Indiana Tribüne, Volume 21, Number 133, Indianapolis, Marion County, 31 January 1898 — Page 2

I )

! !.

i n ) lf U : . ?A f w K ii. Ml im m j Wl K t .' 1 1 1 h K r f:i n i Hl m ! I l 1 I a V ( (! li )

ZnvwNK Tribüne. Eklchedtt Täglich ukd Sonniaä.

Die tägliche, Tribüne- kostet durch fcenXrljex J (JenU per Woche, dle eonntaaS.Trtbüee Zmi per Ooche. Bette lufarraea 15 Cents ile: Cent per rkckt. V Post ußerhalb d' tdt ,zeschit i ,raZb,,tz.z f p Ja,r. Ofjui 13 üd Madsms Zvtalu Indianapolis, Ind., 31. Januar 1833 Zum Weberstreik in Neu-Vngland, it dem großen Kohlengräberstreik des derflossenen Jahres ist keine so umfangreiche Arbeitseinstellung zu berzeichuen gewesen wie fce: jetzige Weberstreik in Neu - England. Viele Tausende sonst fleißiger stände ruhen in erzwungenem Müßiggang und das Wohl und Wehe ganzer Ortschaften hangt von diesem erbitterten Kampfe zwischen Fabrikanten und Arbeitern ab. Die Fabrikanten bekunden nicht das Westreben, für ihre Etablissements andere Arbeitskräste zu gewinnen, und die Streiker verhalten sich durchaus rubig. Während die täglichen Verluste beider Parteien sich auf viele Tausende

rcn Dollars belaufen, behauptet jede das Recht auf ihrer Seite zu sein. Hier von Recht- zu sprechen, ist eigentlich nicht am Platze, denn es ist nur tSe Machtfrage. Sind die Fabrikanten im Stande, die Arbeiter auszuhungern, so werden diese zu den ihnen anfgezwungenen Bedingungen wieder in die Fabriken zurückkehren; verflögen die Ersieren ihre Etablissements nicht auf längere Zeit geschlossen zu halten, ohne ihre ganze Kundschaft zu verlieren und der Eoncurrenz das Feld vollständig freizugeben, dann werden sie den Arbcitern gegenüber sich zum Nachgeben verstehen müssen. Die Zustände, welche in dem jetzigen Streik ihre Krisis erreichten, haben sich im Laufe der letzten Jahre allmälig entwickelt. Vor etwa einer Dekade waren Fabrikanten wie Arbeiter zufrieden. Die Einen erhielten große Dividenden und die Anderen verdienten gute Löhne. Mit der Zeit wurde das aber anders. Die BaumwolleSpinnereien, und Webereien in Massachusetts, Connecticut. Rhode JZland, NewHampshire und Maine warfen gute Revenuen ab und das Anlcgecapital mancher Etablissements verzinste sich mit 12 bis 20 Procent. Diese vorzüglichen Erträge veranlaßten Capitalien, welche sich bis dahin mit 5 Procent Zinsen von ihren Anlagen zufrieden gegeben hatte, ihr Geld ebenfalls in dieser Industrie anzulegen; es wurden neueFabriken gebaut und heute sind in dieser Industrie etwa $150,000,000 angelegt und über 125.000 'Mrkschen thätig. Die neue Concurrenz IjaPtni Gefolge, daß eine Congestion imMarkte eintrat, und schließlich . beschlossen die Fabrikanten, ihre Betrieoskosten nach Möglichkeit herabzusetzen. Zum Theil gelang ihnen dies durch Einführung neuer Maschinen, aber dies genügte nicht sie stellten

die Arbeiter vor die Alternative, entweder eine Lohnherabsetzung anzunehLien oder zu den bisherigen Löhnen mehr zu leisten. Die Arbeiter verstanden sich zu Letzterem und der Mann, welche? bisher für ein Gewebe von be- , stimmte? Größe 70Cents erhielt, stellte nun für denselben Preis ein bedeutend größeres her. Selbstverständlich dauerte das länger, allein in der Hoffnung auf Beibehaltung der dauernden Arbeit verstanden sich die Leute dazu ohne Murren. Wahrend die Leiter der großen Fabriken in dieser Weise einer drohenden Gefahr auswichen, sannen andere Capitalisien auf ankere Mittel und Wege. um Herren der Situation bleiben zu können und sie beschlossen, die TeztilIndustrie nach Gegenden, wo die Arbeitskräfte billiger sind, zu verlegen. Es wurden Fabriken in verschiedenen Südstaaten errichtet und diese Versuche waren von Erfolg gekrönt. Die aus dem Süden korumenden Waaren afficirten den Markt und die Fabrikanten im Norden beschlossen, weitere Einschränkungen" einzuführen d. h. Lohnreductionen in Kraft treten zu lassen. Den 8000 Arbeitern in New Bedford, Mass., wurde eine solche von 10 Procent angekündigt und derStreik im Sommer 1895 war die Folge. Derselbe wurde mit einem Compromiß beendigt, d. h. die Arbeiter acceptirten eine fünfprocentige Lohnherabsetzung. Aber die Fabrikanten hatten ein anderes Mittel bei der Hand, um ihre Re venuen zu erhöhen, und zwar bestand dies in der Einführung eines Strafsystems für ungenügende" Arbeit. Bisher wurden den Arbeitern Abzüge von 3, 10 oder 18 Cents gemacht, wenn die Arbeit Mängel aufwies, aber nunmehr wurde bekannt gemacht, daß die Abzüge, nach dem Gutdünken des Superintendenten gem'aß.nach einer bestimmten Scala geschehen würden. Dieses System führte zu den größten Unzuträglichkeiten. So kam es nicht selten' vor, daß Arbeiter, welche eine Woche Urlaub erhalten und einenSubstituten gestellt' hatten, bei der Rückkehr in die Fabrik, $2.50 Strafgelderfür mangelhafte Arbeit des StellvertreterS zu zahlen hatten. Dann wurden weitere Lohnreductionen angekündigt und während nach der altenscala die Löhne von $5 bis $15 pro Woche betrugen, belaufen sie sich jetzt nur auf $4.50 bis $13.50 d. h. nominell, denn die Strafgelder" sind da.i noch nicht in Anrechnung gebracht. Im Vergleich mit diesen Löhnen-stellen sich die Löhne der anderen Arbeiterkategorien in New Ledford viel besser, denn dort verdienen gewöhnliche Tagelöhner $10.30 bis $12, Straßenbahn - Angestellte $12.50 bis $15' und gelernte Arbeiter in anderen Industriezweigen $10.50 J6i8 $21, ohne von Geldstrafen" be- , ''vroht zu sein. Daß die Lage der Ar- ' weiter, die in den Spinnereien und Webereien zu New Vedford thätig sind, selbst vor der Lohnreduction von 10 Procent überaus traurig war, erhellt

aus einer Mittheilung des dortigen Mayors Ashley. Die Fabrikanten behaupten nun, daß die Fabriken in jüngster Zeit sich nicht mehr rentirt hätten und sie deshalb zu einer Lohnherabsetzung hätten schreiten müssen. Durch die Thatsachen wird diese Behauptung nicht bestätigt denn mit Ausnahme der New Whitman Mills" bezahlten alle Fabriken eine Dividende, die sich im Durchschnitt wie folgt stellte: Acushnet Mills $500,000 16 Bristol Mfg. Co. . . . 500.000 5 Grinnell Mfg. Co. . 800.000 9 Hathaway Mfg. Co. 800.000 10 Pierce Mfg. Co. 600.000 6 Wamsutta MillS. . . 3,000.000 6 Whitman Mills. . . 700.000 - 1 Total $6.900,000 In früheren Jahren waren die Revenuen viel höher. Die Grinnell Co. bezahlte von 1891 bis 1896 je 12 Procent, in 1890 zehn und in 1889 8 ; Procent. Die Acushnet Mills" sind am rentabelsten. Mit einem Capital von $1.000.000 gegründet, waren die Einnahmen so groß, daß die Hälfte davon zurückgezahlt wurde und die Fabrik heute auf $1.500.000 bewerthet wird. Außerdem bezahlte sie an Dividenden: in 1890. 1891 und 1892 je 10 Procent, in 1893 12 Procent und in 1894, 1895, 1896 und 1897 16 Procent. Die Fabrikanten bedachten sich selbst mit guten Salären. So bezog Andrew G. Pierce von der von ihm geleiteten Fabrik $25.000. sein Sohn Andrew G. Pierce jr. $15.000. I. F. Knowles $20.000, Otis N. Pierce $15.000. Edward T. Pierce $100.000, Benjamin Wilcox $8000 pro Jahr u. s. w. Bezeichnend ist auch für die glänzende Lage der Fabriken der Umstand, daß Actien derselben im Markt nicht zu haben sind; die letzt? Privatquotationen stellen sich wie folgt: Acushnet 250 bis 285. Grinnell 200. Pierce 120, Wamsutta 100, Bristol 100, Hathaway 100 und Potomska 90. Nnfall'Versicherungßschwindel. Mehr oder weniger sensationelle Geschichten über Schwindxlhuber, welehe diese oder jene große Lebensversiche rungs - Gesellschaft 'reinzulegen suchten, sind schon durch die Presse gegangen. und noch beständig tauchen solcbe Beispiele auf. Auch von Brandversicherungs Schwindelmeiern hat man schon manche erbauliche Gelochte gehört. Dagegen ist selten von UnfallVersicherungsschwindeleien die Rede, obwohl sonstige betrügerische Ausbeutung angeblicher Unfälle, nämlich beHufs Schadenersatz Klage, öfters gemeldet werden. Und doch erklären die Beamten von Unfall Versicherungs - Gesellschaften, daß das Heer Derjenigen, welche bei uns auf schwindelhaftem Wege Unfalls Versicherungsgelder zu erlangen suchten, ein s e h r großes sei! Und sie können Beispiele dafür hundertweise auö dem Aermel schütteln. Daß von dergleichen Fällen nicht öfter die Rede ist, mag man hauptsächlieh darauf zurückführen, daß die Geldsummen, welche dabei auf dem Spiele stehen, meist nicht so hoch, und die Umstände nicht ganz so tragisch sind, wie bei jenen andern Arten von Versicherungs - Schwindeleien. Gleichwohl t der Unfall - Versicherungsschwindel, soweit er von Versicherten geübt wird, in mancher Beziehung rtoch bemerkenswerther und für das Studium von Menschen Charakteren interessanter, als die anderen Sorten! s ist schließlich nichts besonders Auffallendes, daß esMenscben gibt, welche, um in großem Maßstabe das Glück zu corrigiren", sich verschwinden und sich für todt ausgeben lassen, oder dcch Manche unter. Umständen darauf verfallen, sich zu entleiben, damit ihren Angehörigen durch eine bedeutende Versicherungssumme aus der Noth geholfen sei. Denn auch im letzteren Fall handelt es sich doch schließlich nur um einen einzigen Akt, mag derselbe auch vorübergehend von körperlichem Schmerz begleitet sein. Daß sich aber Jemand durch Selbstverstümmelung langen und grausamen Qualen aussetzt, welche oft beinahe um den Verstand bringen, und nur. um auf eine Unfalls - Police b.in Geld zu erhalten, das erscheint viel schwerer verständlich! Aber die Erfahrungen der betreffenden Versicherungs - Gesellschaften zeigen, wie gesagt, dab derartige Beispiele sogar recht zahlreich sind. Sie bilden eine sehr gemischte Gcsellschaft, diese Gattungen Schwindelhuber. und sowohl geborene Amerikaner wie Eingewanderte scheinen ihr redliches" Contingent zu denselben zu stellen. In einem kleinenWisconsinerStädtchen z. B. kam vor Kurzem folqendes Geschichtchen zu Tage! Ein Bankclerk. der sich des besten Rufes erfreute, hatte eine Unfalls - Versicherung auf $5000. Er pflegte öfters, wenn sein Tagewerk zu Ende war, eine benachbarte kleine Sägemühle zu besuchen und die Vewegunaen der riesigen Kreissäge mit ganz besonderem Interesse zu verfolgen. Eines Abends, als alle Angestellten der Mühle gerade anderweitig in Anspruch genommen schienen, faßte der jung Mann, fest entschlossen, einen seine: Arme über dem Handgelenk und hielt

diese Hand unmittelbar an die Maschine. damit diese ein wenig in das Handgelenk einschneide Aber er hattl sich verrechnet: im Nu war die ganz, Hand abgetrennt! Er stieß einen ent, fetzlichen Schrei auS. und als man ihn fand, hielt seine unverletzte Hand das andere Handgelenk gerade wie ein Schraubstock umschlungen und zeigte, daß der Unfall" ein ganz freiwilliger gewesen war. . Ein Anderer schoß sich in den einen Fuß, um Versicherun gsgeld zu erlaagen; der Fuß mußte amputirt werden, und die Schmerzen waren furchtbar. Der Mann hatte überdies vergesse?, sich mit seiner besseren Hälfte über aVt zu erzählenden Einzelheiten deZ angeö uchen Unfalles zu verabreden, uno Er und Sie tziatlitn daber sebr derschie- ,

wsHSSg&asoaasä

dene Geschichten darüber, als sie von den Vertretern der Gesellschaft vernommen wurden. Ein Biedermann im Hoosier - Staat beanspruchte Unfalls - Versicherung, weil ihm in einer Zimmermanns-Werkstatt eine Axt mit der Schneide auf die Hand gefallen sei. Es wurde aber bewiesen, daß er sich vorsätzlich die eine Hand abgehackt hatte! Ein Anderer, mit einer UnfallsVersicherung von $10,000, sprang an einer einsamen Stelle von der vorderen Platform eines Straßenbabn-Wa-gens ab, warf sich unmittelbar vor den Wagen und kam zwar mit dem Leb:n davon, wurde aber fürchterlich verstümmelt; er mußte schließlich gestehen, daß er sich des Versicherungsgelde,; wegen vorsättich hatte verunglücken" lassen. Sich an einem Bahngeleise niederzulegen und sich einen Arm oder ein Bein abfahren zu lassen, soll eine sehr beliebte Methode sein! Unlängst ist man auf eine interessante Schwindelmethode bei einer qewissen Classe russischer Einwanderer aufmerksam geworden: dieselbe steht mit einem in Rußland selbst vorkommenden Brauch im Zusammenhang. Dort gilt es freilich keinem Berstcherungsschwindel. sondern der Befreiung vom Militärdienst! Es gibt nämlich dort Quacksalber, welche für entsprechende Bezahlung eine gewisse Flüssigkeit. die eine sehr schmerzhaste, stark defärbte Anschwellung verursacht, um die Gelenke herum unter die Haut einspritzen, damit dann körperliche Untauglichkeit geltend gemacht werden kann. Einer dieser .Menschenfreunde kam vor einiger Zeit nacb unserem Westen. Er machte sich erst mit seinen Landsleuten gut bekannt und ließ sich dann von einer Unfalls-Versicherungs-gesellschaft als Agent anstellen. Als solcher schien er außerordentlich erfolgreich zu sein. Nachdem er schon eine gute Summe als Commissionen eingestrichen hatte, begann er, allen betrefsenden Kunden, die damit einverstanden waren, jenes Fluidum einzuspritzen, und ließ sich von ihnen ein Fünftel der wöchentlichen Unterltüungsgelder. welche sie von der Association erhielten, eb?:: falls als Commission zahlen! Sch. 'ißlich wurden diescFälle zu häufig, und ein Detectiv stacb die Schwindelblase auf. Das sind nur wenige Gattungen der vorkommenden Schwindelmeiereien dieser Art. Auch abgesehen vom eigentlichen Schwindel, machen diese Gesellschaften allerhand curiose Ersahrungen. Einer will z. V. Versicherung wegen völliger Invalidität", nachdem ihn beim Baden ein Krebs in eine Zehe gezwickt, ein Anderer beansprucht die Versicherung für einen Moskitostich, ein Dritter, weil er zufällig" in einen Regcnsturm gerathen, und so fort mit Grazie! Schauderhafte VundeSgefängnisse. Unter den zählreichen Mißständen im sogenannten Jndianerterritorium gibt es keine schreienderen, als dieBun desgefängnisse daselbst, welche im Territorium selbst gewöhnlich nur Onkel Sams schwarze Löcher" genannt werden und, im Gegensatz zu gewissen anderen, früher geschilderten Gefängnissen lediglich durch Vernachlässigung das wurden, was sie sind. Das betreffende Verließ in Ardmore z. B.. das überhaupt nur eine abgesperrte Baustelle zwischen zwei anderen Gebäuden ist und bloö zwei eigene Mauern hat, ist zum Theil ohne Dack. Regen oder Schnee brausen hinein und der Koth und Schlamm auf den ußbödcn ist oft knöcheltief! S)Ux werden Bundesgefangene schlimmer, als Viehheerden, eingepfercht, und vornen und hinten patrouilliren Tag und acht die Wächter auf und ab. Ebenfo schauderhaft in seiner Art M das Bundesgesängniß in South McAlester, welckes an denSeiten gar keine Oeffnungen hat und blos durch die Eingangsthüre und zwei entlegene Hinterfenster Luft bekommen kann. Der Geruch aus dem Innern ist ein so entsetzlicher, daß nur Wenige sich der Thüre nähern können, ohne einen Ohnmachts - Anfälle zu kriegen! Und hier sind Männer sowie Frauen eingekerkert. Fast noch scheußlicher war das dritte der Bundesgefängnisse, dasjeniqe in Muscogee, das glücklicherweise von einer barmherzigen Feuersbrunst zerstört wurde und jetzt durch einen wenigstens etwas besseren Bau ersetzt wird, der freilich noch barbarisch genug ist.. Für den Unterhalt" von 800 oder mehr Gefangenen in diesen schwarzen Löchern" zahlen die Ver. Staaten jährlich $40.000 an Wärter und Aufscher! Die Gefangenen empfinden es als eine Erlösung, wenn sie aus solchen Gefängnissen" in das miserabelste Zuchthaus kommen. Wie soll es erst werden, wenn diese Gefängnisse weiterhin auch für die indianische Be völkerung herhalten müssen? LandvirthslyaftltcheS. Scheeren der Fesselgelenke. Das Ausscheeren der ??esselaelenke bei schweren Lastpferden ist eine recht verbreitete Unsitte, ftaft alle schweren Pferde haben an den Fessel- oder Köthengelenken einen starken Haarwuchs, der an der Hmterslache der Beine zu einem, kurzen, kräftigen Büschel sich vereinigt. Diese Haare werden theils in der Absicht, di-. Beine zierlicher erSchemen zu lassen, theils um eme RemHaltung derBeine bei schmutzigem Wetter zu erleichtern, häufig ganz kurz abgeschoren. Der Erfolg ist aber ein meist recht unerwünschter. Die recht starken Haare wirken nämlich kurz abgeschnitten, wie die Borsten einer Bürste und reiben unter Umständen sehr bald die Haut vollkommen wund. Wird nun die sofortige Behandlung de: wunden Stellen ' unterlassen, so entwickelt sich mit Sicherheit eine recht unangenehme, häufig sehr schwer heilbare Mauke Scratches". Die Schuld wird dann gewöhnlich nicht auf das Ausscheeren der Fesselgelenke sondern auf andere Ursachen zurückgeführt. Deshalb ist jedem Pferdebesitzer zu ra- i tden. bei Wkerden mit starkem Oaarbe- i

kUi

hang an den Beinen namentlich im !Wlmer vas Vlusicyeeren zu unterlag . sen. Wo dasselbe schon stattgefunden i und ein Wundscheuern bereits begonnen hat, streiche man eine gut durcheinc - - . . r ! 1 1 . r i . crr : r .1 , mr.i anoer c;qcguittuc iiuuug uuu iciessig und Oel Olivenöl auf; auch eine Saibe von Schießpulver und Schweinefett leistet gute Dienste. ZurSchafzucht. Die Schafzucht hat sich von dem Druck der legten Jahre erholt und überall schenkt man derselben wieder größere Lcachtung. Es werden viele Schafe a:'s südlichen Gegenden nach den Nerdstaaten gebracht. Ein ersahrcner Sf'.üchter spricht bierüber in i Farm. Stock und Home" in folgender ÄZeise: Es ist ganz gewiß nicht rathsam. daß ein Farmer, der keine Erfahrung in der Schafzucht besitzt, mit mehr als 25 Schafen den Anfang macht. Es ist auch sehr gewagt, Schafe aus dem Süden während der kalten Jahreszeit nach dem Norden überzusiedeln. Will man Schafe aus südlichen Gcgendcn beziehen, so sollte es im Frühjahr oder während der warmen Jahreszeit geschehen. Wer Schafe halten will, sollte wissen, daß diese Thiere zarter angelegt sind, alZ Schweine. Man darf annehmen, daß ein Farmer, der die Schafzucht mit einer größern Heerde beginnt, darauf vorbereitet sein muß. einen nicht geringen Theil derselben im Laufe des ersten Jahrese durch Krankheit zu verlieren. Für jemand, der die Schafzucht nicht versteht, sind 23 Schafe schon eine bedeutende Heerde. Hat der Anfänger Glück, soll heißen das rechte Verständniß für das ihm bisher unbekannte Geschäft, so wachsen 25 Schafe in verhältnißmäßig kurzer Zeit zu einer schönen Anzahl h;?an. Allem Anschein nach wird sich die Schafzucht :i uns gewinnbringend erweisen. In Australien und NeuSeeland, wo bisher die Schafzucht in größter Ausdehnung betrieben wurde, herrschte in neuerer Zeit eine so entsetzliche Dürre, daß die Schafzucht dort bedeutend im Sinken begriffen ist. Dieser Umstand hatte das Steigen der Wollpreise zur Folge. Die Nachfrage nach Wolle ist im Steigen begriffen. Die Zeichen der Zeit deuten an, daß die Schafzucht hierzulande mit Aussicht auf Gewinn betrieben werden kann. Diese Aussicht sollte uns aber nicht veranlassen, ohne ruhige Ueberlegunz und ohne die nöthige Vorsicht zu Werke zu gehen. Daß man auch bei einer geringen Anzahl von Schafen seine Rechnung findet, lehren uns viele Beispiele. Eines derselben sei hier erwähnt. Ein Farmer in Pennsylvanien berichtet, daß er. weil er kein besonderer Freund von Schafen ist, stets eine geringe Anzahl derselben hält. Im verflossenen Jahre war die Anzahl auf 5 Mutterschafe zusammeng schmolzen. Diese lieferten 9 Lämmer und 30 Pfund Wolle. Die Lämmer fielen während des Monats Februar. Sie wurden gemästet und an den Metzger eines benachbarten Städtchens verkauft. Die Lämmer brachten $4.25 per Stück, zusammen also $33.25. Die Wolle wurde zu 18 Cents das Pfund verkaust. Der Gcsammterlös von 5 Schafen belief sich auf $43.63. Diese Schafe waren durchaus ' keine ausgewählten Thiere oder besondere Rassethiere. sondern sie gehöiicn zu den gewöhnlichen Landschafen. DieKornstroh-Krankheit. Schon seit einigen Jahren kam es vor. daß. völlig gesundes Vieh in ein Feld getrielen, auf dem sich Stauden von Wclschtcrn.Kasfirkorn oder Sorg!)UM befanden, schon nach wenigen stunden ei lige Thiere verendeten, an kam bald zu der Ansicht, daß die Ursache des rlötzlichen Todcs in den trocknen Standen zu suchen sei. Unsere Versuchsstationen nahmen die Sache in die Hand und suchten die Ursache genau festzustellen. Es lag nahe, in manchen Fällcn anzunehmen, das plötzliche Eingehen mehrerer Thiere liege in zu hastigem Fressen großer Massen der trocknen Älätte? bei leerem Magen. Eine hochgradige Vlähsucht mag d:n Tod vieler Thiere herbeigeführt haben. Auf der andern Seite ftpht aber auch fest, dah In manchen Fallen auch solche Thiere plötzlich verendeten, die, ehe sie in das Maisfeld gelassen wurden, sich voll Heu gefressen hatten. Es ist viel hin und her untersucht und gerathen und behauptet worden, aber zur Genüge aufgeklärt ist die Sache noch nicht. Es wurde bewiesen, daß eine Heerde von der Krankheit befallen wurde, während eine andere Heerde vorher oder später ohne irgendwelche schädliche Folge dasselbe Maisfeld als Weide benutzten. Das Uebel ist auf gewisse Gegenden beschränkt. In Kansas hält man den Nachwuchs von Sorghum für beson, ders schädlich; in anderen Gegenden wird dagegen dieser Nachwuchs ohne Schaden von dem Vieh verzehrt. Herr Courn, der Schriftführer der landwirthschaftlichen Behörde des Staates Kansas, berichtet, daß der Farmer A. L. Hackerott in Osborn County. 31 Stück Angus - Vieh innerhalb weniger Minuten verlor. Das Vieh war auf ein Feld getrieben, auf welchem sick der Nackwucks von (nfmm befand. Cto Unfehlbares Mittel. Das Feld der Wirksamkeit deö be, rühniten Dr. Buü's Husten Eyrup wird immer fortbestehen, denn wenn eine Mutter einmal dieses unfehlbare Mittel gegen Hustcn,Erkältung,Bräune oder Keuchhusten gebraucht bat, so wird sie nie eine andere Medizin ver, suchen. "2d) gebrauchte. Dr. Bull'S Husten Eyrup seit 15 Jahren in der Namilie gegen Husten, Erkältung und Hals-Leidcn und fand ihn ein auöaezeichnetes Mittel." Frau D.T.Clarkc, 163 Congrcß Ctr.,Elcveland,O. Dr. Vull's Husten Eyrup wird überall für 25 EentS verkauft und man darf sich nicht von Verkäufcm überreden lassen einen anderen oder ettvas billigeren Artikel zu nehmen, denn nur der ächte Dr. Buws Husten Syrup giebt immer NesUa:?.

WaWi TZ.- i " 7"i T"fffiTtiniliTttiKiiifci

Innerhalb 15 Minuten lagen 31Haupt Vieh neben einander am Boden. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, daß die Sorghumstauden mit einer Masse kleiner silberfarbiger Käfer bedeckt waren. Es ergieöt sich hieraus, daß es die größte Vorsicht von Seiten der Farmer erfordert, wenn sie derartige Felder von ihrem Vieh beweiden lassen wollen. Es ist sehr zu empfehlen, den Thieren des Morgens, bevor sie in das Maiöfeld gelassen werden, eine gute Fütterung Heu oder ähnliches darzu reichen. Wo sich in einem Felde der Maiskolbenbrand zahlreich vorfindet. mag auch dieser die Ursache eines plötzlichen Verenden der Thiere werden. Bricht die Krankheit in einer Heerde aus, so müssen sofort dle kranken von den gesunden Thieren getrennt werden. Ein Heilverfahren kann erst dann für die Krankheit gefunden werden, wcnn die Ursache der letzteren vollständig klar liegt; nach den bisher bekannten Fällen, giebt es zweifellos verschiedene Ursachen, die die sogenannte Kornkrankheit" hervorrufen. Würmer bei Pferden. Vorzüglich sind es junge und alte Pferde die von Würmern geplagt werden. Es sind hier nicht die im Magen sich findenden Vots" gemeint, sondern die langen Eingeweidewürmer, von denen die arökeren viele Ähnlichkeit mit ; Negenwürmern haben. Diese finden : sich fast stets in den Eingeweiden und nur in Ausnahmfällen im Magen. Die mit Würmern behafteten Pferde sind meistens schlecht genährt trotz gu- ' ten Appetites. Das Heu ist rauh; die ! Thiere sind mehr ' oder weniger j matt und traurig; mit dem ; Dung geht- oft eine schlei- ; mige Masse ab; diese bleibt außen hängen und verursacht häufig Juckreiz. Durch diese äußern Zeichen wird mit ziemlicher Gewißheit dargethan, daß ; das Thier an Eingeweidewürmern lci- ' bet; bei genaueremNachsehen wird man auch bald die Würmer im Dung beobachten. . Am sichersten giebt man dem Thiere ein Abführmittel ein und beachtet, ob sich im Dung Würmer sinden. Die Behandlung ist wie folgt: Tartar ametic 1 Drachm; Powdered Ginger Drachm. Diese beiden werden mit Leinsamenmehl und etwas kochendem Wasser vermengt und zu einer großen Pille verarbeitet. Eine solche Pille erhält das Pferd jeden Morgen während einer Woche. Darauf am nächsten Morgen ein Abführungsmittel. Dann giebt man dem Magen eine Woche Ruhe. Nach Ablauf derselben giebt man nochmals eme Woche lang jeden Morgen eine Pille. Am Ende derselben wieder etnAbführungs- ' mittel. Darauf streut man eine Zeit j lang täglich zweimal eine Drachme gepulvertes Sulphate of Jron" auf das Körnerfutter des Pferdes. Es giebt keine bessere Arznei zum Abtreiben der Würmer, als den BrechWeinstein Tartar emetic . Als Abführmittel am Ende der Woche mag man 1 bis 2 Pint gewöhnliches Leinöl geben. Bei den Fohlen stellen sich häufig Eingeweidewürmer ein; man muß da für sorgen, diese schädlichen Schmaroder Gedärme zu entfernen. Auch in diesem Falle ist Brechweinstein das beste Mittel. Für ein Fohlen unter einem Jahr 3 Drachmen; für ein zweijähriges 4 Drachmen. Von dieser Dosis (3 bis 4 Drachmen) giebt man aus zwei alf einanderfolgende Morgen jedesmal die Hälfte, nicht aber die ganze Dosis-an einem Tage. Die Hälfte wird in einem halben Pint heißen Wassers gelöst und dann in einen Eimer Saufwasser gegossen. Damit die Fohlen diese Mischung saufen, giebt man ihnen Abends vorher rein Wasser. oder man reicht ihnen ein stark aesalzenes Getränk, damit sie Durst vekommen. In der Regel gehen nach 2 bis 3 Tagen sehr viele Würmer ab. Nach 14 Tagen giebt man dieselben Dosen noch einmal. Eine andere, bedeutend kleinere Art von Würmern lebt hauptsächlich im Mastdarm. Sie erregen großen Zuckreiz. Man erkennt daher das Vorhandensein dieser sogenannten Fadenwürmer zumeist daran, daß die damit behafteten Thiere häufig die SchwanzWurzel reibm. Bemerkt man an letzterer keinen Ausschlag oder Schorfe, so darf man annehmen, daß das Thier mV Aadenw'irmern bebaitet ist. Um dieselben zu beseitigen, macht man eine Woche lang jeden Morgen Einspritzun, gen in den Mastdarm. Eingespritzt wird eine Mischung von 1 Pint Leinöl mit 2 Drachmen Terpentinöl. Die meisten Würmer werden hierdurch getodter. Sollten sich einige zurückgezogen haben, so dringen sie nach etwa 10 Tagen wieder nach ihrem alten Platz vor; es sollten deshalb nach 1012 Tagen die Einspritzungen wiederholt werden. Auch in diesem Falle wird Sulphate of Jron als Nachkur verabreicht, wie ob:n cngegelen. Sm2tn Mile Creek bei Hamlin, W. V.. isi Frau Henry Slzd :rtrun!cn. während an ihr die Taufe ach dem Nitus der Baptisten vollzogen werden sollte. Zwölf Personen sollten getauft werden. Ihre Freunde beklagten sich bei Pastor 6. Enoch. daß das Masser zu kalt sei und die Gesundheit der Getauften gefährdet werden könnte, doch der Prediger sagte, das Feuer der Neligion würde sie warm halten. Von den zwölf hatten bereits sieben die Ceremonie bestanden und warm frierend aus dem Bach herausgekommen, als die Neihe an Frau tteck kam. Cie war halbtodt vor Schrecken und machte in Folge dessen einen Fehltritt im Masser. Sie fiel in's Wasser und zog im Falle Pastor Enoch mit sich. Leiden wurde raicü 5MIfr zu Theil, doch waren sie, als sie an's ! Land kamen, bewußtlos. Der Prediger erholte, sich , nach einer Stunde; doch Frair' Keck's Leben war entfloben. I

iWiij;-Pj;T z.

Sie haben'

Nnvcrdaulichkcit. Sie können Verstopfung bekommen

und aNe Arten von Magenletden,

Schwindel, Kopfschmerzen, Abaespanntheit. Man habe

-Ä, 77)r TOnnnst IdänZa' fhnmbnrfitr TTrrtTism te-

T " I MVjV Vfj an Hand, nehme sie ein und Sie werden keine

ä eitere Unannehmlichkeiten ior the I11I0N..

MEDCINE

M

A New York Company of manufactnrlng chemisti, the RIpani Chemical Company, pUce.i upon the market about üe years agua mtdlclnal tabletor "tabule" cotnuotd of compressed powdered preparatluiis of certain mvtiiclnal druga whlcii hd ben acrrtalned to b of more general um tmoug niadlcal lueu ilian any other, für the eure or alloriatlon of auch lila common to man aa bav their orlgin in au lmpalred tilgest iou or weakened capaclty fer aaslmllatmg food.absorbiug nourishtnent aad eliminauug waMe. The catalogue of lila lncluded ander thla bead U aald to lnclude preity neurly every diae&n for whlch the phyaiclan 1 called upun to preacrlbe. In preparin tbeir Standard remeily for the acceptance of the Aniericau peopse thecompauy laid dowu the prlnclple that everything tnteiicg Int the packet ahould oe of the h!ht grade, and ao pre.ared and protected aa to retaln ltt quaütle tniact and unlmpaired through any xtecded lapse of Urne In any climate. Only the cholcest drugs ahould be useü, their pre.aratioa ahould dein aeoordance with the latest perfeeted roethodsof modern science.tbetatailes packed tn glasa, protectrd by absorbeul cetton, and eecnrely oorked. fcven tbe corka usud bare been of a grade ao high in ita requlrementa that no niaiiufscturer of tbeae erery day Stoppers could supply more than a small Proportion from bis Output that woul.l meet the exactlng specincationa. The glass Tlals were In turn pneked in toxes of aqulity not urpassd in beauty aud perfectionof workmannbip by tlxe usetl ly tbe mtMt f astidious dealers In jewelsand Ornaments osgold. Havlug tet lh lrhlh Standard, and neverconnentlngto Vary from lt, the proprletor resorted to the acceued modern methods of maklng their commodity known, and seren bundred thoimand dollars invested wtthln flve years In newspaper adTerttsiug bs Informed erery American cltlxca ooncernlnK tae suuerior and surprising qualitles of Kipans Tabules. Blng ttioughtf ul and painstaklng observer of the changed condltlons that veep orer the commercial world, aud careful to not erery circumtence having tnarlng upon the successful prosecutl n of their trade, tbe managers of the Company have noted that there ia a present nMntent demand for lower prlce for every arricle tbat reacbea or approaches an unlTen.al us, and that tbe people althout h mjulrintr the best of everything. reaent belüg called upon to pay beavy percentages for Euperflut us wrapplng nd packlng or tinnecessary prorectlon agalnot deterloratJon trat mlpht reault in years. hüt ls needless in the case of a purchase Intended to be conFumed in a week. It has also beendlscoTered, and proved by the testof tlmeand actual experl-nce, that these Tabules do not hare the tendency to loss of qualitles or dlminntlon of ex cellence from exposure that mlurlit at llrst bare ben expected, Innxmuch as. nnder farorable condltlons, those that bare laln loose tn a drawer, a travellr. bar or rocket for sereral week or montbs are found to be practlcaily aa frean and as effleacious aa erer. Actlng npon these lurcesttons, and nöthig partlcularly the nnlmpalred prosperlry of great newspapers nowsold for a cent Instead of the old rate of flve tlmea that umount, and the general tendency In all direcilons toward low tes and 1ncreaed rale, the Company hare entered upon the experiment of puttlngup R'pana Tabula in paftpbosrd cartona, whlch ther will offer to the trade upon terms whlch will lermlt ora packa? beln sold by the drugglst or storekeeper at a prlce lower than eTer oefT6 adopted for proprietary randlclne FIVE CENTS ten tabules, or dose, for oce-half a cent eac h. The Company will not dlacontinue the maufacture and oala In tbe form with whlch the people have learned to know and value the Ripans Tabules, dut will ofTer tbe cbeaper aort experimentilly for th benefltof such as mardeslre them. It Fboidd be ulaluly understood that the quality of the med leine ls Irtenticalin bth aorta, the only difTerence belng In the form and comparativ cost of fackln? or putMng un The flve-cent t ack ages are not yet to be had of all dealers. althoutrh lt ls probable that almost any drugglst will obtaln a snpply when reqnested by a cusfomer to do ao ; but In an v ce a slngie carton, contalnlng ten tabules, will be sent, pos'nge pnld, to any addre for flve cents In stmps. forwarded to the Kipans Chemical C i., No. 10 Sprnce 8t New York, rntil the goodsare thoroughly Introduced to the trade. agents and peddlers will be supplied at a pric whlch will allow them a fair margin of prosit, rlr. : 1 deren Cartons for 40 cents. 13 dozen (141 cartons) for 4.32. 5 frross rJ30 cartona) for $20.52. 23 gross (3,600 oartona) f or aiuo. Casls with tbe order la every ca.

CM C . . .. C . . . t tUT Ä-V liidMU lUv'O. Das Jahr 1893 ist gekommen. 253 wird es bringen? Freud oder Leid? Niemand kann es wissen, und doch will d:r Mensch so gern den dichten Nebel der Zukunft mit seinem forschenden Blick durchdringen; die Phantasie eilt dem Verstände zu Hilfe und construirt Luftschlösser, bei deren Anblick der sinnende Menschengeist sich erfreut oder in Schrecken geräth. Auch uns soll jetzt Pbantasse und Ueberlegung Aufschluß geben über die räthselhafte Zahl 1893. Die Zahl 1803 ist durch 13 theilbar. denn 1598 : 13 gleich 14L. Ferner ist die Q'.'?rsurnme der vier Ziffern unserer Zahl 1S38 durch 13 teilbar, denn 1 plus 8 plus 9 plus 8 gleich 23. Also wird 1898 ein UnglückZjaZr!" ruft die erschreckte Phantasie. Wer unter den Lesern hat schon einmal ein Jahr mit solch eigenthümlicher JahreZzahl erlebt? Wer von uns wird das auf 1898 folgende Jahr, dessen Iahreszahl dieselben Eigenschaften bat, erleben? Auf beide Fraaen gebührt die Antwort: Niemand. Die letzte Iahreszahl vor 1898, die selbst und dren Quersumme durch 13 tbeilbar waren, war die JabreszahZ 1031. Denn 16Z1 : 13 gleich 127 und 1 plus 6 plus 5 plus 1 gleich 13. Das nächste Jahr dieser Art nach 193 wird das Jahr 2119 sein, denn '2119 : 13 gleich 163 und 2 plus 1 plus 1 plus 9 gleich 13. Die Zahl 1898 gel'Lr! ferner zu einer anderen merkwiirdia.cn Gruppe vierZlsfrierZahlen: Zieht man nämlich die erste von der dritten ab. so erhalt man den Werth der zweiten oder der ihr gleichen vierten Ziffer (9 1 gleich 8) Diese Eigenschaften hatten seit Christi Geburt erst acht Jahreszahlen, 1898 ist die neunte. Es sind das die Zahlen: 1610, 1121, 1232, 1343. 1454, 1563, 1676, 1737 und 1893. Die Differenz zwei aufeinander folgenden Zahlen dieser Reihe beträgt stets 111. Bis zur nächsten Jahreszahl dieser Neihe, d. i. bis zumJahre 2020 vergehen aber 111 ! lus 11 gleich 122 Jahre. Das folgende Jabrhundert )1900 bis 1999) wird keine Zahlen dieser Reihe enthalten. Unter den oben genannten neun Zahlen ist 1898 die einzige, in welcher 13 ohne Rest aufgeht. Doch weg mit den Zahlengrübeleien und den trügen schen Pbantasieaebilden, die leichtgläubige Menschen schon beim Anblick der Zahl 13" in Angst versehen. Die Sorgen, die uns das Jahr' 1893 bringt, werden wir siegreich bekämpfen, die freudigen Ereignisse aber, die uns im künftigen Jahre bescheert sind, wollcn wir dankbar hinnehmen. Die P erster" Qrpheu ms ä n a e r i n Rosa Benkös hatte sich gelegenlich eines Gastspiels in der Hauptstadt eines fremden Staates die Gunst des Herrschers zu erwerben gewußt und erhielt von ihrem Gönner, als sie wieder nach Pest zurückkehrte. w . eine größere nnzayi verirauncyr Briefe. Mit diesen Briefen trieb die Dame, die sich auf den Straßenanschlagen unter einem durchsichtig kecken Pseudonym als Königin des Orients" ankündigen ließ, solch groben Unfug, daß durch das Eonsulat die Cinmischung der Polizei in Anspruch genommen werden mußte, vor der sie die Herausgabe der vertraulichen Briefe verweigerte. Die Briefe wurden jedoch in ihrer Wohnung beschlagnahmt. De: Dame wurde bedeutet, sich in Zukunft zurückhaltender zu betragen, da sie i sonst aus der Hauptstadt abgeschoben würde. I

üÄVltt",Mktttt 'nn!mmmmw2ny BNiösität, Appetitlosigkeit, haben. "1 A Populär Proprietary Medicinc Sold at Retail ior Fivc Cents a Package the first experimental step in a direction that may lead to a revolution in the trade. Ä 4 Heimsuchcr Vxcnrsioncn nach allen Hauptpunkten des Südens. Westens und Süd Westens, am l und 15 Sebruar '98 unter den üblichen Raten und Bestimrrungen. Ticket? u d J"format'0, No. 1 Oft Wasb, ing'rn Stta.r, Massachuse tt Lvenue und Union Bahrhcf. H.M.Tr,nson, A. G. ?, . Cincinnati Zuge ! (X H. ckv. fi. R, Abfahrt Ankunft Cincinnati Indianapolis Abfahrt 408 7 böm 10 45M 2 'im 4 4SM . 7 V5ttm Tayten Züge, C. H. Abfahrt Indianapolis Ankunft 7Z0?m 11 i0Jm Z 25 "ir m M . 7 45 ' m 10 mim & D. N. N. Ankunft Dayton bfahrt 40? . 10 4SL 24.VU 4 4592m 7 VSN Ankunft 7 40m m m 255m 6J .M 7 55Nm II VZlN Toledo & Detroit Züge. C. H. fc D. R. R. Abfahrt Ankunft Ankunft Jnd'plS: Toledo: Detroit Abfahrt iaSvm nk'ftS4Nm nk'ft 84w? 7VS1! , 4 08 0 1LBM ) Ausgenommen EonntagS. Ticket-Officen : Union Station und No. 2 West Washington Straße, Ecke Meridian. Die populäre lWlMD Ist die beste Linie nach 0 Ii! I 0 A Qr . 75ier Züge! verlassen Jndiavapeli JWBm ii 508 t3 85 12 55 0t8 P2 00i7?t 5 55 Abend k6 4SAb 7 238 Ankunft ia Shicago. Zö treffe hier ein.... s ?? 7 55 ... . )nmm 4L7 " 4,csiiq auegen. wonnrag. Die neuesten verbesserten Vestibuts Wsgsn, Pullmnn Schlnfwngen elegate Parlor Wagen und Vßwagen. üotaltdAlaftoaatn In ksdiavanott flrht um 8obend bcxctt. Berläht Ehteags 2 45 Morgen, ann jeder Zeit ach 9 8 Abendk benützt werden. TtKrH Wahintitnn &.tT-ntie Ticket, Okkltts Union Babnhof, Mailbn iUtt'Ifi . fett lve. Bahnhof nr.d 22. lrak. Geo. W. Hayler. D. P. ?. rftwn.fW jmr I ftHrtf flt fc john n Godwln,1 roy...Vt rk f it us. kwir yoa 7 o iak , aiuck.bul , t tMeh yotquUklj how to tmtm tnn i u tit a dmymt thu start, aad raca a you f on. Buth arsea, all ,. la any art twaina, jvm rmm wanniR al Out. a. ia all tmr tim.ir nan aiomMM .i... tii wrk. AU la aw. Crcat pmj aCkt f. very wfkar. Mi atart yo, femtahi' errtbtnc EA8ILT. bPEEDILT laarn. Vk Kl ICbW MJiK. A6Tm at on

S

2 tfT?TT 1 MZMi 5 XV $45&?M Z -äcV rjpi : iv4j 5 H: 3 -.n ?-SÄWt5 s5 . i ; k Xr-- jv--. ' t B KMiii s i-- -iv. .", r-J j F j" f , - -r-.'V, s KMsMk-? zMßsKLM I

Big

nniiie.

? i ' )

a

w

Eisenbahn-Tabelle

Änmnst und Wgang der verschiedenen Eisen, bahnzüge im Uien Depot, Indianapolis. Vasdalia. Wgang Postzug 7 00 ab üjpreö ii u vivx Expreß 12 40 9hn Acmodatwn 7 20rn Sxrreß 4 00Nm er;rc6 8 10 Pm Ankunft Expreß 5 40 5m Expreß 4 4o NM Accomodation 10 00 Vm Expreß 2 35?!m Schnellzug 715 Vm Accomadation 120 Nr Cledeland, Cincinnati, Chicago und St. LouiS. JndiancuzoliS und Cleveland Division Abgang Expreß 415 Expreß 35 Dm Expreß ..1 35 V Limited Expreß 11 13 L Erpreß 6 25 Rm Ankunft Expreß 4 10 Nn Expreß . . 1130.$rn Limited Expreß 8 45 Ab Expreß S 10 Nm Expreß 10 50 3ha et. Louis Diviston, Abgkng Expreß 7 30Wm Limited Expreß 11 45 Bm Expreß ...,11 20 31m Expreß, täglich 3 60 Km Ankunft Erpreß täglich 4 05 m Erpreß 10 30 25m Limited Expreß 6 30 3lm Expreß 610 Vm Thicago und Cincinnati Division öftlich, Abgang Schn-Izuz 3 45 Vm Accomodatio'n täglich TsOSJrn Accomovatio 10 50 S?rn Postzug 2 45 Rm Accomsd. (nur SonntagZ). Accomodation 6 30 Rm Ankunft Nufhville Ssccoriobsttwiu Postzug 11 40 Vm Jnd'plS Are. (nur Somtt.). Accomodation 11 15 Accomodation 6 40 Ab Schnellzug 1105 31m Chicago und Cincinnati Diviston tvestliq Abgang Accomodation 7 10 Vm Scbnell.Poft 11 45 Vm Lasanette Accomadation. ... 5 15 Nm Cchnellzua 12 30 V Ankunft Schnellzug 3 30 Vm Lafayette Accomodation . . . 10 30 Vrn Echnellpost 2 35 31m Accomodation 6 45 31m Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 25 53m Expreß 11 45 Nm Danville Accomodation. ... 4 35 3kn Expreß 11 15 Dm Ankunft Expreß 3 33 92m Danville Accomodabi.. . . 10 33 Vm Expreß 2 4ZNM Expreß 616 3! Peoria Division östlich. Abgang Expreß 6 2)ra Accomodatis " Expreß 8 25 3! Ankunft Expreß H 85 rn Accomodation Expreß 9 00 31m Lake &tit und Weftern. Abgang Expreß 7 00V Expreß 1 20 3lm Expreß 7 00 3! SchnellExpreß Ankunft cknell , Expreß Expreß 10 20 V Expreß 2 40 Nm Expreß 6 00 5! Pittöburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. JndianavelU Dwino. Abgang Expreß 6 00 5! CclumöuS Accomodation... 8 30 Vm Erpreß 5 SO Vm Nichmond Accomodation. . . 1 30 3tm Expreß 7 20 AbAnkunft Nichmond Aceemodatiou S 00 m Schnellzug 8 00 93m. Expreß 12 30Nm Accomodation 316 3! Expreß 6 50 N Expreß 10 15 3! Chicago Diviston via ckcmo. Abgaig Expreß 11 3 33 Expreß 12 35 N Ankunft Expreß 3 3oD Expreß 3 20 3! Louiöville Division. Abgang Expreß 3 40 Vm Louisvills Accomodation... L 10 Vm Schnellzug 3 25 3! Accomodation 4 03 Nm Ankunft Accomodation 10 16 Vm Schnellzug 11 8) Vrn Accomodation 5 60 Nm Epezial täglich 12 25 Nm Cincinnati, Hamilto und Indianapolis. Abgang Expreß 3 40V Cincinnati Accomokotis . . 10 45 Vrn Expreß 7 05 Ab Expreß 4 45 Nm Expreß 2 45 N Ankunft Accomodation 11 65 V Expreß 12 45 V Expreß 7 60 Nm Expreß lOLONm Erpreß 6 60V Indianapolis und BinfenaeS. Abgang Expreß S16V BincenneS Accomodatis, .. 4 00 3! Ankunft VincenneS Accomodat o10 40 rn Expreß 4 68N Cincinnati, Wabafh und Michigan Abgang Expreß 6 35 Vrn Expreß 11 16 V , Erpreß 4 50 N Ankunft Expreß 9 25 Vrn Expreß 3 ION Expreß 8 45 3! Indianapolis, Decarur uud Wefter. Abgang Expreß 8 15 V Accomodatuzn 3 45 3! Echnell-Erpreb 11 10 5! Wnkunft Schnell. Expreß 3 35 Vrn ccomodatton 10 40 Vrn Expreß 4 40 5a Louiöoille, New Albany und Chicagos Abgang Expreß 12 65 V vxprey 3 35 3! Monon Aecomodätis 7 00 Ent Ankunft Expreß, 3 SO Vm !onon Accorsodatuz 4 375! Expreß 7 55 8! The Twentieth Century, ine auZaneicbnete Woüenfchrift, welche ortschrittlich vrstn'-ten Lesern sehr zu nnöfeh en ist. In der Tenden, ttoax sotziatifti'cj. werden docb andere fortschrittlich Theerim barin unvarteiiscb besvroöen. - Van bestelle direkt b der WORl1klH PubliahinfT Co 19 Cr Vx. 3

Ct

'

V 1 ,V V. X X 7f ;

!!

i

'