Indiana Tribüne, Volume 21, Number 113, Indianapolis, Marion County, 11 January 1898 — Page 1
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t o A rC rlC I .w A AO AW rtf ') liP v v o W V w o o V y Office : 91p. 18 Süd 'Alabama Straße. Telephon 1171 Indianapolis. Zndiano, Dienstag, den . Zanuar 1898 via uz Jahrgang 31,
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Editorielles, - Vor ein paar Tagen wurde gemeldet, daß ein Vertreter deS Hambürge? Correfpondent" sich nach FriedrichSruh begeben habe, um sich wegen deS Befindens BiSmarckS zu erkundigen und daß er von dem Sckviegersöhn desselben, dem Grafen Rantzzu, in unverschämter Weise und mit in unoericyamrer Zwelse und Mlt Schimpf.,.n. wi. Mtt,.ng.sinl.: u, s. abg.wi.s. s.i. Da.ob " ein einstimmiger &Atti htr ffntrfist - - - - - - - - -w -w W W V ung in oer ganzen oeutschen Presse dietseitS und jenseits deS OzeanS mit hinweisen aus die großartigen Kultureistangen der Zeitungsschreiber. Sehr richtig bemerkt dazu indeß die St Louiser Abendpost" : ES scheint uns. alS ob die Entrüst- ' UNS, die in obigen Ausführungen zum Ausdruck gelangt, vollständig unberechtigt sei und daß Graf Rantzau ossenbar sehr genau gewußt, waS er gesagt. AIS Schwiegersohn BiSmarckS kennt er zweifelsohne sehr genau die hohe Meinung, welche sein Schwiegervater im Sachsevwald vom ZeitungSschreiberthum im Allgemeinen hat. Wenn es einen Menschen aus der ganzen Welt gibt, der die Zeitungsschreiber hat gründlich kennen lernen, so ist dieS Fürst BiSmarck. Dieser Mann, welcher jahrelang den Welsenfond in seinen Fingern hatte und daraus einen ganzen Schwärm von Federvieh" fütterte, er hat dieses moderne Heldenthum zur Genüge auS eigener Erfahrung kennen gelernt. BiSmarck liebte die journalistische Bauchrutscherei, haßte aber und verabscheute die Bauchrutscher und Speichellecker. Jahrzehnte hindurch, so lanae fim fMsAl a... mm - Vliu. HU williaeS und aefüaiaeS Zeitunaschrei. bertbum vor kick demütbiaS kerum. " V V V "t rutschen sehen, aber dasselbe FederVieh" Zlöaerte dann auch nickt ttck ae. aen ihn ,u wenden, sobald tr ck a " ri 't dem Sachsenwalde ,urückae,oaen batte. Wiederholt als er noch alS erster 0-0--7 Staatsmann EurovaS regierte bat deutlich zu verstehen gegeben. waS von den Zeituvaksüreibern kielt " " " ' DaS ist ein hartes Urtbeil. aber wir können eS leider nickt unaereckt den. ' ' Es ist leider wahr, daß in dem alles korrumpirenden Treiben deS Kavita T ' liSmuS unserer Zeit die ZeitungSschreiberei zum Geschäft" geworden ist und daß Journalisten mit ihrer Ge finnung und ihrer Feder Handel trei. bev, wie der Kausmann mit seiner " ' " Waare. DeSbalb könne wir d ..Abendvost" leider auü nickt UnreSt geben, wenn sie noch Folgendes hinzu m - . - ' f,t. -v" Und in Amerika ? Dak e bier scklimmer ist al in ttiiroön. ist r 7 kenbar. WaS ist denn unser aaniet ' ' T ' I
amerikanischer Journalismus ? Was! urzr, zum rnoeuen
' " ' ist uns oamt amtritanxfthe ?3rtT - I - - - - ww.-"-w fmwim Man erspare unS die Aufgabe, diese Frage zu beantworten. Wenn die Rettung deS amerikanischen VolkeS von der amerikanischen Presse abdinge, dann wäre diese Nation dem sicheren Untergange geweiht. Seine erste Aufgabe erblickt amerikanische Journalist darin, der ge meivfteä Jnteressenvirthschaft dienen und den niedrigsten und einsten Untugenden und Lastsrn
Massen nach allen Selten hm zu
schmeicheln. Nur wenige Männer finden sich, welche ihre Aufgabe als öffentliche Volttlehrer und VolkSerzieher begriffen haben und auch wirklich rnft nehmen, ud die ihrer Aufgabe auch gewachst sind. Aber in der Regel haben solche Leute nickt gerade einen dornensreien Pfad zu wandeln. . Der Lügen- und SensationSjournaliSmuS hat sich bereits so weit entwickelt, daß eS über kurz oder lang zu
einem Rückschlag kommen wird und Leiden der ToncentradoS der Wirklichmuß." keit noch keineswegs nahe kommen. Die
Ein Stückchen muthiger Wahrheit, das in dieses Kapitel gehört, sagte die-
ser Tage Mozimilian Harden, der Her- schiften, in welchen sie noch immer zugeber der Berliner Zukunft dem sammesgedrängt find, wie die Fliegen, preußischen 'UnterrichtSmlmster Bosse. Um sich eine richtige Vorstellung von
Dieser hatte gelegentlich der Geburt, tagöfeier deS Schriftstellers und ProsessorS Frenzel eine Rede gehalten, worin er von den freien Schriftstellern", von freien, nicht zünftigen Arbeitern deS Geistes" sprach und vor denselben seine tiesste Ehrerbietung" ausdruckte. Er sagte: Der Staat hat kein Recht, keine Macht", über die freien unabhängigen Schriftsteller". Und mit Patho tief er auS : ES gibt nur eine Atmosphäre, in der die wurzelechte Arbeit deS Ge,stS gedeihet, selbst die staatlich geschlossene und zünftige, daS ist die reine Bergluft der Freiheit und vollen Unabdängigkeit". Und weiter: Sie meine Herren, brauchen die staatche Orgarnsatiou wenig oder gar '""" ""'v mch......"Srsch,ßmi,.m.mHS auf ?" '"'i S"i"' fc. t A A !Cin.fl.-il ü" u,u,.,ultuu. k. c.... J.;(a.(T.kilMf Darauf erwiderte ihm Harden mit einem offenen Briefe, der wie folgt schloß: DaS Alles, geehrter Herr, sage.ich nicht nur: DaS sagen, beseufzen, wenn sie sich sicher fühlen, alle ehrlichen und einsichtigen Männer, die in den Dienst I k Cn . . V V der zur Magd der Schachermacher er. niedrigten Presse gezwungen sind. Und nun ermessen Sie .gütigst selbjr den Wärmegrad deS Gefühles, daß wir Ihnen und Ihren Ministerkollegen entgegenbringen, Ihnen, die aus! dem schmählichen ZuSan-d. der Dinge mU Behagen noch Nubkn ziehen, d,e eigentlichen Gebieter der Presse mit femen Fäden umgarnen und leiS in ibr Lager locken, und die kargen Reste publizistischer Freiheit mit plumper Büttelfauft bedrohen. Sie thun nicht daS Geringste für di Literatur. Sie verderben durch Ihre offijiösenMachenschaften die Presse noch mehr. alS sie durch den kapitalistischen Geschäftsgeist ohnehin schon verdorben ist, Sie verschüchtern und ängstigen die einiger, maßen noch zu muthiger Regung Bereiten durch Ihre Anklagen und Verfolgungen ; und der Staat, dessen Ver treter Sie find, ist nicht, wie Sie Sektstimmuna bebäuvten. eine ..Or - gan,,al,on ver uzlurauigaoen , ,on- : r i : v nii. z . im r ttn tXnt ü0n "gen velazuzie r-
ganlianon ver anen, Vengenoev, oie stDe Forderungen einer erneuerten nuilux oa" un "m aoieuncn, eine Organisation gegen den freien, I , . . , , , .Cm 'Urllo,en. iro?igen em. a, es 1. ... A ! . ... "'"i, wenn re es aucq leugnen, ein I n 1 t &. . ttlkgemaz zwi,ozen synen uns uns, oer te. ewige Gegensatz zwischen unklumtkt.mti.rl m 1 I" ewall uno rraslvouem eynen naai utttt eiyaligung. e yaven Mk l" f M i i im i. . . . l' umere rr. oie elr zu oerraqlen. ta$ windesie Beri?ändniß. Sie I . ii'v.r.t - vk"eioen oen saymen Jyre un, laqericx. rx.i v cm- z m. , v . f . . v;.l im uneincnBcn auci uno oersoigen dic Tapferkeit und die stürmische Leiden schast. Sie find alS Minister nicht le gttimirt, unter freien geistigen .Arbeii. i. M iir em.t . "rn 005 mn u iU9"n' un0 ,q eeoauern, oap man ie zu einem vue raturseft lud." I i 4. ft. mf r äM i Mi ?t n n vt nt wftAtmAiiii'' - " . ' wm,-.. luno vle vlayenisaiten" .ftno ,n nck krira eoen,o zu yau,e wie ,n u nf. l0pa un roic nqxeoene aue, zui I v . : . . fl- k o - rr , it. lv. et .n ro-w.t.fi t rr v . " BU i", I . k crr: v .a ? W00l. Inland. der Wetterbericht. - TrübeS Wetter heute und morgen zu mit zeitweiligem Regen. Höchste Te ge - peratur innerhalb der legten 2 Otun der d:n ll Czzh, ni:driz2e C3 C:i5. .
!. . .... ll.l. . - . .
IrchlNlhnlhkli.
Die Leiden der Cocentrad o S. Tampa, Fla., 10. Jan. Der Eovgreßaggeordnete William H. King von Utah ist heute Abend auS Tuba, wo er sich persönlich von der Lge aus
der Insel überzeugt hat. hier avgekommen Er hat vier Provinzen beist und schildert daS, vaS er gesehen hat, wie folgt: Ich unternahm die Reise, um mich über den wahren Stand der Dinge zu unterrichten und habe gesunden, daß die Schilderungen über die schrecklichen Leute, die halb- nackt und verhungert fin0, sterben in den Straßen der Ortgen Zustanden machen zu können, muß man selbst dort gewesen sein. Ich habe gefunden, daß die Kubaner äugenschelnlich venig Zutrauen zu der neuen Selbstregieruvg haben und wünschen sehnlich die Annexion und zwar sofort, Dem General Blanko ist eS nicht gelunaen. die Leiden der Unglücklichen lindern, denn eS feehlea ihm die Geldmittel zu? Durchführung seiner Maßregeln. Ich habe mit einigen Jnsurgentenfübrern, mit spanischen O'sizieren und mit in Euba ansässigen Amerikanern Unterredungen gehabt und bin über die Zustände der fürchterjich verwüsteten Insel ziemlich genau unterrichtet. Ich weiß bestimmt, daß der General'Konsul Lee sich nicht mit dem General-Eaptain Blanko zu Ooru, en, me, b.ge! " m m ben wird. err ftuig den General Lee geI i t m. ki.r. k : t.i... n, .. ,proqen yar, i oit inn uu sag jedenfalls autoristrt. Der Professor Hermann - Söönfeld I von der Columbia Universität, traf mit demselben Schiff hier ein. Er hat l Cuba besucht, um Material für Artikel zu sammeln, die er für deutsche nd österreichische Zeitschriften schreiI , rt m n - I v . n. . i ' den will. Er bestätigt in der Hauptwche die Angaben deS Herrn ing und ist der Anficht, daß der Krieg noch lange dauern wird. Kommt gelinde davon. I N e w F o r k, 10. Januar. Frau Augusta Nack. welche mit Martin Tho,n gemeinschaftlich angeklagt war, den Badewärter Wm. Guldensuppe in Woodfide, L 3., ermordet zu haben, bekannte fich heute im Kriminalgerichte de TodtschlagS schuldig und wurde ju fünfzehn Iahren StaatSgefängniß in der Strafanstalt von Auburn verurtheilt. Für guteS Betragen in er Strafanstalt' können ihr l Jahre und 7 Monate der Strafzeit geschenkt erden, so daß die grauenhaste Mörderin mit nur 10 Jahren uvd ö Moaten davon kommen wird. inlver Kamps um die SenaI ' tor Stelle. . i . . , & 0 l u M 0 U S. W.. 10. 3tttt. Clne große republikanische Massenversamm lurg fand heute im Auditorium statt. Gguvernör Bushnell und urtz wurden mtt Namen me: verralyer, Judas belegt. .1 . Es wird behauptet, daß die Opposi I . . . - tion einige nyönger verloren yave I und daß die Erwahlung HannaS nun gefichert sei. (Wir würden eS ein Wunder nennen, wenn Hanna Mlt sei I . . em v'elen Gelde Nicht gewählt wurde. I . D. R.) Die Inauguration des Gouvernör I . . ulhnell. der seinen zweiten Termin ... . . a. antrat, sano heute unter dem nvrang - vieler Tausender von Menschen statt, - die ihm zujubelten. ES zeigt fich, daß er durch seine Opposition gegen Hanna . - . ftch viele Freunde unter den Maen - erworben hat. Auslanv. Der Fall Esterhazy: Pari, 10. Jan. Der Prozeß I T ' r u MaiorS. Graf Ferdinand Walfin e.,hg . M penfionirten Offizier, I - der französischen Armee, wurde heute Morgen um v Uhr von dem KreiSgerichte eröffnet, Der StaatSanvalt erklärte zunächst, daß ein öffentlicher Prozeß den In teressen der nationalen Vertheidigung schaben könnte und verlangte geheime Verhandlungen. DaS Bericht entschied mit 5 gegen 2 - Stimmen daß der Prozeß bis zu de - Auzenblie, in welche die Lffentli lC::nib::3 dir JnUrren der -
tionalen Vertheidigung schädigen könn
ten, öffentlich sein sollte. Gras Sfterha;y erklärte auf dem Zeugenstande, daß er von dem gegen ihn geschmiedeten Plane durch anonyme Briefe, die zu seiner Zusammenkunst mit einer unbekannten verschleierten grau führten, benachrichtigt wurde. Er hätte die Resultate seiner Zusammenkunft dem General Billot, dem Kriegsminister, und dem Präsidenten Faure mitgetheilt. Der Richter stellte dem Major Esterhazy eine Reihe leichter Fragen, auf welche der Befragte augenscheinlich vorbereitete Antworten gfcv. Esterhazy endete seine Aussagen damit, daß er den Oberst Piquard beschuldigte, in seine (Esterhazy'K) Zimmer eingebrechen und Briese gestohlen zu haben. Matthieu DreysaS wurde daraus erhört und ausgefordert, den Grund einer, gegen Esterhazy erhobenen Bechuldigungen anzugeben. Er antworete, doß eS nur nöthig sei, die Handchrift der Borderau Notiz mit der Handschrist Esterhazy'S zu vergleichen, um davon überzeugt zu werden, daß beide identisch wären. Er sagte ferner auS, daß Esterhazy zur Bestätigung deSVerdachteS später versucht habe, seine Handschrist zu ändern. DreyfuS vieS erner auf einen Brief bin, in welchem Esterhazy schrieb : Ich btsiade ich in einer solchen Lage, daß ich mich nur durch ein Verbrechen erheben kann." M. Scheurer, einer der Vicepräfideuten deS. Senats, sagte auf dem Zeugenfiande aus, daß erden Capitün Dreyfuß alS derselbe derurtheilt wurde. ür schuldig hielt, und den Glauben an dessen Schuld behielt, bis Matthieu Dreyfuß zu ihm kam und ihn um Beistand bat. Er habe darauf eine veröaliche Untersuchung angestellt, denn eS müsse zug'standen werden, daß sowohl Militär- vie auch Civil-Tribu-nale Irrthümer begehen könnten. Mathieu Dreyfuß habe gehört, daß im KriegSministerium die Anficht auSgeprochen war, daß die Borderau Note vom Major Esterhazy wäre. ?Jch kann nicht sagen, daß die Borderean Note vom MajorEsterhazy gechrieben ist, ich bestätige aber, daß die Handschrist mehr der Handschrist deS MoyorS Esterhazy, als derjenigen deS Capitain Dreyfuß ähnelt." Ein Hausbesitzer vonAutell bezeugte. daß die Maitresse deS MajorS Esterhazy ihn ersuchte, einen von Esterhazy unterzeichneten MiethScontrakt aufzubeben, weil der Graf ihr erklärt habe, er sei entehrt und beabsichtigte Selbstmord zu begehen. Esterhazy stellte dieS in Abrede. -Hl DieBeulenpeft. Bombay, 10. Jan. Der amtliche Bericht über den Stand der Beulenpeft ergiebl xür die letzten 43 Stunden 169 neue Erkrankungen und 126 Todesfälle. ochiffS-Nachrichten. Angekommen in : Rotterdam: ..Obdam" von New Sork. New Bork: La GaScogne" von aore ; gurnesfia" von Glasgow. Southampton: Kaiser WilHelm der Große" von New Jork. Gibraltar: Wilhelm II von New Sork. Antwerpen: Kenfington" von New Sork. Hamburg: Alefia" von BultiM0kk. . allerlei. Mit der diesmaligen An kunft der Dresden" in Baltimore ist ein Jubiläum verbunden, wie es m ste männischen Kreisen nicht zu den All täalickkeiten aerecknei werden kann. Herr Heinrich Blutmann, der Zahlmei ster des Dampfers, beendete mit dieser Reise seme drnhundertste Fahrt uoer den Ocean, mit anderen Worten:, es ist dies seine 1S0. Reise, hin und zurück, von den deutschen Gestaden aus. Hr. Blutmann ist in Bremen gebor.cn. trat bet dem Proviant , Amte des .coro deutschen Lloyd". nachdem er die schule verlassen, in die Lehre, wurde später Commis und machte am 18. September 1831 seine erste Reise Qls Zahlmeister Assistent, wonach er bald daraus zum Zahlmeister avancute Seinet Zeit war , er dem Lebensalter nach der jüngste, deis Dienstjahren nach berechnet, ist er jedoch heute der zweitälteste Zahlmeister des Norddeutschen Lloyd. Eine höchst romantische LsratsiKte ha die Nermäbluna von
Richard Malone unb Frl. Mary Hil. dreth, welche dieser Tage in Caldwell, Kansas, stattfand. Als am 18. November 1893 der Cherokee-Streifen für Niederlassungen eröffnet und da? Signal zur Besitzergreifung des Lan des gegeben worden war, machten Malone und Frl. Hildreth auf ihren Pfer-
den den berühmten Wettrltt in das Land der Indianer. Die Grundstücke, welche sie zu eriaqen wünschten, lagen fünf Meilen südlich von Caldwell. Sie hatten mit ihren Pferden bereits einen großen Borspruna gewonnen, als plötzlich ein Riemen von Frl. Hildreths Zaumzeug zerntz und sie am Weiterreiten verhindert wurde. Malone nahm sich seiner Begleiterin an und sie belegten in unmittelbarer Nahe zwet Grundstücke mit Beschlag. , Auf dem einen errichtete Frl. Hildreth ein Haus, und aus dem anderen Malone einen Stall. Letzte Woche wurden ihnen die beiden Grundstücke zugesprochen und jetzt fand die Hochzeit statt. An A m st e r d a m, N. A., konnte Edith Berger kein gleichge?inntesMännerherz finden, das geneigt gewesen Ware, mit ihr Hand m Hand durch's Leben zu wandeln, und so schien es ihr als ein Wink des Schicksals, als sie in einem New Aorker Blatte gelber Couleur die Anzeige emes Mannes las. der nach einer Haushälterin Ehe nicht ausgeschlossen Umschau hielt. Sie kam also nach New Nork, sah den Mann und heirathete ihn. Auch gab ne iym $600, die sie sich erspart hatte. Nach einer Woche waren Mann, Geld und Eheglück verschwunden und schor Edith kehrte nach Amsterdam zurück Aber sie brütete Rache. Es dauerte nicht lange, so erschien abermals eine' Annonce desselben Inhalts, wie dic obige. Edith reiste sofort nach New York und bezog in No. 140 Ost 14. Straße eine Wohnung. Dann hotte sie sich im 'zttorkville - Polizeiaericht einen Haftbefehl und auf Grund diese! ominösen Papiers wurde der Heiraths- - f. r . ' lajroinour yenry erger vor dem Hause No. 643 3. Avenue verhaftet. Er gab zu, die Annonce eingerückt zu habm und in No. 220 Ost 118. Str. zu wohnen, weiter war. aber aus ihm nichts heran szubrinaen. An EifersuchiS - Verbrechen ist in Paris lein Mangel; trotzdem hielt em Ehepaar aus der Stadt Köln es für angezeigt, ihre Zahl um ein neues und sehr blutiges zu vermehren. Dieser Tage stieg eine Dame aus Deutschland" in einem Gasthof des Boulevard de Strasbourg ab, trug sich unter dem nicht ganz seltenen Namen Schneider em und wartete aus ihren angeblichen Gatten, der Nachmittaas eintreffen sollte. Und er traf auch ein; das Paar freute sich eine Stunde lang rm Gasthof des Wiedersehens und ging dann zum Essen au. Darauf aber nahte sich ihnen das Ver hängnis in Form des wirklichen Gatten. eines hochgewachsenen Herrn, vn, ohne ein Wort zu sagen, seiner Frau eine Revolverkugel in die Brust jagte und dann, obzwar vergebens, dem Galan nachlief: Publikum und Polizei vers errten ihm den Weg. Die Frau ward in ein Krankenhaus gebracht, ihr Zustand ist bedenklich. Er selbst gab sich im Verhör für einen Kaufmann aus Köln aus, Namens H.; daß seine Frau ihn mit einem belgischen Handlungsreisenden betrog, wukte er; er reiste ihr daher nach Paris nach; das weitere ist bekannt. Da in Frankreich derartige Vergehen äußerst glimpflich behandelt werden, so wardHerr H. vor. läufig in Freiheit gesetzt. Dieser Tage traf ein Petersburger Herr Namens Holländer in Willmansstrand (Finland) ein, um einem dort sich aufhaltenden Dr. Lewis einen Betrag von 6600 Rubel abzufordern, die dieser ihm schuldig sein sollte. Es wurde verabredet, am folgenden Tage zusammen auf die Jagd zu gehen. Um 12 Uhr am nächsten Tage kam Holländer, wie verabredet, zu Dr. Lewis, der eben damit beschäs tigt war. sein Jagdgewehr zu putzen. Holländer setzte sich in einen Lehnsessel und einige Augenblicke später ging das Gewehr des Lewis los, wobei Holland der durch einen Schutz in den Kops lebensgefährlich verwundet wurde. Ein schnell herbeigeholter Arzt verordnete Morvbiumeinspribunaen. um die Schmerzen des Verwundeten zu mindern, und am Abend befand er sich ver hältnißmäßig wohl, allein am folgenden Morgen starb er. Der Arzt constatirte eine plötzliche Herzlähmung. Die Hinterbliebenen Hollanders veran laßten jedoch Nachforschungen durch die Polizei und dabei ergab es sich, daß das Leben Hollanders zu Gunsten deö Dr. Lewis für 6000 Rubel versichert r i l r te. e . .. rv . . . geme en uno oay oieier etrag vemiet den von der Versicherungsgesellschaft ausgezahlt worden war. Auf diese Verdachtsmomente hm sollte Dr. LewiS verhaftet werden, doch er starb in dem Augenblicke, als er abgeführt werden r rt i . . . ii f v r i louie; er yane iq vergiller. in Die ausfallendsten Hei lungen von Scrofeln, die an kennt. find mittelst Hood't Sarsaporma er. zielt. Dieses ittel sucht seines Gle,. chen bei Llutkrankheiten. Lebrauch nur Ho od'S. Hood'5 Pillen sind it. de Hand gemacht und v!2iz glriZ cnZzll c-d CrzC. 3.
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