Indiana Tribüne, Volume 21, Number 132, Indianapolis, Marion County, 30 January 1898 — Page 9
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Ella Aer Mops. Humoreske von Muna. m?,?77? sritem kiaben mir ein tt trächtliches Vermögen hinterlassen, Nachdem ich meine humanistisch Ex:sienzberechtigung durch das obttgate Abiturientenexamen bewiesen hatte, stand mir nichts im Wege, meiner Wanderlust die Zügel schießen zu lassen. So bin ich über Deutschlands Grenzen aezooen. habe Frankreich durchwandert und die Schweiz und bm schließlich eingebrochen in die bella Jtalia; dort habe ich mich staunend begerri i t ar. v.p CsHfT2 nn K2 neu slll wie uciic fc vii"3 M,lw vv Meißels. An Jahren älter als die meisten Söhne der alma matcr m s Vaterland zurückgekehrt, zog ich auf eine westdeutsche Universität, um mich V f.. VniVirr r llrvr vci jtuiiiyc(tyiuit g vvw Praxiteles. Polyklet, Myron u. s. w. las damals ein Professor, welcher die .Fünfzig" um einiges überschritten haben mochte, den man aber auf den ersten Blick für älter zu halten geneigt war. Die Vorlesungen des Kathederkönigs zeichneten sich vor anderen auf demselben Gebiete dadurch vortheilhast aus, daß trotz aller wissenschaftlichen Behandlung- doch warmes Gefühl m ihnen lag und sie zu Zeiten von Heller Begeisterung überstrahlt wurden. Ich faßte ein gewisses Interesse für den alVerhältniße memes seilen, vzi iagic l mir lächelnd: er ist em verdrehter, alter . . ' m v. . ? im:.ii.j..iii.;i I . unggeieue; eine ane iuvi 11 ? W tL - . IC. X 1 1 V 1 I verailmeniirr inn uno aunct iyi uu ein Mops das lebende Inventar seines Hauses; er bringt ihn jeden Morgen Mll aus DU UNlceistiai llno slliieil mit Wurstbäuten. die von seinem Zzruh-I Mck herstammen. Obgleich nun darin nichts Eigenthümliches liegt dah ein alter Junggeselle sich eme alte Wirth, schafterm halt, noch auch, datz er semen Mops mit Wursthauten futtert, es
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ken Herrn, meinen acqoar im vt- sessor zu entdecken. Dazu hatte ich be- sie ihre großen Augen niederschlug, leg, einen Sohn meiner Universitats- sonders eines Abends genügend Gele- konnte ich ihre langen Wimpern bestadt. interviewte ich über die Privat- arbeit. 5kck batte mick, von meinen wundern. fnfc ich wobl .knin, V?k-
umgekehrt vielmehr entschieden bemer- mnem Bedauern sagen, jeder Hieb da ich über die betreffenden Angelegenkenswerther gewesen Ware, so mteres- nd jeder Schlag der kritischenBeweis- heiten orientirt war. mischte ich mich sirten mich diese kleinen Mittheilungen ge seiner weiberfeindlichen Be- in das Gespräch. Sie sah mich halb
oocu auLcrorocuiil, b yauptungen, welche lemer Änstchl nacy erstaunt, halb vorwurfsvoll an, schien warum. Vielleicht well ich selbst em tn Gegner getroffen,' schienen ihm mir aber zu verzeihen. Durch einen L)undefreund bm. Das Mopslein ent- ncuc Waffen in die Hand zu drücken, bescheidenen, ritterlich . ehrerbietigen deckte ich eines Morgens beim Unwer- nd nun aar das Seiratben'- rief der Tn suckt, ick wieder mit , mck,n
sitatspedell. welcher zu ihm. so lange Professor, Kellner, noch ein Glas was ich vorhin durch meine neugierigen der Professor seine Vorlegungen hielt. Bier!" Das ist doch den Unsinn auf Blicke verbrochen hatte. Wir kamen me vormundschaftliche Stellung em- die Spitze getrieben! Das ist die schließlich in ein Gespräch. Sie redete nahm. Es war kein gewohnlicher e-,andluna eines Geistes, dessen Wände atürttck. aber knck in yn-zs, h?
1 ittt t t nrin nrPTT mfirn rn i . ? . cn tn 1 . 1 iuivs. wiuifc vvMuVk v" 1 1?ttoen oericyieoenen unoegelern angehört. Bald wurde ich ihm mit memer ruhstuckssemmel tributar; er erkannte mich unter der Menge heraus und empfing mich mit Sprüngen und Schwänzeln, seinen Theil so sicher erwarieno. wie weiiano oer luigc w uyiuuiu iuuc . tif nviii li i . - r 1 T v I dem Seg er der Lüfte zu l befreien; dafc! V VnitrViTTtmTrTt I mich der Hund bemerkt, als er unter r c m - .rt c mYY st X. I flatternden Gegenstande seines Kum mers und trieb die Rangen auseinany der. De? Professors Wohnung kannte ich Rasch eilte ich dah M klw' gel e; eme alte ehrwürdige, damenhaft aussehende, behiubte Erscheinung öff nete Mir die 2hur und stürzte m dem selben Moment, ohne auf mich Rücksicht zu nehmen, auf das Möpslein loS, es an sich reißend. ä. . , Y " U .Da bist Du endlich. Schnauzchen," l ltl&$"' "m Du denn. Du Schelm?" Nun bemerkte ich erst, daß die würdige Matrone augenscheinlich kurz vorher gewemt hatte und auch i tzt lagen ivn? Viti hrnnn mit thrn rn ch' Sm 21' men S i e zu unserem Schnäuzchen"? Unser Herr Professor ist aufcer stch und lauft schon seit emer Stunde durch oie ganze xaui, lgfl hat er im Stich gelassen!" i i r k:. cn 9 m WaS Letzteres - zu bedeuten hatte, blieb mir natürlich völlig unklar aber ich stand der Haubendame Rede und Antwort. Sie dankte mir im Namen deZ Herrn Professors in den wärmsten Ausdrucken, wahrend ich mich, da ich Eile hatte, von dem Mops verabschiedete und die ehrsame Matrone in ihrem thränenfeuchten Glücke allein ließ, nachdem ich ihr meinen Namen genannt hatte. Am nächsten Tage stellte ich mich natürlich dem Professor nach dem Collea vo?. Der alte Herr war sehr gerührt und lud mih so herzlich ein. ihn zu besuch, daß ich seiner Einladung -Folge leistete. Bereut habe ich es nicht. "Ich fand in ihm einen nicht gewöhnlichen Geist der allem Guten und Schönn zugethan war und ein Gemüth so warm, day er es häufig unter scheinbarer Stall zu verbergen suchte, in der Furcht, klißverstandm zu werden.
,141t tT 1 ugenü nimrni Jcus ücui mannt, uem es ruyig geiqeyen. zn oem '!comenl. nach Hause. Als ich eme Seitenstraße tx Dic Freiheit nimmt und, setze ich hin- wo sie in das Damencoups einzusteigen passlrte, sah ,ich em Rudel .springender, zu, mit einer Frau bestraft! Sehen im Begriff war, faßte ich einen Entpfeifender, lohlender Buben und ge- Sie dagegen mein .Schnäuzchen- an! schluß der mir später unerhört kühn wahrte, naher gekommen, emen Mops, Das ist besser, als eine Frau! Folg- schien. Ich nahm die Rose, die ick
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an vejjen wanzazen em liemer s! Treu! Zärtlich! Braucht keine in meinem Knopfloch trug, und sagte: Gummlluftballon befestigt war. Das Winter- und Sommertoiletten, hat nie Mein Fräulein, für die kleinen Thierchen, durch diese ihm unerklärliche Migräne, schwatzt keinen Unsinn und Dienste, die ich Ihnen geleistet habe, Veränderung semer körperlichen Be- acht keine Narrheiten! Führen und sind Sie mir auch einen kleinen Dank schastenheit auf da Höchste erregt. lcitcn fann ja? ihn am Schnürchen, schuldig; nehmen Sie. bitte, diese suchte sich unter klagendem Bellen von Ken braven .fiimd: alles Eiaensckakten. ?s-. r?- Yn' fr, .rm.r. L
sreuoigem eoeu. oen auon i.au, , Freiheit. Denken Sie doch, henathen einen Augenblick stehen und kam mir ziehend, die Kette der ihn pemigenden tin Schritt, den Sie nicht wieder zu- plöUZck wie verlassen vor. Ich mußte Rangen durchbrach und auf mich los- ückthun können! Versprechen Sie mir. unwillkürlich an das verlaufene stürzte. Ich erkannte nun m dem Ge- mein Lieber, daher, ihn nie zu thun!- Schnäuzchen" denken und lächelte plagten meinen Uemen Umversitats- .Nun. Herr Professor." erwiderte ich Bei meinem freunde amüsirte ich freund: schnell befreite ich ihn von dem dem erreaten alten 5)errn. der aufoe- frrT? t f,m nJi
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7 7J" Zil.L TmLln mni , ' CCl 9a0Cl aucg 0 . denden Punkte meiner Broschüre an. then runden Wangen wie WiJWfö Versprechen abaenommen. nicht zu hei- gelangt bin! Sehen Sie, da steht sie!" tropfen auf emem Borsdorfer Apfel, ratben: so mackt sie ke nen Mann und ;.2 m.n2. L? n u.
Auch die Redewendung der alten Dame: sogar die Venus hat er im Stich
gelassen, wurde mir nun klar, vuvtw dem Schreibtische des Professors stand die herrliche, mediceische Venus le bensgroß. in eitel carrarischem Marmor. Ihr Besitzer verrieth mir, daß er
sie zum Gegenstands seiner Specialstu- chm trug und an den Tischen des Perdien gemacht habe. Er beschäftigte sich rons suchend entlang schritt. Sammtmit der Lösung des bekannten Pro- liche Tische waren besetzt, nur an dem
blems. was die Göttin wohl in ihren Händen gehalten haben mochte. Er glaubte auf dem richtigen Wege zu sein, eine Gründe war er im Begriff, in einer Broschüre niederzulegen. Frau Miller, so hieß die ehrsame Pflegerin meines Freundes, hatte mich übrigens, al5 Retter Schnäuzchens, sehr bald in r Hrz geschlossen. So oft sie mir v,;. ?sür öffnete, bearllkte sie mich mit xdtn unb den freundlichsten Blicken b0Il der Welt. Die Kopfstreifen ihrer cbe Mten ihrem Gruße dabei wipi rv r w n.t r..i. rv cm::r peno eisau. vicd, lagie yiau ihm ler einst, als ich sie neckend in Abwesenhit des Professors gefragt hatte, ob sie ;f,m denn immer treu" bleiben werde, I was sollte wohl aus unserem armen lnri rrr. l. . . - O rr t 1 T fl Of : - I 'roycijor rociocns vzx qai ja lonji ytic maxi))f aus den er sich verlassen kann, nur mick und die Gretbe und den Mops!" Wer ist denn Grethe?" fragte -lfi) staunt. Das ist seine Nichte." mx die Antwort; ihre Eltern sind jgdt und sie ist Gouvernante; ach. ein gutes Mädchen, alle vier Tage schreibt flC an den Onkel und ebenso regelmäßZg und gewissenhaft antwortet er So. so," sagte ich nachdenklich, um r0 mehr wunderte es mich, eine ausgesprochene Abneigung gegen das ganze weibliche Geschlecht in dem Projüngeren Freunden los gemacht, um it dem alten Herrn ein Glas Bier zu 7 7 ' tnnkcn. Da wurde er dann, ven , . m m mw I , blauen Rauck seiner Cigarre von lM blasend, aesvräckia und unsere UnterHaltung kam nach allerlei Kreuz- und Querwegen auf das Thema .Weib". ,-Zke? ks ZMeZse und Tkoren schon at m geschrieben und geredet haben. Der Professor gerieth in eine lebendige, kriegerisch?, ja sast boshafte Stimmung hm. Er schlug sich sofort auf die Seite der Anareifer und ich muk zu 7. "i . 1 . .1 ? rn r r . nr o wirr ri. ... i 0lC PI umois, oiqza jyciumuci ltxlf Ud geschlagen haben. Seyen Sie zum Beispiel fuhr der Professor fort, was bm ich für ein glücklicher roenn. alllcklick. weil ick eben nickt aeirathet ! Ich bin ein freier Mann, und nur ein freier Mann, nicht etn Freiersmann, ist der richtigeMann. oenn imon omer aal: oie aisle oer r " r , l f. ii(fi . t I rv w 1 O .a (m . W . I - r i ' ' die eine Frau selten, nie in dieser Weri n t cm.' I I r ww , es ja nicht, das Standesamt ist die Bastille männlicher . . . . ' . 1 . . 73 standen war und mir m's Zeucht ,ay, ich will mir Mühe geben; ich glaube, Uu gmt ist auck nickt arofe hti mir J Mer so schlecht wie Sie die Frauen schäkern. Herr Professor, sind sie doch nicht! Denken Sie doch an Frau Muller. denken Sie doch an Ihre Nichte!" Woh wissen Sie etwas von meiner Nichte"?" fuhr er gegen mich los, dann milder einlenkend, eine Wirtbw ww schafterm ist eben eine Wirtschafterin, und meine Nichte ist keine Fr7u!" Ich lackte berzlicb. .WeniastenS nickt für mik. a fülle ick nur Mickten aeäen meinen verstorbenen Bruder, ihren Vajer. kurzum ach was. das ist ja Unr? i t --;. . , uch sichnicht unglücklich; sie bleibt ÄL. ... tm Nachhausegehen. als ich mich ö0n dem Professor getrennt hatte. überlegte ick mir. woher wohl dieser . . hellslackernde Zorn gegen vas andere Geschleckt bei meinem Gönner berstammen könnte. Liebe? UnalüdliÄt Liebe? Verrathene Liebe? ' Als ich meinem alten Freunde we-1 nige Tage darauf begegnete, begann er: enrt ti c c 1 ri ican aai oocq nur 'erger: Äver oas kommt von diesem Heirathen; hätte mein Bruder das hübsch unterlassen, . ü 1 . !C rrr roare icg niaji wir meinen willen Onkel geworden; nun muß ich meine Nichte zu mir nehmen; ich will sie nicht anger o Tmocn euren in dieuung :anen. o in m ie ruoer. liebe, zumal das Madchen noch zu lung und unerfahren ist, nicht wahr?" -Freilich, freilich Herr Professor." lag xt 10) uoerzeugi. sirnro nc : nuoiqje Zelt dauern." fuhr er fort, bis man WB? ?a? .siji"n 1? ?fä Fers gewoynl yai. cy nwqn iyn zu trösten; er setzte sem Schimpfen aber m 1 , , 1 gutmüthig polterndem Tone fort. Emige Zelt daraus reiste ich nach
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Freunde zu dejucyen. n W. hatte lcy mehr als eine Viertelstunde Aufenthalt und setzte mich daher aus den Perron des Bahnhofes. Zeitung lesend. Als ich das Blatt wandte und aufsah, bemerkte ich eine junge Dame, die eine Reisetasche und allerlei kleine Sächcl. meiniaen war ich der einzige Gast. Nachdem sich die junge Dame vergeblich nach einem unbesetzten Tisch umgeschaut hatte, entschloß sie sich, äugenscheinlich mit Ueberwinduna. an dem Tische, wo ich mich bereits niedergelassen hatte. Platz zu nehmen. Sie bemerkte, wie ich sie mit den Blicken derschlang und schluq erröthend die Augen nieder: dieser Auaenniederscklaa batte etwas so rührend Bittendes, daß ich , wieder meine Zeitung ergriff, sie zwischen uns haltend, um mich so ihren . ? uaen zu enlZieyen. witmt ÄUsmerisamkeit war aber gering. Plötzlich bemerkte ich in meinem Zeitungsblatte, aerade zwiscken den teilen eines sebr ernst gehaltenen Artikels über die' em .111 , ! augenoiianaje Utüiage, einen ucincn Riß; durchschauend, konnte ich mein! sckönes Geaenüber deutlick leben, lck i konnte meine junge Nachbarin nun ganz ungestört beobachten. Mittelgroß, schlank, wohlgeformt war das reizende Geschöpf; es hatte etwas Madonnenhaftes an sich, das vermehrt wurde durch seine Frisur. Im Gegensatze zu den Modernen ihres Geschlechtes trug sie -glatt an Scheitel und Schläfe anliegende Haare, so daß die edle Form ihrer Stirn und ihres Köpfchens bedeutsam hervortrat. Da nuten, so aufmerksam zwischen den eilen des Leitartikels" lesend, wie ick i.... . es bis dahin noch nie gethan hatte. . . ' I ich sah si? rnhnr fit f M m s weZblickiem Instinkt mn? s::k,nn Blick aus sich gerichtet; sie bemerkte den Nlb. Ueber und über erröthend. wen. n hnz iTKtiMw hn frf?n mir, als glitte ein dttsteckieS, ganz le!ses Lächeln über ihre schönen Züge. Gleich darauf ging ein Gepäckträger an uns vorbei: sie fraate ihn veraebens über vermiedene Dinae um Auskunft? : 7r e i jdc uynyell uno jcoc neugierige Frage zurückhielt; das machte der Zauber reiner Weiblichkeit, die unbewußt .ihre Macht ausübte. Ich erfuhr nur. dk fi m,irr iTmtrr.a stadt reise, um Verwandte zu besuchen, Beim Einsteigen in den Zug war ich ihr behilflich: ick raffte ibre Tascken ' . ' ' ' ' ' ' 1 ' und Eackelcben an Mick und sse l ,k f r r v ' . ( lv v fc . w 4 Kf vw4iVitivU V schnell, als Sie meine Dienste verges11' ' . . . " 01 vw'l vy v iVtvtlVf iUU VVt es war eine schöne la France. Der blieb es Abmteuer erzäblt und wurde nun von ihm in einem Kreise lustiger Ger.TT. ' 1 0 ' Einige Tage nach meiner Rückkehr besuchte ich wieder meinen alten Freund, den Professor. Wie gewöhnlich. öffnete mir Frau Müller die Thür und auch Schnäuzchen empfing mich mit freudiqem Gebell. Als ich in die sfe:..n.. k.a m.r.rr.? 4i c. tUVIll 1UV( Ui3 -UIV ( U19 liul. Ut merkte ick eine fremde Person welcke m?., L.'ll 17' " l n1' mi-der; ich habe' Sie aber arg-dermißt! Gerade jetzt, wo ich an einem entschei- . . v ' . . : . glMen an i rVorbei und richtete? sich auf die fremde Person im Zi war meine Eisenbahnbekanntschaft! Sie hatte mich, wie mir schien, längst Zm Jlmr, I 1 1 v v. eine la France, schon ziemlich verwelkt, ; 'Jnl h iZ f;.n, i n?, Jf f.;. nn. rividernd: a und wie sckön sie wie. der ist'- Meine iunae Freundin trr'6 thete und schlug ihre Augen nieder. . . ' .Ach. rief der Professor schnell, da ünht ick oani veraessen also hitr. liebes Grethchen. Herr , und hier 7 . . 9 . ' meine Nickte! Sie ,t Teil e n wen 2c mir und wird es immer bl. n, nicht wahr Grethchen?" Die junge amc nickte leise mit d:m Kopfe. - Ich fcIic& zum Kaffee; wir plauderten afUzltL Ich erzählte von meiner Reise, er mein ahnendes Gefühl und ein bittender Blick von Fräulein Grethchen hielten mich ab. dem Qnkel" unser Ufcnteu ail verratben. Als der Professor einen Augenblick das Zim mer verlassen hatte, sagte Grethchen uU nhrr nslrnJ. r sin wh innm I w " WF ..vj. ff w..., MV).. I Sie nickts meinem Onkel, er würde hr böse sein!" Der wiedererscheinende
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setzungen ab. Seit jenem Tage war ich noch öfter bei dem Professor als sonst. Um es kurz zu sagen, ich verliebte mich sterblich in Grethchen und ich merkte, daß meine Liebe nicht ohne Gegenliebe war. Ich hätte dem Engel oft um den Hals fallen können, aber der Onkel. Allein traf ich die Königin meines Herzens nie.: der Oheim ließ sie nie allein ausgehen; wenn auch nun Frau Mllller in das Geheimniß unserer Herzen eingeweiht war und es begünstigte, so blieb ihre Gesellschaft doch ein Hinderniß. Das Beste, was man unter vier Augen sagt, mußte ich verschweigen. Eines Tages, als ich auf der Universität wieder Schnäuzchen fütterte, überkam mich ein teuflischer Gedanke. Wie, wenn ich Schnäuzchen zu unserm Boten machte! Ich theilte meinen Einfall Grethchen mit. Sie sagte Anfangs: Ach, Sie schlechter Mensch!" gab aber auf mein Drängen ihren Widerstand sehr bald auf. So entstand dann eine kleine PostVerbindung zwischen mir und ihr, bei der der Mops den Briefträger abgab; unter seinem Halsbändchen war der Briefkasten, in dem die Briefe von und zu der Universität gelangten. Welch' einen Reiz hat dieses
versteckte Spiel heimlicher Liebe! DeS Morgens, wenn ich erwachte, war mein erster Gedanke: das Halsbandchen, der Brief! Dann zubelte mem Herz vor Wonne! Schließlich aber sagte ich mir: Mein lieber Freund, das geht nicht so weiter. Ich hielt mir selbst eme regelrechte Gardinenpredigt folgenden InHalts: Mein Ich: Schämst Du Dich nicht, den guten Professor zu betrügen? Mein Du: Allerdings schäme ich mich sehr Mem Ich: Und noch dazu durch m unvernünftiges Thier, das er gern mag, das ihm aber Nichts verrathen kann! Ist das nicht arg? Mein Du: In der That sehr arg! Mein Ich: Und nun gar das Mädchen! Nicht blos, daß Du schuldig wirst, Du verwickelst es beflissen m Deine Schuld; Du zerstörst ihr guteS Gewissen dem Onkel gegenüber. Du verdrehst ihr den Kopf, erregst Hoffnungen in ihr! Und eS ist in braves Mädchen! Willst. Du dieses frivole Spiel weiter treiben, ein Spiel, wo der Eine verlieren muß und das wird sie em! Bist Du nicht em ganz arger, chlimmer, verstockter Sünder?! Mem Du: Das bm ich. wahrhaftig! (Dabei trat ich vor den Spiegel, um zu sehen, wie em verstockter Sunder auö schaut.) Mein Ich: Nun dann, versprichst Du, Dich zu bessern und von Fräulein Grethchen zu lassen? wv - m mm Mem VU (cerna): tzsie imo ein Esel, mein Herr! Mein Ich: Nun, dann bleibt nichts übrig, als sie zu heirathen! Das werde ich auch thun, rief j ich mit Stentor stimme und drehte mich dabei aus dem Absatz um. ' Eines Tages sah der Professor mei nen Platz unter seinen Hörern leer. Der gute Junge, so dachte er, hat sich gewlß durch Studieren zu sehr ange strengt! Zu derselbigen Stunde weilte ich in der Wohnung des Professors und nahm darm eme ungewöhnliche Stel lung ein. Ich hielt Grethchen nämlich in meinem Arm und küßte sie nach Herzenslust, indem ich ihr versicherte. dies sei das Recht und die Pflicht eines Bräutigams nach dem hierzulande gel tenden Gesetze, das ich von früheren juristischen Studien sehr genau kenne. Vor meinem akademisaen Wissen beugte sie sich natürlich m Demuth. ffrau Müller trat plötzlich in die Stube: sie zog sich, offenbar in dem Glauben, eine Vision zu haben, zurück. Ich erklärte ihr aber die Situation. Da schlug die brave Frau ihre Hände über dem 5opfe zusammen und rief ein über das andere Mal: Herr Doctor. HerrDoctor (so nannte sie mich stets). Sie sind doch ein sehr verständiger Mann. Ja." erwiderte ich. .aber was wird Ihr Professor sagen? .Dafür sorge ich," sagte sie und stellte sich in eine so kriegerische Position, wie ich sie noch Nie an ihr bemerkt hatte. rw t t 2mr oreie immieoelen nun eme schreckliche Verschwörung. Zu Mittag am nächsten Tage hatte ich mich angesagt. Der Professor wal sehr guter Laune und em guter .Tropfen" that-das Seinige. um sie immer besser werden zu lassen. Mein alter Freund führte eine lebhafte Un terhaltung. an der Grethchen und ich nur als Zuhörer theilnahmen. Was haben Sie nur?" sagte er zu mir. Sie sehen so zerstreut aus." Ich sah ihm zum ersten Male während des Essens gerade in's Auge und sagte: .Ach Herr Professor, ich habe eine fchreck' liche Thorheit begangen!" .Prost an' die Dummheit!" rief er heiter, .sie isi die Stiefschwester der Klugheit und wer nie m semem Leben eine Dummheit verbrochen, der ist kein rechter Mann! Aber beichten Sie. mem lieber Sunder, und erleichtern Sie Ihr erz!" ..yer? Prossor." sagte ich ihm fest in das Auge blickend, etwa wie em Morder semem Opfer ehe der todt iiche Streich geführt wird, .Herr Professor !" Nun. (er setzte sein Glas, das er schon erhoben, nieder) was denn?" Herr Professor," sagte ich, 1 . IU ' .rcy yaoe irncn verlobt. Vem Pro sessor siel die Gabel aus der Hand. .Das ist allerdings eme Dummheit, mein Freund," sagte er, und ich bedauere Sie aufrichtig denke Dir, Grethchen. er hat sich verlobt, der Unglückliche!" Der Professor sah zretychen an. in dem Glauben, von ihr die Bestätigung ' der unerhörten Dummheit zu hören. Sie schwieg. Äver grethchen. Du bist ia aanz bleich, was ist Dir?" rief er angstvoll. Onkel," sagte sie. indem sie ihre aanze Krast zusammen nahm, .ich habe ich habe mich auch verlobt!" Daö Gesicht des Professors in diesem Au aenblicke war nicht au beschreiben: der
onsi so klug Dreinschauende lad ae-
rade nicht geistreich aus. Nachdem er ich einigermaßen von seinem Entsetzen erholt hatte, begann er gegen seine fast ohnmächtige Nichte los zu donnern. Ich hörte nur Worte wie: Undank, verlassen, alter Onkel, unerfahrenes, eichtglaubiges Dmg. Unglück undVernichtung In diesem Augenblicke brachte die Frau Müller das Dessert herein. Aber was haben Sie denn, Herr Professor?" rief sie. .Was ich habe." stöhnte der, was ich habe. er rang nach Athem .das ist nicht zu sagen, Frau' Müller; hören Sie: Herr hat, sich verlobt Grethchen hat sich verlobt haben Sie sich etwa auch verlobt?" rief er, einem plötzlichen Einall folgend. Nun," erwiderte die kluge Frau Müller, .haben Sie denn schon gefragt. mit wem sich die Herrschaften verlobt haben?"' Ich konnte mich nicht länger auf meinem Platze halten, ich schlang meine Arme leidenschaftlich um meine kleine Braut, die ihr Köpfchen, wie Zuflucht suchend, an meiner Brust barg; gerade unter der Statue der Göttin der Liebe geschah das. 'Der Professor sah uns beide erstaunt an; offenbar sammelte er seine Kräfte zu' einem neuen Angriff, Diese Unthätigkeit benutzte Frau Müller. Ich horte halb, wie sie von dem .vortrefflichen , Menschen", dem .Glück seiner Nichte", von Zusammenbleiben für alle Zeit und anderen Dingen mehr. beredt redete. Nun gut denn, rief der Professor, .ich will ihnen verzeihen. aber " Kem Aber," rief die gute Frau Müller. .Herr Professor, denken Sie doch an Ihre Nichte, Professorchen, sehen Sie., wie sie sich ängstigt," sie zog ihr Taschentuch ' heraus. Grethchen, rief sie unter Schluchzen, Grethchen, versprechen Sie Ihrem Onkel, daß Sie es nie wieder thun wollen!" . . Die Höhe der MeereSwogen. Bei bewegter See erreich die Meercswoaen, die indessen nur neun Sekünden anhalten, eine Länge von 260 Fuß und bei Orkanen eme solche von 400 bis 450 Fuß. Die längsten Wellen, die Dr. Schott jemals gesehen hat, waren im Indischen Ocean. Dort betrug ihre Dauer 15 Sekunden, ihre Länge 1150 Fuß und ihre Geschwindigkeit über 46 Seemeilen (1855 Meter) die Stunde. Die Höhe der Meereswogen ist nicht ganz so groß, als man manchmal annimmt und Wellen, wie Berge hoch", beruhen meistens auf dichterischer Erfindung. Die höchste Woge, relche Dr. Schott beobachtet hat. war 32 Fuß hoch; Wellen in der Höhe von 60 Fuß sind selten, und sol che von 10 Fun kommen nur ganz ausnahmsweise vor. Bei gewöhnlicher Lustströmung beträgt durchschnittlich die Hohe der Meereswogen 4 bis Fuß. , . . " Kindliche E r k u n d i gung. Arbeitersöhnchen (der ' Vaters socialen Gesprächen oft gelauscht hat): .Nicht wahr. Papa, in der Zukunft löst' der Staat auch den'Storch ab?" Lakonisch. Gast (zum Wirth): Sie. in dem Bier da ist Pech!" Wirth: Im Leben auch!" Äcrgetzlich. Ich fürchte, mem Fräulem, i&ae werden Ihren Lie bes schwur vergessen!" Das ist ja ganz unmöglich, ich pflege mir in jedem solchen Falle einen Knoten ms' Ta schentuch zu machen." ' ' I m Eise r. Dienstmädchen : .Jetzt war unser Schuster schon viermal mit der Rechnung hier ; ich schäm' mich ordentlich, den Mann immer wegzuschicken!" Hausfrau: .Ach. dummes Zeug, müssen Sie nicht auch aus Ihren Lohn warten ! ?" ' Einzige Gelegenheit. Sie (zu ihrem, etwas nervösen Mann beim Erwachen): -.Aber Papa, heute Nacht hast Du wieder viel im Schlaf gesprochen!" Er: Ich muß ja bei Nacht sprechen bei Tag' komm' ich doch nie zum Wort!" 7 ' ' Erster Gedanke. Ein Schnorrcr geht mit seinem Söhnlem, das ein Zehnmarkstück verschluckt hat. zftm Arzt. Als sich dieser zur Opeta tion bereit erklärt,' fragt der Vater: .Herr Professor,' wenn S eö heraus bringen, hab' ich doch nix d'raufzu zählen?!" : ' ' 'JnderSchmiere. Schau fpieler (begeisterte Anfänger): Ach. Herr Dlrector. morgen ist i schon das Ritterstück Geisterthurm" . . . Ich soll doch den König spielen, bitte also um meine Rolle !' Director: Was Rolle! Sie werd'n doch wissen, tvaS a' ttönig red't!" , Nicht in Verlegenheit zu bringen. Bettler: Schenken Sie mir waö: habe, sieben hungernde und frierende - Kinder zu - HauS." Herr: Frierende Kinder zetzt im Hochsommer? Bettler: Ja, sehen Sie, wir wohnen nämlich gerade ber einem Eiskeller!" ' - - StthüteXLin Frühes . Grab ; Wie oft hören wir da'S ein frübcS Grab durch eine vcrnachläßigte Erkältttng herbei geführt wurde. Ve . t . . m . . fr. venre vles uno georaucr?er. ?uu. v HustenSynrp, welcher sofort alle Hals Und Lunaen-cidcn kurlrt. Herr W. . H.'Mahoncy, Lowcll, Mass., schreibt: '.'3ch' war sehr krank mit einem schliMB men Husten.' Doctorcn konnten? mir nicht' helfen und jedermann saate daß ich die Schwindfucht hattev Em'Werwandter" empfahl mir Dr. Bull'S Husten Syrup und nachdem ich zwei Flaschen davon gebraucht hatte war ich kurirt. ES war wunderbar! Ich werde DriBull'S Husten Syrnp immer meinen Freunden empfcblcn denn ich weiß - daß er 'ein unfcdlbareS -Mittel ist." Dr. Bull'S Husten Syrup cm übsall für . Exms verkaufe . ' : - I
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