Indiana Tribüne, Volume 21, Number 83, Indianapolis, Marion County, 10 December 1897 — Page 1

o . O A 00 TVO O tr sVO rlY O K c i V y w v k w y ov v Office : No. 18 Md Oleba Gtrößc Telephon 1171. Indianapolis, Indiana, Sreitag, den 0. Dezember 8??. Jahrgang 21. 5l0i 8H

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Todes'Anzeige. Freunde und d'.e KauTZzi chricht, daß usn gelitMi Sati.n und Mutter, rocht und Schwester Alice Lieber, geb. BaruZ, al heut, Morg, u 1.20 Uhr im Alter von Jthren und 4 Monat, durch den tob ntrissk urd. Dl, Bmfci findet ptli borgen chmitta um ,Uhr ,n rrauerhaus, 653 Madison ,,. (lte ,.) tu, statt. U truernd Hinterdliede,, ZUbert Lieber und Kinder. Carl Barne- und Familie. mmmm'2 George fflernnaim 'Jteä&bfi Office : 36 Süd Delawareftr. tm : 120, 122, 124, 128. 128 Oft Pearlftr lttbon ZI. Offen aa vmh aSt Mia tads, Miiapi. Nortrags - Ezzlrlns ! is. i37 N,d,r: rad Nie?. Te . TaBtva.Gok Sr. kLrn.Jaeg? VbiiivRaPpapoet obertSkir Richard Oppel. Eaison?atten 60c Einzelner Vortrag : Ein tritt 25c a Person. Qonntag, den 22. Dezember 1897. XUnH 8 Uhr. Jr Versammlungslokal dS Turnverein?. ,rtri Herr Konrad NieS. St. feufai. Unsere Zeit im Spiegel der Dichtung.GRAND OPERA HQUSE. Donnerstag, 6. Deze.nber 1897. 1. ftlxitl dn Uiacliiatier ,s,lschaft, tntti. Lnise Schmid. Der Veilchenfrefser, Luftspiel in 4 ten von H. v. Moser. Oitze,te tust ijt l Ctnclanatl und kouiliffi it btm Ib Erflg, tbrr b(c VHhai gegangen. Ebenso nothwendig tvie Winterkleider find Winterschnhe Die größte Auswahl finden Sie bei Jos.-Karle, 73 Ost Washington Otratze. Filzschuhe für Frauen von 50c aufVärtS. Gamaschen sür Kinder und Damen 7ic bis $1.25. öauZ schuhe von 50c aufgärt', iöummrschude von 25c aufwärts. Seine kalblederne Männerschuhe von $1.00 aufwärt!. Ueberschuhe von 40c aufcvSrtS. fMQ : : : : Cigarren sind die besten im Markt. Stets bemüht nur das Beste meinen Kunden in Cigarren, Tabak und Raucherartikeln zu osseriren, bittet für die geiertage um geneigten Zuspruch Schiller Nömler, 110 Ost Washington Strasss, Zndiana Trust Gebäude. qu.sod nur für einen guten . Sänger. KZ mx nd Gt. ndr,ier,er EanarirSgel 11 tzl und ufwirt,. X oldnfcht. 4 für c und f. isch,ltser 15c usmäri. 5 wiIm. HZa?ag,e und Bog alle? eortc. , , i, ton 60c utoartl. Scannt und Xuttet. SU ftSiti itHl, tat UligfU und tefti , tSt. C.F. Klepper, Um Rssnure 453 TttKachufcttl Cstnai. pisch Ißcnuat Nicht, &. Die Ossiee von Vr. & PIRK und Br.COLE, befindet sich in No. Ost Ohio Straße. CZT ztitätnr.i.Giizuiitftv,

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Editorielles

Die associirte Presse hat die Anficht deö früheren amerikanischen Gesandten in Madrid, de Herrn H.Taylor, über die Botschaft deö Präsiden,ten eingeholt, soweit fich dieselbe auf Cuba bezieht, und veröffentlicht dieselbe. Sie ist außerordentlich interessant, namentlich der darin enthal tene Hinweis aus den Umstand, daß die spanische und die amerikanische Reglerung in dieser Angelegenheit gleich autokratifch gegen den Willen de Volke oder wenigstens der Volköver tretung handeln. Was unsere Regierung betrifft, so ist eS ja richtig, daß die vom Congresse pasfirten Resolutionen betreffs' Cubaö sowohl von Cleveland, wie von MeKinley absolut ignorirt wurden. Auch ist die Annahme durchaus berechtigt. daß die Mehrheit unseres Volkes gerne sehen würde, daß unsere Regierung dem grausamen, mörderischen Kriege auf Cuba durch energisches Cinschreiten ein Ende machte. Aber daS Kabinet will nicht und was Volk und Congreß wollen ist gleichgiltig. Zn Spanien ist eS ähnlich, nur mit dem Unterschiede, daß dort die Hand. lungSveise nicht eine negative, sondern eine positive ist. Herr Taylor macht daraus aufmerksam, daß die Autonomie sür Cuba nicht daS Resultat der Gesehzebung, sondern der ministeriellen Verordnung ist und deshalb keinen Werth hat. Jeder, der mit der spanischen Gesetzgebung vertraut ist, sagt Herr Taylor, weiß, daß eine rechtögiltige Bewilligung eineS autonomen ColonialsystemS. welches nicht nur den Widerruf aller bestehenden Gesetze, sondern auch die Nebertragung der Controlle über einen großen Theil der nationalen Einnahmen Spanien? an' eine coloniale Legiölatur umfaßt, nicht gemacht werden kann ohne ein Gesetz, welches von beiden Häusern der CorteS passirt und von der Königin Regentin bestatigt ist. Der soeben gemachte Versuch, dieses Resultat durch einen einfachen königlichen Erlaß zu erzielen, ohne daß derselbe durch einenparlawentarischen Beschluß sankhonirt ist, st daher von Romero Robledo, dem früheren Zustizminifter, gerechterweise als ein rein revolutionäres, die Gesetzgebung verleugnendes Verfahren bezeichnet worden. Wissend, daß die Nation gegen ihn st, darf Sagasta eS nicht wagen, feine Absichten in der Hauptfrage klar darzulegen und eS ist sicher, daß, wenn er elbst nur seinen unvollständigen Plan den CorteS vorlegen würde, derselbe entweder gänzlich verworfen oder so amendirt werden würde, daß ihm alle Lebenskraft genommen wäre. Bevor SagaftaS Plan nicht durch die CorteS zum Gesetz erhoben ist, kann er nicht zur Würde eineS Vorschlages erhoben werben und ist derselbe, von einem geschlichen coaftitutionellen Standpunkte auS, nur so diel Makulaturpapier, als er Bogen zählt. Herr Taylor bezeichnet den Vorschlag SagaftaS aber auch in seinen Wirkungen alS Schwindel, denn da der cubanische gesetzgebende Körper kein Gesetz eadgiltig ohne Zustimmung deS Generalgouvernörö machen könnte, dieser aber von der spanischen Regierung eingesetzt wird, so kann die Regierung indirekt jede selbstständige Gesetz. gebung der Cubaner verhindern und schließlich die Insel gerade so wie zuvor regieren. Herr Taylor bespricht ferner die virthschastlichen Verhältnisse der Insel und deut-t an, daß sich dieselben unter Spaniens Herrschaft nie ändern werden. Er beschreibt dann den Heldenmüthigen Kamps der Cubaner, die Aussichtslosigkeit der Spanier und schließt, wie folgt : Und dennoch hat diese herzlose, selbstsüchtige Botschaft deS Präsiden ten McKinley nicht ein Wort der Ermuthigung oder Sympathie für dieses, unser Nachbarvolk, welches jetzt zu Tausenden vor unserer Thür stirbt und hungert. Zum Glück für die Ehre dieser großmüthigen christlichen Nation ge steht diese Botschaft mit Kälte und gnädigem CyniSmuS, daß sie nicht die Gefühle deS amerikanischen Volkes, die sie vor einem Jahre durch eine ge meinschaftliche Resolution beider Häu ser deS CongresseS ausgedrückt wurde, kuSspricZt. Dem Ccnreß wird höflich

von Herrn McKinley gesagt, daß er fich

um seine Geschäfte kümmern solle; daß, wenn die Anerkennung der Cubaner in der Zukunft nothwendig erscheinen sollte, die Ezkcutive ohne Einmischung deS CongresseS handeln werde. Man alaube allaemein. das; diese wohler wogene Verschwörung zur Verhin derung deS Willens der Nation durch einen Appell an den republikanischen und servilen Sprecher deS Repräsen. tantenhauskS ausgeführt werden wird von dem man erwartet, daß er die Re geln manipuliren wird, um die Pas. firung der Anerkennungsresolution. die der Senat schon adoptirt hat. zu verhindern. Mit anderen Worten, die Tyrannei deöSprecherdeS HauseS werd zum Besten spanischer Tyrannei ge braucht werden, um irgend einen Sym pathieauSdruck oder 'die Anerkennug der kubanischen Regierung zu ver hüten. ' Archlllilchrichleli. Inland. Wetterbericht. Kälter, zeitweilig Reg'N heute Nacht, morgen schönes kälteres Wetter Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 62 Grad, niedrigfte 52 Grad.' , DerProzeßLütgert. Chicago, 9. Dez. Richter Gary entschied heute, daß ein Berichterstatter, welcher einen Fall gehört und Berichte darüber geschrieben hat, kein unparteiischer Geschworener sein könne, selbst wenn der behauptet, keine Ansicht über die Schuld oder Unschuld deS Angeklagten zu besitzen. Ehe Richter Gary diese Entscheidung abgab, durchsuchte er mit großer Sorgfalt die Gesetzbücher, fand jedoch, daS noch niemals einem Staatkobergericht eine derartige Frage vorgelegt wurde. Unter den für heute vorgeladenen Geschworenen befand fich David C. Sasseen, ein ZeitungScorrepondent, welcher als Vertreter der New Sork Sun" dem ersten LütgertProzeß beigewohnt und Berichte darübe? geschrieben hat, in denen er jedoch, wie er hervorhob, nie eine Anficht über die Wahrheitsliebe von Zeugen und den Werth ihrer Aussagen äußerte Er beantwortete alle an ihn gerichteten Fragen in vollständig zufriedenstellender Weise und die Vertheidigung drang aus seine Annahme, da sie glaubte, daß, wenn der erste Prozeß ihn in keiner Weise habe beeirflussen können, auch der zweite ihn nicht von der Schuld LütgertS überzeugen würde. HilfS-Staatöanwalt McEwen erklärte edoch, daß ein Berichterstatter bei der Abfassung seiner Berichte gewissen Aussagen mehr Wichtigkeit beilege, alS anderen, und infolgedessen zeige, daß er nicht ganz unparteiisch sei. Richter Gary schloß fich dieser Anficht an und rotz deS Protestes der Vertheidigung wurde Sasseen entlassen. Allgemeines Erstaunen riefen die Aussagen Jacob Kranza'S. eineS Poen, No 665 Lake Sir, hervor, der behauptete, noch nie etwa? über Lütgert oder den Lütgert - Prozeß gehört zu haben, trotzdem er feit Iahren in Chicago ansässig ist. Lesen Sie Zeitungen?" fragte ihn verwundert McEwen. Nein, ich lese nur Romane und Romanzeitungen", antwortete Kranza. Da eö fich im Laufe seiner Prüfung zeigte, daß er verschiedene englische Ausdrücke' nicht verstehen konnte, so wurde er entlassen. Die Auswahl von Geschworenen machte heute keine Fortschritte. Beide Parteien gebrauchen äußerste Vorsicht in der Auswahl ter letzten beiden Geschworenen, und es dürste einige Zeit vergehen, bis die Jury vollständig werden wird. Ein Lynchgericht und seine Folgen. Little Rock, Ark., 9. Dez. Am Donnerstag fand man neben der Landftraße in Sebastian County zwischen Romanza und Zenvtz Lind die Leiche deS ConstablerS Jameö Murray. Die Hände waren ihm auf dem Rücken zu sammengebunden, eine tiefe Furche am HalS zeigte, daß er erdrosselt worden war, und außerdem zeigte. der Körper ein Dutzend Schußwunden auf. Der Constabler hatte fich nach Jenny Lind begeben, um einen Bergmann, Namens Ncvroom, zu verhaften, waZ ihm au5)

ohne Schwierigkeit gelang. Um Mt

ternacht trat er mit seinem Gefangenen den Rückweg von 3enr.y Lind. Seitj dem hat man ihn nicht mehr lebend gesehen. Er ist wahrscheinlich auf den i r-. , im na . m Wege von oen reunoen Jcrooo überfallen und als er fich zur Wehre setzte, ermordet worden. Heute trifft von Zennie Lind die Nachricht hier ein, daß die Minenar beiter von Bonanza ihre Theilnahme an der Ermordung deS ConstablerS Murray eingestanden haben. ES wird gesagt, daß sie den Beamten von Se bastian die Nachricht sandten, daß fi in die Schachte der Minen komme sollten, wenn sie Verhaftungen auS ihren Reihen machen wollten, und daß sie dann alleS haben sollten, waS fi nur wünschen könnten. Die Minen leute find mit Dynamit gut versehen und man weiß, daß eS ihre Abficht ist die Mine in die Luft zu sprengen wenn versucht werden sollte, sie zu ver haften. Die Mine ist von einem star ken Ausgebot von Sheriffsgehilfen umstellt. Der Sheriff sagt, er werde die Minenarbeiter zur Uebergabe zvingen und selbst, wenn er die Mine in Brand stecken müsse. Man glaubt, daß sich an dem Lynchen deS ConftablerS 3000 Minenleute betheiligten' Man glaubt ferner, daS Blutvergießen bei der Verhaftung der Mörder entstehen wird. A uö Cu b a. H a v a na, 9. Dezember. AuS dem spanischen Hauptquartier wurde heute offiziell gemeldet, daß eine Schaar Insurgenten durch Verrath eineS Offiziers in Caimanera, nahe Guantenamo, eingedrungen.sei. Caimanera, ist der Hafen von Guantenamo und liegt 15 Eisenbahnmeilen vom letzteren Platz entfernt an der Bai os Guantenamo, welcher auch alS Cumberland Hafen bekannt ist. Die Znsurgevtenschaar bestand laut dem offiziellen Berichte auS 40 GuerillaS, Freiwilligen und eingeborenen Cubanern. Sie sollen angeblich die Läden geplündert und $30,000, die unlängst von Havana eingetroffen waren und fich an der Wherste befanden, fortgeschleppt haben. ES wird serner gesagt, daß die Insurgenten die Polizeiinspektoren und zwei GenSdarmeS tödteten und einen spanischen Zahlmeifter NamenS Jose Vigil verwundeten. Mehrere spanische GuerillaS schlössen fich den Insurgenten an. Generalcapitän Blanco hat besohlen, daß die Vertheiligung von Rationen an die Conzentradoö eingestellt werde. ES wurden 5100,000 dasür derauSgabt. Ausland. Der F a l l D r e y f u S. P a r i S, 9. Dez'. Durch daS neuerliche Herumrühren im Sumpfe der DreyfuS - Affaire ist eine Menge Schmutz und Schlamm an die Oberflache gekommen. Aber die leidige Angelegenheit läßt fich jetzt nicht mehr ohne Weiteres aus der Welt schaffen, denn der Coloß öffentliche Meinung" st nun einmal ausgeweckt worden und verlangt energisch eine Aufdeckung deS Skandals. Von diesem Gesichtspunkte auS hat fich wohl auch der KriegSminister General Billot gezwungen gesehen, trotz der öffentlich erklärten Ueberzeugung von der Schuld deö verurtheilten DreyfuS, dem Lande wenigstens infoweit ein Zugeftändniß zu machen, daß er die Einsetzung einer UntersuchungSCommission versprach, der alleS Material zur Verfügung gestellt werden soll. ' DieseS Versprechen hat die öffentliche Meinung noch besser befriedigt, alS eine nochmalige Aufnahme deS Prozesses durch ein Kriegsgericht, da von einer Commission viel eher eine unparteiische Untersuchung zu erwarten ist. wie von einem Kriegsgericht, daS Voraussichtlich von dorneherein unter dem Eindruck steht, daß eS, um die Ehre der Armee und deS ersten Kriegsgerichts zu retten, den nun doch einmal Verurtheilten, für schuldig befinden müsse. Der Kriegsminister versprach auch dem Senat, den Obersten Efterhazy, zur Rechenschaft zu ziehen über die bewußten Briefe, in welchen er Frankreich beschimpft und angreist; doch hat man wenig Glauben, daß diesen verräther" wirklich der strafende Arm der Gerechtigkeit mit voller Wucht treffen werde, denn e5 ist durch dieses Wühlen im O.lamme bekannt ecrd:?, taj

die Gräfin Esterhazy, die hochgeborene

Gemahlin des Beschuldigten, mehrere Jahre lang ein sehr intimeS Verhältniß mit dem General de BoiSdesfie, dem Chef deö großen Generalstabö de? französischen Armee, unterhalten hat. daö sogar nicht ohne Folge geblieben sein soll. Die Beziehungen der schö nen Gräsin mit dem galanten General sollen übrigenö noch immer nicht ab gebrochen sein und deöhalb find auch viele der Anficht, daß Oberst Esterhazy niemalö vor ein Kriegsgericht gestellt, auf keinen Fall aber so bestraft werden wird, wie er eS eigentlich verdient hätte. Da aber die ganzen Fäden der gro ßen DreyfuS-Jntrigue bei General de BoiSdesfie zusammenlausen, der nicht nur alS sein Hauptgegner und Anklä ger bekannt ist, sondern auch alö der leitende Geist bei dem berüchtigten Prozeß und der darauffolgenden Verurtheilung betrachtet werden muß, so bekommt die ganze Tragödie, dessen Hauptheld aus der einsamen TeufelsInsel schmachtet, hierdurch ein anderes Aussehen, denn trotz aller Versicherungen, daß der Fall Efterhazy" nichts mit dem LandeSverrath, dessen Drey fuS bezichtigt wird, zu thun habe, kommt man allmählich zu der Einficht, daß, wenn überhaupt ein solches Verbrechen verübt wurde, der wahre Schul dige wahrscheinlich noch in Amt und Würden einherftolzirt.Man behauptet jetzt, daß sowohl die Gräsin Esterhazy, wie ihr galanter Seladon, zusammen mit Anderen, entweder ein gewisses Interesse daran hatten, DreyfuS zu verderben, oder ihn als Schild für den wahren Schuldigen wahrscheinlich eine sehr hochstehende Persönlichkeit benutzten und daß diese? ominöse Schriftstück, daö direkt die Verurtheilung deö Hauptmanneö DreyfuS herbeiführte, von Niemanden Anderö, alö von der schönen Gräfin Esterhazy abgefaßt wurde, und sogar die Art seiner Bestrafung von dem edlen Liebespaar schon im Vorauö erdacht worden sein soll. DieMarinevorlage. B erlin, 9. Dezember. Die Debatte über die erste Lesung der Marinevorlage wurde heute geschlossen. Die Vorlage wurde an die BudgetCommission verwiesen. OHiNs'NaHriHten. Angekommen in : New Sork: Trave" von Bremen; Nordland" von Antwerpen. Bremerhaven : Spree" von New Jork. L i v e r p o ol : Pennland" von Philadelphia. Marseilles: Scotia" von New Sork. Rotterdam: Obdam" von New Sork. allerlei. m Äurrraae erner cavitalkraftigen Actiengesellschaft werden zur 5Zeit die Vorarbeiten für eine Drahtseilbahn nach Klondike ausgeführt. Die Bahn soll über den Paß nach dem Crater Lake führen Von Dyea aus wird auf eine Strecke von 8 bis 9 Merlen eme Eisenbahn angelegt werden, dann soll dm Dyea Cannon aufwärts eine an Drahtseilen schwebende Bahn über den Chilkoot - Paß nach Crater Lake fuhren. Die Bahn soll schon im Januar 1898 in Betrieb gesetzt werden und ist auf die tägliche Beförderung von 280 Passagieren und 150 Tonnen Fracht eingerichtet. Die Unternehmer rechnen auf einen Andrang von 75.000 Goldsuchern im nächsten Frühjahr. JmCentrumvonTunesien herrscht infolge der Trockenheit und gänzlich ausgefallenen Körner ernte schreckliches Elend; die Araber sammt ibren Herden find dem Hunger tode nahe. Emige Kaufleute aus Susa hatten den guten Gedanken, Mais aus Rußland zu sehr billigern Preise kommen zu lassen. Als nun aber der Dampfer Euryanthe mit 400 Tonnen über Marsellle tn susa ankam, verlangte die Zollverwaltung kraft der bestebenden Vorschriften die Anwendung des Minimaltarifs, die Mais mit 6j Francs für die Tonne beleat. 50 Vrocent des Werthes. Die Händler erhoben Einspruch die Karawanen warteten, aber der Steuerdirector blieb fest. Erst den Bemühungen des Präsidenten der Handelskammer und dem Einschreiten des Herrn Millet gelang es, die russische Herkunft gelten au lallen, wonacz vicn. 15 Centimes tat ixt Zcri vx ntniti und.

Einen EZniabria-Frei

willigen hat gegenwärtig die Regimentsmufik des Kaiser Franz - Regiments in Berlin. Er heißt Willy Lehmann und ist der Sohn eines Steuerbeamten. der ebenfalls bei der Musik des Franz Regiments aedient bat. Der junge Mann erwarb das Zeugniß 4 1 .m. f l . 1. r c jjuui ciujuuuijc juicnji aus oer 1. siao tischen Bürgerschule in der Alerandr! nenstraße und besuchte dann die Hochsckule kür Musik in her nnfahm.r I I ' I " yvui(ivr straße. Wenn die Regimentsmusik vienstlicy spielt, so schlagt der Einjäbnge das Gloaenspiel. rn Concerten wirrt er als lieuo - Solist. hiesiges. Nette Kinder! Der neunjährige Wayne Knottö und serne zwölfjährige Schwester Gertie wurden gestern Nachmittag um 3 Uhr auf Befehl deö Polizeisuperintendenten in dessen Office gebracht. Herr Quig ley unterwarf die beiden Kinder einer strengen Prüfung, wobei sich die Wahrheit der von Wayne vor einigen Tagen angegebenen Thatsachen, daß seine ältere Schwester ihn zum Stehlen verleite und anhalte, bewahrheitete. Der Superintendent ließ die beiden nach einer strengen Strafpredigt lauen, nachdem sie ihm versprochen hatten nie wieder zu stehlen. Kaum eine Stunde später wurden sie von den Geheimpoliziften Weible und Thornton in dem Augenblick abgefaßt, alö sie vor dem vibliothekögebäude eine Bicyclelampe und ein an einem Fahrrad angebrachte ledernes Werkzeugetuis stahlen. Sie wurden natürlich verhaftet. Ihr Verhör ist morgen. Oüte. Kavven. Sandfckube. Kravatten, Hemden. Unteneua zc. für Herren find unstreitig am besten und billigsten bei dem ältesten und vraktischten Zuschneider für Serrenkleider in der Stadt, 3 0 h n R 0 s en b e r g , 354 Ost Washington Str. zu finden. CZT Die G.heimpolizisten Kinney und Gerber verhafteten gestern Fred. Conner und John Sage. Conner wollte bei einem Pfandleiher eine Uhr versetzen, welche kürzlich dem Zohn 3. Bremer geraubt wurde, der an den bei dem Raube erhaltenen Verletzungen starb. Sage, der außerhalb deö Ladenö stand, wollte davon laufen, alö er die Geheimpolizisten sah, wurde aber eingefangen. Conner behauptet, daß Sage ihm die Uhr gab. Ihr Verhör am 16. Dezember. Saliiflub tritt oft auck bei kaltem Wetter, die innere Sand ergreifend und andere Körvertbeile Hood'ö Sarsaparilla, der große Blutremiger heilt Valzfiuß. Höod'ö Pillen wirken vor,üalich nach der Mahlzeit und kuriren Kopfweh. 25. CZT Die County - Commissäre hörten gestern die Remonftranz deö MännerchorS gegen die Gewährung einer SchanklizenS an LouiS Sußman an, der in nächster Nähe der Männerchorhalle ein sogenanntes Barrelhaui" eröffnen will.' Der Advokat deö MännerchorS ist Henry Spaav, der Vertheidiger SußmanS, Advokat Kealing. Letzterer brachte als Grund sür Gewährung einer LizenS vor, daß der Männerchor ja selbst in seinem Gebände eine offene Wirthschaft betreibe, mithin er dasselbe thue, waS er gerne bei Sußman verboten sähe. Die Kommissäre behielten fich daö Urtheil vor. Die von Max Dessauer geforderte SchanklizenS wurde wegen eheö technifcden Fedlerö nicht bewilligt Der New York Store. (CtaMlrl 1853.) Clienten für Butteritt Muster. 2 Samstage biö Weihnachten. Kommsn Sie ehe das . Gedränge zu groß wird. Bargains' morgen in allen Departements des SS 3 EM

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