Indiana Tribüne, Volume 21, Number 122, Indianapolis, Marion County, 20 January 1898 — Page 1
' 0 A W AA A rN w o 1 r y l iVo w iy y OV V v y O W V Offtee : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiana, Donnerstag, den 20. Zanuar 1898 Jahrgang 31 Zloi 1SS
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Sin europäisches Departement.
sungen aus alle Städte Europas. Schisssscheine nach und von Europa. An, l
und Verkauf ausländischen Geldeö. Geld zu verleihen ! Personen, welche Geld auf Grundeigenthum in dieser Stadt oder auf sonstige gut geheißene Sicherheit zu borgen wünschen, werden eS vortbeilhaft finden vorzusprechen in der Ojsice der Indiana . . . Erust Company Ecke W isyinaton Straße und Virginia Vve. Anleihen werden prompt und unter den vortheilbaftesten Bedingungen in Betreff von Zeit, Siaten und Zahlunan gemacht. apital $1,000,000 Haftbarkeit der Mio näre 91,000,000 Total Versicherttag für Depositen 92,000,000 Beamten: Äk.V Frenzel. Priis. ' I Z,red.Fadnlev.I.vtj,.7rif. S.S.neltn..ize.Pr. Jot Sl.vtler. ,?tZr. Wahl'Notiz. Die Jahresversammlung UZ Pr.-t.Tia
konie.PkreW?,scwiedie'Wahlvon4Mttglie. um Beifall freigesprochen wetzen vte Cyre eer Gtrrar.o ?l2tton" gedern in den ?erwa!tunzirath, findet statt, konnten. Wenn man bedenkt ' beibt kttet werden. DaS dürfte doch wohl ftm.t V 01 1 CQQ (inSl rriyf V V -
tt.. : a w , ...:r,s I unuB, i6 . o- I Kl vk n i uv vu vv v .m-k'u-y New York und Lcst tr. Z C. VeterS, PrSsi Vlng. Tltdag, ettetSr. omNnsqngaUr. Reine NahrungS-Mittel ' C14'--'Z.2' . . I, NSsicUUNg 13. bii 27. Januar, von 2 Nhr Nachmittag, bis 10 Uhr Nachis. onzert achmit'agS und AbendS. I I tt LZrti?ul .d in lasch, Enkl,', Vr , ziati mit jedtr g,!Sste geirrt nd Pud tu giaornrori , iiNil'tkatti tzkb. Eintritt 25C ZUndsr 10c .,rg,. . ir (Kv?FV Wsr?WW!ZZ A 5&i&&teh&$$rtMrfft 4ntggnV$nW&it Office : SS Sud Delawareßr. -.lalle: 120,122, 124, 12, 123 O? Pearlft, I Tklesöonttlk. Offen TaavdVaöt k-ZliS, lk?kt" u-,. ' " "T-"T- M- -' ' VVD k V WV VV MFHV y Doch kommet ja zum Soarad HeeS hinauf, S laßt sich dort so r cht gemüihch trinken, e n. Ml5s ,,,1 Uuch nur da? Vtfa' tt er wem vor Oie et stell Brauch bei einem Schwaben t$o an et ein gutei kai Bi?r, feine tidm, Whiikie und Eiasren findet. Aergert Dich Dein Auge lÄKÄ'i." fc"fc rt tlt -ülii :JJJl !$PH & I Andern nnun 'ICIAM.i 0PTICIAM" JM.prxn.sT. ctvisc 0 IN3IAKAP0LI5-IN0. BmaIlr sä? r?tne uge a, nty,ge la mfTt4t. SftUchege ,rde sch,r,l' gesetzt. . . . - . . .-, QCiliCtl Ktz:ti:$UiUUV.v.VM luCajritt.r 5et.
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Wechsel, Creditbriefe, und Poftanweu
Editorielles.
So bat denn die DrevkuS - AM0" ganzi,cye Bemoramarion oer mt
faire eine antisemitische Beweauna d.S studirenden VöbelS bervoraeruken. " Wohin derartiges in Frankreich führen kann, laßt sich nicht sagen, denn bei französischen Verbältniss.n ist der. gleichen unberechenbar. Nachdem in dem Kriege 1870-71 die Gloire" deS " " I Landes, nachsem in dem Panama Skandal die Ehre deS BSraertbumS u Grunde gegangen ist, soll um jeden 'LreiS die Ehre der Armee gerettet werden. Denn wenn eS sich herausSellen sollte, dak Drevku de Sän. denbock für Andere abgeben mußte, und daß die Rechtsprechung in sein, $aHe daö Resultat korrupter Vor. gäage war, dann ist auch die Shre der Armee fort. Z)aS sranzSstlche h'gefuhl schob N. , i. .....a ..... i", wurden, hat sich aber nicht nur mit einer jammerlichen Abschlag? ahlung zufrieden gegeben, sondern schließlich auch noch in solchem Maße berukiat. daß sämmtliche Angeklagte unter laur 7 " ' I . h.fi. in k.:r.. fr i " mm um spondenz, daß daS Panama für die französischen Oligarchen, daS heißt die Herren Deputaten und Senatoren, ein Thema ist, das sie nicht gern berühren lassen (denn wessen Seele wäre hier ibwab so mußte die VerdachtSgrunde doch nicht gering Vtm' atnn ClC epunrienrammer uno ... I oer ?enai nm -ntlmiss,. hrn nfttt I " . . " . 7 inainoe ngneoer oem 'e der rächenden Nemesis preiSzut rm j. m ... geoen. AUS) vie giucht deS einen der r,,.. k m. Skel Älllven. deS Senators Naquet, ... K. k.. r.. " ü ! Z9 vjcntiai ouianger uno arers oev französischen ChescheidungögesetzeS, nach London, war nur dazu angethan, om eroacyk gegen die ganze Gestllschast zu bestärken. Trotzdem überrascht daS Urtheil nicht. Man war selt einiger Zelt darauf vorbereitet, Die Franzosen find und bleiben eben die echten Nachkommen der alten Gallier, bie bereits Cäsar alt überaus neuerungssüchtig bezeichneten. Panama U für die Pariser eine ab.ethane Sache. Sie haben sich mit dem (!hrenbankerctt ihrer Lande Vertreter abgesunden. I Aber nun kommt die flffjire Dren I. " lf,,( TN.. m? Ist s. Cst. 2fc I ui viiiuu s schlmpstlch aus der Armee auSgefioßen worden, dgleich die Thatsache deS rerratheS böchä unklar war. Deutsck. land, an welche, angeblich Pläne deS u ' solut in keiner Verbinduna o.stnben. Aber dieses Beweismittel wurde in der ..k..: ...Q.. V 1 I
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atet. Auf Grund eineS Zettels, er angeblich geschrieben haben sollte. dessen Handschrift mit der seinigen als identisch zu beweisen sich Sachverstä. dige hatten finden lassen, wurde er schuldig befunden. Dann kamen seine Verwanden, veren elchwerben sich I k ifiterx. m i t , oer kl a,n qe enaior kyeurer-eN-I . .. : ,k mJ ner annahm, welche dle Schuld auf den Grafen Efterhazy. einen Mann dunkler I Ltriftmi in (Atft (nAtmm CT..A O.l. ö" lfcVktt i1 ourn trat für sie .ein.
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vor ein Kriegsgericht geladen und frei-
gesprochen, ihn für schuldig befinden, hieß in den Augen deS Pariser Publikum?, besondere Derer, die für Dreyfu Partei genommen, ein an diesem verübtes ZuMzverbrechen eingestehen, obschon beide Fälle unabhängig hatten beurtheilt werden rönnen, va . ..... . M V I raus htn hat Zola ln einem OTjnuti; Briefe an den Präsidenten Faure i RechtSgiltigkeit deö Urtheils auf Grund von Unregelmahigkeiten und - Ungesejslichkeit,n im P.-oz-bvelsadren angegriffen und den KrieaSminister eneral Billot, den Gtneral Vltttitx, den Major Navary und den Major Puty de Clan direkt deS MeineidS beschuldigt. 3n Folge d:ssea konnte die R,gierung nicht anders, a!S Zola bei seinem Wort zu nehmen und die HerauSsorderung zu einer öffentlichen Anklage gegen ihn in der von ihm gewünschten gorm zu beantworten, so daß der berühmte Schriftsteller run, mit allen ihm zu Gebote st henden Veweiömitteln, vor Gericht treten wird, und zwar in öffentlicher Verhandlung. Die Frage rührt die Paiiser Gesellschaft diS in ihre Tiefen auf und spaltet sie in zwei Parteien, deren Gegnerschaft öierung zum Hintergrunde hat. . , . Clne Avlenrung von oer vaupisrage bletet vielleicht die in den Kimpt hm-
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geipieile anli-iemiq-ewegung DreyfaS stammt auS einerelfälfifchen Familie semitlschcr Herkunft ES giebt 'ute, welche meinen, daß der Mann. , . -.. r .n r Ct. Dare er mcQl YinW ap,unil Bcn"' 'n, freigesprochen worden wäre, daß " gerade dieser Adkunst wegen zum Sundenbock auserkoren wuroe; aus oer aaoeren Venc wiro oeqauplei. oa ohne dik geheime kriegsgerichtlich. Verhandlung der jüdische Eil fluh so stark gewesen wäre, daß keine Verurlhtilung Kalte ftat siaden können. Der Versuch, ihn von dem Odium de Lzndeöverralhlö zu befreien und die Schuld auf andere Schultern zu wäl zen wird deshalb auf semitische Rechnung gesetzt, so daß daS Vorurtbeil der Änti-Semitea leicht zur Beeinflussung de, .öss.ntlichen Meinung verwerthet wetten rann. h. uiq eine anll,e2'Ni,a,e Pege ,ou T W. . . ... . ... . . räum aninaen. ZIrasjlNcsjlichlen. Inland. Wetterbericht. Kälteres, wolkiges Wetter mit Re schauern oder Schneegestöber heute j.. m... ..u.. asj. watqi;iQjgn icr Qitua Vv,l Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 39 Grad, niedrigste 17 " (ad uv' AuS dem Congreg Washington, 1V. Jan. Der Senat beschäftigt sich zumeist mit dem Vertrag zur AnneLion Hawaiis und im Hause wurde gestern wieder deö Langeren über die Resolution zur An erkennuna der Kubaner als kkieafübrende Mackt debat,rt. Ct i n sonderbarer Schein - dungögrund. Dennison. Tr. 19. Jan. W. T. Richardson reichte gestern eine Schei dungSklaze gegen seine Ehefrau eir., mit der er volle 40 Jahre verheirakhet war. Zn dcr Klageschrift wird angege den, daß seine Frau ihm bereits vor 10 Jahren eingestanden habe, daß sie ihn nicht mehr liebe. Sie sei vor ihrer Hochzeit mit einem Manne verlobt ge sen, der jedoch vor der geplanten H'irath starb, den sie ab., noch immer ixxi k. ...... rr ... ix . ! t i l im Herzen, zu beirathen und der m ne flq trennen. Diese ffrau mit der so svät t w .1L . IL . ! i r m f T .ftorb Bräutigam ist jetzt 65 prallt Selbstmord imSähzorn. R a v e n n a. O.. is. Januar, l. Cornelius D. vatinger, ein vohlbetatmU? junger Mann dieser Stadt. beute Abend mit seiner Liebsten sva. I ' ' r 0na ,nkte er mit ihr nIShüA l zieren ging, zaniie er Mir ror, plvI'iy i. q,. ..... natt. I flWa ii.wu uu vtiwivii) jg st ne Kugel in'S Gehirn und .. . fiel todt bor die güße bet jungen Md-
Auslanv.
Herr Fink ist beleidigt. B e rlin, 19. Januar. Herr Fink, ein Mitglied deS Reichstags, wurde auf sein eiaeneS Gesuch von der Rebaefi ..Berliner Post" und von der WiWittfd)aU Ut Comite der Frei- , Ö tttn suSvendirt. biö ihn eine ! geridjtltee Untersuchung van der dur ,fcfn f 0 aiOcmOf ratif cfjen Führ Öeb ch bel dobenen Anschuldigung. Rechnungen k . hicagoer PretzelubS gefälscht ,u haben, gereinigt hat. Herr Bebel hat in der Zwischenzeit den schlimmsten Theil der Beschuldigung zurückgezogen und dieselbe dahin abgkändert, daß Herr Fmk alS Mitglled deS ShZcagoer Vreßclub einen angeblich gefälschten Wechsel auSgegeben habe. Der Beschuldigte hat eine Klage gegen Bebel eingereicht und für die Dauer der Schwebe derselben um seine SuSpendirung ersucht. Wohl nur eine Ente ! London, 19. Jan. Die Pall Mall Gazette" bringt heute Nachmittag mit allen Anzeichen der Glaubwürdig, keit einen Artikel, der angeblich daS Innere deS DreyfuS-galleS enthüllt und erklart, daß daS Dokument, auf Grund dkssen neben der Borderau Notiz DreyfuS schuldig gesunden wurde, in folgender Weise von dem deutschen Militär. Attache von Fur.cke erlangt wurde : DaS Blatt erinnert an die plötzliche Abberufung deö Herrn v. Funcke neun oder zehn Monate vor Dreifuö' Verurtheilung und erzählt, Herr v Funcke habe bei Antritt seines Postens von seinem Vorganger, Herrn von Hüne, eine Liste von Personen in Frankreich erhalten, die mit der deutschen Regierung in Verbindung standen. Herr von ffuncke habe ganz besonders dring liebe Weisung erhalten, die Liste sorgfällig zu wahren und Niemandem zu Gencht kommen zu lassen. Er habe sie deshalb stets in einer Kapsel um den HalS getragen, doch sei dieselbe einer ftrau von zweifelhaftem Rufe in die Hände gefallen, welche jene dem KriegSMinisterium übergeben habe. Dieses habe die Liste photographiern lassen und zurückgegeben. Herr von guncke habe aber seinen Verlust entdeckt und seiner Regierung gemeldet, die ihn ab. berief. Auf der Liste befand sich auch der Name DreyfuS. Man schenkte demselben Anfangs keine Beachtung, da der Name in Frankreich häusiz vorkommt. Erst als Hauptmann DreyfuS verhaftet wurde, diente die Liste als bestätigendes Beweikmaterial. Noch immer Unruhen in Paris. P a r iö, 19. Januar. SS wird gesagt, dab Emile Zola seine Vertheidigung schon vorbereittt habe, und daß er 250 Zeugen und Handschristenkenner aufrufen werde, wenn er wegen öffentlicher Beschuldigung einer An zahl Oksiziere prozesfirt werden werde P a r i S, IS. Jan. Sine Demonstration, an welcher sich tausend Studeuten betheiligten, ereignete sich heute Mittag um 5 Uhr vor dem Pantheon. Die Studenten schrieen gegen Zola und die Jden. Sie wurden von der Polizei in kleine Gruppen zersplittert, welche darauf in verschiedenen Theilen deS Quartier Latin paradirten und dort grße Aufregung verursachten. Um Unruhen zn verhindern, wurden heute die Brücken vom Quartier Latin und die Wohnungen Matlhieuk, DreyfuS' und Smilie ZolaS von der Polizei bewacht. Erneute Demonstrationen fanden statt in Marseilles und in anderen Provinzialstädten. Algier, 19. Januar. Studenten machten hier beute eine Demonstration. Sie versuchten Zola im Bilde zu verbrennen, die Polizei verhinderte sie aer daran. ES wurden dabei mehrere Studenten verletzt und fünf derselben verhaftet. AlS die Studenten dersuchten, die Arrestanten zu befreien, entstand ein Handgemenge und nahm die Polizei 12 weitere Verhaftungen vor. , Gladstone i Gefahr. L o n d o n, 19. Januar. Die "Pall Mall Gazette" verkündet heute mit set ten Lettern : Wir hören mit Bedauern auS auSgezeichneter Quelle, daß daS Oesiaden deß Nr. Clsdstek t:a gröt üt
fürchtungen Veranlassung giebt. Sein Aufenthalt in Cannes hatte nicht die Wirkung, seine Gesundheit in der erwarteten Weise zu starken." Die Ankündigung verursacht hier große Erregung.
Die Brodkrawalle in Zta - lien. A n c o r a, 19. Jan. Im Armenviertel von Ancor?, welches von Anarchisten und Sozialiften bewohnt ist, kamen heute erneute Unruhen vor. Eine Anzahl von Manner versuchte Barrikaden in den Straßen zu bauen, die Polizei säuberte aber die Wege und nahm mehrere Verhaftungen vor. Truppen durchstöbern das Land und verhaften verdächtige Banden von Landstreichern. Die Agitation gegen die Brotpreise erstreckt sich auf andere Städte. Vor dem Ralhhause in Si nigoglia sammelte sich eine VolkSmosse und verlangte Abhilfe. Der BürgerMeister gab eine versöhnende Antwort, aber die Menge, welche zum größten Theile auS Frauen bestand, drang in die Eisenbahnstation und die WaarenHäuser deS Fürsten Rutpoli, o sie eine Quantität Getreide fortnahmen. Die Truppen stellten schließlich die Ordnung wieder her. Schwache Ruhestörunzen fanden in Macerato, ungefahr 20 Meilen südlich von Ar.cona, stnt. Mehrere Hundert Arbeitöleute find m Distrikte von Latoretta erschienen und eS ist Kavallerie dorthin gesandt worden. " SchiNS.Nachrichtett. Angekommen in : New Sork: Mojrst'c" von Liverpool; Nordland" von Avtwe p'n; Fürst BlSmarck von Hamburg. Q u e e n S t o w n : Teutonic" vo New Jork nach Slverpool. Liverpool: WäSland" von Philadelphia. Rotterdam: Veendam" nach NewSork. allerlei. WerbilliaeSLandertterben will, braucht nicht mehr nech dem Westen zu gehen. In Neu - England stehen 4300 Farmen leer, die für einen Spottpreis zu haben sind. Das hat jedoch eine Anzahl New Yorker Kapital!sten veranlaßt, der Frage naher zu treten, ob dieses Land sich nicht verwerthen ließe. Die Absicht ist. das Land zu parzclliren und es an wenig bemittelte Leute zu leichten Bedingungen zu verkaufen. An Menschen hierzu fehlt es nicht, da allein in der Stadt New York 95,000 Personen ohne Beschäftigung vorhanden sind. I n H u r l o ck. M d.. e r s ch o k der Neger Ephraim Colcman seine Geliebte Caroline Matthews. als Letztere im Begriff war, mit einem anderen Neg:r, Namens Henry ughs. durö'ZUbrennen. HugheZ ward durch die zweite Ladung aus Colemans Doppelflinte schwer derletztt. Ger Schießbold ergriff Aleich nach der Blutthat die Flucht, zagte sich jedoch noch im Verlaufe des Nachmittags eine Kugel durch das Herz, welche seinem Leben ein äugenblicklicheS End bereitete. Die erste bedeutende Ladung Roggen, welche je aus einem amerikanischen Hafen nach' Europa versandt wlirde, hat der britische Dampfer Largo Ban" von Baltimore weggenommen. Der Dampfer hat nämlich 90.000 Bushel Roggen für Christiania, Norwegen, wo derselbe zum Schnappsbrennen verwandt wer den soll. Es ist wohl früher schon Roggen nach Europa gesandt worden, aber stets nur in kleineren Quantit'äten von 10,000 bis 15.000 Busheln. Bisher haben überhaupt die amerikaNischen Landwirthe den Roggenbau wenig beachtet. Die Ursache dafür, daß die Norweger zetzt ihren Roggen bedarf aus Amerika beziehen, liegt da rin, daß die Noggenernte in Rußland Nicht sehr bedeutend war und die ruf fischen Häfen am schwarzen Meere zu gefroren sind. In den blättern in Hartford, Conn., erschien folgendes Jnse rat: Ich bezahle keine Rechnungen für meine Frau Katie Engel, nachdem sie mich ohne Grund verlassen hat. Hartford, 6. Januar '93. Michael Engel." Herr und Frau Engel verheiratheten sich am Neujahrsabmde nach dreistündiger Bekanntschaft in Wmdsor, N. y,, und zogen nach Po auonock. sechs Meilen von New Nork. Engel war schon früher verheiratet und hat neunzehn Kinder. Er ist übrigens Frau Engel's fünfter Mann. Engel bekennt, daß der Streit beinahe so plötzlich kam, wie die Liebe und Ehe. Schon in den ersten 24 Stunden ging der Krakehl los und dauerte fort, bis sie ihre Siebensachen zusammenpackte und das Haus verließ. Jetzt weiß er nicht, wohin., ne geganczen ist. ,
Santa Teresa", wie die indianische Jungfrau Teresa Urrea von allen Indianern und den armen Weißen im Norden von Mexico genannt wird, treibt wieder unter den AaquiS ihr Unwesen. Sie versucht die Rothhäute zu einem Kriegszuge gegen die feindlichen Ansiedler in den Thälern am Faquifluß aufzureizen und schon soll sie 200 Krieger für diesen Zug geWonnen haben. Zum Schutze der Weißen sind Truppen dorthin beordert worden. Santa Teresa", die eineBollblut - Indianerin, aber von ungewohnlicher Schönheit ist, wird von ihren Anhängern als eine Sendbotin Gottes verehrt und werden ihr übernatürliche Kräfte zugeschrieben. . Schon früher hat sie blutige Jndianererhebungen verursacht, die mit Waffengewalt unterdrückt werden mußten. Vergeblich hat Präsident Diaz Santa Teresa" eingeladen, nach der Stadt Mexico zu kommen, um dort ihre Be'chwerden mündlich vorzubringen. Sie ürchtet, in's Gefängniß geworfen zu verden. und bleibt in der Wildniß. EinindenAnnalen der Weltgeschichte wohl höchst seltener Fall hat sich kürzlich zwischen Türken und Griechen zugetragen. Der türkische General Seiffullah - Pascha, der auch wohl scherzweise die Lebendige Karte von. Thessalien" genannt wird, wegen seiner hervorragenden Kenntnisse auf topographischem Gebiete, sandte an mehrere Officiere der griechischen Ar mee Packete, die nichts Anderes enthi:lten, als die Uniformen, Tornister und andere Sachen, die bei der eiligen Flucht der Griechen in Larissa liepn geblieben waren. In einer Gerichts ver Handlung zu Gießen wurde festgestellt.
daß im hessischen Zuchthaus Manenschloß das Krummschließen ein beliebtes Disciplinarmittel ist. daß diese Strafe von jedem Beamten verhängt werden und bis zu zwölf Stunden ausgedehnt werden kann. Der davon Betroffene wird in den Keller gebracht. er verliert bald die Serrscyast über seinen Körper, so dak Alles unter ihn geht". Das ist eben ein Folge deS Krummschließens," erklärte der Director. Sollte die Disciplin in dem Zuchthause wirklich nicht ohne solche Mittel aufrecht erhalten werdeir können, die in da neunzehnte Jahrhun dert nicht mehr hmem passen? Ein geheimnißvoller Fund hält gegenwärtig die Gemüther in Leimen in Elsaß - Lothringen in Aufregung. Infolge des geplanten KlrchenneubaueS ist die Aerleguna von einigen Gräbern nöthig.' Ein mit der Ausgrabung beschäftigter Arbeiter öffnete einen vor etwa vier bis sechs Iahren der Erde übergebenen Sarg, der lediglich Hobelspähne, Ziegelsteine und Lumpen, aber nicht die mindesten Ueberreste eines menschlichen Leich nams enthielt. Ewige glauben, der Leichnam sei entwendet und an eine Anatomie verkauft worden, wieder andere vermuthen em Verbrechen. Die Staatsanwaltschaft von Mulhausen hat eine Untersuchung eingeleitet. DieZahlder weiblichen Studirenden an den schweizerischen Universitäten ist ganz genau nicht leicht anzugeben, da Nicht alle llmversitätsberichte in ihren statistischen An. gaben eine Ausscheidung in männliche und weibliche Studirende treffen. Doch geht man nicht stark fehl, wenn man die Gesammtzahl der Studentinnen auf 600 annimmt; zählt doch Genf allein 314, Zürich 166 Studentinnen. Wenn man nun auf Lausanne und Bern in Basel studiren nur zwei Studentinnen, in Freiburg gar keme noch je 60 weibliche Studirende rechnet, so dürste die Zahl 600 der Wirklichkeit ziemlich nahe kommen. In Weiökirchen bei Homburg wurde die Wirthstochter Christine Hieronymr verhastet. Sie hat im Juni 1L96 eine Rolle gespielt. als allerlei Räubergeschichten in den benachbarten Dörfern v3) zutrugen ooer doch wenigstens colporhrt wurden. Sie will damals von einem Einbrecher mit Messer und Revolver bedroht worden sein und bezeichnete dann einen später in Oberursel verhafteten Hausirer als den Thäter. Dieser wurde vor daS Frankfurter Schwurgericht gestellt und lediglich auf das Zeugniß der Hiero nymi hin Mit sieben Jahren Zuchthaus bestraft. Bor einigen Tagen entstaüd zu Weiskirchen im - Gasthaus Zum Hirsch", das die Angeklagte mit ihrem kranken Vater bewohnt, Feuer, und als die. Tbür der Bodenkammer, wo der Brand entstanden war. geöffnet wer. den sollte, gab die Hieronhmi an. sie ' i " rr . r V n . rönne oen cyiuu nicui juiucn. xa rauf wurde die Thür gewaltsam ge öffnet, und eS soll nun der Zustand deS V. r r i tn . v i vaiv gei0i,cyien zranoyeroes oerarr ge Wesen sein, daß Brandstiftung ange nommen werden konnte, alS dessen Ur beberin die Verhaftete dringend ver dächtig ist. In Weiökirchen selbst hält ' c ft.i?l . 1 Jl ni man Die hieronymi mcyr ,iu grillig normal. Rheumatismus im Rücken, in den Schultern, Hüften, Henkeln, Elbogen oder Handgelenken ensteht durch zu viel Säure im Blut. Hood's Sarsaparilla Heilt Rheumatismus. Hood's Villen find die beste bfübr-und Leber-edizin für fian:i
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