Indiana Tribüne, Volume 21, Number 78, Indianapolis, Marion County, 5 December 1897 — Page 2

Untauglich zum Statisten. ! AuZ meiner Komödiantenzeit. . , An Vielen - größeren . Hof .. und StabÜfcatern Ä)eutschland's ,. muß das Schauspielerpcrsonal in der gro-, ßen Oper als stumme Personen mit wirken. Auch foi unö, mir aber war das m höchsten Grade langweilig und am liebsten hätt ich gesteift. Zunächst versucht ich, mich auf der Probe zu drücken. Ich kam nicht zmk LZorschew. Doch mein liebenswürdiger D!5 tor war Feuer und Flamme für tinz reiche, glanzvolle Ausstattung iind rechnete mit jeder verfügbaren ifcrast. Wo ist dem Herr 5.?" höric ich ihn in der Lohengrin - Probe rufen. Tr brauchte wöch für eine Ritter.gruppe cm Ufer der Scnelde im ersten Äkt. Dabei .spähte er in die Coulissen imd hatte inich bald entdeckt. Bitte, Jbitte," sagt, er spöttisch. Sie sind feierlich geliden, näher zu Mieten und -initzuwirken." Mißvergnügt trat ich hervor. Die Callegen machten .sich darüber Tustig. Alter 'Drückebergers rff. mir der Zugendliie Komiker zu. ,ämmer 'ran! 'Nicht MUdiakeit vorMtzm. Als Ümx ' jungen Leute 'nach der Probe. beim Frühschoppen .saßen, neckten mich die Anderen; &a kam mir ine .Jtee und ich rief: JlXm was wollen wir wetten, daß ich Heute Abend im Lohengrin nicht mitthue.?" Mensch, bist Du iall?" rief der jugendliche Komiker. Der -Direktor läßt in diesem Punkt nicht .mit sich spaßen. Weigerung, in der Oper mitzuwirken, ist im seinen Augen Contractbruch." Weigere ich mich denn?" erwiderte ich. Nochmals: Wassgilt die Wette, .daß ich heute Abend 'von der Stattsterie befreit bin?" .Du willst Dich 'krank melden?" Ifagte der CharaUerspieler. Fauler Lauber." Nein, ich komme 'in.'s Theater und Uvnke trotzdem nicht mit." Die Wette halte ich!" rief der j zgendliche Komiker.. Eine Runde Vier rach der Vorstellung. Einverstanden ? Genehmigt Am Abend kam ich etwas später als meine Collegen zum Ankleiden in den Garderoberaum. .In zehn Minuten war ich zum Ritter umgewandelt und eilte auf die Bühne. Der Direktor war damit beschäftiot. die letzte bessernd Hand an die Aufstellung des Gefolges des Königs Hein rich zu legen. Meine Eollegm standen bereits sämmtlich Modell, ?nur ich war noch nicht eingereiht. Ohne viel Geräusch faßte ich neben dem Direktor .Posto. Ein auffälliges Tuscheln und La.chen ging durch , die Reihen der edlen Damen und Herren, als sie mich erblickt hatten. Ich verzog keine Miene. Plötzlich wendete der Direktor sich Ziach mir um. Mit Entsetzen -auf den Zügen musierte er mich. Dann runzelte er die Brauen und .schaute mir prüfend in die Augen. Ich that unschuldig) wie möglich. Die Anderen begannen laut zu lachen. Ich danke für Ihre gütige Mitwir. Jung," sagte der Direktor halb ärgerlich, halb belustigt zu mir. Ich versichte gern darauf." So wünschen S meine Dienste Heute Abend nicht?", fragte ich unbefangen. Richt einmal als Füllsel im Hintergrund hinter den Soldaten," sagte er. Durchaus .untauglich zum Sta tisten." Aber, Hm: Direktor" Bitte, kleiden Sie sich aus. Geben

Sie spazieren oder schauen Sie zu, nur wirken Sie nicht mit," sagte er ify l . i enil hieven. : . -. , Das ließ ich mir. nicht zweimal sagen. Ich verbeugte mich und derschwand von der Bildsläche. Die List war gelungen, die W;tt xoaz gewonnen. Und worin hatt: rriri c Neine ve lanoen? Ich hatte mir den Coeur - Buben angeschminkt. Eine semmelblonde Verrücke mit wulstigem, abstehendem Haar oedeate den Kops: auf die Wan gen hatte ich mir kreisrunde, rothe Aepselchen geschminkt, auf die Lippen hatte ich tiefstes Roth gelegt; daS längste Schwert baumelte mir vor dem Bauch, und durch einen himmelblauen Seidenanzug hatte ach zwei burgunder the Beine gesteckt. In diesem Auszug hätte ich auf je dem Karneval Aufsehen erregt. Der jugendliche Komiker zahlte an standslos die Runde Bier. Mein au ter Direktor aber bekam mich höllisch us den Ulrich. Als Statisten hat man mich doch irotzdem nicht wieder mitwirken lassen. ' Der kritische Tag. Hutmacher: Was soll 's für ein Hut sein; etwas Besseres?" Bauer: Nein, ein dilliger, für Sonntags!" Hutmacher: Gin billiger, für Sonntags?" Bauer: Na za, Sonntags gieot's immer Prü gelei und da ist er doch bald hin!" Einfache Erklärung. Du, Male, was ist das für Zeug's, das hier angezeigt ist: l'oudre di riz?" Damit kleben sich die Stadt damen die Ritze in der Visage zu." Sehrwahr. Dame: Unsere Tochter singt nicht, spielt nicht Clavier, betreibt überhaupt keine Kunst!" Herr: Da konnte man sie za als Wunderlind ausstellen!" Entsetzlich. Erster Freund: Du. meine Frau hat für ihren neuen Hut sage und schreibe fünfzig Mark bezahlt. Ist das nicht entsetzlib?zweiter freund: Entsetzlicher als Du ahnst jetzt muß ich für meine Frau mindestens einen für sechszig Mark kaufen."

Aas Möi -

Von Dietrich Thedcn. '.' "- ' ' ' l. Y ' .. Edrnund Althaller hattet auf dem wemumrankien Balkon seiner Braui gegenüber Platz genommen, fuhr mit den: Taschcntuche ein paarmal .über das erhitzte Gesicht und' begann eilfertig: , ,. . Also, Lieb', setz' Dich recht fest hm und puß auf. In sechs Wochen soll unsere Hochzeit sein, dann sind wir vereinigt für's Leben vorher aber leider die Firma hat mir heute früh erst die Mittheilung davon gemacht ein Blitz aus heiterem Him mel ganz plötzlich Ich bin schier confus, Du kannst Dir denken. Marie na, kurz heraus: ich muß heute noch abreisen, muß noch einmal auf die Tour nicht lange, auf drei Wochen blos, das letzte Mal " Aber Edmund, von Muß kann doch nicht die Rede sein, habt Ihr doch Eure drei Reisenden imd bist Du doch selbst jetzt Mitinhaber derZsirma, der ebensogut bestimmen kann, wie Herr Maßmann " Er zuckte die Achseln und schüttelte lebhaft den 'runden Kopf. Geschäftes stieß er hervor und setzte belehrend hinzu: Gewiß bin ich Theilhaber nnd kann als solcher so gut bestimmen, n?as geschehen und im terbleiben soll, n?ie Freund Maßmann. Abei geiade meine jetzige Stellung in der Fstnna legt mir neben gewichtigen Rechten auch ganz besondere Pflichten aus, nnd während man früher noch emmal, bildlich gesprochen, ein bischen über die Stränge schlagen, das heißt, seine eigenen Interessen ein klein wenig Ztber "die der Firma gehen lassen konnte, muß man jetzt, wo man selbst zur "Firma gehört, alles Persönliche rirrücktreten und das Geschäft allein den Ansschlag geben lassen. . . ." Ja, ja; aber Eure Reisenden Du sagtest doch früher selbst, diePrinzipale könnten ruhig daheim bleiben, Ihr versenden seiet mit den Kunden vertrauter, als die Chefs, die mit ihrem steifpeterigen" und hochnäsigen" Auftreten eher zum Schaden, als zum Vortheil wirkten " .Stimmt ja Alles, Mieze ist ganz recht so, das heißt, die Chefs sind sich ab doch nicht alle gleich ich zum Beispiel " Ja. Du " Ra, siehst Du. Ich bin der Alte geblieben. Mich kennen die Kunden, bei mir liegen die Chancen also ganz anders. Ich befestige die Verbindungen, mache einen äußerst vortheilhaften Eindruck, wenn ich mich auch jetzt noch hinausbemühe. Das ist Maßmanns Ansicht auch " Ach der!" Ra, liebks Kind, ein tüchtiger Geschäftsmann ist er unter allen Umständen. Er hat einen Scharfblick " Natürlich, bleibt aber selbst hübsch zwischen seinen vier Wänden und mißbraucht seinen Compagnon. . . ." Mißbraucht, ich bitte Dich! Ich weißt Du, ich kann Dir ja nicht AlleZ erklaren, aber wir wollen unserer Fabrikation einen ganz neuen Zweig einfügen die Idee stammt von mir großartiges Geschäft, sage ich Dir da will ich noch einmal selbst hinaus, selbst horchen, selbst einführen es acht nicht anders, zum Vortheil des Geschäftes muß ich das Opfer bringen. Ein schweres Opfer, Mieze, drei Wochen Trennung " Und so kurz vor unserer Hochzeit " Mehr als ich kannst Du das auch nicht bedauern. Wahrhaftig nicht, Mieze. Komm, sei wieder gut. Ich verspreche Dir auch " Was denn ?" Na ja, ich meine, wenn ich die Reise abkürzm kann Du kannst Dich doch darauf verlassen, daß ich eile, fliege " . Wenigstens bei der Abreise Na, hör mal Kommst Du auch nach Berlin?" Einen Augenblick, ich habe den König zu mir gesteckt und will Dir gleich die Route angeben. Also zunächst Leipzig. Zwei Tage. Dann Halle. Einen Tag. Magdeburg. Höchstens zwei Tage. Stendal und Wittenberg je einen Taq Für die Nester?" Bitte sehr einige Firmen dort, hochfein, gerade für uns. Dann Parchim. Neu - Brandenburg. Stettin " Ich weiß schon genug, Edmund. Immer so zwei Stunden um Berlin herum " Von Stettin Angermünde, FreienWalde, Cüstrin, Frankfurt " Und Berlin?" Er schüttelte energisch den Kopf. Geht mich diesmal gar nichts an. Kannst ganz ruhig, sein, ich versichere Dich." Wie lange warst Du das letzte Mal dort?" Das war, Schatz. Das ist nun vorbei." Drei Wochen, nicht wahr?" fuhr sie unbeirrt fort. Er wehrte ungeduldig ab. Aber Du mußt doch vernünftig sein. Mieze! Du weißt doch, welche Aufträge ich gerade dort gesammelt habe. Maßmann selbst - hat anerkannt " Daß Dein Conto während - des Berliner Aufenthalts bedenklich belastet wurde." Hat er gesagt? Na warte, Müsjöh. Mein Compagnon " Hans Holten?" Mit Dir ist nicht zu reden." So! Ich weiß aber, daß Ihr schöne Streiche gemacht habt." Ach so! Also Bummelcompagnon " So sagst Du!" Ich werde, Hans aufklären, welches vnrtheilhaften Rufes er sich bei seiner Duzfreundin erfreut."

' Daran brauchst Du mich nicht' zu innern. Daran warst Du überhaupt

Schuld. Haft Du Nicht selbst verlangt, daß wir Brüderschaft trinken sollten, Deine beiden besten Freunde"?". Gewiß, und es war auch richt so!" Ich danke für ,. einen solchen Freund.Nu wird's Tag! So ein kleiner Kopf und fo voll Motten! Aber auf Hans laß ich nichts kommen." Natürlich nicht." Er ist der prächtigste Mensch." O gewiß." Eine Goldseele.Eine Perle " Jawohl, mein Schatz " . Fährst Du nach Berlin?" 'Nein " Triffst Du ihn sonstwo?" Bewahre " Du. Edmund," ihr rosiges Gesicht zeigte wieder ein Lächeln und ihre Stimme klang schmeichlerisch weißt Du was? Du schreibst mir jeden Abend einen Brief, nicht wahr, damit ich weiß, wo Du Dich aushältst. Ja. Schatz?" Er suchte zu handeln. ' Alle zwei Tage' " - ' Nein, nein, jeden' Abend. Einen an mich, einen an's Geschäft, aber meinen zuerst. Ja?" Er fugte sich. Eigentlich hast Du ganz Recht. So kann ich auch auf der dummen Reise stets mit Dir plaudern. Und Du wirst sehen: Berlin ist nicht." Sie schmiegte sich zuthunlich an ihn. Den Hans können wir ja auch hierher einladen, Schatz. Nach unserer Hochzeit. Es thut ihm gut. wenn ich ihn unter meine Obhut nehme. Und hier ist er auch ganz anders. Wirklich ganz nett." Das ist ein Wort, Mieze. Du bist doch ein kluges, reizendes Frauchen!" lobte er vergnügt. Er verabschiedete sich zärtlich und eilte in seine Wohnunq. Auf dem Schreibtisch lag eine Depesche.' Er Öffnete sie und las: Wann kommst Du? Hans." Er überlegte. Fast hatte er sich schon vorgenommen, die Metropole nicht zu berühren. - Aber diese gründlose Eifersucht des hübschen bräutlichen Blondkopfes.-der schon vsr der Hochzeit alle Anlagen' zu einer kleinen Tyrannin entwickelte, konnte ihn doch nicht abhalten tzr rechnete. Abfahrt Donnerstag Abend Leipzig und Halle Freitag Magdeburg Sonnabend Sonnabend Abend Abstecher Berlin natürlich, das paßte wie ausaefucht. Er würde sich freilich sputen müssen, um fertig zu werden aber er hatte es schon manchmal gethan. es ging auS diesmal. . . . VoraussichtlichSonnabend Abend depeschirte er an Hans Holten. n. Edmund Althaller erfreute sich bei seinen Kunden, die er fast ausnahmslos durch lange Jahre kannte, einer Beliebtheit, deren sich nur wenige Reisende in gleichem Maße rühmen konnten. Wo der kleine, etwas beleibte, allzeit joviale Reisende eintrat, flogen ihm lebhafte Begrüßungsworte ntgegen, fast spielend ging er vom Persönlichen zum Geschäftlichen über, und auch bei einem noch so kurzen Besuche zeigte sein Notizbuch stets eine ganze Reihe höchst ansehnlicher Bestellungen. Der Cbef Edmund Althaller wurde noch liebenswürdiger empfangen und trotz semer Elle noch reichlicher mit Aufträgen bedacht, als der frühereNeisende; der neue Artikels fand lebhaften Anklang und Absatz der Erfolg war der denkbar beste, die Perspektive für die Zukunft großartig 'der neugebackene Chef schwamm in Wonne. Aber nach Berlin kam er zu der angesagten Zeit doch nicht. Das flotte Geschäft riß ihn fort und ließ ihn ganz in Eifer aufgehen. Pünktlich berichtete er Abend für Abend an Braut und Firma, immer wieder verschob er den Abstecher nach der Reichshauptstadt, beruhigte er den ungeduldigen Freund bis er nach Cüstrin kam. eines größeren Geschäftes wegen einen Tag rasten mußte.noch dazu einen Sonnabend, und diesen dann benutzte, die lange verschobene Fabrt endlich anzutreten. Bevor er in aller Frübe sich nach dem Bahnhof bemühte, ließ er den Hotelier vx sich bitten und übergab ihm zwei Briefe. Lieber Freund, Sie wissen, ich bin verlobt. Vielleicht sind Sie mit mir der Ansicht, daß das kein Grund ist, immer so dicht um Berlin berumzukutschiren, ohne 'mal einzukehren? Also ich dampfe hin. Zu Hause braucht man das aber nicht nothwendig zu wissen, also thun. Sie mir den Gcfallen, aeben Sie den einen Brief diesen hier beute Abend, den zweiten morgen Abend auf, auf daß sie daheim glauben sollen Sie versteben. . . . Verwechseln werden Sie sie hoffentlich nicht: mit Marke für beute, der ohne Marke für morgen, kleben Sie dann einen Aehnvfenniasckein darauf. . ." Wkd Alles besorgt. Herr Althaller." Und wurde besorgt, pünktlich und ohne. Versehen. Sehr amüsant war es hi:r nicht," schloß der Sonntagsbrief an die über das vllnktliche Eintreffen der Briefe glückliche Braut. Von drei bis sechs Skat gespielt, eine halbe Krone eingeheimst, aber doch lanaweilia, dieseDreschere!. Ick, werde überzufrieden sein, wenn ich erst wieder nach Dresden und zu meiner Mieze eilen kann. Morgen fahre ich nach Frankfurt. Abends erhältst Du schon von dort aus einen Brief. Tausend Grüne und Küsse. Allzeit Dein getreuer Edmund." Hans Holten, durch eine erneute Dedesche benachrichtigt, war auf dem Lahnhof. den alten Freund zu empfangen. Die Begrüßung war herzlich der Tag verlief köstlich. Am Abend besuchten sie die Neue Oper. Der Ver-

schwender" wurde gegeben. Die Ehe, ristane," sagte Edmund beim Auftreten der Fee, sieht auf ein Haar au? wie meine Mieze -r wirklich." Nach der Vorstellung wurde das- Wohin berathen.' Ich bin für das Reelle," erklärte der Bräutigam würdig;-, daö Herumziehen in zweifelhaften Kneipen sagt mir nicht mehr zu. Ich schlage Hi'ller vor." Also Hiller. Holten stimmte lachend zu. - Mit einer Tasse Mokka im Bauer" schloß der Abend. . Zum Mittagstisch am folgenden Tage hatte Holten verschiedene gemeinsame Freunde mit ihren Damen eingeladen. Die Frauen gratulirten dem glücklichen Chef und Bräutigam. Edmund strahlte und bestellte einige Flaschen Sillery. Die Pfropfen knallten,, die, Stimmung wurde immer animirter. Althaller reihte Schnurre an Schnurre. In .vorgerückter Nachmittagsstunde brachen die. Verheiratheten aus, Edmund und Hans schritten nach des Letzteren Wohnung, um ein wenig auszuschnaufen. - Edmund seufzte vernehmlich. Na?" stieß Holten fragend aus. Ju dumm," brummte der Erstere. Was denn, Edschnauz?" Sie waren unter sich. Holten wandte die vertrauliche Anrede an, in die er den wohlklingenden Namen des Freundes -ungeziemend vergröbert hatte. Der Verführer errieth, was den Seufzenden plagte. Bleib' morgen noch hier," lud er freundlich ein. Du hast gut reden." erwiderte der Andere unwirsch, geht es denn?" Aber selbstverständlich." So ? Willst Du vielleicht die Güte haben. Dich meinem Begriffsvermögen etwas verständlicher zu machen?" Nichts leichter als das. mein Sohn. Du willst morgen Abend in Frankfurt sein, um Deinem zukünftigen Hauskreuz unterthänigst zu vermelden " Laß die faulen Witze." Mir auch recht. Aber das machen wir m. w. sagt der Berliner. Wir schaffen Dir ein Alibi, ganz wie Du es brauchst. Du bleibst in Berlin und

bist ' nachweislich in Frankfurt. Bitte, wir sind zu Hause. Eine Treppe rechts. Meine elfte oder zwölfte Iunggesellenbude. Feudal, was? Hier, setz' Dich an den Schreibtisch Papier, Feder. Tinte Alles da. Nu paß mal auf! Dein Hotel im schönen Oder - Frankfurt?" Sag' mir erst, wo Du hinaus willst" ' Antworte!" Ja ," Edmund fuhr sich über die Stirn, das ist so 'ne Sache. Im alten will ich nicht wieder absteigen war zu miserabel das letzte Mal , und ein neues habe ich noch nicht " Nimm iraend eins " Hm. Weißt Du keins?" Lieber Edschnauz, ich zweifle an Deiner Intelligenz. Hast Du keinen König" bei Dir? Na also!" Althaller schlug den Jnseraten-An-hana auf und las: Goldener Adler, Fiedler, Kronprinz " Kronprinz," fiel Holten ein. Recht?" Meinetwegen . Besitzer Elsne? kenne ich Nlcht Ist Wurst." entschied HanS. So, jetzt schreib: Geehrter Herr Eisner! Aus besonderen Gründen Gründen habe ich den Wunsch meiner Braut hast Du? morgen, Mon tag, von Frankfurt aus Frankfurt aus eine Nachricht zukommen zu lassen. Ich bitte Sie den mitfol genden Brief Brief " Edmund unterbrach das Schreiben und schmunzelte. , Mir geht ein Licht auf!" Er tauchte die Feder mit einem Ruck wieder em. Brief." fuhr Holten fort, also morgen Abend freundlichst für mich aufgeben aufgeben und sich meines DankeS versichert halten zu wollen. . Ich selbst komme Dienstag oder Mittwoch. . . ." So, die nöthige Hochachtung Namen Schluß! ' Der Schreiber ließ das .oder Mitt woch" weg, malte seinen Namen und klerte emen dicken Punkt. Hans. Genie bravo!" lobte Althaller. Die Mieze magst Du selbst anflun kern ." sagte Holten lachend und Warf sich auf's Sovha.. Nach einer Viertelstunde war auch der zweite Brief fertig. Er 'wanderte rn Nummer ems und so wohlverwahrt alsbald zur Post. Edmund fühlte sich einem Theil sei ner alten Freiheit zurückgegeben und durchaus Nicht mehr erhaben genug. Hiller abermals allerlei lustigen und von früher ziemlich vertrauten Stätten vorzuziehen. Die Ausgabe von :in paar blauen Scheinen konnte er sich als Cbef und m Anbetracht der guten Geschäfte gestatten, andere Sünden sollte die kleine Komödie Nicht zm Ge folge haben. Holten - Hans." lallte der Bräu tigam in voraerückter Stunde, noch eins zum Abgewöhnen und und auf's Wobl memer M Mieze! Er batte den hübschen Blondkopf doch. Nicht vergessen. III. Ein zweites Mal das Manöver mit dem künstlichen Alibi zu wiederholen. ließ Althaller sich nicht verführen. Er dampfte, aller Ueberredungskunft des Freundes zum Trotz, am Dienstag früh nach Custrm zurück, erledigte das ausgesetzte Geschäft und war, vom Bewußtsein wieder aufgenommener Pflichterfüllung gehoben, bereits am Nachmittag in Frankfurt an der Oder. Neugierig musterte er beim Emfah ren den Bahnhof. Im Berliner Freundeskreise war behauptet worden. er sei emer der schönsten :m ganzen Reiche. .Kann schon sein," monologi-

sirte Althaller beim Ueberblicken der stattlichen Anlage.' Dann haftete sein scharfer-Blick auf der. Reihe der am, Perron aufgepflanzten Hoteldiener. Er stieß die Coupeethür auf und rief mit Stentorstimme:

Hotel Kronprinz!" Niemand rührte sich. Krön Prinz !" wiederholte Edmund ungeduldig. Kein Erfolg. Hotel Elsner ," schrie er. Die Reihe . blieb unbeweglich und stumm. .Mit einem Fluche griff Althaller nach seinem Handkoffer, schwenkte den Gepäckzettel in der Rechten und stieß ein empörtes Stockfische" heraus. . Zum Donner, wo ist denn der Kronprinz?" rief er in nächster Nähe vor den amüstrten Hausdienern. Einstimmig klang es zurück: Gibt'S hier nicht." Was? Kronprinz Elsner!" wiederholte der Reisende etwas unsicher. . Die Leute zuckten die Achseln. Elsner auch nicht." Edmund setzte, den Koffer unsanft nieder, griff nach dem König" und blätterte. , - Hotel Kronprinz, Frankfurt u.M., links amHauptbahnhof," las er, tupfte sich vor die Stirn und gab sich einen passenden Liebesnamen. Aber er faßte sich doch rasch, übergab dem ersten der belustigten Diener Koffer und Gepäckschein und stürzte vorwärts nach der Post. Kronprinz ist nicht." kalkulirte er, folglich ist der Brief unbestellbar, liegt er vielleicht noch hier,, ist er schlimmsten Falls nach Berlin zurück-, gegangen. Ist er hier, hab' ich ihn zurück. wenn nicht, schnell Depesche an Holten und ebenso schnell neuen Erguß an die wartende Mieze daheim. . . . Versehentlich Oder mit Main verwechselt?" ' fragte der Schalterbeamte liebenswürdig. Das kommt oft vor," setzte er erklärend hinzu, und dann mit bestechender Verbindlichkeit: Sie können aber beruhigt sein, Herr . Wir haben hier ein Adreßbuch von Frankfurt am Main, natürlich sofort nachgeschlagen und den Brief gleich weiter gesandt. Er ist mit nur geringer Verspätung an die richtige Adresse gesandt. So danke, danke " sagte Edmund mit höflicher Verbeugung. O, ob er gestern Abend noch bestellt ist?" Zuverlässig." bestätigte der Beamte. ' Danke danke verbindlichst!" Edmund machte mechanisch Kehrt und schwankte hinaus. Kreuzdonner Kreuzbomben ", prustete er draußen, so 'ne Patsche! Dieser Unheilsmensch, dieser Verfllhrer von Holten! Und ich Döskopp, ausgesuchter, schon mehr quadratiger! Na, ine Augen von der Mieze! Himmelschock! So 'ne selbstgelegte Falle einfach gründlich blamirt. So viel war der ganze Ulk bei Leibe nicht werth . O, iaiit ich doch lieber " Er wurde weich. Meine gute Mieze! Wie soll ich Dir unter die Augen treten? Wie magst Du Dich sorgen um den leichtsinnigen, unverbesserlichen Menschen! O ich schlechter Kerl!Dann befiel ihn wieder ein Zorn gegen Holten. Wart'. Dir streich ich's an. Du sollst es bekommen, Du sollst an mich denken. Dir will ich aus dem Wege gehen künftighin. Bruder . Leichtsinn Du Dich werd' ich grad' noch vertheidigen bei der Mieze, fällt mir ein! Die Augen öffnen werde ich ihr, recht geben werde ich ihr laß Dich nicht mehr blicken bei unS, Musjöh Leichtfuß !" Er war ZmHotel angelangt und eilte auf sein Zimmer. . Er schritt ruhelos auf nd ab und überlegte. Endlich athmete er auf. Er wollte seine Reise beschleunigen, abkürzen, wollte heimeilen zu seinerMieze und ihr seine schändliche Luge reuig beichten. Und es sollte die letzte sein auf Ehr' und Gewissen. IV. . Mieze goß den Wein auf dem Balkon, ihre Lieblingsbeschäftigung am Morgen und beim Scheiden des Tagcs. Edmund sah ihr helles Kleid durch das dunkle Weinlaub leuchten, und das Herz klopfte ihm. Langsam stieg er die Treppen empor, holte auf der zweiten Etage tief Athem und klingelte. Ein Mädchen öffnete ihm. 'n Abend, Herr Althaller. Das Fräulein ist auf dem Balkon." Er eilte, ohne erst die Eltern zu be.grüßen, durch das Speisezimmer auf den Balkon. Edmund!" jauchzte die Braut und flog ihm entgegen. Er drängte sie auf den Balkon zurück, nahm sich zusammen und ließ den ersten Freudenausbruch verrauschen. Wie gut von ihr, das Wiedersehen durch keinen Vorwurf zu trüben," dachte er im Stillen gerührt. Er griff in die Rocktasche, holte ein kleines Packet hervor uno reichte es ihr. Sie öffnete es begierig und stieß einen Ruf freudiger Ueberraschung aus. Aus zierlichem Karton blitzte ihr ein Armband entgegen, wie es lange schon der Gegenstand tief geheimer Wünsche gewesen war. Ein gediegenes, massives, kunstvoll gearbeitetes Kabinetstück. Du ," sagte sie und drohte schelmisch mit dem Finger, hast Du vielleicht etwas auf dem Gewissen, daß Du Dich so splendid zeigst? Soll das etwa so ein kleines Reugeld sein? Beichte.nur schnell " Kein Zweifel," dachte er, sie weiß Alles, hat Alles durchschaut." Aber es beruhigte ihn. daß sie es sichtlich barmlos aufzunehmen schien. Das verI schaffte ihm den Muth, sofort der Wahrheit die Ehre zu geben.

Liebe Mieze, eS ist wahrhaftig nichts Unrechtes vorgekommen -," begann er im Tone der Entschuld! güng. Ihr Gesichtchen wurde rasch ernst. Nicht?" fragte sie befangen. Willst Du mir verzeihen, ' mein Lieb?" Erst beichte ." Sie sah ihn groß und forschend an. Ihm wurde unbehaglich. Mit dem Brief, meine ich," stotterte er verlegen. Ja, aber erst erklärst Du mir " Der Gedanke stammt natürlich von Hans " . Natürlich," bestätigte sie unheimlich ruhig. Ich war nur brei Tage bei ihm," bekannte er. Sonnabend, Sonntag und Montag. Er ist doch mein Freund, mein bester. Und es war ja nichts dabei. Den Brief schlug er vor, mein Alibi zu beweisen. Es war ja ganz harmlos, wirklich, Mieze. Bist Du mir böse?" Sie lien das Armband auf den kleinen Balkontisch gleiten, ohne zu ant-

Worten. Ihr Schweigen ängstigte ihn. ' Ich will Dir das Räthsel lösen redete er demüthig, sei nur wieder lieb. Der dumme Brief! Hast Du den Poststempel Frankfurt am Main gleich bemerkt? Aber ich brauche wohl nicht zu fragen hu. mir grault vor Deinem finstern Gesicht. Ich sage tief zerknirscht: puter peccavi. Und daß Du Alles weißt, kein Tüpfelchen will ich Dir verschweigen " Und er berichtete ausführlich und gewissenhaft, suchte sogar den Freund zu schonen, soweit es, ohne sich selbst zu belasten, irgend anging. Mariens Mienen hellten sich etwas auf. Als er zu Ende war, ging sie stillschweigend in's Zimmer, kehrte mit einem Packet Briefe zurück und siudirte die Poststempel. Wahrhaftig." sagte sie und zog eines der Schreiben hervor. Frankfurt a. M. Und innen Deine Angabe: a. O " Sie lachte herzlich auf. Das hatte lch noch gar Nlcht be merkt!" Edmund fuhr ungläubig, ob er recht gehört habe, empor. Was, nicht gesehen?" schrie er. Ich hatte alo gar nichts zu bekennen brauchen? O Mieze, was bekommst Du für einen aufrichtigen Mann! Kein Falsch ist in und an ihm! Und nun? ist Alles verziehen und verges sen?" Nur Dir dem Bruder Versllh rer noch lange nicht." Er umarmte sie innig. Ihm war ein Mühlstein vom Herzen gefallen. Holten bekam seine Standpredigt, als er nach der Hochzeit bei dem zun gen Ehepaar, das sich die Hochzeits reise schenkte, zu Gast blieb. Ich weiß nicht, was Ihr wollt antwortete er seelenruhig. Ich bin ein gefälliger Mensch, wollte dem Bräutigam helfen und der eifersüchtigen Braut die Sorge ersparen. Er hatte sein Alibi, sie ihren Brief. . . . Kann ich dafür, wenn der dumme Kerl nachber hingeht und sich selbst verräth? Im Uebrigen, meine werthe Frau Althaller, kannst Du mir nur . dankbar sem. Ohne sem schlechtes Gewissen hätte er mindestens noch e:en Monat herumgehandelt. Die Bowle ist wieder 'mal asqezeicknet. Prost, Frau Mieze! Prost, Edschnauz !" Ein spielend Kind. Van F. F. Sckeirl. Sind die Veilchen all verblüht, Freust du dich auf Rosen; Hat der Wind auch sie gepflückt, Grüßt du Herbstzeitlosen. Und in aller Stürme Braus, Die dir schafft das Leben. Hoffst du leise: Sonne wird Wieder Blumen geben. Also blühet ew'ges Grün Dir am Hoffnungsstabe; Bleibst, o Mensch, ein spielend Kind Bis zu deinem Grabe. VZcistcrpolz. Pfarrer: Schneider Jörg, schämst Di 'net, bist a Schneider und gehst so zerrissen daher. Warum slickst Dir denn net Dein G'wand? 's iZ ja eine Schande für die ganze Gemeinde. Der SchneiderJörg: Ja, Hochwürden, 's is a sakrische G'schicht', als anziger Schneider im Ort han i koa Zpi:. für mi zuarbeiten." Pfarrer: So? No, da hast zwei Gulden, flick' mir Dein G'wand." n. Pfarrer: Na, waZ is denn? Schaust ja noch abgerissener aus Wie zuvor ? Warum flickst Dir alsdann nicht Dein G'wand. ich hab' Dir dafür zwei Gulden gezahlt ! ?" ' Der Schneider Jörg: Na Wissen's, alles was recht is, Hochwürden, aber um zwei Gulden flick' i ka G'war Aus de'r guten alten Zeit. Bürgergardist: Hauptmann, konntscht mi heut' auf Wache schtell'n beim Ekschertschiere." Hoscht wieder Dei Reiße?" Das g'rad nit. aber schau: Da könnt' i fein aufs Kinderwägle aufpasse mei Alte hat d' Wäsch'!" HöchsteVelohnung. Bürgermeister (in der GemeindeausschußSitzung): Unser Polizeidiener verdiente eigentlich für seine zwanzigjährige, treue Amtsthätigkeit eine Belohnung." Bauer: Da mein' i', er dürft' bei der nächsten Kirchweih amal von Amtswegen mitraufen!" : Human. Herr Eonsul, wird Fräulein Tochter singen?" Ja... aber ich lass' serviven dazu Sekt!"

SeständttZsse.

' LiisrrSIe von H. Waldemar. Früher dachte ich, wie hübsch es sein Würde, wenn ich ihr" meine kleinen. Sünden beichtete gewiß, es sind nur kleine und malte es mir so aus: In einer sentimentalen Dämmerstunde würde sie" in einem Sessel sißen, ich auf der Lehne, meinen Arm um sie geschlungen, meinen Kopf an ihrer Schulter oder der ihrige an meiner Brust. Ich würde seufzen, und der Vergangenheit erwabncn und sie würde mich ganz festhalten und flüstern: Erzähle mir Alles Alles. und dann vergiß es!" Natürlich Würde sie ein paar Tbränen vergießen und mir dann aus vollem Herzen dergeben. So malte ich mir diese schwere Stunde aus, aber ln Wirklichkeit ver. lief sie anders. Ich hatte Alles so schön eingefädelt. Es war eine halbe Stunde vor d:in Abendbrod; Tilly saß in einem niedrigen Schaukelsiuhl, den sie ganz langsam in Bewegung fetzte, und sagte: Job, wir müssen endlich vernünstiz sein." Gut. was befiehlstDu, daß ich thun soll? Dir die Coursberichte oder auf's. Neue die Gratulaiionsbriese meinen Verwandten vorlestn?" Aber Job, das nenne ich nicht v:rnünftig sein, sondern langweilig!" Die Schmollmiene stand ibr allerliebst, und schon wollte ich sie dafür küssen, als sie sich aufrichtete und unter Erröthen. sagte: Ich sieh mich nicht so an,. Job. sonst sinkt mir der Muthe unddoch ich habe es mir vorgenommen, es, muß sein Pause. Was soll nun kommen, gercchler Himmel? fragte ich mich entsetzt. Aber sie fuhr schon fort: Wir dürfen keine Geheimnisse vor einander haben, Job, nicht wahr? Und so will ick deich-. ten. Ich werde nicht eher glücklich seil? als bis ich es gethan habe, und dann ist an Dir die Reihe. Nicht wahr, ganz offen wollen wir sein?" Mir ward etwas unbehaglich zu Muthe. Natürlich Tilly, selbstverständlich. Aber Liebling, Du hast doch nichts zu. beichten! Komm' zu mir. Kleine, ganz, nahe zu mir, nein, nicht dort in den Sessel, hier direkt an mein Herz so Eine lange Pause trat ein. Ich fühlte, wie sie mit sich rang und itterte. Nun ja, Job, es muß sein. Also,, lang ist's her, mich dünkt es eine Ewig--keit vor einem Jahr ungefähr, als ich eben in die Gesellschaft eingeführt, worden. Ich war noch recht, dumm " Natürlich!" bestätigte ich gedankenlos. Sie fuhr auf. Natürlich? Was fällt Dir ein?" Verzeihe, ich bin überzeugt, daß Du gar nicht dumm fein kannst," beeilte ich mich zu sagen. O doch, ich konnte es sein und war es" Pause . . . O, Job, es war auf einem Ball . . . s" Bei mir auch," entfuhr es mir unbedacht. Bei Dir auch? Hm! Hm!" Ich verlor alle Geistesgegenwart. Mein Liebling ich gebe Dir mein Ehrenwort. daß es das erste Mädchen war das ich je küßte, ausgenommen Dich und. meine Verwandten." Tilly's Gestchtchen verrieth, daß sie nicht bei der Sache'war. Sie schöpfte, tief Athem, wie Jemand, der sich ?u etwas Schwerem vorbereitet, dann brach sie das Schweigen. Ihre Worte überstürzten sich. Bei mir war es auch der erste o Job. wirklich der erste!Wir wollen einander vergeben Tilly", sagte ich großmüthig. Ich kam. mir außerordentlich edel und erhaben, vor. Du hast recht, Job, aber nenn mir ihren Namen," meinte Tilly. Gewiß, aber das beruht auf Gegenseitigkeit, mein Kind!" Ach. Job. ich ich weiß nicht!" lispelte sie schamerfullt. Du weiß nicht, wie er hieß? Du. ließest also einen Fremden ? Tilly ist's möglich, einen Fremden " Ich fühlte mich plötzlich sehr unsicher. Tilly bemerkte dies. Es war auf einem Maskenball wir hatten noch nicht demaskirt. Es kam so so plötzlich. Er war so verwegen. Aber wen wen hast Du, Job?" Ich hätte mögen in die Erde sinken, bei dieser Frage. Ich? Ich nun auch ich weiß den. Namen nicht, denn wir befanden unsauf einem Maskenball. Sie trug ein Costüm als Wassernixe und verdrehteallen Herren den Kopf." Als Wassernixe?" hauchte Tilly.. Und Du. was stelltest Du dar?" Den Rattenfänger von Hameln!" Und Dir folgte die Nixe, Job und Du locktest sie in den Wintergarten, . Hinter Orangenbäumen war's. Sie bat Dich, sie freizugeben. Du aber wolltest als Löjegeld " rief das Madchen mit plötzlichem Verstand niß. Ich sprang auf meineFüße und breitete die Arme aus. Tillv. Du?" Job Du? Gott sei Dank!" DerPantoffelheld. Eh:mnnn sffiifjfnM: ist dsck zu ara. I ich muß zu Haus bleiben und meine - Cigarre muß ich ausgehen lassen!" DiearmenMeier. Unter, osficier (zu einem Rekruten): Wie heißcn Sie?" Rekrut: Meier." Unterofsicier: Na, dann suchen Sie wenig stens ein tüchtiger Soldat zu werden!" Bereitwillig. Beamter (des Asyls für Obdachlose, zum neuen ' Ankömmling): Sie haben wohl kein Ungeziefer?" Nee,, aber ick kann Jh j nen welches besorgen!" . i i 0 " I " ii