Indiana Tribüne, Volume 21, Number 59, Indianapolis, Marion County, 16 November 1897 — Page 2

Zndiaua Tribüne. Erschein Taglich und SonutagÄ.

Die tägliche TriiKne- kostet dvrch lenXtlftec 1 dtntl per Woche, die onniaa8.XrUÜel,8 ($ p Ooche. Leide ufsne 15 Cent ,dn Cent pe, Xatt. Ver V'ft EuZttZalb ht (lUlt ,,gtschit i V,,KHditHlNg r pt JaH. Ossi 10 Vüd rllabama Strafe. Indianapolis, Ind., 16 November '97 lostarleaI Hauptstadt in Nöthen. Wenn man aus irgend einer unserer gesegneten mittelanerikanischen Nachdarrepubliken etwas Neues hört, so ist es meistens nichts Gutes. Zur Zeit ist San Jose, die stattliche Hauptstadt von Costarica, wie ein Correspondent von dort schreibt, in argen Nöthen, und diesmal ist es kein Revolutiönchen oder Erdbeben Schrecken oder Gelbfieber, was die Stadt und ihre ganze Bevölkerung und Regierung zur Verzweiflung treibt, sondern es sind ungezählte Heerschaaren jene'' verhaßten Gäste, welchen der Rattenfänger vonHameln" seinenRuhm verdankt. Ein solcher hypnotisirender Tausendsassa, wie Letzterer es gewesen sein soll, könnte jetzt in dieser Unzlucksstadt eine wahre Goldgrübe für sich finden ; in Ermangelung eines solchen Wundermenschen würden es auch gewöhnliche Rattenfänger thun, welche ihr Geschäft gründlich verständen. Denn so, sehr ist diese Stadt bereits von den Horden der häßlichen, heillosen Nagethiere in die Enge getrieben, daß man sich nicht zu wundern brauchte, wenn nächstens die ganze Einwohnerschaft im Flucht - Tempo auöwandern würde! So schildert wenigstens der besagte Correspondent die Lage; ja er spricht von einer wahren RattenSchreckensherrschaft, wie sie noch nie dagewesen sei. In der Tyat muß eö schlimm genug stehen, sonst würden nicht die dortigen Stadtbehörden jetzt 10 Cents für jede getödtete Ratte als Prämie zahlen! Man bedenke, waö daS namentlich in einer spanisch - amerika nischen Lumpenrepublik heißen will, welche hauptsächlich vcn ihren Schulden lebt. Es wäre kau'.n . auffallend, wenn eine besondere Anleihe aufgenommen werden müßte, um diese RattenPrämien zahlen zu können, die amEnde gar höber kommen, als ein Krieg nach spanisch - amerikanischer Methode! In mehreren Beziehungen ist diese Rattenplage von besonderem Interesse. Die auser von San Jose, das un- ?, efahr 3863 Fuß über dem Meerespieael in einem fruchtbaren Thal liegt, konnten niemals einem ZechoruxrBeranlassung bieten, das schöne Lied anzustimmen:, . , .Im tiefen Keller sitz' ich hier'denn von einem KeÜer'.ist hier nix aends eine Spur u gewahren, obwohl solche Räumlichkeiten schon bei gewissen ungemüthlichen Naur-Ereignissen sehr nützlich, sein könnten. Alle Häuser sind ausschließlich Obersläche-Bauten. ohne irgend welche Kellerräume, und der gan?e Boden unter diesen Häusern und ihren 20,000 Bewohnern bildet buchstäblich ein ungeheures Sieb von lauter Ratten Schlupflöchern! Trotzdem könnte sich die Menschheit noch zur Noth mit diesem Stand der Dinge abfinden, wenn die Ratten wenigsten! echte .Landes kinder? wären, jene noch ziemlich gemüthlichen, conservatioen Geschöpfe von bescheidenem Umsang und brauner Farbe, wie sie von früher her den Tinwohnern. geläufig waren und stets von. den Hauskatzen, leidlich in Schränken gehalten' werden konnten. Aber leider sind es auch noch Ausländer" und waS für welche! Bor etlichen Jahren erst waren diese Ratten - Ungebeuer als. .blinde Pzssa. giere" aus Schiffen gekommen, (obwohl San Joseetwu 60 ngl. Meilen von der Küste entfernt liegt) und natürlich vermehrten sie sich ganz enorm ES sind große graue Bestien und Jet., wiegt ihre zwei Pfund, wenn sie nicht extra fett ist. Bald begann ein wüthender Kamps um'S. Dasein zwischen diesen Einwanderern' und ihren angemessenen bescheidenen StammeSverwandten, und selbstverständlich mußten letztere unterliegen und wurden allmälig vernich. tet. DaS tear. aber, noch t nicht MS: Bald darauf wurden auch die Katzen von denneuenEindringlingennacheiner Reihe hitziger Schlachten um dieOber, Herrschast in die Flucht aejagt. Und nun wieder dieses vierbeinige Erobere? - Seschlechl zur furchtbarsten Plage der, Menschheit.' ;, Rattenfallen aller möglicher Arten wurden importirt, verloren aber ohne Ausnahme sehr schnell ihren Ruien. Die Unthiere traten sich .durch .absolut.. AlleS, . außer Stem und Metall, hindurch. LebenS mittel konnte man nur noch in DrahtKäfigen aufbewahren, und auch diese erwiesen sich nicht selten alS nutzlos. Luch daS Kleiderzeug fiel, immer mehr den scharfen Zähnen deS hungrigen Corps der Rscke mm Opfer; Ladende flfettn wurden mitunter fast ibre an ,en Borrathe vernichtet! Ja schließlich wurden die Grundlagen der Häuser unterwühlt, und viele dieser befinden liq daher jetzt in sehr unsicherem Zustand; namentlich gilt dieS von den Adobe - Häusern deS Armen Vier tels. Unter dem Geflüael und anderen Viehzeug wurde furchtbar aufgeräumt, und nur ewige Wachsamkeit. war hier der Preis der Rettung. Sogar Säuglingen und anderen kleinen Kindern sollen, wenn sie im Bett schliefen,, die anen tucie Fleisches von den Bei nen abgeknabbert haben. . U. x. ist ein Zwillingspaar daran ' gestorben, und der Vater desselben wurde erst fälschlich

des Morde? angeklagt! . Noch immer fürchterlicher wird die Noth, von der man sich auswärts gar keine Vorstellung machen kann. Wann wird der Erlöser aus dem Plan er scheinen? v, Be'I.Saint-Trond wurde der 60jährige Buchhalter Moxhet beim Ueberschreiten eineö VahngeleiseS von ' . ' 'Zuge zermalmt. Frau Morhet der Nachricht von dem Un f : .wahnsinnig. ...

Indiancrehre. Menschen der bleichen Furcht sind die Urbewohner unseres Landes nicht und wohl die Angehörigen keinesVolkes der Erde sehen dem Tode mit so stoischem Gleichmuth in das Auge wie die In-

dianer. Von Pierre le Jeure und Champlain bis Georg Bird Grinnell haben Alle, welche den Charakter der Indianer studirt haben, gefunden, daß der Tod im Getümmel des Kampfs für sie keine Schrecken hat. So lange mein Körper stark, mein Augenlicht gut und kein weißes Haar auf meinem Haupte ist, möchte ich im Kampfe sterben", sagte Berry Child, em Häuptling der Blackfeet-, als er aufgefordert wurde, sich mit einem Häuflein von 25 Kriegern einer zehnfach größerenUeber macht zu ergeben, und alle zogen den Tod mit der Waffe in der Hand einem Leben der Knechtschaft vor. Daß der Indianer seinen Feind gern aus dem interHalt überfallt, kann nicht als em eichen der Feigheit angesehen werden: er will sich nur aller Vortheile sichern. die ihm zum Siege verhelfen können. Denselben stoischen Gleichmuth dem Tode gegenüber bekunden auch alle Indianer, welche wegen eines Aervrechenö ihr Leben verwirkt haben. Dies ist eine so bekannte Thatsache, daß es im Andtanergebiet durchaus nicht zu den Ausnahmen gehört, eine zum Tode verurtheilte Rothhaut bis zum Tage d Hinrichtung zu beurlauben, und es ist noch niemals vorgekommen, daß ein dem Henker verfallener Indianer während seines Todesurlaubs sein Wort gebrochen und sich durch die Flucht dem Henker entzogen hat. Durch die vor einigen Tagen vollzogene Hinrichtung des Creek - Indianers John S. Watka ist dieö wiederum auf das Eclatanteste bewiesen worden. Watka's Verbrechen, Verurteilung und Ezecution geben in der That ein höchst charakteristisches Bild. Zu den unbändigsten Stämmen des Indianer - Territoriums gehören die CreekS und Watka war ein echter Sohn seines Stammes. Zu Beginn des Sommerö. wenn der junge Mais am zartesten ist, veranstalten die Creeks gewöhnlich ein großes Volksfest, mit dem der sogenannte Maistanz verbunden ist und zu dem sich alle Angehörigen .des Stammes einfinden. Schmausereien in großem Stil bilden den Haupttheil des Festes und außer jungem Mais in ungeheueren Quantitaten bringen sie gewaltige Mengen von Hühnern. Ferkeln, Lämmern sowie Schafen herbei. Die Walder liefern Wild in Fülle und an Fischen ist kein Mangel, so daß es auf dem Feste immer hoch hergeht. In diesem Sommer wurde das Fest an den Ufern des Deep Fork, einem Arme des CanadianRiver,' unweit ,von Ocmulgec abgehalten und unter den Theilnehmern befanden sich außer allen anderen Creeks die jungen Krieger John Watka sowie Jonas Deer. Beide hatten sich um dieselbe röthhautige Schöne beworben, welche schließlich Watka's Bewerbungen annahm und als seine erklärte Braut galt, dabei aber, nach Weiberart, noch nlt Deer coquettlrte. Wahrend des Tanzes nun wählte das Mädchen Deer zum Partner und dies versetzte ihren Bräutigam, dessen Eifersucht durch allzu reich Libationen von Feuerwasser auf daS Höchste erregt war, derartia m Wuth, daß er Deer aufforderte. d?n Reigen zu verlassen. Auf Deer'S Weigerung entfernt sich Watka, doch kehrte er nach wenigen Minuten zurück und schoß seinen Nebenbuhler vor Aller Augen nieder. Diese Blutthat machte naturlich der Lust sofort ein Ende und eS wäre Wohl noch weiteres Blut oeflossen, allein Deer hatte keine Berwandte.. die den Mord gerächt hätten. So wurde denn der Erschossene am nächsten Tage beerdigt und mit den anderen ureekS nahm auch Watka an der Trauerfeier Theil. Unmittelbar darauf wurde, seine Vermählung mit der Schönen, deren Coquetterie die indirecte Ursache deö Mordes war. statt, aber schön eine Woche später wurde er als Gefangener vor die StammesHäuptlinge geführt, die ihn zum Tode verurtheilten. Watka hatte Zeit genug zur Flucht gehabt, allein trotzdem er wohl wußte, was ihm bevorstand, zog er eZ vor, bei seinem Stamme zu bleiben, als gebrandmarkt und als Ehrloser sich heimlich davonzumachen. Watka bat auch nicht um Schonung seines .LebenS, sondern verlangte nur eine Gnadenfrist, um so viel als mög lich für die Zukunft seines jungen WeibeS und seines ungeborenen KindeS sorgen zu können. Seinem Verlangsn gaben die Häuptlinge ohne WeitereS statt und die Hinrichtung wurde auf mehrere Monate verschoben. Bis dahin ein freier Mann kehrt der Veru'rtbeilte in das Haus seiner Mutter urück, wo er alsbald einen kleinen Laden tablirte. Da jedermann seine Lage kannte, wurde sein Laden außerordentlich freouentirt und in kurzer :t hatte Watka so. viel erworben, als. i der Bedürfniklostakeit der ?!ndia ner, für die Zukunft seines Weibes ge nüaie. AlS sein Urlaub sich seinemEnde näherte, beglich er seine Rechnungen und an dem für die Hinrichtung festgesetzten Tage stellte er sich, von seinem Weibe begleitet, demShenss in Ocmul aee. Von weit und breit waren die Creeks dorthin zusammengeführt, um Zeugen der Hinrichtung zu sein. Der Sveriss nabm sein- witcMe sowie t7 , ,,, Oegen Oür Dle Menschbekt. , Durch seiae vielen und wunderbaren Kuren hat Salvation Oel sich einen unsterblichen Namen gemacht, und Viele können für seine HeUkraft Zeugniß ablegen. "3ch gebrauchte Salvation Oel für Rheumatismus und fand eS ein sicheres Mittel. Ich gebrauchte nur drei Flaschen und bin jetzt vollkouimen gesund. Salvation Oel ist ein Segen für dl'e leidende Menschheit und ich wünschte ich könnte alle Rheumatl'smuS Leidende davon in Kenntniß setzen." JameSH.Brvant,DebruhlS, N. C. DaS berühmte Salvation Oel ist das beste Llniment um Schmerzen zu stillen. eS kostet nur 25 Cents und unter keiner Qedinäuna lasse man ftck ein anderes MAetaunchwäben. . . ES giebt nur ttnVmjigrS sicheres und daS

izt Salvansa jucu ,

Blalk Papier ürid führte din Todes candidaten nach einem Haine, wo die Ezecution von Statten gehen sollte. Nachdem ihm das Älatt Papier über dem Herzen befestigt war, kniete Watka auf dem ihm bezeichneten Platze nieder,

der Sheriff zielte aus des 'cannes Herz, ein Schuk krachte und Watka war eine Leiche. Unter lauten Wehklagen warf sich fern Weib auf den ent seelten Körper ihres Mannes, doch wurde ihr Jammern von den Beifallsrufen der Manner, die gesehen hatten, wie unerschrocken ihr Stammesgenosse dem Tod in's Auge geschaut hatte, übertönt. Wo ist der weiße Mörder zu finden, der seine Ehre höher gehalten hätte als sein Leben und nicht durch die Flucht dem sicheren Tode zu entrinnen versucht hätte? Verschwundene Pracht in Uxmal. Immer mehr bestätigt es stch. daß auf dem amerikanischen Continent noch Geheimnisse zu losen sind, welche den Forscher zum Theil mehr verblüffen können, als diejenigen von Nmiveh und Babylon, und ebenso viele Räthsel aufgeben, wie die egyptischen. In den letzten Monaten hat die mexikanische Regierung Forschern auZ unserem Lande, welche tief in dortigen Waldwildnissen der Lösung dieserFragen naher zu kommen suchten, besonders anerkennenswerthen Vorschub geleistet, nur unter der Bedingung eines entsprechenden Antheils an den betrefsenden Funden. Eine der bemerkenswerthesten Forschungs - Erpeditionen dieser Art war diejenige deö Professors William H. Holmes im Namen unseres Nationalmuseums. Er erforschte die Trümmer der eigenartigen, ohne Zweisei ehedem gewaltigen Stadt Uxmal. die schon längst eine Trllmmermasse war, als Columbus die neue Weltentdeckte. In dichten, unwirthsamen Waldsllmpfen gehen diese vorgeschichtIlchen großartigen Numen. einem raschen Verfall entgegen, und es war an der Zeit, für ihr Andenken noch zu retten. was zu retten ist. Nur wenige muthige Forscher sind zuvor überhaupt in diese Wildniß gedrungen, und Prosessor Holmes ist der Erste, der eine wirkliche Beschreibung dieser verlassenen Wunderstadt liefert. Er ist den Mauern ungeheuerer Palöste nacbaegangen, welche im Schlam me der Zeit dahinmodern; aber noch mehr als das Gewaltige an den Bauten dieser Metropole eines verschollenen Culturvolkes, hat ihn das Seltsame mteresslrt. Unter Anderem erhebt stch eine mächtige Pyramide, mit einer Grundfläche von 240 Fuß Länge und 160 Fuß Breite, zu einer Höhe von 80 Fuß, oben auf der Spitze fangt aber erst, das Merkwurdigste dieser Pyramide an: denn hier sind die Trümmer eines Tempels zu finden, welcher als besonderer Bau auf der Pyramide geruht haben muß und ohne Zweifel von außerordentlicher Pracht und Herrlichkeit war. Ein dreiter Treppenweg führt vom Fuße der Pyramide zu diesem Bau herauf, dessen Fa?ade eine überaus . kunstvolle architektonische Zusammenstellung bildet, mit einem Colossal - Antlitz von 12 Quadratfuß. Tigerköpfen in Paaren. und anderen wohl durchgearbeiteten Gruppen. Das ganze gewaltige und zierreiche Steinwerk an diesem r!estgen Doppelbau ist höchst regelmäßig ausgehauen und läßt sich noch heute als eine Leistung erkennen, auf welche selbst die geschicktesten modernen KunstHandwerker sich sehr viel einbilden könnten. Von einer anderen Pyramide au'S. die an sich viel großer und großartiger war, als die obige, konnte. Pröfeffor Holmeö einen guten Ueberblick über die ganze Trümmerstadt gewinnen. Er konnte die Ruinen vieler Tempel und ungeheuerer Steinpaläste' gleichzeitig sehen, welch' letztere von einer. Menge kleinerer, halb in der Waldwildniß begrabener Gebäude umgeben sind. Alle größeren Bauten tragen Spuren von verschwenderischem - architektonischem Schmuck und weisen auf ein reiches und sehr kunstliebendeö Volk, hin. Handel sowie Sport müssen hier ebenfalls in der höchsten Blüthe gestanden haben. Ein riesiger Bau, und' Verhältnißmäßig gut erhalten, ist auch der Statthalter Palast, welcher sich masestatisch auf einer weiten, dreifachen Terrasse erhebt, mit Reihen machtiger Säulen und vielen Höfen und Gemächern, die sich die' wissenschaftliche Phantasie leicht vorstellen kann, wie sie ehemals gewesen sind. .Die Beschreibung. welche Vrof. HolmeS'von diesem Palast gibt, ist m umfangreich, um an dieser Stelle wiedergegeben werden zu können; es sei nur hervorgehoben, daß er erklärt, nirgends auf dem amerikanischen Festlande sei eine zweite derartige Rume zu finden. Den Gestimmt Eindruck bezeichnet Prof. Holmes als ebenso großartig, wie düster. Wie sollte eS auch anders sein, wenn wir vor dem Grabe einer glänzenden Civilisation stehen, welche schon Jahrhunderte, ehe Columbus den amerikanischen Boden berührte, sich m den letzten Stadien deö Verfalls be funden haben muß? Nicht auö Liede, lonvern aus Dyspepsie hat Thomas Gardner aus Parkland, Ky., sich mit Rosa HugheS verheirathet. Nach Qollzie. hung der Trauungsceremonie , erklärte der glückliche" Bräutigam.' daß er im höchsten Grade an Dyspepsie leide und in der Ehe das einzige Heilmittel gegen dieses Leiden erblicke. . Der Kauf mann Ludwig Weintraub in Veszprim kam nach Mit ternacht nach Hause. Seine Frau machte ihm heftige Vorwürfe über sein langes Ausbleiben, und dies brachte ihn derart in Harnisch, daß er einen Revolver hervorzog und aus demselben gegen seine Frau einen Schuß abfeu erte, der ste in die Brust traf. AlS Weintraub die schreckliche Wirkung seineS Thuns sah, drückte er die Waffe gegen sich selbst ab. Die Nugel traf ihn in den Schädel.

Die gute alte Zeit. Von Theodor Hundhausen. Wer hätte nicht schon die gute alte Zeit loben gehört und gelesen, wie man sie im Gegensatz zu unserer neuen

schlechten Zelt gefeiert hat. Ja. sruher, da war es anders, da waren die Menschen und die Verhältnisse einfacher, da herrschten oessre Sitten und mehr idealer Sinn auf Erden," so klmgt es im privaten und öffentlichen Leben bald vorwurfsvoll, bald schmerzlich resignirt. Die ältere Gencration hält den jüngeren Leuten vor, daß sie in ihrer Jugend weit weniger Ansprüche gehabt habe, daß sie traulicher und gemüthlicher in ihrem Kreise gewesen sei; die Handwerker klagen um den verlorenen goldenen Bohen des Handwerkes, die Landwirthe über den Werfall der einst so blühenden Landwirthschaft, andere wieder über das Schwinden der Reellität im Geschäftsleben oder über den wachsenden Unglauben. Wenn man die Leute so reden hört, so sollte man meinen, die Welt würde schlechter mit jedem Tag, und es sei alles früher viel besser gewesen als heute. Dann erwacht in uns wohl der Wunsch, aus der Prosa des Lebens uns im Geiste in die gelobte gute alte Zeit m flüchten und ihre Tage an uns vorüberschweben zu lassen. Doch es wäre ungerecht, wollten wir die Vergangenheit so beurtheilen, wie sie sich uns darstellt, denn dem an das elektrische Licht gewohnten Auge wurden auch die glänzenden Soireen am Hofe eines Ludwigs XIV. in ihrem Kerzenschimmer trübe erscheinen. Nicht mit unserem Auge wollen wir die vergangenen Tage prüfen, wenn wir uns auf die Wanderschaft nach dem Zeitalter der guten alten Zeit begeben, sondern wir wollen hören und sehen, wie ste ihren Zeitgenossen erschien und von ihnen beurtheilt worden ist. Die gute alte Zeit, war sie vielleicht vor einem Vierteljahrhuv.dert, als 1869 die Evangelische Kirchenzeitung schrieb: Alles will ohne Arbeit schnell reich werden. Diese Gier nach raschem Gewinn demoralisirt die Gesellschift mehr als alles andere-? Schwerlich! Sie ist auch nicht in den Worten der Kreuzzeitung zu spüren, die 1854 meinte: Jetzt, wo die Entsittlichung in entsetzlicher Weise überhandnimmt, möchte man dem Uebel steuern. Der Fleischeslust wird gefrönt und das goldene Kalb angebetet. Geld muß man stch machen; auf welche Weise? Gleichviel!- Also weiter zurück in den Decennien, fragen wir einmal vor einem halben Jahrhundert an! Da bekommen wir von Lachmann eine Antwort, in der er 1846 über die gegenwärtige Zeit der materiellen Jnteres-sen-klagt. Die Jugendzeit, unserer Väter galt also schon wie die unsrige für eine Zeit der materiellen Jnteressen. Sie litt offenbar noch an anderen modernen Leiden, denn bereits 1822 glaubte Freiherr vom Stein das Resultat seiner Beobachtungen in die Worte zusammenfassen . zu können: Wir sind übervölkert, haben überfabrizirt, überproduzirt und sind über-füttert.-Die von dem preußischen Staatsmann gerügten Uebelstände waren aber allmählich, nicht plötzlich herangewachsen. Wir sind nun bei den Tagen angelangt, wo der Großvater die Großmutter nahm, aber die gute alte Zeit finden wir nicht. Im Gegentheil, aus 1807 ist uns das Wort des Philologen Niethammer aufbewahrt, daß der Trieb nach Geld und Gewinn die Zeit beherrscht." Wir müssen unser Jahrhundert verlassen, ohne der guten alten Zeit begegnet zu sein, und wandern weiter zurück. Da vernehmen wir das bittere Wort des großen Friedrich, er habe es satt, über Sklaven zu herrschen, uns umschwirren die Sturmvögel der großen Revolution und schreien uns das Elend ihrer Zeit in's Ohr. Dann lesen wir die Zeilen, die Albrecht Haller 1733 schrieb: Das Herz der Bürgerschaft, das einen Staat beseelt, das Mark des Vaterlands, ist mürb und ausgehöhlt. Und einmal wird die Welt in der Geschichte lesen, wie nah der Sittenfall dem Fall des Staates gewesen." Die gute alte Zeit war eS nicht, die Haller mit diesen Zeilen charakterisirt; und wir pilgern weiter in das Jahrhundert des Dreißigjährigen Krieges. Hier die Gesuchte zu finden, werden wir kaum hoffen, und in der That, schon aus dem Jahre 1620, noch ehe der jahrzehntelange Krieg die furchtbare Verheerung über unser Vaterland brachte, ist uns ein Edikt des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg erhalten, in dem wir lesen: Das Volk lebt ruchloS. Mord, Straßenraub, Fehde und Mordbrennen befleckten das Land." Wir.pilgern weiter in's Jahrhundert der Reformation, da flattert unö ein Brief Johannes von Nassau entgegen, in dem er 1533 an Wilhelm von Oranien die trostlosen Worte schreibt: Blindheit. Geldgeiz. Mißtrauen und Kleinmuth nehmen überall zu.- Bei solchen Zuständen überrascht es uns nicht, daß 1566 ein Hamburger Patrizier dem Rathe seiner Vaterstadt ein soialeS Reformprogramm unterbreitet. Wir durchschreiten die Zeiten der Kleiderordnungen, wo die Städte einen erditterten Kamps gegen Luxus und Ueppigkeit, gegen Unzucht und Sittenlosiakeit unternehmen. Die städtischen Annalen sind voll von Klagen über die schlechter gewordenen Sitten. So beginnt eine Kleiderordnung der Stadt Magdebilrg von 1565 mit den Worten: Nachdem durch den Verlauf langer Seiten und Jahre sich das Wesen und Ansehen der Menschen merklich verandert und gewandelt hat,- und hält da:m den Bürgern ihre Sünden vor, als da sind: Unrath, Unordnung. Schein, NichtHalten der Gottesgebote, Verletzung der Feiertagsruhe, merkliche Leichtfertigkeit im Eide und Ungehor sam gegen die Obrigkeit. Wir stehen an der Schwelle des Mit. telalters. Während wir sie Lb:rschreiten. klingt uns der Wehschrei eines zum qualvollen Tode geschleppten Bauern nach: Ach, ich soll schon ster ben und habe mich noch nicht ein einzis Mal an Brot satt essen können

und entgegen schallt uns schon von ftrn der Anfang des amtlichen Frankfurter Reichstagsberichtes von 1442, wo er-

zählt wird, daß im heiligen römischen Reiche und besonders in deutschen Lan- j den viel Verrath, gewaltthätige und: frtttfi ii1?rnf? itwV t Vf rtf SYsw.. ' uuuy vtit uiigifciituuyt uuu (uuiUt t griffe und Schädigungen geschehen sind ! und noch täglich Raub, Mord und ! Brand geschehen, wodurch das Reich und viele der getreuen Reichsunterthanen, geistige und weltliche Personen große Noth, Verderbniß und Schaden täglich erleiden.Das Elend, das hier geschildert wird, war in langer Zeit herangereift. Wir durchwandern zwei Jahrhunderte, sehen den Bauer vor den Raubrittern fliehen, sehen die Scheiterhausen qualmen. hören die Flagellanten in den Zeiten der Pest das Land mit wildem Geschrei durchziehen, um dann den Worten unseres größten mittelalterlichen Lyrikers. Walters von der Vogelweide, zu lauschen. Er singt von Lenz und Liebe, von sel'ger, gold'ner Zeit, von Freiheit. Männerwürde, von Treu' und Heiligkeit-; doch seine Zeit ist für ihn nicht die gesuchte gute alte Zeit.- Schmerzlich ruft er vielmehr aus: Untreue liegt auf der Lauer; Gewalt fährt auf der Straße; Friede U'.id Recht sind sehr wund!" Oder er erzählt, daß Gewalt aufgeht. Recht vor dem Gerichte fchwindet, Unkraut auf allen Wegen wächst, der Vater Trug bei den Kindern findet und der Bruder den Bruder belügt-, und in dem ergreifenden Liede über seine dahingeschwundenen Lebensjahre bricht er in den wehmüthigen Ruf aus: O weh. wie jämmerlich die jungen Leute es treiben!- und möchte verzagen über d'e Zeit, in der er lebt. So sind durch das ganze Mittelalter hindurch trübe Schatten zwischen unserm suchenden Aue und der gksuchten Zeit gelagert. Ein Beichtspiegel, den Burkard von Worms um das Jahr 1000 verfaßte, glaubt derartige Fragen über Ausschweifung aller Art an die Beichtkinder stellen zu müssen, daß ein grelles Licht auf die damalige Zeit fällt. Der Mönch Ratpert faßt in seinem Ludwigsliede, das er . um 831 zu Ehren des Normannenbestegers dichtete, den Normanneneinfall als eine Strafe des Himmels für die Schlechtigkeit der Menschen auf und hofft, daß mancher Betrüger, Dieb und Schächer, der voll loser Dinge sei, stch bessern werde. In der von Blut tnesenden Geschichte des Frankenreiches brauchen wir nicht erst zu suchen. Doch ehe wir das Mittelalter verlassen, ruft uns um 430 der Presbyter Salvian zu, daß die Räubereien der Reichen das Land auspreßten, das wüßte die spanische Provinz, von der nur noch der Name übrig sei, die afrikanischen, die zu Grunde gegangen seien, und das verwüstete Gallien.- . Worte desselben Geistes empfangen uns lmAlterthum. Der Kirchenschnft stelle? Lactantius, ein Zeitgenosse Konstantlns des Großen, erklärt um 313, daß die Kolonnen durch Steuerdruck erschöpft, die Aecker verlassen, das Kulturland aber Wald- geworden sei. Durch die ganze römische Kaiserzeit vernehmen wir dieKlage über den Verfall der Landwirthschast, die Verödung des Landes, über das Wachsen eines krassen Aberglaubens und über die Un tergrabung der Sitten. Die besseren Geister dieser Zeit haben dies stets schmerzlich empfunden und ihrem Ge fühle oft greifenden Ausdruck gegeben und Worte wehmüthiger Sehnsucht nach der besseren verschwundenen Zeit eines natürlichen kulturlosen Lebens gefunden. Die Historiker Sueton und Tacitus lassen uns Blicke genug thun in die ersten Zeiten der römischen Cäsaren, um zu wissen, daß wir dort die gesuchte schöne Zeit nicht vor uns haben. Die Sittenbilder, die die Dichter des Augusteischen Hofes kurz' vor Christi Geburt von ihrer Umgebung uns überliefert haben, erzählen deutlich, wie weit Rom an der Schwelle des Kaiserreiches von schonen und harmo nischen Zuständen entfernt war. Das Kaiserreich hatte nur das Erbe der römischen Republik angetreten, deren letzte Zeiten sozial, gesellschaft lich und politisch durch die Reden Ciceros auch für uns noch so durchleuchtet sind, daß wir auf unserer Suche weiter eilen. Schon fast em Jahrhundert

vor dem Ende der Republik erschienen die Zeiten in Rom einem Theile der Bürger in recht trübem Lichte, so daß 118 vor Christo der Satiriker Cajus Lucilius die Götter in einem Gespräche die Frage erörtern läßt, ob Rom fürderhin noch des Schutzes der Himmlischen würdig sei. Man kann diese Frage verstehen, wenn man bedenkt, daß schon rund siebzig Jahre früher, 186 vor Christo, die Stadt den Bacchanalienprozeß sah, einen großen Skandalvrozeß, in dem du Verhöre und Verurteilungen zum Tode nach Hunderten .zählten. Die damaligen Behörden glaubten sich zu diesem furchtbaren Mittel gezwungen, um der ittenverwilderung. die Ordnung. FamMe und Staat zu zerPoren zu drohen schien, Einhalt zu gebieten. Weltbekannt ist aus jenen Tagen auch der leidenschaftliche, aber, erfolgreiche Kampf Catos, des Stockrömers der alten Richtung, gegen die modernen Strömungen in Rom. Vergeblich war sein Donnern gegen den merkantilen Geist und das skrupellose Spekulantenthum der Neuzeit und sein Loben der guten alten Zeit, die er verschwunden glaubte, von der aber die erbitterten Klassenkämpfe der römischen Zeit nichts merken lassen. Wandern wir um diese Zeit in die hellenische Welt hinüber, so begegnen wir dem geistvollen Schriftsteller Polybius und hören ihn von seiner Zelt als einer Zeit der allgemein herrschenden Unterschlagung und Verschleuderung der Staatsgelder red:n. An einer anderen Stelle meint er: Zu unserer Zeit ist in ganz Griechenland Kinderlostgkeit und Menschenmangel, und da durch sind die Städte verödet und ihre Erträge zurückgegangen.- Und am Beginn unserer Zeitrechnung - konnte Strabo konstatiren, daß die thebanischen Städte seif der Macedonierzeit zu Dörfern bnabaesunkw. dab in Ms

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For 2 nefghbor, who lired out by him in the countrjr, to!d his own storr, as follows : " Eyer since I was in the army, where I contracted Indigestion and dyspepsla from eatinj hard tack and sow btlly, I have suffered much from thos and idndred ailments. A son of mine told me, while home on a Tisit over a year ao, to gtt some Ripans Tabules and take them. I did, and in a rery short time I was benefited. I hare feit better, ate more and rellshed it better than at anj time since the war, and am doinr more work now than I ever erpected to do ajain. I teil you they are th ORE ATEST MEDICINE FOR A FELLOW'S STOMACH I ever saw. We always have them at home, and I always recocimend them when a fellow complains about his stomach hurtinj Kim."

dien die Städte berschivunden und die Bauern ausgestorben seien. Gehen wir zu den Macedoniereiten zurück, so finden wir die Landstreicherplage. Der athenische Rhetor Jsokrates machte den Vorschlag, in lein asien Kolonien zu gründen, um die Leute fortzuschaffen, die aus Mangel an Brot umherschweiften und die aus. Plünderten, denen sie begegneten". Lysias beschuldigt die athenischen Ge richte offen, daß sie Denunziationen annehmen, zu Vermögenskonfiskationen schreiten und den schlechtesten Rednern folgen, und dies um des Geldes willen. Demosthenes erklärte in osfener Gerichtssitzung und unwidersp?ochen, daß der Eid des Timotheus, eines der ersten Militärbeamten des athenischen Staates, für ihn keinen Werth habe, weil Timotheus um eines Vortheils willen bereit sei, jeden Falscheid zu schworen. Eben diesem Demosthenes wurden freilich in einer Gerichtssitzung durch Zeugen schamlose Bestechungsversuche in einer Prozeßsache nachgewiesen. Ueber die Verschwendung und den äußeren Prunk seiner Zeitgenossen findet Demosthenes bittere Worte und verweist auf friahere bessere Zeiten. Ein Menschenalter zuvor hält der große Satiriker Aristophanes seiner Zeit den Spiegel vor, zeigt ihr das von Habgier, wirthschaftlicher Entartung, neumodischer Oberflächlichkeit, demagogischer Leidenschaft, Prozeßsucht und Sittenlosigkeit entstellte Antlitz und ruft ihr die glückliche Bergangenheit in's Gedächtniß zurück. Die Zustände, die kurz zuvor in Athen durch den Ausbruch der Pest (430 vor Christo) und durch' die Verwickelungen des Peloponnesischen Krieges zu Tage traten, bilden eines der erschütterndsten Kapitel der Geschichte. Der nationale Glanz des der Katastrophe vorausgehendenSäkulums darf uns über die inneren Klassenkämpfe u. wirthschaftlichen Krisen der griechischen Städte nicht hinwegtäuschen. So erzählt Herodot, daß die Milesier nach schweren inneren Parteikämpsen die Stadt Paros um Vermittlung ersuchten, und daß, als die parische Gesandtschaft nach Milet kam, sie die Häuser im ärgsten Verfall antraf. Da durä zog sie daö ganze Landgebiet von Milet, und wo sie einen gut bestelltenAcker fand, schrieb sie den Namen des Besitzers auf. Sie fand im ganzen Lande nur wenige solche, und diesen übergab sie die Regierung. Die gute alte Zeit war es nicht, wo solches geschah; sie war auch da nicht, da im 6. und 7. Jahrhundert vor Christo in Griechenland daS Sprichwort: Das Geld macht den Mann!" durch'ö Land flog; und gehen wir bis auf die homerischen Gesänge zurück, so hören wir es auch durch diese ewig jungen Lieder leise hindurchklingen, daß früher die Zeiten besser und die Menschen kräftiger warm. Was wir in Griechenland hörten, wir hören es auch im alten Palästina. Wie ein Grollen klingt durch die mähnenden Worte der Propheten die Klage über die Verderbtheit . der Menschen. Gegen die Reichen und Machthaber wird der schwere Vorwurf gerichtet, daß sie daS Recht beugten. Wittwen und Waisen bedrängten, sich bestechen ließen, auf Wucher und Gewinn unermüdlich auszogen und die Armen um geringer Dinge willen in die Knechtschaft verkauften. Schon unter der glänzenden RegierungSalomoö seufzte das Volk unter dem Druck, unter em e5 lebte, und folgen pzir jhm yeite.r in

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of aa old coaseitrate soldier who ietne Äeraangenhelt. o hören wir es wieder und wieder murren über seine Zeit. Wenn wir den Pfad, den die Men schen aeganaen sind, noch mehr zurück verfolgen und die Bilder und Hieroalypben der Pyramiden fragen, so er zählen sie uns von Menschen, die im Frohndienst sich abquälten, von aller lei Leid und allerlei Freude, aber von der guten alten Heit wissen sie nichts. Wir finden sie nicht, und wenn wir uns auf die nebelverwehten Pfade der Saae begeben. Eine Fata Morgana. flieht sie vor uns, wenn und wo wir sie zu erreichen wünschen, eine Fata Morgana. stets von neuem durch Erinnerung und Sehnsucht m Menschenherzen erzeugt. Die Erinnerung an Dtnge und Zustände, die der einzelne mit dem unbe fangenen Auge der Jugend sich eingepraa,t hat, die ihm lieb geworden sind, vereinigt fr mit der S?5nsucht nach besseren Zustanden, als sie die lsegen wart bietet, um das verlockende Bild der guten altn Zeiten hervorzuzau dein. Sie indessen: -Die goldne Zeit, womit der Dichter uns Zu schmeicheln pflegt, die schöne Zeit sie war, So scheint es mir. so wenig, als sie ist. Jedwede Zeit hat eben ihre Wehen und ihre Schmerzen, aber auch ihre Freuden und ihr Gutes; und wenn man der unsrigen auch ihre Schatten und Gebrechen vorwirft, vielfach mit Recht, so soll man andrerseits ihreVorzüge und ihreErrungenschaften im materiellen und geistigen Fortschritt nicht außer acht lassen.. Wenn mancher, der heute unsre Zeit schmält, die Galoschen des Glücks- an den Füßen hätte, so ging es ihm wie de.-n Justizrath in Andersens Märchen, den die Galoschen des Glücks in die von hm so gelobte gute alte Zeit am Ausgang des 16. Jahrhunderts, als König Hans inDa. nemark herrschte, zurückversetzten,, und der dann, als er die Galoschen von den Füßen hatte und wieder in der Gegenwart war, von Herzen die glückliche Wirklichkeit pries, die mit allen ihren Mangeln doch weit besser sei als die, w der er vor Kurzem gewesen war. Im russischenSouvernement Plock werden, zunächst auf ein Jahr, acht ärztliche Stationen errichtet, die der armen Bevölkerung unentgeltlich ärztliche Hilfe leisten sollen. Diese Einrichtung verdient für alle Gouvernements Nachahmung. Dm Vuge der Zeit solg e n d, haben nun auch die ZigeunKapellen New Forks unter dem Namen Hungarian Musical Society- eine Organisation gebildet. Vor einigen Tagen kamen nämlich die Zigeunerprimaseövesi Miksa. Hazai Naczi. Hörvath Miska. Sivak Geza, Szalai San dor, Balogh Matyas, Konya Miklos, Fatar Jozsef und Grosz Zozsi im Uaf6 BoulcQard zusammen und beschlössen, dem sogenannten ManagerSystem ein Ende zu machen. Nach dei jedenfalls sehr gewagten Behauptung der Primase" lassen sich diese Manager für die Beistellung einer ZigeunerCapelle von $300 bis $400 per Abend bezahlen. 90 Procent dieser Summe behalten sie für sich, während Zigai. ner ormeö- sich mit 7 oder 8 College in den schäbigen Rest theilen muß. Die braunen Pußtasohne wollten sich diese Behandlung nicht mehr gefallen lassen, daher die ttebellwn een ihr ,!3ssst

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