Indiana Tribüne, Volume 21, Number 125, Indianapolis, Marion County, 23 January 1898 — Page 10

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Dr. I. Btthler, 180 Sfl sNcCnrty Str. Sprechftunsen : 8 6U Nhr Vcnn. ; 3 Mi S hr Nachm.; S Mi 9 Uhr AbendS. Telephon 1446. Srechstdn : Sonntag rmtttagl. CO. EVE11T8, Deutscher Zahn -Arzt. 'Ho. 8z ?tord Penusylrsnia Str. trkd aus Wunsch a'.ZewsnöZ. WALTER FKAXZ, $a)M zt, No. 90)5 Ost Market Strnße. Cofft Bleck. Zimmer 43. 0sfi,Stud,: 9bt,12Vm., 1 Hl 5 Im., 7 6 Uhr den,. Sonntag! oiTlo Nhr Vm. fei 3 Uhr y i '.JMJ i ?4?JTrT??Z?5F?Z Alle Teutschen trinken . Secbach's Thee. (Deutsche Schweizer KrSute-.) ft Ilseittzt Mridve. inijt V '. Vk g'N. rttnlitt Ht ghr. stärkt ii -ter . dkSrdr V uh gl,g ; tifonbtil ftranr , imxkkhl,. Pftsni SO, Ägtnten e;lnt. . B. Serbach. Peru, Jll. aimhüiim 10 In htnbnt teerten GonarrSa unb Vutstv, aul bnt U:i Crgar.rn durch Sanral'Mi igekoben .. ohn Undkqukmlichkeite. $reil f iP ITfl $1.00. bki all lrf48tRtn der V''J V. O. Vor 1. Ve ork. Coke. Coke. An Alumpsn tt. zerkleinert. Hietf Nt.Sit br,e in dn Ofst d Ind'imlfc ttjis Co. 9io. 53 Süd Pennsylvania Str. 14 60 YEARS j r 4 - rvocDiPunr r- Traoc Marks aV Designs 'rril Copyrights &c nsllng ikctcb and deaaiptlon may eralcUy aacartain onr ptnlon kr whettaer am tQTantion t probably pateTitabla. CommnnlcaBoaastrtotlTConfldentlaL Handbook on Patents aantfra. Oldest aeaocy for ecuringPatenta. Patents taken threugh Munn & . reaalr. tpacioi notk, without cbaree. In Ui. Scicntiftc American. A han&somely ßliistratel weeklT. I.reen tulatlon of any identlflo Journal. Termi, 13 a yr : t onr months, L Sold by all nawadealers. i,ÜIIi&Co.36,Broadway'llewYork fim Cl V WuUngtoo, D. 0. MMlwÄ RlPANS TABULES Are intended sorthüdrcn, tadlet and all who prefer a medidne dlsgulsed as con scctlonery. They may now be had (put cp in Tin Boxcs scvcnty-twö in a box), price, twcnty-iTve cents or five txxes for onc dollar. . Anr druezist will get them i isyou iasJst, and they may always be 1 obtalned by irmittlng the price to ) I lneKinans uiemicai ssscy r ßDDiicc st WebsterTs Üsitcmational rüJicSliosiary Invaluabli r the Home, febool. and Offke. A thoroush rvlslon of th Unabridjed, th purpoM c( which ha beea not dipUy nor the proitioa ol materul for boutful and nowy adtuileumt, but lb due, judidou. icholarly, thot Ja! rtfectag of a worlc bicti ia all the tages of tu growih baa obtaiaad ia a cqual degre tba faw and eoa&daa c4 acaolara and ei die gcneral public. Tba On urcat stmnamra Authoritr. So WTlte Hon. v. J. Brwr, Jimw U S. Sapraa Coart. GET TUE BEST. VESSTEBfS lmRJÜSTOiU tJTSe&d for tpediata xa? .DxncKrtKr C1C MERRIAM CO., Puhlisher, SraamrisLD, IIam. Send Totrr natne for a Soorrafr 1 Um Works of Bogen FleJd, FIELDFLOWERS ttt53jTleUmcaunjcct$ceBlr The inostbrantifui Art Productlon of td? Century. 'A amall aoeb of th nott fxairaat af bloa ata tatbered frao tba braad aerta af Eateaa kleid s rara af Uva. CocUins a aclection of tbe moat txautif u2 of the poems of Eugene Field. Handomely tllastrated by tblrty-sie of tbe world treatest artista aa tbeir contributlon to tbe Monument Fan 1 Bet for taa aoble coaUlbatlaa s th grtst artl'ta tbla book csold aot ha? ba maonfae Ured fr 97.00. Foraale at book. störe, or sent ptrpaid on rccelpt of Zi.ro. The lore offeringto theChild's Poet Laureate. pablished by the Commlttee to ereate s, fund to build tbe ilonument aidtocare forthefamilyof th bdovedpoet. Essest kl - ilonament Soarealr Fand, O MwwttwUi CaUsa &

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Engler fühlte, daß er diesem Kinde mit andern Beweisgründen kommen müsse. Denk' einmal-, fuhr er deshalb fort, welche Freude du deinem Brüdeichen und deinem Vater machen kannst, rcenn du Geld verdienst" Da huschte wieder über ihr Gesicht das helle, sonnige Lächeln, an dem Engler sich nicht satt sehen konnte. Geld verdienen?" sagte sie. Ia, das möchte ich wohl! Wir sind arm und die Medicinen sind so theuer" Gräme dich nicht. Kind", entgegnete Engler. Es soll gründlich geholfen werden." Allerlei seltsame Zukunftspläne gingen ihm durch den Kopf, wie er diesem Wesen, das wie aus einer ZauberWelt zu ihm aufgestiegen schien, helfen, wie er Noth und Elend von ihm fern halten und das sonnige Lächeln auf seinem Gesicht unvergänglich machen könnte. Wenn sie nur einige Jahre älter wäre!" murmelte er vor sich hm. Dann könnte ich sie Aber nein! Dann wär's keine Mignon!" Er machte -sich an die Arbeit. Zunächst wollte er eine flüchtige Skizze entwerfen und brachte sein Modell in die geeignete Position. Schnell ging ihm die Arbeit von der Hand. Lag tz daran, daß er selbst so fleißig war. oder daran, daß sein Modell so aller liebst zu schwatzen verstand, und dasz das fröhlicheLachen so glockenhell durch das Atelier klang? Er wußte es selbst nicht, aber das fühlte er, daß er in dem Leben dieses Kindes ein wenig Schicksal spielen müsse. Gegen sieben Uhr brach er seine Arbeit ab. . So", sagte er, jetzt ist's genug für heute. Ich danke dir. Lottchen. Und wirst du morgen wiederkommen?" Gewiß, gern, Herr Engler. Aber sagen Sie. warum sind Sie nur so gut gegen mich?" Weil du ein braves Kind bist", antwortete er. Nun nimm das hier" dabei reichte er dem Mädchen ein Zwanzigmarkstück und kaufe deinem Bruder alles, was ihm noththut. Ich besuche euch bald selbst ein mal." Einen Augenblick zauderte sie. die blinkende Münze zu nehmen. Nimm nur!" sagte er. Es ist keine Schande. Du sollst mir Modell sitzen dafür. Und nun geh' grüß' deinen Vater und schlafe wohl!" Wie traumverloren, schritt Lotte durch die Straßen dahin. Wie reich kam sie sich vor mit dem blanken Gold stück in der Tasche!' Wie fühlte sie sich gehoben vor Freude und Glück! Wie leicht erreichbar schienen ihr alle di Schätze in den hellerleuchteten Schau fenstern! Dort ienen Wein, hier jene prächtizen Apfelsinen, da jenes bunte Bilderbuch. Kier 02s warme Iäckck:ealles, alle das und noch vieles an dere . wollte sie dem kranken Brüder chen kaufen. Wie der sich freuen würde, wenn sie zu ihm trat, die Schürze voll von Herrlichkeiten aller Art! Wie er seine abgemagerten Händchen ihr entgegenstrecken, ihr zujauchzen werde: Lottchen, lieb Schwesterchen!" Aber das Schönste würde doch sein, wenn der Doctor eines Tages sagen würde: Es geht besser mit dem Kranken. Das hat die gute Pflege ge than." Wie wollte sie dann lachen und weinen vor Fr.ude in einem Athemzug! Denn daß es dem Bruder besser ging. daß er gut gepflegt worden war, das hatte sie, sie allein verursacht, denn sie. sie hatte das Geld verdient, jenen unentbehrlichen Factor für alles Erdenglück. ' Sie wußte gar nicht, daß sie hell auflachte vor Jubel bei all diesen Eedanken, und erst der Zuruf eines Pas-

Tanten machte sie darauf aufmerksam. Schneller eilte sie nun durch die Straßen, dem fernen Osten der Weltstadt entgegen, wo im Hintergebäude in einer abgelegenen Gasse ihr Heim war. Sie überlegte, ob sie einiges gleich einkaufen und mitnehmen sollte. Nein", sage sie zu sich, das kann der Vater thun. Er ist klüger als ich und wird sich nicht betrügen lassen. O, wie er sich freuen wird, wenn ich ihm daS Geld gebe! Er wollte schon lange ein Paar warme Filzschuhe haben dazu kann jetzt Rath werden!" Mit leisem, silberhellem Lachen eilte sie vorwärts. Was kümmerte sie Kälte und Schnee! Ihr war warm, denn in Ihr wohnte eitel Gluck und Selig keit. Plötzlich fuhr sie erschrocken zusam men. Wie kam es nur, daß ihr gerade in diesem Moment ein Vers durch den Kopf schoß, den sie vor einigen Tagen in emem Buche gelesen hatte: Ach, wie so bald verhallet der Reigen. Wandelt sich Freude m bitteres Leid" Wandelt sich Freude in bitteres Leid!" Aber nur einen Vugenblick war ihr Jubel im Gedanken an diese Strophe gedämpft dann lachte sie wieder hell auf. Das wanziamarkstück in ihrer

Tasche war der Talisman, der alles Leid bannen sollte. Endlich war sie zu Hause. Eine Nachbarin trat ihr entgegen. Es ist gut. daß du kommst, Lottchen!" sagte diese. Der Doctor war da und hat ein. Recept für das Brüverchen geschrieben; es sollte sofort gemacht, werden, sazte er, denn es sei Gefahr vorhanden." Wo ist das Recept?" fragte Lotte mit fliegendem Athem. Bei euch in der Stube." Siewar schon oben. Auf dem Tische lag das Recept. Dann eilte sie an das Bett des Bruders. Schwer röchelnd, fast besinnungslos lag der kleine Patient auf seinem, ärmlichen Lager. Aber er erkannte die SchweJch habe geträumt", flüsterte er. von Engeln! Sie haben mich in den Himmel geholt, und du hast sie geführt! O. du sahst schön aus! Mit weißen Flügeln und einem silbernen Stern auf dem Kopf ! Und im Himmel, ach. da war es herrlich! Ich kann's nicht beschreiben, so fchön war's!" Sie küßte dem Fiebernden die Worte von den Lippen und wollte eben, die Wartung des Kranken noch auf eine halbe Stunde der Nachbarin anvertrauend, zur Apotheke eilen, als mit schweren Schritten der Vater eintrat. O, Vater", rief sie, es ist gut. daß du kommst! Geh in die Apotheke, laß das Recept machen und bringe etwas zum Essen mit und eine Flasche Wein für Karl!" Glaubst du denn, det mir eener wat borgen wird?" fragte der Mann. Das ist nicht nöthig. Vater! Ich habe von dem Maler zwanzig Mark bekommen hier sind sie!" Zwanzig Mark hast de! Na. det ist ja ein nobler Kerl, der Maler! Dann gib se man her, die zwanzig Mark!" Sie gab dem Vater das Goldstück. Siehst du", fuhr der fort, det hat eenen andern Klang als die elenden Kupferpfennige! Na adjes, ick jehe!" Er wollte fort, das Goldstück in die Tasche steckend. Vater", rief Lotte nach, vergiß nicht eine Flasche Wein Portwein sagte neulich der Doctor und ein Paar Apelsinen!" Jib dir man zufrieden!" brummte der Altt. Ick werde jar nischt dergessen." Er ging, schweren, dröhnenden Schrittes. Aber da, was war denn das? Da'auf dem Tische lag ja noch das Recept, die Hauptsache' Sie stürzte dem Vater nach. Du hast ja das Recept vergessen, Vater!" rief sie. Ach. det Ding! Na ja, jib man her. Man kann ooch nich immer allens im Koppe haben." Komm bald zurück, Vater", bat Lotte; es sei gefährlich mit Karl, hat der Doctor gesagt!" Natierlich komme ick bald. Hab dir

man mch! Ick we ß schon, wat allcö fax einen Kranken nothig ist. Fort war er. Lotte setzte sich an das Bett des kleineu Patienten. Schwer röchelnd kam der Athem aus der b:drängten Brust, und dichter Schweiß bedeckte die kalte Stirn. Jetzt wird alleö besser werden.' Karlchcn!" flüsterte ihm die Schwester zu. Ich verdiene Geld, und das soll alles dir zugute kommen! Und wenn es Frühling wird, wirst du sehen, wie wir beide wieder vergnügt am Küstriner Platz herumspringen!" Der Kleine hörte ihre Trostesworte nicht. Seine Augen waren geschlossen. und theilnahmlos wälzte er sich auf dem Lager hin und her. Lotte faltete die Hände im Schoß zu einem stillen Gebet. Wie langsam doch die Zeit verstrich Minute auf Minute, so schwerfäll'.Z. so zögernd, als schleppte eine jede schwere Bleigewichte hinter sich her! Noch nie waren ihr die Secunden so zu Ewigkeiten geworden wie jetzt, selbst in derGeorgraphiestunde in der Schule nicht, und diese Stunde wurde ihr doch immer so entsetzlich lang! Wenn der Vater sich nur ein wenig beeilte! Es sei Gefahr vorhanden ; hatte der Doctor nicht so zu der Nachbarin gesagt ? Gefahr. Gefahr für das Leben d:s Brüderchens, mein Gott! Das ist schrecklich! Wäre sie dsch lieber selbst gegangen ; der Vater war manchmal so trödelig, er vergaß so vieles, und wenn er gar einen guten Freund traf, so konnte er mit dem stundenlang irgendwo sitzen und trinken, und alles übrige war dann für ihn nicht vorHanden. Wenn so etwas heute geschähe Sie sprang entsetzt auf. Nein, das war nicht möglich! So unverantwortlich Zonnte der Vater nicht handeln ; sein Kind, sein Sohn lag schwer krank, vielleicht im Sterben, das mußte er bedenken, das würde ihm keinen Augenblick aus dem Sinne kommen! Gewiß, er würde sich beeilen! WaS sie sich nur für dumme Gedanken machte ! Und doch, wo blieb der Vater nur? Er konnte zurück fein ja, daS war möglich. Horch! schlugen da nicht die Uhren schon neun Uhr? Lotte öffnete daS Fenster, der eisige Nachtwind strich um ihre heißen Schläfen, und von fern her hörte sie die Stimmen der Glocken wahrhaftig, eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs sieben acht neun . zehn Uhr! Zehn Uhr! Das konnte nicht möglich sein sie mußte sich verzählt haben. Sie stürzte zur Nachbarin hinüber. Nachbarin, wie spät ist eS?" . Jotte doch, armes Jöhr. wie siehst du denn aus!" rief diese. So verängstigt! Wie spät es ist?. Eben-Hat es ft bT rf1 t an' 11 um uuujmufcn. .

Schon war Löite wieder drüben. Zehn Uhr! Wo blieb der Vater ? Die Minuten waren ihr wie Ewigkeiten

j erschienen, und nun waren zwei Stunden vergangen, seit er fort war! Das Recept in der Apotheke mußte längst , fertig sein, und eine Flasche Wein ; und em paar Apfelsinen konnte man doch auch in der nächsten Straße kau- . fen! ' Und wie das Brüderchen stöhnte und . wimmerte Herrgott im Himmel ! I Wenn dem Vater etwa ein Unglück passirt wäre! Es Passiren ja täglich so viele in der Großstadt, konnte da nicht Ein qualvoller Seufzer stieg aus ih- . rer Brust empor. Nein, nein, nur nicht noch das! Das wäre zu viel für sie, darunter wurde sie zusammenbrechen ! 'Und wieder verran die Zeit der Vater kam nicht. Lottchen", stöhnte der Kranke, ich , sterbe! Ich komme in den Himmel!" Sie warf sich über ihn. Nem. nein doch! rief sie angstvoll. Du stirbst nicht, du ollst gesund werden! Warte nur, b s der Vater kommt!" Da wieder schlugen die Uhren: Elf Uhr! Dem Vater mußte ein Unglück widerfahren sein ! Das war klar. Wo konnte er sonst so lange bleiben! Noch eine halbe Stunde wollte sie warten, dann wollte sie zur Polizeiwache eilen, dort würde man Hilfe und Rath wissen. Halb zwölf. Uhr. Ein schwerer, dröhnender Schritt erschallte vor der Thür. Der . Vater!" jauchzte Lotte auf. Sie flog ihm entgegen. Vater!" schrie sie und umklammerte ihn. Du bist da! Dir ist nichts geschehen! Gott sei Dank viele tausendmal!" Na, wat soll mir denn geschehen sein? Ick bin froh, wenn ick jetzt n det Bett komm!" Ja, geh nur, lieber Vater! Gib die Medicin her! Und dann leg' dich schla fen!" Die Medicin?" lallte der Mann. Wat denn for eene Medicin?" Die Medicin für Karl! Und den Wein?" Ach Jott, det habe ick janz vergessen!" Vergessen! -Vater, du hast das vergessen!" Na freilich! Jloobst du denn, ick kann allens im Koppe haben!" O Vater!" stöhnte sie. So gib mir das Recept und das Geld ich will selbst noch zur Apotheke!" Det Recept" er suchte in den Taschen hier. is et!" Und das Geld. Vater ! Die zwanzig Mark! Umsonst bekomme . ich nichts!" Det Jeld!Ja, det iö futsch!" Vater!" schrie sie auf. Was soll das heißen?" Nu, schrei man nich sc! Ick habe man bloß eenen getrunken." Für zwanzig Mark?" Na, nu habdi man ruckt! D'r paar Kröten! Det ha! jerade'sor mir und een paar juteFreunde gelangt, neu war ick so wie so noch wat schuldig. Und weeßt du. ick traf jerade vm Willem na und da" Halb ohnmächtig lehnte Lotte an der Wand. Nur einen Augenblick aber dauerte die Schwäche-Anwandlung. Dann richtete sie sich auf.. Vater", sagte sie. du hast schlecht gehandelt!" Ick, schlecht? Dummeö Ding, fleich kriegst du eene Tackpfeife von -mir. dei du jloobm sollst, tzvt Locomotive hä'tlk dir umjcstoßen!" Er schwankte in sein Bett. Loti: stürzte hinüber zur Nachbarin; . mußt: sie wecken. Nachbarin", bat sie. wat ein n?? nig bei Karl! Ich will zu einem L.'. kanr.tcn gehen, einem Malcr es i, ein Unglück passirt. er wird helfen ich. will ihn um ein wenig Geld bitter Ich muß das Recept machen lassen, sonst stirbt Karl!" Jetzt in der Nacht willst du zu einem Fremden?" fragte die Nachbarin erstaunt. Ich werde klingeln.' O, er ist gut! Er hilft gewiß!" Armes Ding!" flüsterte die Nachbarin. und bereitwillig übernahm sie die. Wache. Lotte eilte fort. , Kein schützendes Tuchkein warmes Jäckchen hatte sie umgethan; kalt und schneidend pfiff der, Wind und drang ihr durch Mark und Bein. Die Aufregung über daS Entsetzliche, daS geschehen war, und was sie nicht fassen, nicht begreifen konnte, die Angst um das stöhnende, röchelnde Brüderchen beflügelten ihren Schritt. Fast mit dem Winde um die Wette. eilte sie. '. Straßauf Straße, Gasse auf Gasse lag hinter ihr; di letzten Nachtwagen der Pferdebahn ka men ihr mit lautem Geklingel entgegen, es schien ihr, als flögen sie an ihr vorüber. Noch nie in ihrem Leben war sie so flüchtigenFußeS dahingeeilt. War eS ein Wunder, daß sie allmälig warm wurde? Da war schon daS Potsdamer Thor, die Potsdamer Brücke, und weiter. weiter nach dem Westen der Riesenstadt ging eS. Endlicb war bi kleine Villa tu 9 Jedermann sagt so. CakcaiktS Tandy Tatbartie. die wundervollste medizinische Entdeckung des Zeitalters, angenehm und ctfn scheno !M Geschmack, wirkt fanst und sicher ans Nieren, Leber und tZingeweive, da ganze System reinigend, entfernt Erkältung, samt Kopfweh, ftic der, anhaltende Verstopfung und Un. verdaulichke't. 'Kaufen und versuchen Sie eine Schoötel von ff.. C. ffv beute; 10. 25, und 50 Cent Verkauft und Heilung garautirt vtll allen Lfsthekk.

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j f X W 4tf MV V v ! Haushälterin wohnte. Sie klingelte I scheu, schüchtern. Nichts rührte sich ' drinnen. Sie klingelte ein zweites mal, lauter, kräftiger. Alles blieb still. keine Antwort. Es -ist wohl niemand zu Hause, dachte sie. Sie läutete ein drittes mal mit zitternden Händen. Wie vorhin, blieb alles ruhig und lautlos da drinnen. Verreist kann er nicht sein, so spann sie ihre Gedanken weiter, denn er hat gesagt, ich solle morgen zu ihm kommen. O, er ist gewiß noch in der Stadt, bei irgend einem sch'önenFeste mit Herrlichen Speisen und strahlenden Kerz:n aber er muß bald kommen! Ich ich will warten. In der bittern Kälte stand sie da. mit fliegendem Athem und wirrem 5zaar. i Müdigkeit überwältigte sie; sie mußte sich setzen. Auf die kalten Steinfliesen vor dr Thür ließ sie sich nieder, wickelte die erstarrten Hände in das dünne Kattunschürzchen und sah empor zu dem frostigen Nachthimmel, an dem tausend Sterne in bleichem Glänze flimmerten. Ich werde warten"; flüsterte sie wieder. Dem Brüderchen muß geholfen werden, und mir kann ja nichts geschehen ich stehe in Gottes Hut!" Sie stand in Gottes Hut Der Wind fegte durch die Straßen, hier und da wirbelte er den Schnee auf oder trieb sein Spiel mit dürren Blättern, die er irgendwo erfaßt hatte, jagte sie wild im Kreise umher, um sie schließlich in irgend eine Ecke hineinzuWirbeln. Sonst war weit und breit keinGeräusch vernehmbar, lem Schritt, kein Wagengerassel, nur ringsum die dunkle, geheimnißvolle Stille der Winternacht. Gegen Morgen erst kam Engler nach Hause. Es hatte eine größere Künst lerfestlichkeit stattgefunden, und die Stunden waren im ?Zluae dahingegang:n. Als er ausderDroschke stieg.dieihn nach Hause gevraeyt yalle. war er mqi wenig erstaunt, vor seiner Thür eine menschliche Gestalt zusammengekauert sitzen zu sehen. Was ist das?" murmelte er. , Er trat an sie heran, sah ihr in's, Gesicht. Mignon!" Er rüttelte sie. Sie blieb regungslos. Mit Hilfe des Droschkenkutschers schaffte er sie in seine Wohnung. Seine alte, halbtaube Haushältern machte sich um sie zu schaffen. Alle Bemühungen waren vergeblich! der herzugerufene Arzt konnte nur d Tod durch Erfrieren feststellen Auf E'ngler's Sopha lag die Leiche. Ruhig und still waren die Züge, nur wenig geöffnet der Mund; fast, als ob sie lebte, sah sie aus. Nein, doch anders! dachte Engler. Denn auf dem reizenden Gesichaus dem sonst das sonnige Kindeslächelr gelegen, zeigte sich eine tiefe Falte. Ewar die erste, die das Schicksal, da hin eingegraben hatte, aber es war au zugleich die letzte . Und vielleicht war es gut. daß all?, so gekommen war. WaS färbt den Neger schwarz? Ueber diese Frage haben zwei amerikanische Gelehrte Abel und Davis in dem Journal für ezperimentelle Med: ein Untersuchungen veröffentlicht. Sie stellten durch ein besonderes Verfahren aus der Haut und den Haaren von ö!egern den Farbstoff für sich hr. Di: Kornchen der schwarzen Farbe erwiesen sich als unlöslich in verdünnter Säure, in Alkohol und ' auch in ver-. dünnten Alkalien; wenn man sie aber erst mit verdünnter Salzsäure behandelte und dann verdünntes Kali zusetzte, so löste sich die Farbe bei Erwärmung auf. Die Pigmentkörnchen bestehen aus einem farblosen Grundstoff, dem eigentlichen Farbstoff und einer bedeutenden Menge anorganischerSubstanz, in der letzteren -sind. Calcium, Magnesium, Eisen, Kieselsäure. Phosphorsäure und Schwefelsäure vorhanden. Auch der eigentliche Farbstosf enthält noch eine Spur von Eisen, er kann bei starker Erwärmung durch Destillation von den übrigen Stoffen der Pigmentkörner abgesondert werden. Die Gelehrten meinen, daß der Färbstoff aus den Elementen der in der Haut kreisenden -Säfte entsteht und nicht aub den rothenBestandtheilen des Blutes. Ein Neger von gewöhnlicher Große führt in der Haut seines gan zen. Körpers nur etwa 1 Gramm des eigentlichen Farbstoffes mit sich; die Körner, in denen der Farbstoff enthalten. ist, wiegen bei einem Neger etwa 3.3'Gramm. wobei angenommen wird, daß diese Körner bei dem lebenden Menschen 63 Procent Wasser und 6 Pracent mineralische Bestandtheile enthalten.' ' Der Farbstoff, der sich in der Haut und den Haaren des Negers befindet, ist wahrscheinlich derselbe, wie derjenige in den dunklen Haaren der weißen Rasse. Darnach wäre also der Unterschied zwischen dem Neger und dem Weißen in dieser Hinsicht nur ein quantitativer.- ES wäre von bedeutendem Jnteresse.wenn ähnliche Forschungen auch' für andere Nassen mit gefärbter Haut angestellt würden. A v S h a s t. Frl. A.: Hast Du schon' . -gehört, Herr Neuberg hat 100.V00Mark von seiner Tante ocerbt, und denke Dir, 'vor einem Jahre habe ich ihm-'einen Korb .gegeben."' Frl. B.: ' .Ja,, ja. manche Männer haben doch immer Glück!" ; .Ausrede. Frau : Aber Mann. Du bist ja schrecklich lange' in der 'Kneipe.- geblieben !" ' Mann: .Schau' ich Wollt' schon g;hcn,'da sagt der Müller r bleib doch noch 'und da dacbt' icö halt: der Klüaere aiebt nach!"

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