreate. published by the Committee to errate a fund to build the Monument id to care for the family of he beloved poet. Eogene Fi- Monnrocnt Soavenir Fand, a Wmm ItrMt CkWaa. IM Webster's ilnt ernational IDictionary InraluabH trt the Hom. School. and tt! a k. Hvttlnn nf tha UnabtidtFed. tha ourpoM of whkh haa bea not dispUy aor tha Provision of auterbl for boastful and nowy adrertiseaent, but tha due, judiciou, cholax!y, tkoroush pexiectngolawork .whkh ia all tha s i f.. , k t.. nhrain! in aa eoual Fita ii - . r 7 , , , deree tha faror and coahdeasa bf Scholar and of tha seaeral public Tha OtM Qreat staataara rA X Aothorlty. t.Wj. So wrttr. ITim. D. S. Pi. lvnsirssS i p LTEX.HiriI ra-snd for ,ima paffM to ,D2CTJffiKar 6.4aiCERmAilC0..Pubi!hftr, btszixkus

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IN ALLEN APOTHEKE : w I Fremde WeNen Roman von Reinhold Ortmann. (Fortsetzung.) Das Unmögliche?- 5err Thönissen schlug mit seiner mächtigen Faust auf den Tisch, daß das gebrechliche Möbel in all' seinen Fugen lrachte. Das Unmögliche? So bist Du vielleicht zu vornehm, der Untergebene eines einfachen Buchdruckers zu werden wie? Dein Stolz verbietet Dir das nicht wahr? Du bist ja auch von so besonderer Herkunft, daß man Dir dergleichen gar nicht zumuthen sollte!" Lassen wir meine Herkunft aus dem Spiel, wenn es Dir recht ist. Onkel Thönissen! Ich " . Willst Du mir Vorschriften machen, wovon ich zu reden habe und wovon nicht? Gerade an Deine Her. kunft möchte ich Dich einmal erinnern, und es wäre vielleicht ein sehr heilsamer Dämpfer für Deinen dünkelhaften Hochmuth gewesen, wenn ich es schon früher gethan hätte. Willst Du wis. sen, von wo ich Euch aufgelesen habe Deine Mutter und Dich? Von der Straße ja. buchstäblich von der Straße! Und meine Verwandtschaft mit Euch war von einer so weitläufiaen Art. daß sie mir wahrhaftig nicht einmal die Verpflichtung auferleg! hätte. Euch auch nur Stück Vrod zu reichen. Hundert Andere würden sich an meiner Stelle gewiß zehnmal bedacht haben, ehe sie sich mit Euresgleichen befaßt hätten; denn es ist am Ende nicht angenehm, die Angehörigen eines Fälschers und Diebes unter seine eigene Familie zu zählen Onkel Thönissen!" U:ber den Tisch hinweg hatte Hermann Wolfhardt den kleinen Mann an beiden Schultern gefaßt, und aus seinem dunkelgerötheten Antlitz sprachen zugleich Entrüstung und Entseen "Was sagst Du da? Wer wer war ein Fälscher und ein Dieb?" Unwillig machte sich der Gefragte los. Einnere Dich gefälligst, wen Du hier vor Dir hast! Und stelle Dich nicht gar so unschuldig! Auch wenn Deine hochmüthige Frau Mutter es Dir wirklich verschwiegen hätte, von irgend einer anderen Seite wirst Du schon erfahren haben, was doch die ganze Welt wußte. Die Leute sind im Allgemeinen nicht so zartfühlend, solche Dinge wie ein Geheimniß zu behandeln." Aber was um Gotteswillen was sollte mir verheimlicht oder offenbart worden sein? Ich schwöre Dir. Onkel, daß ich auch nicht im Entferntesten ahne, worauf sich Deine fürchterlichen Andeutungen beziehen!" Um so schlimmer für Dich, daß Du mich nöthigst, heute davon zu reden! Du weißt also gar nichts über Deinen Vater und über die Umstände, unter denen er sich aus dem Staube machte?" , w . Ich weiß nichts Anderes, als daß er uns verlieb und daß er jenseits des Oceans verschollen ist. Aber daß jene schrecklichen Worte sich auf ihn bezogen haben sollten es ist ja nicht möglich. Onkel Thönissen! Ich bitte Dich, sage mir ausdrücklich, daß Du nicht an ihn gedacht." Pst! Nicht so laut! Deine Auserwählte könnte leicht in diesem Augenblick ihr Ohr an das Schlüsselloch gelegt haben, und es möchte Dir am Ende nicht sehr angenehm sein, wenn sie auf diese Art über gewisse dunkle Punkte in der Geschichte Deiner Familie aufgeklärt würde. Allerdings ist es Dein Vater, den ich vorhin gemeint habe, und ich wüßte nicht, wie man ihn mit milderen Worten bezeichnen sollte nach dem. was er gethan." Mit einem dumpsen Stöhnen preßte Wolfhardt. beide . Fäude geaen die Stirn. In dem breiten, groblnochigen Gesicht des Andern aber zeiqte sich nicht ie leiseste Negung des Mitlelds, und es war fast etwas von Ve Sagen in der Art, wie er nieder seinen struppigen Kinnbart zu reiben begann. Du kannst Dir bei dem Bankhause Weltlinger u. Compagnie Auskunft über die Einzelheiten geben lassen, wenn Du sehr neugierig bist," fuhr er nack einer kleinkn Naufe fort. Das Kurze und das Lange von der Sache TL 1 ? on ax rr e oatf iuem maitx cei atantrci uno Procurist bei diesem Hause war, mit Hilfe raffinirter Fälschungen eine Summe von mehr als hundertundsechzigtausend Thalern unterschlagen und damit das Weite gesucht hat. Da er sich angeblich auf eine Urlaubsreife begeben hatte und da er das volle Vertrauen seines Chefs genoß, hatte er einen Vorsprung von beinahe vierzehn Tagen, als sein Verbrechen entdeckt wurde, und diesem Umstände war es zuzuschreiben, daß er trotz steckbrieflicher Verfolgung glücklich entkam. Seine Frau und sein Kind hatte er ohne alle Mittel zurückgelassen, und da Deine Mutter in einer Anwandelung sehr sonderbaren Stolzes darauf bestand, ihre ganze Habe zu verkaufen, um mit den vaar Vkenniaen. die daraus erlöst wurden, einen lächerlich geringfügigen Vruchtheil des angerichteten Schadens zu ersetzen, da es überdies Niernanden aab' der etnelNerbfltcktuna et babt dätte. ssö Euer anzunehmen, so

hättet Ihr kvahrschemllcy elend' zu Grunde gehen müssen, wennn ich nicht mitleidig genug gewesen wäre, mein bischen Armuth mit Euch zu theilen. Ich will mich dessen ja nicht rühmen; aber ich meine doch, daß ich et was Besseres dafür verdient habe, als schnöden Undank und eine hochmüthige

Behandlung. Der mnge Mann war in emen Stuhl niedergesunken, hatte die Arme auf den Tisch gelegt und das Gesicht darin verborgen. Er sprach kein Wort, und nur das Beben seiner Schultern wie das krampfige Schluchzen, das zuweilen seinen ganzen Körper schüttelte, verrieth, em wie furchtbarer Schmerz seine Seele zerriß und durchwühlte. Herr Thönissen sah auf ihn herab. ohne daß sein fahles Gesicht sich im Mindesten verändert hätte. Nachdem er ein paar Minuten lang auf eine weitere Frage oder auf irgend eine andere Aeußerung gewartet hatte, drehte er sich mit einem kleinen Gähnen um und fing an, die Titel auf den Bücherrücken m dem Regal zu studiren. Vollkommen lassen erhob er den Kops. als er sich nach einer langen Weile an der Schulter berührt fühlte und als er wahrnahm, daß Hermann Wolsharot an seine Seite getreten war. Wenn lch Dtr heute zu nahe getreten bin, Onkel Thönissen " und die Stimme des zunaen Mannes hatte elnen seltsam veränderten Klang so sei mir darum nicht länger böse! Ich wuie allerdings Nicht, wie groß die Dankesschuld ist. die ich Dir zu entrichten habe." Na a. ich hatte Dir bis dahin nicht weh' thun wollen, indem ich ohne Noth an die alten, halbvergessenen Geschichten rührte. Und es thut mir. wie aesaat. leid, daß Du mich heute dazu genöthigt hast. Aber wir wollen uns das gegenseitig nicht weiter nachtragen. mein Junge! ES freut mich, vatz Äu wenigstens jetzt zur Einsicht gekommen bist, und ich hoffe, wir werden in Zukunft um so besser mit einander fertig werden." 5ln dem bleichen Antlitz Wolfhardts. das aleisam erstarrt schien in einem übergroßen Schmerz, veränderte sich während dieser herablassend gutmüthigen Erwiderung seines Verwandten keme Linie. Noch einen Augenblick. Onkel", fiel er ihm in die Nede. denn ich möchte nicht, daß Du mich mißverstehst. Ich werde es fortan als die vornehmste Aufgabe meines Lebens betrachten, ri ii i 9 fT . . C ?! . x)x zu erbauen, was xju iu meine Erziehung und Ausbildung aufgewendet hast .den Vorschlag aber, den Du mir vorhin gemacht, vermag ich letzt noch wentger anzunehmen als zuvor. .Was? Noch weniger als zuvor? Du wirst es also auch künftig für das Bequemere halten, mich mit scho nen Worten zu bezahlen?" Nein! Aber ich konnte Nicht unter einem Dache mit Dir leben und könnte nicht gemeinsam mit Dir arbeiten. Versuche Nicht, mich unter dies Joch zu zwingen, denn es würde auch Dir nicht zum Segen gereichen. Aber wenn Du es gut mit mir meinst, so aieb mir noch Antwort aus ewige Fragen. Hat man wirklich nie mehr von von meinem Vater gehört?" Thönissen hatte ein paar Schritte durch das Zimmer gemacht, die Hände auf dem Rücken zusammengelegt und mit grimmigem Blick vor sich hm aus die Dielen starrend. Nein!" stieß er kurz hervor, nachdem er ein paar Secunden hatte verstreichen' lassen. Wahrscheinlich ist er trotz seines gestohlenen Geldes drüben elend zu Grunde gegangen, wie es ja den 'meisten Spitzbuben Passiren soll. Wenn er gestorben ist, so war das jedenfalls noch das Gescheiteste, waö er thun konnte." Wolfhardt wandte daS Gesicht ab. Meine arme Mutter!" kam eS wie ein tiefer Seufzer aus seiner Brust. Jetzt erst verstehe ich ihre Trauer, die niemals enden wollte, und ihre nimmer versiegenden heimlichen Thränen.Ja, wenn mit dem Trauern und Meinen nur etwas zu bessern gewesen wäre! Aber sie hat damit nichts Andere zu Wege gebracht, als daß man sie begraben mußte, gerade da Du sie am besten hättest brauchen können. Waö Dein Vater an Ehrgefühl zu wenig hatte, das hatte sie davon zu viel. Und sie ist viel mehr an ihrem falschen Dünkel zu Grunde gegangen, als an ihrem Unglück. Weil meine Wohlthaten sie bedrückten, arbeitete sie sich an ihrer Nähmaschine zu Schan den, nur um dem Plebejer, den sie im Grunde ihres Herzens verachtete, nicht: Schön Dank!" sagen zu müssen. Das Meiste von dem Geld, das ich ihr geschickt hatte, fand sich unangerührt nach dem Tode vor, und vielleicht hat sie sich noch im Grabe umges dreht, weil sie sich's wohl oder übel hatte gefallen lassen müssen, daß sie auf meine Kosten unter die Erde gebracht wurde." Etwas wie ein flüchtiger Freudenschimmer wcr bei diesen Worten des Andern in Hermann Wolshardts Au gen aufgeleuchtet. Sie nahm Deine Geschenke nicht an sie wollte sich und ihr Kind durch eigene Kraft erhalten! Ja, das sieht ihr ähnlich, meiner edlen, stolzen,' geliebten Mutter ' und ein Schurke will ich sein,' wenn ich mich ihres hochherzigen Vorbildes jemals unwürdig zeige. Noch einmal, Onkel Thönissen nimm meinen aufrichtigen Dank ! Er ist Alles, womit ich Dir in diesem Augenblick vergelten kann: aber der Tag wird kommen, da ich Dir mit Zinsen und Zinseszinsen das Darlehen erstatte, daS Du mir gegeben. - So laß doch zum Henker endlich diese hochtrabenden Reden! Am Ende ist es freilich immer noch besser. Du artest nach Deiner Mutter als nach dem Andern! Aber wenn Du Dir durchaus ein Beispiel an ihr nehmen willst, so nimm, Dir ein Beispiel an dem frühen Ende, das sie nur ihrem thörichten QtiUi zu verdanken batte.

Und vergiß , nicht. Daß es mir derdämmt ernsthaft war mit dem. was ich Dir vorhin sagte. Erhalte ich nicht Deine bestimmte Zusage, daß Du gleich nach dem Examen zu mir kommst, um in meinem Geschäft thätig zu sein, so sind wir von Stund an fertig mit einander, und Du magst zusehen, woher Du das Geld für die Promotion und jüi die Vollendung Deiner Studien nimmst." cy habe Dir mein: Antwort b:reits gegeben, Onkel! Auch wenn ich mir fürstliche Reichthümer damit erwerben könnte, würde ich Dein Anerbieten zurückweisen müssen." Du glaubst also nicht, daß ich Wort halten werde? Du verlässest Dich noch immer auf meine dumme Gutmüthigkeit?" O nein! Ich begreife vollkommen, daß Du nicht länger Willens sein kannst, den Wohlthäter eines Menschen zu machen, der in Deinen Augen ein Undankbarer ist. Aber ich würde diese Wohlthaten ohnedies nicht länger angenommen haben. Von dieser Stunde an. Onkel Thönissen. gedenke ich mich ganz auf die eigenen Füße zu stellen." Der kleine Mann schlug ein kurzes Gelächter auf und griff nach Hut und Stock. Nur zu! Ich habe gewiß keine Veranlassung. Dich . an der Ausführung dieses löblichen Vorhabens zu hindern. Nur rechne gefälligst nicht darauf, daß ich Dich herausziehen werde, wenn Du in irgend einen Sumpf gerathen solltest. Ich bin ein guter Kerl, aber ich lasse nicht mit mir spielen. Bis morgen früh bleibe ich noch hier in der Stadt, und ich wohne in Jansons Hotcl. Solltest Du mir bis dahin etwas Vernünftigeres zu sagen huben, so werde ich Dir mein Ohr nicht verschliefen. Aber es ist der letie Termin. Später würdest Du wahrscheinlich umsonst bei mir anklopfen." Er ging mit schweren, stampfenden Schlitten zur Thür; aber er schien doch zu erwarten, daß sein junger Verwandter sich schon jetzt eines Besseren besinnen würde; denn er blieb, als er die Klinke bereits in der Hand hatte, noch ein paar Secunden lang stehen. Hzrmann Wolfhardt indessen machte nicht Miene, ihn durch ein demüthig bereuendes Wort zurückzuhalten. Wenn ich jemals bei Dir anklopfen werde, so werde ich gewiß nicht als ein Bittender kommen", sagte er ruhig. Und ich hoffe, dem Schuldner, der seine Verpflichtungen einlösen will, wirst Du Deine Thür nicht verschließen." Mit ein paar knurrenden, halb un verständlichen Worten, die indessen ganz wie eine Verwünschung klangen, verließ Thönissen, ohne den Gutenachtgrüß, den ihm Wolfhardt nachrief, zu erwidern, das Zimmer. Der Zurückgebliebene preßte, als er sich allein sah. noch einmal die Hände gegen die pochenden Schläfen und starrte lanae regungslos in dumpfem Brüten vor sich hin. Erst der Schlag einer nahen Kirchthurmuhr. der die zehnte Stunde anzeigte, weclte ihn aus seinen uncrfreulichen Träumereien. Die Arbeitslampe. die von Fräulein Reckentir. heute nur schlecht versorgt sein mochte, war dem Verlöschen nahe, und das kleine, röthliche Flämmchen ihres schwelenden Dochtes verbreitete einen widerwärtigen. athembeklemmenden Dunst. Wolfhardt blies sie vollende aus und tastete sich im Finstern nach seinem Hute. Alö er an der Thür oorüberkam, die in das Zimmer der Hedmondts führte, hörte er eine süße, melodische Stimme die Weise eines w' stigen Liedchens trällern. Einen Augenblick lauschte er; dann aber stöhnt er tief auf und stürzte hinaus, um seine Stirn in dem rauhen Wind deS fcuchtkalten Herbstabends zu kühlen, und bis lange nach Mitternacht planlos wie ein Verfolgter durch die Straßen der schlummernden Stadt zu irren.

Drittes Capitel. Hm! Nicht übel, mein Kind! Zwar noch etwas unausgeglichen und unfertig ; aber das Material ist jedenfalls vorhanden, und ich denke, wir werden schon etwas daraus machen." , Das war die Kritik, mit welcher der Direktor Mühlhofer am nächsten Vormittag die Deklamationen Adas .belohnte. Er saß auf dem Sopha in Frau Hedmondts Wohnzimmer, eine überlange hagere Gestalt in etwas aenialem Anzüge und mit scharfmarkirtem,. bartlosem Schauspielergesicht. Mit tief nachdenklicher Miene, das spitze Kinn in die Hand gestützt, hatte er ihr bis dahin schweigend zugehört, und die leuchtenden Augen der jungen Kunstnovize hatten zuletzt mit. dem Ausdruck gespanntester Erwartung an seinen Lippen gehangen. ES war unverkennbar, daß die lauwarme Anerkennung. die ihr endlich von ihm zu Theil wurde, ihren Hoffnungen ganz und gar nicht entsprach. Sie warf schmollend die Oberlippe auf und drehte sich ab. ohne ein einziaeö Wort zu erwidern; Frau Hedmondt aber, die' m emem hellen, nicht mehr ganz sauberenSchlafrock am Fenster saß, beeilte sich, in dem süßesten Tone, der ihr, zu Gebote stand, statt ihres Töchterchens zu saaen: lFortsezung folgt.) ,,, ause Mneöo's Offt Havaa aaatl " Jedermann sagt so Cascaret Caady Cathartie, die vundervollfte medizinische Entdeckung des Zeitalter?, angenehm und erfrischend im Geschmack, wirkt sanft und sicher auf Nieren, Leber und Cing'veia de, daß gavze . System reinigend, ent fernt Erkältung, kurirt KopfveH. ftU der, onbaltenbe Verstopfung und Unverdaulicbkeit. Kaufen und versuchen ! Qxt eine Oäachtel von C. C. $. heute; 10, 25, und 50 Centi. verkauft und ifcn ?:tit t3 c!3 CjrSiy:

MMefbundel. Von Mauruö Jokai. Dr. K;, einem der berühmtesten Aerzte Pest's wurde eines Tages in frühester Morgenstunde ein Herr geme'.det. der ibn unvenüalick zu ivre-

chen wünschte. Der Doctor.zog eile.ids einen Schlafrock an und befahl, den Patienten einzulassen. Es war offenbar ein Mann der besten Gesellscyaft, dessen bleiche Züge vollständig entstellt waren vor Qual. Die rechte Har.d trug er in einer Schlinge. Ich bin todtmüde", äußerte der Unvckannte. Seit einer Woche habe ich keinen Schlaf mehr gefunden. Mit meiner rechten Hand ist irgend etwas nicht in Ordnung; ich näß nicht, was cs ist. Anfangs war der Schmerz gering, nun aber ist es ein beständiges schmerzhaftes Brennen, das von Tag zu Tag ärger wird. Da ich es nicht länger ertragen konnte, kan ich her, um Sie zu bitten, mir die betresfenoe Stelle herauszuschneid:n. Der Doctcr bat. ihm die Hand zu zeigen, die der Patient ihm mit vor Sc'imerz zusammengepreßten Zähnen entgegenstreckte.' Mein Leiden ist so absonderlicher Natur, daß Sie erstaunt sein werden", bemerkte er, während der Arzt die Bandagen löste. Aber lassen Sie sich dadurch keinenfalls beirren, Herr Doctor." Dieser beruhigte ihn. Als alter Practikus sei er an Alles gewöhnt und durch nichts zu überraschen. Dennoch konnte er seine Betroffenheit nicht verbergen, als er die Handoyne me verhüllende Bandage erblickte. Nichts Abnormes war daran zu seh:n weder Wunde noch Geschwulst, es war eine Hand, wie jede andere. Befremdet ließ er sie fallen. EinSchmerzenslaut entrang sich den Lippen des Fremden, währender das kranke Glied vorsichtig mit feiner linken Hand emporhob, ein Beweis, daß es sich um keine Mystifikation, sondern um ein wirkliches Leiden handelte. Wo ist die empfindliche Stelle?" fragte der Arzt. Hier." Der Fremde deutete aus eine Stelle seines Handrückens ; seine Gestalt erbebte, als der Doctor du Stelle leicht mit der Fingerspitze berührte. Fühlen Sie den Druck meines Fingers?" Der Patient antwortete nicht, doch seine Augen füllten sich mit Thränen, so unerträglich war der Schmerz. Merkwürdig! Ich kann hier durchaus nichts sehen." Ich auch nicht, doch was ich fühle, ist so entsetzlich, daß ich zu Zeiten mit dem Kopf gegen, die Wand rennen möchte." Der Doctor sah ihm forschend in's Gesicht. Sollte das Hirn des Patienten angegriffen sein? Bleiben Sie hier," sagte er; dann sollen Sie in einigen Tagen geheilt werden." Ich kann nicht warten. Halten Sie mich nicht für einen Tollhäusler, der von einer fixen Idee besessen ist. Auf diese Weise können Sie mich nicht heilen. Der kleine Fleck da verursacht mir Höllenqualen und ich bin hergekommen, damit Sie ihn mir fortschneiden." Das kann ich nicht." Warum nicht?" Weil Ihre Hand kein Krankheit?, symptom zeigt." Sie scheinen wirklich an meiner Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln," äußerte der Fremde, während er seiner Tasche eine Tausenoguldennote entnahm und auf den Tisch legte, Sie sehen Herr Doctor, daß ich mir keinen kindischen Scherz gestatte und daß die Gefälligkeit, um die ich Sie bitte, mir ebenso dringend als wichtig erscheint. Ich bitte Sie also nochmals, diesen Theil meiner' Hand zu entfernen." Ich wiederhole, mein Herr, daß alle Schätze der Welt mich nicht bewegen können, ein vollkommen gesundes Glied als krank und noch weniger .nit dem Messer zu behandeln." Nun gut. So will ich Sie nur um eine kleine Gefälligkeit bitten. Ich bin selbst im Stande, den Schnitt auszuführen; zwar werde ich es mit der liaken Hand etwas ungeschickt machen, aber das schadet nichts. Seien Sie nur so gütig, die Wunde nach der Operation zu verbinden." Dabei zog er den Rock ab, streifte den Hemdärmel auf und griff nach einem auf dem Tische liegenden Messer. Im nächsten Augenblick saß der scharfe Stahl in der Haut. ' Halt!" rief der Doctor in der Befürchtung, der Patient könne sich ' eiae Blutader verletzen. Da Sie nun einmal auf dem Schneiden bestehen, werde ich es lieber ausführen." ' Als es geschehen, stieß der Leidende einen Seufzer unendlicher Erleichterung aus. Brennt eö.nun nicht mehr?" fragte der Arzt. Nein, . nun ist Alles gut. Der Schmerz. ist völlig aeschwunden. Die kleine Unbequemlichkeit der Wunde ist im .Vergleich mit jener Qual wie eine erfrischende Brise nach einem höllischen Na re it..i . ijnan. vs lyul .mit geruvegu muqi, daS Blut ausströmen zu sehen. . Lassen Sie es fließen; es ist mir eine Wohlthat." '. Drei Wochen mochten seit der Abreise deö Fremden vergangen fein, als er sich abermals dem" Doctor melden ließ. Wieder trug er den Arm in de. Scblinae. seine Gesichtsmuskeln zuckten und waren vollständig verzerrt vor Schmerz. Ohne deL Doctors Aufforderung abzuwarten, sank er aus einen Stuhl, und hielt dem Arzte dümpf stihnend, unfähig ein Wort hervorzubringen, seine Hand entgegen. ' Was ist geschehen?" fragte it. bestürzt. " Wir haben . nicht tief genug - geschnitten", klang es ächzend zurück. Es brennt ärger als zuvor. ' Ich kann es nicht länger ertragen. 'Ich wollte Sie nicht abermals bemühen und habe es. . bisher ausgehalten,' in der Hoffnuns. die Unsichtbare Entzündung

wurde mir entweder zum Kopse ooer zum Herzen steigen und meinem el:nden Dasein ein Ende machen ; aber 's ist nicht geschehen. Der Schmerz blieb

aus versetven stelle. Sehen Sie mich an und Sie werden begreifen, was ich leiden muß." j Die Gesichtsfarbe des Mannes war vollständig wächsern, kalter Schweiß stano aus seiner Stirn. Der Doctor löste den Verband. Die operirte Stelle war vorzüglich geheilt und nichts Außergewöhnliches daran zu bemerken. Das grenzt in der That . an's Wunderbare!" rief er betreten. Ein derartiger Fall ist mir noch niemals vorgekommen." Es ist in Wunder, ein fürchterliches Wunder. Doctor. Grübeln Sie aber nicht der Ursache nach, sondern befreien Sie mich von dieser Qual. Nehmen Sie Ihr Messer und schneiden Sie ticfer und weiter; nur das kann mich erlösen." Der Doctor sah sich genöthigt, seinem Flehen nachzugeben und diesmal einen tieferen Schnitt auszuführen, und wieder wie beim ersten Mal zeigten die Züge des Leidenden beim Anblick des fließenden Blutes einen Ausdruck unsäglicher Erleichterung. Als die Hand wieder in der Binde ruhte, bedankte der Patient sich mit traurigem Lächeln. Gegen Ende des Monats sah der Doctor voll Besorgniß dem etwaigen Wiedererscheinen des seltsamen Patienten entgegen, doch der Monat verging und noch einige Wochen, ohne daß er erschienen wäre. Statt seiner langte ein eng beschriebener Brief von ihm an, der dem Doctor ein Beweis schien, daß es mit seiner Hand nicht schlecht bestellt sein mußte, da die Führung der Feder ihm sonst große Schwierigkeit geboten hätte. Der Inhalt des Schreibens lautete: Lieber Doctor, ich kann weder Sie noch die medizinische Wissenschaft in Zweifel über das geheimnißvolle . Leiden lassen, das mich bald in's Grab bringen wird. Ich will Ihnen daher in Kürze den Ursprung desselben mittheilen. In voriger Woche ist es zum dritten Mal wiedergekommen und ich will nicht länger dagegen ankämpfen. Das Schreiben vermagich nur dadurch zu ermöglichen, daß ich einPflaster von brennendem Zunder auf die kranke Stelle lege. Während der Zunder brennt, fühle ich den anderen Schmerz nicht und gegen letztere ist die momentane Pein eine Kleinigkeit. Vor sechs Monaten war ich noch ein glücklicher, sorgloser Mensch, der alles besaß, was das Leben Wünschenswerthes bietet. Ein Jahr zuvor hatte ich mich vermählt aus Liebe mit einem jungen, schönen Mädchen von vortrefflicher Geistes- und Herzensbildung. Sie war Gouvernante im Hause, einer Gräfin, meiner Nachbarin, gewesen und hing nicht nur mit inni ger Dankbarkeit, sondern voll echter Zärtlichkeit an mir, der achtzehn Jahre mehr zählte als sie. Ich weiß nicht, welcher Dämon mir eines Tages zuflüsterte: Und wenn das Alles nur Schein wäre?" Manner sind ja toll genug, sich mitten iw größesten -Glück Leiden zu suchen. Meine Frau hatte ein Arbeitstisch, chen, dessen Schubfach sie stets sorgsam verschloß. Ich hatte das verschieden lich bemerkt. Niemals ließ sie es offen oder vergaß sie, den Schlüssel ab. zuziehen. Was konnte sie dort verbergend Diese Frage begann mich unablässig zu verfolgen. Die Unschuld ihres Antlitzes. die Reinheit ihrer Blicke, ihn Zärtlichkeit, ihre Küsse, alles erschien mir jetzt in zweifelhaftem Lichte. Wie, wenn das alles nur Heuchelei, nur ein Gaukelspiel war? Am Geburtstage der Gräfin hatte sie nicht umhin können, auf das meh rere Meilen entfernte Gut derselben zu fahren. Sobald der Wagen zum Thor hinaus war, vrobirte ich sämmtliche Schlüssel des Hauses an dem bewußten Schubfache; einer davon öffnete das Schloß. Ich erschien mir wie ein Vzrbreche: bei seiner ersten Unthat. Meine Hände bebten, während ich die in der Lade befindlichen Gegenstände vorsichtig einzeln aufhob, damit keine Unordnung den Eingriff einer fremden Hand verrathe. Mein Herz schlug bis zum Halse hinauf, mir war, als solle ij ersticken. Plötzlich faßte meine Hand ein unter Spitzen verborgenes BriefPäckchen. Wie ein Blitzstrahl zuckte es mir durch Kopf und Herz. Ha! DaS war die Sorte von Briefen, die man auf den ersten Blick erkennt Liebesbriefe! Das Päckchen war mit einem rosafarbenen, silbergeränderten Bande zusammengebunden. O. es war eine fürchterliche Stunde! Denn was enthielten jene Briefe ? Den schnödesten Verrath, dem je ein Mann zum Opfer gefallen. Der Scbreiber war ein:r meiner besten Freunde! Und der Ton der Ton! Welche Leidenschaft, welche Gewißheit der Gegenliebe! Wie er von der Wlh, rung des Geheimnisses sprach!. Und cll' diese Briefe datirten aus der Zeit unserer Ehe! Wie soll ich Ihnen beschreiben, was ich empfand? Als ich gelesen, band ich die Briefe wieder zu

Oe&iti Nur NachlSlttgkeit. ES ist mbegreiflich daß eS noch Leu- -tt gibt welche von Rheurnatiörnus geplagt werden, wenn er lo leicht von Salvation Ocl kurirt wird. Daß dies wirklich so ist wird durch Herrn G. F. Schradcr, Pierre, Ncbr., bezeugt, er sagt: "2ch gebrauchte Salvarion Oel und ich bin überzeugt daß es kein bes jereö Lmiment giebt. Ich litt viele Monate an RheuraatiSmuS und konn, te keine Linderung bekommen bis ich Valvation Oel gebrauchte. Zwei Flaschen kurirten mich gänzlich und tch , befinde mich jetzt so wohl wie früher." Salvatt'on Oel sollte in keinem Haus? fehlen, es kostet nur 25 Cents. Wenn Verkäufer einen anderen oder billigeren Arttkel er7.xfkh!ka st tth: t,t ,auf ein, Salvsticn OA z3 cc3 cZni Crcj. : - 1 1 r-i

sammen, beveckle sie mit den Epltzen und schloß die Lade. ' Früher als ich gedacht, kehrte sie heim. Ich stand auf -der Terrasse. Hastig entstieg sie dem Wagen, eilte auf mich zu, küßte mich außerordentlich zärtlich und schien überaus glücklich,

wieder bei mir zu sein. Ich suchte meine Fassung nach Möglichkeit zu wahren. Wir soupirten zusammen und zogen uns dann in unsere Schlafgemächer zurück. Ich schloß kein Auge. Nach Mitternacht erhob ich mich und betrat ihr Zimmer. Wie sanft das schöne, blonde Haupt in dem weißen Kissen ruhte ein Engelsbild inmitten schneeigen Gewöl kes! Welch' furchtbare Lüge der Natur ist das Laster hinter so unschuldsvollem Aeußeren! Ich war entschlossen, sie zu tödten, wie sie da lag. Die Details des Verbrechens übergehe ich. Sie starb ohne jeglichen Widerstand, so ruhig, wie Andere schlafen gehen. Sie hatte sich niemals gegen mich aufgelehnt und that es auch jetzt nicht. Ein einziger Blutstropfen fiel auf meinen Handrücken. Sie wissen, wohin. Ich bemerkte ihn am nächsten Tage, als er festgetrocknet war. Wir begruben sie, ohne daß jemand die Wahrheit argwöhnte. Ich: lebte in der Einsamkeit. Wer konnte meine Handlungen controlliren? Auch hatte sie weder Eltern noch Vormund, und die. Absenkung der üblichen Einladungen zum Begräbniß hatte ich dermaßen verzögert, daß keiner der Geladenen zur Zeit anlangen konnte. Im Schlosse fand ich die Gräfin meiner harrend, die soeben zu ihrem Leidwesen ebenfalls zu spat cngelangt war. In hoher Erregung eilte sie mir entgegen und überhäufte mich mit Trost- und Beileidsworten, auf die ich kaum hinhörte. Brauchte ich denn Trost? Ich war nicht traurig. Schließlich theilte sie mir mit gedämpfter: Stimme mit, daß sie auf meine Discretion als Ehrenmann zähle. Sie hatte meiner Frau ein Päckchen Briefe übergeben, die sie daheim nicht aufzubewahren gewagt, und diese Briefe erbat sie min zurück. Ein Schauer deö Entsetzens, überrann mich, doch vermochte ich mit äußerlicher. Gelassenheit nach dem Inhalt der Briefe zu fragen. Mein Herr," erwiderte sie betre ten. Ihre Frau wckr großmüthiger als Sie. Als sie meine Briefe in VerWahrung nahm, begehrte sie den Inhalt nicht zu wissen; sie versprach mir sogar, -daS Päckchen völlig unberührt zu lassen, und ich bin fest überzeugt, daß sie. niemals eine Zeile davon gelesen hat. Sie hat ein edleS Herz und hätte sich geschämt das in sie gesetzte Vertrauen zu täuschen." Woran soll ich die. Briefe denn r. kennen?" fragte ich. Sie waren mit einem rosa, silbergeränderten Bande umwunden." ' Ich nahm die Schlüssel meiner Frau und that, als ob das Auffinden des Päckchens mir Schwierigkeit machte. ' Ist es dieses?" fragte ich dann.Ja. ja, das ist es. Sehen Sie, der Knoten, den ich hier geknüpft, ist ganzlich unberührt." Ich wagte ihr nicht in die Augen zu sehen. Gleich darauf rollte ihr Wagen zum Thor hinaus. Der Blutstropfen auf meiner Hand war längst entfernt; kein äußerliches Symptom wies auf irgend in vorhandenes Leiden und dennoch brannte die Stelle, auf welcher, der. Tropfen gelegen. wie ätzendes Gift. Und diefei Schmerz wächst von Tag zu Tag. Ich schlafe mitunter vor Erschöpfung ein doch - die Schmerzempfindung bleibt Ich' klage gegen niemand, niemand würde, mir. glauben. Sie -haben ge sehen.. welche Qualen ich zu ertragen habe, und welche Erleichterung , Ihre beiden Operationen mir gewährt ha den; doch sobald die Wunde geheilt ist. kehrt der Schmerz zurück. Meine Kraft ist 'zu Ende. Wenige Tage darauf brachten di Zeitungen die Nachricht, dak S., eine, der reichsten Gutsbesitzer, sich erschos sen habe, aus Gram über den Tod seiner Gattin, meinten die Einen, auk Verzweiflung über ? eine unheilbar'' Wunde, saaten Andere, während feint nächsten Bekannten ihn für däö Opfef einer Monomanie erklärten und be. Kaupeteten, die unbeilbare Wunde habe nur in seiner Einbildung bestanden. Es war einmal von & Mayer, Es war einmal ein Konigökind Das feiert seinen Hochzeitstag. Da kam daS ganze Hofgesind' Zum königlichen Hofyelag. ' Wo Alles laut und frohgesinnt. Ein Page schreitet in den Saal, Verbeugt sich der Gebieterin: . Bleich wird ihr Antlitz, bleich und fahl; Sie sieht nicht her, er .sieht nicht hin Doch Alle seh'n: es war einmal! V e r p l a p p e r t. Braut: Wer. den die Bilder, auch. hübsch?".PHöto. graph: Selbstverständlich; fragen Sie nur Ihren Herrn Bräutigam, der hat sich schon verschiedene Maly mit Braut hier abphotographireu lassen!" ,. , ; - I ' ' ' AnderWiegedeLersten Enkels. '.Besuch: Ja, die Nasc hat der Junge vom Vater, den . Mund von ' seiner Großmütter!" 1 Aber wak bat er denn von Ihnen. Herr Commevzienrath?!" Großpapa: Ws wird er haben-von. mir?!. 'Z Gfld 's . . - , . - Leicht abgeholfen. Professor: , Hat vielleicht einer - der Herren ein: Stück' Papiers der: sich? (ALeZ schweigt) Es kann auch aus der einen Seite beschrieben. sein. z..Beine Rechnung." Sämmtliche - Anwesende: Hier. Herr Professor!" Aha. Mutter: Weißt Du ge. nau. daß' Herr Lehman Dich liebt?? Tochter: -Nach dem dummen Zeug, das er. zu . mir. spricht, sollte mau .eö annehmen.- Mutter: Aber 'woher weißt Du, daß Du ihn liebst?? Tochter: Qeil mir das oummt' Zg oar clit M csniri vorkommt! , ' ?

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