Indiana Tribüne, Volume 21, Number 86, Indianapolis, Marion County, 13 December 1897 — Page 1
o o r AO rfO rl 00 O fVO W V V W o o O l Office : No. 18 Süd Alabama Oas;s. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiano, Montag, den J3. Dezember 1897. Jahrgang S1. 9!oi 8G
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GRAND OPERA HQUSE. '
Donnerstag, 6. Deze.nber 89?. 1. Gastspiel der Cinclnttaii Gesellschaft. Direkt:, Lutte Jchmid. Der Veilchenfresser, Lustspiel in 4 Akten von H. v. Moser. ObengenannteZ ust'Piel tft a ClnclnnaH und ,ui mit dem giößtea Erfslz ihn die Buhn gegangen. ISIectioii ftotiee Notice is hereby given, that a ehction of one Trustee of the "Schwäbischer Unterstuetzungsverein will be held on Monday, Dec 2otb, at 3 o'clock P. M at the usual place of meeting Conrad Hkess, Pros. David Fischer, Sec'y. Ebenso nothwendig wie Winterkleider find Winterschuhe Die größte Auswahl finden Sie bei Jos. Kmle, 73 Ost Washington Strafe. Fil'chuhe für Frauen von 0c aufwärts. Gamaschen für StinliX und Damen 7öc biS Saui fch"h? von 0c aufwart'. G 'mm'schude von 25" aufwärt?. Feine kalblederne Mannerschuhe von $1.00 ammartS. Ueberichuh: von 40c aus tSrt8. M0 : : lgarren sind die besten im Markt. Stets bemüht nur das Beste meinen Kunden in Cigarren, Tabak und Raucherarttkeln zu offcriren, bittet für die Feiertage um geneigten Zuspruch Schiller SHouiler, 110 Ost "Washington Strasse. -Jnkiana Trust Gebäude. 853 Massachusetts 2lve. wohnt der : : Sckwoba TchulteS : : Cours d H e c tz, bei dem min immer etwsS gutes zu trinken urt zu rauchen siidet. : Lnncb giebt eS den ganzen Tsg. Die Walhalla ! Deutsche Restauration Wirthschaft 337 Sst Wnshinston Strnke. (Männerclior-Halle,) F. II. Sfrlntart, Besitzer. Telephon 1002. teeorse lierrmunn sw Aa&8AA, rs-;."M:' C Mz&T Jtö&. K'-l -r'i:r'7' :' 'Vi'T''". ? ' ' i-?,VS7 W. DsiHsAbsftattes, Office : 28 Süd Delawsreftr. ? tfE : 120, 122, 124, 126, 128 Ost Pearlftr T'lem U 1 . rffm Las und NsSt Aergert Dich Dein Auge f i reiße eS iiiji aS. r.nt werfe e icht von Dir m fc . Ti X )RteiH mtnet 4,14 an Hl 1 tu rr.. a xTi AllkK nr& n - 0PTICIAN- 'üD vo. ''.-vvyyc- - 1 " ... -R.rtNl.SX. CtNtSON 015k. IN3IANAP0U5-IND. nt nan tii für Deine kluge da Sthige Sla afrttat. SSnkl,tcbe Anae werden (cbmcTilo nnutiii. 3 c i 1 1. e tt erd, äZ e listen kZetieie tu AuztR , gesx
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Inland. Wetterbericht. Regen oder Schnee heute Nacht; morgen zeitweilig leichter Schnee und kälter. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 40 Grad, niedrigst? 54 3rc. - im Vom eigenen Sohn erschlagen. (5 l e v e l a n d, O., 12. Dezember. Patrick McKenny, ein alter Zrländer, und sein 36 Jahre alter Sohn zankten i fich heute Abend Sm Nachtessen. Der ' QT? . . .(. f. hmn ISaKh sin fl"T?f : iiiuv uityi" wn wvf serz der Sohn ergriff einen Stuhl schlug den alten Mann damit nieder und verwundete ihn so, daß er nach venigen Minuten starb. Der Vatermörder wurde terhastet. UM Mutter McKinley todt. Canton, O., 12. Dezbr. Frau Nancy Allison McKinley verschied um halb drei Uhr heute Morgen. DeS vielfachen MordeS verdächtig. New I 0 r k, 12. Dezbr. Charles Zanoli, welcher in Verdacht steht, vier Gattinnen und drei andere Personen ermordet zu haben, um VerficherungSgelder auf deren Leben zu kollektiren, befindet sich noch als Gefangener im Polizeihaupkquartier. Er beteuert seine Unschuld' und erklärt sich bereit, den DetektivcS bei der Lösung aller zweielhaften Fragen behilflich sein zu wollen. - Die Polizei hat in Elfah.-ung gebracht, daß die junge Fra, die Zanoli am vorigen Donnerstag kurz vor seiner Verhaftung zu seiner fünften Frau machte, die 25 Jahre alte, in Brookvi wohnende Barbara Hossner ist. Sie hatte ein von Zznoli veröffent. ichteS HiirathSgesuch unter dem Namen C. Wagner beantwortet. Zanol, hat einige Kenntniß der Medizin, die er sich in Deutschland als Barbier erworden hatte. Sr kann Zähne ziehen und Schröpfköpfe setzen. Chef McClußkey glaubt, daß Zinoli auch Kenntnisse über die Wirksamkeit tödt icher Gifte bat. Die Polizei ist j,kt davon überzeugt. daß Zanoli da? Kind Lena Werner, die Tochter einer der todten Frauen deS Gefangenen, nicht ermordete. DaS Mädchen befindet ch jetzt bei Verwandten seines VaterS in Deutschand. Die Leiche Zeirnie Schlefinger's, der vierten Frau deS Verdächtigen, wird morgen auSgegraben werden. A u b C u b a. Ha da na, 12. Dezember. Die Pläne der Insurgenten, in der Nähe der Stadt einen Schlag auszuführen, find laut offiziellen Berichten vereitelt; die Konzentration der Streitkräfte der Insurgenten ist aber eine solche, daß die Ergebung derselben, welche die spanichcn Behörden erwarteten, sehr unwahrscheinlich ist. Die Geschäftskreise der Stadt find durch die Situation sehr entmuthigt. Sie erwarten kein schnelle? Ende der Revolution und sagen, sie hätten die Hoffnung aufgegeben, daß sich die Insurgenten ergeben oder die Selbstregierung aeceptiren werden. Havana. 12. Dezbr. Marschall Älanco hat den spanischen Gesandten in Washington telegraphisch ersucht, dem Präsidenten McKinley Blaneo'S Beileib anläßlich deS TodeS der Mutter deS Präsidenten auszudrücken. BryaninM-xico. Stadt M e 5 i e 0, 12. Dez. Herr William Zenning Bry?n traf hier heute mit seiner Reisegesellschaft ein. Seit er die Grenze pasfirt hat, ist er in allen Städten freundlichst aufgenom men worden und hat in denselben Reden gehalten. Gouverneure mehrerer Provinzen haben ihn persönlich begrüßt. Nicht seit der Zeit, als Grant und Seward Mezieo bereiften, find einem Amerikaner solche Ehren be zeugt worden. Ausland. AnS Deuts chlan d. B erlin, 12. Dez. Kaiser Wilhelm wird am nächsten Dienstag nach Kiel reisen, um seinem Bruder, ?rinz Heinrich von yreußen, welker dqk nach
irt: ....!. sD.rA..fc U f mUl minister General von Goßler heute, daß eS der Wunsch deS Kaiser sei, daß Ehrenhändel nicht durch Duelle geschlichtet werden sollten. Nachdem daS Duelliren gesetzlich strafbar gemacht worden sei, habe man nur von zwei Duellen gehört. Hingegen wäre eS zu verzeichnen, daß viele in Ehrenhändel verwickelte Offiziere und Beamte sich dem Wunsche des Kaisers gefügt hätten. Stets solle man die Ehre seine FeindeS so hoch achten wie die eigene, dann würden Duelle eo ipso ihr Ende finden. Der hiesige Correfpondent der associirten Presse erfährt auS bester Quelle, daß Herr von Bülow, ehe er fein Amt antrat, eS zur Bedingung gemacht habe, daß der Kaiser sich nicht in irgendwelche daS Reich betreffende auswärtige Angelegenheiten mischen solle (?) Seine Malät werde erst, nachdem die wichtigen Fragen erledigt seien, mit denselben bekannt gemacht; mit anderen Worten, der Kaiser giebt seine Zustimmung, nichtseinen Befehl (?) Bei seinem ersten Erscheinen im Reichstag wurde Baron von Bülow selbst von den Mitgliedern der GegenParteien sehr herzlich empfangen. Ueber die schnelle Beilegung der Hatzti-Frage zeigt sich die Presse sowohl, wie die Bevölkerung sehr erbaut. doch nimmt die agrarische Presse diese Gelegenheit wieder wahr, um der Regierung zu empfehlen, mit den Ver. Staaten abzuschließen. Die Deutsch? Zeitung" greift in einem Artikel die Ver. Staaten heftig an, weil sie sich in die Frage gemischt hätten und hoff-, daß von Bülow energisch gegen sie einschreiten werde. In diplomatischen und politischen Kreisen spricht man jetzt viel über eine Reke, die der Kaiser gehalten haben und in welcher er gesagt haben soll, daß eö an der Zeit sei, daß Amerika aufhöre, sich in die Angelegenheiten fremder Nationen zu mischen. Man denkt, daß. sollte die Regierung dem Centrum Zugeständnisse machen, die Marinevorlage vorauöfichtlich angenommen werden wird. Im Monat November find 68 Nedakteure sozialistischer Blätter wegen Majestätsbeleidigungen oder wegen Beleidigung von Beamten bestraft worden. Die Fleischer Berlins haben eine Petition an die Regierung gerichtet, in welcher dieselbe gebeten wird, die Einfuhr von Fleisch auS den NachbarSaaten wieder zu gestatten, da auS Amerika imvortirteS Fleisch im Werthe von 28,000.000 Mark importirt und zu für sie ruinösen Preisen verkauft worden sei. Der Bruder deS Kaisers, Prinz Heinrich von Preußen, wird nach seiner Ankunft in China Pekin besuchen, woselbst der Kaiser von Shira ihm empfangev wird. Dieses wird als eine hohe Ehre betrachtet. ES heißt, daß der Prinz dem Kaiser ChinaS ein Handschreibendes deutschen Kaisers überbringen wird. - Ruhestörer verurtheilt. Prag, 12. Dez. Die Prozesse gegen die während der jüngsten Ruhestörung verhafteten Leute nahmen geftern ihren Anfang. Sechs derselben wurden zu Gefängnißstrafen von drei Wochen bis zu einem Jahre verurtheilt. Die Deutschen in Kiaotschau. 2 0 n d 0 n, 12. Dez. Die Daily Mail" läßt sich von ihrem Berliner Correspondenten telegraphiren, er höre, daß Großbritannien einwillige, der Besetzung von Kiaotschau durch deutsche Truppen nicht zu opponiren, wenn Deutschland dagegen verspreche, sich nicht in die ägyptische Frage einzumischen. Laut einer Depesche desselben BlatteS von Shanghai erweitern die Deutschen daS bei Kiaotschau besetzte Areal und beherrschen jetzt 400 Quadratmeilen. Sie haben bereits eine deutsche Verwaltung etablirt und erheben schon Zölle. Die Depesche sagt, der Tsung-Li-llamen (die höchste chinesische Reichsbehörde) hätte einen Prinzen ernannt,
&Qinu uogeqenvr vCujivuut nn)"1 Lebewohl zu sagen. Auf dem KriegSschisse Deutschland" wird er dem Prinzen während der Fahrt desselben durch die Ostsee daS Geleit geben. Im Reichstage sagte der KriegS-
um mit Deutschland $3 unterhandeln.
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P 0 r t - a u - Prince, 12. December. DaS ganze Ministerium hat reffgnirt. BiS jetzt sind keine Nachfolger definitiv ausgewählt, eS werden aber mehrere wohlbekannte Namen genannt, deren Träger daS Vertrauen der Haytier und der Ausländer haben werden. Heute Morgen, nachdem Präsident Simon Sam die Messe besucht hatte, machte er unter Ekcorte seiner StabsOffiziere einen Ritt durch die Stadt, ohne daß Militär dabei entfaltet wurde Die Stadt hat j?tzt wieder ihr gewöhnteS Aeußere angenommen. OchiffS.Nal,richten. Angekommen in : New Sork: St. Louis" von Southamptop; Umbria" von LiderPool; La Gaecogne" von Havre; Perfia" von Hamburg. Liverpool: Etruria" und Adriatic" von New Sork. Bremen: München" von Baltimore. . Jüdische Zukunft sür Nevada? Eine interessante Bewegung ist seit kurzem' unter jüdischen Bewohnern Californiens im Gange. Sie hat nichts mit jener bekannten internati?nalen Bewegung zu thun, welch die Schaffung eines neuen jüdischen Reiches in Palästina bezweckt, sondern sie will vielmehr ein neues jüdisches Land der Verheißung" innerhalb der Ver. Staaten entwickeln. Und die Leiter der Bewegung haben sich hierfür kein anderes Land ausgesucht, als daS heruntergekommene Nevada, welches schon seit einer Reihe Jahre im Nuf eines Lumpenstaates steht! Gewiß eine ziemlich überraschende Auswahl. Indeß sind diese colonisationslustigen Hebräer fest davon überzeugt, daß sie in Nevada ' der Wildniß eine ebenso glänzende Cultur abtrotzen können, wie es den Mormonen seinerzeit in Utah gelungen ist. Bereits sind 35 jüdische Familien vom Goldenen Thore und von Los Angeles nach einer unwirthsamen Gegend Nevadas aufgebrochen, um dort für immer ihre Zukunft zu suchen und Jehovah ein neues Reich zu bauen. Noch Andere sollen nachfolgen. Die Colonisirungs - Gesellschaft hat sich einen Freibrief unter dem Namen Occidental Co-operative Colony" ausstellen lassen. Es sind dies me:siens Juden von österreichischer, polnischer oder russischer Herkunft und ohne Ausnahme an harte ländlich Arbeit gewöhnt, arme Leute, aber voll zäher Energie. Letztere Eigenschaft werden sie freilich auch überaus nöthiz haben, wenn sie am neuen Schauplatz ihres Wirkens auch nur einigen Erfolg haben sollen, und Alles in Allem bctrachtet, erscheint selbst für solche Leute das neue Unternehmen als ein s:lzr kühnes ! Sehen wir uns den Schauplatz et was näher an. - Der Mittelpunkt deS zur Coloni. sirung bestimmten Landes, das Neue Jerusalem-, führt bis jetzt den prosaischen Namen Wellington und liegt im Smith's Thal, im County Lyon. Er bildet einen so ungastlichen und wenig versprechenden Streifen Salbei.Wllste, wie man ihn nur irgendwo im großen Westen finden kann, Alles in Grau gemalt, selbst der staubbedeckte WildSalbei! Und ob es hier heiß wird? Wer sich nicht an 120 Grad im Schatten während dtö Sommers und selten weniger als 100 Grad in der übrigen Zeit des Jahres gewöhnen kann, d?r lenke seine Schritte hierher nicht. Da und dort ungesäumt eine Kette hochragender Berge den Horizont! sie sind in' dem Staubnebel nur undeutlich sichtbar. Außer dem wilden Salbei scheint hier noch niemals eine Pflanze gediehen zu sein, von Bäumen gar nicht zu reden. Zerfallende Massen Sandstein. Kalkstein oder sogar gröberer Granit bilden den größten Theil deS Bodens, Tausende haben seit 1849 dieses Land durchquert, aber noch Niemand zuvor hat länger darin gewcilt, als unbedingt nothwendig. . Aus einer solchen Stätte ein Land zu machen, oo Milch und Honig fließt.- dazu wird wirklich sehr viel gehören, und diese armen jüdischen Landarbeiter können Einem wie wahre Helden vorkommen. Freilich, dieMormonen haben vor Iahren gleichfalls unter äußerst ungünsttgen Verhältnisse Erfolg gehabt, und m manchen Beziehungen erscheint das vorliegend Project durchaus nicht unbedingt aussichtslos. Trotz aller Nachtheile gilt der Landstrich, welchen diese Leute sich ausge sucht haben, immerhin für so fruchtbar oder vielmehr befruchtungsfähig, wie er nur irgendwo in Nevada anzutreffen ist: das will allerdings noch nicht viel yeiß?n. Jedenfalls kommt ihnen die Geschichte sehr billig. Sie haben 5300 Acres sogen. Farmlandes sozusagen für ein Butterbrot erworben und was von großer Wichtigkeit für den Anfang ist 7 ein wohlhabender Jsraelit in Carfon City. Nev., hat ihnen für ZZ0.000 Bauholz zur Errichtung von Häusern geliefert. In einem bedeutsarnen Punkt sind sie weit hesser
nein, eis leinerzel! me Mormonen : Während Letztere die Civilisation Tausende von Meilen hinter sich ließen, bleiben diese jüdischen Colonisten nicht viel mehr als einen Büchsenschuß" von der Civilisation entfernt. ; Die nächste Ansiedlung ist das, 22 'englisch Meilen entfernte Virginia.
napp 60 englische Meilen ist das Städtchen Wellington entfernt. ,md von da aus führt ein guter WagenLandweg nach Carson City. Für Wellington, das vor der Ankunft der jüdischen Colonisten nur ein Postam:, eine Speise - Wirthschaft und zwei Läden enthielt, wird jetzt ein großer Buhm erwartet, wenigstens für einige Zeit. Schon haben die ersten Colonisten sich mit allem Eifer daran gemacht. Al-salfa-Gras in großem Maßstab anzubauen und 22 Acres des Landes mit Obstbäumen zu bepflanzen. Viele andere Dinge sollen natürlich später an die Reih kommen. Es gehören übrigens zu den Colonisten nicht blos Landbauer, sondern auch Handwerker aller zunächst wichtigen Gattungen. Manch sind schon früher an Colonisations Unternehmungen betheiligt gewesen, und sie sind nicht im Gering sien durch Mißerfolg bei denselben entmuthigt worden. Bei den ersten Erfolgen erwarten sie Zuzug aus ah len Theilen der Ver. Staaten. ' UmcinzablreicheSPubllkum nach der Ersten Vaptistenkirche zu locken und die Einnahmen zu erhöhen, hat' Pastor Files in Trenton, N. I.. sechs jungs Mädchen mit dm Einsammein der Collecte betraut. Die Neuerung verfehlte nicht ihren Zweck, und während sonst meist nur Frauen den Gottesdienst besuchten, hatten sich viele Männer, junge und alte, ingefunden, um sich den Spa, Pardon die hübschen jungen Mädchen anzusehen. Es wurde denn auch die größte Einnahme erzielt, welche bis jetzt da war. In kirchilchen Streifen ist man über die Geschichte etwas verschnupft, weil sie zu viel an ein Tbeater erinnert. AnBord des Ward Line Dampfers Santiago" trafen zwei ehemalige politische Gefangene aus Cuba Xn- New York ein. Die Betreffenden waren Dr. Frank Agramonte, 26 Iah alt, von No. 110 Lezington Ave. und Thomas I. Sainz, 23 Jahre alt, von No. 1460 Madison Avenue. Beide hatten sich der ersten Expedition unter Leitung Maceo's angeschlossen. Sie waren am 2. April 1895 auf Cuba angelangt und wurden "bn Tage später als Kriegsgefangene festgenommen. Man brachte sie in das Fort Morro und sie wurden ?um Tode vcrurtheilt. Ueber 2 Jahre saßen , sie dort im Ge, fängniß und 15 Mal führte man sie hinaus, um an ihnen das Todesurtheil zu vollstrecken, aber immer fand sich ein Aufschub .bis man sie auf Verwendung von Gen. Le begnadigt. Alte Liebe rostet nicht! Die Wahrheit dieses Sprichwortes wird wieder inmal durch die folgende romantische Geschichte erhärtet. Im lustigen Alt-England gelobten sich vor 40 Jahren Benjamin Milen und Margaretha Terrell. vereint durch dieses Jammerthal zu wandeln, und alle Leiden und Freuden gemeinschaftlich tragen zu wollen. Die Liebenden trennten sich aber bald darauf, weil zwischen Beiden eine Entfremdung eingetreten war. Milen heirathete eine andere Frau und einige Jahre später wurde JameZ Flynn der Gatte von Marg. Terrell. und das Paar ließ sich in Ho boken, N. I.. nieder. Als der Krieg ausqebrochen war. ließ sich Flynn in die Reihen der irischen Freiwilligen an, werben und diente seinem Adoptivvaterland treu und zuverlässig. Vor einem Jahre starb er. Die Wittwe lebte von ihrer Pension, bis sie Milen in Hoboken begegnete, der sich zu einem vermögenden Mann emporgeschwungen hatte. '. Seine Frau war todt, und so wurden schließlich Milen und Frar Flynn noch auf ihre alten Tage ein Ehepaar, das hofft des Rest ihrer Lebenszeit in Rube und Friede gemeinschastlich zu verleben. Nach dem Muster jenes Bauern, der sein Haus anzündete, um dasselbe von den Wanzen zu befreien, verfuhr der in Diensten des Herrn Mayer Israel, No. 1323 St. Andrewstraße in New Orleans, stehende Hzusknecht aus -Nubierland. Herr Israel hatte dem Neger den Auftrag gegeben, die Fenster nebst den Läden zu waschen. Infolge der feuchten Witterung woll ten die Scheiben nicht trocken werden und da der Bursche kein großer Freund der Arbeit war, ersparte er sich durch eine originelle Methode daS Trocken reiben der Fenster. Er schleppte aus der Stallung im Hintergrunde des Hofes eine Menge Holz herbei und zündete unter dem Fenster ein großes Feuer an. In der Erwartung, daß die Scheiben nun von selbst trocken werden wurden, und er em wenig Zeit zum Ausruhen habe, entfernte sich. Es dauerte nicht lange, da ' stand die ganze Hintirseite. des Hauses sowie die Stallung in Flammen und eö fehlte nicht viel daran, so wäre das ganze Haus niedergebrannt. Rasch wurde ein Alarm gegeben und dem prompten und weraischen Emschreiten der Feuer wehr gelang es, den Flammen Emhalt zu thun und wenigstens einen Theil des Gdauves zu retten.
In ven zenre Tagen sind in der näheren Umgebung Aachens eine verhältnißmäßig große Anzahl Feuersbrünste zu verzeichnen gewesen. So brannten in Naeren und in Neu-
sen je 3 Wohnhäuser mit den Anbau ten nieder : in Evnatten. Münster busch und Verscheid ging je ein Haus mit Stallungen und Scheunen m Flammen auf. Groß ist auch der durch die Feuersblünste hervorgerusene Verlust an Klein- und Federvieh. 'Ein schrecklicher Brand hat die Stadt Stolberg heimgesucht, wo außer der großen Brauerei von Katterbach 15 Scheunen dem Elemente zum Opser fielen. Der schon seit Wochen rm Landkreise Aachen herrschende große Wassermangel machte in Raeren und Reusen die Löschung des Feuers unmöglich. Ueber die Entstehung der Feuersbrünste ist bis jetzt nicht das Mindeste bekannt, es läßt sich also auch mit Bestimmtheit nicht sagen, ob es sich um Fahrlässigkeiten oder Brandstifiungen handelt. Die vielen Brönde innerhalb weniger Tage erregen allerdings den Verdacht, daß man es mit Verbrechen zu thun habe. Der aus Deutschland stammende, inSydney ansässige Georg Scheele hatte sich in Begleitung seines Sohnes Hans nach WatsonS Bay begeben, um dort, wie er schon wiederhol gethan, zu angeln. Zu diesem Zwecke haben sich die Beiden an einev dem offenen Meere zugekehrten Stelle mittelst eine? mitgebrachten Seiles von den an der Hafeneinfahrt emporragenden 5ieilen Felsen herabgelassen. Was dann weiter vorgefallen ist, wird wohl niemals aufgeklärt werden: genug, ein zufällig oben auf den Klippen promenirender Herr hat plötzlich einen lauten Schrei gehört, und dann auch Scheele und seinen Sohn gesehen,' wie sie in den Wellen kämpfend an das Ufer zu schwimmen versuchten. Hilfe ist auch innerhalb von 5 Minuten zur Stell gewesen, eö war indessen schon zu spät; die zur Rettung herbeigeeilten Personen konnten nur noch die Leiche Scheele'S dem Wellengrabe entreißen. Dagegen ist .Hans Scheele in'ö offene Meer hinausgetrieben worden und überhaupt nicht mehr zum Vorschein gekommen. Scheele, der rm 42. Lebensjahre stand und bei einer Mühle bediensiet war, hinterläßt eine Frau und drei Kinder. Der mit ihm um'S .eben gekommene Sohn Hans war ein V:xiaN von 13 Jahren. Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Hood'S Sarfaparilla beseitigt die Ursache dreseS Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daS Blut reinigt. Hood'S Pillen wirken milde aber rasch und sicher aus die Leber und den Magen. 25. Gestern Morgen, als die Ge fangenen im hiefizen County Gefängniß gerade frühstücktet, kam ein gewlsser David Richardson und verlangte einen den Abend vorher wegen Trunkenheit verhafteten Freund zu seh:n. Richardson war ein wenig angetrunken und die Gefängnißbeamten bedeuteten ihm, daß er seinen Freund nicht sprechen könne, da gerade FrühstückSzeit sei. Der Mann wurde etwaö ungernüthlich und verließ daS Gefängniß in ärgerlichem Zustande. Kaum eine Stunde spater kam der Patrolwagen mit dem dieömal stark angekne'pten Richardson, der dann wegen Trunkenheit in dieselbe Zelle gesperrt wurde, wo sein Freund saß. Als der Aufseher den Schlüssel im Schloß herumgedreht hatte, sagte Richardson ganz gemüthlich : I told you that I would iee hirn, and I did, did'nt I? Der New York Store. (CtaMirt 1853.) Agenten für ButterickS Muster. Heute Abend 7Uhr osseriren wir 90 Dutzend Swiß gestickte, ausgezackte Damen - Taschentücher oder ohne Hohlsaum, ganz,, leinen Taschentücher, die 15c werth find zu S Cents. Mittelgang. ri ;73 rirm B I. Unterftsst die M U-MWÄ, betriete do t!U C2säBbCtx. Cp. 123, 140 ur.i 142 Cirgteta ncst. a 'r riit r"--r i ...WV.W jtev
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