Indiana Tribüne, Volume 21, Number 105, Indianapolis, Marion County, 3 January 1898 — Page 2
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Arivüne. ErslZeutt Taglich und Somuegv. t tZzliche .Xrtiane kostet durch len Xtlft-n 1 Ctstl per Ooche, die Eontaz.rribSeI Icxti per Joch, eid ittfatmc 1 Itl 43 Cent p, Rixtt. Per okrhald Ir Statt zztfchi5t 1 CirauJitiOUna V X' Tjx. . CfOwi IQ Csl Slubama etraZs. : Indianapolis, Ind., 3. Januar 1898. Ücttttt tft Heinrich Heine geboren? Der ebenso durch seine umfassenden Kenntnissen als sein feines, wohlwollendeS. aber nicht schonfarberisches Urtheil bekannte Heineforscher Geheimrath Dv. Hermann Hüsfer in Bonn veröffentlicht unter dem oben angeführten Titel im Decemberheft der Dutschen Rundschau- eine interessante Untersuchung über das Geburtsjähr Heine's, daS merkwürdiger Weise nicht feststeht, da die jüdischen Ge meinderegister in Düsseldorf und die Heine'schen Familienpapiere in Hambürg durch Feuersbrunst zerstört wor den smd. Heine's Aeußerung, er sei in der Neujahrsnacht 1800 geboren und deshalb einer dev ersten Männer deZ Jahrhunderts, ist ein. wenn auch befremdlicher Scherz. Für das Jahr 1799 sprechen die Angaben des Protokolls einer Verhandlung vor dem akademischen Gericht zu Bonn (1319). des Äaufzeugnisses (1825) und des Ehescheins (1841). - Heine selbst beruft sich in zwei Briefen (1851, 1853) auf die Angabe des Taufzeuanisses. Diesen Zeugnissen sieht eine Reihe anderer Zeugnisse für das Jahr 1797 gegenüber. Zunächst hat wieder Heine selbst verschiedentlich (1821. 1825) 1797 als sein Geburtsjahr angegeben. Die Nichtigkeit dieser Angabe wird von mehreren Jugendfreunden bestätigt. Infolge dessen ist sie in die meisten biographifchen Artikel übergegangen, ohne daß Heine ihr widersvrochen hätte. , Hüffer entscheidet sich .gleichfalls für das Jahr 1797. Zunächst schreibt Heine in einem d?r oben erwähnten Briefe (1851), der für das Jahr 1799 angeführt wird, nur: En regardant inon acte de baptßme, je trouve le 13. dgcembre 1799 comme date de ma naissance. Er berichtet also nur eine Angabe, ohne sie zu seiner eigenen zu machen. Dazu kommt das Gestandniß Heine's, seine Eltern hätten seinen Geburtstag absichlich unrichtig angegeben, um ihn dem preußischer Militärdienst zu entziehen, eine Angäbe, die bestätigt wird, wenn er in einem Briefe an seine Schwester schreibt: In den Düsseldorfer Archiden kann das Datum meiner Geburt nicht richtig angegeben sein, ausGrllnden, die ich nicht sagen will." Es ist nicht recht zu erkennen, warum Heine's Eltern ihm ein höheres Alter beigelegt hätten, um ihn dem .Militärdienst zu tziehen; vielmehr fragt es sich: wann fand sich ein dringender. Anlaß, ihn jünger zu machen? In Bezug hierauf wird dielfach angeführt, man habe Heine im Jahre 1815 jünger gemacht, um ihn vor dem Dienst im preußischen Landsturm zu sichern, zu dem rüstige Jünglinge vom vollendeten siebzehnten Jahre an eingezogen werden konnten. Dagegen spricht die Unwahrscheinlichseit, daß die Einberufung des Landsturms im Jahre 1815 in der kaum in Besitz genommenen Provinz während der wenigen Wochen der Gefahr so weit zur Ausführung gekommen wäre, daß man die Eltern eines Lycealschülers belästigt hätte; ferner hatte Heine sich sogar freiwillig mit den meisten Schülern der ersten Lycealklasse zum Felddienst entboten. . Außerdem hätte die Fälschung den preußischen Militärdienst nur um zwei Jahre hinausgeschoben. Hüffer gibt nun einen anderen recht annehmbaren Grund für .die Verjüngung- Heine'S an. Es war bis auf 'die Zeit deS norddeutschen Bundes beinahe ausnahmslose Regel, daß jungeLeute, die, um sich demHandelsstand zu widmen, in die Hansasiädte übersiedelten,. vorher einen Ausw:nderungS schein einholten, um vom Militärdienst befreit zu werden. Die Ertheilung dieses Scheins war für Auswandernde von 17 bis 25 Jahren qus den jetzt noch maßgebenden militärischen Gründen' mit .Schwierigkeiten verknüpft. Heine ging 1816 nach Hamburg. Wenn man seinen Geburtötaq auS dem Jahre 1797 in das Jahr 1799 verlegte, so konnte er bis zum 13. December 1816 den Schein ohne Schwierigkeiten erhalten. Diese Annahme gibt zugleich eine Erklärung dafür, daß Heine auch später nie mit preußischen Militärbehörden in Beruhrung gekommen ist. An die Streitfrage über das Geburtsjahr Heine'S anknüpfend,.'. bespricht Hüffer die Streitfrage eines Heine Denkmals und bemerkt hierbei zutreffend, daß die Errichtung eines Denkmals für den Namen des DichterS ganz gleichgiltig sei. Die immer neuen Auflagen seiner Werke, die Uebersetzungen in alle europäischen und noch einige Sprachen und die kaum übersehbare Zahl von Schriften über daS, was er selbst geschrieben, haben ihm eine lierarische Ruhmeöhalle er- ' risset mit so vielen mebr oder minder ahnlichen travestirien'oder idealisirten Standbildern, daß im Veraleiche damit die 200 Statuen deS DemetriuS von Phaleron noch weit in der Min-
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'"erzahl"blelben. Äon Bedeutung ist daS Denkmal nur zuv Charakteristik derjenigen, die eS setzen oder nicht setzen wollen- Hüffer wendet sich ge. ' ; c:n die gehässigen . oder engherzigen ullezungen, die den so empfänglichen und wechselnden Empfindungen unterorfenen Dichter auf jedeS rasch hinge norfene Wort festnageln und von Charakterlosigktit und Wankelmuth spre. chen. wo man ehev Freimuth und Unabhängiskeit rühmen sollte. Dann führt Hi.ffer auS.' daß die politischen Verhältnisse Deutschlands die Satire Feine'S wohl herausfordern konnten und daß diese Satire auch eine bessere Crnto vorbereitet hat. WaZ Heine :;7. jus; IzZ
beträchtliche Maß von Schmutz in seinen Werken, beschönigt Hüffer nicht.
doch macht er darauf aufmerksam, daß ' man schwerlich ein Beispiel finde, daß Heine sich zum schlimmsten von allem, zu lüsternen Schilderungen erniedrigt hätte. Diese feine Bemerkung trifft im Großen und Ganzen zu. nur wenige Stellen, z. B. der Besuch Heine's bei der Göttin Hammonia, sind eigentlich lüstern. Nebenbei wird erwähnt, i daß sich die mannigfaltigen Compositionen Seine'scker Gedickte allein auf mehr als 3000 belaufen, während selbst auf Goethe bisher nur 1700 Eomposttionen kommen. Zum Schluß weist Hüffer in warmen Worten den großen Einfluß nach, den Heine auf das deutsche Geistesleben ausgeübt hat und noch ausübt. Weiße Tklaven. Im März d. I. erschien in einem Wiener Blatte ein Inserat des Inhaltö: Junge hübsche Wienerinnen, stimmbegabt, werden für. eine Eoncerttournee durch Spanien. Portugal und Amerika gegen hohen Gchalt gesucht. Gefällige Offerten an Impresario A. Durand, hauptpostlagernd." Es melbeten sich darauf hin zahlreiche Mädchen, von denen der Impresario fünf auswählte und damit die Gruppe The five sisters IJarrison" bildete. Der Impresario machte mit denselben in Wien Contrakt, wobei natürlich alle Vortheile aus seiner Seite waren. Den unerfahrenen Mädchen wurde zwar ein Gehalt von hundert Mark per Monat 'zugesichert, aber die weiteren sieben Contraktpunkte sprachen bloß von den Rechten des Herrn Durand. ' So zum Beispiel hat jedes Mitglied der Truppe sechshundert Pesetas Pönale zu bezahl len, wenn es vor Ablauf des Contraktes (Juni 1898) die Truppe verläßt. Dagegen hat er das Recht der sofort!gen Entlassung. Außerdem erhalten die Mädchen keine Gage, wenn das Auftreten der Truppe durch politische Änruhen, unfahrbare Wege und Polizeiverbot verhindert wird. Kaum hatte Durand mit den five sisters Dar rison den österreichischen Böden derlassen, als er sein Benehmen änderte und durchschauen ließ, welche Zwecke er mit den Mädchen Verfolgte. Er hielt sich an sein Versprechen, die, Mädchen nur in anständigen Lokalen austreten zu lassen, nicht im Geringsten, sondern man sah die schönen Wienerinnen" zumeist in Chantants. die Matrosen und ähnliche Kunstfreunde zu Stammqästen zählten. Die Mädchen konnten sich der Intimitäten dieser Gesellschaft nicht erwehren, denn Herr Durand spielte sich auch in dieser Hinsicht auf den Impresario hinaus. Die Mädchen erhielten selbstverständlich kein Honorar und versuchten deshalb mehrmals zu entfliehen. Aber damit verschlechleiten sie nur ihr Loos. denn Herr Durand begann sie nun wie Gefangene zu bewachen. Nach den Produktionen wurden sie im Saale eingesperrt und ein Neger hatte die Aufgabe, sie streng zu überwachen. Briefe durften sie nicht schreiben und die in Wien lebenden Familien der Mädchen betrachteten ihre Kinder als verschollen. Aber einem Mitglied der Truppe, Fräulein Rosa Paschkes. gelang es. einen Brief durchzuschmuggeln und dieser, gelangte nach Wien. Der Brief mit seinen grauenhaften Details versetzte das Ehepaar Paschkes. arme Trödlersleute in der Brigittenau, in die höchste Bestürzung und Herr Paschkes wendete sich an den Rechtsanwalt Dr. Scharsmesser. damit dieser, sein Kind aus der Gefangenschaft befreie. Dr. Scharfmesser' hat es zunächst versucht, die Herausgabe des Mädchens durch Intervention der Wiener Polizeidirection zu erwirken. Nachdem man in Ersahrung gebracht hatte, daß sich dieTruppe m Oporto aufhalte, setzte sich die Polizei mit dem österreichisch - ungarischen Consul in Lissabon in's Einvernehmen. Unterdessen war Durand, der sich verfolgt wußte.mit der Truppe nach Corruna abgereist und dev Consul Zntervenirte nun bei der dortigen Behörde. Durand aber erklärte, er gäbe daS Mädchen nicht heraus, denn der Vertrag bestehe zu Recht und könne nur bei Bezahlung der Ponale gelost werden. Mit dieser Antwort gelangte auch die Nachricht an Dr. Scharfmesser, daß sich die Truppe jetzt in Barcelona befinde und demnächst nach Amerika einschiffen werde. Der Anwalt hat sich nun an das Justizdepartement des Ministeriums des Aeußeren gewendet und eö steht zu erwarten, daß die Mädchen dev Gewalt dieses JmpresarioS entrissen werden. OU Ottubhelt lur Pferde. Scbon manchem Landwirth wird ti aufgefallen sein, daß unter allen Haus' thieren daS Pferd am meisten an Auaenfehlern leidet und am käufigsten erblindet. Untersuchen wir die Sach ettoas eingehender, so werden wir namentlicü vierUrsachen finden, welche die verschiedenartigsten Augenkrankheiten, speciell die Erblindung der Pferde verbeizuführen vermögen und auch herbeiführen. Die erste dieser Ursachen sind die hohen Raufen, roelch das Rauhfutter aufnehmen.' In allen gewöhnlichen Pferdeställen sind dieselben oberhalb der Krippe so angebracht, daß dasThier mit emporgerichtetem Kopfe, und ausä C-fr V r$ 4 m G s T sä KaX TA L UH"tutUl Ui( VUJ9 TU 9VlUtU ITC 11 Sprossen hervorziehen muß. Hierbei kommt ti sehr oft vor, daß eine Gran ne, welche bekanntlich mit Widerhäkchen bewaffnet ist.. dem Pferde inö Auge fällt und sich da so festsetzt, daß sie alleZ natürlicbe Spülwasser der Thränendrusen nicht zu entfernen vermag. EZ muß also eine Entzündung eintretm, roelche nicht selten zur Folge hat, daß daS Auge verloren geht, zumal da das Thier dabei gewöhnlich entweder aar nicht geschont oder falsch, sogar barbarisch behandelt wird. Eine zweite Ursache der Erblindung von Pferden ts der scharfe, beißende Duntt in d:n Ställen, verbunden mit den letzteren zukommenden Licht. Die Cntofctoj t:J schzrfn UnrncnlirV 2fi triyxr:Jr-:vr. o
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grelst unv zu Äyranen retzi, tji aucy ' dem Pferdeauge schädlich. Ferner derlangt das Pferd eine zweckmäßigeLichtzutheilung in seiner Wohnung. Giebt man ihm das Licht von der Seite, so kehrt es demselben immer nur ein Auge zu, während das andere im Schatten ist; diese Ungleichheit schwächt beideAugen. Stellt man das Pferd dem Licbte abgekehrt, gegen die Wand, so blickt es immer in's Dunkel, was seiner Natur zuwider und ihm durch den grellen Wechsel nachtheilia ist, wenn eZ aus dem Stall an's Tageslicht gebracht wird. Gegen das 'Licht gestellt, wirkt dieses blendend, also ebenfalls schädlich auf sein Auge. Der Pferdestall erhält deshalb immer am besten sein Lickt von oben; wenn nicht mittelst Glasda ches, so doch durch die in der Höhe angebrachten Fenster, gegen welche die Thiere mit den Köpfen stehen. Immer aber soll es möglichst hell und zwar vollkommen taghell sein, denn dasPferd. ist kein Thier der Nacht und der Dämmerung, bedarf auch keineswegs deö künstlichen Dunkels, wie etwa- Mast thiere. Der beißende Dunst der Ställe, den Mancher für eine nicht wegzubringende Eigenthümlichkeit halt kann sehr gut . entfernt werden durch Reinlichkeit und sorgfältige Behandlung. Mm braucht nicht einmal DesinfectionSmit. tel, wie Gyps, Kainit, Torfmull u. s. w. anzuwenden, die Reinlichkeit thut es vollkommen allein, freilich darf dann auch der Fußboden nicht so angelegt sein, daß er die Abgangsflüssigkeiten einsaugt und so einen ewigen Herd von Gerüchen bildet. Die dritte und Hauptursache deS erwähnten Uebels aber sind die Scheuleder oderAugenklappen an denKopfge schirren der Pferde. Die Augen der Pferde liegen bekanntlich in einem spitzen Winkel gegen das Nasenbein; sie sehen also in gerader Stellung seitwärts und umfassen einen weit größe ren Gesichtskreis, als diejenigen des Menschen. Um nun den am Wagen angespannten Thi'n das Scheuen oder Erschrecken vor plötzlich auftauchenden Gegenständen zu benehmen oder vielmehr, um diese sofort ihren Blicken zu entziehen, hat man die' Scheuklappen erfunden, viereckigeSchirme, welche dem Auge denSeitwärtsblick wehren und es zwingen, bloß nach vorne zu schauen. Darauf ist aber daö Pferdeauge nicht eingerichtet, befindet sich also in einem steten Zwange. Der Erfinder derScheuklappen hat sicherlich das menschliche Auge im Sinne gehabt; für dieses würde ein seitlich abstehender Schirm unschädlich und wohl geeignet sein, Obzecte neben dem Wege rasch'aus dem dem Gesichtsfelde zu rücken. Anders verhält es sich aber bei dem Auge des Pferdes. Dieses wird durch die Scheuklappen gezwungen, seinen Augapfel gewaltsam mich vorne zu richten, den Hinteren Haftmuskel zu spannen, den vorderen zu lockern; Außerdem denke der Mensch sich die Qual und den Reiz, Tage lang ein Brett dicht vor demAuge zuhaben! Ist es da zu. verwundern, wenn das letztere sich trübt, krank wird oder abstirbt? Und das ganz ohne Zweck, denn einen solchen haben die Scheuklappen erfahrungsgemäß nicht. Im Gegentheil sie machen die Thie.t ängstlich und vermehren das Uebel, das sie verhüten sollen. Das ist ganz natürlich und kann gar nicht anders sein. Man probire doch, sie am Geschirre wegzulassen und' dann wieder anzubringen, und man wird sich dabei über zeugen, daß sie nicht den geringsten Nutzen haben. Viele einsichtsvolle Fuhr Werksbesitzer haben daher auch diese entstellenden, unnützen und quälerischen Vermummungen verbannt und befinden sich ganz wohl dabei, noch wohler aber ihre Pferde. Jedenfalls darf mit voller Berechtigung ausgesprochen wer den, daß die Scheuklappen eine Thierquälerei sind. Der vierte und letzte Grund der Blindheit der Pferde ist die Peitscht. Wie häufig trifft nicht der spielende Hieb des feinen Endes der Schnur unVersehens das Auge und bringt in dem selben das Bersten eines Blutgefäßes oder eine Entzündung hervor, derei. Folge der Verlust der Sehkraft ist. DieS geschieht ganz wider Willen, uno zwar auch von solchen Kutschern, welche ihre Pferde gut halten, nicht eigentlich schlagen, sondern sie nur von Zeit zu Zeit durch einen kleinen Schlag aufmuntern und lebendig erhalten wollen; um wie viel mehr aber von jenen, rohen Burschen, welche den Hafer durch. Peitschenhiebe ersetzen zu müssen glauben, unbarmherzig nicht bloß die Kreuze, sondern wohl mit Vorsatz auf5als und Kopf schlagen, um ja dem armenThiere recht wehe zu thun . Daß dabei sehr häufig dem armen gefesselten, wehrte sm Geschöpfe im vollen Sinn deöWortes ein Auge aus dem Kopfe geschlagen wird, weiß Jedermann. Darum fort mit den hohen Raufen und den Scheuklappen, fort mit dem Dunst und üblen Geruch auS dem Stalle, sorgt für Reinlichkeit und vieles .Licht, gebraucht vorsichtig die Peitsche und die Blindheit der Pferde vermindert, sich. Schutzimpfung gegen Rinderpest. Der berühmte deutsche Bakteriologe Koch hat einen Bericht der RinderpestVersuchsanstalt Victoria an den LandWirthschafts - Ministcr de? Capeolonie aelanaen lassen, in welchem er ' seine , , . . Glück Im Hause. Häuslicher Friede und Glück werden immer bewahrt werden wenn die Eltern die nöthige Vorsicht bei Erkältung, oder Hals und Lungen "Leiden der Kleinen anwenden. Kmdcr sind immer geneigt emeErkaltuna leicht lu nehmen. Dr. Bull's Husten Sprup iedoch kun'rt sie rasch und sicher, ci acbrauchtk ! Dr. Bull's 5ustcn Sprup für meinen j acht Jahre alten Sohn. Er hatte die Bräune und ich versuchte viele Mittel . fand jedoch daß Dr. Bull'S Husten Syrup das beste von allen war." Fran tt t Tt . 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kochinteressanten Erfahrungen unv Versuche auf dem Gebiete der RinderPest Schutzimpfung mittheilt. Es ist ihm gelungen, ein wirksamesSchutzMittel gegen die Rinderpest zu finden. Koch verwendet zu seinen Schutzimpfungcn den Inhalt der Galle von Rindern, die mit einem Kubikcentimcter Blut eines hochgradig an der Pest erkankten Thieres geimpft wurden. Das geimpfte Thier wird alsdann am sechsten Tage, von dem Tage der ersten Krankheitserscheinung an gerech net, getödtet, und die Galle zu Impfzwecken entnommen. Es ist jedoch nicht jede Galle, die den künstlich inficirten Thieren am sechsten Tage entnommen wird, zur Impfung zu verwenden, weil es vorkommt, daß sie schon übelriechend oder mit Blut erfüllt ist. Im Durchschnitt sollen jedoch von fünf Thieren vier eine brauchbare Galle liefern. .Koch hat durch zahlreiche Versuche nachgewiesen, daß den Rindern durch eine Einspritzung von Jmpfgalle, die mit virulentem Blut, also solchem von thatsächlich pestkranken Rindern, vermischt wurde, eine Immunität gegen die Seuche verliehen wird. Von den Gegnern der Koch'sHen Gallenimpfung wurde fehr bald die Behauptung aufgestellt, daß diese Impfungen nicht nur keinen Schutz gewähren, sondern auch im Stande seien, die Pest bei den geimpften gesunden Rindern hervorzurufen und deren Tod herbeizusühren. Zur Widerlegung dieser Behauptungen gibt Koch einige Zahlen an. d?e wir nachstehend mittheilen. Bei einem Versuche sind insgesammt 2056 Rinder auf 21 verschiedenen Farmen in der Umgegend von Kimberley mit dem Mittel geimpft worden. Von diesen Rindern erkrankten 153 an der Pest, und es starben davon 110 Stück. Danach sind also 87 Procent der Ge'Zmmtzahl durch die Impfung geret,t worden. Die Ergebnisse smd aber latsächlich noch viel besser gewesen, oenn es wurde amtlich festgestellt, daß die Rinder auf 2 Farmen mit einem Bestand von zusammen 133 Stück schon vor der Impfung Znficirt warm, und daß daher allein von diesen' 138 Rindern 101 Thiere an der Pest zu Grunde gwgen. Läßt man diese zwei Farmen außer Ansatz, so zeigt sich, daß auf dn noch bleibenden 19 Farmen, auf 16 überhaupt kein Todessall nach der Impfung auftrat, und auf drei Farmen insgesammt nur neun Rinder starben, so daß also von dem Bestand insgesammt 93 Procent gerettet wurden. Dadurch ist wohl nnt Sicherheit nachgewiesen, daß durch die Galle-Jmpfungen eine Uebertragung der Pest nicht stattfindet, sondern daß ihr eine großeSchutzwirkung zugesprochen werden muß. Aehnliche Ergebnisse hatten auch die weiteren Versuche. Die Thatsache, daß trotz der Impfung auf den beiden Farmen von 133 Thieren 101 Thiere starben, ist dem Umstände zuzuschreiben, dah die Galle Impfung erst nach etwa fünf bis 'sechs Tagen ihre Schutzwirkung äußert, und die Thiere daher während dieser Zeit noch leicht inficirt werden können. Schließlich weist Koch noch nach, daß die von Dr. Edington angewendete Schutzimpfung, die aus zwei Theilen Galle und einem Theil Glyzerin besteht, fast werthloS ist, da sie nur eine sehr geringe immunisirende Krast besitzt. . - " " Kork um de ßctt. Von Hermann Heilderg. Alle in der Straße kannten Jette Bolz. Das mittelalterliche Haus, in dem sie und ihre Eltern wohnten, lag nach dem Hafen, und bei gutem Wetter stand allezeit die Hausthür zwischen den mit Blumen besetzten zwei Parterrefenstern offen, und man sah Jette, die die 'höhere Töchterschule besucht hatte, aber vor keiner Arbeit sich scheute. auf. dem großen, altmodischen, mit Schränken versehenen Flur ' Hantiren, Wäsche steifen, plätten, glätten und zu Haufen legen. - . ' Hinter dem Hause lag ein weitläufig sich ausdehnender Garten; ihn hatte ihr Vater, der 'Kunstgärtner B,lz, gepachtet, und war- dort umö tägliche Brod'beschäftigt.v Jette und ihre Mutter. insbesondere aber Jette,- betrieben eine Feinwäscherei und halfen auk diese Weise miterwerben, was '.fürs Leben. Jeöen , Morgen, Mittag und Abend schritt Karl Schramm'. 'vorüber, und jedesmal rief, er Äette.ein Scherzwork herüber, machte emen Witz oder og eine lachenerweckende Grimasse.- Immer mußte er. spotten unr. selbst tie ernsthaftesten Dinge ' . rns-; Lacherliche oder Komische -ziehen. . Auö . dieser Ursache sahen ihn auch Viele als einen in-' nerlich nicht wirklich gesetzten Manu an, vielmehr nur als einen begabten, das Leben aber flüchtig - nehmenden Menschen. Doch versah er Lootsendienste beim Konsul und RhederHarmZl am Hafen und wurde von : diesem 'alS eine äußerst uverlässige.und wie kein Zweiter, mit dem! Fahrwasser' -ver traute Persönlichkeit- geschätzt.- v:: -
Alle nannten ihn Korl Lm de Eck?. So hätte man ihn schon' als Knabe ge-' tauft, - und Korl üm:de Eck hieß er noch heute, währender inzwischen doch m ha Marine . gedient . große Neisen gemacht fremde Länder gesehen ' und' das hnrathsfähige Alter längst erreicht hatte. ;-. : i Lop nah Korl Um de Eck! sagten die Nachbarn' falls eS sich -um schwierige Dinge Handelke,' Rathschläge' in See- und Schiffzangelkgenheiten zu er. theilen wären, der Sturm .boshafte Launen gehabt.hatte ew'Dieb an dem Krc.en zu packen war, oder am Hafen Abends 7in ' den,' Wirthschaften Streit entstand. .Korl üm de 6ck hier und .Korl Lm.de Eckdort! Ohne ihn war die Hafengegend gar nicht denkbar, und wenn er, was neuerdings leider häufter einmal vorkam,' einen ' über : Un Durst trank, dann registrirten dieLeuke das bloß mit den Worten' H harr mal wedder sin Tour!" Sie nahmen ti ihm .bei seiner einmal vorhandenen Doppelnatu'r nicht übel, und. wollte wirklich ' ztlr:?Mit) Zrzcz tU lzzt:
10 wuroe er oaiD ourcy jiaris lustige Satire entwaffnet. Gleich um die Ecke, wenn man in die Pastorenstraße einbog, wobnte er mit seiner Mutter, einer Wittwe. Dort hatte die Familie Schranim, die jetzige und die Vorfahren dieser,' in ihrem eigenen kleinen Dreieckgebäude seit Menschengedenken gesessen und sich schwierig, aber allezeit ehrlich durchgeschlagen. Heute haben Sie Ihre Augen aber wieder mal blitzblank geputzt.Fräulein .Jette!" sagte Karl an diesem Morgen, 'als er vorüber und zum KonsulHarms auf Arbeit ging. Jette, ein schlankes, feines Mädchen in einem ungemein sauberen, hellpunktirten Waschkleide mit engen Aermeln nickte, hob das Plätteisen vom eisernen Untersatz ab, benetzte es erst prüfend mit dem naßgemachten Finger, begann dann zu bügeln und sagte, ohne emporZusehen: Kann sein, Herr Schramm. Jedenfalls sehen Ihre Augen mal wieder
nach sehr viel heißem Abendgrog auS. Irren ist menschlich, Fräulein Jette. So verüble ich Ihnen auch Jh ren Irrthum nicht. Gestern hab ich nicht mal ein Glas Wasser getrunken. Den ganzen Abend hab ich meiner Mutter aus der Bibel vorgelesen Na, noth thut es auch, daß Sie sich mal mit so was beschäftigen " betonte Jette stark überlegen. Sie meinen, ich käme sonst nie an Gotteö Thron zu sitzen, Fräulein Jklle Auch noch sitzen! Nein, gewiß nicht, Herr Schramm. Da ist wenig oder gar keine Aussicht - 'Aber die Gerechten hat Gott doch lange nicht so lieb, wie die Sünder. Fräulein Jette. Da ist es ja eigentlich viel vortheilhafter, ein büsch?n über die Stränge zu schlagen " Wenn Sie so . sprechen. Herr Schramm! Sie müssen selbst über das Heiliaste spotten - Ich stell mich bloS so. Fräulel? Jette - Jette bewegte den Kopf, als ob si sagen wollte: Ja, fc, viele Reden has Du immer! Aber meine Meinung änderst Du doch nicht." Gleichzeitig griff sie in den großen Wäschekorb, nahm einen DamenSpitzenrock heraus, bespritzte ihn mit Wasser und setzt; dann ihre Arbeit fort. Fräulein Jette!- betonte nun Karl. Herr Schramm !?" warf Jette uninteressnt hm. . Wissen Sie, weshalb ich eigentlich heute mein Beinwerk so lange bei Jh' nen gestoppt habe?- . Im Räthselrathen war ich immer schwach, Herr Schramm Soll ich es Ihnen denn sagen?" Ja. wenn es Ihnen Spaß macht Ich wollte Sie fragen, ob Sie nich meine Frau werden wollten. Karl Schramm sprach diesmal ir einem, ernsten, weichen Tone. Jeite fuhr zusammen, wurde dunkelroth und reckte den gesteiften Unter rock, daß er schier zu reißen Gefahr li:f Ne!" stieß sie dann heraus. Allec w der Welt, bloß das nicht" . Zuerst trat ein finsterer Ausdruc' von wildzorniger Entrüstung in Karl Züge. Dann aber überflog sein Blick ihn schlanke Gestalt, das zartblasse, feinc Angesicht, das braune Haar, das glataekämmt an den blaugeaderten Schläfen lag, und die gewohnte übermüthig' Miene erschien wieder in seinem Ant litz. Wissen Sie, daß ich eb:n fünfzis Mark gewonnen habe, Fräulein Jettes warf er spöttisch hin. , . Was heißt das nun wieder? J6, verstehe nicht . Dann hören Sie, Fräulein Jette Vorgestern Abend wettete ich im An mit Kapitän Olbcrg von bei Marie-. Ich behauptete, daß Sie gerade so antworten würden, wie Sie tk thaten. Er wettete, daß, Sie bei einem Antrag ja" sagen würden. Also, bitte, so war eö blos zu nehmen und gemeint!" Schon wahrend Schramm gesprochen, hatte sich Jettes Angesicht verandert. Als er aber geendigt hatte, sagte sie.'ihn verächtlich von oben bis unten musternd: ' '.Wahrhastia unerhört ist es. Herr .Schramm, daß Sie Ihren Wirthsyausycndel noch sogar erzählen, sogar Der erzählen, die sie zum Gegenstand Ihrer frivolen Scherze machen. Wieder.ist's ein Beweis, daß Sie ein Korl üm de Eck" bleiben, und wenn Sie noch 'so alt werden. Wieder ist's ein Be weis,, daß eigentlich ein ehrbares Mädchen schon Schaden nimmt, wenn sie sich auch nur mit Ihnen in ein Gespräch einläßt. Immer nur Ihre dummen Witze beschäftigen Sie. Würde Ihre" Mutter nicht sonst hungern, würdenie sicher niemals arbeiten. Frü-. yer waren .S:e wenigstens -stets michtern. Neuerdings sprechen Sie auch noch der Flasche zu. Wenn Ihr Anirag vorher ernst gewesen väre und Sie hätten mich wegen meines Nein gefragt, so hätte ich Ihnen gesagt: Werden, Sie erst' ein Mann, der zeigt, daß ihm das Leben keine bloße Spielere ist, sondern der eS wirklich ' ernstbafj nimmt. Erwerben Sie steh erst die .Achtuch, die Ihnen, wo Ihr Name genannt wird, wegen Ihrer ! Noch een Würd un ick griep an dt Mur und schütte! dat Steenwerk öwer Mren Kopp hendal " preßte der eriegkeMann heraus, und faßte sich, um die ungeheure Leidenschaft zu dämpfen. an daS gestreifte Wollenhemd unter der offenen Seemanns - oppe. Und dann bohrte er gleichsam seme Blicke in ihr Angesicht, trat auf. den Flur in ihre Nähe und fügte, H:i ser mit bebenden Lippen und nun wieder hochdeutsch redend.' hin)u: ' ' Wenn . ich mich gab, wie ich mich gab. so war'S, weil ich meine Gefühle gegen Sie verstecken wollte, weil ich eö so nur aushälten konnte, es Ihnen nicht schon lanäe au sacen. wie lieb ick Sie batte. Wenn ich dasTrinken anfing, so war's. weil ?eil ich nur so vergessen konnte. 'Ich '$i'z') tivx so ernsthaft wie nur ein 1?r-') c wt.'i.i.u, r- r. r-
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mich aber durch Ihre Änlwort debandelten. als ob ich ein verächtlicher Tau aenichts wäre, erfand ich die Geschichte von den 60 Mark, ich erfand sie. weil ich es nicht wahr haben wollte, daß ich im Ernst gesprochen hatte. Mein Stolz kletterte in die Höhe wie eine Eichkatze. Ich hätte meimn Mund Versluchen mögen, dah ich so gesprochen, naazoem icy eine solche Antwort erhalten hatte. So, ' nun wissen Sie Alles, und nun denken Sie darüber nach, ob man immer nach dem Schein urtheilen, sich selbst als einen Qeiliaen und Andere als Unsaubere hinstellen darf! Gott befohlen. Jungfer mit den französischen Vokabeln. dem Hochmuth und dem Vlätteiscn. Sicher sind Sie. daß Korl üm de Eck- bei Ihnen nicht wieder einguckt " j Spruchs und schritt mit seiner breiti brüstiaen Gestalt und dem wetterfesten. gebräunten Antlitz mt (stratze ymav. In der Folge sah man Schramm kaum Ze mehr'den Weg an dem Bolzschen Hause vorübernehmen. Er machte einen Umweg durch die Pastorenstraße und begab sich dort durch dieDomschul gasse an den Hafen. Der Konsul HarmS besaß noch ein großes Holz-. Kohlen- und Baumaterialiengeschäft. und hier war Korl üm de Eck", sofern er nicht Lotsendienste versah, als Lagerai'fsehe? thätig. Ader von diesem Tage an machte sich auch eine große Veränderung in seinem Wesen und Verhalten bemerkbar. In den Hafenwirthshäusern war er selten zu finden; das Spötteln und W'cheln hatte er verlernt, stets sah man ihn nüchtern, und eines Tages, es war fünf Monate später, hieß es in der Ha fenstraße, daß der Konsul Harms ihm nach Fortgang seines bisherigen ersten Beamten den Posten eines Lager-Jn spektors übertragen und Schramm Pe kuniär äußerst günstig gestellt habe. Er erhielt fortan setne Wohnung in dem Hause, wo sich das Lager-Comp toir befand. Dorthin folate ihm auch seine Mutter, und seltsamerweise nannte ihn in der Folge Niemand mehr Korl üm de Eck". Nun titulirte ihn alle Welt Herr Inspektor"! Als der Sommer sich seinem Ende zuneigte und sich derHerbst, wenn schon noch mit warmen Taaex, leise ins Land schlich, wurde in der Hafenstraße bei dem Kaufmann Konrad Kornehl sen eine. Hochzeit gefeiert. Die blonde Sophie, die älteste Tochter und beste Schulfreundin von Jette, verheirathete sich mlt dem Kapuan von dem Dampf schiff Augusta", das neben zahlreichen anderen Fahrzeugen dem Konsul HarmS gehörte. Und der Konsul und seine Frau und seine zwei Töchter und zwei Söhne erschienen ebenfalls, und außer den zahlreichenPersonen, die mit der Kornehlsen'schen und Harmsen schen Familie bekannt und befreundet waren, auch Jette Bolz und Karl Schramm. Einen rührenden Anblick gewährte eS. als Karl, seine alte, an der Gicht leidende Mutter m den Festraum fuhr te, so sorgsam und aufmerksam um sie war, und überhaupt an den Tag legte, wie sehr er sie ehrte. Brächt! sah er selbst auS. Der Bart, den er neuerdinaS trug, um rahmte in zarter, blonder Farbe sein Untergesicht, die etwas gekrümmteNase t. n r ef.. 3 V 1 ! qoo oen cyar2lleriii!icyen Ausoru n seinen Zügen und auS den Augen strahlte Kraft, Energie und Gesund Seit. AlS er Jette sah, machte er eine fin ster steife Verbeugung . und während des Essens und während deS TanzeS sah er wohl die anderen schmucken Mädchen an, würdigte aber Jctte keineS Blickes. Endlich, bei emer Fran Laife konnte er ihr aber doch nicht aus weichen. Sie kamen einander gegenüber zu stehen und als daS Commando die Paare in rasches Tempo brachte, ver lor Jette auf dem glatten Fußboden das Glelchaewicht und frei zu Boden. Und der sie aufhob mit hurtiger, ge schickte? Bewegung war doch nun der . V. 1. r ? rilierucye aau scyramm, uno jui Sekunden lag sie mit ihrem rasch klo pfenden Herzen ihm an der Brust. Und da flüsterte Jette, alles seit Monaten qualvoll Zurückgedrängte in diese Worte zusammenfassend Sind Sie noch immer böse, Herr Schramm? Bitte, seien Sie eS nicht. Ich Doch in diesem Augenblick wurden sie so rasch fortgezogen, daß Jette nicht 'aussprechen und Schramm nicht ant Worten konnte. Auch fand sich keine Gelegenheit zu emer abermaligen Annaberuna. da die alte Frau, von Mü digkeit und Abspannung belästigt, nach Hause verlangte, und der Sohn wenn auch wohl nicht leichten Sinnes auf ein ferneres Vergnügen verzichtend oe reitwillig mit ihr daS HauS verließ und nicht wiederkehrte. Und .abermals verflogen Wochen, und in der Hafenstraße und am Hafen ging die Sonne auf und unter mit rothglühenden Lichtern, und ein Tag wartete schon auf den anderen, um in dessen abgestreifte Schuhe zu schlüpfen. Und an einem dieser Tage geschah eS. als Jette von einem Gang auS der Stadt zurückkehrte, daß ein hcstigeö Gewitter auSbrach. und daß sie, von einem wahren Sturzregen überrascht. in jenes HauS flüchtete. daS Karl und seiner Mutter früher als Wohnung gedient hatte und das auch noch in ihrem Besitz sich befand. Die Hausthüre stand sperrweit of. fen, weil Handwerker zur Zeit darin beschäftigt waren. Eine Wittwe, die eS nach Schramm'S Fortzug gemiethet hatte, war eben gestorben. - - - Nun sollte daS HauS für neue Be wohner in Stand gesetzt werden. Während noch Jette wartete und von hier den mit schweren Tropfen auf die Straßensteine herabprasselnden Regen beobachtete, vernahm sie hinter sich ein Geräusch und einen Handwerker vermuthend, wandte sie sich araloS um. Aber nicht ein solcher wars, son dern Karl Schramm, und das junge Mädchen erschrack in solcher W:ise. daß ihr daS Herzblut stockte, und daß ihr d:: 5nie schwankten. ' r T-Tr
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aus tte zu und fragte, was t wünsche. Nichts nichts. Ich suchte hier blos Schutz " kam eS halb betroffen, halb in Auflehnung ob solcher Begegnung aus ihrem Munde. Sie wußten wohl nicht, daß Sie sich hier im Hause von Korl üm de Eck" befanden, ffräulein?" Nun sah sie ihn an. Nie erhob vielleicht ein Weib mit gleichem hingebenden Ausdruck das Auge zu einem Manne. Jette, meine einzige Jette!- jubelte er auf, als eben nach völliaer Vesänf tigung deS Wetters ein Regenbogen, das gottliche Bundeszeichen, in wunderbar herrlichen Farben am Himmel erschien, da schlössen auch sie einen Bund und küßten sich, und noch einmal und noch einmal in stürmischer Liebe. Lievesschmerz. Weh' mir! Was mußte mir gescheh'n, Nir Aermsten aller Armen! Zin Jeder wird mir'S zugesteh'n: Nein Loos ist zum Eroarmen! DaS Lustschloß, das ich kühn erbaut, Lersank mit Glanz und Schimmer; DaS Eden, das ich schon geschaut, Erreich' ich nun und nimmer! Mein Liebchen hat gar lang studirt Wii vielerlei Beschwerden, Um endlich einmal approbirt Als Doctor dann zu werden. ch hab' mir'S prächtig ausgemalt. Wie wir da glücklich wären: Denn leicht könnt' sie mit 'dem Gehalt ann die Familie nähren! Zch träumt' von Hei rath, eig'nem Nest ÄuS ist'S jetzt mit dem Allen! Nir wird kein Heim, mir lacht kein Fest: Heut' ist fit durckaefollen! ' 1 . m Sein Glück. Frau Goldstück: Haben Sie schon gehört, Herr Baron, mein zukünftiger Schwiegersohn. Gras Lorch, hat unerwarteter Weise ein großes Fideikommiß und zwei Millionen geerbt!" Ist ja pyramidales Glück, da braucht er ja gar nicht mehr zu heirathen." Beim Festmahl. Junger Arzt (Frauenarzt): Meine verehrten Festgenossen, ich beabsichtige jetzt, die Frauen leben zu lassen; erheben Sie mit mir die Gläser!" Aelterer Theil, nehmer: Herr Doktor, wollen Sie denn Ihre PnxrU aufgeben?" Verlockend. Baron (mit dem CommerzZenrath bei einem Fest auf dem Balkon, um frische Luft zu schöpfen): Wunderbarer Sternen. Himmel heute, Herr Commerzienrath, nicht?- Commerzienrath: Hm! Seh'n Se, so wird mal aussehen de Tischplatte, worauf ich auszahle meinem Schwiegersohne di Mitgift meiner Todter - in . neuen Zwanziamarkstücken!" O weh! Nichte: Ich werde Dir alle meine HochzeitZgeschenke zei gen, lieber Onkel,, damit Du mir kein Duplikat schickst. Solche, Duplikat. schenke sind ärgerlich, nicht . wahr?' Onkel: Ach ja. WaS ist denn das?Nichte: Das ist Papa'S Check auf 510.000; ist. das nicht ganz reizend?Onkel: Ach ja! Ich b:adsichtigte, Euch . dasselbe. $u schicken; um Dich aber nicht Mit Duprnatgeschenien zu ärgern, werde ich Dir nur eines auf C1CC0 crjZiZvxT
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?l. August Köu!g'5 gmburzkk Croxstu, ZU rcaIfrK ttu Mg und mach d &r . ftf gesund.
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