Indiana Tribüne, Volume 21, Number 85, Indianapolis, Marion County, 12 December 1897 — Page 3

WMlINW. Vornan von S. .Haidycim.

V" (4. Fortsetzung.) Sahen Sie denn wirklich, datz Ulrich dieselbe fallen ließ?- fragte Willa. 2)ie Karte fiel; nur Ulrich oder der Nebenmann konnte sie fallen lauen nur der unglückliche Klarenberg hatte Interesse an dieser Karte". Das arme Kind blickte mit trostlosen Mienen vor sich hin. Auf der weißen, noch vorgestern fo klaren Stirn hatte sich ein Zug qualvollen Grübeln festgesetzt, und dieser. Zug dieser Ausdruck von ruhelosem Denken sollte Jahre und Jahre dort haften. Und wenn Alle ihn anklagten ich weiß, er ist besser, als sie ich bleibe ihm doch treu!" wiederholte sie matt und müde immer wieder das eine Wort. Laß solche Rederei, Kind sagte ihr später am Tage der Vater. Treu! Du bist nicht seine Braut; er verlangt Deine Treue nicht; sie würde ihn nur noch schwerer drücken, wenn ev darum wüßte." Er sprach hart und streng, denn Milde und Hinhalten wäre Gift!" meinte er bekümmert nachher gegen den Major, der, ihm und seinen Damen in dieser Zeit ein wahrer Trost war. Tante Hetta blieb in ihrer gereizten Verstimmung über diese unselige Geschichte" viel allein, denn von dem Bette ihres Kindes eilte die liebe arme Marie, der leider, wie immer, alle Energie festlte. denn sonst würde sie das thörichte Mädchen schon zurecht schütteln!- an das Sterbelager der alten Frau von Wallburg. Um so angenehmer kam dem Stiftsfräulein daher Ruscows Besuch, der ihr seine Karte heninschickte, auf die er mit Bleistift die dringende Bitte um ein kurzes Gehör geschrieben hatte. Das Leben Fräulein Hettas floß nach ihrer eigenen Aussage dahin, wiedas Wasser in einem' Moorgraben an reizlosen Usern vorüber träg und dunkel, und es wäre völlig uneriräglich gewesen, wenn sie nicht durch ihr' strenges Regiment über die schläfrigen und energielosen Mitschwestern im Kloster doch hier und da kleine Scharmützel und Kämpfe hervorzurufen gewußt. Ein wenig Emotion.! Das war's ja. was sie brauchte, und dieser interessante, liebenswürdige Mann, dieser Ruscow. hatte offenbar großes Vertrauen zu ihr! Es follte ihr auf einen Kampf mit Bruder und Schwägerin zu seinen Gunsten nicht ankominen. Als er eintrat, bemerkte sie mit. Erstaunen, daß der sonst in robuster Gesundheit geradezu prangende Mann blaß, nervös und abgespannt aussah, daß in seinen Augen etwas ihr Fremdes lag; sie wußte sich in der Gcschwindigkeit nicht darüber - klav zu werden, was es sei und selbst in dem liebenswürdig harmlosen Lächeln, welches er sie sah das klar zur Schau trug, entdeckte sie dieö Fremde. Nie hatte 'Ruscow sich so wenig .Herr der Situation gefühlt, wie in diesen letzten Tagen; nie in so qualvoller Unruhe seine Nächte verlebt. Was er in dem leidenschaftlichen 'Verlangen. Klarenberg gründlich aus seinem Wege zu räumen, ohne langes Planen gethan, weil die günstige Gelegenheit ihm den Gedanken eingab das war ein nichtswürdiger Streich gewesen eine Infamie ohne Gleichen. sein eigenes Gefühl sagte ihm das schon, als er mit vollendeter Heuchelei einerseits und halb auch mit dem Wunsche. Klarenberg nun doch noch zu -retten, für ihn eintrat. Uns zwei trägt der fchmale Steg nicht hinunter mit ihm!" Der Gedanke hatte ihn geleitet und dann warf er dem Gestürzten einBrett zu, sich daran, zu halten, wenn er konnte! Er war nicht der Mann, der an einem leicht verletzlichen Gewissen litt mancher leichtsinnige Streich hatte ihm auf seiner Bahn vorwärts helfen müssen, und er hatte sich dann achsclzuckend gesagt: ü. la guerre! cornnie Q la guerre! Aber was er jetzt gethan, das be'drückte ihn, das machte ihn in seinen eigenen Augen zum Schuft, und hätte er' noch in dem Moment rückgängig machen können, als Klarenberg sich in "dem ganzen Kreise umblickte und nichts Anderes zu sagen hatte, als : Mein Wort darauf das Wort eis ehrlichen Mannes!" so hätte er's gethan. Aber: Er oder ich!", Nun mußte er vorwärts! Er biß die Zähne aufeinander und nahm alle seine Klugheit, seine Verstellung zu Hilfe. Er oder ich!" Das Opfer lag im Abgrunde, er hätte es ja später gern gerettet nun galt es, die Chancen zu nutzen. Aber er befand sich nun doch in einer schlimmen Situation; nach allen Seiten hin mit unbefangener Miene zu horchen, immer zu schauspielern, immer aus der Hut zu sein, ist keine kleine Aufgabe. Ein paar Tage entsetzlicher, mühsam verheimlichter Aufregung, dann kurde er schon ruhiger das Todtschweigen eines moralischen Mordes ist für den Mörder eine gute Sache. Man nannte selbst im Kreise der (Eingeweihten Klarenberg's Namen nicht ; sehv angenehm!

Und Ruscow, der in letzter Zeit in feine: Stellung etwas 'wacklig" gewordene Ruscow, hatte sich so brav und gentil benommen war in der allgemeinen Erregung der Verständigste geblieben, Ruscow wurde dafür von allen Seiten mit neuer Herzliche keit behandelt. Dennoch waren die Spuren seiner

furchtbaren Aufregung sehr sichtbar und entgingen de.n"Stiftsfräulein, wie schon gesagt, nicht. Mich treibt die Herzensunruhe, meine Gnädigste, zu Ihnen, man sagt mir, Fräulein Willa fei krank, Excellenz könne mich nicht empfangen?" rief er, ihre Hände küssend. Meine Schwägerin - ist natürlich affizirt von den täglichen Scenen an diesem nicht endenden Krankenlager, lieber Graf." Und Willa? Ach, meine Gnädigste, wozu noch Verstellung und Reserve? Sie wissen ja. daß ich Fräulein Willa liebe leidenschaftlich liebe!. Sie selbst haben mich unaussprechlich verpflichtet durch das Wohlwvllen, welches Sie mir neulich zeigten, aber Sie begreifen auch, daß 'ich sterbe vor Unruh: und Sehnsucht ! Und dann diese Zweifel! Wird sie mich lieben können wird sie meine Hand ?" Und mit bittenden, flehenden Blicken küßte er wieder Fräulein Hetta's Hand. Großer Gott! und jetzt hatte sich dies alberne Mädchen auf diesen unmöglichen Menschen, diesen Klarenberg capricirt! Eine solche Partie wie diesen Ruscow durfte sie nicht verlieren! Was sollte sie sagen? Wie viel verschweigen? Vorgestern standen die Sachen noch so ganz anders. Sie hatte nicht viel Zeit zum Ueberlegen, denn er rief heftig: Sagen Sie es. Sprechen Sie es aus! Diesev Baron Klarenbg ist mir zuvorgekommen?" Wie Sie aufbrausen, Graf! Selbst wenn ! so ist ja der Unglückliche doch todt für uns Alle!" sagte sie. Wie? Sie sagen Baronesse ?" Er vergaß nicht, daß er sein Wort gegeben und wußte, daß kein Einziger von ihnen es gebrochen hatte. Sie war nicht die Frau, der es an Initiative fehlte wie der lieben Eugenie!" wahrlich nicht! So fagte sie resolut: Ich weiß Alles. Graf, mehr als Sie. " Mehr als ich?" fragte er. noch mehr stutzend; ja. ihr war, als verfärbte er sich, aber sie verfolgte den flüchtigen Eindruck nicht weiter. Ich habe das Nachspiel erlebt, Herr Graf. Seine Mutter war angekommen, als der Unglückliche in seiner Wohnung anlangte. Major von Feedern rief meinen Bruder dahin, und mag nun an dev Sache sein, was will " Er hat es nicht gethan, Baronesse ; ich bin überzeugt davon! Es ist ja gar nicht daran zu denken ! Ein unbegreiflicher Zufall unerklärlich! aber natürlich, er ist moralisch todt." Es ist brav von Ihnen. Graf, fo zu reden. Bei einem jeden Betrugsfalle fragt man zuerst: wer hatte den Vortheil davon und auf der Seite sucht man den Schuldigen." Wahr.Varonesse.nur zu wahr! Aber ich bitte. ich flehe. sagen Sie mir die Wahrheit, Fräulein Willa liebt ihn, und ich habe keine Hoffnung?" Liebe! Unsinn! Das romantische Kind hatte ihn gern; ich will nicht leugnen, daß ich glaube, daö Herzchen Willa's schwankte hin und her zwischen Ihnen und dem Andern! Sie weinte auch ein wenig, die kleine Phantastin aber seien Sie überzeugt, das ist Alles, und wenn Sie zu trösien verstehen dann " Und ich darf auf Ihren Einfluß hoffen?" rief er und küßte wiedev ihre Fingerspitzen. So viele Beweise von Verehrung hatte Fräulein Hetta noch nie .ersahren; die Herren, die ihr aus Cour toisie diesen Tribut der Höflichkeit schuldig zu sein glaubten, behalfen sich regelmäßig mit einer Scheindemonstration. Sie fand Ruscow daher außerordeutlich liebenswürdig. Ich werde mit meinem Bruder sprechen. Graf!" versicherte sie und dachte, der würde froh genug sein, Willa jetzt schnell zu verheirathen. Dankerfüllt ging Ruscow. und Fräulein Hetta begab sich stehenden Fußes zu ihrer Schwägerin, erzählte ihr. daß Ruscow soeben versichert, er sei von Klarenberg's Unschuld überzrcg: und erregte dadurch in dem Herzen der für ihr Kind leidenden Mutter die dankbarste Freude. Ich will es Willa erzählen. Hetta ; sie braucht in ihrem Kummer einen jeden Tropfen Erquickung!" sagte sie, dieser die Hand drückend. Macht nur nicht zu viel aus diesem lichtscheuen Kummer", sagte sie in ihre? ärgerlichen diktatorischen Weise. Der Unglückliche ist moralisch vernichtet. das steht fest; soll Willa von ihrer sentimentalen Phantasterei geheilt werden, so rücke ihr Ruscow's Noblesse in das rechte Licht; er liebt sie; er hat auch eine Ahnung von ihrer Vorliebe für Klarenberg und doch ist er der Erste, der immer für ihn eintritt." Ich wünsche nicht, daß Du der Welt zu Reden Anlaß giebst, oder gar zum Mitleid!" hatte der General, der sein Kind so abgöttisch liebte, nach einigen Tagen streng gesagt. Er stand jetzt ganz unter seiner Schwester Einfluß sie hatte es ja immer gesagt: Sie hatte einmal ihre GrundUnd Willa bestätigte auch, daß

die Strenge das rechte Mittel war, sie sich selbst wieder zu geben, den still und geduldig stand sie auf, kleidete sich wie sonst, that, was sie sonst gethan. Nur kein Mitleid von dieser Welt!" sagte sich das Mädchen leise. Es

suhlte einen verachtungsvollen Haß gegen eine Welt, in welcher solche. Niedertracht möglich war denn felsenfest war die Ueberzeugung, daß mzn ein Bubenstück gegen Ulrich verübt. Wer? Warum? Warum Gott eine solche Schändlichkeit zuließ? Wo war die Gerechtigkeit, die Liebe Gottes, wenn nicht neben Ulrich in der Stunde seiner Noth! das waren die furchtbaren Fragen, mit denen sie sich in den langen schlaflosen Stunden der Nacht ruhelos quälte. Tante Hetta errieth diese fast wilde Ablehnung Mitleids. Hast recht. Kind! Nur kein Mitleid!" sagte sie, und wenn Willa auch genau fühlte, Hetta meinte ganz etwas Anderes damit als sie. so sah sie doch eine Bestärkung darin. O kein Mitleid! Und doch lag ihre Seele in tausend Qualen und doch rang sie Nachts in ihrem Bett 7i lautlosem Sehnen die Hände um eine Nachricht ein einziges Wort von ihm. Erst jetzt wußte sie, wie sehr sie ihn liebte jetzt, wo ihre Gedanken ihn vergebens in der ganzen weiten Wilt suchten und ihr Herz so namenlos um ihn litt. Aber kein Mitleid von den Menschen! Für die Augen der Eltern war Willas heimlicherJammer nicht verborgen, aber Hetta sagte ja immer: Seh: nur! Es giebt kein besseres Mittel. Kummer zu heilen, als ihn zu ignoriren. So ein Kind von achtzehn Jahren, das weint sich um seine Puppe in den Schlaf und denkt vielleicht auch noch einen Tag daran und dann ergreift es vergnügt eine, neue. Benimmt sie sich nicht ganz vernünftig ? Sollte man sagen, sie sei anders als sonst? Bildet es ihr nur nicht selbst ein !" Der General fand, wie so oft, daß seine Schwester eine äußerst praktische Lebensauffassung hatte, und so leid ihm Klarenberg noch immer that so lag es doch von Anfang an für ihn völlig klar, daß er in jeder Hinsicht ein todter Mann für sie Alle wav. Vielleicht hatte Hetta auch Recht, wenn sie behauptete, daß Ruscow's herzliche Liebe Willa am wirksamsten trösten würde, und wenn der General, noch ja Bedenken betreffs dessen Charakter oder seiner Leidenschaft für das Spiel gehabt, so trat dem das ehrliche Lob Feedern's entschieden entgegen. Der Major hielt es sogar für Pflicht, eines Tages zu erklären: Ich beobachte ihn unausgesetzt ich gehe hinter ihm her, wie ein Spürhund, um des unalücklichen Jungen willen aber ich sehe nichts, was gegen ihn spricht; er spielt nicht einmal mehr er hat zu Deegenfeld gesagt, und der erzählte es mir. die Geschichte mit Klarenberg sei so unerklärlich und habe einen so furchtbaren Eindruck auf ihn gemacht, daß er vorerst einen Ekel gegen Karten habe. Und weißt Du, Fell)kirchen das spricht mehr für ihn in meinen Augen, als ganze Bände!" Der General stimmte zu. Selbst Otto von Feedern, der jetzt in der Freiwilligen Uniform stak und angestrengten Dienst hatte, kam eines Tages und erzählte, er habe Ruscow getroffen und dieser hatte den jungen Menschen so kameradschaftlich und liebenswürdig behandelt, daß der Referendar alle Voreingenommenheit gegen ihn bereute. An Willa, mit der er spazieren ging, berichtete er weiter, Ruscow sei der Einzige von den Spielern jener Nacht, der immer wieder betone, die Sache sei unaufklärbar, aber Ulrich Klarenberg das Opfer eines furchtbaren Zufalls. Was Wunder, daß Willa dem Manne dankbar war der sich so Warmherzig auf Ulrichs Seite stellte. 5 5 5 Die alte Baronin Wallburg war endlich zwei Wochen nach jener Katastrophe gestorben, und Willa. ohne von dem Todesfall besonders tief berührt zu sein, denn sie konnte nicht mehr und für nichts Anderes leiden, als um ihn" hüllte sich mit einer Art Befriedigung in die Trauerstoffe, die man im Hause des Generals um die Verstorbene anlegte. Das war die Tracht, die . ihrem Empfinden entsprach; nun durfte sie um Ulrich auch äußerlich trauern sie brauchte nicht immer zu lächeln sie war nicht genöthigt, Theater und Gesellschaften zu besuchen ja. sie konnte einsam sein welches Glück in dieser Zeit! Daß sie ein sehr großes Vermögen erbte ließ sie ganz gleichgiltig. Aber einmal fuhr sie mitten in der Nacht, wo sie wieder keinen Schlaf fand, aus ihren Kissen empor. Wenn ich majorenn bin und thun kann, was ich will, nehme ich das Geld und suche ihn durch alle Lande!" sagte sie sich. Das war ein himmlischer Gedanke eine Eingebung Gottes, wie sie glaubte. Gott will mich nicht ganz ohne Trost lassen! Nun darf ich wiedev hoffen!" Und jetzt konnte sie fchlafen, jetzt gab es in dem 'wüsten, öden Dasein, das vor ihr lag. einen Punkt.dem sie zustrebte, wenn er auch noch in weiter Ferne lag. Eine unmögliche Sache war es. Ludwig Klarenberg das Geheimniß vorzuenthalten. Die Baronin dachte auch gar nicht daran, obgleich ihr die Consequenzen wohl bewußt waren. Mit der kränklichen, von den Ihren so verwöhnten Frau war eine Verän-

derung vorgegangen, seit jener Unglücksnacht, welche sich zwar sofort bemerkbar r.:achte. in ihrem ganzen Um fange aber doch erst nach und nach übersehen wurde. Sie. die sich selbst früher ängstlich jeder Aufregung entzog, welche man vor jedem kleinsten Verdruß, wie vor jedem Zuglllftchen schützte, zeigte plötzlich eine vollständige Unbekümmertheit um sich selbst, eine fast hohnvolle Gleichgiltigkeit gegen Alles, was ihr früher im Herzen gelegen. Du wirst den Degen abschnallen und das Gut übernehmen müssen!" erklärte sie ihrem jüngeren Sohne, den sie sofort nach ihrer am nämlichen Tage erfolgenden Heimkehr auf das Schloß zu sich beschick, mit thränenlosen Augen, in denen aber die stumme Verzweiflung wohnte. Sie hatte ihm das Erlebte ebenso kurz, schroff und äußerlich unbewegt berichtet. Der leidenschaftliche Ludwig! Er konnte, er wollte es nicht glauben es war das Alles so unerhört, so unfaßbar; aber zuletzt mußte er es doch wohl einsehen, daß seine Mutter mit völlig klaren Sinnen zu ihm sprach. Daß Du quitiiren mußt, ist ja ohnehin geboten!" setzte sie kalt hinzu; nur äußerlich kalt; ach, er wußte wohl, daß dies die Kälte eines gebrochenen Herzens war. Das ist richtig ich bin jetzt unmöglich im Regiment!" sagte er dumpf. Aber was soll ich hiev ? Ich verstehe nichts von der Verwaltung des Gutes!" Mußt sie lernen. Man hat allerlei zu lernen im Leben! Ich ziehe fort -in. die Stadt." Mutter! Was wolltest Du da? Hier, bei mir ist Dein Platz, bin ich nicht auch Dein Sohn?" Du mußt Dich verheirathen. Ich mag nicht mehr hier leben!" Ja. freilich! Bei mir! Ulrich war stets Dein Liebling! O, Mutter! Jetzt, wo wir zusammenhalten sollten gegen die ganze Welt!" Still. Ludwig! Weichheit und Liebe helfen zu nichts! ich habe eine andere Pflicht Er verstand sie sofort. Mutter! Was wolltest Du tm armes, schwaches Weib machen gegen diesen unbekannten Feind, diesen Buben?" Ich weiß es noch nicht ; aber ich, weiß, daß ich ihn ausspüre, und das ist genug." Sie ließ sich weder dmch Vorstellungen noch durch Bitten bereden, von ihrem Plane abzustehen. Major von Feedern kam und besprach mit Ludwig Klarenbcrg die nothwendigen Schritte. Ludwig sollte um seinen Abschied einkommen, aber erst nach dem in allernächster Zeit stattfindenden Divisionsmanöver. als Grund war eine mehrjährige Reise des Bruders irr's Ausland angegeben, hiev, wie überall im Publikum. Die Baronin Klarmberg follte dann ganz nach ihrem Belieben auf dem Gute bleiben, oder in die Stadt ziehen. Lassen Sie ihr in Attent den Willen, Ludwig! Dieser Schmerz den sie trägt, ist so giftig und verzehrend, daß sie Linderung braucht, wenn sie nicht sterben soll, und ihr ist dieseIdee schon eine solche", redete ev dem Sohne zu. Dem Grasen Ruscow thut sie Un-. recht", versicherte er ein anderes Mak wo sie wieder dabei beharrte. daß dieser der heimliche Verderber Ulrichs sei sie thut ihm schweres Unrecht; ich versichere Sie, der Graf ist ein leichtsinniger, aber im Grunde ein guter Mensch. Er sieht mich nie, ohne mich voll wahrer Theilnahme zu fragen : Und noch keine Nachricht?" Aber alle Welt fagt, er bewerbe sich um Willa Feldkirchen ! Ulrich hatte sich an dem Unglückstage erst mit Willa verlobt! Ich kann mir nicht helfen, ich sehe mit der Mutter Augen!" sagte Ludwig. Aber wenn Sie mir nur einen Zusammenhang, einen noch so losen, in dieser Richtung zeigen könnten. Ludwig! Ulrich selbst mußte, trotz seines momentanen Argwohns, anerkennen, daß Ruscow brav zu ihm gestanden! Ich war Augenzeuge. Was wollen Sie mehr, als meine moralische Ueberzeugung, es liegt ein sündhafter Irrthum vor." Gut! Es sei! Aber man kann doch die Mutter nicht allein in die Stadt ziehen lassen!" kam Ludwig wieder auf diesen Punkt zurück. Warum nicht? Sie ist krank, krank an dem Rachegedanken; lassen Sie sie gewähren!" Es war eine furchtbare Zeit für Mutter und Sohn. Wo ist Ulrich? Wo bleibt unser fie? Aber ich bitte Sie, welche Idee. diese plötzliche Reise?" so fragten die Freunde, die Gutsleute, die Fremden und die Verstörtheit der Seinen ließ sich gar nicht verkennen. Der Major war der Helfer auch hier. Er sagte nicht ein bestimmtes Wort; aber er tippte mit ernster, kummervoller Miene einigen Vertrauten gegenüber, die ihn nach Ulrichs geheimnißvollem Verschwinden fragten. vor seine Stim, murmelte Etwas von schon länger", vor gar . nicht für möglich gehalten", zeigte großes Interesse für Asyle für Nervenleidende und was er gewollt, geschah; wie ein Lauffeuer flog das Gerücht durch die Provinz, dev liebenswürdige, hochgeachtete Baron Ulrich von Klarenberg fei von seinen Aerzten Hals über Kopf in eine Nervenheilanstalt geschickt worden. Die allgemeinste herzlichste Theilnähme wandte sich der Mutter und dem Bruder zu, Feedern hatte genug zu thun, dieselbe zu einer stillen" zu machen, abev er gratulirte sich selbst

zu seiner guten Ausrede, denn damit war für die nächste Zeit jede Veränderung erklärt, die sich in den Bezie hungen der Mutter wie des Sohnes vollziehen würde. Nach dieser Rich

tung hm gmg Alles glatt. Für Ruscow hatte die Trauer der Feldkirchens die glückliche Wendung zu? Folge, daß man ihn als abendlichen Gast am Thectisch der jetzt ganz eingezogen lebenden Familie öfter als sonst empsing. Nur wenig jüngere Bekannte des Hauses theilten mit ihm diese Begünstigung, unter denselben Otto von Feedein, so weit es der Dienst erlaubte ; aber so vorsichtig und geschickt Ruscow sich auch gegen Willa benahm, so taktvoll er auch jeden noch fo leisen Anstrich von Wärme in seinen Aufmerksamkciten vermied, mußte sich je länger, desto mehr eingestehen, Willa saß bei ihnen, plauderte, bereitete den Thee aber jeder Schimmer von innerer Belebung fehlte ihrem Wesen ganz und gar. Daß dies ganz natürlich sei, und daß sie, wie er genau wußte, Ulrich Klarenberg geliebt, sagte sich Ruscow selbst; aber seine Ungeduld sich ihr zu nähern, seiner Bewerbung Nachdruck zu geben, reizte ihn unbeschreiblich. Seine Gläubiger wurden allzu dringlich und ihr Mahnen beängstigte ihn. Seit er, um sich in diesem Punkte zu rehabilitiren, nicht mehr spielte, und diese Enthaltsamkeit kostete ihn einen so großen Kampf, daß. er fühlte, lange hielt er's nicht ault seitdem fehlte ihm nicht nirv die seiner Natur unentbehrlich gewordene Aufregung, sondern es fehlte ihm damit auch eine ziemlich sicher zu berechnende' Einnahme. Er hatte so viel und st lange gespielt daß er durch die Ersahrung gelernt hatte, alle Vortheile und' Chancen kaltblütig zu berechnen und' sich zu sichern ; seine Leidenschaft für das Spiel, war nicht die eines ioUl nach Aufregung haschenden Unsinnig gen, sondern d Leidenschaft eines, vorsichtigen Spekulanten, dem der Erfolg die Hauptsache ist und bleibt. Im Hinblick auf Willa's Reich thum konnte Rascow sich immerhin eine Weile von diesem Erwerb abwewden, aber auf die' Länge ging dies umso weniger, als er im Laufe dev Zeit; eine Menge- kleiner und größerer Schulden bei Lieferanten und Wirthen contrahirt hatte. Solche Klapperschulden aber.sisd es, die den Credit ruiniren. Und nun kann noch ein Letztes dazu. Ihn hatte, sir lange ev lebte, immer nur das gefreut und befriedigt, um das er kämpfen mußte. Willagalt feinem HerzM nichts, bis er plötzlich einfah, sie: war schwer zu gewinnen und jetzt, wo des Mädchens tiefe Trauer um Klarenberg es völlig theilnahmlos gegen ihn und jeden Andern machte jetzt lockte und reizte es ihn. sich auch ihr Herz zu gewinnen. Er redete sich ein, er wolle, an ihr dann sühnen, was er gethan, er wolle sie wahrhaft glücklich machen, er wolle ein guter Mensch Varch sie und für sie werden. Es that' ihm wohl, sich vorzusagen, daß er ja: nuv in der Nothwehr so gehandelt wie er gethan. Und er. der herzloseste Materialist, der rücksichtsloseste Egoist, glaubte plötzlich wie ein anderer, guter Mensch zu fühlen und bildete sich nur zu gerne ein. er sei im Grunde nicht so schlimm; das harte Leb habe ihn nur auch hart gemacht. Es war ganz rührend, wie Tante Hetta es verstand und sich zur Pflicht fein ließ, jede- fennr guten Eigenschaften oder Regungen in das hellste Licht zu sitzen. In ihr fand er die treueste Verbündete; abev wie dem auch seinmochte, WillaZ ruhige, gedankenlose Freundlichkeit gegen ihn und Alle blieb sich gleich für ihn belebte ihrAuge sich nie ja es wurde mit jedem Tage mehr ersichtlich, das Mad chen magerte ab, wurde immer hkhcher und schmaler und in dem tt zwungenen Lächeln lag mehr und mehr ein stMes. herzzerreißendes lln glück. Ach, Tag um Tag verging, und keine Zeile kam von dem Unglücklichen! Tag um Tag! Und wie schwer. und bleiern ging jeder hin! Auf die Dauer konnte dies Mes nicht unbcsprochen bleiben. Unter den Freunden und Bekannten der Fcldkirchen flüsterte man allgemach immer lauter, Willa trauere um Klarenberg, der, nachdem er irgend etwas Unerhörtes im Irrsinn begangen Niemand mußte was? in ein Irrenhaus gebracht sei. Unterdetz kam das Divisionsmanover heran, die ganze Residenz lag voll von Soldaten und morgen sollte der große Tag sein. Ludwig von Klarenberg hatte mit blutendem Herzen inzwischen alles vorbereitet .für seinen Austritt aus dem mit ganzer Seele geliebten Stande. Es lag auf dem kräftigen jungen Officier, dem jede Sentimentalität meilenfem war. wie ein schwerer Druck, der seinen Nacken beugte und nicht nur das eigene Schicksal war es. sondern das viel schlimmere seines Bruders und selbst mehr als dies, der beängstigende Zustand der Mutter, die in krankhafter Schlaflosigkeit halbe Nächte in ihrem Zimmer auf- und abging und in Folge dessen sichtlich verfiel. Jetzt hatte er auf ihren Wunsch bei Gelegenheit dieses Aufenthalts in der Residenz die von ihr gemiethete Wohnung besichtigt, Tapeten und einzelne andere Einkäufe besorgt und ging nun einsam und allein, froh seinen fwsteren Gedanken ungehindert nachhängen zu tonnen, in dem schon fast ganz entlaubten Park. Derselbe war völlig menschenleev;

daZ Wetter, kalt und' tauf), war wahr?j .'Yl i. r i ... 5

neu nuyr oanacy angnyan, spaziergänger herauszulocken. So lles er eine Stunde und länger in der laugen Tannenalke auf und ab; es that ihm gut. sich in dieser Stille rings umher auf sich felbst zu besinnen und als es ihn endlich heimtrieb, stand er plötzlich Uhn Ausgange der Allee vor einer einsösnen in tiese Trauer gekleideten Dame, welche in dieselbe einzubiegen im Begriff stand.. Sie hatte den dichten schwarzen Crchpschleier, der lang von ihrem Qutc henabwallte.zuruckgeschlagen, und er brssie mit einem örinah körperuch schmeehafken Aufzuc?z?l des Herzens in ein Masses verhärnrtes Gesichtchc?, dessen sscvKe blaueAugen ihn erkennend anstarrtar, HM von Klarenera! Ludwig!" -hauchte nach einer stckundenlan- ' gen Pause Uc junge Dae. und er i r::cn. r' i. r.r. r r , 'i juyuc juoguois cinc jgana ÄJN iijrcn beiden kleinen Händchen ergriffen mit angstvoll feste Druck. Sie sind' Willa? Baronesse von " Ja, ja, ich 6m Willa! O, Herr von Klarenberg, wfc trauern ja doch gemeinsam und Sce. Ihre Mutter, Sie ließen mich so allein!. Ach, haben Sie Nachricht? Sage:? Sie mir ein Wort don ihm, rn ein Wort!" Ich habe keines. Baronesse! Keine Zeile! Keine nochsi? leise Ahnung wo er sein kann!" rieft er auf das Tiefste erschüttert. Keine! O, inri Gott, m?in Gott!" Sie weinte nichts ihre Thränen waren wohl versiegt, aber aus ihrer Stimme klang ein Jammer, daß dem Manne die Äugen feucht wurden. Und ich habe mich so nach Ihrer Mutter gesehnt . Sie ist ja die einzj'ge., die ermessen kanrr was ich leide! Unr' ich würde mit ihr geweint haLew,, nnser Unglück ist das gleiche!" flüsterte sie mit diefzr selben leisen, aus dem Herzen urrporklagenden Stimme. Qhne Worte darüber? hatte er ihr üirr Act gereicht und iraa gingen sie zusammen auf und av. sprachen von Ukich, von allem, w&5 die Einzelnen ihnen über jene Scene: erzählt und Ludwig sagte ihr, daß f.eine Mutter in die Stadt zu ziehe-, im Begriff siehe.'. Melchs Glück! Ich' gehe zu ihr! Nun h'aöe ich doch ein? Seele, der ich mein Leid klagen kann!" rief sie aus. Sie-behandelte ihn. diw sie nur zufällig einmal mit Ulrich hfatte gehen schen, irr ihrer schlichten, nur vom Gefühl geleiteten Weise wie rmen Bruder und er hörte und sah aus Allem, was sie 'sagte' nd that, ihre tiefe Innigkeit und Verlassenheit. Sie- kmen auf Ruscuv zu fprechen.. Ich. kann mir nicht' helfen, trotz Allem ist mir immer, als habe er die Hand im Spiel urttt man sagt, er wirbt, um Sie. Baronesse?" ries Ludwige Nein-, nein, Sie thun-Zm unrecht. gewiß! Ich hätte zuerfk'auch daraus schwören- mögen, aber Papa, der Major, Ort?, Alle sagen, er s warm für Ulrich eingetreten. Und um mich werbew? Du lieber Gott ! Er weiß ja; ich liebe Ulrich; en ahnt es wenigstenS DaS ganze Leid, das sie so allein getragen, strömte jetzt aus dem gequälten- Herzen Willas hervor; wie trauernde Geschwister gingen sie und klagten einander alle ihre betrogenen Hoffnungen, wünsche, Pläne. In der einen- Stunde wurden sie- wie langjäh-rige-Freunde zusammen Die Haupt-fache-für Willa war das Versprechen Ludwigs, jeden Versuch zu machen, van Ulrich Nachricht zu' erhalten. Bei seiner Mutter wollten sie sich treffen ; er versprach auch, später m ihr Haus zu kommen, später; jetzt war die Wunde noch zu ties nr ic)m, er konnte' nicht mit Menfchen reden, welche seines Bruders Schicksal kannten. Und wie er litt wie sehr das sägte er nicht einmal. Dann begleitete.- er sie nach Haus. Sie fühlte sich momentan fast glücklich, hatte sie ja doch von dem sprechen dürfen, den-alle anderen todtschwiegen. Es mochte gegeweZf Uhr Abends am. enderen Tage serm. Das Manöver war in zusriedensiel'--lendster Weise verlaufen.' die Officiere' und Soldaten ließen es sich in den tut schiedenin Restaurants und Schanttö kalen wohl sein. Ludwig von Klaren berg schritt abermals einsam unk m bitterster Verstimmung durch die schon stiller werden Vorstadtstraßen. Ev hatte ser Abschiedsgesuch geschrieben; morgen srüh ging es ab. Und jetzt kämpfte er in sich, diesen letzten Kampf: war es denn nicht möglich. daß er Soldat blieb? Konnte er nicht seinen General, seinen Oberst in's Vertrauen ziehen, ihnen du Entscheidung vorlegen? Nein! Nein! Es gab nur 'einen Weg für ihn und dieser Weg führte zn einem ihm unsympathischen Beruf,, einem Leben,, ganz erfüllt davon und von- widerwilliger Pflichttreue. AuS diesen unliebsamen Gedanken wurde er aufgestört durch einen ledhas. ten. lauten Wortwechsel, der dicht n ben ihm am Eingang einer and-Ni Straße ertönte. , (Fortsetzung folgt.) DiehöchsieSeliyteitist: sich selbst' vergessen; fcai größte Leid: vergessen zu sem.

Aur ke Küche.

Briesmeyl - Suppe von Milch. In kochende Milch wird unter beständigem Rühren Griesmehl gethan, nicht zu viel, ur, daß die Suppe' recht sättig wird. Auf eine .Person rechnet ran ein PiM Milch und eine Unze GrlzZmehl. El, Drittel Wasser kann beigeben werben. Gewürzt wird die Suppe mit Zück'ev, wenig Salz und etwas frischer Butter. Makrele - G e ri-ch,!;. Aus einend beliebigen Fisch leitet' man mit Eiern, gewchtemWeibbrod. feinen Kräutern, Gewüu; und etwas saurer Sahne eine feine Farce, m''der man kleine, ausgestrime BecherfoNnen füllt und diese irn Wasserbade- gar acht. Indes löst imn von 4 bis 5 Makrelen behutsam das Fleisch aus Haut und Gräten, i'urinirt eS ht" Citronensaft, Oel und 5alz eine StUnde ob macht es baxarf in Butt gar, wobei die Fischstückc kne Fark annchnien dürfen. Auch, eine bcaune KiÄrlersauce wird in r? Zeit leitet, beim Anrichten wcrcu die F'MeÄcher kranzförmig auf, eine Lese ZchiM gestellt, die MarÄlenschnitte it die Mitte gefüllt und rte Sauce darifcer gegossen. GlaiZirteSchwein-zfiletZ. 2fc? Schweinefilets (Möhrbrnten) werden abgehäutet, mit feinem: Speck ge-" spickt,, mit Butter und Salz in eine Kasserolle gethan und in einttn Bratofc.? gar gedünstet, indem min voir Aeic-zu'. JeÄ ein wenig gute us und' weißen Wem dazu gießt und sie hiermit,' vorizüglich aber zuletzt, recht fleißig 5egjeßt damit sie sich recbt schön, glasiun. Beim Anrichten dieser Schweinesuer gebe man eine kräftig brauk7s Olivensauce und gebratene Kartoffeln besonders dazu. Fleischspeise. Mageres Rindfleisch uird eine Kalbsniere 'oder zwei Schweinsnieren schneidet m in dünne? Scheibm. klopft das Fleisch leicht, , Ästttut Nieren- und Fleischscheibeir mid Salz, Pfeffer und etöoas geriebener Zwiebel und schichtet sii. in eine Backschüssel Nun verrührt man 3 Unzen' Mehl, mit einem halben Pint Milch. cprirfU' Eier hinein. sowieSälz und etrosS Mrrskatnuß und schlägt Zen Tei? tüchtig, gießt ihn über das Fleisch unv backt die kräftige, wohlschmeckende Speise' im Ofen etwa zwei' Stunden: Diese Speise gibt man mit. Kartoffelsalat zrr Tisch. Bc?ffstcuk i la Nelsons Man nimmt' einen guten Theelöffel voll Butter läßt dieselbe in einer kleinen Kupferkasserolle mit festverschlosse-. nem Deckel zergehen, und legt das Beefsteak Mein rm bratet es an. Ist. es .aufweine?, Seite gut, dreht man es um und bestreut es. mit Parmesankäse.. Dann' nimmt, mcm einen Theelöffel volLi örm ner kräftigen englischen Saucv würz m'c .vi- apnia. Salz, . einem Sti U ; ir nc!ai; und vier Gewürz! -7-,. i?-, c:t-.Uj. KaZbsbrateirjus. Flujcgtiuiui, uü derthälb. Theelöffel voll Madeira. Champignons und Morcheln daranundzuletzt. Änige, vorher halb gargekochte iw Scheiben geschnittene Kar tosfellr. nachdem man das Beefsteak. durch geSraten oder weniger durch- -gebratenhaben will, brät man es nun in festverschlossener Kasserolle 7 12: Minuten ans heißer Eisenplatte oder, schnellem Feuer. HLkukerkheimer Kloß. Maischn erdet die? Semmeln in kleine Würsei UNÄ' röstet die eine Hälfte in Butter hlllgelb. Nun nimmt man auf je. des Brötchen ein Ei und rührt somib vier Ein-gut rmier die Würfelchen. Ist dies , geschehen, so wiegt man etwas. PetnstI fein, ebenso eine kleine Zwieöel, dämpft aber letztere in etwas Bu!? ter-weich und lichtgelb. Beide Zuthcrtra?, ebenso Salz und Muskatnuß mengt' man nun in die Masse und fügt zuietzt etwas warme Milch und Mehl bei. Nun formt man einen großen KloK. welchen man behutsam in strudeltrdes Salzwasser legt und kochen, läßt bis er steigt. Ist er gar, so, nimmt man ihn heraus, theilt ihn in Schurrten, etwa wie eine Orange, und übergießt diese mit brauner Butter.--. Schmeckt sehr gut als Beilage zu sau--icrn Fleisch, ersetzt auch jedwedeFleisch, speise, wenn man ihn zu flüssigen Ge nrüsen gibt. Feiner Rothkohl. Der gut geputzte und fein eingeschnittene-Roth fohl wird mit feinem Essig, Salz, et was gestoßenem Zucker, einem feinge fchnittenen Apfel, etwas Pfefsn-ilnd einer kleinen Prise Nelkenpulver gut vermischt und in einem irdenen oper Emailgeschirr in genügend heißemFett, in welchem eine kleine feingeschnittene Zwiebel lichtgelb schmorte, . beigesetzt. Gut zugedeckt, läßt man den- Kohiauf schwachem Feuer sehv tveich-dämpfen und bestreut ihn mit eitlem Kochlöffel Mehl. Nach und nach, gießt mM etwas Bouillon oder Wasser mit etwas Fleischcxtraki vermengt- hinzu und richtet das Gemüse uf tiefttr Platte, hübsch umgeben vorlleine-Bratkar-toffeln oder Maronen an. Eiweißklöschen. Als Einläge in helle Fleischbrühsuppe läßt sich übriges Eiweiß shr gut verwenden. Man nimmt so viel gechlagenes Ei wei& bis die Nkenge geriebener Käs, welche man dazu nehmen will, völlig von evsterem durchdrängt ist. Salzen darf man nicht, hinFegen ein Bischen Mtskatnuß schmeckt gut. Nun formt man kleine Klößch-m, welche man in heißem Fett schön gelb bäckt und sie. entweder extra over gleich in die Ter nnc. gelegt, zu Tisch bringt. Gut es Deutsch. Goldstein: Wo ist der Lehrling?" Commis: Er ißt!- Goldstein: Wo ist er?" Commis: Er ißt.- Goldstein: ,

Gott erbarme sich wo ist er denn?Commis: .Er eßt!- Goldstein: Nu also! Warum nicht gleich Deutsch?-.