Indiana Tribüne, Volume 21, Number 56, Indianapolis, Marion County, 13 November 1897 — Page 1

M , ; iV f rN TVO PtC 4V K sVO rtf v y W VrV W x O v Office : No. 18 2üd Alabama Qtrahe. Telephon 1171. Indianapolis. Indiana Samstag, den 5. November 1897. Jahrgang 21 Noi 5G

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Editorielles. 3n LouiSville tagt zur Zeit die JahreSconvention der Knightö of Labor. Gestern war Beamtenwahl und da Resultat war, daß Sovereign vom Schauplätze abtritt und Hy. A. H,ckö von New Jork al Großmeister gewählt wurde. Indeß der Orden ist zu solcher Bedeutungslosigkeit herabgefunken, daß Niemand sich um die Sache kümmert.

ES ist erwähnenSwerth, daß fast in allen Orten in Ohio, Pennsylvania und New Sork. wo die Sozialisten eigene Kandidaten aufstellten, sich die Zihl ihrer Stimmen bedeutend dermehrt hat. An einigen Plätzen ist sie aif daS Vier- und Fünffache dessen gewachsen, waS sie vorder war. Nur in der Stadt New Jork hat die Zahl ab. genommen, worüber man sich aber bei der dortigen Parteileitung weiter nicht zu wundern braucht. AM Der Mayor von. Philadelphia ht die Ordiuanz zur Vermuthung oer Gaswerke unterzeichnet. Er wird aber den V,rtrag zurückhalten, biö die im Gerichte anhängig gemachte Klage entschieden ist. Wir wollen uns jedes weiteren CommentarS enthalten, denn wahrnd zuerst berichtet wurde, daß die United VaS Jmprovement Co gar nichts bezahle, wird jetzt berichtet, daß sie eine Million jahrlich Miethe zahlen und während der dreißig Jahre fünf Millionen für Verbesserungen ausgeben muß. Man darf wirklich annehmen. baß wenn wir eine große Armee hätten. die Soldatenmißdandlungen weit häufiger vorkämen, a!S in den Armeen Europas. Der kürzlich vorgekommene Fall deS Soldaten Hammond ist wohl noch in Jedermanns Gedächtniß. ' Bei tner Untersuchung de Falle?, die in deß noch nicht abgeschlossen :st. gab ein Corpora! New schädigendes Zeugniß gegen den Hauptmann Lovering ab. welcher sich cie Mißhandlung hat zu Schulden kommen lassen. Und nun wird gemeldet, daß der genannte Korporal ohne irgend we-chkö gerichtliche Verfahren ohne Anklage und Verhör von dem Oberst deS FortS zum Gemeinen degradirt wurde. Werden die höheren Militärbehörden so etwaS zugeben 7 Sieht daS im Grunde genommen nicht wie eine Auflehnung der Ossiziere deS FortS gegen ihre Borgesetzten aus 7 Wir entnehmen dem LouiSville Anzeiger" Folgendes : Die Rache muß kalt genossen werden. Als eS sich seiner Zeit um die Besetzung deS Postens deS Einwände-rungS-CommissärS handelte, den MeKinley bekanntlich inzwischen dem nativiftische Demagogen Powderly gegeben hat, da erschien eine Delegation deutscher Bürger von Ohio bei Mark Hanna, um letzteren zu bitten, ein guteS Wort für den wackeren deutschen Ek'Congreßmann Kiefer von St. Paul einzulegen, welcher sich auch um den Posten bewarb. Hanna fertigte aber die Delegation in sehr hochfahrender Weise ab und bald darauf erfolgte die Ernennung PowderlyS. Jetzt kommt aber die Rache, denn unter den republikanifchen Mitgliedern der neuen LegiSlatur von Ohio befinden sich drei Deutsche, welche erklärt haben, sie würden unter keinen Umständen für Hanna Kimmen, weil derselbe sich in der Kiefcr - Powderly - Angelegenheit so gemein benommen habe. Da aber die Republikaner nur eine sehr knappe Mehrheit in der Legislatur haben, so kann Hanna ohne diese drei deutschen Republikaner nicht gewählt werden Wir wollen nur hoffen, daß die Drei fest bleiben. Sie würden sich ein großeS Verdienst erwerben, wenn sie dem dicken Protzen die senatorielle Toga wieder abknöpften." Ja wohl, ein großeSVerdienst, aber wir haben so eine Idee, daß die Herren trotz ihreS DeutschthumS einengroßenVerdienst vorziehe werden. IH Wir lesen in deutschländischen Olättern, daß sich der BundeSrath ge genwärtig mit einem Gesetzentwürfe zur Entschädigung unschuldig Verurtheilter beschäftigt. ES ist eigentlich merkwürdig, daß unseres Wissens noch nirgends ein derartiges Gesetz ex st?rt, oivohl doch Gerechtigkeit und Mensch-

lickkeit in gleicher Weise auf die Noth, wendigkeit eines solchen hindeuten. Bei unsere? KriminalrechtSpstege ist nun einmal die Möglichkeit eines Irr-

thumS vorhanden und mit dieser Möglichkeit sollte sowohl durch Abschaffung der Todesstrafe, wie durch Entschädigung unschuldig. Verurtheilter gerech , net werden. Wenn der Schutz der Ge,sellschast die Ahndung deö Verbrechens durch den Staat nöthig macht, wenn die Gesellschaft sich für berechtigt oder verpflichtet hält, sich durch Bestrafung des Verbrechers zu schützen, so ist sie auch verpflichtet, daS Opfer eines IrrthumS zu entschädigen. Wir hatten erst kürzlich Gelegenheit mitzutheilen, daß in Pennsylvanien ein Mann zum Tode verurtheilt, nach her zu lebenslänglicher Haft begnadigt wurde, und daß sich nach vierzehnjähriger Haft seine Unschuld herausstellte. Und dieser Mann, der so lange Jahre unschuldig gelitten hat, dessen Eziftenz vernichtet, dessen Gesundheit vielleicht für immer untergraben wurde, hat unter dem Gesetze mcht den geringsten Anspruch auf Entschädigung. DaS ist barbarisch, daS ist gegen alle Civilisation. ES ist wahrlich nbegrelmch. daß nicht in jedem Kulturlande längst ein Gesetz zu Entschädigung unschuldig Verurtheilter besteht. Alchlllllchlchlell. Inland. Wetterbericht. WärmereS, schöne? Wetter beute Nacht und morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 41 Grad, niedrigste 33 Grad. ,' DaS gelbeFieber. New Orleans, La., 12. Nov. Heute zeigte sich eine bedeutende Adnähme in der Zhl der neuen Erkrankungen und der Todesfälle. Bis 1 Uhr, al d,r tAesundheitSrath sein ersteS ossizielleS Bulletin auögab, war kein einziger Fall vorgekommen, und heute Abend fi.d nur 4 neue Erkrankungen und ein Todesfall zu melden. DaS Geschäft hebt sich wieder. , Mobile, Ala . 12 November. D2S Wetterbureau sagt für morgen früh Frost voraus und die Temperamr beute Abend deutet an, daß sich die Prophezeiung erfüllen wird. Heute wurden 3 neue Erkrankungen gemeldet und ein TodeSfäll. Robert T. Lincoln wird zum Leiter der Pullman PalaceCarCo. erwählt. Chicago, Jll 12. Novbr. In einer heute abgehaltenen DirektorenVersammlung der Pullman Palaee Car Co. wurde Robert T. Lincoln zum Direktor erwählt. Wichtiger aber noch als daS war die Bildung eines EekutiokomiteS, bestehend auS den Herren H. E. Hulbert von New Sork und Marshall Field und Robert T. L,neoln von Chicago, zu dessen Vorsitzer Herr Lincoln erwählt wurde. Die SrwShlung eineS Präsidenten an Stelle deS verstorbenen George M. Pullman wurde aufgeschoben. Die heutigen Beschlüsse deS Direktoriums stellen jedoch Herrn Lincoln thatsächlich an die Spitze der Gesellschaft. if 9 Vereitelte Lynchgericht. Denver, Col,, 12 Novbr. Der Sheriff wurde benachrichtigt, daß in der vergangenen Nacht im Versuch gemacht werden solle, die Jail zu ftürmen, und den Fred. C. Sanchez zu lynchen, der der Ermordung seiner jungen grau beschuldigt ist. Die Polizei wurde benachrichtigt und Chef Farley beorderte jeden Polizisten der Stadt nach dem Hauptquartier. Der Gefangene wurde nach . Schluß deS VerhörS nicht in seine elle gebracht, sondern in daS HauS eineß Beamten geschmuggelt, wo erwqhrend der Rächt unter scharfer Bewachung gehalten wurde. Die Jail wurde ebenfalls von einer Anzahl bis zu den Zähnen bewaffneter DeputieS bewacht, und unter Order de GouvernörS hielt sich die Denver City Troop in ihrem Arsenal in Bereitschaft, und patroullirte die N tchdarschaft der Jail ab. Der . Mob erschien nicht. Er hatte offenbar Wind von der zu seinem Empfang getrossenen Vorkedrungen bekommen. Hl verlangt' Nucho's Oeft 0? vasna Clzar?."

Ausland.

Auö Deutschland. Berlin, 12 Nov. Sieben Per- . sonen kamen gestern in Folge eine. FeuerS um's Leben, daS im Holzwerk eines Schachtes eine? Bergwerkes in der Nähe von Antoaievhütte in Schlesien auSgebrochen war. Die Polizei hat daS anarchistische Blatt NeueS Leben" eonfiSzirt wegen eines Artikels, in dem die Hingerichteten Chicagoer Anarchisten glorisizirt werden. Eine Gedenkoersammlung, die gestern abgehalten wurde, wurde nach mehreren aufreizenden Reden von der Polizei aufgelöst. ES beißt, die Kaiserin Augusta", eineS der schnellsten Schisse der deut,-schenFlotte,verdenachPort-au-Privee (Hayti) beordert werden', anstatt des Gesion, in Verbintung mit denSchwikrigkeiten, die der Weigerung der haytischen Regierung für die gesetzwidrige Einsperrung deS Deutschen LüderS Schadenersatz zu leisten, entsprungen find. Der Beschluß der russischen Regierung, einen speziellen Gesandten für Karlsruhe zu enennen, wird alS Heilpft ister für den kürzlichen gwifchenfall zwischen Kaiser Nikolaus und dem Großherzog von Baden betrachtet. Der Name beS neuen Gesandten ist noch nicht bekannt. London. 13. Nov. Der Correspondent deS Daily Chroniele meldet auS Rom : Baron von Vülow, der neuernannte Sekretär deS Aeußern in Deutschland, hat in einer Unterredung mit dem Papste Beschwerde über die vom Vatikan dem russisch. französischen Zmeibund erwiesene Sympathie und die dem Dreibund gezeigte Feindschaft geführt. Er erklärte im Namen des Kaisers Wilhelm, daß, wenn der Va tikan auf dieser Politik bestehe die deutsche Regierung Wiedervergelfüvg an den Katholiken üben werde. . Spanien hat kein 'Geld. London, 12 Nov Schlagende B weise für Spaniens finanziell, Schwierigkeiten liefert eine Depesche deS Madrider Correspondenten der Daily Mail, welche sagt, daß die spaN'sche Regierung, die eS unmöglich findet, die Summe von 3 Millionen Pfund durch eine Anleihe oder durch Besteuerung aufzubringen, um ihre ursprünglichen Marinepläne auSzuführen, beschlossen hat, nur zwei neue Kreuzer von je 2000 Tonnen zu bauen. Die Depesche sagt ferner, daß eS beabfichtiat werde, die CorteS sobald als tdunlich zusammen zu rufen, damit sie Kredite für den Bau weiterer Kriegsschiffe u-d daS Befchaffen'stärkerer Geschütze für die älteren Sch'ffe bewill'gen. ES wird darauf hingewiesen, daß die beiden erwähnten Kreuzer Schlachtschiffe hätten sein sollen, für deren Bau die spanische Regierung schon vor Monaten mit den Armstrongs unterhandelte.. Die Kontrakte waren unterzeichnet, und die Kiele der neuen Schlachtschiffe bereits gelegt, aber die Armstrongs weigerten , sich, ohne Garantie der Zahlungen weiter an denselben zu arbeiten. Jetzt ist eS sogar zweifelhast, ob Spanien im Stande sein wird für die kleineren Kreuzer, die an Stelle der Schlachtschisse gebaut werden sollen, zahlen zu können. Daß Attentat gegen MoraeS. Rio de Janeiro, 12. Nov. Senator Viera, Mitglied der Regierungspartet im brasilianischen Senat, hü in offener S tzung erklärt, daß die Opposition prophezeit, habe, daß der Präsident MoraeS vor dem 9. Novemder sterben werde. Diese Erklärung in Verbindung mit dem kürzlich gemachten Mordversuch aus den Präsidenten hatte eiye gewaltige Aufregung zur Folge. Der Senator BareeloS, Mitglied der Opposition, protestirte heftig gegen die Be'chuldigung. 3a der Deputirtenkammer sagte de? Deputirte Seabra in einem Angriff aus die Opposition, daß die Partei auS Anarchisten bestehe, wodurch in der Kammer eine heiße Debatte hervorgerufen wurde. Diese vielen Beschuldigungen haben die Opvofition veranlaßt, ei Manifest zu veröffentlichen, worin sie alle Berantvortlichkeit für den Mordversuch auf den Präsidenten. MoraeS von sich weift. DaS Magifest, in welchem gesagt, wurde, dah daS Attentat eine golge der in der Armee herrschenden

Unzufriedenheit gewesen sei, wurde

durchaus nicht günstig ausgenommen. 2n Rio de Janeiro ist die . Ruhe so ziemlich wiede' Hergestellt, obgleich die Deputirtenknm- den Belagerung?,uand über die Stadt verhängt hat. ES find wegen der Rettung deö Prüftdenten Glückwunschbeschlüsse für denselben angenommen worden. , Civilehe in Peru. Lima, Peru, 12 Nov. Kurz vor der Vertagung deS CongresseS ist eine Bill angenommen worden, wodurch die Heirathen von Nichtkatholiken in Peru legalifirt werden und alle von Bürgermeistern von Ortschaften vor zwei Ze gen vollzogenen Clvilehen für gesetzlich erklärt werden. A'.S die Borlage zur schließlichen Abstimmung kommen sollte, herrschte große Aufregung. .Die klerikalen beantragten eine Verschiebung der Frage, aber der Antrag wurde überstimmt. Daraus beantragte der Vorsitzer den Schluß der Debatte und der Antrag wurde mit großem Applaus angenommen ES herrschte die größte Aufregung Und während vielfach Einwand erhoben wurde, gelangte die Vorlage zur Annahme. Dieselbe ist vn großer Triumvf für die liberale Ansichten und für die Regierung Ochissö. Nachrichten. Angekommen in : Hamburg: Phönicia" von New Sork. London: Jdabo" von New Fork; Mohawk" von New Sork. Genua: Fulda" von New Fork. allerlei. Der inVanceburg, N.J., wohnende Brücken - Contraktor Capt. J:B. Hocbler wurde Abends durch ein. . Pochen an der Thür seineS Hauses in den Hof gerufen. Kaum hatte er die Thüre geöffnet, als ihm von einem Unbekannten .mit einer Bierflasche ein Schlag auf den Kopf versetzt und ihm außerdem eine Quantität Vitriol in's Gesicht geschleudert wurde. Ein Th:il der ätzenden Flüssigkeit drana in die Augen Hooblers und eö wird befürcbtet, dah er die Sehkraft verlieren wird. Eine Tochier Hooblerö, welche ihrem Vater an die Thüre gefolgt war. wurde ebenfalls von der Flüssigkeit im Gesichte getroffen und leicht verletzt. Von dem Verbrecher hat man keine Spur. AuS Angst vor Wasserscheu ist der Pfandstall - Aufseher Wm. H. Jones in Atlantic City. N. I., gestorben. Er war im letzten Sommer, von einem Qunde gebissen worden, doch war daS Thier nicht toll und die Wunde ungefährlich. Trotzdem kürckitete ?lones. der so viel von der Tollwuth zu hören bekam, er würde von derselben auch ergriffen werden, und er. ward schließlich so aufgeregt, daß man ihn in eine Zwangsjacke stecken und an ein Bett festschnallen mußte. Schließlich starb er an Erschöpfung. ein Opfer deS unsinnigen. ' allgemein verbreiteten Glaubens, daß jede.? hon einem Hunde Gebissene von her Tollwuth befalle würde. AufeineBotschaft,die sie vor S Jahren dem Meere anvertraut hatte, ist jetzt dem Fräulein Beulah Bäte in Cape May. N. I.. eine Antwort geworden. AlS die junge Dame .. . er cv t mit meyreren icunuinncn voi o ouir i ren am Ufer der Delaware Bai, un-, weit vom FiMg Creek. spazieren ging, schrieb sie ihre Adresse mit einem l Scherze auf ein Stück Papier, steckte ! dasselbe in eine Flasche und warf dieselbe, wohlverkorkt, in die Fluth. Dieser Tage nun erhielt das Frl. Bäte von ' dem ' Capitän eines englischen Kriegsschiffes einen Brief, mit der Nachricht, daß die Flasche im Bauche eines Haifische gefunden worden war. Die Bestie war an der Küste von England gefangen worden, als sie einen über Bord gefallenen Matrosen atta-, ckirte. In Morenei, einem MnerCamp in der Nähe von Clifton in Artzona, wurde ein merikanischer Arbeiter trmördet gefunden. Er hatte einen Schuß' durch den Hals erhalten und der Schädel war ihm eingeschlagen worden. Man schöpfte sogleich auf uan Madre, ein Mitglied der berüchtigten Chacon'schen Bande von Raubmördern, Verdacht, und der Bursche wurde verhaftet und in dem Gefängniß deS CampS untergebracht, welches auS einem abgezäunten Theile deS alten Tunnels besteht. Der Verdacht wurde bestätigt gefunden und ein Haufe von' Minern brach sofort die Thür deö Ge-1 fängnisseS nieder und jagte dem MVr? der ein Dutzend Kugeln in den Leid, ' Bald darauf fand man auf demSaum vfade. nach Duncan, 'in der Nähe deö CampS, 'die Leiche eineS anderen Mezi. kanerS, der auf dieselbe Weise umgebracht war. wie der erste. Ohne Stau sel 5at Madre denselben ebenso.? einordet. '" ' ' ' '

AufderEisenbahnlinie zwischen Tours und Paris kam dieser Tage ein komischer Zwischenfall vor, der auf die Vorsichtsmaßregeln der Orleans - Bahn ein schlechtes Licht wirft. Der Zugführer eines Eilzuges war während des Fahrens beimSchließen einer offen gelassenenThür auf den Bahndamm gefallen. Die Reisenden hatten den Unfall bemerkt und in zehn Abtheilen etwa wurde an dem Nothzeichen gerissen, um den Zug zum Stehen zu bringen. Da aber keines dieser Zeichen in Ordnung war, so fuhr der Zug in voller Geschwindigkeit weiter, bis zur nächsten Station, wo man einen neuen Zugführer einstellte. Der abgestürzte Zugführer hatte sich nicht verletzt. Die Dampffähre z wischen Helsing'ör nach Helsingborg entging neulich Abends durch die Geistesgegenwart ihres Führers Capitän Stuhlmann einem Zusammenstoß, der ohne Zweifel Hunderten von Menschen das Leben gekostet haben würde. An Bord derFahre befanden sich sechs vollbesetzte Eisenbahnwagen, deren Fahrdit in die wildeste Verzweiflung und innlosen Schrecken geriethen, als plötzich dicht vnr ihnen ein großer Dampfer in starker Fahrt auftauchte. Ein Zulammenstoß schien unumgänglich, aber es gelang dem Capitän, der allein seine Geistesgegenwart behielt, so geschickt zu manödriren, daß die Schiffe in parallele Lage kamen. Im nächsten Augenblick erhielt die Fähre einen furchtbaren Stoß, der fremde Dampfer fuhr vorbei und verschwand im Dunkeln. D Schuld lag ausschließlich an dem Dampfer, einem Engländer, die durch ihre Unachtsamkeit und Rücksichtölosig. leit soviel Unheil anrichten. Am Oberlaufe derlsatonne im 1 fe MartreS - Tolosanes sind auf einmal 17 römischeStatuen auö der Erde gezogen worden, sodaß die südländische Phantasie schon von einem Statuenbergwerk spricht. Der Ort war schon seit hundert Iah. ren als Fundstätte römische? Ueberreste bekannt, aber erst im Jahre 189Ü führte ein Erdrutsch zur Entdeckung einer Höhle, auö der man nach und nach die 17 Statuen, mehrere Reliefs und andere Kunstgegenstände auögegraben hat. In der letzten Woche fand man gleichzeitig einen Mars, eine Minerva, einen AdoniS und eine besonders schöne weibliche PortraitbüNi. Die größte Küche der Welt dürfte die in ungeheuerem Maßstabe betriebene Restauration des Bon MarchS zu Paris haben. In diesem Kaushaus sind nicht weniger als 4000 Angestellte beschäftigt. In den Küchenräumen dieses weltberühmten BazarS sind umiufhörlich 60 Köche mit 100 Gehilfen thätig. Der kleinste dort im Gebrauch befindliche Kessel enthält 100 und der größte 500 Liter Wasser. In jeder der S0 Riesenbratpfannen können 300 Cottelettes auf einmal hergerichtet werden, während jeder der großen Kochtöpfe über 225 Pfund Kartoffeln oder eine entsprechend: Masse Gemüse aufnehmen kann. Wenn Omelettes zubereitet werden, sind allein 7800 Eier dazu erforderlich. In Saint - Etienne macht die Angelegenheit eines Octroi-Contro-leurö, der sich alsAgent provocateur für Schmuggeleien entpuppte, großes Aufsehen. Dieser eigenartige Beamte pflegte nämlich Leute anzuwerben, die er zu den Destillateuren und Likörfa brikanten schickte, um diesen vorzuschlagen, ihre Fabrikate ohne Octroibezahlung in die Stadt einzuschmuggeln. Natürlich wurden diese Schmuggelzüge überrascht und die Handels treibenden als Mitschuldige verfolgt. Es wurt dem Controleur auch noch andere .Ergenheiten" seiner Amtsführung nachgewiesen, die den Zclldirector ir Anzeige bei der vorgesetzten Behörde zwangen, die eine strenge Untersuchung all' dieser Angelegenheiten angeordnet hat. Daö Polizei geeicht des Londoner Quartiers Südwest verurtheilte den Besitzer einer Apotheke, einen Herrn Thomas Wood, wegen Uebertretung zu einer Geldstrafe von 525. Herr Wood, der, wie alle Apotheker im englischen Königreiche, den Vorzug genießt, auch nicht vorgeschriebene Medicamente prypariren zu dürfen, hatte sich eine geniale Idee erdacht, die Einnahmen seines Laborato;iumS zu erhöhen. Neben der Fabricirung wirklicher Medicin hatte er nämlich im Geheimen einen sehr dank, baren Handel mit Spirituosen angelegt, die unter der Marke irgend eines Medicaments den Patienten" oder dielmehr den Patientinnen" zugangig gemacht wurden. So war der Whisky ra einem Sirop de Flon" geworden, der Brandy zum Leberthran und der Portwein zum Creosot. Die übrigens einen ganzen Tag währende Verbandlung stellte fest, daß die Kundschaft d:5 Herr Wood sich fast einzig auß Da men der hohen Gesellschaft recrutirte. die sich auf diese Weise den verpönten Besuch ewfi) EchanklocalS ersetzten. ' Mlll Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen Hood's Sarsavarilla beseitigt die Ursache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daS Blut reinigt.

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