Indiana Tribüne, Volume 21, Number 136, Indianapolis, Marion County, 3 February 1898 — Page 3
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Dr. I. Vüyler, 120 st WcSnrty Str. Sprechstunden : 8 biZ Uhr Vorm. ; 2 613 3 i hr Nachm. ; 8 bis 9 Uhr AöendL. Telephon 1446. Svreckstusdtn: SonntazS n Vormittag. C. C. EYEUT8, Deutscher Zahn - Arzt. No. 8z Nord Pe2ns;lvaniü Str. a 9 wird aus T3uxrfct an?evandt. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, No. 90)5 Ost Market Strebe. Coffin Block. Zimmer 43. Of, Stunde: bi, lZ,., l biSm.. 7M9 deud. Sonntag von 10 Uhr Lm. bi 2 Uhr Coke. Coke. An Vlumpsn xx. zsrileinert. tlJttl ttanen'Zi bkomea in d Office bet liul'pnliN ihm O No. S 2üd Pennsylvania Ttr. W. (ßtccu , Dentcder Buchbinder. 408 3üb Saft,' ücke McCarty Str. Up Ststirs. S? '-an taapa.tk, 7 6i& Blabarn tTat . tfl-.. -Tt ."keie. AdUigii flTrey, (Ol l FredoTn Jk Risctat.) lolary Public Translator, Correspondent etc, Nrt.196 EUxabeth Str Take Rlke St. Cr. HERÄAVS lifVKE 15 Süd Alabama Str. Teutscher Messerickmied, Nasirmeffec. SSeeren und alle Arte? Schnlden,strun?:nte sabriz-rt und geschliffen. VKA 60 YEARS' vv tf EXPERIENCE v sN r ? d c c nADL MI Anr . ..., . .v Designs . Copyrights Ac Ai7e tensllng iketrh and descrtptlon mar Taleklr scrtin onr pinioii fr whether aa tnrantlon 1 prolblr PteTitble. CommaniCAU, ttrtctlr eonOdentUL Huidbook on Patent ant fr. Oldst arancy for ecu ring patent. fMou isJten tbroasb Munn & Ca. reir jptfaJ notfc, wltboat cbarve. In the Scientiftc flmerican. btndaomely ßltistTated weellr. lJnret r ulation of an r aclentiflo loarnal. Term. 13 a yr : scmr raonths. SL Sold byail nawadalers, r,lü!IH&Cc.36,8roadwa,'HewYork Bniik Ofiae. CS F PL. Waahlngtoo. D. C RlPANS TAßULES Art intended for thUdren, ladies and all who prefcr a medldne disguised as conscctionciy. They "may now be had (put vp in Tln Boxes, seventytwö in a box), pricc, twcnty-sive cents or five boxes fbr onedollar. Anydruggistwillgetth Isyou insist, and they may alTrays b cbtaincd by remitUnj TheRipans Chemjcal Company ;a irv " . 1 M I W ' 1 ßpRÜSj h I vtmr nntc for Savrcflfr wortt ei Kasene rwia, HELDsFLOWERS tU uscseiltumesfiscnt Seuvenir Tb st beautiful Art Productlon of the eofvry. A aoall bnock of tbo asc fraf raat f bl.v a gatbertd frea tht braad acre af Eateac Fli'.d't farm f La Contains a s!ection es the rcoat fcaatiful of the pofms of Eupene Fleld. HandomelT iUustrated by tbirty-five of the world , greatest artists as thelr contribution to tbe Monument Fund. Bat for tb aobl coetribotlont af tha raat artHU tkla bk eoald a.t hara eca aaaatae tart4 frl7.o. Forsale at bock. Stores, or sent prtptid oa reeeipt of $i.ia The loveofTeringto theChild's Pot Laureate. published by th Com. snittee to create a fund to build tbe Monument and to care for tbe familjr of tbe beloved poet, Eoeae Fi Monument Souvenir Fand, I.UM'MltM Cbie (U l?i&hstGrJs i !Iuterüätional : IDifttionary ; fn-atuabl , In the Hon. Scriool. and Office. 1 Atborouc! revLslon cf th Lnabrldfed, t'e purpos cf w!iicb ha bea Bot dispUv or 1 th provüioaof EUterulforboaitfulandsbowy adrrtiemont. but vb due, judicious. cholarlv, taoroarh pextectns of a vork which la rll th tage of lt growih bi obtalaed in aa quäl de?rce tb faver and eoaSdeac of scaolaxa and of the ceneral public Tb Om Great Staadara Authority. La vrtit Uom. V. 2. Brvv, Jumtiem t 8. Soprcrn Oul OET THE BEST. fWSmi tor peeun p&r S. & C. KEP.?.!AÜ Ca, Publishsrt, hruMarixu, MUaa. VTSSITSTS RTncvtncxAij 2X112
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Fremde Welten Neman von Reinhold Ortmann. (Fortsetzung.) Wolsdardt runzülte die Stirn uns erwiderte in einem zwar nicht unehrerbietigen, doch immerhin ziemlich ntschiedeuen Tone: 2)n solltest nicht in so wegwerfender Weise von meinen Nachbarn sprechen. Onkel Thönissen! Frau Hedmondt. die Mutter des jungen Mad chens, das Du soeben gesehen, lst eme Dame, die Deine volle Achtung verdient Daß sie den Lebensunterhalt für sich und ihr flrnd als Schauspielerin gewinnt, kann ihr doch gewiß nicht zur Unehre gereichen." Na. wie man's nehmen will! Aber ich"will darüber mit Dir nicht weiter streiten. In Deinen Jahren und obendrein als ein windiger Student mag man ja selbst so eine Theatermutter sür etwas besonders Achtungswurdiges halten. Fräulein Reckentin. mit der ich vorhin gesprochen, scheint dlru1 ' t rmrt . . ja etwas anvercr cemung zu icm. Sie sagt, daß sie Gott danken werde, wenn sie die unordentliche und schlampZge Gesellschaft erst aus ihrem Hause los ist." Unfähig sich noch länger zu beherrschen, fuhr der junge 1!!ann hastig auf: ..... Z?räule'.n Neckentm ist eine eine bormrte alte Schachtel! Ich bediuere lebhaft. Onkel Thönissen. daß Du s für gut befunden hast, Deine Jformati'onen bei dieser Klatschbase emzu. Ziieben." . . rM uim, nun. am L:ii?e wirst Du sie noch erwürgen, weil sie diese halben Zigeuner nicht mit ebenso verliebten Augen ansicht wie Du. Was die NnOrdnung anbctrifft. so habe ich mich ja durch eigene Wahrnehmung überzeugen können, daß sie nicht zu viel gesagt hat, und Du wirst mir schon ges.cttcn müssen, daß ich ihr auch in Bezug aus alles Uebrige etwas mehr Menschenkenntniß zutraue als Deiner unerfahrenen Jugend. wtt auemeoste kleine Hexe scheint sich ja trotz ihrer Backfischfrisur schon recht hübsch auf den Gimpelfang zu verstehen." Er hatte sich, während er sprach, breit auf einen der harten Stühle niedergelassen; Wolfhardt aber begann voll wachsender Erregung im Zimmer auf und nieder zu schreiten, soweit der enge Raum eine solche Bewegung eben gestattete. Du wirst darauf verzichten, Onkel, von Leuten, die Du nicht kennst, noch weiter in diesem Tone zu sprechen, wenn ich Dir sage, daß jedes Deiner Worte mich auf das Empfindlichste verletzt." Sei doch kein' Narr, Junge! Am Ende werden wir hier noch eine theairakische Scene aufführen wegen dieser Komödianten! Ich will Dir ja für die kurze Zeit, die es noch dauern kann, meinetwegen das unschuldige Vergnügen gönnen. Liebäugle immerhin mit dem kleinen Satan und laß Dich von ihr am Narrenseil herumführen, wenn Du nur keine Schulden für sie zu machen brauchst und wenn Du nur sicher bist, daß Du infolge der Liebe lei nicht durch das Examen fällst. Solche Albernheiten haben wir am Ende mehr oder weniger Alle aus dem Gewissen." Er lachte mit zusammengekniffenen Augen und mit einem unangenehmen, knarrenden Lachen, das nichts von wirklicher Fröhlichkeit hatte und noch weniger Fröhlichkeit zu erwecken- vermochte. Wolsyarvt machte, nocy em paar Schritte und blieb dann, beide Hände auf den Tischrand stützend und ihn fest ansehend, vor ihm stehen. ; Es war nicht meine Absicht, heute schon davon zu sprechen, Onkel Th'öNissen", sagte er mit erzwungenerNuhe, denn ich fühle selbst, daß solche Worte leicht thöricht klingen können aus dem Munde eines Menschen, der noch nichts erreicht hat und der kaum im Stande ist, für sich selbst zu sorgen. Aber die Auffassung, die Du von meinem Verhältniß zu Fräulein Ada Hedmondt zu haben scheinst, nöthigt mir gebieterisch eine Erklärung ab, deren Unter lassung mich vor mir selber veräcktlich machen würde. Ich liebäugele nicht mit dieser iüncren Dame, sondern ick liebe sie von ganzenr Herzen, und da ich nun die beglückende Gewibfeit habe. daß sie meine Neigung erwidert, bin ich fest entschlossen, sie zu meiner Gattin zu machen, sobald es mir gelungen. sein wird, eine bescheidene ry l .rr I O .C ... u visieuuiig im ccucu zu erringen. Wenn er auck etwas unsicher beaon nen Katte. so waren seine Worte dock immer mannhafter und entschiedener geworden, r war ver iurve oes geliebten Mädchens dieS Bekenntniß r ,f .-1! ... t ...11. jcuiuig gciDC cu, uuu ci iuuc iiiui zögert, es abzulegen, sobald er zu die ser Erkenntniß gekommen war. 5err Tbönissen öffnete, seine ver sckmikten Äeualein -weit, um sie dann nur desto kleiner zusammenzukneifen. Vielleicht hatte er für einen Moment das Verlangen gehabt, zornig zu wer den: aber eine bumoristiscke Auffas sung der Sachlage schien rasch über seinen Aerger zu siegen. Er schlug mit der breiten Hand, einer -rechten cft.:i f ..n ..r r. rr L.r. -aiucuciuux, auf jciu nie, es m' mm llatiHle, und rief unter, lautem La chen Nun, daS muß wahr sew. cm Eou.
rage und Unternehmungslust fehlt Dir's nicht, mein lieber Hermann! Also heirathen willst Du? Und das Komödiantenfrüchtchen ist damit einverstanden? Hast Du sie denn auch über Deine Vermögensverhältnisse und Über Deine nächsten Zukunftsaussichten aufgeklärt?" Ich hatte noch keine Gelegenheit, mit. ihr über diese Dinge zu sprechen. dock Ada weik. dak ick nickt über irdi-
sche Reichthümer verfügen kann, und! da sie mick liebt, wird sie auch mit dem ' bescheidenen Loose zufrieden sein, das ich ihr über Jahr und Tag zu bieten vermag." So? Meinst Du?. . . Na, was das anbetrifft, erlaube ich mir allerdings, etwas anderer Ansicht zu sein, und ich bin trotz Deiner fürchterlichen Vorsätze einstweilen noch ziemlich lxruhiat. Leute von diesem Schlage pflegen sich th Vs & X CT M MtiC fivät uciiii uvuf uu uyiwi -OUl' i theil zu verstehen. Und nun genug ! i , t, . von oen ummyeiien, mein .kunge: Ich bin nicht gekommen, um Dir nachzuspioniren.sondern um eine ernsthafte Sache mit Dir zu besprechen. Es ist ine gute Neuigkeit, die ich für Dich in der Tasche habe." . Wie tief auch die geringschätzige Art, in der Herr Thönissen die Unterhaltung über seine Herzensangelegenheiten abgebrochen, Hermann Wolfhardt verletzt haben mochte er war doch un. verkennbar. froh, das geliebte Mädchen nickt länger gegen die beleidigen Vorwürfe seines Verwandten vertheidigen zu müssen. Eine Neuigkeit?" fragte er. seinen Zyrn noch einmal tapfer hinunterschluckend. Und worin könnte sie bestehen?" ?lck iabe mir aesaat. daß ich nicht auf balbem Weae Neben bleiben dürfe. nachdem ich mich Deiner bis hierher väterlich angenommen. Ich habe sur Deine Zukunft aesorat. mein Junge, und es wird allein Deine eigeneSchuld sein, wenn Du aus dem Wege, vcn q Dir bereitet, nicht zu Ansehen und Wohlhabenheit gelangst." I .Was ?ur em Wea kann das sem. Onkel! Ich meine doch, daß mir meine Laufbahn bereits klar und bestimmt vorgezeichnet sei. Ich werde, nachdem ich mein Examen bestanden, an iraend einer Köberen Lehranstalt mein Probejahr absolviren und werde dann, so Gott will, eme seste Anstetlung erhalten." .Die Dick m den Stand setzen soll. Fräulein Ada Hedmondt zu heirathen nicht wahr? Und in der Du Dein ! Leben lang ein armer Schlucker bliebest, der sich vom Morgen bis zum Abend mit ungezogenen Rangen herumärsern muß und kaum jemals einen ordentlichen Braten aus den Tljcy bekommt. Nein, mein Junge, ich habe es besser mit Dir im Sinn. Du weißt, daß ich von Haus aus nur ein armer Mann gewesen om, und das; ick mick ?!abrzebnte lana rechtschaffen habe plagen müssen. Aber der Himmel hat meinen Fleiß nicht unbelohnt gelassen und ich habe nach und nach ein ganz hübsches Sümmchen vor mir bringen können. Da have ich denn nun eine künftige Gelegenheit wahrge nommen und habe die. größte Buchdruckerei meines Wohnortes, deren Eigen. thümer sich zur Ruhe setzen wollte, käuflich erworben. Es ist ein bedeutendes Etablissement und ich habe die Absicht, ihm nach verschiedenen Richtunaen om me nock arokere Auödeynung zu geben. Den nothwendigen kaufmannischen Blick und die ersorderliche Thatkraft kann ich mir wohl zutrauen; aber ich mache gar kein Hehl daraus, daß es mir in manchen Stücken leickt an der wünschenswerthen wissenschaftlichen Bildung fehlen könnte. Ich brauche kwen gelcheidten 'tenschen, der mir im Nothfall mit seinen Kenntnissen aushilft und auf den ick mich unbedingt verlassen kann. Was ist natürlicher, als daß ich dabei zuerst an Dick aedackt habe! Wenn Du Dein Examen gemacht und Dir den Doctorhut geholt hcst, wirst srn also als mein wissenschaftlicher Beirath in das vergrößerte Geschäft eintreten. wirst in meinem Hause wohnen und von vornherein ein auskömmliches G:halt beziehen. Gelingt eö Dir, Dich gut in die Sache hineinzuarbeiten, so werde ich mich, waS Dein Einkommen anbetrifft, gewiß nicht lumpen lassen, und es ist keineswegs ausgeschlossen, daß wir später einmal so etwas wie einrn Gesellschaftsvertrag mit einander abschließen, durch den Du dann auf einen Schlag zum gemachten Manne würdest. Nun, was sagst Du dazu? DaS sind bessere Aussichten als die Hoffnung auf ein armseliges Schulmeistergehalt nicht wahr?" Hermann Wolfhardt hatte ihm zugehört, ohne ihn zu unterbrechen; aber es war nichts von Entzücken oder von freudiger Ueberraschung in seinem Gesicht. Dein Vorschlag ist ohne Zweifel sehr gut gemeint, Onkel Thönissen," sagte er, und ich bin Vir für die freundliche Absicht von Herzen dankbar. Aber eS ist nichts für mich. Du wirst Dich' schon nach einem anderen Mitarbeiter umsehen müssen." Herr Thönissen fing wieder an, sich das Kinn zu reiben. : Wie ? ES ist nichts für Dich ? Und warum, wenn man fragen darf?". Weil ich meinen einmal gewählten Beruf liebe und weder Neigung noch Talent genug habe, ihn mit einem anderen zu vertauschen." Ach. Narrenpossen!" fuhr Thönissen. den die ruhige Bestimmtheit der Ablehnung sichtlich reizte, ärgerlich aus. DaS magst Du emem Anderen weißmachen als mir! Aber ich will Dirsagen, weshalb Dir mein Vorschlag nicht gefällt. Du weißt, daß es mit Komödiantenliebschaften und dergleichen Windbeuteleien dann natürlich ein Ende haben müßte, und darum allein willst Du ibn nicht annehmen. Habe ich'S nicht errathen wie? ? ' Vielleicht ist auch daS einer meiner Lewe-zründe,. Onkel .Th'önissen!",.erwidert: N-lflrdt fer ernst. D:nn
ich habe deren wirklich sv 'aitlt, oaß es mir lieb wäre, wenn ttix. gar nicht erst weiter über die Sache sprächen. Ich könnte Dir doch nur immer wieder die nämliche Antwort geben." . Der kleine Mann mit dem sandgelben Barte erhob sich und trat ebenfalls dicht an den Tisch heran, so daß sie einander Auge in Auge gegenüberstanden. Und wenn ich es nun ausdrücklich non Dir verlangte als einen Beweis Deiner Dankbarkeit und als ein Zeichen Deines Gehorsames? Hast Du nicht Alles, was Du gelernt hast, mir allein zu verdanken? Und habe ich darum nicht ein gutes Recht. Deine Kenntnisse jetzt für mich in Anspruch zu nehmen?" Soweit es sich mit meinem einmal festgestellten Lebensplane vereinigen Info aew'ltz! Ab-r ick kann Dir nicht meine Zukunft, meine Hoffnungen, das Glück meines ganzen Lebens
'.um Opfer bringen. Mit solchem Preis, Onkel Thönissen, wären Deine Wohlthaten denn doch gar zu theuer bezahlt." Die fahle Gesichtsfarbe des Anderen bekam einen noch lebhafteren Stich in's Gelbe, und in seinen Augen war ein fast unheimliches Glitzern. Du hast da allerdings eine sehr bequeme Art. Deine moralischen Verpflichtungen von Dir abzuwälzen. Aber ich möchte Dir doch rathen, in Deinem Hochmuth nicht zu weit zu gehen. Noch bist Du von mir abhängig, und wenn ich heute meine Hand von Dir abzöge, wärest Du mit all' Deinen griechischen Vocabeln und dem sonstigen gelehrten Krimskrams nichts Besseres als ein Bettler. Also bedenke wohl, was Du thust, ehe Du mich wirklich zornig machst! Zu einer Dummheit kann ich beide Augen zudrücken eine offenbare Undankbarkeit aber werde ich mir nicht gefallen lassen." Seine Drohungen waren unver kennbar ernsthaft genug gemeint; aber sie erschütterten WolfhardtS Entschlossenheit nichtsdestoweniger keinen Augenblick. Es thut mir leid. Onkel, daß Du meine Weiterung durchaus nur unter dem Gesichtspunkte der Undankbarkeit betrachten kannst; aber ich sehe leider kein Mittel. Dich von der Ungerechtig keit dieses Vorwurfs zu überzeugen. Gern würde ich Alles gethan haben, was ich vermag, um einen Theil meiner großen Dankesschuld abzutragen; aber da Du gerade das Unmögliche von mir verlang st " lffortseguna folgt.) Die Höhleu'rg (lhalonS. Das sieirische Murthal ist von einem Kranz alter Burgen umräumt. Eine der merkwürdigsten ist wohl Ehalons, die 7?rankenburg in den Bure h b cn an sie l ans e'geier, schhr unu äia. jr. f.ir.. c rt . . . iicrjer iyeiienroanp. an o.i d djc hatte in heißer Schlacht die tapferm Sachsen geschlagen und reiche Beut: gemacht. Die kostlickste Beute warcn aber die schönen Töchter des Sachsen. sursten Wtttlgist, unschavar als fein. Diese kostbare Beute vertraute er der besonderen Obkut seines G'ihst lings, des Mundschenken harlot v:n Ehalons an. Dieser entbrannte alsbald in Liebe zu den herrlick:n 5lunafrauen und da Hildegards versprach leine i2:maaun zu weroen, ivenn er ihnen zur Flucht verhalf. floh er m'.t den Schwestern bei Nacht und Nebel, von seinen Getreuen und Mitoer schworen? begleitet und g'la'igte rack unsäglichen Fährlichkeiten lä'gs. d L Bcdr.ss durch das Drauthal m das Wildromantische Mur'.has. wo rle orätzten Flüchtlinge in d:r Nähe des heutigen Tauskhach die Höhlen d s Buxerberges entdeckten, die ihnen en willkommenes Versteck bot:n. Mühsam wurde die Felsenwand erklettert. In der Höhle sprud:lje eine Quelle, deren Wasser noch heute fließt -d waren die Franken an der Arbeit, am Rande der größeren Höhle eme starke Burg zu bauen, wähv nd die zweite daneben liegende Höhle als Stall dienen sollte. Die Höhle g'ca durch den ganzen Buxberg. Mai konnte Jahre lang einer Belagerung trotzen und Zufuhr und Hilfe haben. Als Karl der große den Verrath seines Lieblings erfubr, befahl er, den Frevler todt oder leb:ndig mit d'N Sachs n töchtern vor ihn zu bringen. Nur durch Zufall wurden j'doch die befestig ten Burerhöhlen en deckt und cS b gann sofort dercn B:lageru"g ober die Belaaenr mußten unrerri5't t r Dinge abziehen: die Burg war uneinnehmbar. Karl der Große, der ind:s sen die Kaiserwürde erlangt, hatte, starb, ohne den Verrath seines einstmg, ligen Günstlings gerächt zu haben und die starken Nachkommen Cha0"S hausten lange in der Höhlenburg. Erst Margarethe Maultasch gelang eS. die Burg einzunehmen und zu zerstören. Noch heute weilt, der Blick des Reisenden. der die Murthalbahn benlltzt, um. auf die alte Trauernstraße ?u g'lange. mij St?unei auf dev Ruine he? tzöhlenburg Cha'onö. ,.. . .Fatal.- Erinnern Sie sich noch, gnädigste Frau, an Ihre einstige Schulfreundin Grete Hauslinger?" Ja! Was ist denn aus dem garst!'gen . vorlauten Fratz ' geworden?" Hm, meine Frau!" Wurst wider Wurst. Dienstmädchen: Die gnädige Frau läßt Ihnen sagen, sie sei nicht zu Hause." Besucher" Und ich lasse der gnädigen Frau sagen, ich sei gar nicht hier aewesen." -' Jedermann sagt so. Ctcaret Canky (iattzattic, die wundervollste mediz,nlsche Cnldeckuvg dkö Zeitalters, angenedm und ertritkdeno im Geschmack, wirkt sanft und sicher aus Nieren, Leber und Elng'wel de, da ganze Lystera reinigend, evtfernt. Erkältung, kurirt Kopfweh, N'e der. andaltende Verstopfung und Un Verdaulichkeit. Kaufen und versuchen Oie eine Oüachtel von G. C ?. beute: Im A( rn r r a e- lv
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kiumoresfe von Gottfried Keller. In einem schweizerischen Kanton lebt . . ..- 1 ein Apotheker, ein Mann, der früh und spat unter seinen Töpfen mit Latwergen. Pillen und Salben anzutreffen ist. dessen emsige Hand mit einer bewunderungswürdigen Fertiakeit die Rccepturen komponirt, Extrakte dcstillirt, Ko sten einregistrirt und überhaupt Alles besorgt, was im Bereich seines Geschäftes nur vorkommt ; er besucht keine Bergnügui.gspläe. giebt keine Gesell schasten düngen und nimmt auch keine Einla- . ' . an, er qcyt zayr aus. ahr ein in kein Wirthshaus und schmäht über Jene, die Abends nach vollbrachter , , ,I- "V " W "V Arbeit ihren Schoppen trinken. Seine theure Ehehälste besorgt das Hauswe sen : sie hat leine Magd, thut es selbst, schönern und pukcn, kochen und bratcn, flicken und stricken. Alles liegt ihr ob ; auch sie besucht keine Tl eccsellscha'ten, keine Theater und Taw,parthieen, sondern nur allwöchentlich mit dem Ehe! errn den Gottcsd.cnst. . D.ese quten Eigenschaften verlieren aber plötzlich sehr an Gehalt, wenn wir diese Leute schärfer auf's Korn fassen der Hauptzug ihres Eharakters ist Geiz und Mißgunst; eS ist zwar nicht jener gemeine Geiz, der sich selbst keinen guten Bissen gönnt und lieber am Hungertuch nagt, als einen Kreuzer aus der schweren Geldkiste nimmt, um schwarzes Brot zu kaufen; nein, dieser schmutzige Geiz ist eS nicht, denn er und seine Ehehälfte sind Leckermäuler und die schönsten und besten Bissen zieren tagtäglich ihren Tisch, die besten Weine kitzeln ihren Gaumen und den allerfeinsten Knaster dampft der Herr aus seinem Pf ifchen; handelt eS sich aber darum, ihren Mitmenschen beizustehen. so ist des Apothekers Herz und Haus verschlossen, und der Arme und Bedrängte kann getröst an. seiner Thür vorbeigehen, denn nicht ein Pfenn'g wird ihm gereicht. Wenn wir vorhin sagten, daß ei Alles selbst tl'ue. so ist dieses ein moralischer Zwang bei ihm, ebenso bei seiner Frau, denn lein Gehülfe, keine Magd kann es in seinem Dienst aushalten; Vi so wie sie mißgönnen diesen jeden nock so karg zugemessenen Bissen; die elendesten Suppen, daS schlechteste Brot ist mehr w'.e gut genug. Sein ganzes Dienstpersonal hatte sich demnach bis auf einen Kopf reduzirt, dieser Kops gehörte dem Lehrling an, einem ge fraßigen, 'spindeldürren Burschen, del schon zweimal das Hasenpanier erarissen hatte, aber jedesmal wieder eingeholt wurde, weil ihn ein Lehrcontrakt aus vier Jahre fesse'te. D.eser Bursche wurde daher im Laboratorium. im Magaun und in der Küche, je nach Bedürfniß postirt, um die rohen Arbeiten zu verrichten. . -' Hans, so ist sein Name, war aber die Gefräßigkeit selbst und wo es irgendwo wag Eßbares gab, entweder um den Hunger zu stillen oder aber um den Gaumen zu kitze'n. da waren seine fünf Finger zum Griffe bereit. Unzählige Male hatte schon der braunlackirte Rohrstock deö Apothekers se'.nen Rücken blau und grün durchgewalkt und täglich zogen der Frau Prinz'palin magere Krallen tie'e blutige Jurchm in sein Gesicht; doch alle d'.ese Mittel waren nicht kräf tig genug, ihm den Kappzaun der Mäßigkeit anzulegen; seine MuS?eln waren in steter Bewegung auch selbst dann, wenn sie nichts zu verarbeiten hatten: öfters lag er vor'm Schlüsselloch und sah seine geizige Herrschast ein köstliches Gericht verzehren, unwillkürlich waren dann aber auch seine Kiefer in auf- und abgehender Bewegung: gekaut mußte unser Hans nun einmal haben und wäre es auch nur zum Schein. - Sein LieblingSausenthalt war das Magazin; hier wurde Cacao mit Zucker, tzhokplade, . Honiz u, s. f. mit einer Gier und Wollust geseckt,, gebaut und verschlungen, welchen seligen Genuß er aber stets, wenn er ertappt wurde, mit dein Braunlackirten zu büßen hatte. Eine kleine Entschädigung fand er dann immer noch in einem Gefräß. von dem sein Tyrann noch i gar keine Ahnung hatte; eS waren nämlich die weltberühmten Hustenplätzchen: Pate pectoral von George, Apotheker in Epinal. Diese waren a!S KommisstonS-Artikel in einer Kiste verpackt, von welcher er den unteren Boden gelöst hatte, um die Schachteln schichtweise von ihrem Inhalte zu säubern und diesen wie geschnitten Brot hinein zu würgen. Diese Mahlzeit nannte er seinen . RecompenS-Artikel, doch nur sehr, ungerne achte er Ge brauch davon, nicht als ob sie ihm nicht mundeten, sondern eiue gräßliche Ber suchung hatte er jedes Mal zu überwin den., wenn er zu den Schachteln gelan gen wollte. Auf dieser Kiste nämlich standen zwei große weithalstge, wohlverschlossene weißgläserne Flaschen, in welchen pach seinem Dafürhalten die appetitlichsten, .feinsten eingemachten Früchte sich befanden, und, immer war eS ihm, wenn er sie herunter nahm, als müsse er hineinlangen, um seine Freß bcgierde zu befriedigen; aber die verdämmten Etiquetten machten ihn zitiern und zagen, grau und schwarz wurde eZ immer vor seinen Augen, wenn er daS sträßliche Wort laö::Gist. Sublimat und dann den grinsenden Todtenkops betrachtete, weicher darunter gemalt war t- nein, daS ist jammerschade, daß diese herrlichen Früchte gistig sind! murmelte er dann vor sich hin und stellte sie betrübt nach beendigtem Geschäfte wieder an Ort und Stelle. i Eines Morgens, eS war Sonntag, als er eben seinem RecompenSartikel . : .V xi: ...ri.A ii.u v:. ZV Zr rtr'nn 7ä lende, Stimme, der Frau Apothekenn und besched ibn in die Küche. Das, entaeaen.. als er die Treppe zur Küche hinäbfprang und den letzten Knollen Hustenaummi hinabwürgte, -doch hier erwartete ihn ein ganz anderer Anblick, Sein Tyrann stand da im zimmetfar - denen Saturrock,'garnirt mit blauen, Mernen Knöpfe ,m em par een 3(aniingQ0 cn, rocip ciucncu sstiuniv 111 lmdbeschnallten Sch in seiner
bö e Gewissen malte ihm schon die ans-: aewckten Krallen der HauS-Xantipve SSfSStS i?eSSl
zur Attacke ausgesirrcn, loiroera waren eben damit beschäftigt, aus einer Handvoll kleiner Geldmünzen die falschen
und ungangbaren herauszusuchen, um sle, wie es gewöhnlich geschah, nach dem rr ii ' ri . w Gottesdienste in die Armenbüchse zu schieben. Hans", hub endlich der Apotbeker an, heute ist der Geburtstag Deiner nachsichtsvollen Prin'zia In. meiner lieden Frau, und deshalb besuchten wir heute gemeinschastl chden Gottesdienst." Und hier", nahm die Hausherrin das Wort, hier ist Arbeit für Dich, die Du während unserer Abwesenheit verricyien lannu. um PUsf unter die ... . ..:i. :( v cr, . ucii uc u,m um eg zum Ä sm, m oeuerrerv. wo em panscrlct ganz . allerliebst am Spieße stak und schon einen anaeneumcn Qult um ncy der verbreitete- Hier, Bu'sch', ist .das, was Du vollbringen sollst: Tu drehst in einem fort den ?piek, gießest öfters Brühe nach und schürst die ' Kohlen. Gieb Acht, . daß nichts verbrennt, cder ich rupfe Dir die Ohren roth und blutig!" t Und auch ich thue dann das Meinige. Schlingel", rief der Herr, indem er den Stock über Hansen's Kopf pfeifen ließ. Ich brate Dich gleich jener Sau am Spieß; verstanden he?" 7 Unter loschen Drohungen verließ das fromme Paar das Haus. Nachdem das Schloß zweimal geknarrt und der Schlüssel den Rückzug genommen hatte, wurde es unserm Bratenwender wieder wohler um's Herz. Die lieblichen Düfte, die gleich himmlischem Weihrauch seinen Geruchsinn bezauderten, machten endlich seinen Gaumen derart lüstern, daß sein Unterkiefer wieder in das unwillkürliche Kauen gerieth ; immer brauner und saftiger wurde das Säulein und hun dcrttau'end kleine Fettbläschen, gleich chten Perlen, hüpften und tanzten ju delnd, sich vereinigend und zerplatzend und wieder gebärend, auf der glätten Fläche umher und es knisterte und klapverte und spritzte und zischte, als wälzte sich eine kleine Welt voll Leben -. am Spießdorn um und um. .Und der arme Hans, da saß er nun und drehte die Sp.ndel und löffelte und tunkte, und schürte, und wie' ein fein angerauchter Meerschaumkops so braun, so glänzend und' glatt war die Haut zur Kruste geschmort und er saß da, den Mund voll Wasser und das stiere Auge sest auf da bratende Ferlelchen lerichret.' Hat doch jeder Koch, jede Köchin daö Recht, die von ihnen bereitete Speise zu versuchen, hub er für sich sprechend an. warum soll auch ich nicht ein kleines Pröbchen ko sten ? Das Krüstchcn da am hintern Schinken, das ohnehin zu hoch hervorsteht, wäre wohl nicht übel, die Stelle wild schon wieder braun und glatt ! Gesagt, gethan, und .fort war, das Krüstchcn in Hansens bodenlosem Schlund. Es wäre ein frivoles Unternehmen, den Effekt zu beschreiben, den dieser Leckerbissen in seinem Gaumen verursacht hatte. . . , Wer a gesagt hat, der sagt auch b c d dann hinterdrein. Auch unserm in Wollust und Wonne aufgelösten Hanö erging eS nicht besser. Mit dem Genu des ersten Stückchens hatte der Satan ihn schon beim Wickel gefaßt und flüsterte ihm beruhigend zu: Friß Du nur. Tu armer Schelm, Tu hast ja sonst nichts auf der Welt, als Deine Wassersuppe mit verdorbenem Brot und einen ewig blauen Rücken! hast ja auch gar keine freudige Stunde, d'rum nur noch dreist ein Krüstchen abgelöst, eS wird ia ganz gewiß schon wieder braun, sei deshalb ohne Sorgen. Niemand merket den Raub!" Und Hans, der arme HanS ging' in die Ialle, der zweite Angriff war noch viel besser und die folgenden zum Entzücken gut, fort, war endlich die ganze Kruste. Sie wird schon wieder braun. Du Narr, sie färbt sich schon, nur immer zu", so klang'k in seinen Ohren. Der Hauptbiffen oder der Knallessekt des ganzen Mahles waren die Oehrlein der Sau, diese knabberte Hansens Gebiß mit einer Behaglichkeit zusammen, daß er alles rings um sich vergaß: er lebte in einem Wonnetaumel, der seinen Geist, gleichsam wie zwischen Schlafen und Wachen, gefesselt hielt. Die lüsternsten Freßvisionen tanzten unaufhörlich vor seinen Sinnen, bald war eS ihm, als befinde er sich unter den Gästen der Hochzeit zu Kanaan und .verschlinge eben eine ganze Pastete von gehackten Kapaunen, während der Oberkoch im rothgalonirten Scharlachfrack mit Beihülfe von noch 14 Unterköchen' damit beschäftigt war, eine ungeheuere Schüssel gerade vor ihm auf den Tisch zu stellen, worauf sich ein ganzer gebratener Ochse in aufrechter Stellung befand und ihm sei die Aufgabe gestellt, .diesen Koloß bis auf das nackte Bein zu verzehren. i Unter solchen Träumereien war endlich daS ganze Schweinchen aufgezehrt. Da ließ Hans noch einmal seinen trunkencn Blick vom Kopf bis zum Steiß hinüberstreifen, cd n'cht irgendwo ein Stückchen unbeach!et geblieben sei. doch 0 weh ! diese Forschung warf ihn gleich . einem zerschmetternden Blitz, in die Wirklichkeit zurück, denn er gewahrte daö -noch unbeachtet gebliebene, stockgerade herausstehende, braunglänzende Schwänzchen.. das' ganz getreu, nur in verkleinertem Maßstab, so aussah, wie der braunlackirte i J'inreratlv , seines Herrn. D'e.Kapauilpastete. der ganze gebratene Ochse, und die üppige KornQ'Jtl'b'r wr,tt n?rs',wunden und setzt tvcti laß cr da s frenDDe ner 00 Eine Nützliche Erfindung. - Durch die Erfindung des berühmt 4te , . M -rn ;m 4. irr . V atvcmon Jö iC ver ruiamlrr UNV 1 Handwerker jetzt in den Stand gesetzt, - j. 0J r-.4,r. m.fnn, VTrX: TÄ ftX tto. 1 rfea wem cm nd ur duch i du- ndung von Oel . würd n b e i d Verletzung :uS&f iL rcx--. r ork Vcu... rz.- 1 gS '
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genügten Sau vor sich und es grinue ihn an, als wolle es sagen : Jetzt, Freund, jetzt kommst Du an meiner Stelle an den Spießdorn ! Das war dem armen Hans zu viel : nun stand es fest und unabwendbar in seiner Phantasie, daß der Apotheker ihn zuerst halb todt schlagen und dann am Spies braten werde. Nein, diese Marter ist zu groß sterben mußt Du nun doch einmal, nun so sei es denn in Gottes Namen, ich will mir lieber selbst einen plötzlichen Tod bereiten ich will Gift nehmen!" Und Hans holte die zwei gläsernen Flaschen herunter, setzt sich bequem hin und stopft und würgt die delikatrn Früchte hinunter. O köstliches Gift, schade, daß Du tödtest!" ruft er aus und sinkt ermattet am Herd nieder. Hier erwartet er den Tod, der aber durchaus nicht erfolgen will. Da knarrt die Hans.üre und gleich einer Salzsäule, mit erhobenem Stocke, weit aufgerissenen Augen und offenem Munde steht der Apotheker da. Er
glaubt zu träumen. Da fällt sein Blick auf Hans, dieser lächelt ihm noch sterbend zu und mit einer Wuth fährt er tvm na der Gurael. um rbn avtelweia durchzubläuen. Da lallt Hans mit chwacher stimme: Lassen S Herr, las. en's, ich bin gleich todt. lassen'S mich, ch habe mich vergiftet!" Da fährt der Apotheker entsetzt zurück. WaS, vergiftet, vergiftet? womit, mi! waS denn?" . Her?, die delikaten Sublimatfrückte, beide Gläser, Herr, beide Gläser leer, Herr!" Da soll Dich ja der Teufel holen. Du verfluchter Hallunke, auch noch meine herrlichen Früchte hast Du verschlunaen?" und Hieb auf Hieb fiel aussän. sen'ö Rücken. O ich Thor!" rief der .Apotheker, ,ch glaubte meine Fr ücht, zu retten, als ich eine Giftetiquette darauf klebte, und doch sind sie von dieser gefräßigen Bestie verzehrt worden!" Wenige Minuten nachher sehen wir unsern vergifteten HanS mit einem tüä tigen Geldmittel im Leib und eiueir wohl applizirten Tritt zur Hausthük deS Avothekers b'nausklieaen. , S e l b st b e w 'u ß t. Die Unisorm hat doch auch ihre Nachtheile. So können Sie zum Beispiel einer gerade mit Ihnen gehenden junoenDame pti plötzlich hereinbrechendem Unwetter keinen Schirm anbieten." Lieutenant: Pah, ist ja zedeö Mädel froh, wenn's an meiner Seite naß werden kann." . I Sein Standpunkt. Frau: Ah, da bist Du ja, da können wir ja gleich zu Tisch gehen. Eben habe ich ein Gedicht zu componiren begonnen: Grüne Matten, Himmel blau!", ist das nicht schön?" . Mann: . Grüne Erbsen, Karpfen blau," das wäre für mich viel angenehmer." Schonende M i t t h e i. lung. Herr (bei einem jungen Arzt eintretend): Herr ..'Doctor fassen Pie sich ich will Ihr Patient weroe.i." . z Reservirt. Hier, diesen westfälischen. Schinken könnte ick Jh, nen sehr empfehlen. Herr Graf." ..Schwein auf adeligem 'Hofe gezogen 'Porten?-- ' ' J zu haben in Küse und Haut, erfüll' zede gute Hautfrän' mit gerechtew tolz. Dak beste Mittel, ake vke' tallwaaren in kürzester Zeit und kür di ängste Dauer blitzblank und glänzenk pfc einen Spiegel zu machen, ist die Motel, - olislL Paste, 1 'ie vsn der altbekannten u. bekährteu Firma TF. Hoff man, , 295 Ost OWvgton Ctraie. m Jnttanapolii hergestellt vtr. ' j stü' Saftlvirtht ist da-, al' bewährte yutz. ni tel The Barkeepera'Frienn. n derselben Firma herftellt. um putzen arr. Bar FimeT le einfach .unentbihrim md wer es eimral S'brl-uch hat. wird ei NtS wierer bolen. 'Var'.Keep.r'i. Fri,nd' S Unertbehrliche. ist überall in Troth en Ul haben. . . siialio : : : Cigarren i ' ' 1 ' ' r . ; ' f '., . sind die begen im Markt. j Stetk bemüht nur daS Vesie melne.r nden in Cigarren, Tabak und Nauerartikeln zu offerirev, bittet Jut Vit Seiertage u geveigte Zuspruch Öüiller Nömler, . HO Ost Washington Qtracao. i Zvdiana Truk Gebäude. - 5 irn i DaS Denlsch'Araerikanische IJeclitsburGau 1 Hotoriat 80K ' II. IIARtliWOBTU, 532 Vine St , Cincinnati, O., ist anerkannt las ititefte, rseitVnbrn' teste un ,uverlS.jsizfte . trt Crwla : ur Deutschland, und alle Snsprüche aus ' . Erbschaften und Rechte... kann man ertrauensvoll in st ine Hi'de legen, und-verdert sew, da die kleinst n, wie die größten r , : Vollmachts-Aufträge ...... mit gieichem Sisnd genauer KetS Ienrttmfc prompt nd gnsifsenaft tu tediat v rden. .. ,,t?zdLV t m . vcni3storEr!:-rv: t i t:ivt;t.iu,jr'cui e J M - VVV , V- V
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