Indiana Tribüne, Volume 21, Number 64, Indianapolis, Marion County, 21 November 1897 — Page 3
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Roman von L. Haivhcim. Wir müssen Hugo aufmerksam machen, liebe Marie! Wir müssen es, denn wie die Sachen jetzt treiben, so gibt es nächstens Erklärungen und da it am 6nde Hugo's Entscheidung doch die Hauptsache!" sagte das alte Fräulein, mit einer gewissen Schärfe, legte die Handarbeit in den Schooß und blickte mit den dunklen, runden Eulenäugen scharf die ihr gegenübersitzende Dame an. Ihre Schwägerin, die Baronin ZZeldkirchen. seufzte ungeduldig, ergab sich aber, wie so oft. in den Willen der herrschsüchtigen Stiftsdame, welche ihr ganzes Kloster trotz Aebtisstn und Priorin regierte und nur alle Jahre ein paar Wochen nach der Residenz kam. um im Hause ihres Bruders, des Generals, ein wenig Umschau zu halten. Die liebe Eugenie ist ein Engel, aber ihr fehlt leider, leider jede Jnitiative; man mutz für sie handeln, während sie für Alle denkt." das war jedes Mal bei der Abreise des Fräulein von Feldkirchen das vertraulich gegebene" Motiv dafür. Alle Stiftsdamen wußten es nach und nach, daß die Generalin ein Engel, aber dabei so etwas wie eine langweilige, se'.ltimentale Frau sei. Ich möchte nur klar sehen, welchen von Beiden das Kind begünstigt, Hetta." sagte die Generalin, eine kränklich aussehende Dame mit schon fast weißem Haar, obwohl sie kaum fünfzig zählen mochte, die äußeren Chancen liegen bei Ruscow wie bei Klarenberg gleich glücklich und Huao wird doch " Gleich glücklich? Aber ich bitte Dich. Herzenskind, wie kann davon die Rede sein? Der Sohn des Grafen Ruscow der Graf persona grata in Gatfchina " Ich kann mir nicht helfen, Hetta. er ist ein liebenswürdiger Mensch und gewiß einer unserer hervorragendsten jungen Cavaliere, ich gebe das ja zu, aber meine Sympathie hat er nicht!" Unbegreiflich. Liebste! ganz unbegreislich! Ich sah noch keinen Mann, der sich so sehr um die Gunst der Schwiegermama" bewarb und ein so schöner stattlicher Mann " Wahr! Aber findest Du nicht, daß dieser unverkennbare Zug von fast wilder, roher Entschlossenheit in seinem hübschen Gesicht V Ha. ha. ha! Ja. ich glaube schon, daß der Dir unsympathisch ist!" lachte Fräulein Hetta und tippte mit ihrem goldenen Fingerhut taktmäßig auf das Nähtischchen, an welchem sie ihrer Schwägerin gegenüber' saß. In ihren Augen lag das stolze Gefühl, daß ihr für ihre Person ein solcher Zug von Energie keineswegs unsympathisch sei. Mir scheint auch. Willa liebt Klarenberg." wandte, diese Provocation überbörend. die Generalin ein. Mir nicht!" war die ärgerliche Erwiderung. Doch. Hetta! Erinnere Dich nur! Als wir gestern bei den Pferden standen und der Rappe schlug er hätte den armen Johann um ein Haar getroffen, und Klarenberg stand dicht daneben wie war das Kind erschrocken und dann ich sah einen Blick zwischen Beiden!" Einen Blick? Sie waren im EinVerständniß?" fuhr dieStiftsdame fast von ihrem Platze empor. Rein, nein, das noch nicht gerade aber daß sie sich lieben einander wenigstens sehr zugethan sind." Beste Eugenie! Du siehst Gespensier! Du bist wirklich zu romantisch veranlagt. Ich flehe Dich an, setze dem Kinde nur keine Grillen in den Kopf! Ihr Beide seid ohnehin viel zu vertraut, eine Mutter soll " Die vorwurfsvolle Mahnung wurde unterbrochen, und der beleidigte Blick der Mutter prallte, wie alle derartigen Waffen, vollkommen wirkungslos an dem Herzen des alten Fräuleins ab. Der General, eben von der Parade kommend, trat ein. Ich hoffe, es ist Dir recht, liebes Kind, ich habe Dir ein paar Tischgäste geladen. . Feedern ist in der Stadt und begegnete mir mit seinem Sohne, der Otto ist ein prächtiger Bursche geworden. hat seine Studien beendet, soll jeht sein Jahr abdienen und dann seine juristische Laufbahn antreten. Oier vorm Hause traf ich dann nock Ruscow Ihr habt Euch verleugnen lassen?" Oh. er war hier?" rief die Stiftsdame bedauernd. Der Befehl war natürlich can allgemein gehalten.Eugenie fühlte sich nervös." Ja, und er schien mir ein wenig deprimirt: vielleicht hat er die Abweisung schlimmer gedeutet, als sie gemeint war. im Grunde bist Du ihm doch für alle seine Verehrung ein wenig Aufmunterung schuldig, liebste Eugenie. und ich will dies eine Mal nicht eifersüchtig sein. Ich habe ihm also gesagt, er solle zu Tisch wiederkommen er strahlte." Und Du bist Dir hoffentlich bewußt, daß Du dem Grafen damit die Ermuthigung giebst, die er wohl ein Recht hat, nachgerade zu erwarten. Wir sind zurückhaltend genug gewesen." Wie so?" fragte harmlos der General, seine sehr bestimmt redende Schwester ansehend. Nun wahrhaftig! Du wirst doch begreifen, daß. wer die Tochter haben will, bei der Mutter freit!" , Ich bitte! Als ob meine Eugenie nicht noch hübsch genug wäre, euch selbst einmal einen Anbeter zu haben!" rief der General lachend und seine Frau liebevoll ansehend. Die Ehe der Beiden war eine äußerst glückliche, i Oh. kein Zweifel. Eugenie sieht
trotz ihrer weißen Haare noch bildhübsch aus; aber in diesem Falle toeiß
xt selbst ganz genau, wem die Anbetung gilt, und ich denke, Ihr könntet Euch zu einem solchen Freier fllrWilla recht gratullren, Hugo! Na, wenn das Kind ihn mag, mir lst's recht!" sagte der General leichthm. Ob Du ihn magst, ob er Dir convenirt. ist doch wohl die Hauptsache und so nur obenweg zu sagen: mir lst's recht , das scheint mir wenig angebracht. Eine Partie wie Ruscow findet sich nicht alle Tage." Na na! Dies ewige Gethue um den russischen Grafen! Er ist ein angenehmer, liebenswürdiger Junge,aber seit er aus der Kinderstube kommt. scheint er mir seine Zeit gerade nicht i . C Ort V yiiiier oen ucyern vervracyi zu yaven: Seine Stellung bei der Gesandtschaf! ist offenbar nur so eine Art Vorwand, ihm Gehalt zu zahlen und Urlaub zu geben. Aber es mag ja sein, daß Willa " Und ich glaube, sie hat Kla?enb:rg gern, Hugo!" unterbrach ihn seine Gattin. Von, der Klarenberg ist ein lieber Kerl " Um Gotteswillen! Hat man je einen Vater so leichtfertig über das Wohl und Wehe " Ja, wie so denn, Hetta? Ich scheine Dir also " Vor der bestimmten Wahl eines Schwiegersohnes stehst Du, und da Du nur eine Tochter hast, so meine ich. wäre wohl Ursache, die Chancen ihrer Heirath ein wenig ernster anzusehen." Ja. aber es hat doch weder der Eine, noch'der Andere angefragt " So lange willst Du also warten? Und wer zuerst fragt dem " Oho! Ich Mit schon. Fraulem Schwester!" rief geärgert der General. Nun, Hugo! Ich meine es doch gut mit Euch! Ihr seid mir ja die Liebsten auf der Welt! Es handelt sich hier nur darum, dem erwünschteren Bewerber den Vorzug zu geben und den anderen diskret abzulehnen!" Das ist des Mädels Sache! Sie soll heirathen, nicht ich." Zum Verzweifeln ist s mit Euch! was weiß solch' ein Kind von vernünf tlg:r Wahl? Ich habe meine Jugend und mein Lebensglück damit verscherzt, daß ich unglücklich wählte und hatten meine Eltern mir darein geredet, wie es gute Eltern thun sollen " So hattest Du Demen Kopf aufgesetzt und Dir nichts rathen lassen. Em wenig mehr Selbstenenntmß.uebe Schwester!" Möglich! Aber eben darum! Eure Willa ist lenksam," erwiderte die Stiftsdame, errötheNd vor Aerger,aber sich beherrschend. Und leben kann sie mit Klarenberq besser; er erbt später das Majorat vom Onkel dann ist er sogar reich." Nun, der Onkel ist em Vierziger! Graf Ruscow " Und nun bitte, laßt die HeirathsProjekte ich kann sie nicht leiden. und das Mädel soll glücklich werden, weiter will ich nichts. Erbt sie. wie es allen Anschein hat, der alten Wallburg Geld, so wird sie schwer reich, und wenn sie's nicht erbt, so hat sie von mir zum Leben genug. Wozu also diese Streitereien? Und uberdem. der Klarenberg ist ein so lieber Mensch, ich begreife nicht, was Ihr an ihm aussetzt!" Ich mcht, Hugo, ich habe ihn auch gern. lieber als den Ruscow." Das wunder! mich. Herz. Ihr Frauenzimmer seid sonst allemal für die Don Juans, und ein liebenswürdioer Taugenichts ist der Ruscow, das muß man ihm lassen. Und Du. Schwester, ärgere Dich nicht. Du hast ja so Recht, aber wir sind nun mal unpraktische Leute. Na, komm her, woll'n uns vertragen! Dein Günstling soll freie Bahn haben, wie der Andere; das Mädchen entscheidet; mehr kannst Du nicht verlangen! Und nun lache wieder! So !" Und er küßte die Widerstrebende, die schließlich gute Miene zum bösen Spiel machte. Der General wandte sich der Thür eben zu, als dieselbe aufging und seine achtzehnjährige Tochter darin erschien, lachend und frisch wie ein Maimorgen, trotz des dunklen Herbsttages, und ohne schön .zu sein, ein reizendes.schlankes Mädchen mit tiefblauen Augen, welche zu Zeiten fast schwarz schienen. Ruscow kommt zu Tisch, sagte mir eben unserJohann? Klarcnberg auch?" fragte sie im Eintreten, lebhaft die Mutter ansehend. Ruscow kommt. Was soll uns Klarenberg? Er gefällt mir nicht! Ueörig'ns habe ich Johann schon befohlen, drei Couverts mehr aufzulegen, Eugenie!" sagte der General mit ernstbasiern Gesicht, indem er sein holdes Kind küßte und sich dann nach seiner Frau wandte. Geh'. Papa. Du bist nicht falsch. Du warst ja immer gegen Klarenberg so freundlich. Aber Du kannst Dich nicht ein bischen verstellen!" lachte die Tochter fröhlich, zog ihn am Schnurrbart sanft noch einmal zu sich her unv küßte ihn wieder. Es war ein reizender Anblick, die Mutter sagte es sich mit glücklichem Lächeln. Wie sie ihrem Papä gleicht, das arme Kind!" rief sie heiter. Ja, das arme Kind! Ich hoffe, es macht sich mit der Zeit noch ein bischen heraus, meine Mutter war doch eine schöne Frau!" seufzte der General. Weißt Du noch. Mama," rief Willa fröhlich, wie ich klein war und so häßlich! Und Tante Wallburg hatte zu Dir gesagt: Em Leiden ist'S hübsch wird sie nicht!" Ack ja! Und da kam das Kind, zu mir hatte das Wort gehört und sagte treuherzig und ernst: Nicht wahr. Mama, hübsch sein ist nichts beim lieben Gott, wenn man nur ordentlich stricken kann!"
Selbst Tante Hetta lachte jetzt und
rief: Das Stricken hat sie mir zu verdanken!" O, nicht das allein, Tantchen, in das Inventar memer Tugenden hast Du die meisten eingefügt!" knizte schelmisch die Nichte und setzte mit nein tobscuszer hmzu: Es ging manüimal hau ber für uns Beide. Tante Hetta. aber wir haben's fertig gevracht!" Ja. mein Herzchen, und ich hoffe. u folgst Demer Tante auch ferner!" Immer. Tantchen, immer!" versicherte mit der treuherzigsten Miene uno den lachendsten Augen die kleine Schelmin. trat vor den Sviegel, ihr Hütchen von Spih.en und Blumen und die langen schwedischen Handschuhe abzulegen. Glaubst Du. daß ich so gut genug bin zu Tisch, Mama?" fragte sie über die Schulter nach dieser hin. während der General binausaing. Du solltest vielleicht das blaue Kleid anziehen. Willa!" Ach. Mama, umziehen ? Es sind sa nur die Feederns und Ruscow." Willa! Ich finde diese Reden heuchlerisch und kokett!" tadelte Tante Hetta. Du weißt, daß dies Kleid Dir gut steht. In der That. Euqenie. wozu sollte sie sich auch noch putzen? Nebenbei gesagt, fand Ruscow neulich, kein anderes kleide Willa so aut!" Das sag! er von jeder Toilette, Tante Hetta. was sollte er sonst wohl jedesmal reden? wo seine (TnmhTi, mente hernehmen? und außerdem ist mir's auch inovvortun." erkort? bn junge Mädchen keck, denn es gebörte P jfc fWI i i . . J icgon m(mt) Dazu, der Tante zu widersprechen, und in Willa's Au?n r Plötzlich die unverkennbare KampfeslUl, Aber die Herausgeforderte w? heute von merkwürdiger Friedsamkeit. ra i'rtii r r" r wit iuuciic rill lucnig aucrUR UND mahnte die Nickte zum Sinaen. da sie bemerkte, daß die Generalin schon aus ffurcht vor einer kleinen Scene ängstlich nach dem Flügel in dem neoenan veslnvllchen Salon blickend, im Stuhle rückte. Es war die reaelmäkiae 5?eit der Gesangsübung; Willa und die Mutter folgten obne Widersinn der Mahnung, und nach einigen Skalen gmg das junge Madchen zu den Liedern über, welche die Mutter ihr begleitete. Man muß sie alle Drei lenken wie unmündige Kinder! Gott sei Dank, oatz icy zur rechten Zeit kam!" dachte das alte Fräulein mit einer aewissen heimlichen Verachtung dieser Willenslongreit, wie t es nannte. Schon daß Mutter und Tochter ohne Weiteres zu musiziren begannen, als sie es wollte, war ihr ein Zeichen dieser Schwäche. Sie batte niemals eine solche Beeinflussung geduldet, sie hatte sich nie regieren lassen und erlaubte das noch heute keinem Menschen, dachte sie. Aber es war um so besser so! Man muß nur diese guten Leute nicht ahnen lassen, daß sie geführt werden! Und unterdeß horchte sie auf Willa's süße Stimme mit wahrem Genuß: Du hast mit keinem Wort gesagt. daß Du mich liebst!" In einem der eleganten Nestaurants, welche der Sammelplatz der Officiere und Sportsmen der Residenz sind, hatte Ulrich von Klarenberg den Major von Feedern, seinen Gutsnachbar, und dessen Sohn Otto getroffen, und mit den beiden unter allerlei vergnügtem Geplauder gefrühstückt. Der neugebackene Referendar war voll übermüthiger Laune. Daß er sein Jahr in der Garde abdienen mußte, schien ihm ein großes Loos, und seine Dankbarkeit gegen Klarenberg, weleher dem Major diese Erlaubniß abgeWonnen, kannte keine Grenzen. . Es lag in den ehrlichen Augen des jungen Mannes zudem eine beinahe rührende Verehrung für den um etwa sieben Jahre älteren Freund. Ulrich von Klarenberg hatte Otto von Feedern bei seinen lateinischen Aufsätzen in der Tertia geholfen, ihm immer eins semer Reitpferde und besonders auch gelegentlich sein Portemonnaie zur Verfügung gestellt, wenn der Vater. der eine ganze Reihe älterer Kinder zu versorgen hatte, damit kargte! Otto war mit Klarenberg auf die Jagd gegangen und hatte diesem sogar das Geständniß seiner Primanerliebe gemacht, ohne ausgelacht zu werden, und alles, was Gutes und Edles in dem Herzen des Jünglings lag, hatte Klarenberg ohne Absichtlichkeit gehoben, einfach durch dieselben Eigenschaften, deren er sich kaum bewußt war und die doch sein ganzes Denken und Thun regierten. Und nun erzählen Sie mir. lieber Ulrich, wie steht es denn mit Evernas unglücklicher Vllrgschaftsgeschichte?" fragte in einer Gesprächspaüse der alte Feedern. Schlimm genug, Herr Major," sagte dieser, und eine Wolke flog über sein Gesicht. Daß mein Schwager vor Jahren lange, ehe er mit Klotilde verlobt war, dieselbe geleistet, ist nur zu gewiß. Er hat diese unglückliche Geschichte fast vergessen, sich nie Sorge darum gemacht, denn der Vater seines Kameraden war ein reicher Mann; jetzt will das Schicksal, daß derselbe Bankerott macht Kunhardt, der Rittmeister Sie kannten ihn ja, hat inzwischen Schulden aufgenommen. um andere Schulden zu bezahlen jene Angelegenheit nie geordnet, und ich möchte schwören, ebenso auch nie daran gedacht, daß er Eyerna in's Unglück stürzte. Die Kugel ist ihm endlich der einzige Ausweg geblieben." Und Eyerna muß bezahlen? Was wird er anfangen?" Natürlich 'bezahlen! Auf Heller und Pfennig. Ich kann ihm nicht davon helfen, er muß quittiren und mit Frau und Kindern nach Szorga lorn nun
Na, da ist ihm ja aber geholfen.
Gott sei Dank!" Er bliebe natürlich lieber Soldat wenn er auch nichts sagt, so weiß ich das auch ohnehin indeß, es geht nicht; Ludwig kostet mich sehr viel. und dem kann ich keine Emschrankun gen auferlegen, er macht sich brav, und was er braucht, das fordert seine Stelluna. es ist em theures Regiment. I. mein Gott. Sie thun mehr, als ein Bruder schließlich verpflichtet ist zu thun! Und Sie und die Frau Mama wollen auch fernerhin zusammen haushalten? Sie sollten heirathen. Klarenberg, eine liebe, reizende Frau das ist oer Himmel auf Erden! Eine heiße Nöthe schoß so auffällig über das ernste Gesicht, und dieses verklärte sich so plötzlich zu hellstem Sonnenschein, daß Vater und Sohn unwillkürlich einen raschen Blick des EinVerständnisses wechselten. Sie hatten schon allerlei gehört. Siehst Du. es ist was dran!" bedeutete dieser Blick. Die Mama sagt das auch, Herr Major, sie wünscht dringend, daß ich mich verheirathe, denn ihr Herz hängt daran, endlich einmal die Sorgen des Landhaushalts abzuwerfen." Ein Herr ging an dem breiten Fenster vorüber, erblickte Klarenberg. Beide nickten sich freundschaftlich zu und der draußen rief: Warten Sie eine Minute, Klary. ich gehe nur für ein paar Minuten zum Justizrath Weiß, bin gleich wieder da!" Klarenberg nickte und wllnschteViel Glück!" der Andere war schon gegangen. Das war Ruscow der Graf Ruscow, nicht wahr?" fragte der Refcrendar. Der, von dem man neulich beim Grafen Lottach redete?" wandte sich der Major an seinen Sohn. Derselbe, Papa! Kennst Du ihn. Ulrich? Man erzählt, er sek der böse Geist der jungen Leute, besonders der Offiziere!" rief der jüngere Feedern. -Na, man übertreibt wie gewöhnlich. Die, welche er zum Spiel verführt, wollen meist gern genug überredet sein! Uebrigens bin ich mehrfach dabei gewesen er ist nicht schlimmer als Andere auch. Indeß habe ich in der letzten Zeit mich von allem Spick zurückgezogen, weil das Glück mich förmlich verfolgte! Ich spiele nicht hoch, aber das stete Gewinnen hat denn doch auch seine unangenehme Seite!"' rief der Baron Klarenberg dazwischen. Und spielten Sie in Ruscows Hause?" In seinem Hause? Ich habe ber ihm diirt, aber es war bei Moroni er speist dort und lud mich ein." Nun,Sie werden Wohl mcht zu den Eingeweihten gehören, ein solider, vernünftiger Mensch wie Sie!" sagte der Major. Aber m Wahrheit ich hörte nie Doch, es muß was dran sein! Lottach war wüthend; rein außer sich; sein Jüngster, der Fritz " Ja. wahrhaftig, den habe ich viel mit Ruscow gesehen!" Nun also! In einem einzigen Abend achttausend Marks Und der Jengel hat zu seiner Entschuldiquna i erzählt. Prinz Ottfried habe siebzehntausend und em Herr von Fauchtersleben zehntausend verloren-. Ruscow ladet sie zu sich em. Es ist vorgekommen. daß man die Herren im Jokeyclub veranlaßt hat, zur statutenmäßig festgesetzten Stunde das Spiel aufzugeben und da ist die ganze Gesellschaft nach Ruscows Wohnung gezogen." Äon der Geschichte hört' ich " bemerkte Klarenberg nachdenklich. Dann sagte er aufblickend: Ruscow verkehrt übrigens in den besten Häusem, sein Vater ist der Vertraute des Kaisers Nikolas." Dieselbe Geschichte wurde bei Lottach's erwähnt. Griebow, der zufällig da war, versicherte aber, das sei, soweit er wijie. jedenfalls unrichtig; der bekannte Geheime StaatsrathGraf Ruscow sei ein alter Hagestolz. Uebrigens einer der einflußreichsten Altrussen. der seinen Sohn schon gar nicht so lange im Ausland bleiben lassen würde. Wie ich aber hörte, ist dieser in Paris erzogen?" Stimmt genau; seine Mutter, eine Orontschisew, ist von ihrem Gatten geschieden, von ihr kommt das Geld; sie hat vorzugsweise in Frankreich gelebt." Na, meinetwegen! Aber, Sie entschuldigen mich und meinen Jungen jetzt, lieber Klarenberg, ich denke, wir suchen ihm erst eine Wohnung und dann gehen wir zum Diner zu Feldkirchens. Sie sind dort auch bekannt?" Wieder überflog die auffallende Röthe das Gesicht des jungen Mannes. Ja: Ich verkehre dort, für heute bin ich aber nicht befohlen!" sagte er und der Ton, in welchem er sprach, veranlaßte von Feedern zu erklären, daß sie nicht feierlich geladen, sondern auf der Straße dem General begegnet und eingeladen seien. Nun. da empfehlen Sie mich den Herrschaften!" bat Klarenberg sichtlich erleichtert. Inzwischen entspann sich in dem Arbeitszimmer des Justizraihs Weiß ein Scene, in welcher die beiden verhandelnden Theile der alte, hochangesehene Rechtsgelehrte und der aristokratische Elegant die zur Schau getragene Ruhe gänzlich verloren. Ich kann Ihnen nur wiederholen, Herr Graf." sagte der Erstere, sich mit auf den Rücken gelegten Händen an die Fensterbank lehnend und seinen Klienten fest ansehend, daß die Rolle, die Sie in dieser Sache gespielt haben, keine beneidenswerthe ist. Außerdem haben Sie mich neulich wissentlich getäuscht; hier ist der Beweis das Zeugniß des Kommilitonen Ihres Freundes Egern daß Sie freilich auf der Bierbank die ganze saubere Erpressungsgeschichte anregten.
welche Sie und Herr von Egern dann später in Scene setzten." Aber, mein Gott. Herr Justizrath, ein übermüthiger Studentenstreich." So würden die Richter den Fall wohl kaum nennen, deß kann ich Sie versichern, Herr rcf." Entschuldigen Sie, wenn ich diese Annabme bezweifle" war die hochmiithige Zwischenrede. Bezweifeln Sie. was Sie wollen, geehrter Herr, es ist das jedenfalls das Bequemere für Sie wo ich Ihnen die Mittheilung zu machen habe, daß der alte Herr, der Onkel Ihres Freundes, um seines Neffen willen die Sache unterdrückt zu haben wünscht." Nun, um so besser: Da wären ja alle Pourparlers überflüssig!" rief sichtlich erleichtert und hocherfreut der elegante, stattliche junge Herr end strich sich mit Behagen den langM, dunklen Schnurrbart. Ueberflüssig doch nicht so ganz, Herr Graf, denn mir bleibt noch übrig, Ihnen zu sagen, daß ich Ihre Geschäft te nicht weiter führen möchte." Aber wie so, Herr Justizrath?"' rief der Graf betreten.
Ich habe die Eberwein'sche Sache für Sie zu ordnen übernommen, ehe ich von der Egern'schcn Angelegenheit eine Silbe wußte. In der ersten wie in der zweiten haben Sie mich zu täuschen versucht." Aber Herr Justizrath ich weiß schon Sie meinen! Ein Gedächtnißfehler!" Möglich, Herr Graf, nur muß ich wiederholen, daß ich für Klienten von so bedauerlicher Schwäche des Gedächtnisses nicht arbeiten kann." Aber Sie werderr doch hundertmal derartige . Du lieber Gott man ist mal jung und leichtsinnig, das ist nicht lobenswerth." Nein! Aber Ihr Verfahren ist einfach Befrug!" Herr!" Sie haben dem Mädchen- und der Mutter derselben gesagt, Ihre Eirasine wünsche eine Kammerjungfer, Sie mietheten die Karoline Eberwein gaben ihr Reisegeld und adressirtOi sie nach dem Städtchen Reißlingendort sollte sie abgeholt werdem."' Das wurde sie auch."' Dieser Cynismus geht' denn doch z? weit, Herr Graf! Ja. wer es crber abholte, dies bisher unbescholtene Mädchen, das waren Sie."' Herr Jusiizrath! Mein- Wort- darauf, die Kleine ahnte die Geschichte mindestens halb und halb und' 5am nicht gezwungen rmt mir!"' Möglich!' Es ist eben eine ganz gewöhnliche Geschichte; das' Unzewöhnliche ist nur. daß Sie ein vornehmer, reicher Herr " Na mit dem Reichthum! Ich versichere ich konnte nicht' m?hr thun." Aber mir-hatten Sie gesacst) Sie hätten das Mädchen sichergestellt irnd das war wieder eine unwahre Angabe! Ich wiederhole, Herr Graf, mit Leuten, die es so wenig genau- mit ihren Worten nehmen .... Sie werden gestatten, daß ich Ihnen Ihre Akten zurückschicke. Sie werden wohl einen Anwalt finden, der Sie mit dem'Bruder Eberwei'n auseinandersetzt." Und dabei machte derJustizrath eine unzweideutige Bewegung, welche- die Beendigung der Unterhaltung anzeigte. Die kuTzangebundeneArt und- Weise des Rechtsanwalts und seine- rücksichtslosen" Aeußerungen brachten den verwöhnten Kavalier in eine zitternde Wuth. Der alte Mann sah ihn aber über die Brille weg so scharf an. als er, nach Worten ringend, nicht gleich ging und setzte dann so energisch die neben ihm befindliche Klingel in Bewegung, daß Ruscow ganz heiser vor Leidenschaft und Aerger nur sagen konnte: Bemühen Sie sich nicht ich gehe schon!" Bitte sehr. Herr Graf. Sie v:rkennen mich, es ist einfach bei mir Geschaftsordnung," fagte mürrisch der Justizrath und zu dem eintretenden ersten Schreiber gewendet, setzte er hinzu: Müller! Die Akten Eberwein contra Ruscow noch heute in du Wohnung des Herrn Grafen, Elisabethstraße 9!" Der Schreiber verneigte sich; der Justizrath erwiderte den kurzen Gruß des Grafen und sein Factotum geleitete diesen, der heimlich mit den Z;hnen knirschte, heimlich bis an die äußere Thür. Im Vorzimmer besann sich Ljraf Ruscow darauf, daß Jeder ihm ansehen müsse, was er erlebt. er! Dieser unverschämte Moralist! So ein Esel! Dann aber sich zuvor überall umsehend, ob auch Niemand ihn belausche, gab er sich vor dem Spiegel Mühe, ein unbefangenes heiteres Lächeln auf sein Gesicht n erzwingen. Es wollte ihm gar nicht nach Wunsch gelingen, und so fand er es. für das Teste, zum Friseur zu gehen und dort die nothwendige Ruhe wiederzufinden; Klarenberg mochte warten oder auch einerlei, wenn er gar nicht hinging. Ob der wohl auch bei Feldkirchens war? Und in unerquicklichen Gedanken ging er seinen Weg. Diese verwünschte, lange begraben geglaubte Egern'sche Geschichte! Was für ein dummer Esel er damals gewesen war! Und wenn er nur ietzt das Geld daran gewendet hätte, sich von dem Eberwein Schweigen zu erkaufen! Ob das denn gar nicht möglich war? Nicht noch jetzt? Er konnte ja am Ende seine Klage zurückziehen! Aber dann war es hohe Zeit; dieser unbeaueme und rabiate Fabrikarbeiter Eberwein war ein ganz infam rächsüchtiger frecher Bursche. Der machte die Sache zuletzt noch zum öffentlichen Gerede! Ei. zum Kuckuck, es war in der Welt Alles mit Geld zu machen! Heute Abend noch wollte er zuBuch ner gehen, der wußte ihm sicher Rath!
Er begriff lischt, daß ihm dieser Gedanke nicht schon längst nicht zttffjl eingefallen war, Ein paar Standen später stand
Graf Ruscow in lebhafter heiterster Unterhaltung, lächelnd und elegant wie immer, am Kmnin im Salon des General Feldkirchezr und blickte anscheinend ganz amüffrt auf dasSchachspiel, an welchem Willa und der schon völlig in sie verliebte Otto vr Feedern ihre Kunst entfalteten. Ihm, dem geschickte!? Spieler kamen die beiden Anfänger mit den kindischen Fehlern komisch genug Vor, a5er rm Grunde war er sehr froh, für heute dc$ Konrmachens überhoben .m sein, Willa war reizend; lir hatte' ihn intcressirt, gefesselt, aber te würd? laut gelacht haben, wenn er gewußt, daß Tanre Hetta ihn für einen ernstlichen Freier hielt. Ihre Unberührtheit, ihre Seelenruhe und kindliche Harmlosigkeit schienen ihm dem Don Juan", wieder General gesagt längere Zeit .wahrscheinlich; es beschäftigte ihn angsnehm, dcr5 junge Mädchen zu ergrün'.den. und als er dann zu feinten ixr- ' staunen kmlere Wahrheit fand, dc5 machte ihm die Neuheit dieser Ersahrung wirkliches Vergnügen, ar er war klug ssenug. sich zu sagen, daß Willa von Feldkirchen hoch über ttcm versuch stand, sie herabzuziehen auf' das Niveau: gewöhnlicher Weiber. So gab er sich ihr so gut er konnte und wunderte sich im Stillen zuwei---len lächelnd' über sich selbst. Er sagte' ' selten die volle Wahrheit, wenn ihm" eine Umgehung derselben besser nützte,', aber gegen Will'cr log er nicht, wenn er versicherte: Sie machen aus mir, wa?. Sie wollen. Dle Tante' St'l'ftsdame setzte ihn, der bis jetzt trotz semer derangirten Finanzen noch weit entfernt gewesen war, in einer reichen Heirath seine Rettung zu? suchen, und dem Willa, selbst wenn er an: sie gedacht hätte.dazu doch längst nicht" reich genug gewesen wäre, daher heute in das höchste Erstaunen,' als sie zir rhm an den Kamin tretend, mit' scherzendem Tone und bedeutungsvollen Blicken sagte: Sie können nächstens cms Willa's Hochzeit tanzen, Graf!" Nur eine Sekunde starrte er sie völlig verständnißlos cm, in der nächsten hatte e?.'sich schon gefaßt, und das stutzende:' Meine- Gnädigste?" war somit wohl 'angebracht. Nun, würde e Sie wundern, Graf? Mein Bruder hat die romantische Idee,, seiner Tochter Herz allein entscheiden zu' lassen- " fuhr Tante Hettafort. Und wer-ist der Glückliche?Das ist nvch im Rathe der Götter verhüllt." Soll ZH derr Namen errathen?" Sie sah ihn mit ihren wissendenAugen so vielsägend an, daß er schnell gefaßt nichts Anderes zu thun wußte, als ihre beideir Hände mit großer Wärme an-die Lippen 5 Ziehen. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen, meine Gnädigste!" sagte er mit tiefem Gefühl'. Sie lächelte erfreut' er gefiel ihr so mehr als je. aber es schien, sie erwartete noch ein anderes Wort. Alle Wetter! Er hatte nie daran gedacht an solch ein Wort. Doch da fiel ihm ein anderes ein. Jch fürchte, daß ich einen glücklicheren Rivalen habe! flüsterte er. Ein Mann Ihrer Art fürchtet Niemand und schiebt den Lästigen bei Seite!" erwiderte sie. und dann, als er stumm wieder nichts zu thun wußte, als ihre Hände zu küssen, er hatte dabei eine so dankbar ritterliche Weise! .fügte sie leise lächelnd hinzu: Ich habe schärft Augen. Graf, und ich sah, was Sie- zogern machte." O,. gnädiges Fräulein, und Sie machen mir Hoffnung?" Jetzt erschrak Tante Hetta denn doch. Wie? wenn nun das Kind" ? Nicht Hoffnung, Graf, dazu habe ich kein Recht, aber mir schien, es fehle Ihnen eine Freundin, und daß ich Ihnen eine solche sein werde, wissen Sie nun!" Sieh nur Einer, was Tante Hetta und Graf Ruscow da flüstern?" sägte Willa eben lachend zu ihrem Partner. Otto von Feedern blickte auf und nach den Beiden hinüber, dann Willa an, und plötzlich lachten sie lustig. Die Herrschaften conspiriren wohl? Tante Hettas Gesicht sah sehr verdächtig aus!" neckte das junge Mädchen. 'Ruscow und die Stiftsdame traten zu ihnen, letztere ein wenigs verlegen, der Graf heimlich noch verlegener als sie. aber äußerlich ganz Herr der Situation. Ich finde. Herr von Feedern kmt uns Andere nun Wnge genug überflüssig gemacht; singen Sie uns ein Lied, Fräulein Willa."' bat er. ' und seine Stimme klang so weich und innig. daß Otto von Feedern hochaufhorchte und einen eisersüchtigen Aerger nicht unterdrücken konnte. Als Graf Ruscow eine Stunde fpa ter zu Hause anlangte, in der Absicht, sich nur rasch in einen anderen Anzug zu werfen und sich dann zu Büchner einem bei der jeirnes don?e wohlff1nnvpn ys?nt?n ZU bcrfiiacn. ij ff traf er im Vorzimmer einen jungen . . r. ... afti MenjHen mil emem gronen uuzn packet seiner wartend. Ach. vom Herrn Justizrath!" sagte er, unangenehm an die peinliche Scene des Nachmittags erinnert. Ja, vom Herrn Justizrath Weiß. Und wenn ich den Herrn Grafen bitten dürfte, diese Empfangsbescheinigung gefälligst zu unterschreiben " Kommen Sie herein. Legen Sie die Akten dorthin. Wo ist das Papier?" sagte er. mit dem Wunsche, eilig die fatale Angelegenheit zu. erledigen. (Fortsetzung folgt.)
Zkür die Kuchc. Mo ck Turtle Suppe. Eitt Kalbskopf wird gewaschen, 12 Minuten in kochendes Waner gelegt, haaix
clle Haare entfernt, wieoer eingelau.iz:, mit grobem, reinem Tuch abgerieben, dann das Fleisch von den 5Uiocyen aelöst, Zunge und Hirn herausgenom men. Nun thut man das Fleisch in. eine K.ifserole, giebt kaltes- Wasser darüber, läßt eZ in's Sieden kommen und 10 Minuten bei stetem Abschäumen kochu. Nun wird es herauszenommen und in kaltes Wasser ccleot In einen Suppentopf wird elwas-ButI ter gegeben und zerfließen lassen so daß es den. Boden vedeät. Hierauf kommt drei Viertel Schinken. kUin geschnitten, ein zerhactter Kalbsfuß unb ein altes, Huhn, halb angebraten und zerhackt. Das Alles wird mtt kaltem Wasser bedeckt, stark kochen las r r3 cn " . ? . i et r . . (U. VI tue -ÜWC ICVUIUI ll UU v rmnig. braune aucc, als möglich ist,, ohne anzubresnen. Letzteres darf. Vit rrfi.fm 2 Tits&l ? tVir Vi2fi"rsfv st tttut fU4-kJlttVkilr VbSUIV tfc haus.lges Umrühren, nöthig. Nun w::d der. Inhalt außer, der Sauce herausgenommen; die wtWürfel geschnittenen theile, des Kalbs-kopf die scheibig geschnittene Zunge tun Karotte, drei große. Zwiebeln, w Zweig Sellerie, ein Sellriekopf ux& Sllz wird hineingegeben Das herausgenommene Fleisch-- Trad Knochenzeug legt man in warmes, reines Wasser,, um alles JuS davon las zu schenkez und dieses Wasser, schüttet man. über die Würfel, die.Zung.e.und das Grünz. Oder besser. man. schüttet das. Wasser erst zur Sauce. setk.t diese durch, und entfettet ste,.um dana erst daandere hineinzugeben.. Ss wird Lllles. aar gekokt. danni Mehl, in Butter. drWkelgelb gedampft,, hzneingeruhr ftingefchnittene Champignons dazu gegeben nach Salz und Pfeffer: geschmeckt. uiti endlich Fleisch! löschen, aus dem. Hühnerfleisch bereitet gekocht, in die: Suppenterrine gegeben, und.' die Suppe, darüber angerichtet:. Dss Gehirniwi'rv blanchrt, in . zierliche.' Scheiben geschnitten, in Ei unv.Weckmehl.gwälzt,,.'iuf, beiden Seitm gelb gebraten und neben, der Supp: herrgereicht.. Wch m i tS'?ue.r l r a u t. Die. gereinigten Wachteln, werden mit Salz und.etwcÄ Pfeffers einaerieben. einige. Tropfem Cilronensaft darübe? rr . V i. gegoncn, iu..pea ingcDiuiueix, 1:1 Vutw.mit Wurzeln,, Kräutern und einigen Nelkem in Fleischbrühe gedampft.. Wenn, ste weich -sind, werden sie herausgerwnunen, der. Absud eingekocht, durch ein Sieb getTieben. die Wachtelir damit 'bestrichen und auf eine Platte mit .'Sauerkraut: gegeben, das zuvor an weißem Wein , gedampft worden. Oder die Wachteln werden angebraten, in einem, fergen Sauerkraut vollends, fertig: gedämpft, daZ Sauerkraut 'auf 'runder;, tvefer Platte angerichtet, mitten Wachteln umlegt zu Tisch gegeben.. Den Fond, derselben kocht man mit Fleischbrühe oder Äratenjus' auf' und? giebt ihn über die Wachteln.. Kaltes- chiusselsleisch. Man nimmt gewöhnlich Kalbfleisch zu diesem kalten- Abendgericht kann aber auch halb. Kalb-., kalb. Sch wem e fleisch nehmen. Man vertheilt, das Fleisch in passende Stücke,. wäscht es brüht zwei Kalbsfüße und. thut Beides in ein gut verschließbares Geschirr, w dem man es mit so. viel. Wasser übergießt, daß das Fl4isch, eben bedeckt ist. Nachdem es geschäumt, ist,, fügt man ein Glas Weißwein, ein. Glas Essig, Salz, Psefferkörner,, Piment, etwas Citronenschale. und. zwei Lorbeerblätter hinzu und? kocht, das Fleisch langsam gar.aber. nicht zu weich. Man schichtet .dieFleischstücke: dicht in eine irdene Schüssel,, siedet, die: Brühe etwas ein, entfettet, und klärt sie, fügt eine Messerspitze. Fleisch . Eztract und ein Blatt, weiße, aufgelöste Gelatine an und. gießt, dfc abgekühlte, lauwarme Brühe dann über das Fleisch. Man stürzt das Fleisch beim Anrichten und gibt $3 nur mit Essig. Oel und Mostrich zu Tisch oder reicht, wenn man es feiner servireu will, eine Remoladensauce. nebenher. Gebackene Eier mit Re mou.la.dcn sau ce. Eine beliebiqe Menge Eier werden hart gekocht und in. kaltes Wasser gelegt, damit sich die Schale besser entfernen läßt. Darauf, pellt man sie ab und schneidet sie der Länge nach einmal durch. DaZ Gelbe wird hrausgeommen und gerieben. Nun rührt man etwas Butter zu Sahne, fügt die geriebenen Eier, einige rohe Gelbeier, einige feingewiegte Sarde.llcn. etwas feingeriebene Semmel und etwas süße Sahne dazu.' Diese Füllung wird in die noch mehr ausge- . höhlten Weißeihälften gestrichen. Nui. setzt inen die Eier in ein Pfännchen. dicht nebeneinander und bäckt sie in ein, venig Butter in der Blatte. Wenn sie.rkaltet. richtet man sie auf einerSchüssel an. Die Remouladensae kann recht einfach bereitet werden, in-, dem man zwei ganze Eier, zwei Löffel. Süß-Oel, zwei Löffel Essig, zwei. Löffel kalte Fleischbrühe, eine Prise Salz, einen halben kleinen Theelöffel. Senf, und Zucker nach Geschmack, zusammen in einem Blechgefäß quirlt ; darauf wird das Gesäß in ein anderes mit kochendem Wasser gesetzt und so lange gequirlt, bis der Quirl, von selbst steht. Kalt geworden gießt man diese Sauce über die Eier und verziert die Schüssel noch mit 'Essiggurken und, kleinen Pilzen. Teig, geriebene?,, in diez Suppe. Aus einem bU zwei Eiern, etwas Salz und dem nöthigen Meht macht man einen sehr festen Teigballen, läßt ihn kurze Zeit trocknen, xtift ihn auf einem Reibeisen, rührt ihn dann m siedende Fleischbrühe em und laßt ihn zehnMinuten bis eine Viertelstunde darin tochen. u& fcfc Suppt danach anzurichten.
