Indiana Tribüne, Volume 21, Number 89, Indianapolis, Marion County, 16 December 1897 — Page 1
o A A M r1 0 r1 H AO m o. K Ct r IV iiyo w o o W V v k O W V Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiano, Donnerstag, den 6. Dezember Jahrgang S1. Zla 80
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'gr3':'-. 3 - Lditorielles ES wäre doch sehr hübsch, wenn man. in Deutschland nicht gar so viel Aufhebens von der Ohrfeige machte, die man Hayti gegeben. Ein kleiner Zunge mag Prügel verdienen, wenn aber der starke Mann, der dem kleinen Jungen die Prügel verabreicht, sich dessen rühmt, so macht er sich doch lächerlich. Dem Eongresse soll eine Bill z rr Errichtung einer LandeSuniversität vorgelegt werden, welche besonders der freien Forschung auf allen Gebieten der Wissenschaft gewidmet sein soll. Wir wollen wünschen, daß der Plan ausgeführt wird und daß er so auSgeführt wird, wie er ausgeführt werden muß, wenn der beabsichtigte Zweck er reicht werden soll. Ob ein Prizefight brutaler ist als ein sechStSgigeS Bieycle - Wettrennen, wie es eben in New uork stattgefunden, mag eine offene Frage fein, jedenfalls aber müssen in Zukunft amerikanische Zeitungen eS un terlassen über die Brutalität spanischer Stiergefechte zu schreiben, wenn sie nicht daran erinnert sein wollen, daß sie Ursache haben sich an der eigenen Nase zu zupfen. Soweit die Schilderungen jene? NennenS erkennen lassen, war dasselbe brutal ohne Gleichen. Sechs Tage und sechs Nächte, also 144 Stunden lang, ohne Ruhe, ohne Schlaf, ohne "-"-i.,,,f?,!L"i '"".". iuiuih uiii yiupci "cajncuigini im Kreise herumzufahren, dabei von den UwinnS im Falle der Erschöpfung ourq aziage uno iope aus s eue angetrieben zu werden, biß Einzelne vom Rade fallen und wie Todte vom Plahe geschleppt werden und biS Andere Hallucinationen bekommen, glauden, daß ihnen der Kopf auseinanderfalle, oder daß sie ihre Augen verloren haben und nun verlangen, daß man die Höhlen mit Papier ausstopfe, dazu sin bmltnb inhrnhp baA 7iiifnhtn " ' ' " zählende Menge, welche Freude und Lust an den Qualen der Wahrer emrsiadet, welche schon nach dreißig biS sechsunddreißig Stunden jeden Willen 'und jede Selbständigkeit, man möchte sagen jedes Bewußtsein ihrer selbst verloren haben, daS AlleS wäre brutal genug, selbst wenn nicht die meisten der Fahrer monate- oder jahrelang, ja vielleicht zeitlebens an den Folgen der kö'perlichen und geistigen Zerrüttung zu leiden hätten. Wenn Thiere in solch brutaler Weise behanbelt würden wie diese Menschen, so würde ein Schrei der Entrüstung durch? ganze Land gehen, weil eS aber Menschen find und weil man sich sagt, daß sich dieselben freiwillig in diese Lage begeben und weil sie eventuell dafür bezahlt werden, dar um glaubt man ein Recht zu haben, diese Scheußlichkeit zu dulden und sich i mm nm t daran zu amunren. vivcr nur eine brutale Natur kann sich bei solche? Brutalität erfreuen und mit der Frei Willigkeit ist da so eine Sache. Eine Handlung ist deshalb noch lange keine freiwillige, weil man nicht durch rohe Gewalt dazu gezwungen wird. Aber wenn man den Grund gelten lassen könnte, dann dürste man keinen Selbst mördtr an der AuSführuuz seist)
Vorhaben hindern oder vom Tode
retten, dann müßte man den Fanatiker, der sich selbst zu verstümmeln sucht, ruhig gewähren lassen u s. v. Vorkommnisse, wie daS besprochene, find eine Schande und sollten gesetzlich' unterdrückt werden. ArahlUchlchleli. Inland. Wetterbericht. Siel kälter heute Nacht; kalteS chöneS Wetter morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 37 Grad, niedrigste 35 Grad. Zum vierten M a l verurtheilt. SanFraneiSco, 16. Dezbr. Theodor Durrant wurde heute Morgen wieder vor Gericht geführt und verurheilt, wegen Ermordung der Blanche Lamont am 7. Januar gehängt zu werden. DurrantS Anwalt machte verzweifelte Anstrengungen noch eine Appellation an die Supreme Court durchzubringen; Nichter BahrS war aber unerschütterlich. Der jugendliche Mörder bewahrte auch heute im Gerichte seine gewohnte Kaltblütigkeit und Frechheit. Eine große Menschenmenge füllte während der UrtheilSverkundigung den Gerichtösaal und die Korridore deS Sädtischen GebäudeS. Dieses war daS vierte Mal, daß Durrant verurtheilt wurde. Aus Flügeln der Liebe. Cumberland, Md , IS. De; Gestern Abend wurde die 15jährige Rose TomS von ihr.m Bater in.eiu Zimmer deS zweiten Stockwerkes eingesperrt, da man ihm hinterbracht hatte, daß sie mit dem 17jährigen Vicor Alexander durchbrennen wollte und weil er auS Erfahrung wußte, daß man von der Liebe nicht leben kann. Aber waS find verschlossene Thüren und Fenster für ein glücklich liebend Herz ! Sie zerbrach, sobald ihre Eltern zu Bett gegangen waren, eineS der Fenster und sprang dann beherzt auö dem zweiten Stockwerk zur Erde. Odschon sie sich einige Verletzungen dabei zugeogen hatte, rannte sie doch so schnell wie möglich etwa drei Meilen weit nach einer Kreuzung an der Landstraße, wo der junge Ehekandidat bereits mit einem Wagen auf sie wartete. Aber auch der Vater hatte Lunte gemerkt und spannte einen Wagen ein, um daS Liebespaar zu verfolgen. Der junge Mann hatte aber seine Vorbereitungen o gut getroffen, daß der Vater nur noch Amen" zu dem dem Pärchen erheilten Segen bei Pastoren sagen konnte. Eisenbahnunglück. Terre Haute, 16. Dez. Auf der Chicago & Tastern Illinois Bahn pafftrte heute Morgen einige Meilen nördlich von hier ein Unglück, bei dem vier Personen umkamen. Einzelnheiten fehlen noch. f ' AuS dem (7ongreg Senat. Washington, 15. Dez. Die Verhandlungen deS Senats wurden heule durch eine interessante Debatte über die Bill, welche die Robbenjagd für Amerikaner verbietet, belebt. Senator DaviS erklärte, daß d'e Bill zur Unterstützung der zwischen den Ver tretern der Ver. Staaten, GroßbritannienS, Rußlands und Japanß schwebenden Unterhandlungen einge reicht sei. Senator Pettigrew, von Süd-Da-kota, opponirte der Bill sehr heftig; er sagte, dieses Land hätte schon mehr alS genug Erniedrigungen in der Sache erlitten. Er fct zu Gunsten der Schlichtung de Frage dadurch, daß alle Seehunde auf den Felsen der Vriby loff Inseln getödtet werden sollten, wenn Großbritannien bis zum nächsten 1. Juni dem Verbote der Seehundejagd nicht zugestimmt habe. Senator Pettigrev sagte : Ich bin eS müde, in dieser und in anderen Fragen auf England zu war ten. ES ist erniedrigend, daß wir ge zwungen sein sollten, nicht nur in der Robbenfangfrage, sondern auch in der kubanischen und in Zinanzfragen zu zögern, unsere Unabhängigkeit zu erklären, weil England opponirt. DaS einzige Interesse, wai England be niH tt ttt sp2Lisge Interessen
auf Cuba hat, ist einfach der Umstand,
daß die Lombard Straße in London die spanischen BondS im Besitze hat. Weil dieses der Fall ist, sollten wir nicht im Stande sein, etwa für daS leidende Nachbarland Cuba zu thun, bis Großbritannien eS erlaubt ? ' So ist eS auch in den Finanzangelegenheiten u. s. w. , ! Die Bill wurde mit 27 gegen 14 Stimmen angenommen. DoS HauS beschäftigte sich heute mit dem Budget. ' Hl American Föderation lf Labor. Nashville, Tenn., 15. Dez. In der heutigen Nachmittagkfitzung wurde aus Antrag deS Herrn Ti 3. Slderlin eine Resolution angenommen, welche sich energisch gegen die Annexion HawaiS erklärt, und daS Exekutiveomite beauftragt, den Congreß und nö higenfallS den Präsidenten von der Anficht der gederation in Kenntniß zu setzen. Die Resolutionen bezüglich deS achtstündigen Arbeitstages wurden an ein Spezialcomite verwiesen, und ebenso die Frage der ZuchthauSarbeit. Eine angenommene Resolution ordnet die Organisation eineS Streiks aller Maschinisten bei Lokomobilen im Interesse dtS Zstündigen Arbeitstages ür den 1. Mai 1893 an. Eine Resolution, gegen die Ervennung C. M. PoLlonS als Mitglied der zwischenstaatlichen VerkehrkeomMission zu Protestiren, wurde eingereicht und an ein Comite verwiesen S 5 statt v Stunden N e w S o r k, 15. Dez. Der Streik der Schriftsetzer in New Sark ist dadurch vermieden worden, daß man sich aus 9s Stunden, statt der verlangten neunstündigen Arbeitszeit einigte.',, , Eine Höllenmaschine. H a v an a, 15. Dez. Heute Morgen and man bei der Casa Ruova, wo sich das V. St. Consulat blsindet, eine kleine Kche und eö stellte sich bei der Untersuchung heraus, daß dieselbe eine mit Eplofivstcffen ge'üllte Röhre ent hielt. Zum Glück murde die Kiste nicht in gebräuchlicher Weise geöffnet; unter orrn Deckel befand fich nämlich ein Stück Sandpapier zu dem Zwecke, beim Aufschieben desselben eine Schachel Zündhölzer in Brand zu stecken und die Explosion zu verursachen Ausland. EinParlament ohne Rückgrat. Berlin, 15 Dez. Auch die freifinnige Vereinigung ist jetzt eingechwenkt und ist in die Reihe der Flottenfreunde eingetreten. Nachdem der Abg. Dr. Theodor Barlh in seiner Zeltschrift Nation" aufgefordert hatte. sür die Borlage zu stimmen, hat heute der Führer der Fraction, der Landesdirekter a. D. Abgeordneter Rickert, der langjährige Vertreter deS dritten Danziger Wahlkreises, die FlottenVorlage im Reichstage gutgeheißen. Der Theil deS Centrums, welcher die Gefolgschaft deS Prinzen v. Arenberg, deS Vorsitzenden der Berliner Colonial-Gesellschaft, bildet, ist sür die Vergrößerung der Flotte ebenfalls sicher und von dem Rest wird schließlich sür die Opposition wenig übrig bleiben, wenn die Kölnische Volkszeitung'' auch erklärt, die Regierung solle fich über die Folgen der Rede deS CentrumSführerS Dr. Lieber keine Illusionen machen. Die Fortsetzung der Generaldebatte über den Etat füllte die heutige Sitzung deS Reichstages aus. Unter steigender Unruhe und trotz aller Zurufe verthei digte der Abgeordnete Rickert den früheren Kanzler, Grafen Caprivi, ge gen die Rechte, um dann sür die Flot-ten-Vorlage eine Lanze einzulegen. Der Rede- und kreiseKaiser. Hamburg, 15. Dezbr. Kaisex Wilhelm traf heute in Begleitung deß Prinzen Aldalbert, seine dritten Soh. neS, auf dem Wege nach Kiel hier ein Seine Majestät nahm im Rathskeller an einem ihm zu Ehren gegebenem Frühstuck Theil. ES wurden kein Toaste ausgebracht. Se. Majestät besuchte spater die Börse, die mit Oe suchern überfüllt war. Der Kaiser wurde enthusiastisch begrüßt.
Oei der Nückfahrt zum yahshof
hielt der Kaiser eine Ovation von den
Lolkömassen. Kiel, 15. Dez. Kaiser Wilhelm, Prinz Adalbert, Baron von Bülow, der Minister deS AuSwäreigen, die Admirale von Knorr und von Tirpitz und Graf Eulenberg trafen heute Nachmittag um 2 Uhr hier ein.' Se. Mastät wurde vom Prinzen Heinrich von Preußen empfangen. Die Gesellschaft bestieg daS deutsche Kriegsschiff Geon, welches die kaiserliche Standarte aufzog. Der Kaiser inspizirte den Gefion" und daS Schlachtschiff Deutschland." In einer Ansprache an die Mannschaft deS Gefion" ermahnte er die Leute, ihres FahneneideS zu gedenken und fich tapfer zu zeigen. Die beiden ältesten Söhne deS KaiserS, Kronprinz Friedrich Wilhelm und Prinz Wilhelm Eitel Friedrich, weren hier morgen eintreffen und ihn bis Rendsburg begleiten. Heute Abend um 6 Uhr fand im königlichen Schlosse ein Diner statt, an welchem 60 Personen theilnahmen. Kaiser Wilhelm hielt eine Rede. Den Schluß bildete ein Conzert. Unverantwortlich und u nannehmbar. Constantinopel, lö. Dez. Die griechische Regierung hat um einen Monat Verlängerung deS festgesetzten Termins der Ratifizirung deS FriedenSvertrageS milder Türkei ersucht. Die Mitglieder deS diplomatischen CorpS find überrascht durch dieftS Geuch und die türkischen Beamten erklSren, daß dasselbe unverantwortlich und unannehmbar sei. Weyler bei der Königin. Madrid, 15. Dez. Die Königinregentin empfing heute den General Weyler. den früheren Generalcapitain von Cuba. Die Audienz dauerte 14 Stunde. Der Streik der Maschinenb a u e r. Lo n d o n, 15. Dez. Die Aussichten im Streik der Maschinenbauer sind heute hoffnungsvoller ES verlautet, daß die Comiteen der Arbeitgeber und Arbeiter üver die drei Hauptpunkte dcö DikputS, Freiheit der Anstellung, Stückarbeit und Ueberzeit zu einer Uebereinkunft gekommen find. Wenn die übrigen Punkte geschlichtet find. werden die Comiteen an die Conferenz berichten. . . , . Ka binetSkrisiS in Chili. Lima, Peru, 15. Dez. DaS ganze chilenische KoalitionS - Ministerium, welches dem liberalen Kabinet Antunez am 9. August noch etwa achtmonatigem Bestände mit Zustimmung der Conservativen folgte, hat resignirt. Eine Niederlage. Haag, ZK. Dez. Die Regierung erlitt heute in der Dtputirtenkammer ine leberlaae. Die ammer verweigerte mit 46 gegen 41 Stimmen die Bevollmächtigung zum Bau eine neuen Kriegsschiffes. Die Kämpfe in Indien. S im l a, 15. Dez. Nach den amtlichen Depeschen von der NordweftGrenze wird der Vormarsch der Brigade deß General? Westmaeott vom Lager zu Sher Khel nach dem Sturi Khel.Jande unablässig fortgesetzt. Ver Feind setzte aber der Nachhut stark zu, und die Engländer hatten schwere Verlüfte. Während deS ganzen Marsches durch tV.S Bara-Tbal seit dem S. d. M. fanden unablässig Kämpfe statt, aber die Truppen hielten fich wacker. Der Marsch war schwer, und Regen, Koth und Schnee machten ihn noch schwie riger. Am Fluß wurde der Marsch durch Ochluchten und FelSblöcke gehindert, und oft mußte durch eiskaltes Wasser knietief gewatet werden. Zwölftausend TranSportthiere mit vielen Kranken und Verwundeten verzögerten den Vor marsch.' Gestern fielen 5O Mann, heut 10. Auch der Feind erleidet schwere Verluste. Die Abschneidung der Nach Hut del Generals Kempster entstand dadurch, daß die Tbiere fich im Dunkeln in ein NeiSfeld verirrten. Um die Sache noch schlimmer zu machen, sielen die Treiber und Träger über die Rumsässer, her und betranken siü
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Oesterreich-Ungarn. Budapest, 15. Dezember. Die liberale Partei nahm Heu e in einer Cinferen, nach einer lanaen Rede d6
Premiers von Banssy dessen Vorlage! für die provisorische Verlängerung deö j Ausgleiches zwischen O.sterreich und Ungarn einstimmig an. Baron Banffy unterbreitete am 6. Dezember dem Hause deS ungarischen LandtaxeS eine Vorlage für Verlängerung deS Ausgleichs auf ein Jahr, ohne Rücksicht auf irgend welche Handlung Oesterreichs in derselben Angelegenheit. SchissS'Nachrichten. Angekommen in : N e w I o r k : Celtic" von LiverPool; FrieSland" von Antwerpen. Soutbampton:' St. Paul" von New Lork. QueenStown: Wäkland" von Philadelphia.' Rotterdam: Veendam" von New Jork. Glasgow: Furnefia" von New Lork. allerlei. U o r e n z N o t y t n N e w A o r ! wird Zeitlebens an seinen Hochzeitstw, v:nken. lSr hatte in 562 Metropolitan Avenue eine Wohnung gemiethet und eingerichtet. Am Morgen seines Hoch zeitstages trug er noch verschiedeneSachen dorthin und er wollte gerade wie der fort gehen, als zwei Kerle hereinkamen, Geld von ihm verlangten und, als er sich weigette, solches herauszugeben, ihn niederschlugen, knebelten und an Händen und Füßen banden. Da sie nichts Tragbares in der Wohnung vorfanden, plünderten sie Roth's Taschen und nahmen ihm $47 ab. Inzwischen hatte die Braut, Frl. Josephine Demling, ängstlich auf 'die Rückkehr des Bräutigams gewartet. Als Stunde auf Stunde verrann, ohne ihn zu bringen, sandte ste ihre Schwester nach der Wohnung. Das Mädchen fand den geknebelten Bräutigam am Boden und befreite ihn. Er trug ihr auf, nichts über das Geschehene zu sagen, um die Braut nicht zu erschrecken, und erst als am Abend die Hochzeit vorüber war. machte er der Gattin und dr Polizei Mittheilung von dem Borfall. Neun Deserteure bei Fremdenlegion, von Algier kommenv. wurden als solche in der Gegend d:r NedrohmaS erkannt und von den Eingeborenen deö ausgesetzten Preises ou gen wie wilde Thiere verfolgt. Zwei von ihnen wurden auch gefangen, dsm einen war ein Bein von einer Kugel durchbohrt, dem andern war ein Arm von Schrotkörnern zerschossen. Sie wurden in das Militärhospital ?e bracht; die Araber erhielten ihre Präm Was Aerwaiiern des Schnapses ist in Preußen nicht strafbar! Zu diesem Urtheil kam kürzlich die Bonner Straskammev. Ein Wirth aus Morsbach war vom Schöffengericht in Waldbroel zu 50 Mark Geldstrafe verurtheilt . worden, weil er Branntwein mit Wasser verdünnt hatte. Der Berurtheilte legte hiergegen Berufung ein, indem er oen Wasserzusatz bestritt. Das hätte wohl nichts geholfen, wenn nicht die Sachverständigen gewesen waren. Diese erklärten, der Schnaps komme überhaupt mehr oder weniger verdünnt in den Berkehv. Eine Beimischung von Wasser könne nicht ohne weiteres alö Fälschung erachtet werden, da ein gesetzliches Min destmaß des Alkohols bei diesen Getränken nicht bestehe. Bei diesem Gutachten blieb der Strafkammer nichts anderes übrig, als das verurtheilende Erkenntniß des Schöffengerichts aufzuHeben und den Mann freizuspreclen. I m S ch w u r g e r i ch t S f a a t. lü Negois (Calabrien) kam es zu einem merkwürdige. und sür die süd italienische Justiz höchst bezeichnenden Zwischenfall. Es wurde gegen den reichen Grundbesitzer Antonio Cimino verhandelt, der angeklagt war, seinen Nebenbuhler um die Gunst einer Dorfschönen aus dem Wege geräumt zu haben. Die. Schuldbeweise waren erdrückend, trotzdem erkannten die Geschworenen auf Freisprechung. Als der Obmann ver Geschworenen den Wahrspruch verkündet hatte, bat der Geschworene Stefano Galini um's Wort und erklärte, daß ihn seine Mit, geschworenen zum Vertheidiger des Angeklagten hätten schleppen wollen, damit er dort' eine Bestechungssumme in Empfang nehme. Er habe sich aber dessen geweigert. Angesichts dieser Enthüllung setzte der Gerichtshof die Urthett!,tauung aus. flllHllfc ttitt nf ! bei kaltem Vetter, die innere Sand au ch erltfaHh . ItnK AKi tt Xttatfcf m rtvtfnh . wmwm VW..r.,V 'Hood's Sarsaparilla, der große Blut, i t. .tu. . i . er.. MV HHVIt tvviuviiuiii icinigci qcui vaizfiup, H o o d's Rillen wirken vorzüg lich nach der Mahlzeit und kuriren iLopfOth.
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