Indiana Tribüne, Volume 21, Number 118, Indianapolis, Marion County, 16 January 1898 — Page 1

I M sVs A rr rlO KY'ftA ss r w y y W W w. o yy V Office : No. 18 Oüd cUabama Otraße. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiano, Sonntag, den 6.Z Januar 1898 Jahrgang Sl No 118

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ArchlNlsMleli.

Gegen Senator Corbett. Washington, 15.Jan. Daö Senatöcomite für Privilegien und Wahlen hat beschlossen, gegen die Anerkennung deö Hon. H. W. Sorbett alö Senator für Oregon zu berichten. Daö Volum stand 4 zu 8 und wurde nach Parteilinien mit der Ausnahme abgegeben, deß der Republikaner Burrowö, welcher abwesend war, gegen Sorbett seine Stimme abgeben ließ. Einigung der Silberleute. W ashi n g t o n, 16. Januar. In Folge der zwischen den Führern der verschiedenen Silberpirteten während der letzten Tage abgehaltenen Conferenzen werden den, Vernehmen nach Anfangs künftiger Woche Vorsitzender Zoneö vom demokratijchen Nationaleomite, Vorfitzender Butler vom popaliftischen Siationaleomite und Vorsitzer der Towne vom silberrepublikanifchen Nationalcomite ein gemeinsame Manifest erlassen, um die .Mitglieder der drei Organisationen zur gemein samen Thätigkeit im politischen Kampfe dieses ZahreS aufzufordern. Der Entvurf des Dokuments iß schon in der Ausarbeitung begriffen, und dasselbe Wird Alle, welche an der Sache des Silbers interesfirt find, ermähnen, geeinsam vorzugehen und jede Rivalität zu vermeiden, durch welche die gemeiasame Stärke geschwächt werden köanle. Die gefälschten 100 Sil. bereertifikate. N e w S o r k, 15. Zan. Eine der neuen Falsifikate von Z100-Silbercer-l,sikaten wurde heute dem hiesigen Unterfchatzamt von einer New Jorker Bank eingeliefert, welche eS von einer Sparbank in Brooklyn erhalten hatte. Drei Bankkassierer hatten die Note ahnungslos angenommen. - LiebeStragödi-. E i n e i n n a t i, 14. Za. Heute brachte Louiö Alfeld, ein Schriftsetzer deS Evquirer", seiner Geliebten. Minnie Pachner, in ihrer Wohnung an der Bremen Straße eine tödtliche Schußwunde bei, und erschoß dann sich selbst. Man vermuthet, daß Alfeld, der zuvor einen kurzen Streit mit dem Mädchen gehabt hatte, durch Eifersucht zu der That bewogen worden ist. Schreckliche? Selbstmord. (Chicago, IS. Januar. I. W. Stonehouse, ein Schildermaler, der erfolglos im Geschäfte war,, stürzte sich heute in der Rotunda deS Masonie TempleS vom sechzehnten Stockmerke berab. Kein Knochen in seinem Leibe blieb ganz. Verdikt umgestoßen. Chicago, 15. Jan. DaS Verbikt, durch daS dem früheren Maschinisten Fred. N. Ketcham gegen die Ediezgo & Northwestern Bahn von Geschworenen im hiesigen KreiSgericht $21,000 zuerkannt wurde, weil die genannte Gesellschaft ihren früheren Angestellten auf die sogenannte schwarze Liste gesetzt hatte, und er infolge dessen keine Arbeit mehr bekommen konnte, ist gestern von Richter Clissord im AppellationSgericht umgestoßen und der Fall an daS KreiSgericht zurückoerwiesen worden. 3a der Entscheidung heißt eS, daß die Instruktionen an die Geschworenen irrthümlich gewesen seien und dieselben dadurch beeinflußt wur den.' - - SütgertS Prozeß. Ch i c a g o, 15. Jan. Im zweiten Prozeß gegen den angeblichen Sattenmörder Adolph L. Lütgert schloß heute die direkte Beweiserhebung der Staats anvaltschaft nach einer Dauer von 198 Stunden. Die Vernehmung deS Dr. Dorfes war der Vertheidigung sehr nachtheilig, da sie ebenso belaßend für den Angeklagten ausfiel, wie im ersten Verfahren. Vertheidiger HarmonS Antrag auf Streichung eineö großen Theiles der Beweiserhebung wurde ab gelehnt.

Auö Deutschland. Berlin. 25. Jan.. Die JustizNovelle ist an die Commission verwiesenworden. 3m Antrag SallschS wird vorgeschlagen, den Nacheid an Stelle deS VoreideS einzuführen. Der Sozialdemokrat Stadthagen sagte, eS fei unwahr, daß besonders die Sozialdemokraten Meineide leisteten.. Die Statistik beweise, daß sich die Meineide in grundherrschaftlichen Gegenden häufen. DaS Urtheil der Richter hänge häufig von der Parteirichtung der Zeugen der Angeklagten ab. ES zeuge roi Gefinnungörohheit, wenn man behaupte, daß die Sozialdemokraten die meisten Meineide leisten, während man die Parteien vertheidige, welche den Verfassungömeineid empfehlen. Unruhe; Rufe : Ordnung". Der Enthusiasmus über daS chinefische Unternehmen treibt mancherlei jingoistlsche Blüthen. Einzelne Blätter erklären, daß Deutschland durch die deutschen Ansiedlungen in Oftasien, am Suezkanal und indirekt an den ägyptischen Angelegenheiten interesfirt und zur Theilnahme an deren Controlle berechtigt sei. Die Virlegunq deS Kampfes der Sprachenverordnung in den böhmischen Landtag wird als kein geschickter Schachzug betracheet. In der Aachener SpionageLandeS-verratbS-Affire Montjoie ist ein'wei-

terer Bezirköfeldwebel verhaftet worden. Weitere Spuren weisen nach Luxemburg 3m Dorfe Torgelow bei Stettin hat eS einen blutigen Zusammenstoß zwischen streikenden Metallarbeitern und ScadS gegeben. Auf Seiten der Lktz terea ist ein Mann namens Arnet erschlagen und mehrere find verwundet worden. Eine Anzahl Streiker find verhaftet worden. In München ist daö sozialdemokratische Witzblatt Süddeutscher Postlllon" konsiscirt worden, weil dasselbe ein den Kaiser beleidigende? Bild abdruckte. Freiherr von Eberstein, Hauptmann der Schutztruppe, wird a!S BezrShauptmann in daS Deutsch. OstafrikaEolonialamt eintreten. Die FriedrichShain-Denkmalfrage, d. h. die Frage, ob den im FriedrichsHain begrabenen Märzgefallenen" überhaupt von der Stadt Berlin ein Denkstein gewidmet werden darf, will nicht zur Rube kommen. Die reallionäre Presse, allen anderen Blättern voran die Kreuzzeitung", ereifert sich gewaltig ob der projkktirten Glorifizirung deö Hochverraths und deö Bruchs des dem Landesherrn geleisteten Treufchwurö". Der Regierung ist die Sache jedenfalls sehr unangenehm' Gestern war Oberbürgermeister Dr. Zelle zu einer Besprechung der Angelegenheit mit den Ministern eingeladen; er hat sich aber veranlaßt gesehen, die Einladung dankend abzulehnen, da er nicht in der Lage sei, von den Ministern in der Denkmalsrage irgend welche Belehrung anzunehmen. Dagegen iT der Berliner Magistrat sehr feig in der Sache. Zwar hat er sich von dem Oberpräfidenten von Achenbach der Provinz Brandenburg nicht geradezu befehlen lassen, seine Zustimmung zu der Ausftellung eineö Denkm-lö zu verweigern. wie ihm. dieser vorschreiben wollte, ohne irgend ein' gesetzliche Recht zu haben ; aber det Magistrat will den Stadtverordneten . Bedingungen vorschreiben, wie er ihrem Beschluß beitreten soll. Besonders verlangt er, daß die Enthüllung deS Denkmals erst nach dem 18. März stattfinde, damit ihm, dem Magistrat nicht nachgesagt werden könne, er verherrliche die ReVolution. Mit den Verhandlungen darüber wird nun die Errichtung M Denkmals jedenfalls soweit hinauSgeschoben, daß dieselbe am JahreStage der Berliner Revolution überhaupt nicht mehr erfolgen kann. Die Situation in China. London, 15. Jan. Nach einer Dspesche auS Schanghai hat die Nachricht von den Forderungen Frankreichs bezüglich der Jasel Hainan in Japan große Unruhe hervorgerufen. Admiral Jaog gu hat Befehl erhal-

ten, persönlich daS Kommando det

ffortS Wo-Luna zu übernehmen. Lu

Kan Zlfh veranstaltet eine Art von Confeription in gewissen Distrikten von Lang Tse, WuHu und Too Tai und hat alle Waffenfähigen zum Dienst einberufen. Lu Jung soll große Truppenmassen in Knang Tung aufbringen und mit dem Kommando deS südlichen Geschwaders betraut sein. ' Gerüchtweife verlautet, daß Japan wegen Frankreichs Absichten auf Hainan ein Geschwader nach dem Süden senden werde. Der Sebenölaüf czues Cylinders. Humoreske von Dr. Granarius. Ich habe einen alten Freund, einen Schulkameraden noch aus der Gymna sialzeit her. Dieser besitzt eine MerkWürdigkeit, wie sie nicht viele Leute auszuweisen haben. Die Merkwürdigkeit ist 'fein alter Cylinder. Gekauft wurde dieses nützliche Kleidungsstück vor ungefähr zwanzig Iahren. Wir beide waren damals Hof f nungsvolle Maturanten und kauften uns nach glücklich überstandenem Prüfungsschrecken jeder den ersten Cylinder bei einem obscuren Hutmacher in einer der Vorstädte Wiens das Stück zu drii Gulden. Faßte man neben diesem geringen Preise die colossalen Dimensionen der Hüte in's Auge, so mußte man es begreiflich finden, daß eben nicht der edelste Hase'sein Fell zu ihnen geliefert haben mochte. Für uns Abiturienten bedeuteten aber die Cylinder den Eintritt in die Welt 'des academischen Bürgerthums und deshalb trugen wir sie trotz des muthmaßlichen aterfells, just mit derselben Grandezza. , wie der chinefische Mandarin feinen Hut mit den Knöpfen und der Pfauenfeder. . Mein Hut ging nur zu bald den Weg alles Irdischen, indem er nach zweijähriger, treuer Dienstleistung an einer niederen Thür schnöde eingedrückt wurde, was ihm einen Krach entlockte, einen dumpfen Schall, wie ihn die Memnonssäule ode? die Baßposaunen vor Jericho von sich geben mochten. Dieser Schall war sein Schwanengesang. Seine zottigen Katerhaare sträubten sich borstig im Todeskampfe die Zierde meines Hauptes war nicht mehr. Um so widerstandsfähiger und ausdauernder war der Cylinder meines Freundes. Er geleitete seinen Herrn durch alle Faßlichkeiten des Universitätslebens, machte die Staatsprüfung und die Rigorosen mit und glänzte auch auf dem Haupte des neu promovirten Doctors der Rechte, wenngleich nicht mehr im natürlichen Glänze, sondern vor Fett. Der Eintritt meines Freundes in den Ct-vil-Staatsdienst, seine Ernennung? und Beförderungen, sie alle ereigneten sich im Zeichen des alten Cylinders. So abgöttisch die Liebe war, mit der mein Freund an seiner Kopfbsdeckung hing, so fehlte es andererseits nicht an wohlgemeinten Versuchen der Menschen, ihm sein Kleinod zu entreißen und an tückischen Schicksalsfällen. So erinnere ich mich, dah wir ich und andere alte Schulkameraden anläßlich einer Festkneipe, bei der wir uns mit dem Cylinderbesttzer zusammen befanden, den Hut listig hei Seite räumten, Eisstücke darein legten und in diesen eine Flasche Champagner einkühlten, aus welcher auf das Wohl unseres Freundes und des Cylinders getrunken wurde. Ahnungslos erhob der gute Bursche sein Glas,' um mit uns anzustoßen, da fiel sein Blick, von ungefähr auf die improvisirte Kühlwanne die Augen gingen ihm über, er trank keinen Tropfen mehr. Er faßte seinenLiebling mit starkem Arm, schüt tete das Eis aus der Höhlung uno stürmte fort. Weil sich aber alles zum Guten wendet, hatte daZ kalte Bad dem Cylinder nicht nur nichts ge schadet, sondern sogar seine Wasserund Wetterfestigkeit glänzend bewiesen. Ein andermal sperrte ich den Cylinder meines Freundes hinter eine GlSwand unseres gemeinschaftlichen Bu-reau-Zimmers. zog den Schlüssel ab und wartete an der Thüre des Nebenzimmers. Mein Freund hatte für zwei Uhr eine kleine Reise vor. er mußte jeden Moment seinen gefangenen Liebling holen kommen. Um nicht Ursache von Gräßlichem zu werden, hängte ich an die Klinge der versperrten Glasthüre einen leichten runden Sommerhut mit einem Zettel darauf : Ersatz für den Cylinder". Ich mußte nicht lange warten, bald erschien mein Freund, wollte die Glasthür öffnen. fand den Sommerhut und Zettel und erkannte in- diesem Augenblicke auch schon die ganze Furchtbarkeit ' seiner Lage. ' Bor ihm die Glqswa'nh zwei Meter hoch, hinter der Glaswand sein Liebling. Vom Thurm schlug ' eö zwei höchste Zeit ! ! Wie HarraS der kühne Springer M Abgrund. ' so stand mein ungtllcttcher. Freund: ." ' Ihm war. als ob's ihn hinüberrieft, Loch seylten tym Schwingen und Flqael!

t Den Ersatz-Hut beachtete er gar nicht, nur auf den gefangenen Liebling war sein Auge gerichtet. So blickt die Löwin auf ihr Junges und rüttelt an der Thüre mit vtiesenkraft; anfangs widerstand das Schloß, aber dann gao

es nach em Krach, die Thüre war offen, Herr und Cylinder vereint .iebe bricht Eisen." Aber nicht nur Menschentücke, auch Naturgewalten bedrohten das innige Verhältniß zwischen dem Cylinder und seinem Herrn. Ein Windstoß schleuderte den Hut meines Freundes in die schäumenden Fluthcn unseres heimathlichen Flüßchens Wien", aber hilfebereite Gassenjungen holten das Kleinod cegen Geld und gute Wort: wieder herauf. In unserer lieben Vaterstadt wütheten im letzten Jahre tagelang Aege'ngllsse. Während eines solchen Ünwcl. terö ging einmal mein Freund aus dem Amte nach Hause, seiner Gewöhnleit gemäß ohne Regenschirm, nur mit Cylinder und Regenmantel bewaffnet. Dröhnend prasselte der Regen aus den guten Cylinder nieder, der rühr:: sich nicht und hielt wacker stand, eingedenk, daß er von einem tapfern Kater stammte. Stolz schritt mein Freund dahin; er war sich bewußt, lvelchcZ 5Neinod sein Haupt bedecke. Ihm entgegen kam ein Herr, der gegen Sturm und Regen mühselig tampste, der Arme! Warum tat er keinen so guten Cylinder? .Als der Herr näher kam, erkannte mein Freund in ihm seinen hohen Vorgesetzten, den Präsidenten S . . . und beeilte sich den Hut grüßend abzunehmen. Aber wie wundersam leicht war es meinem Freunde in der Hand! Er besah das, was er in der Hand hielt und fand, daß es nur die Krempe des Cylinders war. der Hut selbst war von der durch die Nässe erweichten Krempe losgetrennt und auf dem Kopfe sitzen geblie. ben, was seinem Herrn das komische Ansehen eines Persers oder, um in Europa zu bleiben, eines Bergknappen gab. "Der ernste Präsident konnte ein Lächeln nicht unterdrücken, mein Freund aber eilte schnurrstracks zum nächsten Hutmacher und ließ die getrennten Theile wieder verbinden. Ich führte meinen Freund eines Samstag Abends in das Concert, welches ein berühmter Violin-Virtuose veranstaltete. Der Cylinder ging natürlich auch mit uns als dritter im Bunde. Er wurde in dem Vortragssaale von meinem Freunde auf den Knieen gehalten, wie ein SchoßHündchen. In der Zwischenpause entfernte sich mein Freund, um ein wenig frische Luft zu schöpfen und stellte .indeß den Cylinder auf seinen Sitzplatz, nicht ohne mir feierlich das Hüteramt aufzutragen. Da ertönte ls Glockenzeichen, welches den Beginn des zweiten Theiles der Production ankündigte. Alles eilt auf die Plätze, die Nachzügler werden mit Zischen empfangen, unter ihnen auch mein Freund, der in peinli. cher Verlegenheit auf seinen Stuhl sinkt. In demselben Momente ertönte ein dumpfer. Knall aller Augen richten sich auf uns, die Kunstcnthupaüen zischen wiederum heftig, ob der Störung und mein Freund eilt mit der Miene eines Verzweifelten dem Ausgange zu. in der Hand ein armes ge knicktes Wesen tragend, das ihm zwanzig Jahre treu gedient und das er heute zum Lohne dafür zermalmte. Undankbarer! Du setztest Dich auf Deinen treuen Cylinder! So habe ich die Mär erzählt von deZ Cylinders Glück und Ende. Just eben jetzt, da ich schließe, erhalte ich einen Brief von meinem Freunde. ' worin er mir meldet, daß er morgen mit seinem zerknickten Liebling zu einem renommirten Hutmacher gehen werde, um anzusragen, oh der Hut nicht etwa doch noch repgrirt werden könne. Möge ihm dieser sehnliche Wunsch in Erfüllung gehen! Auch eine Leidenschaft. A,: .Wollen Sie mir nicht noch 30 Mark leihen?" B.: .Aber Sie ha Un ja kürzlich erst 70 Mark von mir geborgt!- A.: .Ach . . ich runde so gern ab!" Ehestandsscene. Frau: .Ich bin bös' mit Dir!" Mann (Rechtsanwalt): .Aber warum denn liebe Frau?" Frau: .In der Zeitung steht. Du hast gestern einen Mann dertheidigt, der eine fremde Frau geküßt hat." Verplappert. Herr: .Warum wollen Sie mich 'denn verlassen. Jean?- Diener: .Weil Sie mir jeden Tag vorwerfen, ich rauche Ihre Cigarren... sie schmecken mir schon lange gar nicht mehr!" Wenn ihr ein gute Mittel haben rolU Euer Olut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Conftitution zu kräftigen, gebraucht Hood'S Oarsaparilla. Gebraucht nun Hood's. Hood'S Villen heilen Brechreiz. Kopfschmerzen auö dem Magen und

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