Indiana Tribüne, Volume 21, Number 120, Indianapolis, Marion County, 18 January 1898 — Page 1
Atf A -Jy l A M fr rlC AO rlC Kl tiO .AO r y n l U o v w m u vW V Office : No. 18 Süd Alabama Qtratze. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiano, Dienstag, den 18. Januar 1898 Jahrgang 21 No, 120
i
.--L HgHMK. 1 gr
Frenzel Brothers, No. 1 Weft Washington Straße, (Mercnnta National Bank.)
Ein europäisches Departement. Wechsel, Creditbriefe und Poftantoei' sungen aus alle Städte Europas. Schisssscheine nach und von Suropa. An. und Verkauf ausländischen Geldes.
Geld zu verleihen ! Personen, welche Geld auf Grundeigentbum in dieser Stadt oder aus sonstige gut geheißene Sicherheit zu borgen wünschen, werden eö vortdeilhaft finden vorzusprechen in der Office der Sndiana . . . Trust Company Ecke Washington Straße und Virginia Ave. Anleihen werden prompt und unter den vortheilbastesten Bedingungen in Betreff von Zeit, Raten und Zahlunun aemacht. Kapital Sl,000.000 Haftbarkeit der Aktio nare ....i,ooo,uuu & l . m . - I AOTfll imiCDCIMnfl tue Ajxfviniu ?-,vuv,uvu I r- r: met trt sM I - Beamten: Ä. V grevzrl. ffrtf. ffred.Ialmle.i.iz,.?)?!s. Q. O. Crnrlia. t. 01tilf. Holn iU.Vutter. ftttat. AnsstcUnng TClllCr cf)Cll 2lMttCl ! WomlXtX TOXX'Q alle GroKe Erdffnuna. D tt.stag. den 13 Jan., hknd, 8 Uhr J.der erwachse Käufer eS Ztt erkalt ein P und ..Postum Eereal Kaffee und Muster von NabrunaZ, u-e ödsten den jederzeit frei serv.rt. Vesuch'n Sie diese schöne nr..n-f1 I WU9,UW""8' Ktntttti S5C VUtXD&c lüC . t . W . & . I AufraumungsVerkauf von ffT!..i ...r. UllCr UJlUJIDUUlCll. GunMi.Ueberchuh? siir Manner 2'c L VKUMH'MKUI- I --VV. ........ W 1 Kalblederne öcrrenscduhe für $1 00 Frauen Dongol. Knöpf. und Schnü.schuh. si 0iti4iith hnnslhif . fflrrtft K htS fl. 2aC I ...... v.,-" " f " O i " " Schulsude 50c 'kr Knaben U"d Mävqen. lle besseren ss?ren zu ekitjpreqenv yerad gesäten Preisen bei rs rw ä &L 0 I e . w r T2S Ost Washlnton Otr - . Jntian, Trust Gebäre. In neuen Jahr ,m fröhllches w auf l" Stoßt an, so lang die vollen lser wmien, Docö komziet ia turn 5onrad ÄeeS bincu?. I tt laßt sich dort so rcht gemüthl'ch ttinw. Buch pur da, Leste st n einem v,r nie el stell Brauch bei einem SchviaSen Und keinen ZKenfchen haut er Qicr'S She D kommt, um sich Sei ihm zu laben Zto. 032 MassackusettS Ave. xo man fiets ein guieS las Vir, feine Oeine, WhiSkiei und Sigarren findet. rr . 701-
lÜLVk t illUUUUnUi anderm
ÄriÄJV w r gs sK & FsiHsnvepatteV, Ossi: ZS Cfib Dtlavarestr. i UZe : 120, 122, 124, 12S, 123 Oft rrlftr Ttlcolsn 011 Offen Taa trab Jlafit NnterstSsr die M MWiM MM, tttrUd re Nl? fSstte. No. IN. 143 und 113 Cltfrana fcUrnie. sT ücxzczvlilo, Zlzzzzn.
rrr-
w I
I5ti2s .501
.1 -i lt ' 1
rnj
Editorielles. Man sollte von Niemandem Milch kaufen, der nicht ein vom 6e sunbheitSrath ausgestelltes Attest vorzeigen kann, daß feine Kühe gesund sind. , , Die Glocke" heißt ein katholischeS Wochenblatt, daS in Chicago gedruckt wird und zugleich LokalauSgaden für mehrere andere Städte, dar unter auch Indianapolis herstellt. Welche Stellung das Blatt innerhalb der kirchlichen Organisation einnimmt, wissen wir nicht. Nicht in demselben
deutet an, daß eS ein offizielles Organ ist. Ja der Nummer deS latte vom 30. Dezember finden wir einen Artikel ührfAbn : HnarAtÄrnu in h " ' " ' - ...: a.. cit.;.( uiuuiiii . juit attuci Hitui iiiKU Bericht wieder, welcher von dem Sekretär der hiesigen Brauer-Union, I. Zorn, an die Convention des Natio nalverbandeS geschickt wurde und der im gedruckten Protokoll der Convention enthalten ist. Der Bericht schil dert die Lage der hiesigen Brauarbeiter und deren Un'.on und enthält gegen den Schluß folgende Stellen : Ml, den hiesigen Biertreibern Yak ttn oir schg viele Unannehmlichkeiten ... I ..... und ftnd Wir irftl lM BegriN. dlelelven üon z Brauereien, welche uns freund. lick aeNnnt find, al Branch ,u oraaninren. die andern Säen ,ur Solle ' " ' ' " gehen." m WünsBN fntr. hnh ht st 11 9?n 77 ud ,e e.bad nch .i. Itere Fortschritte mache mögen, und I k, km T . .ui . i. c. f k. uprn uBiuu,i wu da ProUtanat vereint seinen Unterdrückern, seinen Tyrannen und dem ganzen Pfasser.pack zurufen möge: V r . . . BtS hierher und Nicht velter." Foer findet sich am Schlüsse ein w 1 ' r II ...11 V . . . 1 V ( . , v. eviqi, vao uier nvrru svlgrnve Verse entbält ' Nicht glauben wollen mir d'n Pfaffen mehr, Wenn sie erzählen uns, die Lümmel, I2ie woblbekannte alte SlaubenSmär' einem künft'gen, schönen Himmel. Den AukunftLbimmel aönnen aerne wir Allein der ganzen Pfaffenbeerde. Wir wollen gründen unfern Limmel hier Schon jetzr auf tiefer schönen Erde. Wenn gar kein Recht im Staat der Arme hat, Sa ollen ir. laßt' un, nur sagen ! Doch die Regierung von 'nem solchen StaatBaldmöglichst zu dem Henker jagen. DaS ist alles, waS überhaupt Anstoß erregen könnte. DaS genannte Blatt läßt nun einen geharnischten Artikel gegen diesen AuSbruch anarchistischer Gelüste", wie oumihbi, io uno ,agl oarin . X. v .-. i , . . r a k . Ist eS nicht an der Zeit, daß die Direktoren der Home" Brauerei derartigem Treiben unter ihren Arbeitern ihre Aufmerksamke t schenken und solche Umstürzler auS den Reihen ihrer Arbeiter entfernen? Oder sollen die katholischen Wiithe und daS biertrin kende Publikum die Sache in die Hand nehmen, und kein Bier mehr von eine avarcyiili,chen irqe" vezieyen uns trinken f Wir können die Herrn Direk. toren versichern, daß die Katholiken unserer Stadt nur mit Entrüstung und Unwillen solche AuSbrüche antichrift licher Zeloten, die in diesem Zorn ih ren Vertreter haben, sehen, und daß sie sich dagegen zu schützen wissen wer den." CoirM Die CleZe".
W,r geben nun gerne zu, daß dieoenlk. Aver leion wenn oao Schreibweise deS Herrn Zorn weder ' anders wäre, so ist eS doch ein längst guten Geschmack noch guten Takt zeigt, ' übe'wundener kulturfeindlicher Standauch wollen wir nicht in Abrede stellen, Punkt Glaubenisragen zum Zankapfel daß die Verse gerade kein besonderes zw'scken Bürgerund Bürger zu machen. . . ... rr , v. t .1
poetische Talent verrathen, lrog?em man sofort erkennen kann, daß Herrn Zorn ein bekanntes Heine'scheS Gedlcht als Vorwarf gedient hat. Man wird indeß vergeblich nach einem anarchistischen Gedanken in den Ergüssen deS Herrn Zorn sucken und waS Takt und Geschmack betrifft, so wird schwer zu entscheiden sein, ob in den Worten ZornS oder indenen der Glocke" weNiger davon zu finden ist. Ueber Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten. Die Glocke" nennt z. B. in ihrer Nummer vom 15 Jan. die englischen Geistlichen die Veitbämmel der Hochkirche Englands". Ob Leithämmel geschmackvoller ist alS Lümmel? Entscheide darüber ein Anderer. Indeß. eS kann unS nicht einfallen, mit der Glocke" zu polemifiren. ES st ihr gutes Recht, dle Auslassungen ZornS zu kritifiren und wir würden der Sache keine weitere Aufmerksamkeit schenken, wenn nicht die angeführte verhetzende Bemerkung ein bedauerrSwerthes Nachspiel verursacht hätte. Ja der Nummer dieses Blattes vom 3 Januar siiden wir nämlich golöcnd : I An Herrn Andreas H a g e n und die Besitze? der Home Brauerei Seehrte Herren ! Da Sie in Ihrer Brauerei einen atheistischen und anarchistischen oder gottlosen und gesetzlosen Menschen, Samens ZuliuS Zorn, beschäftigender ugleich Sekretär einer Ladoe Union" " ft nnh in s,in.m nit m G V HNf t nm9t f n w nih ihrtrrt4iftrtr Weife unsere PriM und jeden Slau. ben verhöhnt, sondern auch die bestehenden StaatSgesehe mit ftühen tritt und da wir al christliche Männer .der unsere Vri.st.r. nock iraend ein.
?.r..m.inf Af h,..,f(. h,iff. I daß daS in unserer Zeit einfach unmögKirchengemeinsSast verachtet wissen . lfl " ' k
aollen, und als Bürger auch keine Cyicaaoer Heumarktgesch'chte in unserem friedlichen Indianapolis erleben wollen, so ist von unerkm Ss. Sosepd UaterftüßungS . Verein. 181 Mann Kar?, im Interesse der Religion und ,um ScbuKe der aesetiliebenden Büraer unserer Stadt beschlossen worden : ' " i ins Zorn, wie im Protokoll der zehn- ' o i ea Brauerei Convention aus Seite I 7 undä abgedruckt, al .in. unke. ufene, gröbliche nnd fl gelbaste Be. o I eidiauna gegen eben ordentlichen Bürger unserer Stadt betrachten und m m I Ulk uns icyamen, eine oerarligen Menschen in unserer Mitte zu haben 2) Daß wir der ..Some" Brauerei und jeder anderen Brauerei, welche diesem gott. und gesetzlosen Menschen Arbeit giebt, unsere Uaterstüßuna in Zukunft versagen. SS sei iedock anderS, wenn jener Julius Zorn bei un. seren Priestern Abbitte thut und seine gemachten schmählichen Aeußerungen öffentlich im täglichen Telegraph" und in der Glocke" widerruft. V Daß diese Bescklüsse dem Kiest, gen täglichen Telegraph" und der 0 I ..Glocke" Ziur Veröffentlickuna über. " " ' I it werden. Im Namen deS St. Zofeph'S Unter. stützungS-VereinS, Der Vorstand des Vereins. P. S. SS folgen hieran die Namen und ei Comite wurde ernannt, diese Beschlüsse der Home" Brauerei zu überbringen. Ebenso hat der St. ZobaneS JünglingSverein und der St. Boni. ,aSiuD u.-ctcin, uo;ic auc anocitn ..:.. n O i r:. . rr . vereine der Herz Jesu Gemeinde einen rief an e verauere, geoen lassen. um so ihre HerzenSgefüble der Braue. rei zu unterbreiten und dem schänd. lichen Handeln dieses SuliuS Zorn .-fl Ll.l II lnoau zu vielen. ' Wir bedauern daS Verfahren der genannten Vereine sehr und müssen eS als sehr übereilt und unüberlegt bezeichnen. SS ist wohl zu bemerken, daß in den Auslassungen ZornS kein Wort gegen die Religion im Allge. meinen und och viel weniger gegen die katholische Religion im Besonderen enthalt.n ist und daß die Bemerkungen darüber iu obigen Beschlüssen ganz unmäßig übertrieben find. In die Hölle wünschen", zum Henker jagen" find Autdrücke, die an tSzlich hört uno bei denen an siq c;x t?eniz
M . r m n . a
JüSfnii tott Aroeuer, oer innen un glauben auöspricht, oder sich deS WorteS Pfaff bedient auS seiner Stellung gejagt werden sollte, wohin kämen wlr ? WaS würden unsere katholischen Mitbürger dazu sagen, wenn greiften' ker einen katholischen Arbeiter boyeotten wü'den, der sich verächtlich über das Freidenkerlhum ausgesprochen? S'ße man Protestanten für Freidenker und eö ist dasselbe. Nachdem in Jahrhunderte langen Kämpfen die Kultur eS endlich dabin gebracht hat, daß SlaubenSanschauungen frei gesprochen werden dürsen und daß der bürgerliche Frieden durch daS freie Auösprechen derselben selbst dann nicht mehr gefährdet wird, wenn dabei in der Wabl der Ausdrücke Licht mit dem nöthigen Takt vorgegangen wird, ist eS doch wohl am AuSgage unseres Jahrhunderts nicht am Piotze, einen Mann wegen solcher ASlassangen, wie die obigen zu ächten und aus ferner bürgerlichen Stellung und selnem Brode zu verdrängen v. Baraeken der erwädnten Vertlne ist taUl flU( ßflrum ssch, weil c$ atxi metjl fleflen be Brauerei als gegen Zorn gerichtet ist. Dieser würde ja wohl mit der Zeit wtedereme andere Stelle fiiden, wenn nicht hier, dann aukwäriS. Herrn Hzgea aber hat man in die unangenehme Vage versetzt, entweder einerseits eine Schädigung deS Geschäftes zu riSkiren, oder anderseits sich dem kicherlich ebenfalls schädigenden Vorwürfe auszusehen, daß er einen Arbeiter wegen Aeußerungen in einer ax. 4 1 sr. l . f. v:. k . n.fxsit j. rn..ul avk, .r uo vsr,u,u,z mein emgesuhrt, praktisch darauf hmV, f."1 cnst0t bft wundlichen und schriftlichen Aeußerun'S Arbeiter, zu machen. S. raua1 V lflum iu "eu. lich ist. denn die Arbeiter würden eS sich nicht gefallen lassen. Wenn baS Bersahren daS in diesem aue eingeschlagen wurde, richtig ist, an ist eS sur alle kirchlichen Vereine ebenso richtig, wie für die obengenannten. Wohin aber kämen w,r, . ... .. - wenn ren uno religiöse e,eu. saften eS zur Regel machten, von cscbaftsleuten unter Androhung des to . , M v : ii er . . . m r f . ..o ..,iung von roenern K, M MS tC I! aL! flff C A w' lu nprnwig eußerungru . . im i w v r vf. ' ie Es sei hier nur nebenbei erwäw K fl A MM CK im m X mm f am Ak V"' V-' v..,. daS an ibn geüellte Verlangen, Zorn "gewiesen hat Wir wollen hoffen, daß damit die ze Taae ,yr Ende gesunden. Denn wenn sie weiter gehen und rhren Weg Die englt,cve Vr,,je finden sollte, so würbe sie bei der amerikanischen Bevölkerung einen Sturm der Entrüstung hervorrufen, welcher der katholischen "ade nicht sehr nutzen durste Unter allen Fehden aber, die eS giebt, n NeligionSsehden immer zu den gedMKen auS und für unser Zeit. .it.- fX!J. fi. fiX lli . . f. llzJ Ialttcn ,lc nxa1 rac" U5,t wauc" unic qwzu oaran, ar: l. ..f.. a : , i. "5 e katholischen Geistliche von f - r m . . oleier aaze unierrimier nno, denn katholische Geistliche sind meist gebil oere euie uno vernanvlg genug, um die Unklugheit solchen Vorgehen? in unserer Zeit und in unserem Lande zu begreisen. SS ist noch kein Pfarrer daran gestorben, daß man ibn Pfaff genannt hat, und eS ist daran auch noch keine irche und noch keine Neligion . tunbt eaanaen. ffii aekild.t n ist über solche Kleinigkeiten erhahtn Unb Set weae derselbe iSt ttTl gesellschaftlichen grieden. Warum aUt gtxatt Mf ffltl0llfaeM vereine sich h,er einmischten, wo doch jeder proteffaatische oder jüdische oder sonstige Geistliche dieselbe veranlassung gehabt hätte, wäre unS ohne die hetzerische Bemerkung deS ae nannten, wahrscheinlich unverantvort. lichen, Blatte ganz unerfindlich. SS starb einmal Jemand am Kreuze, der hatte gesagt : Liebet eure ffeinde Segnet, die euch fluche. Thuet GuteS denen, die euch hassen. SS ist freilich schon lange her,' beinahe neunzehn. hundert Jahre. Müssen wir die Mglieder der oben genannten christlichen Vereine dar erinnern t?ä! (5hrip? ' gelehrt hat 7
ZlrttglllllchllHlen.
Inland. Wetterbericht. Morgen trübe Wetter; dielleicht Regenschauer. Höchste Temperatur in. verhalb der letzten 24 Stunden 37 Grad, niedrigste 27 Grad. Präsident Dole in Ame. ri ka. San Francisco, 17. Januar. Der Dampfer Peru" traf gestern Abend um 10 Uhr von Honolulu hier ein und befand sich Präsident Dale an Bord desselben. Derselbe landete heule Morgen und wurde Herr Dole von dem Hawan'schen Consul und einigen Freunden bewillkommnet. ES waren eine Repräsentanten der Ver. Staa. en Regierung anwesend, um ihn sormell zu begrüßen. TS wurden auch eine Salutschüsse abgefeuert; die Zollbeamten ließen da Gepäck deS Prüft. denken und seiner Fam,lie ohne In. pektion pasfiren, daS war Alle. AuS Honoluluer Korrespondenzen geht hervor, daß man dortselbst einen Gieren Empfang erwartete. San Francisco, 17. Januar. Präsident Dole und seine Gesellichaft raf um 11:30 im Occidental Hotel ein. Cr sagte ZeilungSleuten, die ihn erwarteten, er käme nicht nach den Ver. Staaten, um für die Annektirung zu arbeiten; seine Anwesenheit sei nur ein freundlicher Besuch dieses Landes und feineö Präsidenten. Er werde drei oder vier Tage in San Francisco bleiben und dann nach Washington reisen. um Herrn McKinley zu besuchen. Die Regierung Hawaiis habe eS für rath. am gehalten, daß er während der Be. raihnng deS AnnektirungSvertrage in Washington fei, um der Gesandtschaft Hawaiis in gewissen Angelegenheiten Rathschläge zu geben. Er sagte : Wenn ich von der Regierung der Ver. Staaten aufgefordert werden ollte, irgendwelche Informationen zu ertheilen, dann werde ich daS natürlich bereitwilligst thun." Ich Baumwollweber gehen an den Streik. Boston, 17. 3an. Die Lohnredukion trat heute in den' meisten BaumWollwebereien Neu. Englands in Kraft. Die Löhne von 125.000 Arbeitern werden um 10 bis 11$ Prozent redu. zirt. 3n mehreren Fabrik. Centren, hauptsächlich in New Bedford, Biddle. ord, Saco und LewiStown, Me herrscht unter den Leuten ein Gefühl der Erbitterung. . Die 18 Fabriken der erstgenannten Stadt, welche ungefähr V000 Pesonev beschäftigen, find geschlossen, weil die Arbeiter sich weigerten, Lohnherab. etzung anzunehmen. Die Z500 Arbeiter der Laconia und Pepperell Fabriken in Biddeford wei. gerten sich heute, zu den neuen Löhnen an die Arbeit zu gehen. Ein Theil der Arbeiter der gork Fabriken, von Saco, hat sich dem Streik angeschlossen. Die Queen City Weberelen in Bur. lington, Vt, mußten infolge eines allgemeinen Streikes der Arbeiter ge. schlössen werden. W o o n s o ck e t, R. I., 17. Jan. Die 2200 Angestellten der Social, Globe & Kourse Webereien der So. eial Manuf. Co. und der Clinton We. berei in dieser Stadt gingen heute zu den geringeren Löhnen an die Arbeit. Man befürchtet aber, daß Wirren ent stehen werden. Jitchburg, Mass., 17. Januar. Die 225 Arbeiter der Nookeje Baum voll-Katun Webereien in dieser Stadt streiken. Auslanv. AuS Deutschland. Berlin, 17. Januar. y Eine De. pesche von Gleivitz, Preußisch - Schle sie, meldet eine furchtbare Gruben, kataftrophe in Zaberze. DaS Köni. gin Louise" Kohlenbergwerk gerieth in Orand und von den 15 Männern, die zu Tage gefördert wurden, starben 7. Man befürchtet, daß 25 andere, denen der AuSveg abgeschnitten war, in den Flammen umkamen. O er l in, 17. Januar. Im Oer. laus der Berathung deß OudgetS für das Departement des Inner tadelte Herr Onra, ein Oozialist, ein geheimel Zirkul-r deZ. Grasen von ?osa.
boweky, deS Ministers deS Innern, ge. gen Streiker, welches unlängst im Vorwärts" veröffentlicht wurde, als
einen unerbörten Angriff auf daS Recht der Vereinigung, worauf die Ar. I L - . A TT fl . . ' orncr in ver naazslen Zvayl antworten würden." Graf von PosadowSky erklärte unter einer lärmenden Demonstration von Seiten der Sozialisten, daß das Zir. kular daS VereinigungSrecht nicht be. rübre, daß Arbeiter aber gegen Ein. chüchterungen durch Streiker geschützt werben müßten. Der Fall Dreysuö. Antisemitische Demonstrationen. P a r i S, 17. Januar. Die DreyuS Angelegenheit kam heute in der Deputirtenkammer wieder zur Sprache. Premier Meline erklärte auf eine In erpellation hin, daß die Politik der Regierung so weit gute Früchte getra. ge habe. Er bat, daß man der auf. egenden Diskussion ein Ende mache. Er sprach von der Ehre der Armee und der Integrität der Richter und bat um ein Vertrauensvotum. Cavaignae er. tärte, daß die Antwort deS Premiers gänzlich unzufriedenstellend sei. Er prolestirte gegen daS Schweigen der Minister und verlangte Beröffent. lchung deS angeblichen Geständnisses DreyfuS. Eine Niederlage der Regierung wurde bloß durch die Stimmen der Monarchisten und Boulangisten ver. hindert. DaS Vertrauensvotum wurde mit 310 gegen 252 Stimmen ange nommen, ein Beweis, daß die Regie, rung an Boden verliert. Sine große Anti . Dreysuö Versammlung in Vaushall verlief heute in außerordentlicher Weise. Gegen 50)0 Menschen waren anwesend. CU war eine antisemitische Versammlung und die Hauptmacher waren Studenten. Aufschriften wie Tod den Juden" waren sichtbar und Rufe erschollen wie: Nieder mit Zola; eS lebe die Armee; hoch die soziale Revolution. " SS dauerte gar nicht lange, so brach ein riesiger Tumult auS und bald kam eS zu Hieben, so daß Viele mit blutenden Gesichtern hinausgetragen wurden. Die Anarchisten bemächtigten sich der Versammlung und vertrieben die Stu. deuten. ES lebe Zola wurde gerufen und Reden gegen die Armee wurden gehalten. Run zogen die Studenten unter dem Rufe es lebe die Armee" t-urch die Straßen. Spuckt auf Zola wurde gerufen. Die Studenten demonstrirten vor den Zeitungen TemvS", Aurore" und Libre Parole". Den Stube' en gesellte sich der zahlreiche in VariS vorhandene Pöbel zu und die Polizei hatte große Mühe Ausschreitungen zu verhindern und die. Menge schließlich zu zerstreuen. Unter den Juden herrscht große Aufregung. Vie Wohn, und eschaskS. Häuser der Rothschild und anderer reicher Juden, besonders daS HauS deS Matthieu DreyfuS werden von beson deren Polizeiadtheilunge beschütz'. Der Pöbel mag jederzeit PlünderungS versuche vornehmen. Telegramme auS zahlreichen Pro vinzialfiAdten berichten über ähnliche Szenen. In Marseilles demostrirten ebenfalls die Studenten und warfen jüdischen Ladenbesitzern die Fenster ein. In Nantes wurde ein Angriff auf die Synagoge, in LyonS auf die Zeitung Le Peuple" gemacht, die DreyfuS un. terftützte. Der Nationalitätenkamps inOestreich. Wien, 16. .Jan. DaS RathbauS von N'jiv Bakta ist durch Brardstis tung theilveise zerstört und der Bür. germeister deS OrteS wurde von dem Mob gefährlich verwundet. ES wurden diele Verhaftungen ge macht; der Distrikt ist jetzt mit Gers darmen besetzt. Prag, 16 Jan. Studenten ver. suchen hier heute in Verbindung mit seiner sozialistischen Demonstration ei nen AuSbruch von Unruhen zu veran lassen. Die Polizei jagte sie anSein ander. Salzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand er. greifend und andere Körpertheile Hood'S Sarsapanlla, der große Olut. remiger heut alzfiuß. Hood'S Pillen wirken vorzüz- , lich nach der Nahlzeit und kunren opsr?ry. SSV
Im neuen Jahr
faßt man gute Vorsätze. Bestärken Sie sich darin, indem Sie unser un übertrcffliches Flaschenbier trinken. Wir danken Ihnen für Ihre Kundschaft im vergangenen Jahre und werden uns wie immer durch die feinsten gebrauten Biere revanchiren.
Flaschenbier-DepsrSement TW. 578. ndienapolis iireivingOo.
Oefen ! 4
Daö größte Lager der betten Oefen in Markt. Alle Sitten Möbel in größter Auswahl. HauShaltungS. Artikel, Lampen, Porzellan ,c., ein großes Sager. Alles zu den billigsten Preisen.
ALIWIKWU and 017 und 319 Oft Telephon 1724. tr Rauch
sowie Pfeifen, Cigarrenspitzen, EtuiS, Tabak'Dosen ic
ürts Güayer & io., SO ä 31 West Washington Straße.
ALBERT
(Nachfolger on Krull & Schmidt.) Fabrikant aller (dorten
Feine Chocoladen eine SpecZalnSt. Händler in geschälten und ungeschälten Nüssen.
Bäcker, Qroeeriften, SonntagSschulen, vereine nd Logen werden gebeten, mir ihre Kundschaft zukommen zu lassen. Zlo. 10L Süd Vsnnsylvnnin Ltrußs, gegenüber der GaS-Ofsice, Mijeitic Building.
S ampfer'Passage - von und nach
fl. C3ETZ6EB Agsitiur,
Gbb JellovS Gebäude, Ecke
Sentse
Feuer-Versicherungsgesellfchaft
von TPnncn
Hauptofsi : O7t Oüd Delavare Otr., Zndwnoxolib, Ind. Die älteste verficherungS-Gesellschaft mit 4 jährigem ehr entasten Oeftande. (Zolib! Oicöer! Oilligl CaptlalOlOOßOO. Aktiva: $308,707.60 OnZnt cr3 5:5m C'Cftl$l!;n und CtncCCn l
Thccdoro Otcin, lt. Locns OchciidU C&ctZr. QzTJdll Ccidc3nüc!icr. C;:uun.
Möbel !
4 -HÄRTH-AHN, Washington Str. inm halben lock östlich vom TourthauS. Artikel CltWM Z Washington und yennsylvania Straße. - slj Thccdc7 Roycr, C":t-i Augnnt DSpporo. C .rf rS r---1 . Y V ! .4.
KRULL
cSLhcb
