Indiana Tribüne, Volume 21, Number 111, Indianapolis, Marion County, 9 January 1898 — Page 6
a)c öösc Hittc. ' Ich muß mit Dir etwas überHausbaltungs - Angelegenheiten sprechen!" sagte Frau Nelly und trat bei dem ordentlichen Professor Dr. Krause, dem sie angetraut war, in die Arbeitsstube. Sehr schön! Ueber 5aushaltungs-Qngelegenheiten!-entgegnete er, nahm eine getrocknete Meerspinne, über deren Lebensgewohnheiten er eben eingehend nachstudirt hatte, und suchte sie sich er war leider sehr kurzsichtig als Brille auf die Nase zu setzen, warf sie aber auf einen leisen Ausruf seiner Frau: Pfui! Was machst Du mit der Spinne im Gesicht!" hastig bei Sei'e und fand die Brille nun wirklich. Also über Haushaltungsangelegenheitin!" wiederholte er und rieb sich schmunzelnd die Hände. Nimm Platz, lieber Collega liebe Frau, wollte ich sagen!" Er besichtigte sie in der Nähe und sagte anerkennend: Sehr hübsch! Du siehst brillant aus! Diese blühenden Wangen!" O!" antwortete sie mit einem sie fen Seufzer. Die sind nicht echt!" Was?" rief er verblüfft. Seit wann schminkst Du Dich denn?" Etwas nervös, wie die Gelehrten meistens sind, begann er dabei das S'chürzenende seiner Frau zusammenzuknüllen. Sie war an derartige kleine Schwachen ihres Mannes schon gewohnt, entwand ihm die Stickerei mit sanfter Gewalt und sagte dann tragisch: ) nein! Meine Wangen sind nur vor Erregung so geröthet! Ich kann es nicht mehr aushalten mit dieser schrecklichen Person!" Schrecklichen Person!" wiederholte Dr. Krause. Wer ist denn das wieder?" Ach. doch die Tine!" rief sie etwas unmuthig, daß er noch erst fragen konnte. Die Tine! Das Hausmädchen!" entgegnete er erstaunt. So, so! Da höre ich ja schöne Dinge! Moderne Dienstboten natürlich! Erst kürzlich kzat mir eine College erzählt, daß snn Stubenmädchen eine neue Abhandlung von ihm zu Lockenwickeln hergenommen bätte! Ist sie mir am ünde über meine Reptili-n gekommen? Ich sage Dir: Wenn mir eine Eidechse scblt, jage ich sie sofort aus dem Haus!" Aber zerre doch nicht immer die Fäden aus Deiner Schlafrockquaste!" sagte Frau Nelly und nahm ihm das neue Objekt, das er maltraitirte, aus er Hand. Das macht mich nc:lös! Wer spricht denn von Deinen EidechIm? Das Mädchen ist ja garnicht unbotmäßig, diebisch oder sonst was, was man lasterhaft nennen :önnte! Sie ist einfach schrecklich!" Was verstehst denn Du eigentlich unter schrecklich!" fuhr er interessirt bei demselben Worte weiter. So was wie Iwan, den Grausamen, oder Nero, oder Caracalla? Mißhandelt sie die Gänse vor dem Braten oder quält sie die Stubenfliegen?" Nein!" sagte die ordentliche Professorin und rang die Hände. Mich quält sie mich!" Ah!" rief er entsetzt und richtete sich auf. Das ist eine Erbärmlichkeit! Ich jage sie zum Teufel " Sie hielt ihn zurück, zwang ihn in den Stuhl zurück und sagte: Du verstehst mich nichi recht! Sie quält mich, ohne es zu wollen! Sie ist ja die Dienstwilligkeit selber, sie rennt und hastet den ganzen Tag aber gerade darin liegt das Unausstehliche! Denke Dir nur. diese ungeschlachte, plumpe, vierschrötige Person, wenn sie die ganze ?.eit um einen herumpoltert, daß man meint, es fielen lauter Kirchthürme ein! Was sie. Kleines und Feines in die Hände bekommt, zermalmt sie vor Eifer und von größeren Dingen stößt sie mindestens die Ecken weg! Wenn sie nur auftritt, meint man immer, es explodirten Knallerbsen kurz, ich kann nicht mehr!" Sie sank erschöpft bei der Erinnerung an all' die tausend Qualen, die sie in den letzten Wochen ausgestanden, in die Fauteuilkissen zurück. Die unruhigen Hände desProfessors hatten inzwischen auf dem Tische nach einer Beschäftigung gesucht und waren über die Meerspinne gekommen. Seine Frau sah mit einer gewissen Befriedigung unter den halbgeschlossenen Augenlidern hervor, wie 'er in tiefen Gedanken dem todten Thier ein Bein nach dem ankeren ausriß. Nun sieh mal", sagte sie, als er damit fertig war, was Du damit gemacht hast!" Verblüfft starrte er auf die selbst angerichtete Zerstörung. Und sie gehört nicht einmal mir!" stammelte er. Es ist nur eine Leih - Spinne!" Siehst Du", fuhr sie fort, gerade so macht's mir die Tine!" Aber Du hast doch noch Deine zwei allerliebsten Füßchen!" sagte er und blickte freundlich auf ihre winzigen Saffianschuhe. Einen Nerv nach dem anderen zieht sie mir mit glühend-n Zangen aus dem Leibe!" klagte sie. Ja. sie muß fort!" sagte er entschlössen, legte die wiedergesammelten Spinnenbeine sorgfältig seiner Frau in die Hand, aus der sie aber sofort unter einem Schrei des Abscheus wegflogen und stand, auf. Ich werde ihr kündigen " sagte er. Sie thut mir eigentlich immer wie 'der leid!" seufzte da Frau Nelly unentschlossen. Nein, nein!" entgegnete er mit tu ner ungewohnten Festigkeit. Ich werde ihr kündigen und gleich selbst ein neues Mädchen miethen!" Du ein neues Mädchn mnthen?" rief sie erstaunt. ..Aber das hab' doch immer ich gethan! Diesmal werde ich's besorgen!" entgegnete er und vertauschte den Schlakrock mit seinem Straßenrocke.
In solchen Dingen haben wir Manner ein schärferes Auge! Laß mich nur machen! Tine!" Die Knallerbsen - Explosionen n'äherten sich und das derbe stämmige Mädchen mit dem großen Kopf und den wenig geistreichen Zügen trat ein. Die Frau Professor flüchtete scheu an's Fenster sie hätte es nur lieber doch nicht gethan; das Mädchen that ihr nun so sehr leid aber es mußte ja sein und, wenn's vorüber war, würde sie doch recht tief aufathmen! Tine!" sagte Dr. Krause verlegen. Liebe Tine! Wir haben uns hier versammelt, um über eine ernste Sache zu reden! Sie sind ja ein williges, ein treues und ein recht braves Mädchen aber Sie sind für meine Frau ein wenig zu geräuschvoll " Er ließ vor Aufregung den Spazierstock mit dem schweren silbernen Knopf zu Boden fallen, was wie ein leichter Kanonenschuß dröhnte. Wir müssen Sie leider aus dem Dienste stellen!" fuhr er fort. In vierzehn Tagen dann gehen Sie und Gott gebe Ihnen einen guten Platz! Ich will nun ein neues Mädchen bestellen Sie können ja gleich mitkommen und in dem Vermittlungsbureau sich anmelden!" Der guten Tine lief eine große Thräne über die dicken Backen aber sie machte gehorsam Kehrt und zog sich rasch so sonntäglich als möglich um. Mir ist's eben einmal so heut gegeben!" murmelte sie. Na, wenn's schon sein soll; aber ich wäre ja leiser geworden mit Gottes Hülfe!" Etwas blaß, aber mit einem gewifsen Selbstgefühl sah der Professor nach seiner Frau hin. Ich danke Dir sagte sie, daß Du mir diesen schweren Augenblick abgenommen hast! Aber es ist besser so!" t Bitte! Bitte! entgegnete er mit einigem Stolze. So etwas macht der Mann sicherer und ruhiger! Apropos, hast Du nicht gesehen, wo mein Stock hingekommen ist?" Hier unter der Commode sieht er hervor!" entgegnete sie nach einigem Umhersehen und bückte sich, ihn hervorzuholen. Laß doch das mich machen!" sagte er und beugte sich am anderen Ende der Commode nieder, wo er hestig zu zerren begann. Saperlot!" rief er. Der steckt wo!" Freilich!" mußte sie trotz allem lachen. Hier in meiner Hand!" Tine klopfte leise. Nun sollst Du mal sehen!" nickte er seiner Frau noch zu. Ich bring' Dir ein Prachtmädel, wie Du nie mehr eines kriegen wirst!" Eigentlich das hatte er seines eheherrlichen Ansehens halber nicht wohl sagen können! war sein Hauptmotiv, weshalb er sich so sehr in der Sache engagirte, das brennende Verlangen gewesen, womöglichst rasch sich wieder eine Meerspinne von der ziemlich selte nen Gattung zu verschassen, wie er ein solches Exemplar vorhin aus Versehen zerstört hatte. Das Thier war noch dazu aus einer Staatssammlung geWesen und er kam sich wie so eine Art Verbrecher vor. bis er das wieder in Ordnung gebracht hätte. Auf dem Wege zumVerding-Vureau sagte er deshalb zu Tine. die gehorsam hinter ihm hertrabte: Tine, Sie können ruhig vorausgehen und Ihre Ang:legenheit inzwischen abwickeln ich muß mir noch eine Spinne kaufen!" Wie nur der gute Mann lauter solch gräßliches Zeug in's Haus nehmen mag,!" murmelte Tine, während sie sich weiter trollte. Ich kauste mir doch lieber einen Mops!" Der Professor war ganz glücklich, als er bei seinem Händler erfuhr, daß dieser eine neue Sendung von Seethieren erhalten hatte. Das scheußliche Viehzeug, das in der purpurnen Finsterniß auf dem Meeresgrunde "(eine Geschäfte abwickelt, war vor den entzückten Augen des Gelehrten ausgebreitet und er wühlte unter den Krebsen, Seesternen und Spinnen mit beiden Händen umher, als wären's Gold und Edelsteine. Endlich mit mehreren Käufen beladen und mit anderen noch im Geiste beschäftigt, machte er sich auf den Weg nach dem Verding-Bureau. Dasselbe war durch den Tod der früheren Besitzerin in andere Hä::de übergegangen. Die neue Inhaberin kannte den Professor noch nicht, emPfahl ihm aber alsbald ein ganz vorzügliches Dienstmädchen, das er nach einem flüchtigen Blick aus der Feme sofort auf Grund ihrer sehr guten Dienstzeugnisse engagirte. Sie können gleich mitkommen und sich meiner Frau vorstellen," sagte er, und hier tragen Sie das, aber vorsichtig!" Es war ihm nämlich auf dem Weg dom Händler bis hierher eingefallen, daß er sofort'Nvch Einiges mitnehmen könnte, ehe seine Collegen da'.über kämen und das Beste aussuchten. Leider war der Laden, als er vorüberkam,' geschlossen und er mähte sich in lebhaften Gedanken über das gesehene und erworbene Neue auf den Heimweg. Erst, als er die Hausthüre ossnete, fiel ihm das neue Dienstmädchen wieder ein. Kommen Sie nur Seicht!" sagte er. Da sieh mal, liebe Frau, was :ch Dir für ein vorzügliches neues Mädchen mitgebracht habe!" Frau Nelly richtete ihre Augen sehr begierig nach der Thüre. Aber plötzlich wurden ihre Blicke starr; sie schlug die Hände zusammen und rief entsetzt? Das ist ja Tine wieder!" ' Tine wieder!" sagte dec Professor, trat nahe an das Mädchm heran und murmelte zerknirscht: Richiiz. Tine!" 3a!" sprach das Mädchen frcudestrahlend. Da hätten wir aber doch nicht erst die Verdingerin dazu gebraucht; wenn ich's nur gl:ich aemißt hätte, daß Sie mich auf em Jahr, fest haben wollen!"
Auf ein Jahr fest?" frug Frau Nelly. Was soll das heißen?" Ich habe sie allerdings rn meiner Freude", stammelte der Professor, gleich auf ein ganzes Jalir engagirt!" Er sah scheu zu Boden und sagte, um von dem gräßlichen Thema wegzulrn,men: Wo haben Sie denn il Spinnen?" Hier." sagte das Mädchen mit frcudiger Dankbarkeit, und ich habe ihnen gleich, weil ich an der auf dem Tische dort sah, daß Sie's so haben wollen, unterwegs allen die Beine auSaerissen!" Der foiQfamc Karl. Von H. TenariuZ GenzÖhnlich kommen nur ungezogene Jungen in die Bilderbücher und Zeitschriften, denn Musterknaben sind zu langweilig dazu. Wenn ich nun heute der Mitwelt den Pastor - Karl au? Wickenstedt vorführe, wie er seinen Eltern dreimal auf's Wort gefolgt ist. so gehört eben kein großer Scharfsinn dazu, um gleich zu merken, daß es damit seine besondere Bewandtniß haben muß. Die Sache fing mit den Zwergobstbäumen des Pastors Kleinschmidt an, über die ich mich deshalb an dieser Stelle etwas verbreiten muß. Es ist bekanntlich ein Pfarrgarten ohne Obstbäume nicht denkbar, und man unterscheidet von diesen zwei Arten, nämlich Hochstämme, die für gewöhnlich nicht viel eintragen, und Zwergstämme, die man deshalb so nennt, weil ihr Ertrag noch viel zwerghafter ist. Außerdem sind die letzteren den Angriffen räuberischer Jungen viel mehr auSgesetzt, weil die Früchte niedrig hängen, und erfordern daher in einem mit Kittdem gesegneten Pfarrhause eine intensivere pädagogische Einwirkung, aks jene. Daran ließ es nun auch der Pastor Kleinschmidt nicht fehlen. Er hatte von der Birnensorte, die den vertrauenerweckenden Namen Gute Louise von Avranches" führt, einige Stämmchen gepflanzt, und erlebte die Freude, daß eins davon wohlgezählte vierundzwanzig Birnen ansetzte; als nun die Reifezeit herannahte, nahm er seinen Sohn Karl am Arm, führte ihn rings um das Bäumchen herum und sagte: Nun paß einmal auf, Karl; hier hängen vierundzwanzig Birnen, ich habe sie genau gezählt. Die darfst Du nicht abreißen; aber auch anfassen darfst Du sie nicht, sonst fallen sie leicht herunter, und man bekommt dann leicht Haue. Verstanden?" Karl sah ihn mit seinen großen grauen Augen verstängnißvoll an und nickte; er hatte in diesem Punkte während seines bewegten fünfjährigen Lebens schon manche Erfahrung gesammelt. Der geht mir nun nicht dran." dachte der Pastor im Stillen und wandte sich beruhigt seinen Rosenbäumchen zu. Ob Karl in jenem Augenblick dachte wie der schlimme Franz in Schillers Räubern: Dein Register hat ein Loch!" hat sich nicht feststellen lassen; wohl aber bot sich dem Pfarrer, als e? am nächsten Tage seinen gewohnte? Rundgang im Garten machte, an der guten Louise" ein schauervoller Anblick. Ringsum an dem Bäumchen war eine Anzahl Birnen angenagt uxd etwa zur Hälfte abgeknabbert. Die nähere Untersuchung ergab, daß die l'ädirten Exemplare alle in gleicher Höhe hingen, etwa 105 Centimeter über dem Erdboden. Die Zahnspuren waren noch deutlich daran zu sehen, von einem Nagethier aber konnten sie nicht herrühren, denn man unterschied deutlich die Wirkung von vier Schneidezähnen. Der Pastov hielt sich nicht lange auf, sondern ging, trübZ? Ahnungen voll, in's Haus, holte seinen Jungen, nahm ihn beim Ohr und führte ihn unter allseitigem drückendem Schweigen um das Bäumchen herum. Dann begann er mit derjenigen Ruhe, die heftigen Stürmen erfahrungsgemäß vorausgeht: Sag' mal. Karl, wie hast Du das denn eigentlich gemacht?". Karl warf ihm einen angstvollen Blick zu, legte die Hände auf den Rücken und biß in die ihm zunächst hängende Birne. Dann sagte er: Ich sollte ja die Birnen nicht abreißen und auch nicht anfassen!" und begann jämmerlich zu heulen. Der Pastor schluckte ein paarmal und drehte sich einen Augenblick um. Nach einer Weile sagte er: Thu' das nicht wieder und mach', daß Du fortkommst!"' Und als er sich allein sah, lehnte er sich an die Geißblattlaube. betrachtete seine verhunzte gute Louise" und lachte, bis ihm die Thränen in die Augen kamen. Am Nachmittag dieses denkwürdigen Tages geschah es, daß Karl schluchzend zu seiner Mutter in die Küche kam; es stellte sich heraus, daß ihn des Hauses redlicher Hüter, der alte Pudel Karo, in's Ohr gebissen hatte. Da der Schaden mcht groß war.fuhr die Frau Pfarrerin in ihrer Arbeit fort. Ach was. das ist ja schon wieder geheilt! Geschieht Dir übrigens ganz recht, Du hast ihn wahrscheinlich wieder in den Haaren gezaust oder in den Schwanz gekneipt!" Bloß so ein Bischen!" schluchzte Karl. Aber daS Beißen thut so weh!" Na. da beiß ihn wieder!" entgegnete die Frau. Pfarrerin und überlegte nicht, wozu ein folgsamer Junge sähig ist. Um es kurz zu sagen: Nach zweiMinuten kam der Pudel Karo winselnd, mit dem Ausdruck starren Entsetzens in seinen ehrlichen Zügen in die Küche gestürzt, schlenkerte den Kopf, daß die Ohren flogen, und sah seine Herrin mit Augen an, in denen ganze Aktenstücke von Anklagen lagen. Diese nahm ihn ahnungsvoll beim Kopf und untersuchte seine Obren. Es ist die Möglichkeit!" rief sie in grenzenlosem Erstaunen. Hat richtig der Bengel den Hund in's Ohr gebissen!" Und sie warf sich auf den Küchenstuhl und lachte, bis ihr auch die Thränen in die Augen kamen. Was Karl betrifft, so fühlte er. nach
diesen Begebenheiten daS Bedürfniß, zu den maßgebenden Autoritäten ein besseres Verhältniß anzubahnen; er ging daher seinem Vater im Garten eifrig an die Hand, trug ihm Wasser zu und machte sich sonst nach Kräften nützlich. Und da sich jener freundlich und gutgelaunt wie immer mit ihm unterhielt, kletterte er an ihm in die Höhe, schlang ihm die Arme um den Hals und sagte: Nicht wahr, Papa, heute darf ich auch in Deinem Bett schlafen?" Heute nicht. mein Sohn," antwortete der Pastor mit angenommenem Ernst, denk an die Birnen und den armen Karo! Heute mußt Du unterm Bett schlafen!" Bald darauf war Karl verschwunden. Als er auch zum Abendessen nicht erschien, wurde man besorgt und fing an. ihn zu suchen, im Garten, im Hause, einschließlich der sämmtlichen Bodenräume ohne Erfolg. Nun wurde das Dienstmädchen in's Dorf geschickt, und als auch sie allein zurückkam, die weitere Umgebung des Hauses abgesucht. Hieran betheiligte sich auch der. Pudel Karo mit großem Eifer und bewies dadurch, daß kleinliche Empfindlichkeit seinem biederen Charakter ganz fern lag. Vergebens von Karl war nirgends eine Spur 'zu finden. Man kehrte in's Haus zurück, und die ganze Familie saß eben im Wohnzimmer beisammen, um zu berathen. was nun zu thun sei. da ertönte plötzlich aus dev Schlafstube freudiges Hundegebell. Siehe da. Karo hatte ihn gefunden. Er zwängte seinen Kopf unter das Bett und o unergründliche Tiefe eines Pudelgemüthes! tanzte in ausgelassenen Sprüngen im Zimmer umher. Da lag Karl unter dem Bett und schlief, schlief den Schlaf des Gerechten, den Schlaf. - Den der geschwinde, pünktliche Gehörsam Von dem gerechten Schicksal fordern darf. Die Familie Kleinschmidt verfiel zunächst in Sprachlosigkeit, dann erhob sie ein ungeheures Gelächter, von dem sich aber Karl im Bewußtsein treuerfüllte? Pflicht nicht stören ließ er schlief weiter. Da ermannte sich der. Pastor, zog seinen Sprößling beim Kragen unter dem Bett hervor, stellte ihn auf die Füße, ermunterte ihn, indem er ihm mit der Hand durch den Haarbusch fuhr, und sprach die tiefsinnigen Worte: Mein Sohn Karl, in weltlichen Dingen muß man alles cuni grano salis verstehen, Du aber bist noch viel zu dumm dazu. Uebrigens wird es Dir nicht ost passiren, daß einer, den Du in's Ohr gebissen hast. Dich mit Hingebung sucht, wenn Du Dich einmal verkrümelt hast, und sich, nachher noch freut, wenn er Dich gefunden hat. Und jetzt mache nicht so ein dämliches Gesicht, sondern laß Dir eine Bemme geben und 'geh' zu Bett." Was sich der folgsame Karl natürlich nicht zweimal sagen ließ. Häusliche Menagerie. (Klage einer jungen Frau). Mein Mann ist zum Verzweifeln grüßlich. Ich halt'5 bald nicht mehr bei ihm aus; Denn fast an einem jeden Abend Kommt tt mi! einem Spitz nach ? Haus. , Und manchmal treibt er's noch viel ärger, So daß ich Qualen schon erlitt, Denn hin und wieder bringt der Un- - mensch Sogar auch einen Affen mit. Am ankern Tag liegt er bis Mittag In seinem Bette dann und klagt, Er stöhnt und jammert, er hat Kopfweh, Weil ihn ein grimmer Kater plagt. Mit einem solchen Manne leben. Wird schließlich jede Frau 'mal satt. Zumal, wenn er, so wie der meine, Dann auch noch einen Vogel hat.
Beinahe unsterbliche Pslanzen. Man braucht sich nicht immer aus gewisse Baumriesen zu berufen, wenn man Beispiele wunderbarer LebensZähigkeit von Pflanzen haben will; kleine unscheinbare Moose besitzen zum Theil eine unglaubliche Lebenskraft, die auch fast keiner Art von Verletzung erliegt. Besonders zeichnet sich darin eine Art Schlingmoos aus, das man auf den Inseln Jamaica, Barbados und in anderen Theilen Ostindiens vorfindet. Diese sogenannte Lebens - Pflanze ist, soweit man bis jetzt weiß, absolut unzerstörbar, außer durch Eintauchen in kochendes Wasser oder durch die AnWendung eines glühendheißen Eisens! Man kann sie in Stücke schneiden oder sonstwie auf beliebige Art zerthejlen: selbst die kleinsten Theilchen werden Wurzeln schlagen, wachsen und Knospen bilden. Oft hat man die Blätter dieser wunderbaren Pflanze . in der Atmosphäre eines völlig trockenen Zimmers aufgehängt oder in einem praktisch luftdichten geschlossenen 'Kasten, ohne Feuchtigkeit . irgendwelcher .Art, aufbewahrt oder gepreßt und in ein Herbarium gebracht, aber allemal sind sie weitergewachsen. Solchen Bei-spielen-gegenüber muß der Tulnenkaum mit seinen streuen Blätternd bescheidentlich in den Hintergrund treten! EineVorsichtige. Freun, din: Du willst Dich also von Deinem Manne scheiden lassen ja. 'hast Du denn schon etwas Neues in Aussicht?" - ZumFrauenstudiurn. Glaubst Du daß sich meine Tochter für 'den ' Beruf, eines RechtsanwalteS eignet?- .Gewiß, die behält immer Recht."
Zm Emmentyak.
Bon M. Reymond. Niene isch's so schön und luschtig, wie daheim im Emmenthall" So singt das Völklein, . daß die blühende Thalschaft der Großen Emme, eines der bedeutendsten Nebenflüsse der Aare, bewohnt; und wer jemals jene anniuthige Gegend durchwandert und Land und Leute näher kennen gelernt hat, dem wird die fröhlich-selbstbewußte Klangfarbe des schneidigen Vierze:lers, dessen Eingang diese Worte bilden, zum Herzen sprechen. Das Emmenthal reicht nicht bis zu der großartigen Hochgebirgsnatur des Schweizerlandes hinaus Der Fluß, dessen Namen es trägt, entspringt in in nördlich vom Thuner- und Bnenzersee gelegenen Voralpcngruppe und hat nur in seinem obersten Laufe den wildromantischen Charakter eines GebirgsWassers, namentlich am sogenannten ftebloch", wo er in enger, tiefer Schlucht die Felswand durchbrochen und nur für die hoch, oben darüber wegführende Straße . eine natürliche Brücke stehen gelassen hat;, bald aber erweitert sich das Thal, die Wälder und Alpweiden, die es begrenzten, treten mehr und mehr zurück und geben fäaum für wohlgepflegtes Ackerland und volkreiche Ortschaften, in denen mancherlei Industrie, besonders aber Leinenfabrikation betrieben und der weltberühmte Emmenthaler Käse producirt wird. , Der Emmenthaler Volksschlag man darf mit vollem Rechte von einem solchen sprechen, wenngleich die Einwohner dieser Thalschaft nur etliche Zehntausende zählen ist ein gesunder und kraftvoller, die Schönheit der Mädchen in den großen Dorfschaften wird als eine Specialität gerühmt. Von den fünf oder sechs Mundarten, die in Sem wenig über eine halbe MilWohnhaus. lion Seelen zählenden Kanton Bern gesprochen werden, ' zeichnet sich diejenige des Emmenthalers durch eine besondere Eigenthümlichkeit aus : er spricht das r im In- und Auslaute wie u oder uw aus, sagt also beispielsweise statt Milch Mrnch" und statt Schelm Sche-uwn". Ge-uw, du Sche-uwn, häsch we-uwe d' Miuch schte-uwe", zu Deutsch: elt, du Schelm, hast wollen die Milch stehlen?" ist ein Neckwort, das der Emmenthaler ost genug von seinen bernischen Landsleuten zu hören bekommt. Die Schwerfälligkeit, die in dieserSprechweise zum Ausdruck kommt, giebt sich auch in der äußeren Erscheinung namentlich der älteren Männer zu erkennen; aber sie ist mit so viel Wucht und Kraft verbunden, daß man sie nicht als einen Mangel bezeichnen kann. Die Emmenthaler sind seit Alters her die ebenbürtigen Rivalen der geschmeidigeren Oberländer auf dem SchwingerKampfplatze. Hie Emmenthal, hie Berner Oberland!" ist jedesmal die Loosung bei diesen Festspielen, zu denen die Ringkämpfer in Beinkleidern aus derber Sackleinwand antreten, an deren Gurt und dem bis an den halben Oberschenkel aufgestreiften rechten Bein sie sich gegenseitig fassen, vom Boden emporzuheben und nach wirbelndem Luftschwunge auf den Rücken zu werfen suchen. Und da geschieht's denn zuweilen, daß ein schmächtiger, Wetterharter Oberländer den wuchtigen Gegner aus dem Emmenthal, der wer weiß wie oft schon als Schwingerkönig vom Festplatz heimgekehrt ist, nach allen Regeln der Kunst in den Sand hinstreckt. Emmenthaler. Die Tracht desEmmenthalers gleicht derjenigen, der Landleute im ganzen westlichen Theile der Schweiz; wenn man von den rehfarbenen Fräcken und hoch aufgerichteten Halskragen absieht, die man zuweilen noch an Berne: . Bauern zu sehen bekommt, so besteht 'diese Tracht aus einem mehr oder weniger städtisch zugeschnittenen Anzug, über den gleichsam als Staubmantel eine blaue Leinenbluse mit weißen Paspeln geworfen wird. In solchem Aufzuge sieht man die Leute nicht nur arbeiten, sondern auch in Geschaften oder zum Privatvergnügen über öand fahren. Nicht selten verbirgt sich wiT diesem Ueberwurf. , der seinem Träger ein fuhrmannähnliches Aussehen giebt, ein Gehrock . aus . bestem Tuche, und der Mann, der ihn trägt, wird bei sich zu Hause Herr Großrath", wenn nicht gar Herr Oberscht' .titulirt. Die schönere Hälfte der Em.'menthaler Bevölkerung tragt . durch- ' toegs die dienende Klasse wenigstens als Sonntagsstaat und bei festlichen
Anlassen die kleidsameBernerlracht; den meistens schwarzen, braunen oder violetten Schnürleib mit gleichfarbigem Rocke, welch' letzteren eine weiße Mus-selin-oder fein gestreifte blau und r.oth schillernde Seidenschürze fast ringsum bedeckt; den eigenartigen Halskragen aus schwarzem Sammet, mit silbernen oder goldenen Agraffen und ebenso!chen, sangschnurähnlichen Kettchen, oft auch mit Silberstickerei verziert; das
vs 5Q-s Milchtransport. sorgsam gefaltete Oberhemdchen, dessen weite Aermel an der äußeren Seite einen breiten, glatt und steif geplätteten Streifen zeigen; den runden mit Band oderBlumen aufgeputzten StrohHut und die den Vorderarm deckenden, die Finger aber freilassenden, schwarzen Handschuhe von durchbrochener Strickarbeit. Man kann sich kaum eine behäbigere Wohnstätte vorstellen, als das Emmenthaler Bauernhaus. Dasselbe ist vorwiegend aus Mauer- ode? Riegelwerk aufgeführt: das Holzdach mit seinen weit vorspringenden Giebel - Verklildüngen breitet sich mächtig ausgreifend gleich den schützenden Fittigen einer sorgsamen Gluckhenne darüberhin. Die Wände sind übertüncht, vielfach auch mit weißgestrichemn Schindelverkleidüngen versehen, die Galerien massiv umbrüstet, das Ganze sieht anspruchsvoll, aber auch grundsolid aus. Auch die Speicher und Scheunen sind breit angelegt; man merkt ihnen schon an den Raumverhältnissen den Wohlstand ,hrer Besitzer an. Das Charaktenst'.sche des Emmenthalerdorfes ist die vollständige Front-, Rücken- und Ellbogenfreiheit, die sich jeder Einzelne wahrt; im Berglande ist die zerstreute Bauart durch die Natur des Bodens und dle Bedingungen seiner Bewirthschaftung von selbst, geboten und darum nicht auffällig; in den statt!!chenOrtschaften des Emmenthales fällt es aber rn die Augen, daß die Hauserzeilen selbst an den Hauptstraßen sehlen und jedes einzelne Wohnhaus inmitten einer stattlichen Hofstatt liegt. Bei zerstreut liegenden Gehöften findet man :m .Emmenthal, wie überhaupt im bernischen Mittellande, häufig Speicher von sonderbarer Bauart: die Scheune liegt über den übrigen Wirthschaftsräumen und hat ihre besondere, gedeckte Zufahrt, die durch eine eigens Ausschöpfen. zu diesem Zwecke angelegte Rampe vermittelt wird; über das Ganze ist ein riesiges, pyramidenartiges Dach gestülpt. Auf den Alpenweiden trifft man allerliebste, blockhausähnlich aus Balken gefügte Sennhütten 'an, die. auf einem Rahmengerüst gleichsam in der Luft stehend, mit ihrem nur mittelst eines Hühnersteiges zu erreichenden Giebelkämmerchen, dem aber der Balkon nicht fehlen darf, auf Stadtleute einen romantisch - idyllischen Eindruck machen. Der Emmenthaler trägt die Eigen schaften des Berner Bauern in ihrer vollkommensten Ausprägung zur Schau. Er ist von einem durch körverliche und wirthschaftliche Kraft gehobenen Selbstbewußtsein erfüllt, gesellschaftlich nur in der Kneipe zugänglich, stolz auf Besitz und äußerlichen Erfolg, zäh in seiner Gesinnung und in seinen Lebensgewohnheiten, unermlldlich in der Arbeit, ein tüchtiger, politischer und spekulativer Kopf, dcr aber über seinen engen Gesichtskreis nicht hinausgeht, weil er sich eben nur in diesem vertraut und sicher fühlt. Gastlich darf man ihn kaum nennen, und um so .auffälliger ist es, daß er es ohne Weiteres duldet, wenn der Auserwählte seiner Tochter nach heiterem Gelage in Gesellschaft von Zechgenossen zur späten Abendstunde durch's Fenster einen Besuch macht, was man dort zu Lande zu Chilt gehen", im deutschen Alpenlande Fensterln" nennt. Während aber das Fensterln" im Geheimen geschieht, sind d Eltern des Mädcbens vom Chiltgange unterrichtet, und wenn dieser, wie eben erwähnt, in Gesellschaft unternommen wird, so bewirthet der Vater die nächtlichen Gäste sogar mit einem Gläschen Selbstgebrannten Herdöpflers (Kartoffelschnapses). Der weitaus wichtigste von den im Emmenthal betriebenen Jndustnezweigen ist die Käsepr4duction und der Käsehandel. ' Man würde sehr im Irrthum sein, wollte man annehmen, daß aller unter dem Namen Emmenthaler- und von Emmenthaler Firmen in den Handel gebrachte Käse auö dem Emmenthal stammt. Der Name bedeutet hier nicht denUrsprung, sondern lediglich die Be. reitungsweise. Im Greierzer Lande im Kanton Freiburg wird ein harter SüßmilchZäse, der Gruyöre- bereitet, der noch feinere Qualitäten besitzt als der sögenannte Emmenthaler, den Weltmarkt aber beiWeitem nicht in gleichem Maße zu erobern vermocht, hat. Was unter dem Namen Emmenthaler" in die Welt geht, stammt aus allen Theilen des Kantonö Bern und auch noch auö
andern Theilen der deutschen Schweiz; ben Ausfuhrhandel mit diesem Producte haben aber allerdings einige Emmenthaler Firmen fast ausschließlich in der Hand und das Emmenthaler Product - spielt dabei jedenfalls eine hervorragende Rolle. Di: Käserei ist längst zu einem Großbetriebe geworden; die kleineren Viehbesitzer waren genöthigt,, sich zu Genossenschaften zu vereinigen, um die Fabrikation mit reicheren Hilfsmitteln und geringeren Kosten in großem Stile betreiben zu können, und heute bestehe fast überallGemeindekäsereien, die nach dem Geschäftsgrundsatze 'arbeiten. daß das Risiko als gemeinsame Last betrachtet, der Gewinn an die Be theiligten im Verhältniß zu ihren Lcrstungen vertheilt wird. Die Herstcllungsweise des Emmenthalers ist im großen Ganzen heute noch dieselbe wie feite . Menschengedenken ; die Technik konnte hinsichtlich dieses einfachen Productes keine wesentlichen Fortschritte erzielen. Die zur Käseproduction be stimmte Vollmilch wird von den einzelnen Viehbesitzern in eigenthümlich geformten. : plattgedrückten Cylindern gleichenden und mit eingepaßten Holzdeckeln versehenen Zinkgefäßen nach der Käserei gebracht und dort zunächst in riesigenKesseln auf nahezu Blutwarme
Pressen. gebracht. Durch Zusatz von Lab, dem Abguß oder Eztract,. der aus der getrockneten inneren Auskleidung desviertens Magens von Säugkälbern genommen wird, bringt man die Milch zum Gerinnen, zerquirlt die gewonnene Masse in erbsgroße Stücke, brüht, sie eine halbe Stunde lang bei einer Temperatur von 55 Grad Celsius av zerquirlt sie auf's Neue und schöpft siedann mittelst eines Tuches aus d:ur Kessel. Die weiche Käsemasse wird nun. sammt dem Tuche in einen, dem Umfang des herzustellenden Käselaibesentsprechenden Holzreif gestopft und' wiederholt gepreßt. Ist diese Pressung, im Laufe eines Tages sechs- bis achtmal, jedesmal mit einem frischenTuche, ausgeführt worden, so hat der Käse genügende Dichtigkeit erlangt und er wird nun von dem Tuche befreit und im Reif nach dem Speicher gebracht, einem gegen Norden gelegenen, möglichst kühlen und luftigen Raume, in welchem die Laibe monatelang, ja bei, besonderer Größe bis zu einem vollen Jahre liegen bleiben. Der Käser hat jetzt nichts weiter dzmit zu thun, als sie mit Salz einzureiben, was anfangs täglich, spater alle zwei Tage geschehen muß. Man über zeugt sich von dem Reifezustcmd der Laibe, indem man sie mit einem Hohleisen ansticht und einen Zapfen herSalzen. aushebt, der nach vollzogener Prüfung in die entstandene Oeffnung wieder sorgfältig hineingeschoben wird. Die Käse werden zur Ausfuhr in schachtelähnliche, ihrer Form angepaßte Kisten gepackt Und wandern so Mühlstei nen 'nicht unähnlich durch die ganze Welt. Vor Verderbniß schützt man sie durch öfteres Bestreuen mit Salz und durch Einhüllen in mit Rum getränkte Tücher, die namentlich die zerstörende Arbeit der Käsemilben verhindern, durch welche die an sich so appetitliche Käsesubstanz stellenweise in ein ekles, mit ihren eigenen Absonderungen und Ueberresten durchsetztes Pulver verwandelt wird. Der musikalische Herr Studiosus. Vater (auf Besuch): Wo ist denn das Klavier, für welches, ich Dir das viel? Geld geschickt?Studiosus : Weißt Du, Papa, ich -habe mir das mit dem Klavier überlegt und lieber einen Spazierstock mit Musik gekauft! E r b l e i b t. Baron (zu seinem Pächter): Lebche. ich muß Diä entlassen. Schon seit 1$ Jahren zahlst Du keinen Zins. Das geht sonicht mehr. - Du mußt gehen Lebche: Herr Baron, gutester Baronleben, ich bitt' ergebenst, zu warten die Ernte " .Baron: Ach was! Das hast Du mir schon zehnmal gesagt. Ich -duld' es nicht länger. Marsch, mach', daß Du fortkommst!" Lebche (der traurig weggegangen ist. kommt nach einer kurzen Weile nieder).) Baron: Nun. was gibt'5 noch?- Lebche: Herr Baron ich hab' mer besonnen. Ich bleih' wei-ierl"
