Indiana Tribüne, Volume 21, Number 124, Indianapolis, Marion County, 22 January 1898 — Page 1

rl w ACv A S AA hC ks a A AO j k iy ly v w o o o V o v w v Office: Sto. 18 Sud Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis. Indiana, Samstag, den 22. Zanuar 1898 Jahrgang 81. No, 1 34:

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omlinson-SaUe- (5it0rielIeS. Neme Nahrungs-Mittel i ' ' i Der Antisemitismus ist der QtttSftcttttttft SonaliSmuS der Dummen. Diese ... . zutress nde Wort rührt von dem Wie18. MS 27. Januar, von 2 Uhr Nachmittag, . Mu k . biK w Uhr NacdiS. ner Advokaten und Abgeordaeten Dr. Conzert Vchmir aaö und VbendS. ' rtionawetl her. es wäre nämlich m rei,.Zkl: Ent?d 1 Pfd. .,r, 5lkkd l -..Kun, m alauben. dak der An-

ltt' ctx eine anne .tfn ,tb Xtbneg an- g atti für irtt ct.ciRcf.juci Sam..g; CUch tii oen von Rahtungtmtjelst roctetn aucn ce juchera frei vcrblkicht. Eintritt 23c. Viindec 10c: -or AufranmungsVelkaus von Winter - Schuhwaaren. Gummi.Uebr'chuh- f ir Vkiner 35c lZummiU,bscyuöe für Zrauen. 15c Gummi Uednschu? füc "i dr 15c ÄalbkMrn' $ireiif.ue für $1 CO Frauen Lvngoio Köpf-u d ch, ü schabe $1 ,nd-rschuh ?pring?ei, Größ 6 txi Ö, 35c Söuls LUS 60c ür Knaben U"d Macchen. Alle des eren j'ten zu .tsxrchr.d yerab ges.tzten freuen b?i Jos. C. Kmle, 123 Ost Washington Str. Indian, Dust Gebäude. DkeOfsicevvn Dr. il. PIINK und Dp. (.OLE, befindet sich in No. 34 Ost Ohio Strafte. Telephon No. 917 wie tniher. Dr. Louis Eurekhardt, No. 1134 Süd Meridian Straße. Spr chstunden : I MorknS urd r - S -nd,. Willoughby Block. 24 Stord Meridian Straße. Sprechßundei: Z Namirtsg?. '1.280. Günstige Anlge für (Srspai nisse 0 i t Turner Bau- und Spar-Vcrcin bezahlt baltjährl?che Llvideride füi Summen von Hl. 00 aufwärts, Elne vorzüikche Gelegenheit erwor. bene Getder abzulegen. Posi'.iv keinen Verlust beim Austritt. Versammlung jeden Samstag Abend in Teutschen Haus. W$eti ?ui?unft zu nalttn'ton : Lllbert ?. tfieftaer. Präftdnt. 41 r min VoU . ktTtttlt. H L'kb??. Tchadmkistn. In neuen Jahr e:n fröhlichcS glück auf I" S'vöt an, so lang de vollen Gläser winken, Doch kom-net ja ,um (Sonval Herß hinaus, Es läßt p.ch dort s, r cht gemü h'. ch trinkcn. Such nur ta tt seht er einem vor Wie tl stetZ Lrauch bei ei, em Schwabe-l Und keinen Menschen haut er Lber's Oh? Der kommt, um sich bei ihm zu laben tto. 832 Massackuset S Ave ro man ctZ cin guieJ lai f,ine Weine, WhistteS und Ciga-ren findet. iL.srs nur für einen guten Tkinaer. m 2M Harzn utib 9t. Bbriifrtt Eanarin??zl zu tl.75mnt oufiitM. 6OOU old"sch,, 4 für 25c ad cufa. Kischglin von l.tc oujmdct. uaittn ton , Srien. Papagei mno t'lul tUrt Lettin. MelfingiLasig von bOc tufvattt atmen uns $u-tc. Dt jrgt hl. Da Stlligftc nd ,st, , I. C. F. Klepper, Itiut Kunnaer 4S3 Mssachustt vn, pvisch n,t nd tttcht, eaigi. ijerp iiernsia&ii jfe-$$A L i.' Beichenbeftatter, Office : 26 Süd Delassrestr. t2t : 120, 122, 124, 12, 123 Oft Peculftr 7elbon 1 1 . nütn Xss ur.i StaSt McCullousli & Roinnard, Nechts-Anwälte Zimmer 303 305 Indiana Trust CebSud. Telerhon 1,017. Stert eibar:vfihit sich b sr m ,l,ch ItaDUtua. UntertlüQt die a-NUIR ?, betrieden donlNnto WaschZdk. flo. 153, 140 und 142 Virarnia kv.nue. C Qomervills, Mauszer.

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eine utoie Bewegung t. !. solche wäre er in unserem Zeitalte? .. . -. r . r cn I

gänzlich unverständlich. Er ist am Sonntag. Höchste Temperatur ,neine wuthjchaftllche Bewegung undlnerdalb der letzten 24 Stunden 42 zwar die Bewegung einer Klasse, welche-Grad, niedrigste 36 Grad.

ritM tf fltin KnlrtmmfnBAnot i vtt tiiMi ui hiii uf " i n w nicht b greift, einer Klasse, welche fühlt und sieht, daß sie tagtäglich mehr o een verliert und doch wirthschaftlich über dem Protelariate stehend den Proletarier und den Großkapitalisten mit gleich gehässigen Augen betrachtet ES ,st nach europälschen Begriffen die 'Mittelklasse, besser gesagt daS Klein. bürgerthum. Wo daS kleine Geschäft noch in ziemlicher Ausdehnung vorhanden ist. wie in Paris und Wien, sildet auch der Antisemitismus seine meisten Anhänger. Die Folgen der kapitaliftjch?n Entwicklung an sich schreibt der kleinbürgerliche Antisemit Leuten 'zu, welche in Folge ihrer geschichtliche Vergangenheit alS Nation oder Rasse, oder in Folge ihreS WltzeS 'und Jatellektö oder in Folge von irgend etwas, einerlei was eS sei. in ihren Reihen eine verbältnißmäßig große Zahl materiell Erfolgreicher haben. Der Antisemit, als Verfechter der Interessen der Mittelklasse, kann vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen. Die industriellen und kommerziellen Zustände, welche im Laufe der letzten 30 oder 40 Jahre in allen eivilifirten wandern durch die großkapitalistische Entwicklung geschaffen. worden, hält e' ür ein Erzeugmß deS JudenthumS Anstatt den Großkapitalisten als Trä ger von neuen, noch nie oagewelenen wlrthschaftlichen Verhältnissen und Zustanden, erblickt er den Juden alS verhaßten Vertreter einer Rsse, dabei aber vergessend, daß die Juden, als Rasse, ebenso wenig für die heutigen Zustände verantwortlich find, wie die Christen, Vkohamedaner oSer Buddhisten. Insofern ist der Antisemitismus eie ähnliche Erscheinung, wie die Bewegung zur Einschränkung der EinWanderung oder zur Einführung der Sllberfreiprägung, a!S er eine dereinzelte Wirkung der allgemeinen VerHaltnisse für die Ursache dieser hält. Der Eine hätt den Juden, der Andere den Bankier, der Dritte den unwlssenden Einwanderer für die Ursache, oder wenigstens für einen Theil der Ulsacke der sozialen Zustände und deiner. von ihnen sieht, daß alle drei nur alS Wirkungen, nicht als Ursachen der sozialen Zustände auftreten. Die Entwicklung deö GroßkavitalikmuS geht ihren eigenen Weg, unabhängig von Juden, von Silber und von Einwanderern. Wir finden deshalb überall da, wo die Arbeiter unter gebildeten Fadrern, wie in Deutschland, Einsicht von ihrer lassenlage. Verständniß für die wirthschastlichen Zusammenhänge gewonnen haben, daß dieselben sich dem AntisemitikmuS feindlich gegenüber stellen. Za Wien z B. ist eS dem liberalen Bürgerthum nicht möglich mit den Antisemiten fertig zu werden, aber ein neuer Feind ist ihnen dort erschienen, der sie weit ernstlicher bedroht alS der bürgerliche Liberalismus und daS ist die Sozialdemokratie. ES mag auffallend erscheinen, daß die Radaubewrgungen des AntisemitiSmuS vielfach von Studenten auSgehen, aber die weitaus größte Zahl der Studirenden kommt aus kleindürgerlichen Kreisen, weder auS den Reihen der Arbeiter noch o aS den Reihen der Großkapital'ften. Wir in Amerika werden wohl schwerlich von einer erwahnenSwerthen antisemitischen Bewegung heimgesucht werden. I den Finessen deS Handels und der Spekultion ist der Banker dem Juden weit über. Unsere GouldS, ArmourS, Carnegies, VanderbiltS, AstorS, DepewS, MorganS, Sage, RockafellerS u. s. w. u. s. w. find keine Juden. DaS BiSchen AntisemitiSmuS, daS hierzulande vorhanden ist, tritt höchstens als SnobbißmuS in öftlichen Badeorten, oder alS Schleuder Phrase gegen Rothschild in der Rede eineS fanatischen Populisten auf. DaS aber waS hier vorgeht und da vaH in Europa vorgeht, sind bloß verschieden

Erscheinungsformen derselben Tacke, wobei freilich der Antisemitismus tie häßlichste Form ist.

ArchliMichleil. Inland. Wetterbericht. Kälter, gelegentlich Regen oder Schnee heute Stacht;, wo kigeS Wetter Lütgertö Prozeß. Chteago, 21. Jan. Adolph Lut gerr bestieg heute den Zeugenstand und erzählte der Zury. waS er in der Nacht des ominösen I.Mai in der Wurstsabrik gethan haben will. Der GerichlSsaal war lange vor der EröffnungSstunde überfüllt, und unter den Anwesenden befanden sich ungewohnlich viel Frauen. Alle Zuhörer schenkten Lütgerl's Angaben dle ge naueste Aufmerksamkeit. Nachdem er die verschiedenen Fi-nanz-TranSaktionen, in denen er in teresfirt war, beschrieben, wurde Lüt gert gefragt, ob er während der Zelt, ln der er zuerst im Geschäfte thät'g war. oerheirathet gewesen war. Er brjzht" die Frage, und sagte, er sei im Jahre 1872 mit Pauline Rustkein getraut worden. Gefragt, wie der Name geschrieben werde, antwortete Lütgert, daS wisse er nicht, er habe ihn nie buchstabirer. können. Anwalt Harmon, Lütgertö Vertheidiger, beschäftigte sich dann Mit den Finanz-Angelegenheiten Lütgertö zur Zeit deS VerschwindenS der grau und, brachte heraus, daß Lütgert auß,r seine Grundeigenthum etwa $90,000 besaß. Weiter sagte Lütgert auS, leine erste Frau sei im November 1878 gestorben. Zm Januar 1579 habe er dann Wilhelhime Müller geheirathet. Hier begann der starke Mann zu wernen wie ein lno. und lern Anwalt bat um eine Pause. Richter Ga,y verweigerte daS Gesuch und Lütgert erlangte rasch seine Fassung wieder. Diese Schaustellung von Kummer brachte ein Lächeln aus die Züge deö hinter dem Angeklagten stehenden Po lzei'EapitänS Schüttle? und die Geschworenen machten sehr erstaunte Kefichter, alk Lütgert die Hände vor'e Gesicht schlug und schluchzte Lükgert sagte dann, er habe tm Laden und seine Frau bei seiner Schwiegermutter geschlafen. In 1878 sei'er mit Louise B ck',ese getraut worden. Beim Nennen des Namens der von ihm angeblich ermordeten Frau zeigte Lütgert nicht d't geringste Bewegung. Er nannte dann die verschiedenen Plötze, wo er und seine Frau gewohnt und wo er sein Geschäft geführt. Hier trat eine Pause ein. ,,, Ausland. AuS Deutschland. B er li n, 20. Jan. Im Reichstag wurde heute der Kampf zwischen den Sozialdemokraten und der Regierung fortgesetzt. Der Elfenkönig Freiherr von Stumm äußerte sich auf'S Schärfste gegen die Sozialdemokraten und einer der Lktzteren, der Abgeordnete Fischer, revanchirte sich dadurch, daß er erklärte. wenn Herr von Stumm ein Jahrhun dert früher geboren wäre, würde die Weltgeschichte einen anderen Gang genommen haben. Er gab der Regierung den Rath, die Unternehmer, deren Einkommen sich auf zwei Millionen beliefen, als Mastschweine der Nation (Heiterkeit) zu schlachten. Die Regierung unterstützte jedoch deren Schin-derhanneS-Werk. Die sozialpolitische Rechtsprechung sei ein Skandal. Für diese Aeußerung ertheilte der Präsident Herrn Fischer den Ordnungsruf. Graf PosadowSky erklärte, die So-zial-Demokraten hätten sich nicht gemausert, sie würden den Endpunkt ihrer TheoNe aber nicht erleben. Der frühere Hofprediger Stöcke r, der in früheren Jahren so viel von sich reden machte, ist so allgemach in Vergessenheit gerathen. DaS kann der Mann aber nicht ertragen und bemüht sich deshalb, seinen Namen, oder doch den seiner Zeitung, wieder in der Leute Mund zu bringen. DaS geschieht in der Weise, daß DaS Volk" heute seine Lesern wieder Schauerdinge übe? einen jüdischen Ritualraord mittheilt, dessen Opfer ein unschuldig

Tbristenkräblein geworden. Auch diesesmal ist der Schauplatz dieser schauderhaften jüdischen Blutthat de RheinProvinz, und zwar der Kreis Geldern, speziell daS große, an der Köln-Min-dener Eisenbahn gelegene, industriereiche Dorf Jssum. dessen Bewohner sich theils von Äckerbau, theils als Arbeiter in den dortigen Ziegeleien, Sammet- "Und Seidenwebereien, Töpfereien, Sgellackfabriken u. f. w. redlich nädrel Wre eine 1 .Versuchung ergeben bat, ist daS Gerücht über den angeblichen

Ritualmord in dem Dorfe Jssum auf folgende Weise entstanden. Ein neunjädriger Kaabe, NamnS Hill in Jssum hatte behauptet, die Judenfrau Hertz habe ihn kolchern" wollen, spater jedoch alle seine Angaben widerrufen. . In Frankfurt a M. soll anläßlich d,S fünfzigsten Gedenktages der Eröffnung deS deutschen Parlaments den Vorkämpfern der EinheitSbestrebungen, welche durch die Gründung deS neuen deutschen Reiche? ihre Verwirklichung gefunden baben, auf dem PaulSpsotze ein Denkmal gesetzt wr den. Außrrdem sollen in der PaulSkuche Erinnerungstafeln auS Bronze angebracht und der Römersaal mit historischen Gemälden geschmückt werden. k)er Magistrat ist mit einem derartigen Antrag an die Stadtverordneten herangetreten. Der Lustspieldichter Gustav von Moser, welcher sich eine Blutvergiftung zugezogen hatte, befindet sich aus dem Wege der Besserung. Der seitherige Post" - Redakteur Fink, der, wie gemeldet, auf eigenes Ansuchen seine? redaktionellen Pofteriö enthoben wurde, big eS ihm gelungen sem werde, sich von den vom ReichstagSabgeordneten Bebel gegen ihn ausgestreuten Verdächtigungen zu reinigen hat bekanntlich zu diesem Ziveck den Weg der Privstklage gegen den Vorwärts", welcher den von Bebel im Reichstag gethanen Aeußerungen die weiteste Verbreitung gab, betreten Der Vorwärts" meint heute, die Geschichte werde ausgehen, wie das Hornb,rger Schieß.n. Fink werde, wie seiner Zelt Sp'tzel" Reuß eS gethan. die Klage im letzten Augenblick zurück ziehen. BjörnsonanZola. PariS, 21 Januar. Björnstjerne zörnson, der berühmte norwegische Dichter hat auS Rom an Zola wie foigt geschrieben: Sehr geehrter Meister. Wie ich Z,e beneide. Wie sehr wünschte ick an Ihrer Stelle zu sein, um dem Lande und der Menschheit einen Dienst zu triften, wie Sie ihn leisteten. Ich habe auch erfahren, daß eö viel gefährlicher ist. den Haß, als die Liebe auS . den Seelen der Menschen reißen zu wollen. Ich kann Sie versichern, daß d'e ganze Bevölkerung SuropaS in diesem Augenblick mit Erstaunen und Schmerz auf Frankreich blickt. Die Umstände erklären dieS zur Genüge. Zuerst die Anklage gegen Dreyfu. Sie ist unwürdig der mit enormer Verantwortlichkeit belasteteten Männer. Diese Anklage beschuldigt DreyfuS, daß er Deutschland derrätherische Gunst zeigte. In den Beweismitteln der Schuld wurde gesagt, er habe leichter nach dem Elsaß geben können wie an oere französische Offiziere. DieS wurde von der Regierung von Gllaß - Lotbringen offiziell in Abrede gestellt. Zweimal in demselben Jahre würd DreyfuS gebindert nach dem Elsaß zu kommen. AlS er eS zum dritten Male versuchte, wurde ihm ein achttägiger Aufenthalt gestattet, weil sein Vater krank war. Hat man jemals geseben. daß einem Manne, der alS Spion für ein Land diente, der Eintritt in das Land verweigert wurde ? Die kaiserliche Regierung von Deutschland bat außerdem ofsiziell erklärt, daß DreyfuS nie Beziehungen zu ihren Agenten hatte. Dieser Punkt der Anklage ist demnach absolut falsch. Der zweite Umstand ist, daß die ofsiziellen Mittheilungen, die der Presse gemacht wurden, bestätigen, daß die Anklage nur einen Theil der Beweise von DreyfuS' Schuld enthielt, während der Rest geheim gehalten wird und nur' den Richtern im Laufe deö ProsseS mitgetheilt wurde. In anderen Worten DreyfuS wurde nicht gesetzlich derurtheilt. Er wurde seineS Range beraubt, entehrt und ohne gesetzlichen Prozeß über See deportirt. aus die nicht unterstützte Mei-

nung einiger Kameraden. Eine Regierung. die sich Angesichts dieser zugestandenen Thatsachen weigert, den Prozeß zu revidiren. ist deö Gewissens baarer als jede andere bis j-tzt den eivilifirten Völker bekannte. Seien Sie überz-ugt, daß die das Urtheil von ganz Suropa iS. Europa bewundert, waS Sie gethan haben. ES war stets meine Meinung, daß die Arbeit eine RomanschreiberS oder Dichters zu ihm selbst in derselben Beziehung steht, wie Noten zu der

Bank, die sie ausstellt, und genügende Sicherheiten für dieselben haben muß. Wir sehen j.tzt, daß wenn Ihre Werke in der Welt circulirt haben, um den Werth der Menschheit zu stärken und ibr Herz zu bereichern, dieS geschah, weil Sie selbst ein Mann von Muth und Herz find. Ihr ergebener Björnftjerne Björnson." allerlei. EineunliebfameUeberraschung war es für den in Begleitung der Sophie Schnopfev aus Deutschland durchgebrannten John Ludwig Lmdbach, als ihm nach seiner Ankunft mit dem belgischen Dampfer South-wark-die New Forker Einwänderungsbehörde eröffnete, er werde initsammt dem bethörten Mädchen die Rückreise antreten müssen. Der Mann hat in Deutschland um der Anderen willen seine Frau und drei Kinder im Stiche gelassen. Auch Annunciata Cranelli, Gattin des Michael Cara, sitzt im Detentionsraume und weint sich die Aeuglein roth. Ihr Mann, der seit zwei Jahren in Port Reading. Pa., arbeitet, kam nämlich zum Board of Special Jnquiry" und protestirte energisch dagegen, daß man sein treuloses Weib sie trägt nämlich ein Kind unter dem Herzen zur Landung zulasse. .Obwohl Antonio Masino. der Liebhaber der Frau und Vater des zu erwartenden Baby's, sich bereit erklärte, die Annunciata an sich zu nehmen, willfahrte der Board dem Wunsche des gehörnten Gatten und verfügte die Rücksendung der Leichtsinnigen. Einer Anordnung deö Brooklyner Schulraths zufolge werden gegenwärtig die Kinder in den Lffentlichen Schulen auf ihr Sehvermögen und ihr Gehör untersucht. Kurzsichtige Kinder und solche, die einen Gehörfehler haben, werden dann auf die Bänke in die Nähe der Lehrer placirt. Es ist häufig beobachtet worden," meinte Su rintendent Maxwell, daß die Leitungen vieler Kinder infolge Veretzens in die vorderen Sitzreihen be1 utende Fortschritte aufzuweisen hatren. Viele Schüler wurden nämlich früher als geistZg zurückgeblieben betrachtet, während sie in Wirklichkeit tvegen eines körperlichen Fehlers dem Unterricht nicht folgen konnten." Von Seiten einiger Eltern ist gegen eine derartige Untersuchung Einwand erhoDen worden, indessen scheint sich die Maßregel im Allgemeinen guter Aufnähme zu erfreuen, da sie augenscheinlich im Interesse der Kinder getroffen ist. Als kaum derPriesterin derVetheöda Colored Baptist Church" in New Rochelle, New York, den Segen über Festus Walden und seine junge Frau Lillie Vallie geborene Cooper gesprochen hatte, entstand im Schiff der Ktche Lärm. Zwei Frauen bedrohten sich unter schrillem Geschrei mit den Fäusten. Die Wittwe Frau Susan Flowers und Mamie Green buhlten schon längst gemeinsam um die Gunst eines farbigen Adonis. Bei der am Christfest in der Kirche stattfindenden Bescheerung hatte Mamie Green der Wittwe zwei Puppen mit scheußlichen Fratzen zugeschanzt. Darob schwor Frau Flowers Rache und daher entstand der Streit, der damit endete, daß beide farbigen Schönen sich in die Haare und in's Gesicht geriethen. Mit Mühe trennte man sie. und zwei Polizisten siegten schließlich über das Heiliglhum. indem sie die ganze aufgeregte Gesellschaft auZ dem Tempel vertrieben. Allzu fr ü h, nämlich mit 14 Jahren, hat der Apothekergehülfe Henry Gisselman von No. 161 Maujer Str.. New York, das Ehejoch auf sich genommen. Er wurde, nachdem er schon seit vier Jahren in Hymen's Fesseln geschmiedet, von seiner jungen Gattin im Ewen Str. Polizeigericht beschuldigt, nicht für ihren Unterhalt zu sorgen. Gisselman schiebt die ganze Schuld auf die inzwischen ver. storbene Schwiegermutter.. Sie soll ihn überredet haben, ihre Jsabella zu heirathen. und auf ihr Geheiß gaben die Beiden sich dem sie trauenden Pastor Darlington gegenüber als achtzehnjährig aus. während sie noch kaum 15 Jahre alt waren. Er kehrte nach der Hochzeit zu seinen Eltern zurück, die bis vor wenigen Wochen angeblich keine Ahnung davon hatten, daß ihr Junge Ehemann sei. Er beZxluptet, nicht füv d:n Unterhast seiner Frau un)) des der Kinderehe entsprossenen Bgby's sorgen zu können, doch wurde er unter 5300 Bürgschaft zum Proceß festaehalten. .

D e r P o st a s s i st e n t H e dnch in Wiesbaden, der wegen Unterschlagung eines Einschreibebriefes mit 10,000 M. Inhalt vor Kurzem verhaftet wurde, hatte dem Untersuchurgsrichter auf die Frage nach dem Verbleiben des Geldes erklärt, daß er es im Walde in der Nähe der Stadt vergrabcn hab:. Eine Gerichtscommission begab sich mit Hedrich zu dem angegedenen Versteck, suchte aber vergeblich, denn er hatte die Commission irregeleitet. Nun bezeichnete der Dieb sei' nem Vertheidiger die genaue Stelle im Walde, in der er das Geld im Laube versteckt hatte. In der That wurden dort noch 8C00 M. von der unt:rschla. qcnen Summe aufgefunden. Der Rheinisch - Westfälische Lloyd. bei dem die Postsendung von 10.000 M. versichert war. hatte dem Absender schon Ersai; c?;leistet und ließ jetzt die noch ausa.esundenen 8600 M. mit Beschlag belegen. In demKirchdorfeMarelist im Gouvernement Kutais ist eine ganze Familie ermordet worden. Im genannten Dorfe lebte der Gutsbesitzer Edelmann Parten Magradse. Dieser Tage besuchte ihn der Gutsbesitzer der Ansiedelung Chyissi im Gorischen Kreise. Edelmann Salomo Gwerziteli. (ein Vetter der Frau des Magradse) und stellte ihn wegen der noch nicht erbaltenen Mitgift seiner Frau (einer Cousine des Magradse) zur Rede. Auf die Antwort des Magradse, daß er die noch restirenden 200 Rubel nöthigen falls aus seiner Tasche bezahlen werde, entfernte sich Gwerziteli. Am darauffylgendenTage suchte er den Magradse von Neuem in seiner Wohnung auf. rauchte, ohne ein Wort zu sprechen, einige Cigaretten und stieß dem abnungslosen Hausherrn plötzlich seinin Dolch in's Herz. Hierauf stürzte er sich mit entblößtem Dolch in's Nebenzimmer. wo sich die Frau des Ermordeten aufhielt, und ermordete die Frau trotz ihrer flehentlichen Bitten um Schonung ihres Lebens. Der Mordwaffe des Unmenschen fielen noch die beiden Kinder des Ehepaares Magradse zum Opfer, ein siebenjähriger Knabe und ein dreimonatliches-Brust-kind in .der Wiege. Der vierfache Mörder wurde darauf verhaftet. Ein erschütternder Vorfall ereignete sich jüngst in Chile. Eine Hinrichtung auf der Bühne ist sich?, lich nichts Neues. Alte romantische Dramen wimmeln davon, und Sardou hat sogar, um die anderen Dichter ;u schlagen, in seiner Tosca" der Hinrichtung einen Mord und eine Folterscene vorangehen lassen. Aber die Hinrichtung, die in der Theodora" von Sardou auf den Brettern der chilenischen Bühne vor sich ging, dürfte in den Büchern der Theatergeschichte einzig dastehen. Da das erwähnte personenrciche Drama von einer nicht sehr zahlreichen Theatcrgesellschaft dargestellt werden sollte, boten sich mehrere chilenische Kunstfreunde zur Ergänzung des Personals an. Unter ihnen befand sich ein gewisser Enriquez Salambo, dem die Rolle des Henkers zufiel. Dieser Salambo war aber rasend verliebt in die erste Schauspielerin der Gesellschaft. Und da sie ihm leine Geaenliebe schenkte, zog er, als er sie im letzten Acte in Händen hatte denn Theodor fällt von Henkershand , den Strick mit solchem Realismus zusammen, daß tosender Beifall das Theater. erfüllte. Leider konnten aber weder die Künstlerin noch der Schauspiele? vortreten und sich bedanken: sie war todt und er wurde während das Publikum noch Beifall klatschte gefesselt in's Gefängniß geführt. Veidenletztenitalienischcn Flottenmanövern hat man aus Ersparr.ißrücksichten- daö Feuer der Zorts beschränkt", indem man in die größten Geschütze kleine Kanonen hin. cinsteckte. Dieser Vorgang erinet. wie die Tribuna" schreibt, ganz neue Aussichten. In der Batter befindet sich z. B. ein ungeheures Belagerungsgeschütz, aber in der Seele der Kanone ist ein winziges, mit Erbsen geladenes Kindcrgewehr verborgen. Wenn man feuzrn will, so zieht ein Artillerist, da man 'a nicht un wirklichen Krieoe ist und Yk Pulverersparniß nicht gleichgilÜg sein kann, die Schnur und paff! speit die Kanone von wer weiß wie dieler Tonnen ein Dutzend Erbsen aus. Und Alle ringsum blasen dieBackcn auf und machen mit dem Munde Bum!". um den Knall nachzuahmen. Man könnte aber auch noch die paar Erbsen sparen, wenn mm ein neues System einführte, oas System der Briefchen: ZXr cfehlshaber des Forts schickt dem Befehlshaber des Panzerschiffs ein Briefchen. in . welchem geschrieben steht: Richten Sie sich ein, als ob fch vier Salven auf Sie abgefeuert hätte, die ich aus Rücksicht auf den Heereshaushalt nicht abfeuere." Und der Befehls haber deS Pan?erschisseö antwortet umgehend: Empfnen Sie von. mir diese vier Granaten schriftlich, da ich sie Ihnen auS Mitleid mit dem unglücklichen Flottenhaushalt nicht auf ndere Weise zunde." ' .

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