Indiana Tribüne, Volume 21, Number 63, Indianapolis, Marion County, 20 November 1897 — Page 1

l . a W fr ifir tfr ffTr AO st US A Ms5 ii W Y r vw y v O' Offtee : No. I Süd Alabama Straße. Telephon 1171 Indianapolis. Indiana Samstag, den 20. November 1897 Jahrgang 21. No. G3

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Editorielles.

-4 rtitf 9Irfittfrfr&ufeslC ' s.hg.bung ift uns j'öe andere Land : voraus. Diese Thatsache sollte eigent lich genügen, ccu amenkanischen Arbeitern zu zeigen, daß ihre geaerkschastlichen Bestrebungen vollständig unzureichend find, aber sie haben eS troem noch nicht eingesehen und zeigen noch gar keine Lust ei einzusehen. Die französische Deputirtenkammer hat vor etwa zwei Wochen mit 618 gegen 12 Stimmen ein Gesetz pasfirt. da die Cntschädigunzkpfl'cht der Unternehmer sür Unfälle bei der Arbeit regelt. Und zwar besteht die Ent schädigung nicht in einer einmaligen Abfindungssumme, sondern in einer lebenslänglichen ZahreSrente in der Höhe von zwei Dritteln deS ZahreS lohneö für dauernde und vollständige Ardeitöunfäh'gkeit, in einer lebenSlänglichen ZahreSrente von zwei Drltteln de LohnverlusteS für dauernde aber theilaeise Arbeitsunfähigkeit und in der Auszahlung der Hälfte de Tage'ohneS für zeitweilige Arbeit. Unfähigkeit. Bei einem tödtlichen ttn. fall sind der überlebende Ehegatte, die Kinder unter 18 Jahren, und falls da Oofer unverhrnathet war, d e von idm unterhaltenen Verwandten in aufsteigender Linie zu einer lebenSläng. lichen bezw. zu einer zeitweiligen Penfion berechtigt, die in den einzelnen Fällen 10 bis höchstens 60 Prozent deS ZadreSlohneS beträgt. DaS Mori. mum entfällt auf eine Wittwe oder auf einen Wtttwer mit vier oder mehr Kindern und auf drei oder mehr vater und mutterlose Waisen. Der höchste, d?r EntschadigungSberechnung xu H runde gelegte Jahreklobn beträgt 2400 Franks, so daß die Köder Knt. ohnten nur biS zu diesem Betrag'von dem neuen Gesetze geschützt werden. Äuher der Entschädigung fallen zu 6,ften deS Unternehmers die ärztlichen und die BegräbnihkoKen, sowie die Krankengelder in der Höhe deS halben TapelohneS, wobei letztere bei allen Unfälle biS zum Zeltpunkt der gelchtlichen Entscheidung zu zahlen find. da die Tntschädigung erst von diesen. Zeitpunkt an fällig wird. Die französische Deputirtenkammer bemühte fich schon seit siebzehn Jahren et oerarllgeö es, zu lanoe zu bringen, ö gelang aber nie den Sena? zur Zustimmung zu bewegen. Die Regierung hofft aber diekmal die Zustlmmung deö Senats durch allerdand Zugeständnisse, welche in der Fassung dS Gesetzes gemacht wurden zu erangen. DaS den Arbeitern nachtheiligste Zugestandniß an den Senat ist die Einführung der Klausel der unverzeiddchen Schuld" deö Arbeiter an dem Unfall. Wird vom Unternehmer der Beweis dafür erbracht, so kann da Bericht die Entschädigung herabsetzen biS zu welchem Minimum wird merkwürdiger Weise im Gesetze nicht gesagt. Diese Klausel dürste aller ding sehr häufig eine Rechtsprechung zu Gunsten der Arbeiter in Frage stellen, allein trotzdem wird fich daS Gesetz nützlich sür die Arbeiter erweisen, und ihre rechtl che Stellung wird im Falle von Verletzungen eine weit günstigere sein, als die der Arbeiter in Amerika. Oenn schädlich wirkt dort für den Arbeiter nur eine unverzeihliche" Schuld, allerdizgS ein sehr dehnbarer Begr'ff, ab:x eS muh doch immerhin schon eine grobe Nachlässigkeit sein, wenn man sie unverzeihlich finden soll, nach amerikanischer Rechtsprech ung aber verliert der Arbeiter jeden Anspruch auf Entschädigung, wenn er auch nur zum allerklelnsten Theile an dem Unfälle mit Schuld trägt. .Wenn nach Prozenten ausgedrückt. die Schuld deS Unternehmers an einem Unfall 99, die deS Arbeiters aber nur 1 beträgt, so bekommt nach unserer Rechtsprechung der Arbeiter nichts Die Aussichten deS amerikanischen ArbetterS auf Entschädigung bei Unfällen sind deshalb sebr klein. Namentlich auch deshalb, weil die ganze Rechtsorechung aus der Idee deS freien ArbeitSkontrakteS beruht, auf der Idee, dah der Arbeiter da Risiko der Sefahr freiwillig übernimmt, wai natür lich eine bloße Fiktion ist. Ja der Erkenntniß der wirthschaftlichen Zustände ist der amerikanische Arbeiter deutenoch derunwissendste von allen, darum ttt er tuatamttitq gesinnt, und rückschrtttlich wie seine 0e-

nnnung, so rückschrittlich ist die Recht sprechung, aus welche er fich zu stützen hat.

AchlMiricljleli. Inland. Wetterbericht. WärmereS, schönes Wetter heute Nacht, möglicherweise Regenschauer morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 57 Grad, niedrigste 45 Grad. Hochwasser inWashington. T a e o m a. Wash.. 19 Novbr. Winde und Regen richten Verwüstung im westl'chen Washington an. Die Telegraphenlinien find in allen Rtch lungen zerstört, Flüsse und kleine Ströme find angeschwollen und die Bahne leiden durch Auswaschungen und überschwemmte Gemse. Die Drähte deS RegierungStelegrapben zwischen Port Angeles und Tatoosb, Eap Flattery. find zerstört. Berggewässer treiben den Slotovish Fluß höher als er t vorher gewesen. Der Verkehr aus der Everett und Monte Ehristo Bahn mußte eingestellt werden und die RancherS in .den Niederungen fliehen nach höherem Lande. Everett. Wash., 19 Nov. DaS Wasser in den Skikomish und Stillquamish Flüssen ist höher alö je zuvor. DaS Geleise der Great Northern Bahn zwischen Sultan und Inder ist weggewaschen Der White River sing am Mittwoch Nachmittag an zu steigen und bis zum nächsten Morgen war er um 5 Fuß gestiegen und stieg weiter um 4 Zall per Stunde. Eine Meile unterhalb Humboldt trat das Wasser auS den Ufern und üb schwemmte die Niederungen. Der Stack Fluß steigt um 10 Fub 24 Srunve. Älle Niederungen auf beiden Ufern find überschwemmt. Ja Lowell ift die ersk oer Papiermühlen überschwemmt und der Fluß fte,g? rasch. Kohlenmangel. AsungStovn, )., 19 Novbr Der Mangel an' Kohlen im Mahonev Thale ist in der letztem Woche ernster g'worden und bat jetzt begonnen die Industrie zu assinren. Die ginished Steel Co. war die ertte, die dem Drucke nachgab und genöthigt war heute ihr Etablissement zu schließen , Ausland. Pietistische Rede deö Kai. ser. Die Münchener . Katastrophe. B e r l i n, 19. Nov. Im Lustgarten fand gestern die Vereidigung der Rekruten der Berliner Garnison statt. Der Kaiser hielt eine Ansprache, die durchweg einen militärisch dynastischen Eharakter trug. Unter Anderem sagte er: Mtt dem heutigen Tage begrüße ich Euch als Soldaten meiner Armee, Grenadiere meiner Garde, als deutsche Männer, welche Treue geschworen haden vor GotteS Altar unter seinem freien Himmel auf dai Krucisir, wie brave Christen eS thun müssen. Wer kein braver Christ ist, kann auch kein braver Mann, kein braver preußischer Soldat sein. Tausende von Euch ha den den Eid gehalten; deswegen ist da Baterland groß und das Hcer siegreich und unüberwindlich. Vielen von Euch wird ficher die Versuchung ahen. Wer gegen den Rock deS Königs '.maS thut. der verfällt in ttt höchsten Strafen Auf Euch blicken meine ruhmreichen Borfadren auS dem Himmelszelt herab, auf Euch blicken die Standbilder der Könige, vor allem das Denkmal deS großen Kaisers. Stehet fest und unerschütterlich in dem Glauben und dem Vertrauen aus Gott, der die Seinen nie verläßt. Eure Aufgabe ist, die Treue mir zu halten und die höchsten Güter u vertheidigen gegen . den Feind, sowohl den äußeren vte den in neren, u gehorchen, wenn ich befehle und nicht von mir zu weichen". In Verbindung mit der Katastrophe im Cake Maximilian in München find der Baumeister Klinger und der Maurerpolier Henke verhaftet worden Qie hatten einen Umbau vorgenommen. ohne die nöthige Erlaubniß einzuholen und dieser soll die Katastrophe der.schuldet haben. ES find dabei umgekommen: Elisabeth Wagner, Wally tteiftnger, Ann. Lroß, Johann Ochu-

rer, Anton Dollioger, Georg Jener und Josef Bogner. Die Thronrede deS Kaisers Franz Zoseph'S an die Delegationen wird als eine eminente Friedenskundgebung be-

trachtet. Beim Rundgange hat der Kaiser fich der Opposition gegenüber aller politischen Bemerkungen enthalten, den Tschechen, Polen und Magyaren gegenüber aber der Ueberzeugung, der Reichsrath werde die Ausgleichs vorläge annehmen, Ausdruck gegeben. Bei dem CommerS anläßlich der Inauguration deS RektorS der Univerfität in Graz ist eS zu einem Skandal gekommen Der Rector und sämmtliche Professoren waren fortgeblle"eo, weil die Professoren Forchheimer, Reinitzer und Löw wegen ihrer jüdischen Abstammung nicht eingeladen waren. Der sommers kam zu einem jähen Schlüsse. DaS verbotene Deutsche Lied" wurde gesungen und die Versammlung deshalb polizeilich aufgelöst. In Seelen im Harz find neun Häu ser niedergebrannt. In dem braunschweigischen Dorfe Alvesse. dicht vor den Thoren der alten Welsen. Residenz, ift der protestantische Pastor Huge verhaftet und in'ö ami. gerichtliche Arreftlokal abgetüürl wor den. Der geistl'che Herr soll fich beträchtliche Veruntreuungen haben zu Schulden kommen lassen. EinRiesenfeuer. London, 19. November. DaS schlimmste Feuer der letzten Jahre &ütdet gegenwärtig hier. 3n mehreren an daS Hauptpostamt angrenzenden Ätra, ßen brennen große Gebäude - Blocks wüthend. Viele Häuser find zusam. mengestürzt und 15 Lagerhäuser find bereit zerstört. Die Gebäude an beiden Seiten der Straße stehen in F ammen, lo daß die ffuerwelir nicdt an die brennenden Häuser herankommen kann. Die Feuerwehr hat die Hossnunp aufgegeben, da Feuer bwäliigen u können, und bemüht fich nach Ktäfien ein weitere Umsichgreifen zu verdin dern. Die Bewohner der bedrohten Häuser find emsig an der Arbeit, ihre Bucher und Geschäfts - Dokumente ,n Sicherheit zu dringen. Bl jetzt fine noch keine Unglückefälle gemeltet wor den. Um halb 4 Ubr heute Nachmittag wann 30 spritz n an der Arbeit, da Feuer zu besä pien, und andere träfe. rasch von allen Theilen London ein Viele Tausende von Menschen haben sich versammelt, um daS Feuer zu sehen Mehrere große Geböure find eingestürzt und ihre Trummer versperren die Straßen. Der Schaben ist enorm. Die meisten der zerftölten Gebäude waren 6 Stockwerk hoch und mit Waren gefüllt. Um halb 6 Uhr AbendS bahnten fich die Flammen ihren Weg von der 3ewia Str. in die Red Croß S.r., wo ein ganzer Gebäudeblock auf der Westfeite der Straße bedroht wurde. Ueber 40 Spritzen waren um diese Zeit an der Arbeit. ES ift momentan nicht möglich, den Schaden, oder die wirkliche Ausdehnung der Feuersbrunst abzuschätzen. Mehrere Blätter verössentlichen sensationelle Abschätzungen de Schadens. Viele der verbrannten oder bedrohten Häuser enthielten viele Arbeiterinnen, dieselben konnten nur mit Mühe entrinnen. DaS von dem Feuer gedeckte Areal hält mindesten 100,0"0 QuadratLardS. Sechzig Lagerhäuser find bereit zerstört und da Feuer bat fich vom Wordstraß, platz biS zur AlderSgate Str. ausgedehnt. Um 11 Uhr heute Abend ist der Brandplotz noch der Schauplatz eer größten Aufregung. Fünfzig Spritzen! werfen ihre Wasserstrahlen aus die'

u. fc.i. oMmm vc rullilci war, ic tuc ßcwi c mmm Jtuin, Wagen bttngen Kohlen herbei n b ähe von CedroS Island benid Tonnen von Wasser werben rn die stimmt waren, plötzlich schwer er. Flammen geschleudert. Tausende von' krankte ihn selbst ausgenommen. Menschen ver'uchea den von 1000 Po- Zu Santa Domingo seien er und ein lösten gebildeten Cordon zu durch Matrose, alö sie .die SchiffSpapiere . . V. m . tZ t. T ; hatten an Land bringen wollen, m ihbuchen. Dte Poltze,mannschaft wurde ; lWnm Jte gekentert und hätten verstärkt, als bald nach 6 Uhr Com-, mit Mühe daS knappe Leben zu retten mandeur Wells weitere Spritzen von vermocht. Die Fluth habe übrigens den Außendistr kten verlangte. Da die Papiere an'S Land gespült. Bon 0..... hi haa -.k. dort sei die Gracie" nach Turtle Bay euer wtrd die Feuerwehr noch rneh- n fl " unb ln j M. rerc Tage beschäftigen, namentlich in turm auf die üste geworfen worAnbetracht der Gefahren die durch den den. Ein Matrose. Barney Wilson Einsturz der aukgebrannten Gebäude, mit Namen, sei wahnsinnig geworden.

v.-. sx L v v. um dem 2olliuco.ttoen Zlu enlaeoen. oer

T ,MU l lT " n- ; k T mit Mord gedroht bade, babe sich die i'ben wollt Euer Blut zu reinige, mit Donnerg.krach e,nurzt. drohen Msst ach allen HimmelSrich. Z die Nerven ,u stärken und die CorstiDen, letzt' Nachrichten zufolge find tungen hin zerstreut. Er. Hall, aber! .tution zu kräftigen, gebraucht Hcöd's beinahe 100 Lagerhäuser zerstört. Die habe die Acme" unter Segel heran- Oarsaparilla. Gebraucht uun Hood's.

historische St. GileS trche ist stark beschädigt. Qls die Nacht einbrach, bst sich ein

brillantes Blld. Vier Straßen brann-

ten auf beiden Seiten und die Zuschauer singen an zu wetten, ob der .k.w,-..;. I ehrwürdige Thurm der St. GileS Kirche dem Schauer von Funken und c. , . oren.enoen Fragmenten, dem er ausetzt war, widerstehen könne oder . . vn auen vunllen vooen na, , Ixt rothen Flammen von dem schwarzen OL. : 1 .v. . . .1 voiuoni no. und yier und da warfen die halbzerstörten GaSlampen hohe Gasflammen auS. Der von dem Feuer verheerte Distrikt wird von der AlderSgate und Red IX k, ai..c. v ffi.u .... rc p trupe, wem v.iaiDcn jcao ourl und der Bradford Av'nue bearentt und v 0 schließt die Zmischenstraße, Zewin, Hermsell, Well, Edmund und Jewin Creseent Straßen ein, sowie Theile der Australian Avenue, PeralS Alley. deS Cr,pple Gate Kirchhofs. deS Wordstraßen. Platzes, deS Nichol-PlatzeS und der Farestraße. ES wird ofsinell gemeldet, daß 150 Lagerhäuser zerstört wurden. Eine spätere Schätzung deS entstandenen SckadenS nimmt denselben mit 5 Millionen Pfund Sterling oder 525 000.000 an OchiNS'NaÄriten. 'Angekommen in : N e w S o r k : P'vsfia" von Hamburg; St Louis" von Soutdampton; Peninsular" von LiSbon; Lueama" von Liverpool. Liverpool: Campania" von New Sork. Hamburg: Perfla" und Fürft B'Smarck" von New gork. Rotterdam: Spaarndam" von New Sork. allerlei. Licht ne?iNae.Schwierilileiten findet das Marine - Departement in der Besetzung der UnterarztStellen. Der Grund ist in dem Umstände zu suchen, daß die Unteriirzte von den Osficieren an Bord nicht als ebenbürtig angesehen und mit den Tadelten, Schreibern u. s. w. aus eine Stufe gestellt werden. Zur Zeit sind 16 Bacanzen vorhanden und nach dem Dafürhalten des General - ArzteS wird diese Zahl noch zunehmen, wenn uicht den jungen Aerzten eine angenessenere Behandlung zu Theil wird. Während früher vei totu tem der größte Theil der Matrosen un. serer Kriegsflotte auö Ausländern, zumeist Engländern, Jrländern und in geringerer Zahl aus Deutschen bestand, meldet jetzt Capitän Crowninshield. der Chef des NavigationS-Bu-reaus, in seinem Jahresbericht, daß die Flotte nunmehr rasche Fortschritte in der Amerikanisirung mache. Mehr als G4 Proccnt der Matrosen sind geborene Amerikaner und 74 Procent amerikanische Bürger, so daß der Proeentsatz der Ausländer- auf 26 Pro cent herabgesunken ist, und auch von diesen haben Viele ihre ersten Büraervapiere herausgenommen. Der Anvrang zur Flotte ist ziemlich stark, und die Werbe - Offictere haben daher die Auswahl? 28,789 Mann hatten sich zum Eintritt gemeldet, sowie 4359 Jünglinge alö Schiffsjungen. Angenommen wurden 4544 Mann und 701 Schiffsjungen. Die Gesammtb:mannung der Flotte betrug zu Beginn deS neuen Fiskaljahres (1. Juli 1897) 8685 Matrosen und 1642 Schiffsjungen. Außerdem waren zu besonderen Dienstleistunaen 1013 Mann angestellt. Es desertirten im Laufe des JahreS 1149 Matrosen und 203 Schiffsjungen, davon mehr als 44 Procent in nordatlantischen Hafens Plätzen. Eine höchst merkwürdige Schiffbruchgeschichte erzählte Capitän Hall vom Schooner Gracie", der vor ca. 3 Wochen von San Francisco nach Lower California in See stach. Der Capitän traf allein und nicht auf der .Gracie", sondern auf der Acme" in San Diego ein. Er. erzählt, daß die gesammte Bemannung der Gracie", i mit Provisionen und Werkzeugen

. kommen sehen, habe Nothsignale gege tn und sei an Bord genommen vor - i ! .

-Derschierunglaubliche

.aü' cm Strafgefangener mit bedeutenden im Gefängniß ge. ßlencn Summe Geldes auS seinem Gewahrsam entfliehen kann, hat sich in Plötzensee bei Berlin ereignet. Dort fe..(.::E.i. e.;i r i c .. uiz ic einiger cu oer ö4 atr ' ?Hl?fmnn fmi.bl Jn txW hold aus Reichender m Böhmen we 0,n UrfimWnTMm O -""-Mv7'ltJ 41 W1VUUI eine Gefänanißstrafe. die erst im adre -4 fns . ri- , 1 . . V -luu lyr Ende erreicht haben würde, Gefangene, der sich da doLste Vertrauen der Gefängnißdirection zu erweroen aewunt hatte und ali Direc- ! torialschreiber beschäftigt wurde, hat eS verstanden, den Gefänanißsecretar (Srti.. ... n w i uwctiijicn uno mil ict.NII ' Ladern in Höhe von 675 Mark flüchtiz : .V f" X. IWl tll. . C . zu werden. Schmidt hatte Abends ein iouvert, rn dem 675 Mark vsn Seiten der Gefängnißdirection abgeschickt wir. den sollten, mit der Adresse versehen, und der Secretär Schrödter wollte daS Geld eben einpacken, als er abgerufen wurde. Schmidt erbot sich, die Arbeit auszuführen, woraus Schrödter ihm das Geld einhändigte. Als Schrödter in daS Bureau zurückkehrte, überreichte rym oer Msanaene vas geschlossene Couvert. Er hatte aber nicht das Geld, sondern nur Papierschnihel ei, gepackt und dte Summe in seine Tasche gejteat. Am nächsten Morgen gab er vor, furchtbare Zahnschmerzen zu haben, und erhielt die Erlaubniß, in Be gleitung deS Plötzenseer Gemeindedie. nerö in die Stadt zu einem Zahnarzt zu gehen, bei dem er sich den Zahn herausziehen lassen wollte. In drr sehr belebten Leipziger Straße gelang eS dann dem Gefangenen, seinem Transporteur zu entwischen, ohne dfc bisher eine Spur von ihm gesunde werden konnte. Die Dampferflotille, die in der letzten Juliwoche von London mit Waaren aller Art nach dem Obi und Jenissei ausgelaufen war. hat ihre Ladungen abgesetzt und ist nach London mit sibirischen Erzeugnissen, vornehmlich Weizen, zurückgekehrt. Die Fahrt von London nach der Obnnündung über Bardö hat 23 Tage in Anspruch genommen. An der Obimündung wurde in bereit gehaltene Lichterschiffe. umgeladen, wozu 9z Tage nöthig waren. Die Lichterschisfe dermochten dann in 21 weiteren Tagen Tjumen, den weitesten BestimmungLort, zu erreichen, so daß man von London bis dorthin nur wei Monate gebraucht hat. Der größte Theil der L düngen bestand in Thee, der von Hankau kommend in London umgeladen worden war. Man glaubte in kaufmännischen Kreisen fast allgemein, daß der Thee stark entwertyet nach Tjumen kommen würde. Die sibirischen TheeHändler erklärten ebenfalls, der Thee werde durch die Reise ernsthaft leiden. DaS einstimmige Urtkeil ist jedoch, dafe der Thee keinen Schaden xelttten hat. daß er sich im Gegentheil in einem bessern Zustande befinde, als im Dwch schnitt der Karawanenihee ihn besitze. Die Reise auf dem neuen Wege ist nicht nur billiger, sondern auch viel weniger zeitraubend. P o st und' Telegrapy zeben den besten Maßstab zur Beurtheilung der wirthschaftlichen Kraft und der Bildung der Völker. Da5 internationale Bureau der Postunion in Lern veröffentlicht soeben die neueste Weltstatipik. An der Spitze finden wir Deutschland mit 436.732.301 Fr. Einnahme und 469,505.243 FrancL Ausgabe, danach kommen die Vereinig ten Staaten mit 393.876.312 Francs Einnahme und 449.690,014 Franc Ausgabe, hierauf England mit 256,. 634,250 FrcS. Einnahme und 202. 021.825 FrcS. Ausgabe, weiter Frankreich mit 224.882,077 FrcS. gegen 174.06373 FrcS.. Rußland mit 100290.625 FrcS. gegen 116,595.623 Fr Oestereich mit 113.711.877 gegen 106196.020. endlich Italien mit 50. Ungarn mit 49. Japan mit 29. die kleine Schweiz mit 25, Spanien mit 23 Millionen Einnahme. In Lumpen gehüllt und zwischen Lumpen aus-dem Fußboden liegend, wurde in einem Dachzimmer auf dem Gaöborn in Aachen die Leiche einer 73 jährigen Greisin aufgefunden. Man hätte die Thür aufgebrochen, als die Bewohnerin von den Nachbarn seit fünf Tagen nicht mebr gesehen worden war. Nicht Noth, nur Geiz war die Ursache deS elenden LebenS, daS die Verstorbene seit 20 Jahren führte. Sie lebte in guten Vermögenöverhältnissen, lieh Capitalien auf Zinsen, hatte Geld auf der Sparkasse und Forderungen an Bewohner der Stadt und Umgegend. Dabei war sie so geizig, dab sie ihr eigeneS Bett an' einen Nachbar zur Benutzuna für 50 Pfennig jede Nacht verlieh und auk den auf den Straßen zur Abfuhr bereitstehenden Müllkasten die etwa noch brauchbaren Ubsälle heraussuchte und in ihrer Dachstube ausstapelte. Zwischen diesen Lumpen fand man noch eine Anzahl Schuldscheine versteckt. Da sich die Frau nicht daS Geringste qönnte, durfte in erster Linie mangelhafte Ernährung ihrenTod herhei2.fübN baben. Wenn ihr ein guteS Mittel

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