Indiana Tribüne, Volume 21, Number 125, Indianapolis, Marion County, 23 January 1898 — Page 4

ZQSisns Tribüne. Erschein Täglich und SonzttaKs..

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Indianapolis, Ind., 23 Januar 1898 Sonntags pitai. Also ein neuer BacilluS ! Alcocytuö" hat ihn sein Entdecker getaust, denn jede? Ding muß - einen Namen haben, bei dem man eö nennen kann. Eigentlich weiß ich nicht, ob ti sich um einen richtigen ächten Bacilluö handelt, denn der Entdecker spricht nur von einem Keim, einem "gtrrn", aber der Bacilluö ist heutzutage ein Modevieh und so bleiben wir denn beim Bacillus. Besagter Alcocytuö also soll sich im Blute befinden und die Trunksucht erzeugen. Ein Dr. D'Evelyn in San Francisco beansprucht die Ehre der Entdeckung. Selbstverständlich ist man heutzutage, sobald man einen. Bacilluö entdeckt gleich dahinter, die richtige Serumkur zu finden. Der genannte Doktor ezperimentirte denn auch mit allerhand Thieren, nachdem er die eigenthümliche Beschaffenheit deS BluteS von Trunkenbolde erkannt hatte. Er fand, daß sich daS Blut der Thiere, wenn man sie regelmäßig berauscht macht, in derselben Weise ändert, wie beim Menschen, daß sich' bald der 311 cocytuö zeigt und eS dauerte nicht lange, so hatte der Doktor auS Pferdeblut ein Antitorin, oder sagen wir einen Anti-AlcocytuS herzestellt, der, wenn eingeimpft, die Trunksucht von Grund auS kurirt. Dem Mittel hat der Doktor auch einen Namen gegeben

und er nennt eS Equisine". - Einst weilen ist mit seiner Herstellung noch ein kleines Geheimniß verbunden, aber ei ist in Aussicht gestellt, daß der Doktor seine große Entdeckung der Oessentlichkeit übergeben wird. SS wäre doch schön, wenn sich die Sache in ihrem ganzen Umfange be tätigte. KeeleyS Goldkur ist ja nur fauler Zauber und wenn die Trunksucht wirklich im Blute steckt und eö giebt keine Medizin dagegen, dann muß jeder Trinker unaufhaltsam zu Grunde gehen, gür die Temperenzler aber . wäre eS sehr hart. Ihr Beruf müßte vollständig flöten gehen. Denn zunächst könnte derjenige, welcher nicht trinkt, sich nicht mehr mit seiner größeren Moral brüsten und sich nicht alS ein Muster von Tugend und Sittlichkeit hinstellen. Alle, dessen er sich rühmen könnte, wäre der Umstand, daß er keine AlcocyteS im Leibe hat. Auü könnte er den Trinker nicht wegen seine? AlcocyteS tadeln, denn er könnte sie geerbt haben. Auch kann man doch einen Menschen nicht dafür verant-

wortlich halten, daß irgend ein Thier

sich in seinem Blute ansiedelt. Und serner, wenn man der Trunksucht mit sicherem Erfolge durch Einspritzung von Equisine aus den Leib rücken kann,

dann braucht man auch keine Gesetze von höchst zweifelhafter Wirkung mehr

dagegen. Mein Freund Eli Ritter wird dann

wohl seinen Beruf als Retter der Moral aufgeben und sich eine andere Clientel suchen müssen. SS wirb linn keinen Zweck mehr für ihn haben, Studien über die Kneivp Kur zu

machen, vielleicht wird er vielmebr einsehen lernen, daß praktische Kneip-

studien angenehmer sind. Dem guten

Mann ist in dem Prozeß gegen Trüm

per, in dem so viel die Rede von der

Kneipp Kur war, durch den Mangel an Kenntniß der deutschen Sprache jede Gelegenheit zu amüsantem Wortspiel entgangen, so daß die Frage ob in

Bellevue mehr gekneipt, oder mehr gekneippt wird, gar nicht zur Entscheidung komme kann. WaS soll dann der Hochehrenwerthe, moralische und tugendhafte Käpl'a mit seiner Zeit anfangen, wenn er nicht

mehr Polizei und Gerichte gegen d e

Saloon!eeperS Hetzen kann ? Ich würde ihm vorschlagen, der Heilsarmee beizutreten, da kann er seine ValvationBemühungen vom Besonderen aufS Allgemeine verlegen und auch den Tam - Tam tüchtig schlagen. Er müßte sich prächtig auknchmen, wenn er betend und singend auf der Straße herumzöge. 3m Ernste gesprochen : Noch niemalö hat mich ein Prozeß so angewidert wie der, den da Ritter im Namen ineS gewissen Leonhard gegen Trümper führt. Ich' weiß nicht, ob zuerst der Ritter zum Leonhard oder der Leonhard zum Ritter kam. Aber Leonhard hat einen Menschen getödtet, und wie ich und noch Manche glauben, ganz unnöthiger Weise. Und selbst man Leonhard glaubte, daß man ihm

sein Pferd habe stehlen wollen, waS offenbar nicht der Fall war, eS gehört immer ein gut Stück Brutalität dazu, einen Menschen eines PferdeS wegen zu tödten. Nun handelt eS sich darum einen brutalen Menschentödter vor seinem eigenen Gewissen, oder vor der Welt von aller Schuld zu reinigen und als das bedauernswerthe Opfer eimß Saloonö" hinzustellen' Mir vird schlecht davon und mein Magen rebellirt gegen Käpt'n Ritter und seine Moral. DerPlauderer. m ,,, m Tasdausttieater.

Von Friedrich Tetjens. Miska geht herum sehr traurig Ainst wor er so lustig doch! Othmet tief und seifzet schaurig. Wie fronn Blosbolg Hot am Loch. Schnurrbortspitzen. olle baide. Hängen ihm auf ctinn herab. Wie die Zwaig' von Trauerwaide Und sein Mund is stumm wie Grab. Ober ainmol Hot die Zunge Ihm gelöst Somlaner - Wam Und es Hot der orme Junge Grund erzählt von sainer Pain. Gute Fremde, laßt eich sogen: Lieb' is theirer Zaitvertraib, Onfongs thut's viellaicht behogen. Kaum gedocht hast ober Waib! Und mon wird ffamilienvoter, So wie ich, Hot Sorgen viel, Und dazu am Haustheater, Wo nur lauter Trauerspiel. Mame Frau halt't täglich Probe. Uebt sich vor dem Spiegel am, Trogt die theierste Gard'robe. Just als möcht's Magnatin saw. Nicht genug, dos Werk zu krönen, Schwiegermutter auch erschaint. Jnsceniret Schauerscenen, Ols ain Geist. tcr stets vernaint. Maine Söhne, diese tollen,

Die studir'n. doch nur auf Geld, . Spielen die galanten Rollen, Mehr als Lump doch als wie Held. ; Maine Tochter spielt Naive. Thut so fromm und hailig tief; Wonn ich ihr in Toschen graife. Find' ich Dutzend Liebesbrief. So thun sie Theater spielen. Groß ist ihr Repertoir. Doch kain Stück von oll' den vielen Noch im Ausgang glücklich wor. Ja. von Tag zu Tag wird's schlimmer. Thailt mon neie Rollen aus. Nur der Monn muß schwaigen immer Ich spiel' käme Roll' zu Haus!"

DerFeinschmecker. Als

ich Sie vorhin in Ihrer jugendlichen Frische und Anmuth inmitten der alten gepuderten unförmigen Tante stehen sah, da kamen Sie mir unwillkürlich vor wie ein " Nun natürlich : Engel!" O nein, noch mehr: Wie'?

Lachsschmken m Brotteig! I r r : y u m. Modedame

Bitte, Herr Professor, eine wichtige

Zrage. Gestern trug ich Seide, muß ich nun heute Mohair, Sammet oder welchen anderen Stoff tragen?" Pro-

se jor: Ja. gnädige Frau, davon ver

stehe ich doch nichts." Modedame : ..Aber ich hörte doch. Sie sollen so ein

Epoche machendes Buch, über den Stoffwechsel geschrieben haben?"

Durchichau !. Berwerber:

Der. Besitz Ihrer Tochter würde mich j e ät m

rcicq uno Fiuaila? macvcn. raurvater: So? Wer hat Ihnen denn

Verratyen, was meme Tochter mltbe kommt?"

Selbstvorwurf. Richter:

Schämen Sie sich nicht, daß sie schon wieder bei einem Diebstahl ertaj?pt

wurden?" Angeklagter: Haben

Necht, Herr Richter, hätt' vorsichtiger

KM pllen:

Schlauer. Ach, als ich

rzeiratyete, dachte ich sicher, daß Mich Heinrich nur aus Liebe nehme und nun

stellt sich heraus, daß dies nur des Gel

des wegen geschah." Nun, es muß Dir doch ein Trost sein, daß Dein

Gatte schlauer ist als Du dachtest."

Frech. Dame: Wie können

Sie es wagen, mich auf offener Straße

anzudettem:". -strolch: Na. wenn

Ihnen det nich paßt, so können Sie mir ja Ihre Adresse geben. Denn besuch

id Ihnen rnn zu ause.

Er trifft immer in'f Seh vrmrxe.

denn ein Hand ist sicher, sein Auge klar und ein Arm stark; als kluger, besonnener Haun hält

y er es für gerathen,

immer einen Vorrath von Richard

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Eiannt's Schweizer Pillen mit eich zu fahren. Niem&Ia hat t ein Blutreinigungsmittel, das noch dazu gut schmeckt, to rielo Anerkennung gefunden. In allen deutsch sprechenden Ländern stehen dka Pillen obenan unter ihres Gleichen. Anen sind ei appetitreuend, erfüllen also' alle Zweck solcher Ultteh Zlan nehms nur dit fahle J fa-oBf) AsoÜuUtn M üsli.

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gekauft und werden es, morgen ansangend, verkaufen.

ES wird der grWe Möbelverkaus werden, der je da war. Selbstverständlich bekamen wir bei einer so aroken

Transaktion die Sachen weit unter ihrem Werthe, und wie immer überlassen wir den Vortheil davon unseren Kunden.

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Opssrn verkauft

wm. (. Llder war seit zwölf Jahren als der bedeutendste TNöbelhändler bekannt und über die (Qualität feiner tvaaren etwa? ZU fagen ist nicht Nöthig. Zedermann weiß, daß er bloß die beste Waare fahrte, und daß man mit Stolz zu sagen pflegte : Ich kaufte es bei Clder."

wegen des großen Umfangs des (agers, halten vom diesen verkauf m

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ab. Und wenn Sie bedenken, daß fünf Stockwerke voll ZNöbel da sind, von denen kaum zwei Stücke gleich sino, dann bögreifen Sie, daß öS Unmöglich ist, in einer fc A A4AaAlL AM4a VA ) Ai4lli41A VI A amSa Att L aCiI M At t A M I A 4 M 4 C tX A Q V m L. 1 -1 L . B

4Uijeue uuu um uiuiuitiiiü uie Pkrucuiuu vtiiuujt zu utuitiutu. i cau iuuc vg it- oeizeiien lornmcn.

wir haben Herrn Elders ganzes Personal für den verkauf belvehatten uno durch mehrere von unserem elgenen verstärkt, um rasch bedienen zu können. Eine solche Gelegenheit kommt vielleicht nie wieder. Das Willigste smd die ParlorSbel im zweite Stock. Sie Waaren in den anderen Stockwerken zu entsprechende Preist.

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Man sinket daselbst Schaukelstühle, Stühle. Parlortische, Kommoden, Schreibpulte, Büffet, Porzellanschränke etc. Alle Waaren find mit GlderS Preisen und den unsrigen markirt. ES ist leicht, sich oaö Sevünschte anzusuchen.

Schaukelstühle.

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gaft sämmtliche Stühle und Schaukelstühle sind in zwölf. Partieen getheilt. Sö find saft keine zwei gleich. Die meisten werden zur Hälft?, viele zu einem Drittel oder Viertel von Elderö Preis verkauft. Partie 98e Partie c 3.98

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in allen Sorten. Sie Kissen, was für eine große große Auswahl da ist. Die meisten gehen für weniger als die Hälfte von Elders Preis. Hübsche Theetische und Blumenständer in Mahagoni zu Preisen, die fiaunenerregend find. Schemel (InälR toolg) in Eiche und Mahagoni Imitation, Ol IQ werth N.7S, gehen zu Olilü Kommoden (l.MZ vrsLÄQF Ö. in Sichen-, hoxn-, Virken- und Mahagoni-Holz, alle verschieden,' 4 Muster-Preise.

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Massiv .Mahagoni, ElderS Preis $10, Verkaufspreis öiH-Ü Groß von Eichenholz mit schöne? Front, SlderS Preis tzlö, Ost IQ unser.PreiS OüitÜ

Massiv. Mahagoni, SlderS .PreiS $25, unser Preis. BirdS Sye llhoru, Elderö Preis $L0, unser Preis ' Massiv, Mahagoni. ElderS Preis 535. unser Preis.. .. .. . . . , ' , r - .- . . White. Euamel, Elderö Preis unser Preis Dmnen-Schreibpulte. Eichen Ud imilirtei Mahago!, poliit, Verksufiprei?.. Dttselbe,in,AHk, Brkäufpi

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Preis $12.00 ; unse reiö ElderS Preis $!3.0C, röt zu , Eichen, ovaler src.".iöst,u,.e Spiegel, ElderS PrerS $24.00; unser PreiS

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Massiv Mahagoni, ElderS PreiS $18, geht zu Massiv Mahagoni, SlderS PreiS $20, geht zu. Massiv Mahagoni, ElderS PreiS $35, geht zu.

$12.50 $19,50 $21,75

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$7.98 $8.98 $18,50

Desgleichen, Eld.r- Preis $20.00 ; Verkaufspreis 818,75 Eichen, schöne Front, Elderö PreiS $20.00 ; geht zu ...... . 822,00 Eichen, sehr schön, SlderS PreiS $45 00 ; unser Preis 833,00 ColonalStyl, müsse Sie sehen, ElderS PreiS $60.00 ; tj QQ EombinationS. Busset und Porzellanschrank, eichen, ElderS 017 PreiS $22.00 ; geht z.... dllilO Dasselbe, ElderS PreiS $20.00 ; unser Preis 819,50 Porzellanschranke.

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Dasselbe, SlderS PreiS $21.00 ; unser PreiS ölüiUU Ganz Mahagoni. Sie, werden niemals wieder eine solche CQE sin Chance haben, ElderS PreiS $25.00 ; unser PreiS OZOiUU Hall Chairs. Gegen 20 sehr schöne hali-chairs schon geschniht zu erstaunlich niedrigen Preisen z. B. Großer vlämischer Eichen-Stuhl, ElderS PreiS $25.00 ; Qg Einet in englischem Eichenholz. ElderS PreiS $20 00 ; O lOflsl -unser Preis......... ölZiUU Andere Bargains in groken Stühlen. Schöner Leder-Schaukelftuhl in schwerem, geschnitztem Eichen- 0Q ss holz, ElderS PreiS $20 00; geht zu OlOiUU Schöner großer Mahagoni - Schaukelftuhl, ElderS PreiS Qisl C(1 $17 00 ; unser PreiS OlUiüU Ganz lederner türkischer Stuhl, Eichengeftell, ElderS PreiS Q QQ $20.00 ; Verkaufspreis 014'iüO

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