Indiana Tribüne, Volume 21, Number 123, Indianapolis, Marion County, 21 January 1898 — Page 3

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Dr. I. Wühler, 120 Gst WeCnrty Str. Sprechstunden : 8 bis ö Uhr Vorm. ; 2 M3 8 hr NachN.; S bis 9 Uhr SlbmdS. Telephon 1446. SareAftjnden : Sanytag nu Vormittaal. 0. 0. EVEKT8, Deutscher Zahn - Arzt. Ro. 8z Hoxb Pennsylvania Str. a 4 wird aas Wunsch anaewand?. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, S.'o. 90) Ost Market Straße. Cofftn Blcck. Zimmer 43. OsstkStudi: 9Dil2 8m., I bi5., 7 diS Uhr 6tal. Sonntag aon lo Uhr m. bi 3 Uhr m Coke. Coke. An Nluinpsn u. zerkleinert. Xltfttl 'Sie besäumen ia dir Osftc, d Ind'polis tia C ",k m.rsz IV. J MW l4liltVUUIH M. Gierde. Deutscher Buchbinder. 408 Süd Saft. Ecke McCarty Str. TJp Stairs, tttr arl Vtmgvaak, 7 äd labama traft, tnini V'5llZkn öt ick cataeac. Adoipli Frey, (OU rreedorn Rlght.) otary Public, Translator. Correspondent etc. To. 196 Ellzabeth Str Take Blakt St. Car. HEU&AVX LTKE. . fc.. W v a,ävaa - -"- . ' . . .'UlSsikirnt.r Deut sm er um 11 er i dirntpfc Rasirmeffee . SSeeren und alle 9srle SchademsttuMente.sabriz',t unb geschliffe . V --? vKMA44. bo YEARS 7VV EXPERIENCE V c K v ' Tonr Marks . rC Designs trfiv Copyrights &c ttona trietly con94ntUU llandbook on Patents ant frw. Oldcst aeancy for tecurlTij patent. Patanta taken tarooeb Mann St Ca. rMlr aartaX otic, withoat Charge. In tha Scientlflc flmerican. A handaomely ITlstrated weklr. Ijuvent -rr-ealatlon of anyacientiflc Journal. Ternia, 13 a yaar: four raontha, fL Sold by all uewadealers. LlUÜII &Co.3eiBre4dIIewYork Biaaafc . 7 Pt, WaaUngtoo, X. C fF w-y tj , it , .S mÜZttl VM RIPANS TABUiES re inten3ed for chlldrcn. ladics and all who 'prdscr a medidne disguised as consectioncry. TTicy may now be had (put op In Tin Boxcs, scvcnty-twö ;a a box pnee, twcnty-Uve ccats or nve boxes for onedollar AnTdruggistwillectthäa j ifyou insist, and they may always be oooinca pj rcirueung loc pnee 10 Thsuipans Chemjcal compaiiy L CPROCt: f I W W " Webster's llntriaatioiial SDictionary laraluabl In the Home. School, nd OfflceL A thorotith rcvlslon f th L'nabridjed, th purpo oi wiäca haa betra noc diipUT nor th proricioa ol aaaterial lo boastful and oowy adremsemait, but tda Iu,iuüaous. acholarly, tkorotigh perieetng of a work wbich in all tha staecsf it growUi na obcJaed ta am equal degree tt Urot and eonSdca k of acholar and ol the general public ToO uae urwi auaau Autnonty. So wrUr Eoa. D. f. ünwtr, joatioa U J. ftapreo Cwt. GET THE BEST. 0Sad for peoimea Vv a G.4C MEP.R1AM Cl, Publishers, EraaeniL, aUaa. vnsmrs lCiTIPX.ÜXAi .DXiKKsar 8ed ytr ane for SaerveflTr et Um Works of Eozeot f kld. FIELDüFLOWERS ttft CL5e Tle!Jm:w:aeat Scwcnlr m.. t.iinl a4 Vmfiirttaii of th ea i i" . " ; - i ..n w.s. nf rh aiaat fratraat ar aiaa em'tatkmd kra rna draad acrea it Eoteae rieM j faraaiLart. conuins a acicciiwa oi iut mws . . - t t. tmn. iri11 Hand. DCIUUIUI Ol IOC iwm -"" - . -- omelr üiustrated by tbirty-fire of the world s freatest artuU as tbelr contributlon to the Monumest Fund. Bat for tha aobta coatrlbntloaa ak tha trwt artiata tala aooa eoald at dava aaca aaakao. M, m twir rfnrM or aent vam mii.v rui . " , . - . ' .r. . Th W nfff iin7tn pTTTmia on rcccipivi IbeCbild's Poet Laureate. published by the Conv ... . . j Vt. Kf ntiiinipnt mKiec locmiea ll - , " . , " 34 ta sare for tbe lamiiy oi ne dciovc pocu -a Fk- llannment SoaTtclr Fosd.

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Fatu w. Storain von C. Zoeller-Lionart. (Fortsetzung.) ES hieb, Herr Hannibal AlveS lebe von seinen Renten und spekulire nur gelegentlich an der Börse, um sich zu zerstreuen. Wenigstens trieb er einen qroken Aufwand, hielt sich vor seinem bochbeiniaen Tilbury die werthvollsten Pferde, hatte eine kostbar möblirte Garconwohnung im vornehmsten Stadttheil, rauchte die theuersten dU garren, warf mit Geld und Geldes werth in so oentiler Weise um sich, als könne die Quelle, aus der er schöpfte, nie versiegen. Es kamen für d?e Damen alle paar - Taae waaenradgroße Bouauets oder goldene Füllhörner mit den kostbarsten Blumen, und seit .nr. zem stahlen sich für Ila kl'ine Widmengen, dann fürchterliche Verse zlwischen die Vlnmen. Heute gerade kam folaendeS Gedicht an: Wie auf dem Königsthrone In meinem Herz, Du Holde, wohne. Den Schüchternwerbenden belohne Mit einem Blick, o Mädchensonne.Jsa lachte ausgelassen. Die Beflis, senheit des harmlosen Menschen war nun erklärt. Es gab also wirklich Einen, der sich in ihre schönen Augen verliebt hatte. Eine Weile noch hatte sie nur mitleidiges Achselzucken für den unermüdlichen Bewerber um ihre Gunst. Dann kam wirkliches Mitleid mit seiner kläglichen Duldermiene. Zuletzt schüttelte sie nicht mehr unwillig den Kopf, wenn die Großmama ihr unaufhörlich von der tiefen Neigung des letzten AlveS- oorerzählte und welch' einGlück eS wäre, daß Einer sich so schnell fände, der die Scharte auswetze, der vernünftig über die Blamage mit dem gräflichen Taugenicht dächte und Jsa nicht anrechne. Wie dem ganzen Skandal durch eine Heirath in der Familie schnell ein Ende gemacht sein und wie glücklich es die Großmama machen würde, wenn der alte rühmreiche Name in ihrer einzigen Enkelin fortlebe. Jsa wer aeistig und körperlich gewachsen uno ausgereift in diesen schrecklichen letzten Monaten. Wer Augen hatte, zu sehen, wunderte sich, wie hübsch sie ward, wie sie sich run dete und welch' elegant-graziöse For muna die mädchenhafte Gestalt annahm. Ein eigenthümlicher Reiz umfloß sie, etwaS von innen Herausleuchtendes. daZ sie mit einem geistigen Fluidum umgab, das freilich nur dem Fembesaiteten fühlbar - ward. Sie mußte- aber doch wirklich sichtbar hübsch, sogar auffallend hübsch yeworden fern, denn heute, als sie über den Hof schritt, um im Garten zu promenlren. war'oet ihrem Anbuck der -alte Mann aus dem izinterbause. den sie den verrückten Buchhalter nannten, wie versteinert stehen geblieben und hatte ihr nachgestarrt, und als sie ihm ein freundliches Guten Morgen" zurufen, war er ibr nachgelaufen un oatte sich unterwürfig wie vor einer Königin vor ihr verneigt und mit dem kindisch, träumerischen Auge sie anlachelnd., devot gemurmelt: Signora beehren mich hoch mit ihrer Beachtung. Signora werden alle Tage der.Sianora, welche Signora?" war ihre theilnehmende Frage; der alte kint dische Mann flößte ihr Mitleid ein. Er hatte vertraulich ihr zugeblinkt und genickt und geflüstert: Der treue Toggenburg verräth Sie nicht. Signora. wenn Sie Ihr Jncognito bewahrt haben wollen. Ich würde Sie unter Tausenden wieder heraus erkennen! Svlcke Auaen unter dem dunklen .Lockenbusch, solch ein feinesMündchen 'gibt es ja nicht dukendweis!" Sie war mit dem alten Mann, ihn freundlich in den Garten einladend, dann eine Weile umherspaziert . und ließ ihn schwatzen und lachen ohne Zeden Widerspruch. Der Wahn, der ihn: in eine fremde Welt, vielleicht in seine Jugend zurückführte, machte ihn augenscheinlich glücklich. Mochte er die ephemere Freude denn genießen, durch eine Ähnlichkeit getäuscht, sie für Eine zu hatte; die heute vielleicht den Lebenden nicht mehr angehörte oder doch eine Greisin sein mußte. . Für eine Italienerin hatte er sie also halten können? -Sie sah., ganz ernsthaft nachher ihr Spiegelbild an. Ja, 'eö war ein südländischer Typus bi auf die schwärzlichblauen Augen und den mcuglöckchenweißen Teint. Sie fing -kürzlich an, neben der so völlig unähnlichen . Mutter Beachtung, der ein- und ausschwirrenden Herrenwelt zu finden. Aber sie hatte nur stolze Gleichmütigkeit für jeden dieser An'näberunasversuche. ' Das Mißtrauen hatte diese junge 'Seele bereüs angenagt. . ..Sie horte es ja auch zum Ueberfluß von der Mama: Wenn, Dich jetzt Einer nimmt, geschieht eö Deines Geldes wegen.Selbst die streng urtheilende, wahrbeitsliebende Großmama hatte etwas AehnlicheZ fallen lassen, als sie die uneigennützige, nur ihrer Person gn tende Bewerbung Hannibal Alves' in die günstigste Beleuchtung schob. ' Da kam der kleine Mann mit den vielen französischen Floskeln und bei französischen Artigkeit, mit der er sich aller Welt zu Fuen legte', eben auz seinem Tilbury heranaesaust und berührte mit der Peitschenspitze nur ganz leicht seinen edlen Traber, der feurig im Geschirr bocbsiiea. eb' er zum Still-

öznd vor dem Fenster zu bringen war, an dem Jsa gerade stand. Der große Hannibal", im hellblaugrünen, eng in die Taille schließenden, langschößigen Ueberzieher und funkelnagelneuem Cylinder, lüftete mit Grazie den Hut. Jsa lachte ungenirt dem gutmüthigen Freier in's Gesicht, der so etwas gar nicht übel nahm. Was müßte die Frau an der Seite dieses harmlosen Narren für Freiheit haben." denkt ihr Kindskopf. Wie bequem würde sich's neben ihm leben lassen, und wie hündisch treu, wie ergeben, wie selbstlos scheint er zu sein," vervollständigte sie ihren Gedankengang, während Frau Rose eben wieder, über eine ihrer tausend Unterlassungssünden schrltend, weidlich über die Wehrlose herfiel. Sie konnte der Mama eben gar nichts mehr recht machen, seitdem man P' l. V. l. . C IY..1 !

aiising, oe Zöllner neo?n oer vjivli ter ?u beachten. DaZ Leb?n im Elternhause ward fast unerträglich. 7. ES war Sommer, die Rosen hatten beinahe ausgeblüht, überall hing das ' reise Obst lockend zwischen dem Blattergrün. In einem Coupe erster Klasse saß Maler Erler und sein Jugendfreund und künftiger Schwager Doctor Menz. Erler kam aus der Heimath. Sie batten einen kurzen Ausflug gemeinschaft. ! Ilch m das Rhemthal gemacht und setzten ihre Reise jetzt nach Italien fort, wo Harold Erler seit einem Jahre schon sein Zelt aufgeschlagen und Doctor Menz sich eine Ferienreise gestatten wollte, ehe er ernstlich in das Joch der Praxis und das ersehnte Glück der Bereullgung mit semer Leonore emtrat. Nun saßen sie rauchend nebeneinander. Carl, Du siehst gut aus. Leonore pfelgt Dich wohl fchon, oder that das die Erholung bei Deinem . Alten in Ems?BeideS ohne Zweifel. Ich kann Dir aber das Compliment aufrichtig zurückgeben. Du bist breit und stattlich geworden, eine richtige deutsche Reckengestalt, und hast den Künstlerjünglingganz und gar ausgezogen. Der blonde Vollbart kleidet Dich und läßt Dich männlich erscheinen. Wie sieht's nun mit dem inneren Menschen aus? Auch mit den Phantastereien vorüber? Ist die Engelschwärmerei überwundener Standpunkt?Völlig." lachte Erler herzlich. Ich bin mit Frau Justizrath Heydzr. alias Maria Fernow sogar unbeschadet mel ner Herzensruhe vorgestern in Wiesbaden zusammengetroffen; habe ihr,1 ohne datz mem Pulsschlag um einen Vierteltakt schneller ging, in die Engelsaugen geblickt, die. nebenbei oesagt. von ihrem idealen Ausdruck durch das vollgewordene Gesicht schon stark eingebukt!" Wirklich?" Ja, wirklich. Du kanntest doch auch die Röhls, nicht?" plauderte Harald urtler weiter, den Bauunternehmer, weißt Du. und seine Gattin, der wir unter uns den Beinamen der Vergnllgungshyäne gegeben hatten? Kannst Du Dir denken, daß die Leutchen ihren Villenpalast im Tbiercartcn verkauft und auf dem väterlichen Zimmerplatz, weit da draußen, in einem der Vororte glaube ich. eine Art Privatwaisenbaus für elternlose Kinder der Mittelstände errichtet? Frav Käthe soll fast ausschließlich nur nock ihren zwölf Kindern da leben und Ytr gute Kerl, der Röhl. vor Glückseligkeit strahlen. Wie sich die Menschen so ganz und gar aus kleinstem Änla heraus wandeln können! . Das arf fruchtbaren Acker fallende Saatkorn war in diesem Falle eine Bemerkung unserer Lore auf jenem erinncrungZreichen Ball, von dem ich den erster xnd einzigen Korb mit Grane davon-, nug.' -Er hat mich nicht allzu schwer niedergedrückt,, wie Du siehst, Bruder herz scherzte Harald munter. Also ganz verschmerzt?" Auf Ehre und . Gewissen! . Ich werde also wohl als alter Hagestolz zu Grabe getragen, und Deine Sprossen können sich dereinst . freuen, was der berühmte Oheim ibnen an uernis renim zusammeng-plnfelt. Denn ich bin auf dem besten Wege, auch goldene Lorbeeren, dank dem Bahnbrecher Ma-' ria "Fernow. zu ernten. Ich habe da eine Bestellung bei einem Fürsten, der sich am Golf ewe Prachtvilla baut, eine. Bestellung, die Ehre und Gold eintragt. ' Ich hab' auch schon ein paarWände im Theatersaal zu skizziren begonnen, nachdem ich von Rom nachNeapel übergesikdklt bin. Aber von den Goethe'schen Gestalten, weißt Du. ist mir das deutsche Gretchen nicht recht gelungen. Ich fand unter den romaniscken Frauen den Typuö nicht dazu. Da fiel mir unsere Lore ein. die ist so recht das Urbild des schlichten deutschen Mädchens, und ich machte mich hastig auf die Socken und habe gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Der . Vater hat mir seinen prächtigen Patriarchenkopf für den Harfner hergeben müsstn. n nun geh' ich auf die Such nach der Mignon." . . Sollte die so schwer zu finden, lin unter den feueräugigen Kindern d'.s Südens?", lächelte Menz schon schlaf trunken und nur mühsam die Augen aufreißend. Dort schwerer als irgendwo. muß etwas Glühend - UnirdischeS. etwas leidenschaftlich Körperloses, eine vom Geist völlig durchleuchtete Materie sein. Das find' Du mal.b:i'den trägen.' lustigen, feurigen und faulen, geistig auf der Kindheitsstufe stehenden Südländerinnen! ber mir ' leuchtet mein Glücksstern, paß aus! Ihm vertrau' ich. Er wird mir meine Mignon schon entgegenführen ; Der Zug verlangsamte-sich. Man mußte einer Eisenbahnstation nahe sein. Jetzt hielt er. Es war völlig Nacht. Auf dem Perron hastete. drängte Alles durcheinander. Jetzt, . !. IM . ' . ..... . i wo vie iDioat icncn- dröhnend anyud, stürzten zwei Nachkömmlinge auf den abgehetzten Schaffner zu. Dieser riß .? . 1 er? i . . . cm, ziOki .yuren, zuleg! vie zu oem Coupee von Erler auf. , Hier ist Platz, meine HerrsSaften."

Damit flöge Nachtsäcke. Nc??:decken, Hutschachteln herein. -Ein kleiner, kugelrunder Herr stolperte hinterher, eine Dame folgte, die Tbür schmetterte von draußen in's Schloß. Ein greller Signalpfiff und der Zug

reucyte langsam weiter. Der kleine Herr sank mit einen Seufzer der Erleichterung, ohne sich im Geringsten um die Anstrengungen der Dame zu kümmern, auf eine Polsterbank, rückte ein paar Mal hin und her, bis er bequem saß. Dann zog er die Beinchen in die Höhe, streckte sich, hüllte die Decke über die Knie, und fünf Minuten später ergingen sich Dr. Menz und der neue Fabrgost in einem sägenden, grunzenden, pustenden Duo von Mißtönen, wo Einer immer darnach zu streben schien, den Anderen mit seiner Lung:nkraft zu übertrum-, pfen. Die junge Dame, jung war sie, der schlanken Gestalt nach zu urtheilen. hatte still den einzigen Platz, den . man ihr übrig ließ, eingenommen. Es war die Bank gegenüber ' von Erler. ; Sie warf jetzt, da sie zur Ruhe kam, d:n ersten Blick auf ihren Nachbar und ein Laut der Ueberrafchung flog ihr von den Lippen. Harald Erl?r!" hatte sie unwillkürlich ausgerufen. Er beugte sich neugierig vor. Der vu,uici ii'nuc jeue uiuucuuuy, viz c:mv..i. rz.K.j c:. ! graziöse Gestalt kannte er Nicht. Es ist sehr schmeichelhaft, meine Gnädigste," fing er zögernd an. Da drang ein helles Lachen an sein Ohr, das ausdrucksvolle, musikalische Lachen des Svrühteuselchens, das eine ganze Empfindungsskala in sich barg und das er nie vergessen. Jsa?" fragte er fast ängstlich. Ja. Jsa." sagte sie und schlug den Schleier zurück. Bei Gott. Du. bist'S! Sie sind es, aber wie gewachsen, wie groß, wie " er. verschluckte ein Eigenschaftswort, das sicher ein Compliment enthielt'und wiederholte stockend: Wie groß geworden und verändert, Frau Frau Gräfin " ' Sie lachte nicht mehr trie ein glückliches Kind. ' Haben Ihnen Ihre Schwestern gar nichts von mir erzählt?" fragte sie mit gesenkten Wimpern. Ich war höchstens zwei Wochen zu Hause," entschuldigte er sich; und das: wir haben gar nichts von Dir gesprochen" lang in dem zögernden. Tön. Dann können Sie freilich nichts wissen. Ich bin nicht Gräfin Donner. Ich bin die Frau jenes ManneS, der da schnarcht. Er heißt Hannibal Alves. Wir sind auf der Hochzeitsreise." ' Er sah sie verwundert an. Oaö war Alles so kurz, scharf und trocken im Reporterstil gemeldet. Darf ich mich zu Ihnen da he?über setzen? Man versteht sich bei d'm Geklapper o kaum. Oder wollen Sie nun schlafen V Ich bin nicht müde und plaudere gern." Sie räumte, ibm bereitwillig einen Platz neben sich ein. Glauben Sie wohl, Jsa. daß ich eben an Sie dachte und an unser letztes vertrauliches tete-a-tete in Pankom auf dem Mäue'rrand. gerade als Sie in's Coupee 'traten? Das nennt man Sympathie der Seelen" was? Kaum wünsche ich Sie mit aller Gluth deTselben herbei und wie ein ctons ex macliina erscheint Ihr reizendes Selbst auf der Bildfläche." Sie mich?", sagle Jsa athemlos. Ja Jsacken.; Wissen. Sie noch, was ich .damals Ibnen sagte unter dem. Akauenb'im. nämlich? Sie wären, ein .klein wenig a?'Zgereifter und ein b'Sckcn wenZaer. toller .IJunge als damals, das le!b5aftiqe Modell .zu einer Mw-'on. Eine Mianon das heißt, ein Modell dazu braucht' ich wie das liebe Z?rod. wo aber satte ich die einzig mir geeignet sck)?incnde Verlörverung der Jdezlgestalt auf der Welt zu fürten? Das Sprühieufel' chen war inwisck'.en. wie ich annehmen mußte, gnndf dirna .'worden und mein?!? WiinsLen himmelhoch entrückt. Wie ist das nun Alles so gekommen?" sebte er ernster werdend h'nzu. Ich warte in atbeloser Spannung, daß Sie mir eine Aufklärung geben wurde damals gerade von hrer Tbür gewiesen. als ... ..." Er zav' der!' verl'cl?". AIS ich Graf Donners ' Braut wurde.- Er hat mir in nicht mißzuverstehender Weife zu erkennen gegeben, daß er zu dem Alves'fchen Gold die Alves'fcheTochter als unangenehme Zugabe -nehmen -mußte. Dazuhielt sich wieder i die Alves'sche Tochter zu gut. Verstehen Sie?" ' Sagen Sie mir eins, liebe Freunbin,4 und halten . Sie's dem Interesse des Jugendfreundes zu gute, wie. gerade Sie. die ich für einen selbstständigen Charakter hielt, einen Mann wählen konnten, der der " er suchte nach einem beschönigenden Ausdruck und bitter fiel ihm Jsa in'ö Wort:' Es in den ersten' sechL Wochen dergißt, daß eö neben ihm noch eine andere berechtigte Existenz gibt. Meinten Sie 'das. Harald? Sprechen Sie'S nur auS. was nach fünf Minuten Jeder wahrnimmt, der mit' Herrn und . Madame --AlveS :m Berührung kommt." - - lFortsegung folgt.) Jedermann sagt so. - CoscaretS ' Canky Catdartie. die wundervollste mebiz,n,scde Enldeckuna deS Zeitalters, angenedm und txl'v lebend trn Gescdmack, roirkt sanft und sicher aus Rleren, Leber und Vl'na'weit7 dak aanze System reiniaend', e-t-fern! Erkältung.' 'urirt Kopfweb. $Ve ner. anbaltende Verstopfung und Un ver5alickk,'t Kaufen und derlukben Sie eine Sckncbtel von 6. beute; 10. 25. und 50 ffenli Verkauft und Heilung aarautirt von allen Apotheken '-' - C&in und rein Soll daS Hau ket feln l Die besten Türken kauft man bet H Lchraedel, 0 0? CcCart CUzU

Der Weckruf. Humoreske von Arthur Roehl. Wenn derHauptmann Kieselich commandirte. hallte seine Stimme weit über den ganzen Garnison - ExercirPlatz hinweg. Er hatte eine Commandostimme wie kein zweiter Officier in der ganzen Armee. Sie klang hell und grell, durch Mark und Bein dringend wie Fanfarengeschmetter. Die Stimme war seine Specialität, seit er als Fähnrich in die königliche Armee eingetreten. Gleich bei der ersten , Besichtigung durch den Herrn Oberst und d:n Herrn General, in der er seinen Zug vorzuführen hatte, zog er durch sein kräftiges Organ die AufWirksamkeit feiner hohen Vorgesetzten auf sich. Oho! Oho!" fagte der Herr General, als die Stimme an sein Ohr klang. Welch tüchtiger junger Mann ist denn daö? Welch' exemplarische Stimme! In der That, ein geborener Commandeur, dieser Fähnrich! Würde, glaube, noch einmal von den Todten auferstehen, wenn diese Stimme in dem Grabe zu hören bekäme." Seit diesem Tage führte Kiefelich in dem Regiment den Namen TodtenWecker". Der Lieutenant TodtenerWecker ist heute du jour", erzählten sich die Soldaten unter einander, ebenfo wie man in dem Casino sagte: Todtenerwecker hat sich verheirathet, Todtenerwecker hat wieder einen Jungen bekommen." Selbst unter den Einwohnern der Provinzialstadt. in der sein Regiment lag. hatte der Name Kurs und Beliebtheit gefunden, und wenn die biederen Spießer von ihren Spaziergängen außerhalb der Stadt zurückkehrten und Commandogeschrei in der Luft lag. das man eine halbe Stunde vom Stadtthor ab auf den Wiesen draußen hören konnte, dann hieß es: Hört Ihr? Auf dem Anger läßt Haurtmann Todtenerwecker seine Leute wieder nachexerziren!" ' Hauptmann Todtenerwecker hatte seinen Namen mit Stolz an zwanzig Jahre getragen, als er plötzlich anfing, Zorn und Wuth dagegen zu schnauben; das war seit dem Tage, an dem seine mächtige Stimme thatsächlich das Wunder bewirkte, daß ein Schläfer in seinem Sarg sich erhob. Das hatte sich in einer geisterhaften September - Mondnacht zugetragen. Der Hauptmann hatte am Tage vorher seine Compagnie über die Sturzäcker des von einem imaginären Feind umstrittenen Manöverterrains geführt, und hell hatte sein Organ über die Felder geklungen, daß Seine Excellenz, der die Schlacht inspicirende Herr Generallieütenant. die Bemerkung machte, daß im Interesse der Sparsamkeit im Heereshaushalt einem mit einer solchen Stimme begabten Führer einer Compagnie eigentlich gar kein Hornist beigesellt zu werden brauchte. Herr Hausmann Kieselich hatte nach dem heißen Schlachttage sein Quartier bei einem biederen ländlichen Handwerker eines kleinen Städtchens bezogen, daZ so stark mit Militär besetzt war, daß etwelche der Herren Officiere in noch weniger standesgemäßen Quartieren untergebracht worden waren. Die Folge davon war, daß AlleS nach dem in dem Ort belegenen, mit Restaura tion verbundenen Gasthof . strömte. Auch Hauptmann Kiefelich hatte sich zu Speis' und Trank dorthin begeben. Die ganze Tafelrunde deS CasinoS feiner Garnison war da versammelt. Der Wirth' hatte keine schlechte Küche und keinen üblen Wein. In ihr Quart kx begaben sich die meisten Herren nur für die Nacht. . Den ganzen Abend über saß und zechte man im Wirthshaus. Man erörterte die Schlacht, die man am Tage geschlagen, und wiederholte die diesbezüglicben Aeußerungen Seiper Ercellenz des Herrn commandirenoen Sen:ra?S, von denen man jedoch keine eifriger herumtrug, als die, die dem Herrn Hauptmann Kieselich gegölten, dahin lautend, daß seines Kehlkopfes Kraft den H?rnisten in seiner Compagnie zum Luusgegmstand mache. ' Der Hauptmann begab sich, weil eS am nächsten Morgen wieder, in aller Herrgottsfrühe aufstehen hieß, spät genug nach seinem Nachtquartier.' Der Mond war, während man' . in' dem WirthShause gezecht, hoch an demHimznel gestiegen und beleuchtete mit seinem fahlen Schein die Heimkehr der Herren Officiere. Sein Wea Dar nicht allzu weit. Er hatte nur über eine Art Marktplatz hinüber zu gehen. Und dann gmg eö noch eine Tre pe hinauf. Er hatte die sogenannte gute Stube seines Quartiergebers inne. Schlüssel und StreichHölzer hatte er in der Tasche. Seinem Wirth und seinem Burschen hatte, er beim Fortgehen ausdrücklich geboten, nicht auf ihn zu warten und sich schlafen zu legen. Er hatte nicht einmal die Lampe benöthigt, die fein, aufmerksamer Wirth für ihn aufgestellt. Blendend weiß' lag das durch emes der Flurfenster hereinfallende Mondlicht aus den Stufen der Treppe. Und auch in sein .Schlafgemach oben lugte, der stille, Begleiter der Nackt hier und da mit ein paar Strahlen durch eine Ritze der' zugemachten alten Fensterläden herein. Er begab sich schleunigst zu Bett. Er stellte seinen Säbel an den Nachttisch unv blickte sich, als er sich auskleidete, in dem Zimmer um. Am Ende war e5 noch gar keine so unebene Bude! ES wär ein zweifenstriger Raum, hoch und luftig, und ein besseres Bett konnte man in keinem Schlosse finden. Und auch die Matratze war gut. Er streckte sich, als er das Licht ausgeblasen, und legte sich auf eine Seite, um dem Schlafgott so schnell wie möglich in die Arme zu fallen. Indeß er. konnte so leicht nicht einschlafen. Die tausend Gedanken, die den Tag über durch sein Hirn gingen, schienen alle noch einmal hindurchgaloppiren zu wollen. Er sah'sich an der Spitze seiner. Compagnie 'aus dem Manövergelände, Seine Excellenz der Herr Commandirende kam über die Sturzäcker geritten und Hortf und vri:Z sein Orci. Und'

dann sah er sich vor seinem dampfenden Grog in dem alten gemüthlichen Gasthof, und von Untergebenen und Vorgesetzten ward er wegen seiner Stimme gefeiert. Die Anerkennung des Herrn Majors zwang ihm selbst auf seinem Kopfkissen noch ein Lächeln

der Befriediaung ab. Plötzlich .'ichtete er sich in seinem Veit hoch u:b blickte nach der Flurthür hinüber. Er wußte nicht, hatte er, als er dasZimmer betrat, die Flurthür hinter sich abgeschlossen oder nicht. Und auch nach der zweiten Thür, die das Zimmer hatte, und die in irgend ein Nebengemach führte, hatte er nicht gesehen. Er war nicht ängstlich, aber auch nicht gewohnt, bei unverschlossenen Thüren zu schlafen. Er stand daher noch einmal auf und ging an die Flurthür. Dieselbe war zu. Indeß die andere Thür war nicht abgeschlossen. Als er die Klinke herunterdrückte, ging sie auf. Sie ging auf, und eine von grell?m Mondlicht durchfluthete Kammer lag vor ihm. Offenbar die Geräthfchaftskammer deS HaufeS. Körbe, Kisten und Kasten standen, von dem geisterhaften Licht umflossen. über einander, dazwischen stand eine Hobelbank, eine Häckselmaschine, und gerade, als der Hauptmann die Kammerthür schon wieder zumachen und abschließen wollte, erblickte er im Halbdunkel zur Seite der das Mondlicht hereinlassenden . Luke sogar was? einen Sarg. Einen offenen Sarg! Er war sonst nicht schreckhaft. Indeß der unverhoffte Anblick da, ir dcm gespenstischen Licht dicht nebe: dem Zimmer, in dem er sich, ahnungslos. daß sich ein Todter im Hause be sand. schon zur Ruhe niedergelegt hatte. trieb ihm doch etwaS wie Gänsehaut über den Rücken. Unwillkürlich rief er, als er hinter den Kisten unc Körben etwas, wahrscheinlich ein Maus, knabbern hörte, Wer ist da?" in die Kamme? hinein. Er stieß den Ruf halbleise hervor, bei Weitem nicht mit der Kraft, die er auf dem Exerzirplatz und auf dem Manöverfeld auf sein Commando verwandte, aber noch nie hatte seineStimme eine solche Wirkung gehabt wie sein Ruf in die Kammer. Er fchien in dem langen, weißen Nachtgewand, daS ihn. umflatterte, versteinern zu wo.'en. Drüben drüben in dem im Halbdunkel auf der Erde stehenden Sarg nein, es war nicht zu glauben, eS mußte ein Traum fein! AuS dem Sarq drüben an der Kamerwand richtete sich eine Gestalt auf, höher und höher, bis sie mit ihrem weißcn Sterbehemd in daS durch die Luke bereinfluthende bleiche Mondlicht hineinraate. und mit glotzigen Zluo.cn sich umblickend, rief si: mit grabesheiferer Stimme: Wer ruft mich?" Der Hauptmann war nicht ein Mann, der ein Hasenherz hatte. Eine ganze Armee von Franzosen hatte ihm gegenüberstehen können, und er wäre noch nicht auf den Gedanken aekommen, davonlaufen zu wollen. Indeß dies furchtbare Ding, die grause Erflllluna einer ihm im Schen und Uebermuth so oH aemachten' Prophezeiung, da? Auserstehen eines im Sarge von s:In'.m Weckruf aufgescheuchten Todten - das war zu viel, selbst' fü: seinen Löwenmuth war das zu viel. Unwiderstehlich flog er zurück. In schauderndem Entsetzen floh er bis ar. die.Flurthür,.d:e er eben abgeschlossen hatte und jc-zt rasch wieder aufschloß, und draußen auf der Flurthür schrie er mit seinem Riesmorgan, das er ab:?'noch auf keinem Exercierplatz und auf keinem Manöverfeld so angestrengt hatte wie heute auf dieser vom Mondlicht übergossenen Treppe, daS ganzt schlafende HauS wach. '"D Schläfer stürzten a'H ihren Jetten herbei. Der Wirth deZ Hauses und die Wirthin, der Bursche deöHerrr. Hauptmannö und die anderen drei, vier Grenadiere, die unter dem Dach emquartirt. waren. Kaum nothdürs. tig bekleidet und sich verschlafen, die Augen reibend, lief die ganze HausbeWohnerschaft auf dem Flur zusammen, und oben auf dem Treppenabsatz stand der Hauptmann im weiß wallenden Hemd und schrie die Treppe hinunter, daß die Leiche die Leiche die Leiche, die in der Kammer neben seiner Schlafstube eingesargt wak, nicht todt wäre. Er suchte die verschlafenen Mensck?en. unten zu bewegttl zu ihm heraufzukommen. Herbei! Herbei!" rief er. Zur Hülfe des Scheintodten herbei!"Doch kam er Plötzlich, ehe sich von unten Einer bequemte, zu ihm zu. kommen, zwei, drei Stufen auf- einmal überspringend, selbst die. Treppe, herabgeschossen. - Der Schläfer, .den er in seinem Sarge in seiner Ruhe gestört tauchte, wie seinen Friedensstörer verfolgend, w der Thür hinter ihm auf. und der. Hauptmann, der wohl im Kampf und zum Krieg mit irdischen Widersachern, aber nicht zum Geisterkampse geschult war, hielt nichtStand. Der Todte! Der Todte!" rief er. Der Hauswirth im Erdgeschoß unten. der. sich die Augen, wischend, so lange vergeblich versucht, sich auö all dem Gueter eine VerS ,u machen , ! Legen Hör Dk Menschheit. ! Durch seine vielen und wunderbaren Kuren hat Salvation Oel sich einen im. sterbuqen viCLmn gemacht rnv nsitit können für seine Heilkraft Zeugniß ablegen. "Ich gebrauchte Salvation Oel für Rheumatismus und fand eö ein sicheres Mittel.- Ich gebrauchte nur drei Flaschen und bin jetzt vollkowen gesund. Salvation Oel ist ein Segen für die leidende Menschheit und ich wünschte ich könnte alle Rheuma, tismuö Leidende davon in Kenntnis sttzm." JameSH.BriMt,DebnchlS, N. C. Das berühmte Salvation Oel ist das beste Liniment ura Schmerzen zu Men, eö kostet nur 25 Centt und unter keiner Oedingnnq lasse an sich ein andtreö Mittel eufschr?ä Q

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I sing an zu begteiferi. D gute 'cann ' war Tischler seines Zeichens. Er machte Fenster und Thüren und hatte auch schon manch einen Sarg angefertigt. Ein folches auf Vorrath gearbeitetes Todtengehäuse stand sogar noch in dem Hause, in der Kammer gleich neben der Stube, die der Officier bewohnte. Er verstand, er begriff alles. Der Hausknecht Jochen war von der Einquartirung aus semer Schlafkammer herausgedrängt worden. Er hatte ihm selber gerathen, für die Manövernacht sein Lager in

der Rumpelkammer neben der guten Stube des ersten Stockes aufzuschlagen; vermittelst einer Anlegeleitcr konnte er. ohne den Hauptmann zu belästigen, in die Kammer hinein und aus der Kammer heraus. . Du Esel!" rief er zu dem armen Jochem hinauf. Ich habe Dir doch gesagt, daß Du die Kammerthür nach der Stube des Herrn Hauptmanns fest zuriegeln solltest! Hast Du das wieder vergessen?" Kein Wunder," fügte er zu dem auf der halben Treppe haltenden Hauptmann hinzu, der unbestimmt zu ahnen anfing, daß er eine Riesendummheit begangen, kein Wunder, Herr Hauptmann da muß doch ein Menfch auch erschrecken, wenn er neben der Stube, in der er schlafen soll, hinter einer verschlossenen Thür solch einen Sarg und solch einRhinozeros darin entdeckt! Aber Sie können sich beruhigen, Herr Hauptmann! Wir haben keinen Todten in unserem Haus. Ich bin Tischler, Herr Hauptmann. und betreibe auch die Sarafabrikation, und da heute alle Ecken und Winkel in dem Hause mit Soldaten belegt sind, hat diefeS Nashorn, der Jochem, in dem Sarae campirt. Unsere Schuld ist eS freilich, daß Sie die Thür unveriegelt gefunden, Sie können mir glauben, Herr Hauptmann, ich habe es demKameel drei-, viermal eingeschärft, aber hört denn solch Hornvieh ?!" Der Hauptmann hatte der Erklärung genug, er war so gedemüthigt, daß er die folgenden Manövertage seine Stimme nicht mehr mit der alten Kraft herauszuholen wagte. Er wußte, daß fein Erlebniß in der Sargkammer kein Geheimniß bleiben würde. . In der That kam es selbst Seiner Excellenz, dem Herrn Commandirenden zu Ohren; und als Kieselich eines Tages mit seiner Compagnie einen Vorstoß gegen einen Dorfkirchhof machte, , meinte der Herr General, als er den alten schmetternden Fanfarenton in dem Commando deS Compagnieführers vermißte: ..Oho! Oho! Welch vorsichtiges Commando! Der Herr Hauptmann fürchtet gewiß den ganzen Kirchhof vor sich ausstehen zu sehen, daß er seine Stimme so schont." Licht. Küsse, die man stiehlt im Dunklen Und im Dunklen wiedergibt Solche Küsse, wie besel'gen Sie die Seele, welche liebt!" So Freund Heine. Doch ich glaube. Auch Beleuchtung schadet nicht. Weil sonst unbewundert bliebe Dein erröthendeL Gesicht! Spruch. -ES sind die Frauenaugen Gar oft w ein schönes Gedichc. Die Prosa in Frauen.erzen Die siel.! man leider nickt. ,a, OcöerreiÄ-Uugam. "'.Wien. Der pensionirte GeneralAuditor Joseph Eder ist im 75. Jahre gestorben; er war der erste Gatte der kroatischen Nachtigall" Jlma de Muröka. Sein 50jähriges Verufsjubiläum feierte der Factor der Hofund Staatsdruckerei Joseph Rheingruber. Der hiesige Kaufmann I. Primme, welcher mit seinem Bruder Peter. Primme auf der Heimreife begriffen war, wurde in der Station Sigmundskraft vom Herzschlage getroffen und blieb auf der Stelle todt. -? AlS wahnsinnig wurde der Geldegmt Julius Katz in das JrrenhauS zu Jnzersdorf überführt. AuS Fahrläfsigkeit erschoß der Lehrling Heinrich Marzy seinen Freund Johann Sula und aus Verzweiflung darüber iodtete er sich dann selbst. Beim Schlittschuhlaufen eingebrochen und ertrunken ist der Postsparkasse-Beamte Zjohann Bartlmaier. Selbstmord begingen: der Käsehändler Franz Peteani, der Tischlergehilfe JosephWeinhappel. der Tischlergehilfe Joseph Lehner, der Polizei Wachtmann A. Prachtl. 'Vozen. Am Meraner Küchelberge verunglückte der Meraner Apotheker Ladurner auf eigenthümliche Weise. Er berührte beim Botanipren einen von Jägern an unzugänglicher Stelle postirten Fuchsschießapparat. Die Ladung traf Ladurner in den Unterleib. Holzarbeiter fanden den Schwerverletzten. .Budapest. Im Alter von 78 Jahren ist hier der Romanschriftsteller Albert Palffy. Mitglied der Akademie dir Wissenschaften und der Kisfaludy Gesellschaft, nach längerem Leiden gestörben. Mittelst Tagesbefehls wurde der Mannschaft der Budapester Garnison d-r Besuch zahlreicher, von Socialisten frequentirten Gast- und Cafehäusern strengstens vervon. zDie vor zwerJayren demonstrirte Lichterzeugung in den Waeuumröhren ist von Nicola Tesla bedeutend vervollkommnet worden. Dem bekannten Elektrotechniker ist eö nämlich gelungen, Vacuumtuben von imunser Leuchtkraft herzustellen, die bei Leuchtthürmen, Signalbojen und besonders in der Photographie mit Vortheil verwendet werden können. Jedermann kennt die tiefen Schatten, die beim Photographiren mit Magnesiumlicht auf dem Bilde entstehen und dadurch eine wirklich gelungeneAusnahme .unmöglich machen. Durch Anwendung der neuen Vacuumtuben entfällt dieser Mißstand und in Zukunft wird jede? Photograph in der Lage sein, auch bei Ncht Aufnahmen von hohem . Werthe C.i4f?1- . . . . . -

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