Indiana Tribüne, Volume 21, Number 126, Indianapolis, Marion County, 24 January 1898 — Page 1
i ox 0 rir 0 o KV K y iy w l iVo v w x o yy vOffice: No. 18 Süd Mabüma Otrahe. Telephon 1171. Indianapolis, Zndiano, Montag, den 24. Zanuar J898 Jahrgang 31 NnIS
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Inland. Wetterberiebt. Wärmeres, schöne Wetter heute Nacht; zunehmende Bewölkung und vielleicht Regen oder Schnee Dienstag. ten 24 Stunden 36 Grad, niedrig? 24 Grad. Lütgertö Prozeß. Chicago, 23 Jan. Lütgertö schauspielerische Talent zeigte sich heule wieder im besten Lichte. Mit sei tenem Geschick weiß er zur richtigen Zeit einige Thränen zu vergießen oder mir lyranenernlaier nrnrne einige Worte hervorzustoßen, die vollständig unverständlich find, und durch diese mit tbränenerstickter Stimme einige sckausvieleriscken nlffe teunic er seine sonst sehr eintönige Erzählung, die er wie ein auswendig gelerntes Gedicht herunterleiert. 3a der langen Zeit seiner Haft hat sich Lütgert wahrscheinlich aus sein Auftreten vorbereitet und zu gleicher Zeit die szenischen Effekte einstudivi. ooa(5 er b0 seiner Frau sprach, hf gann er zu weinen und machte dann . M..s. rtMf um Iitu luiiuiiV uui m(iiui , . . . . . ftn &nffn rntrhrr in aewtnnen. U"ll ' " ra : c - Cn:..sX.. I m 2inc grvpr niiuu,u,ng " den Zuschauern, als er plötzlich, während er über eine Unterhaltung mit seiner Frau sprach, mit einer schauspielerischen Geberde seine Hände in die Höhe hob und mit thränenerstickter Stimme sagte: Ich ill nicht fort fahren, ich kann nicht, außer wenn der Richter eS befiehlt!" Nichter Gary sah jedoch vollständig gleichgiltig vor sich hin, ohne ein Wort zu äußern, und da Harmon fürchtete, daß der theatralische Effekt verloren gehen würde, bat er selbst Lütgert, nichts zu verheimlichen, da er selbst sein Leben in seiner Hand habe. Unglücklicher, verheimlichen sie nichte!" beschwor ihn Harmon mit einer dramatischen Geberde. Er erzählte seine geschäftlichen Berlegenheiten, wann und zu welchem Zwecke er die Lauge gekaust habe und wann wo er seine Frau zuletzt gesehen. sii., ,s hh nuui. ..5. nachdem er beinahe AlleS verloren, seine Frau kränklich und melancholisch geworden war und öfter drohte, sich das st . ... r Leoen zu neymen. Enttäuschte Skatbrüder. S t. 2 0 u i s, Mo , 22. Jan. Das erste nationale Skat. Turnier in den Ver. Staaten wurde gestern Abend in der St. Louiser Liederkranz-Halle er öffnet und zwar unter Betheiligung von etwa 300 Spielern, von denen 72 von auSaärtS und 228 aus St. LouiS waren. Die Betheiligung war eine Enttäuschung. Vor einem Monate gch befürchtete man nämlich, daß die Liederkranz - Halle mit ihrem 15,000 Quadrat - Fuß großen Saale nicht groß genug sein würde, alle Delegaten zu fss.. Man erwartete damal näm , , . r nr fT t . ft 11 ll WkMgsten, 900 Delegaten, statt 1 11 dessen kamen nur 72. darunter nur vier von Milvaukee, von Chicago zehn, !von JndianavoliS stebeniebn und zwei ibitze. Etwa ,ö Ortschaften, von denen man eine Delegation erwartet " ir am r . , , l hatte, waren gar nicht vertreten, waS allgemeine Verfchnupfung verursachte. S regnete vayreao oes ganzen TageS in Strömen und Jedermann litt an einer Erkältung. Am Nach mittag wurden in der Fefthalle die für . . . . , ,. - . ole leger aurge elen Prelle oovlogrophut, damit die dielen Spieler, r7 ' J ' welche auf Preise rechnen, sie aber n;,M gewinnen, ck weniaken ein & , t . . " ' lld nach Hause nehmen können. Der hgHste Preis hat einen Werth von 576. der geringste einen solchen von $1; außcrccm wurde ein sogenannter Trost p""" den größten Pechvogel ge W I Heute Vormittag um S Uhr began nen die Verhandlungen deS CongresseS. Mittaa fand ein gemeinsame fteß 1 w i i essen statt, um 2 Uhr begannen die wieder, und am Abend wurde daS große Ereigniß in der Skat geschichte der Ver. Staaten mit einem CommerS zum Abschluß gebracht. Indianapolis wurde als VersammlungSort der Konvention im nächsten Jahre einstimmig erwählt. r- JnionopoiiW t r e v c i . !f. i iViicuci, reuige nuiqr;, viuüch icucr, . Oanaernebo und krred. OaSman .kjreifc erhalten. Wir find im Otsnde zu versichern, daß die Herren nicht
nöthig hatten zur Beförderung ihrer
M..!k. s,s? 9Rrtrtn in niiin viViivtiit ")" g miethen. D. R. - AuSlanv. Judenhetze in Algier. U l g i e r, 23. Jan. Die Ausstände gegen die Juden wurden hier heuteerneuert Der Mob drang in daS 3udenviertek, plünderte die Läden in der Rue Babazoun und trieb die jüdischen Kaufleute in die Straßen. ES wurde eine Escadron EhasseurS nach der Szene gesandt, welche die Ruhtftörer mit gezogenen Säbeln angriff. Später sammelten sich die Tumulanlen wieder und brachten Hochrufe auf die Armee aus. Revolver und Dolche wurden gebraucht. Ein Mann wurde m den Rücken und in den Kops gestochen und starb augenblicklich. Viele wurden gefährlich verwundet und ein Mann starb heute Nachmittag um 4 Uhr an seinen Wunden. Als dieses bekannt wurde, entstand unter den Ruhestörern große Aufregung; sie schrieen : Man ermordet uns !" Tod den Juden !" Läden wurden zerstört und die geplünderten Gegenstünde wurden verbrannt. Die Polizei griff die Ruhestörer wiederholt an, fand aber heftigen Widerstand und war machtlos bis die Truppen eintrafen Die getödteten Männer waren Christen und deren Kämeraden haben Rache geschworen. Man befürchtet weitere Aufstände. im Sonnenfin.sterniß und Aberglaube. B 0 m b a y, 23. Januar. Die Sonnenfinfterniß war hier von einem chnellen Sinken der Temperatur begleitet. Gin Erdgeruch erfüllte die Lust und die Szene glich einer Landschaft unter der englischen Wintersonne Die totale Finsterniß dauerte zwei Minuten mit einer bemerkenSw:rthen Corona. Die einheimischen Astrologen weissagten ein furchtbares Uiglück. Die Eingeborenen eilten zum Gottesdienste, asteten, eS herrschte aber keine große Furcht. Der Nizam von Hydeabad gab fünfzig Gefangene frei und chenkte jedem derselben Geld und Kleider. Präsident Dole vonHawaii. Chicago, 24 San. Präsident Dole und Gattin von Hawaii trafen heute Morgen kurz nach d Uhr in Chieago ein und wurden von einer auSgewählten Gesellschaft bewillkommt. ' Hin Wiedergewählt. Rom, 23. Januar. Tenor Amiiare Cipriani, der italienische Soziaiftenführer, dessen Erwählung zur Deputirtenkammer für Forli im vorigen Juli von der Regierung nicht anerkannt und annullirt wurde, ist wieder zum Deputirten für Forli erwählt. in , ,, m ... i P rügeleiinderDeputirtenkämme?. Paris, 25. Jan. Am Samstag kam eS in der Deputirtenkammer zu einer allgemeinen Prügelei. SS wird allgemein zugestanden, daß die Szene, mit Ausnahme der neulichen Vorgänge im österreichischen ReichSrath, ohne Beispiel dasteht. Merkwürdigerweise war Traf Ladern, der frühere öster reichische Premier, Zeuge deS CkandalS. Er muß sich recht daheim gefühlt haben. Nachdem der Saal geräumt war. wurden 26 abgerissene Halsbinden und viele zefetzte Röcke, die den Deputirten von den Lttbern gerissen waren, ge funden. ,, Woher nehmen und nicht stehlen? Conftantinopel, 25. Januar. Rußland steht im Begriff, der Türkei eine Note zu überreichen, in welcher eS die Bezahlung der russisch-türkischen Kriegsentschädigung von $140,000, 000 verlangt. Jneiner'Siyungve.S Fai mers Institute", welche dieser Tage in West Ehester. Pa., stattfand wurde daS Landstreicher - Unwesen eingehend diskutirt. Unter Anderem befürwortete C. W. Talbot den Erlaß eines Staatsgesetzes zur Wiedereinführung derPrügelstrafe für notorische Landstreicher. In jedem Township sollte ein Prügelpfähl errichtet und den Polizei- und Friedensrichtern die Befugniß ertheilt werden. Landstreicher je nach der Art ihres Vergehens zu so und so vielen Peitschenhieben zu verurteilen. Dieser Vorschlag fand bei den biederen Far mern, welche die Landstreicher mehr fürchten als die Pst protzen Änklang.
allerlei.
Einen aubrgewohnllch e n Zuwachs hat die Mormonensecte während des Jahres 1897 erhalten, denn ihre Mitgliederzahl ist von 234,000 auf 297,370 gestiegen. Diese Secte ist jetzt beinahe halb so stark wie die Congregationalisten und die Episcopa len. welche 630,000 bezw. 653.400 Communicanten haben.Die größteZahl nämlich beinahe ein Drittel von den 23,919,027 Communicanten in den Vereinigten Staaten, gehört der romisch - katholischen Kirche an. Die Methodisten sind 5,735.893 und die Baptisten, 175,300 Seelen stark. Dann kommen die Lutheraner mit 1,507,466, die Presbyterianer mit 1.490,162 und die Jünger Christi mit 1.051.079 Mitgliedern; die übrigen vertheilen sich auf eine Unzabl von Scten. J; Große Aufregung herrscht in Excelsior, bei Shamokin, Pa., ob der Behauptung des Postmeisteis Glowa und anderer Bewohner . des Orts, daß Lücas Homiak, ein veruöglückte? Grubenarbeiter, aus ' dem Miners - Hospital" in Ashland, wo er angeblich gestorben, in einer Eiskist? hierher geschickt worden und bei Oeffnung der Kiste wieder auf Augenblick zum Leben gekommen sei! Die Zehe des Mannes hätten heftig gezuckt, und sein Athem sei fünf Minuten lang fühlbar gewesen. Homiak's Angehöric bebaupten, daß der Unglückliche nicht todt, sondern nur scheintodi war, als er in Eis verpackt wurde. - 1 ZehnDollars Strafe, weil sie einen Mann geküßt, und 10 Tage Haft im County Gefängniß, weil sie die Junggesellen von West Hampton umarmt das ist das traurige Geschick der Frau Daniel Terrell, besser bekannt als Tantchen Terrell. weli in das Gefängniß zu Riverhead, L. I., eingeliefert wurde. EheTantchen auf ihre Kuß - Exedition ausging, hatte sie sich bekneipt, und so kam es, daß sie in allerfidelster Stimmung im Postamt erschien und ihre Arme in Extase um G. H. Rodger'ö Nacken schlang und ihm einen schallenden Kuß auf die errathende Wange drückte. Die anderen Junggesellen machten'" sich schleunigst aus dem Staube. Schließlich kam die Liebesdurstende in die Methodistenkirche und versuchte, jeden Mann, der m ihren Bereich kam, zu küssen. Den Küster iaate sie herum, bis er sich im Keller- einschloß. Dann blieb sie draußen stehen und sang: Give nie one Kiss beiore I go. Indem idyllischen Bahside auf Long Island hat noch nie eine solche Aufregung geherrscht, wie augenblicklich. Alte ehrsame Farmer zupften sich die Haarwurzeln aus, und hübsche junge Landpomeranzen weinten ten vor Wuth. Die Ursache dieser Sen. sation war eine Hochzeit. Aber was für eine! Heinrich Vehringer, ein hübscher, junger, angesehener Farmer, lxitte eme Schwarze zur Frau genommen, und noch dazu eine Wittwe, welche fünf Jahre älter ist. als er selbst. Es war entsetzlich! Pastor Fishburn von der Negerkirche in Flushing vollzog die Trauung. Die Frau hieß vor ihrer Trauung Schenck. Sie ist eine üppiae Erscheinung, und wurde bei Leuten ih-' rer Rasse für schön gehalten. Die Nachricht von der Verheirathung verbreitete sich wie ein Lauffeuer, und beinahe hätte es einen regelrechten Aufruhr ge. geben. Es war bekannt, daß Behringer der Wittwe schon längere Zeit den Hof gemacht hatte, doch ahnteNiemand, daß er so weit gehen werde. Theeren und Federn!" war allgemein der Schlachtruf. Aber auch die Nürnber. ger von Bayside hängen Keinen, sie hätten ihn denn zuvor. Vehringer und seine Braut ließen sich vor Niemanden sehen, und die Rache der entrüsteten Farmer mußte ungeküblt bleiben. In der preöbyterianischen Augen- und Ohrenclinik zu Bal timore befindet sich ein jungeö 17jähriges Mädchen. NamenS Daist Hubbard, welches auö einer seit Gene ration?n sichtlich vom Schicksal ver folgten Familie stammt. Cambridge, Md., ist ihre Heimath und sie leidet au .Glancoma", Verhärtung deS Aug apfels. Dr. Herbert Harlan von der erwähnten Clinik hat eine Operativ an dem Mädchen vorgenommen und bofst. ihr Augenlicht zu retten. Nicht lo glücklich, wie Daisy, waren und sind verschiedene ihrer Verwandten. In der Valtimorer Blindenanstalt befinden sich drei ihrer Anverwandten, und i Cambridge wohnen ebenso diele. Alle sind an derselben Augenkrankheit erblindet. Vor 13 Jahren schon behandelte Dr. Harlan ein Mitglied derselben Familie, das an dem gleichen Uebel litt. Er stellte Nachforschungen in der Vorgeschichte der Familie an und fand, daß seit sechs Generationen alle schwarzäugigen Glieder derselben erblindet seien. Daisy hat allerdinas blaue Augen. Einer alten Sage gemäz ist dieses Jahrhunderte alte Samilienübel die Folge eines Fluches, den vor sechs Generationen ein schwarzäugiges Weib auf das Haupt eines Mitgliedes dieser Familie gehäuft haben soll. Die Ahnen der Familie wanderten aui Frankreich ein und hießen La Compte. und in Cambridge sind die Unglücklichen heute noch unter den Namen die blinden La Comptes" bekannt, ;
Ein Polizeifall s e l t ener Art fand dieser Tage in Basel seine Erledigung. Durch das Schlagen einer Wanduhr in einem seit Monaten unbewohnten Hause wurde die Nachbarschast veranlaßt, in mitternächtiger Stunde die Polizei zu requiriren. Diese fand in dem gewaltsam geöffneten Hause, einem der ältesten Gasthöfe Basels, zunächst der alten Rheinbrücke gelegen, nur hundert Schritte vom Polizeiposten,! einen ganzen Trupp Einbreche?, der es sich in den Zimmern und Betten wohl sein ließ und, wie es sich in der Untersuchung ergab, seit dem Sommer hier gehaust hatte. Es wurden auch ine ganze Reihe von in Basel und der Nachbarschaft verübten Diebstählen constatirt, die sich nicht nur auf Lebensmittel und Uhren, sondern soqar auf Tische. Bänke und Sophas erstreckten. Der Rädelsführer der jugendlichen Bande war ein Apotheker. der von seinem Malepartus aus bei seinem eigenen Principal einbrach und die Kasse leerte. Die Strafe der im Schlaf überrumpelten Genossenschaft lautete auf 1 Jahre Zuchthaus und weniger, je nach dem Alter der Thater. Der Volkswitz verlangt auch Vestrafung des Hoteleigenthumers, weil er unterlassen habe, seinen Gästen das Fremdenbuch vorzulegen. , n g r a u e n h a f t e s V e rbrechen beging in Spa ein unnatürlicher Vater. Er tödtete seine beiden unmündigen Kinder, machte alsdann deinen Mordversuch an seiner Frau und schoß sich endlich selbst eine Kugel in 1)en Kopf. Seit mehreren Jahren war Paul Freymann den Haushälterinnen von Verviers wohlbekannt, da er ihnen auf einem mit zwei Hunden bespannten Karren jede Woche den Petroleumbedarf brachte. Aus seiner vor sieben Jahren mit der aus Spa gebürtigen Marie TrilleS eingegangenen Ehe hatte er zwei hübsche Mädchen, von denen daS ältere, Therese. fünf, und das jün. gere, ein reizendes Blondinchen, drei Jahre alt war. Vor einigen Monaten ergab sich Freymann dem Trunke, vernachlässigte sein Geschäft, das Familikvglück war hin und Armuth und Unfriede waren in's Haus gezogen. Aus Mitleid, riefen die Eltern der Marie Triges. diese mit ihren beiden Kindern nauSpa'zurück und richteten der kleinen Familie in ihrem eigenen Hause eine. Wohnung ein. Freymann ergab sich immer mehr dem Trunke. kam aber ab und zu nach Spa. Dieser Tage kehrte er, aus Aachen kommend, zu seiner Frau zurück abermals in betrunkenem Zustande. Er fand ' seine Frau im Schlafzimmer, wo die beider. Kleinen bereits schliefen. Er erfaßte seine Frau an den Armen, um sie zum Bette zu ziehen, aber es gelang ihr zu entkommen. Einige Minuten später hörte sie im Schlafzimmer drei Schüsse fallen, sie stürzte hinein und fand ihre beiden Kinder mit dem Tode ringe'Zd. Neben dem Bette lag der Mörder, der sich eine Kugel in die rechte Schläfe geschössen hatte. Der eiligst herbeigerufene Arzt constatirte. daft das jüngere Kind auf der. Stelle getödlet worden war. daS ältere konnte noch: Papa. Mama!" flüstern und verschied zebn Minuten später. Freymann wurde schwer verwundet, hatte aber das Bewußtsein nicht verloren. Dem Polizeicommissär erklärte er, er bedauere, nicht auch seine Frau umgebracht zu haben. Sodann ließ er diese rufen, angeblich um sie um Verzeihung zu bitten. Doch kaum stand sie vor ihm, da erfaßte er sie mit der linken Hand und versetzte ihr mit der reckten e!n:n Dolchstich in die linke Seite. Freymann liegt jetzt im Krankenhause in VervierS. Sein Zustand ist Hoffnung?-los.-
x Hiesige wahrscheinlich Vergiftung Der No. 606 Union Str. wohnende ThomaS Heiney, ein unvecheiratheter, dreiundvienigjähriger Mann, kam gefiern Abend um S Uhr nach Haufe, holte sich auS der Küche ein SlaS Wasser und zog sich in sein Schlafzimmer zurück. Seine Schwester, Frau Wiselogle, in derem Hause er wohnt, hörte gegen 11 Uhr röchelnde Laute auö dem Schlafzimmer. ihreS Bruders dringen. Sie fand ihn im Bett und da sein Zustand die Anwesenheit eines Arzteö unbedingt erforderte, holte man sofort Dr. C. O. Durham, welcher biö gegen 1 Uhr MorgenS an ihm arbeitete, leider aber ohne Erfolg. Der Mann hat anscheinend eine zu starke Dosis Morphium genommen. Sr starb untee den Händen deS ArzteS. Ein Selbstmord ist kaum anzunehmen, da feine Schvefter nicht die leiseste Idee hat, auS welchem Srunde ihr Bruder, der glücklich und zufrieden lebte, sich hätte daS Leben nehmen sollen. Der Coroner wurde erst heute früh um 10 Uhr von der Sache benachrichtigt und behauptete heute Nachmittag um 5 Uhr, daß ein ettstmord vorlirge.
Ein zerrüttetes Nervensystem
Schließlich Herzbeschwerden. Gesundheit wiederhergestellt durch Ar. MilS'S Nervine. err Edward Hardv, der joviale Mana ger des grobe SkoreS der Sheppnd Co. zu Vraceville. Jll.. schreibt: .ch war nie einen ag irani in meinem even, cti lsdO. I, litt so schlimm an Nkrvöser Erlcdlakfilna. dak l, meine cicut nuQi vrrieyen lonnit uno tu mevl l'niren ansangen mukte. Ich versuchte unsere Lokal-Aer,te und einen in Joliet. aber keiner konnte mir helfen und ich dachte, ich würde fter, den. Ich wurde verzagt und stand unsägliche Angst auS. Konnte weder ffen. noch schlafen und ruhen, ti schien alZ könne ich nicht exiftiren. Nach Verlaus von sechZ Monaten war ich nur ein Schatten und zuletzt wurde mein Her, erarif fen und ich war wahrhaft elend. Ich nahm sechk oder acht Flaschen von Dr. Milk!' Rervtne, die mir von Ansang an Linderung brachte und mich schlicblich kurirte. Der gröbte Segen meines Lebens. i.fl. 1 x. t . r t m . - l. . Dr. MileS' Mittel werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie ; die erste Flasche nutzt oder daZ Geld wird zurücker stattet. Buch über die Krankheiten deZ Herze? und der Nerven frei. Adresse: v r.?Jss? 2, r!crvino; Itesteres 5 tts-!t! $ 'SjJ-LllS Dr. M i l M d i c a l o.. Elkhart. Ind. Liederkranz. DaS gestern Abend abgehaltene Konzert deS Jkederkranz war' recht gut besucht und überhaupt in jeder Hinsicht befriedigend. Die Chorlieder wurden alle gut vorgetragen. Nur ein paar Mal war ein Uedereifriger zu bemerken, der seinen eigenen Takt singen wollte oder für den die Pausen nicht exikirten. Die Lieder Beim Liebchen zu HauS" und JSgerlied" fanden besonders lebhaften Beifall und muhten wiederholt werden. Die Herren Cd. Bany, R. Böhm, W. Stöffler und I. Strack ernteten mit ihrem Quartett v Maidle" großen Beifall und sangen die Beigabe noch schöner. Auch daß Solo deS Herrn g. Weiffenbach, Der Trompeter", wurde recht beifällig eufgenommen und Herr A. Worth spielte ein Trombone-Solo so schön, daß der Beifall nicht enden wollte, bis er sich entschloß e noch einmal zu spielen. Herr E. Michaelis fang Wenn Du noch eine Mutter hast" recht gefühlvoll und mußte sich ebenfalls zu einer Beigäbe herbeilassen. Den Schluß des Konzerte bildete eine humoristisch musikalische Ausfuhrung, Die glücklichen Ehemänner". Die Mitspielenden waren Julius Buschor, E. Michaelis, gränz Schäfer, Henry Meyer und Mox Kluge. Nachdem die Stühle entfernt waren, wurde tüchtig getanzt. m vlus ven Gerichtshöfen. Polizeigericht. Zack Stewart, welcher am Samstag Äbend auf den Wirth Zoe Gates geschössen hatte, hat sein Verhör am 2. Februar. Wm. E. Snglish stellte für ihn NOOO Vürgfchift. Sonst kam nichts Weiteres von Iteresse in der heutigen Polizeigerichtsfihung vor, mit Ausnahme deS Falles von Wm. Smith, der Pferdegeschirr gestohlen hatte. und wof5r 135 Tage Arbeitshaus zudiktirt erhielt. Kriminalgericht. Mayer Steinberg. Verlassen feiner Frau. In Verhandlung. Superior Court. Zimmer No. 1. Theodore W. Morris u. A. qegen die Vrovn ftet cham Jron Works. In Verhandlung. Zimmer No. 2. George Sickert ge gen August Borchert. In VerHandlung. ySalzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertbeile Hood's Garsaparilla, der große Blutreiniger heilt Salzfluß. Hood'S Pillen wirken Vorzuglich nach der Mahlzeit und kuriren Kopfweh. 25. Bnum htm fonkj.hT. w.rk tut , bj im 11 ri Atstla, TtiM, and jn. Born, ToUao, Ohl. 3M cat. Uthnanota(MwelL Wby Bt4 yoa? , ttn nc tm. fnMatau To mb d th wotfc ud j ' frai T l , tannr Jm im. mrmm ra an maur amiar aaa dar. AU im Wa mkow mmm mmn 70. va ww bb MW J er ai ib iIbm. Big mtmaj km )2WulinHM.rinViia. '.mL V H. raiHu UlMWI uw V
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