Indiana Tribüne, Volume 21, Number 111, Indianapolis, Marion County, 9 January 1898 — Page 3
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Aoman von L. Haidhcim. (8. tfortfefcungj Ilnterdeß teau die Aufregung der Andern keine geringere. Eine solche Niedertracht! Und begangen unter den Augen einer ganzen Neide von ehren -werthen Männern, vollführt offenbar im Impuls, denn Ruscow hatte sich nicht darauf vorbereiten können, aber ausgeführt mit einer Geistesgegenwart und Schlauheit und einer Verstellung ohne Gleichen. Nur die Aufregung, in welche sämmtliche Anwesende da vuch versetzt worden waren, machte eZ erklärlich, daß sie Alle sich täuschen lie ßen. In dem Bekenntniß Ruprechts hieß es! Da kam der Graf Ruscow ei lig hinter mir her in den Keller. Er war über die Maßen aufgeregt und bot mir hundert Thaler, wenn ich nur eine Karte, die er mir gab, unbe merkt neben Herrn Klarenberg fallen lassen und dann von der Erde aufheben und dem Herrn Baron von Klarenberg geben wollte mit den Worten: Sie haben diese Karte fallen lassen, gnädiger Herr!" Und als ich ja sagte, drohte er mir: Merken Sie aber, Ruprecht, machen Sie Ihre Sache dumm, so ist es nichts mit dem Geld!- Auch kann und werde ich Sie nicht schützen, wenn man Sie aus dem Dienst jagt; machen Sie Ihre Sache geschickt, so verdienen Sie in fünf Minuten hundert Thaler!" Ich machte Alles so, wie er es mir gesagt, ich wußte wohl, daß er dem Herrn von Klarenberg damit Eins versetzen wollte, aber als ich es gethan, erschrak ich fast zu Tode übe? das Geschrei der Herren; da. sah er mich an, als wollte er mich morden. Und dann that .er, als wäre er der beste Freund von dem Herrn Baron. Ich aber bezeuge auf meinem Todtenbet: falsch ist er, wie kein zweiter Mensch auf der Welt.Als ich ganz kurze Zeit darauf hörte, der Herr Baron von Klarenberg sei in's Irrenhaus gebracht, da wußte ich, daß ich dazu geholfen hatte, und dann erzählte meine Mutter, wie gut der Herr Baron gegen sie gewesen, als ich in den Bädern in Frankreich in Stellung war. Ich habe viel gesehen, was Einer wie ich, nicht schon findet, aber, dies war das Schlimmste und ich habe nie mehr Ruhe davor gehabt in meiner Seele, obwohl ich ja nicht vorher wissen konnte, was daraus wurde. Ich wünschte oft.der arme Herr möchte lieber todt sein als wahnsinnig, aber er soll noch heute leben. Und da rum bekenne ich dies Alles, weil ich doch nun liebes sterbe, als ich in's Zuchthaus gehe. " Das war Alles sonnenklar! Kein Zweifel, Klarenberg war gerettet. Die Sache vor den Jockeyclub zu brin gen übernahm der Major. Jetzt konnte man offen vorgehen! jetzt gab es keine eisige Ablehnung mehr zu fürchten. Was Willa in dieser Nacht em Pfand? Sie saß still und fast bedrückt scheinend zwischen den Männern, aber ihre Seele lag im Dankgebet vor Gott und flog über Länder und Meere hin den Geliebten zu suchen! Ach, hätten sie ihn doch nur erst gefunden! Wie wollte sie ihn durch den Reichthum ihrer Lie be entschädigen für das lange Darben nach Glück! Mein armes Kind ! Meine arme liebe Kleine!" fagte der Vater immer wieder zu ihr. Roch nie hatte Jemanv den General so erschüttert ge sehen. Und ebenso den Justizrath. dessen feuriger Rcchtssinn ordentlich schmach tete nach der Bestrafung dieses Elenden! Bei alledem blieb Eins immer noch unaufgeklärt: Äenn Ruscow Anna Feodorowna von Alitscheff zu heirathen gedachte, welchen Grund konnte er haben, Klarenberg zu verderben? Otto von Feedern betheuerte, er habe die moralische Ueberzeugung, daß Ruscow sehr ernstlich an eine Heirath mit Willa dachte und zu dieser Annahme stimmte dessen Verbrechen vollkommen ; aber immerhin blieb da ein Dunkel, welches noch nicht aufgeklärt war. 23 Allem galt es jetzt die Sache gerichtlich anhängig zu machen und auf Ruscows Verhaftung und Verhör, zu dringen. Das konnte indeß nur Ludwigs Sache sein. Doch Ludwig der ganz Feuer und Leben am andern Morgen in der Frühe ankam und dieselbe sofort mit aller Energie angriff, erklärte nach eiuer längeren Vesprecbung mit dem Vorstand des Jockeyclubs, vorläufig oon der gerichtlichen Verfolgung der -Sache abstehen zu wollen. So eine verwünschte Heimlichthue -rei um dev falschen Ehre willen!" fuhr der Justizrath auf. Was geht die Sache den Club an, der Ihren Bruder fallen ließ? Mit dem Vertuschen und Verschweigen hat man ihn elend gemacht! Meinen Sie nicht, eine ordentliche Untersuchung hätte sich in erster Linie dieses Ruprecht bemäch iigt. dev nebenbei gesagt, heute früh gestorben ist?" Der alte Herr zeigte auf die Zeitung, in dei er diese Nachlicht gelesen. Den Ruprecht hätte man zuerst Vorgenommen, und ich versichere Sie, man brachte die Infamie in einem ein zigen Verhör heraus! Und jetzt vollen Sie ?" 1 Vor Allem Ulrich erwarten, er scll entscheiden! Vor der Welt ist seine Ehre nicht verunglimpft; nur vor dem engen Kreise von Männern, vel-,
che in tiefster Niedergeschlagenheit um
Schonung bitten! Die sie brav geübt haben! Ja, ja ! Das muß man sagen! Seien Sie gerecht, Herr Justiz rath!" Nun, das sollten Sie mir nicht sagen brauchen, lieber Baron! Es ist wahr, der Schein sprach unzweideutig gegen Ihren Bruder; so ein alter Rechtsmensch wie ich, weiß aber, der Schein trugt nur zu oft und das war der Fehler Ihrer Clubherren. sie fühlten ihr eignes feines Ehrgefühl peinlich verletzt. ein Betruger war unter ihnen Und Sie haben ja das Zeugniß Ruprechts und Feederns, der Schuft weinte, war ganz geknickt und trat für - Kann ich mir jetzt sehr gut erkla ren! Das Herz mag ihm wohl gebebt haben, ein solches Spiel fordert Nerven wie Segeltaue! Hätt' ich den Schuft nun zwischen den Fingern! Und schlagen können Sie sich doch mit einem ehrlosen Kerl nicht?" Beruhigen Sie sich, gerichtet wird er in dieser Stunde. An alle Kartellclubs geht heute schon seine Aechtung, und es giebt kaum einen Adelsclub, kaum ein Militärkasino oder sonst eine Verbindung der höheren Kreise und der ganzen gebildeten Welt, welche nicht so benachrichtigt würde, weil sie Alle unter einander in Verbindung stehen. Es ist eine moralische Exekution!Ich verkenne das Gewicht dieser Strafe nicht, aber sollte man nicht ein so gemeinschädliches Subjekt zum Wohl der menschlichen Gesellschaft einsperren? Glauben Sie, daß ein so ehrloser Kerl an dev Scham und Schande dieser Aechtung sterben werde?" Glauben Sie mir, Herr Justizrath, Ruscows Strafe ist von mittelalterlicher Harte! Seme Existenz ,st damit ruinirt, - seine Stellung ihm verloren, kein Amt ihm mehr offen, sein Leib ist, wenn auch nicht, buchstäb!ich. so doch dem Sinne nach den VLgeln unter dem Himmel und den Thieren des Waldes - überantwortet und seine Seele dem Teufel! Da geHort sie hin! Das ist ihr Platz!" schrie der. alte Herr. Möglich daß das Zuchthaus eme Gnade ist ge gen solche Verfehmung." So war das Hoffen und Freuen denn eingekehrt in die von Trübsal so lange gebeugten Gemüther und wenn auch schon auf alle Anfragen an die Bankhäuser verneinende und bedau ernde Antworten anlangten, so schlugen dieselben das unsägliche Gluckstefühl der. Seinen nicht nieder. ES gab ja noch so viele Wege.- zu dem Theuren zu reden, ihn aufzufinden! Otto und Ludwia waren m uuausgesetzter Thätigkeit. Alle Gesandt schaften und Consulate der Welt erhielten Anfragen, man sandte Inserate an unzählige Zeitungen, man setzte die obersten Polizeibehörden aller Nationen in Kenntniß. So lange diese Thätigkeit dauerte, blieben die Seinen in ihrer fröhlichen Aufregung. Die Baronin und Ludw:g planten dazwischen unaufhörlich, wie es sein und werden sollte, wenn der Geliebte. Theure nun ankam. Die Mutter richtete sein Zimmer ein, sie sprach schon mit der glückselig erröthenden Willa von Aussteuer und Hochzeit. Tante Hetta wollte durchaus Nicht glauben an die furchtbare Niedertracht ihres Günstlinas Ruscow; sie erzürnte sich darüber bitter mit ihrem Bruder und reiste ab. Laß! sie", sagte der General, das ist der beste Ausweg. Ich kann dieses Leugnen der offenkundigen Thatsachen nicht ausstehen." Eine Enttäuschung brachte ihnen unter der Adresse deö Jockeyclubs jetzt die Nachricht von Berlin aus, daß der Graf Ruscow, den man allerdings noch soeben dort gesehen und der im Contmentalhotel gewohnt habe, von dort schon abgereist sei, ohne seine Adresse zurück zu lassen. Sollte ev Wind von der Sache be kommen haben? Unmöglich! Nun, er entgeht semer Strafe nicht, denkt nicht an ihn, freut Euch, daß wir Grund zur Freude haben!" sagte der General. Nie waren so viel Visiten lm Feldkirchenschen Hause gemacht worden.wie jetzt. Zu der Baronin, Klärender, die sich von aller Geselligkeit fern gehalten hatte, kamen die höchst gestellten Herren und Damen, druckten ihr die Hand und wünschten offenbar der schwer geprusten Frau Liebes und Freundliches zu erweisen. - - So ging eine Woche mit lautev fio den Stunden hin; selbst Elis die um Ruprecht, ihren Schwager, in tieser Trauer ging, lachte schon wieder, denn Willa und der Justizrath hatten ihr die Zusicherug gegeben, daß ihr Heinrich, in Anbetracht seines reumü thigen Bekenntnisses, nicht weiter be unruhigt werden sollte. Auch Ruprechts Mutter schien, trotz ihres thränenvollen Schmerzes, für die 'Entdeckung, daß ihr Sohn einm für seine Verhältnisse bedeutenden Sparpfennig gesammelt, dessen Erbin sie jetzt war, nicht unzugänglich. Weder sie, noch Elis machten sich viele Gedanken über die Art, wie diesesGeld gewonnen sein möchte. Und auf den Gipfel stieg die Freu, de, als von dem deutschen Generalconsul in Spanien die Nachricht kam, der Consul Bruno in San Sebastian habe den Namen eines Ulrich Klaren berg in den Schiffslisten gefunden. Danach sei derselbe mit der Bark An dromache, Capitain Ribeira, am 17. O:tober v. I. nach den Kap Verdeschen Inseln gegangen. . ' ; Eine Spur! Sie jubelte.i! Sie Iran ken auf Ulrichs glückliche' Heimkehr.
Ludwig wandte sich sofort an ein größeres Homburger Haus, welche? dort eine Agentur hatte. Weder Kosten noch Mühe wurden gespart. Ein paav weitere Tage vergingen.. Soeben he An Ludwig und Otto von Feedern ein Telegramm in dieser Sache selbst an das Hamburger Haus aufgegeben, jetzt galt es einen erklä renden Brief in den Postschalter des zum Abfahren bereiten Courierzugs zu werfen. Es ging schon auf elf Uhr Abends. Das reisende Publikum drängte sich auf dem Perron, jeder hatte sich in Pelze gehüllt,. denn es wehte ein schnei dend kalter Nordostwind. Der Brief war besorgt. Eilig schritten die beiden sich jetzt sehr nahestehenden jungen Männer dem Ausgange des Perrons wieder zu und Otto erzählte eben flüsternd, daß er Klärchen Weiß im Theater gesehen habe. Ludwig war der Vertraute sei ner Liebe! Da prallten Beide zu rück und dann packte Ludwig mit ei nem dumpfen Schrei plötzlich in wil der Wuth den Arm des Herrn, der in ein?m prachtvollen Zobel, die Pelzmü tze tief in das fast ganz vom Bart ver hüllte Gesicht gedrückt, in großer Eile an ihnen vorüber schoß, ohne sie zu sehen, da er sich eben stark mit seinem Taschentuche zu thun machte. Graf RuZcbw! rief er und riß brüsk die Pelzmütze don des Andern Kopfe. . Zum Donnerwetter, was fällt Jh nen ein?" fchrie dieser und entriß dem Angreifer seine Mütze. Die Signalpfeife ertönte und Otto von Feedern rief jetzt uuch, ihn erkennend: Graf Ruscow! Der Zug geht ab, lassen Sie doch!" suchte dieser sich loö zu machen. Zum Teufel ja, ich bin es, aber was wollen Sie denn? Sind Sie betrunken? So machen Sie . doch kein
Aufsehen!" Es machte Nicht den Eindruck, als sei ev sehr erschrocken, wohl aber als ärgere er sich. Er dämpfte aber doch seine Stimme. Sie werden nicht abreisen. Graf Ruscow, Sie werden mit mir kommen!" Der Graf, der Uint Abnuna von dem Vorgefallenen hatte, da ein dienstlicher Befehl ihn füv mehr als eine Woche nach Brüssel gerufen und der heute den Schauplatz seiner früheren gesellschaftlichen Wirksamkeit und seines Verbrechens nur im Fluge passirte und nur ausgestiegen war, um eilig eine Erfrischung zu nehmen, blickte jetzt seinen Angreifer groß und sorschend an. Aus einmal wurde er unsicher und verfärbte sich. Ich kenne Sie! Heißen Sie nicht von Feedern?- saate er zu diesem. Ludwigs SQVvk vermeidend, der seinem Freunde nicht Zeit ließ, eine Silbe zu antworten. Ich heiße Ludwia von Klaren berg!" rief er mit vor Erreauna und Wuth ganz tonloser Stimme. Sie sind ein Schuft, Graf Ruscow, und wenn Sie nicht ganz still und gehovsam mit mir und diesem Herrn gehen, so rufe ich und übergebe Sie der Polizei!Klarenberg!- Eine Fluth von Schrecken und Unruhe schwemmte plötzlich aus Ruscows Hirn jeden besonnenen Gedanken hinweg. Was hieß das? Was wollte man mit ihm ? Was war geschehen? Und nur kem Aufsehen! Er war , seinev Stellung die größte, vorsichtigste Reserve schuldig. Nur kein Aussehen, meine Herren! Es liegt da wohl ein Irrthum vor, bitte, treten wir in den Wartesaal da werden Sie erklaren " Die Erklärungen werden schon kommen, Graf!" höhnte in zitternder Wuth Ludwig von Klarenberg. Aber ich verstehe ' nicht, was Sie wollen ? Wohin führen Sie mich " blieb Ruscow wieder stehen. Kommen Sie, kommen Sie! Daß wir nicht zu einem hübschen kleinen Souper gehen, werden Sie sich wohl selbst sagen!- war. die Antwort und das Drängen Ludwig von Klarenbergs so energisch, sein Blick so entschlössen auf die schon aufmerksam nach ihnen herüber fehenden Polizisten gerichtet, daß Ruscow zähneknirschend sich schweigend unterwarf. Ein Duell!" dachte er und daß eS der Bruder hier, für jenen Unglücklichen, an den er lange nicht gedacht, ausfechten wolle. , , Feigheit war sein Fehler nicht; ja dieser Gedanke an einen Zweikampf beruhigte ihn. ' Wenn es' einen Waffengang gilt, meine Herren, so war dieser Ueberfall nicht nöthig ; man pflegt in unseren Kreisen dafür weniger romatische Wege zu haben!- sagte er fast spöt tisch. Sie waren jetzt in dm noch hell erleuchteten und von heimkehrenden Theaterbesuchern belebten Straßen.Weder Klarenbevg, noch Otto von Feedern gaben eine Antwort. Dicht neben ihm, der Eine rechts, der Andere links, ihn mit gespannter Wachsamkeit beobachtend, schritten sie dahin. Verstohlen blickte Graf Ruöcow in ihre Miene; sie weissagten ihm nichts Gutes.' " Mer wenn sie nicht selbst gescheut hätten, die Polizei in Anspruch zu nehinen, so würden sie nicht so sorgfältig ihre. Stimmen gedämpft haben. Die Schutzleute waren , ja überall zurHand. Der Gedanke beruhigte ihn. .Was können Sie in aller Welt von Dir wollen?" fragte er sich wieder. Er kannte jede Straße, durch die sie gingen, genau. Dort hatte ev einst gewohnt ;. drüben .lag das Restauraitf Moroni, fti welchem er gespeist,
an der Ecke da war der Buchladen und hier tx ging es nach dem Clubl Ein unbeschreiblich beklemmendes Unbehagen überfiel plötzlich Ruscow. Jene beinah vergessene Scene stand im Ru in allen Details vor ihm. In beklemmender Angst fragte er sich : Wer konnte etwa? Sollte man entdeckt haben?" Aber Niemand, kein Vertrauter, kein Zeuge war. im Geheimniß und der Mensch der Kellner? Na, der sollte sich wohl hllten!So sprach tz sich Muth ein und sah mit einem dunklen Entsetzen, daß sie direkt auf das Clubhaus zugingen. Dicht davor raffte er sich noch einmal auf. . Meine Herren, mir scheint ein Scherz im Werke, aber verzeihen Sie, ich bin weder augenblicklich in der Stimmung, noch habe ich die Zeit!" Jn diesem Moment trat ein alter Herr aus dem Portal und redete ein paar Worte mit dem bärtigen riefenhaften Portier. Herr Major! Herr Major!- rief Ludwig ihn an, Papa! halt!- Otto von Feedern. Das trifft sich! Das trifft sich ja wunderbar glücklich!" athmete er dann tief auf. Meine Herren, ich-, stand Ruscow still. Vorwärts, wenn's beliebt, Herr Graf Ruscow immer voran, wenn ich bitten darf. Ja. ja. Herr Major, ein alter Bekannter! Graf Ruscow! Er felbst! dürfte ich Sie bitten voran zu gehen, in den Spielsaal, Herr Major und die Herren von der Ehre zu benachrichtigen, die ihnen bevorsteht! Graf Ruscow, treten Sie gefälligst ein!Ludwig war in fieberhafte Aufregung gerathen, sein Ton verrieth es.gegen Ruscow lag ein sanatischer Triumph darin, ein unbeschreiblicher zorNiger Hohn. Sie werden mir diesen Ton, den Sie gegen mich anzustimmen für gut finden, bezahlen, Herr von Klaren-berg!-zischte er ihn an. Im Uebrigen abev hatte er jetzt seine volle Ruhe wenigstens äußerlich Wieder erlangt. Klarenberg antwortete nicht. Sie schritten durch die mit Rüstungen, Waffen, Sportemblemen und sonstigem Dekorationsschmuck reich ausgestattete prächtige untere Halle und dann die breiten, schönen Treppen des einstigen Fürstenschlosses hinan. Jedem Begegnenden rief Klarenberg zu: Gehen Sie noch nicht, ich bitte sehr, kommen Sie mit uns.
Graf Ruscow erweist uns die Ehre! Und dann stutzten duft, zufällig kannte Ruscow einen davon, man wird fremd i vier langen Jahren! sahen ihn erscbrocken unv scheu an, gingen aber mit ihnen. Das Gefühl der Angst kam Ruscow wieder und mit doppelter Gewalt. Es schnürte ihm die Kehle zu, als die Diener herbeisprangen, den Herren die Pelze abzunehmen. Uuwillkürlich suchte sem Auge lenen Ruprecht doch der hatte ja in der Garderobe keinen Dienst, der war ja- ' Und nun traten sie in den Spielsaal. De: Major von Feedern, blaß, tief erregt, war schon voran gegangen, hatte nur ein paar Worte zwisehen die gemüthlich ihrem Behagen sich hingebenden Gruppen geworfen und jetzt standen alle Anwesenden, viele davon sichtlich eben vom Tische aufgesprungen, wo man spielte, wie früher. und blickten in grenzenlosem Erstaunen den Eintretenden entgegen. Es war eine ganze Gesellschaft; und Alles sah aus. als ob nicht viev Jahre, sondern nur ein Tag zwischen dem damals und dem heute gelezen. Dicht neben Ruscow, ihn mit jedem Blick überwachend, stand Ludwig von Klarenberg. Alle, die den einst so heiteren liebenswürdigen Officier gekannt, erfchraken über die unerbittliche Härte in seinem Antlitz. Ruscow machte einen Versuch, un befangen zu lächeln, aber derselbe scheiterte kläglich. Seine Blicke huschten in scheuer Unruhe von Einem zum Andern, in Aller Augen lag dieselbe Ueberraschung, aber auch der.gleiche Ausdruck von abwehrender 'Kälte, wenn nicht Verachtung. Inzwischen war Ludwig von Klarenberg vorgetreten und fagte sehr ernst und mit eigenthümlich klarer, tiefer Stimme: Meine Herren! Ein glücklicher Zufall, wenn nicht eine höhere Macht führte den Grafen Ruscow mir entgegen, und. da es uns nicht gelungen ist. dem Herrn das Verdict dieser Gesellschaft zuzufevtigen. weil er Berlin schon verlassen hatte, fo'habe ich ihn veranlaßt, mir in diesen Kreis zu solgen, damit er es in. aller Form em-pfange.- ' Aber, meine Herren. ich verstehe nicht, Verdict?- raffte Ruscow sich f - . Graf Grünau, Sie sind das einzige heute hier anwesende Mitglied deS Vorstandes, wollen Sie dem Grafen Ruscow, dem einstigen Mitgliede dieses Clubs sagen, daß ich ich könnte nur. - Und in aufwallendem, leidenschaftlichem Zorn preßte Ludwig von Klarenberg beide Fäuste auf seme krampfhaft wogende Brust. , Der Angeredete,' ein weißhaariger Herr, der mit einigen Anderen von seinem L'Hombretische herbeigezogen, in der Thür eines NebenSzimmers stand, trat vor. ' Sie haben Recht. Klarenberg, Sie sind der Kläger Sie können nicht auch Richter sein!- .sagte er laut und mit Allen hörbarer Stimme: So will ich dieö Amt übernehmen.- -
Graf RuScow! Sie sind ngeNagt und durch das kirchlicherseits beglaubigte Zeugniß des sterbenden Kellners Ruprecht, welcher früher in diesem Saale die Bedienung hatte, überführt, den Baron Ulrich von Klarenberg wisfentlich und mit Absicht um seinen guten Namen gebracht, seine Ehre verdächtigt und ihn in Folge dessen zum Verlassen seines Besitzes, seiner Angehörigen und seines Vaterlandes gebracht zu haben!Das leugne ich!- schrie RuZcow, grau vor Wuth. Das leugne ich! Das Zeugniß eines Kellners! Pcch!Können Sie diese Thatsachen lerrgnen?" fuhr ruhig der Graf fort, nahm Otto von Feedern das aus dev Kanz lei des Clubs schnell herbeigeschaffte Bekenntniß Ruprechts aus der Hand und las es unter dem tiefen Schweigen der Gesellschaft vor, während Aller Augen sich auf Ruscow bohrten. Aber -obgleich der Eindruck, den es auf den Beschuldigten machte, unverkennbar niederschmetternd war,, er raffte sich doch empor und sagte keck vortretend: Ich leugne dies AlleS ein Sterbender ' Fieberdelirium! Die liebevollen Verwandten tonnen auch - Wissen Sie, daß dieser Sterbende sich erschoß aus Furcht vor dev. Entdeckung seiner Mithilfe an Ihrem. Verbrechen?" fragte unbeirrt leidenschaftslos, aber mit dem vollen Gewicht seines Alters, feiner Stellung und. seinev moralischen Entrüstung Graf Grünau. .Und auf dieses Kerls Gerede hfa." Ruhig. Graf Ruscow! Können Sie ferner leugnen, daß Sie dem Bru--der dieses Ruprecht Geld zahlten ftir den Verrath des Inhalts des Testa ments der verstorbenen. Baronin burq?Llles Lüge, Alles infame LügelHerr Assessor von Feedern, ich. bitte. legen Sie dem Herrn den Be--weis vor!" Und ans einem Counert zog dieser' das wieder zusammengeklebte Zettelchen und legte, es vor Ruscow. Sonderbar.' dieses kleine Blatt
Papier brachte, ihn um. fcinc Fassung. Ein Nichts., er wußte es,, aber ev fühlte mit Entsetzen, daß seine. Nerven und seine Kaltblütigkeit ihn. im Stich ließen. Schweißtropfen traten auf feine Stirn,. seine Züge: vertieften sich auffällig. Hatte marr seine Papiere durchsucht? Großer Gott!Woher? Woher komm dies?- rief er und blickte, mit. wirren,, bangen Mienen umhei Leugnen Sie,, den Inhalt zu kennen?" Ich frage. woher- Sir es haben ! Zum Teufel, dies. Verhör Mit welchem Recht wagt man. Aus Ihrem, eigenen Portefeuille, welches Sie. einer Dame, liehen, nachdem sie es geleert zu haben glaubten. Dies Blättchen hatte, sich hinter das schadhafte Atlasfutter, geschoben !- Verwünscht!.- Mischte Ruscow. aber cn sah unbeschreiblich erleichtert aus. Angesichts, aller dieser Schuldbeweise. Graf Ruscow,, haben die Mitglieder dieses Clubs Sie aus ihrem Kreise gestoßen: und dies sämmtlichen Kartellclubs mftgetheilt! Sie sind dev Infamie, überführt, und wenn man Sie den Gerichten nicht überliefert, fo ist es auZ Rücksichr auf. die Wünsche der Familie JhreS Opfers. Und tnnt Riethmann, geleiten Sie den Herrn hinunter!" rief Graf Grünau zur Thür gehend und dem Diener winkend. Wie ein gehetzter und gefangener Wolf blickte Ruscow. Ich werde Ihnen meinen Sekundanken schicken-, trat ev wuthbebend vor Ludwig und dann Jedem von Ihnen. Einern nach dem Andern !" schrie er. Sie werden schwerlich Einen finden und sicher Keinen von uns. der sich mit Ihnen schlüge! Sie sind infam. Graf Ruscow!- sagte Ludwig von Klarenberg kalt. Dann gab Graf Grünau demDiener einen Wink. Und durch das Spalier führte, man ihn hinaus es war ärger al-Z, Spießruthenlaufen. Ruscows Aussehen, seine graubleichen, entstelltm Züge bewiesen, er empfand seine Schmach. Als die Thür sich hinter ihm ge schlössen, herrschte eine minutenkangc Todtenstille. Ludwig von Klarenberg war nie so lebhaft an Ulrichs Unglück erinnert, wie durch diese Scene. So hatte man einst auch seinen Bruder hinausschreiten sehen! Wie schwer, wie furchtbar schwer hatte seitdem das Leben müssen- auf Ulrich gelastet! Aber er hatte dies Martyrium nicht umsonst getragen, er erlebte seine Rechtfertigung. Graf Grünau war der. Erste, der wieder sprach. Wir haben es allerseits tief beklagt und Ihnen dies ausgesprochen, Baron Klarenberg, daß Viele von uns vom bösen Schein verblendet, Ihrem Bruder Unrecht thaten; geben Sie uns das Zeugniß, daß wir nach bestem Vermögen die Schuld gesühnt, so weit es uns möglich war. daß wir aber wie ein Mann den Schuldigen gestrast. wie er es verdiente." 'Ich gebe es, Herr Graf, und fage allen diesen Herren meinen Dank!" Man blieb noch lange beisammen. Der eigentbümliche Zufall dieses Znsammentreffens wurde besprochen ; Ruscows Benehmen und was man von seinem Aufenthalt in Berlin erfahren, hw und her untersucht. Sahen Sie, wie furchtbar er bei ,dem. Gedanken erschrak, daß man seine Essekten und Papier: unter-
sucht haben k?nne?-' fragte einer Itt Herren. Mehrere hatte 55 bemerkt. Der führt sich lichtscheue Dinge mit sich, dem söllte man nur auf die Finger passen!- dag wa: so ziemlich die Mewung Aller. Was bisher sorgsam verschwiegen worden, das drang nun- doch, ohne daß man hätte sagen können wie? in die größeren Kreise. Die Theilnahme für Äe so schwer betroffenen Familien würbe eine allgemeine, und mit ihnen hoffte und harrte bald die ganze Stadt auf' die Heimkehr Ulrichs. Aber Tag um Tag, Woche um Woche verging, ohne daß mm Nachricht erhielt. Auf den Kap Verdeschen Jnstln war keine Spur von ihm zu erfrctzen; die Andromach. Capt. Ribeiraerfuhr man, sei weiter gesegelt nach dtta Stap der guten Hoffnung und jetzt untervegs nach Sirniflfr es blieb Lkdwig nichts übrig als sich ach dort zmvenden. Man benutzte Sie Telegrapheiwerbindungen der ganzen Welt und hatte so schnell wie möglich) alle Nachrichten, dennoch wich die anfängliche Freude nach und nach der schmerzlichen Utt$z dulh. und da jetzt diecAnkunft der 'Drdromache in Sidney Merwarten starc so scch man sich vor neuzr Wochen voT Harrens und voll Ungewißheit, otsaz freilich das Suchen auch in anderTir Richtungen aufzugeben:. Enöluh, im Februar kam fcfe Nachricht von Sidney,. ein Deut--scher, Ulrich Klarenberg?, mit der An dromache nach dort gekommen, dc$ derselbe äber ad 1 ein Mensch von ge--ringer Herkunft und Bildunzg sei, und ad 2 tiil'&zt babe. sein Geburtsort ses Fügen in Zillerthal, Tirol; er habe
, keine Verwandte in Norddeutschland' uiiu ocijicgc iuo)i, rvas insir von iynr: V . 71 !jf I . . ... wolle. Er kenne weder eurer! Grafen. Ruscon?-. noch habe er einen BruderLudwigs auch sei er nicht von Adel,. londern:ln einfacher HandschuhhandSr. Das Handlungshaus fügte dann nvch yinzn, die sämmtlichen' Angaben des Mannes schienen wahrheitsgemäß und mache er einen durchaus. chrlichen Eindruck!. Also eine falsche Spur! Denn wäre es Ulrich gewesen, wie wnrde der gejubelt haben bei d Nach richt von'femer Ehrenrettung! - Eine schmerzliche Niedergeschlgcnheid bemächtigte sich der Semige.?. die Aufrufe in den Leitungen wurden erneuert, . alle übrigen Bemühungen wiederholt. In dieser Zeit kam eines TägeL der General blcch und krank aussehüld von der ParaÄe nach Haus. Am ndcrn Tage: mußte er sich zu Bett legm und zwei Wochen später war er ttdfc Willa hatte es schon längst eschen, daß er? alt wurde und verfiel; dennoch ttaf sie dieser Schlag unvorbereitet unv'um fo niederschmetternder, als sich die: seit Jahren unaufhörlick-kiän-kelnde:Mutter, die Anfangs Leidlich gefaßt erschien, plötzlich, genarr e'.nen Monat'nach ihres Gatten Begibniß auch legte. Als die Bäume grün wurden undder -Frühling einzog, stand Willa an: den beiden Gräbern ihrer Eltern?. Sie:tKtte gelernt, schweigenden leiden. aber sie fühlte sich namenlose unglücklich und allein. ' Sieegalt für das reichste Mädchen der Stadt, ja, der Provinz, aber wie wenig-vermochte sie der äußereMlanz, ihres Lebens zu trösten! Wie dankbar war sie in ihrer Vereinsamung für .jede Theilnahme und wie glücklich, als Frau' von Klarenberg jetzt zu-ühur das leere, schöne Haus zog! Dcnnit war auch die peinliche Frage erledigt, wie sie sich der herrschsüchügea Tantc Hetta entziehen sollte. Dieselbe hatte den sterbenden- Brndxrncch gesehen und von dem so kleinlich erscheinenden Groll' zwischen den Beiden war nie wieder die Rede geWesen, aber erleichtert athmeten! doch WiHi und ihre Mutter aufj. aQ sie nach, des Generals Tode, wieder bgereist war. Jetzt erschien es naturgemäß, daß Willa in Ulrichs Mutter: einen. Ersatz fand für die theuere Geschiedenes Das Stistsfräulein zuckte? freilich die Achseln, erzählte aber? dann dm Mitschwestern im Kloster., dcch sie mn die ganze Welt nicht: mit: ihrer larmoyanten, sentimentalen Wchte lesen möge! Sie fand, daß der. Lauf der Dinge ihr Recht gegeben;- sie hatte Willa von Anfang-an vor dieser tröstlosen Liebesgeschichte gewagt! Aber wer hörte auf sie? Nun mochte ihre Nichte es auch 'haben! . Ruscows Namen erwähnte sie nie wieder, aber sie- konnte sich doch nicht enthalten, wo es heimlich möglich war, sich nach ihm, feinen vergangenen' und gegenwärtigen Schicksalen zu erk'l.rdigen. Sie sehnte sich danach, ihn als ein Opfer wenn auch nicht der Perfidie und Schürfe? eine? einzelnen, fo dich des Schicksals zu erfennen. Es war ihr eine Pein, nicht auch in diesem Falle. Recht zu behalten. Inzwischen richtete Willa sich mit ihrer mütterlichen Freundin ein. Ihr ganzes Wünschen ging darauf, Ulrich selbst zu suchen, von Land zu Land zu reisen, um ihn aufzufinden, aber sie war natürlich einsichtig genug, die Thorheit eines planlos Suchend zu erkennen. (Fortsetzung folft.) Ballgespräch. Herr: Mer diese kleinen Füßchen ! .... Fräulein können ja gar keine große Zehe hben!" Boshaft. Denken Sre. waS dem Rath neulich auf der Jagd passirt ist!- Das muß ein Irrthum sein! Wenn der auf die Jagd eeht. passirt. immer einem Andern 'nrnr
i Mr die Küche.
K i s s u p p t. Eine sehr wohlschmeckende Suppe zu deren Bereitung mar sich der verschiedensten kleinen Süßkjasserfijche bedient, die fönst ihrer Gräten, wegen nicht beliebt sind. Man .reinigt. dieFische schneidet sie in Stücke und kocht, sie in achstehend angegebener Brühe. In eim- Stück Butter läßt man in'. Scheiben, geschnittene Zwiebeln, Mohrrüben,-Porree und Sellerie hellbraun schwitze, giet das zux Suppe nöchig.e äßeye mit einen: Zusatz von Fleisch-EAract. über, fügt Salz, Pfeifer,. Gewürzlörner. ein Kräuterbünchen hinzu- und. läßt die Fische hierin ganz. langsam,, etwa drei Stunden, kochen., bis'sie- vollkommen zersauen stno.. urch n u gegos, sen und nochmicls zumKochen. gebracht, wird die 'SuppK.uiit einigen Eidottern abgezogen, die man in (Älhne quirlte. Man richtet dieie Suppe- über. gMste te Semmelschn'ten an. G e r i ch t v ä n fjc4 -tVect ru Drei hübsche Gäielebern werden zwei ' bte drei Stunden lang in ?Lilch gelegt, dann abgehäutet, syrgfälticvon eineur etwa anhaftenden Ballenre gereinigt und in flache, dnune Schnitzel c& rjtfli CW.-C .!. -v Ruinen, 'aus eine emaiuirien .,me lettenpfanne macht man frische Butten heiß, giebt die zerschnittene Leber-hin-ein, salzt, wendet raich um, stäubtet- - (W 1 vv r i b roas iceyi uoer vie ruye zeyenoen. V i i. m vluae. gievl noch eiwiz tMe MljH--brühe hinzu und nimnit sie ncr!..etnu drei Mmuten, sobald lttne Röthe-mehn daran zu sehen ist, vora. Feuere muß der kurze Augenblick getreffen. werden, wo sie nicht mehr blutig..und noch nicht fest, sondern locker undweich, sind. Man schüttet boä sehr wohlschmeckende Gericht auf eiue vorherut: erwärmte Platte, garnirtt dieselbemit.' (Zitronenscheiben und Petersilie uud giebt es heiß aus der Pfanne entweder' alleia oder mit einem Rsrand zu Tische. Gefülltes Spainferke. Sargsältig putzen, innen .. mit Salz,, und. Pfeffer ausreiben, und it folgen' der. Farce füllen: z Pfund Kalbfleisch. 5 VLn&ttL Speck, beides in kleine Würfel, schneiden; gehackte Zwiebeln, Kräuter, und wenn möglich, auch Champig?nons, mit dem Fleisch in Butter dampfen; mit etwas guter Fleischbrühe.ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen verlühlen, mit 2 in Mehl einge--weichten Semmeln und 2 kiern zip einer Masse fertig machen. Mit diesu.' Fare wird das Spanferkel gefüllt, zugenäht, schön dressirt, in die Pfannen gelegt, mit etwas guter Fleischbrühe.. Übergossen, frische Schweinsknochen.. Lorbeerblätter. Zwiebel. Petersilie. ne. g.etbe Rübe dazu gelegt, mit. Salz, bestieut und langsam im Qfest. unter spyr. häufigern Begießen etwa 1$ bis 2. Stunden schön krustig braun gebraten.. Die Ohren und denSchwanz umwickelt, man. mit Butterpapier, edensoist..rs gut. das ganze Stück mit demselben.. Papier zu überdecken. Mit zerlassener Bulter und Bier wird mittelst .eines Pinsels das Spanferkel öfters, angestrichen und erhält es dadurch. . eine, schöne Farbe und Kruste. Den. Fond kocht man mit etwas Bratenjus. auf, und servirt ihn zum Fleisch. . Ein einfacher 5rloß... Ein. halbes Pfund Weizenmehl . vermischt, man mit etwas Salz und . ungefähr IQ 12 abgekochten geschälten . oder, Brühkartoffeln, welche man auf. einer Reibe recht locker gerieben, . und .'rührt, dasselbe mit kochendem Wasser, an.. Dies erfordert aber die größte Borsicht,, denn nimmt man zu viel Wasser,, wird, der Teig zu weich und die. Klöße gehen, auseinander, schüttet man. dann. aber, noch Mehl nach, so werde die Klöße, hart und zähe. Diese angegebene .Poi?tion Mehl erfordert ungefähr .knap.p' ew halbes Pint kochendes Wasser. .wel-. ches man recht sprudelnd darüber.gießt, wonach man den. Teig umrührte Es erfordert nur ganz wenig Durch--holen mit dem Holzlöffel, so daß der. Teig ganz kraus aussehen bleibt, .dann, steckt man sofort Klöße davon m's.ko chende Wasser und. läßt dieselben wenn sie alle drin.. sind und man. den. Kochtopf fest zugedeckt hat. wohl. zwei. Minuten kochen. Dann sofort äimch ten. Man gibt geschmortes frischet Obst und Backobstdazu. Auch. mit. einer süß-sauren..Svecksauce darüber und Schinken. .dazu, bilden sie .ein.h?rr liches Zwischengericht. K ä s e c ai n .e.l.o n s. Man rühre 2 Unzen sehr.frische Butter zu.Schama und vermische, sie. mit einem Viertel Pfund geriebenenParmesankäse, Sal. Pfeffer, vier: Eidottern und drei x Schnee geschlagenen Eiweiß. (Schneide dann a'us.oÄnn ausgerolltem Blätter teig Blättchen, in Größe einer Spiel, karte, besinne, sie mit der Masse und bepinselet Aänder mU Ei, rolle sie röhrenfärmnZ zusammen und backe sie lichtbraun. K allÄßLe i s ch a VJ S a I m.Man mmmtt vjrai Kalbs schstgel dcH dicke Fleisch) heraus und, häutet e$ schön ab. Sodann reibt: man es xmt Salz und. Stlpeter gut a, sllgt Ä Stück Eitrsm. Zwiebel, Lorbeerblatt. Peter, sitt. Thymian. Majoran njid Pfeffer be5.ka.! das FleisH vier Tage in Essig rurd wendet es aQibendlich mn. Nun vrrk eö in dies Brühe Veich gekocht Vid darin erkalt. Alsdann schneidet man längliche:, nicht i dicke Stücke, legt diese auf eine Platte nebeneinan. der und maÄ eine gute Sauce von einigen gewagten Sardellen. Schalot ten. Petersi! und Olivenöl, die man über die Mischstücke gießt und zuletzt noch mit Kapern beßreut. Gebratene, Schellfisch. Den ytsauberten. geschuppten Fisch schneidet man, nachdem er wohl gewa scbw und wieder abgetrocknet, in Äucke, taucht diese in geklärte Butter. . wendet sie in Mehl oder Paniermehl um und bäckt die Stücke schon heraus in der Pfanne oder auf dem R?, fta, v.erntunke. v.aßt o.ui.daiu. . .
