Indiana Tribüne, Volume 21, Number 51, Indianapolis, Marion County, 9 November 1897 — Page 2
Lndiana Tribüne. Erschein Täglich und Sonntage Die tZgliche Tribüne- kostet dch ben Xrlget 4 Cent per Woche, die SonntazSTribüne"S Eet? per Woche. Leide ufacn 15 Cent ,d tt GeniJ v Iftixat. Per Poft außerhalb dei f?5Ubt ,gschickt i ,rasb,Hlng M p Jahr.
Offli I Süd Nladams S-:raZe. Indianapolis, Ind., 9. November 1897 ZlmerikanischeS Palästina. v Mit di.sem Titel läßt sich mit Recht! die kalifornische Gegend bezeichnen, die sich am westlichen Abhang der Sierra! Nevadas unten entlang zieht, das Land der Fatamorgana" und der Rosmenzucht. Diese Region zeigt im Klima, in der Bodenbeschaffenheit und der allgemeinen Scenerie eine auffallende Äehnlichkeit mit den asiatischen Landschaften Syrien und Palästina. Hat es doch denselben wolkenlosm Himmel, dieselbe brennende Sonne, denselben reichen vulkanischen Boden und dieselbe lanae trockene Jahreszeit. (Letztere Eigenschaft hat es freilich heuer mit vielen anderen Gegenden unseres Landes zu theilen gehabt!) In diesen großen Thälern, Kelche von dem Küsten Höhenzug durch die kühlen Passatwinde und die schweren Nebel des Stillen Oceans scharf geschieden sind, hangt vom Mai bis zum Novemder die Sonne beständig wie ein sengcnder Fcuerball an einem ehernen Zlaren Himmel. Da ganze Land erscheint fast so flach, wie ein BillardTisch und wird von schönen und harten Landstraßen durchzogen; lange Reihen Eucalyptus- und Pfefferbäume an den Landwegen entlang tragen dazu bei, die öde Eintönigkeit zu heben und auch den Glücklichen, die sich bei ihnen aufhalten können, den so dringend verlangten Schatten zu spenden. ES ist dieses ein klassisches Land für die wunderbaren täuschenden LustSpiegelungen, welche man, ohne besondere Rücksicht auf ihre verschiedenartige Entstehungsweise, unter dem italienischen Feen - Namen Fatamoranazusammengefaßt hat. Solche Erscheinungen gehören hier zu den alltäglichsien Dingen, und der Arbeiter, welcher sich in den Weinpflanzungen von Fresno oder MercedeZ County abplagt, sieht gar häufig am Horizont entlang herrliche Inseln von federigen Palmen in weiten, träumerisch-locken-den Seen, während er vor Durst schier umkommen muß, auch wenn er erst fünf Minuten vorher aus seiner Feldflasche das heiß gewordene Wasser getrunken hat! Für jeden Touristen aber, der im September oder October nach CalZfor nien gekommen ist, hat eS sich noch immer reichlich gelohnt, beim Wandern durch das heiße, staubige San Joaquin - Thal sich einen Tag oder länger in Fresno aufzuhalten und einige der großen Rosinen Weinpflanzunficn in unmittelbarer Nähe dieser Stadt zu besuchen. Etwas wird er hier wohl doch finden, was er in Palästina vermissen würde: die schnnmernden künstlichen BewässerungsCanäle. Denn dieses County hat bis jetzt das vollkommenste und ausgedehnteste Berieselungssystem der Welt auszuweisen! Das Wasser wird in 2000 Meilen Canälen und 5000 Meilen Seitengräben von den Flüssen her befördert, welche von der Sierra Nevada Karniederfließen; die größeren Canäle sind gewöhnlich 20 Fuß breit, und die Gräben, welche das Wasser in jede Rebenpflanzung leiten, je nachdem 3 bis 10 Fuß. Alle die älteren Rebenpflanzungen sind mit Hecken schöner Schattenbäume prächtig eingesäumt, und in den Anlagen um die Häuser herum prangen viele Gattungen Palmen, seltener Sträucher und Blumen. Manche der aroßen Pflanzungen sind wahre Paradiese und würden überall in Uz Welt als solche gelten; weder Mühe noch Kosten sind bei der Verschönerung ihrer Umgebungen gescheut worden. Im October schwärmen diese Weingärten von Arbeitenden, und Tag für Tag wandern Tonnen der köstlichen Rosinen zum Markte. Mit welcher Sorgfalt bei der Bereitung der Rosinen zu Werke gegangen wird, daS würde auch wohl Manchem, der si ch blos mit gewöhnlicher Traubenzucht befaßt hat, überraschen. Schon beim Schneiden der Reben kommt es darauf sehr an. Die MuScateller-. Reben werden derart geschnitten, daß die Hauptranke der Rebe etwa 16 Zoll hoch ist; von dieser aber gehen Seltenschößlinge oft 10 blö IS Fuß lang und bedecken den Boden weithin mit ihrem Laubwerk; die Trauben aber hängen meistens in der Nähe der Hauptranke und werden durch den Blätterreichthum hinlänglich von der Sonnengluch geschützt. Sie ' haben große bernsteinfarbige Beeren, und eine Traube ist nicht selten einen Fuß lang. Bedeutende Geschicklichkeit erfordert daö Pflücken oder vielmehr Schneiden der Trauben. Damit man Rosinen ersten Ranges erhält, darf der zarte Anflug und Glanz an den Beeren nicht durch das Hantiren geschädigt werden. Daher faßt der Arbeiter die Traube vorsichtig am Stengel unten, und mit einem scharfen gebogenen Messer schneidet er sie ab; dawuf entfernt er alle schad haften Beeren mit einer Scheere, ohne directe Berührung, und legt dieTraube endlich sorgfältig in die Mulde von öiothflchten - Holz zu semer Seite, Jede solche Mulde halt 25 Pfund Trauben, welche 5 Pfund Rosinen lie fern. Zehn Tage lang bleibt die volle Mulde ungestört in der Sonne stehen, dann werden . die halbgetrockneten Trauben gewendet, wiederum ohne Berührung mit der Hand, einfach indem man eine leere Mulde über die volle hält und dann die untere umkehrt. Nach zwei Wochen ist auch der zweite Dorrprocey vollendet, und dann wandern die Trauben in den Mulden ?.z$ den .Schwitzkasten-, wo sie von
Feuchtigkeit befreit werden und ctt das richtige Aroma erhalten. Niedliche, geschickte Flauen- und MädchenHände besorgen schließlich im luftigen Packhause das Verpacken. Viele dieser Frauen und Mädchen verrichten sonst keine Arbeit im ganzen Jahre.
Lluch eine VcrgiftungSart Es wäre nicht zu verwundern, wenn in gas nicht langer Zeit die Wissenschaft und das Publikum von Vergiftung durch Brandwunden" als einem der gewöhnlichsten Dinge der Welt sprechen würde. Schon längst ist eine Anzahl Todesfälle, welche bei Personen vorkamen, die einfach an Brandwunden litten und welche sich oft auch dann cinstellten. wenn die erlittene Verletzung viel zu gering für einen tödtlichen Ausgang zu sein schien für Gelehrte und Laien ein Räthsel gewesen! Die Verhecrunq, welche z. B. durch HautKrankheiten verursacht wurde, mochte weit größer sein und sich über einen diel größeren Theil der Haut hm erstrecken, und dennoch eine Heilung bewerkstelliat werden, während bei der Mehrheit schwererer Vrandverletzungen der Tod folgte. Abgesehen von den unzweifelhaft tödtlichen Verletzun, gen, zeigten sich oft auffallende Erschemungen rn Verbindung mit Bran den. Personen, welche aus solchen lebendig entkamen, ob sie nun gerade schwere Brandwunden erlitten, oder nicht, hatten besonders heftigen Schmerz zu erleiden, auf welchen eine sonderbare Starre und Schläfrigkeit folgte, nicht selten auch Fieberwahn und Krämpfe. Der Puls wurde schwach, das Athmen unregelmäßig, die Körpertemperatur niedriger, und meistens folgte Erbrechen und andere Vergistungs Symptome. In 24 bis 23 Stunden konnte der Tod dieses Schauspiel beschließen. Indeß dauerte es lange, bis Emzelne begannen, diesen Prozeß wirklich für einen Vergiftunqsprozeß zu erklaren. Von der alten Welt ist diese Erklärunq gekommen, und sie gewinnt auch in amerikanischen Gelehrtenkreisen an Anhang. Man durste sogar bald genau sagen können, worin die Vergiftung eigentlich bestebt. Es gibt eine häufig auftretende Vergiftungsform, mit welcher man die vorliegende verglichen bat: nämlich Psomain-Ver-giftung. Wie es scheint, bildet sich leicht, unter dem Einfluß der Gährunq oder von gewissen Bacterien. in dem Blut einer Person, die Brandverletzungen erlitten hat. ern giftiger Stoff, der von Psomainen oder Leichengiften" kaum verschieden sein dürfte. Weiß man erstGewisses hierüber, so Wird man solche Falle auch mit Erfolg behandeln können. Idyllisches Stück alter Zelt. Man braucht nicht nothwendigerweife in einen sehr fernen Weltwinkel zu gehen, um auf Regionen zu stoßen, welche vom Dampfroß, vom Telegraphen und Telephon und andern modernen Dingen noch völlig verschont geblieben sind! ES ist nicht einmal nöthig, zu diesem Zweck auf dem Territorium der Ver. Staaten weit ab zu schweifen. Das utc" liegt viel näher; es läßt sich bereits tief in unseren Mittelstaaten entwickeln. Wer es nicht glaubt, der braucht sich blos im Süden des Staates Jndiana zu erkundigen. Er muß sich aber an guter Quelle erkundigen, sonst kann er am Ende nichts über den betreffenden Erdwinkel in Erfahrung bringen, der .so nah und dock so fern" ist. Mitten in der südlichen Hälfte dieses Staates, eingebaut von vier Wällen steiler Hügel, liegt das schöne County Brown, welches alle Eingangs erwähnten Vorzüge" besitzt und sich im wahrsten Sinne des Wortes als daö unbekannte Land Jndianas" bezeichnen läßt. Diese Region hat in den Kreisen, in welchen man sie über Haupt mehr,alS dem Namen nach kennt, sich den Ruf erworben, die rückständigsie im ganzen mittleren W est e n zu sein; sie ist schon manchmal die Zielscheibe für den Scherz spottsüchtiger Reisenden geworden, die sie vielleicht nur wenig berührten und auch allerlei übertriebene Räubergeschich) ten über die Unwissenheit ihrer Bewohner verbreiteten. In allerlei Beziehungen kann freilich gar manche fernwestliche Grenzer - Region auf die vorliegende mit Stolz herniederblicken. Doch daraus machen sich die biederen Bewohner deS Countys Brown herzlich wenig. Es braucht übrigens keineswegs für Spott gehalten zu werden, wenn man daö County Brown schön" nennt, wie oben geschehen ist. Vielmehr ist es von der Natur mit herrlichen Reizen ausgestattet! Im ganzen Staat sind keine so prächtigen Scenerien mehr zu finden, wie hier, und der Landschasts Maler wird nicht anstehen, diese Re aion für die weitaus dankbarste in In diana für seine Studien zu erklären. Und eS sei auch gleich hinzugefllgt.daß die Einwohner die gastfreundlichsten im ganzen Staat sind und 'sich noch durch sonstige Tugenden auszeichnen. m ,, , Wieder &n Der Arbeit. AlleklemenVerletzungenwieSchm'tt, Brüh und Brand-Wunden, Verrenkungen und Schwellungen werden rasch und sicher von Salvation Ocl geheilt. ES ist ohne Zweifel daS beste Mittel für alle solche Schmerzen und sollte in keinem Hause fehlen. Herr Frank Stubenhaver, 1337 Clm Str., Du, buque, Iowa, schreibt wie folgt: "2er) gebrauchte Salvation Ocl um einen verstauchten Ellbogen zu kurircn, wel, cher mich von der Arbeit abzuhalten drohte, doch nachdem ich den Arm tüchtig emgerieben hatte war ich im Stande wieder an die Arbeit zu gehen. Wenn ick nickt das Salvatton Ocl gebraucht hätte so würde ich sicher für längere Zeit meinen ArbcitS Lobn verloren haben." Salvation Ocl ist überall für nur 25 Eents zu raufen. Zu haben bei: Ins. D. Sauld, 201 Jndiana Ode. I. O. Csn, JltnsK & L-5sea Cent.
Sle sind von lUNiazer Avnammung und haben alle erblichen Vorzüge der südlichen Bevölkerung , getreulich bewahrt, auch deren Neigung und Gewandtheit für ritterlichen Sport. Ihre Pferde, welche den Fuchshunden folgen, sind schnellfüßig und sicher, und hinter den Läufen der EichhörnchenFlinten blitzen scharfe Jäger - Augen.
Im Uebrigen sind die Menschenkinder hier meist sehr schlicht, bescheiden uno vor Allem zufrieden, von jener Zufriedenheit, welche sich auch gegen den Fortschritt sträubt. Da iekt dock so viel don Goldsuche reien in Alaska oder sonstwo die Rede ist, so mag auch bemerkt sein, daß diefes County m seinem nördlichen Theil ebenfalls eine Goldaeaend bietet. Auf diese Eigenthümlichkeit ist bald nach dem großen Andrang von Goidiucyern nach Californien Anno '49 ein zurückkehrender Bergbauer aufmerksam geworden, und seit dieser Zelt hat das County in der That verschiedene örtliche Gold - Aufregungen- erlebt, welche jedoch sämmtlich nur von kurzer Dauer' waren. Theilweise hing dies damit zusammen, daß man nur sehr ursprüngliche Methoden anwendete, um das Gold vom Kies zu sondern. und man daber aroke Massen Wassers bedürfte, die Gewässer im County Brown aber den größeren Theil des Jahres hindurch nur sehr dünn laufen. Ob man bei Anwendung fortschrittlickerer Methoden hier Gold in arößerer Menge gewinnen könnte, das mag dahingestellt bleiben. Immerhin war bis zum 5kabre 1874. nach amtlicher Abschätzung, im Ganzen für $10,000 Gold aus dieser Region gefordert wo?den, und im Kleinen haben die Bewohner ein Vergnügen daran, der Sache so nebenbei welter nachzuaeyen. Der 5auvtort des Countys. ma t ville, ist wahrscheinlich auch der kleinste und hlnterwaldlerlschste countySitz nördlich von Tennessee. Furcht und Mnth wilder Thiere. Daß es mächtige Bestien des Landes und des Wassers gibt, welche gar keine Furcht zu kennen scheinen, wenigstens nicht gegenüber den Menschen, ist allbekannt. Wenig aufgeklärt waren aber bis in die neuere Zeit viele Fälle anscheinender Furchtlosigkeit, welche sich bei manchen kleinen, und den Menschen gegenüber hilflosen, wilden Thiere zeigen können. Solche Fälle sind mitunter ettvcrs ganz Anderes, als sich auf den ersten Blick vermuthen ließe, und können interessante Beiträge zur Charakteristik der betrefsenden Thiere liefern, durch welche dieselben unserem Empfinden einigermaßen näher gebracht werden! Ein eifriger Beobachter des Lebens wilder Thiere schreibt neuerdings über diesen Gegenstand u. A.: Man muß wohl unterscheiden zwischen Furchtlosigkeit und Muth, welche gar ost miteinander verwechselt werden. Ein Beispiel wird dies leicht veranschaulichen. Wenn man bei einem Gang über das Feld ein Rebhuhn ausjagt, und dieses sich geberdet, als ob es lahm wäre, zu den Füßen des Menschen flattert undAlles thut, was es kann, um dessen Aufmerksamkeit zu erregen, liegt in alledem Furchtlosigkeit? Ganz im Gegentheil: Der Vogel macht wahre Verzweiflungsqualen der Furcht und deS Schreckens durch! Denn ganz in der Nähe ist sein Nest, die Jungen können sich nicht retten, und der Muttervogel bietet dem Menschen sein eigenes Leben für dasjenige der Jungen hin! Ich habe das schon öfter bestätigt gefunden. Furchtlosigkeit ist daS nicht; aber es ist Muth, und zwar Muth der höchsten und edelsten Gattung. Dieser Muttervogel, der bereit ist, für die Kleinen zu sterben, furchtet sur diese viel mehr, als der Mensch verstehen kann. Bei vielen anderen wilden 2hieren läßt sich mitunter Aehnliches beobachten. Wahre Furchtlosigkeit bedeutet dagegen völlige Unwienheit, wenigstens nach einer bestimmten Seite hin, und regt unser Gefühl wieder in ganz verschiedener Weise an. Das hübscheste Beispiel dieser Art, das ich kenne, wird von einem unserer Naturforscher erzählt und betrifft ein Erlebniß. daö er eines Tages mit einer kleinen MauS mitten auf emem Berasee hatte. Das kleine Geschöpf schwamm mit der Energie der Verzweiflung nach dem Ufer zu, als aber der Mann vom Boote aus ihm ein Ruder hinstreckte. sprang das Thier nicht nur sofort da rauf, sondern lief an demselben, statt in das Boot, direct in die Hand des Mannes hinauf und setzte sich in die innere Handfläche; dort blieb es geräume Zeit sitzen, wärmte sich und brachte seinen Pelz wuder rn Ord nung. Wie glänzten seine kleinen runden Aeuglein. und wie schnüffelte eS .weiterhin, um zu fehen. ob dieses Menschenwesen vielleicht doch aefährlicher war, als es ihm vorgekommen! Aber von Furcht zeigte es m der Men schenhand keine Spur. ES war eine gewöhnliche Feldmaus, welche ohne Zweifel ihr ganzes Leben im Wald verbracht hatte, und der dieseS unmit telbare Zusammentreffen mit einem Menschenwesen behagte. , In ihrem Benehmen war etwas von demjenigen vieler Kinder, welche niemals scheu sind, weil sie es alS selbstverständlich annehmen, daß Jedermann ihr Freund ist. z m e g ?, ö) e no n t g t n b i l d e r h a t der englische Arzt Dr. Macintyre von einem lebenden Frosch aufgenommen, indem er die verschiedenenPhasen des kriechenden und hüpfen den Thieres in vielen für dcn Kinematographen geeigneten Momentbildern aufnahm. Die der Londoner Königl. Gesellschaft vorgelegten ' Aufnahmen sollen wohlgelungen sein. - Wenn der Mensch nicht für solche Aufnahmen et. waö zu groß wäre, würde man der Na tur direkt entnommene Todtentänze für den Kinematographen darstellen können. Aber wer weiß, ob das nicht auch noch gelingt.
pie Sonne bringt es an den Tag. Von 23. Hörn. Die Sonne bringt es an den Tag" wie häufig ist diese Redenart schon gebraucht worden, um auszudrücken,
wie oft durch zufällige, ganz nebensäch liche Momente Verbrechen entdeckt und die Gesetzesübertreter dem rächenden Arm der Gerechtigkeit überliefert wer den! Was bisher nur im übertragenen Sinn galt, ist heute zur Wirklichkeit geworden, die Sonne bringt thatsächlich die Verbrecher an den Tag durch die Photographie. Die. Lichtbildkunst, bei der die Sonnenstrahlen auf der photographischen Platte das getreueste Abbild der aufzunehmenden Gegenstän de hervorzaubern, ist gegenwärtig wie in zahlreichen Zwelgen der Wlssenschaft, so auch in der gerichtlichen Praxis zu einem werthvollen Hilfsmittel auögebil det worden. ES ist bekannt, daß sich das Blut des Menschen und der verschiedenen Thier arten durch dle Form der festen Bestand' theile, der Blutkörperchen, wesentlich voneinander untericheldet. TaS eine hat mehr münzenartige, daS andre mehr längliche, ähnliche oder kugellae Blut körperchen. Sehr oft ist bei einem Mord von dem ärztlichen Sachverstän digen'der Beweis zu erbringen, daß das an Messern, Hämmern und andern Instrumenten aufgefundene Blut von Menschen und nicht, wie die Anaeschul diäten gewöhnlich behauvtcn, vonThie ren herrührt. Ter Nachweis stützt sich nun auf die angedeutete Form der Blutkörperchen. Bislang konnte der Sachverständige rn d?m einzelnen Fall den Richtern und Geschworenen nicht einen sichtbaren Beleg dieses Unterschie des vorhalten er hätte denn jedes Mitglied des Gerichtshofes unter seiner Anleitung das Mikroskop benutzen las sen müssen sondern mußte sich da rauf beschränken, mit Worten die Ver hältnisse darzulegen. Das ist jetzt an ders geworden. Mit Hilse der Mikro Photographie kann man von den rn den entdeckten Blutspuren vorhandenen Blutkörperchen photographische Abbil düngen herstellen und dadurch den Richtern sichtbarlich den Beweis erbringen, ob das Blut vom Menschen stammt oder nicht. Aber die Photographie leiste unter Umständen bei aufgefundenen Blutspuren noch mehr. . Wir wissen, daß die Sohle des FußeS und die innere Fläche der Hand gewisse Hauriurchen ausweist, die bei den verschiedenen Men schen nie völlig übereinstimmen. Diese Thatsache hat nun unter Benutzung der Photographie bereits wiederholt zur Uebersührung von Verbrechern gedient. In Barcelona wurde eines Tages eine ältere, wohlhabende Frau in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. Der Mord mußte in der Nacht ausgeführt worden sein, und der Verdacht ler'i. sich aus ein übelberüchtigtes Jnd.vi duum, das aber jede Schu.d vestntt. In der Wohnung der Ermordeten be deckte ein großer Blutfleck die Dielendes Fußbodens, und nicht weit davon zeigte sich der Abdruck einer menschlichen Fuß sohle mit deuttich ausgeprägten Hautfurchen. Dieser Abdruck wurde photographiert und ebenso die rechte Fußsohle deS Angeschuldigten. Ein Vergleich der Hautsurchen ergab eine vollständige Uebereinstimmung. An der Thäter schast des Verdächtigen war jetzt nicht mehr zu zweifeln, der denn auch bald ein Beken.-.tnis ablegte. Er hatte, wie er berichtete, in der Nacht des MordeS bemerkt, daß er mit dem nur mit einem Strumpf bekleideten Fuß in die Blut lache getreten war. Um nun im Zim mer und bei seinem Weggang auf der Treppe leine Blutspuren zu hinterlas. sen, hatte er den Strumpf ausgezogen, dabei aber nicht gedacht, daß seine Fußsohle ebenfalls vom Blut beseuchtet war. Dadurch war der Abdruck auf dcm Fußbodcn erzeugt worden, den er in der Dunke!beit nicht gesehen hatte, und der zu seinem Vcrrüther werdm sollte. - Ein hiermit verwandter Fall ere'gncte sich vor wenigen Jahren in Petersburg. Bei dem Besitzer einer Großbäckerei war ein Einbruch ausgeführt worden, bei dem dem mit den Oertlichkeiten offenbar bekannten Tieb eine' sehr be trächtliche Geldsumme in die Hände ge fallen war. Man vermuthete in dem Einbrecher einen früher in dem Gescbäst angestellt gewesenen Gesellen. Die Un tersuchungröäre wahrscheinlich ergebniß loß verlausen, wenn man nicht m dem Teig einer großen Backmulde den Ab druck einer gespreizten menschlichen Hand vorgefunden hätte.. Man photogra phierte diesen Abdruck und verglich die Hqutfurchen des Bilde's mit denjenigen der linken Hand deS verdächtigen Gesell en. Die Uebereinstimmung war so augenscheinlich, daß der Geselle sofort seine Schuld 'eingestand. Als er bereits das Geld geraubt hatte und den Rück weg antreten wollte, war er durch ein Geräusch erschreckt worden. Er war eilig davon gestürzt und in d?r Backstube, die er zu durchschreiten hatte, ins Stol pern gerathen. Um sich zu stützen, h lt te er die linke-Hand auf dcn zähen Teig gedrückt, der getreulich die Fonnen der Hand aufnahm. Ebenso kann die Photographie zur Unterscheidung der einzelnen Haararten verwandt werden, die bekanntlich bei Menschen und Thieren genau wie die Blutkörperchen in ihren Formen, von einander abweichen und sehr oft bei Verbrechen eine wichtige,Rolle spielen. Auch hier enthebt für die femeren Ein zelheiten die Photographie den Sachver ständigen weitläufiger- Erörterungen, um den Richtern die einschlägigen. Ver Hältnisse klar zu legen, nnd gleichzeitig gewinnt durch die Anschaulichkeit der photographischen Abbildungen die fach verständige Aussage ! an i beweisender Kraft. In . einem . sächsischen .Dorfe war ein Mord verübt worden. Beschul digt wurde ein Knecht deS ermordeten Bauern. Zu andern VerdachtSmomen ten traten Haares die an den Fingern des Ermordeten aufgefuuden waren, von ihm selbst aber nicht stammten. Man. photographirte diele Qaare und gleichzeitig einige vom florf , deS Angeschuldigten. Beide Haararten zeigten nun dieselben knötchmhaften AnfSwel lungen, die durch finC Haarkrankheit bervoraerufen wurden. Diesel Eraeb
Nitz gab den Ausschlag zur Verurkhel lung deS Angeklagten, der dann auch später die Thäterschaft einräumte. Sehr vielfältig ist die Verwerthung der Photographie bei Schriftfälschun. gen. So treten radirte, für das Auge nicht bemerkbare Stellen wegen der Rauheit des Papiers deutlich hervor, wenn bei entsprechend schiefer Beleuch tung daö Schriftstück photographifch aufgenommen wird. Interessant ist in dieser Beziehung der nachfolgende Fall. Ein Makler hatte den Verkauf eines Rittergutes übernommen, wobei als Gebühren zwei Prozent schriftlich fest gesetzt worden waren. Als der Verkauf wirklich' stattgefunden hatte, forderte der Makler auf Grund seines Scheines drei Prozent. Es wäre dadurch dem Verkäufer ein Nachtheil von ungefähr drei tausend Mark erwachsen. Derselbe be hauptete, daß nachträglich die Höhe des Prozentsatzes geändert worden wäre. Der Streit kam zur gerichtlichen Cntscheidung. Der Sachverständige konnte keinerlei Andeutungen entdecken, die auf eine Abänderung der betreffenden Zahl hingewiesen, hätten. Nun wurde das Schriftstück photographirt, und sofort zeigte die photographifche Platte, daß an der streitigen Stelle eine Radirung vorgenommen worden war. Desgleichen heben sich verschiedene Tinten, die dem Auge gleich schwarz er scheinen, aus der Photographie deutlich von einander ab. In einer rheinischen Großstadt sollte ein Schlächtermeister
einem bekannten Wucherer einen Schuldschein ausgestellt haben. Der Schlächtermeister gab an, von diesem Schuldschein nicht daS Geringste zu wissen. Allerdings habe er mit dem Besitzer des Schuldscheins in aewissen aeickäftlicken Beziehungen gestanden, dieselben seien aber längn erledigt. Die Untersuchung der Schriftzüae durch Sachverständige deS Schreibfachs führte zu keinem zweisellojen Ergebniß. Außerdem erkannte der Schlächtermeister seine Unterschrist ausdrücklich an. Der angebliche Darleiher theilte auf Befragen mit, daß der Schuldschein in seiner Wohnung und mjt derselben Tinte für die Schuldver schreibung und die Unterschrift ausge fertigt worden sei. Zur Feststellung dieser letzteren Angabe ließ man das Schriftstück Photographiren. Hier sprang nun ein Unterschied in der Schwärze der Schriftzeichen deutlich hervor. Die Unterschrift war mit viel schwärzerer Tinte geschrieben als der Schriftsatz. Durch diesen Nachweis wurde die Glaubwürdigkeit der Förderung so erschüttert, daß sie abgewiesen wurde. ES ergab sich später, daß der Wucherer einen an ihn gerichteten Brief deS Schlächtermeisters, bei dem sich zwischen der eigentlichen Mittheilung und der Unterschrift ein breiter Zwi schenraum befand, zur Fälschung benutzt hatte, indem er die briefliche Mit theilung abschnitt und vor die Unterschrist die Schuldverschreibung setzte. Nlcbs allzu selten kommt es vor, daß in. Geschäftsbüchern; Briefen und anderen Schriftstücken gewisse Stellen ab sichtlich . unleserlich gemacht werden. Auch hier vermag die Photographie helsend einzugreifen. In einem Kassern buch eines Wiener Geschäftshauses wa ren auf einem Blatt Ziffern und Namen durch Uebergießung mit schwarzer Tuicoe uno icywarzer iinte unleleruch .gemacht worden. Die Gericht?che..li er hatten zuerst m;t Waller und mechanischer Nachhilfe d Tusche theilweise ent femt und de.'auf die darüber geschüttete Tinte vorsichji mit Citronen üure zu beseitigen gesucht. Ein Theil der wichtigen Schriftzüze war trotz dieser Ve Handlung nicht zu entziffern. Im re flektierten Licht bemerkte man jedoch die Spuren der Schrist, die offenbar des hajb wahrnehmbar waren, weil zwischm dem Tag des BeschreibenS des BlatteS und dem Begiecn mit Tinte eine ge räume Zeit verstrich? war. ES wurde nun versucht, das fragliche Blatt so wohl bei Tageslicht als auch bei starkem Gaslicht zu. photographieren. Die Ver suche lehrten,, daß sich beim Photogra phieren des BlatteS ' im durchsallcnden Licht kein günstiger Erfolg erzie'en ließ. ES wurde daher jetzt mit auffallend m Licht gearbeitet und dabei d.iö P.'.p schräg gegen die Licht .u.lle gestellt Wjitere Versuche zeigten, daß sich die geeignete Belichtung. t in sehr eng.-n Grenzen bewegte. Eine zu kurze i'c lichtung gab die mit Tinte übergosscin Schrift als'glasigen, lecken Fleck w cde,. während eine etwas zu lange Bclichtuiii. die' Stelle völlig velsch!eicrte. Dazwl schen lag die richtige Aelichtungsdauer. nix; der die gestellte Aufgabe gelöst wurde. Es zeigten sich nämlich auf einer bei Gaslicht belichteten Eryth.-osin-filierplatte die fraglichen Schriftzüge un? Ziffern so deutlich, daß sie mit dem Auge gelesen werden konnten. ;' Zum Schluß seien noch einige Fälle ervähnt, in denen die Photographie in ungewöhnlicher Weise vor Gericht Ver venduna fand. Der eine derselben ge laygte in London zur Verhandlung. Hu? strengten nämlich die Besitzer eini ge! über den AuSgängen des Themsetu lnelS am Themse Ufer gelegenen Hcsuser eine Klage auf Schadenersatz an, indem sie behaupteten, daß gewisse Risse in den Wänden dieser Häuser durch bty von den Tunnelarbeiten herrührende Erdsenkungen entstanden seien. In det Gerichtssitzung ' wies der UntemehVtt diese Be!zavtuna Sturück und er klärte, daß die fraglichen Risse schon vo Beginn d:r Unteriührungen vorhaftden gewesen seien. Die Hausbesitzer bejtritten diese Angabe entrüstct. bis der Unternehmer einige Photographien vor legte.' Die' Ausnahme .zeigte die den Klägern gehörigen Häuser mit all den Kissen, welche durch die Tunnelarbeiten entstanden sein sollten. Nachweislich hafte sie aber der Unternehmer bereits vdr Anfang der Crdarbeiten in aller tztille anfertigen lassen, weil er die spä texen Beschwerden der Hausbesitzer rich tig .vorausahnte. Die Kläger wurden abo.cwtesen'und zu den Kosten verur theilt. Ganz zusällig trat die Photographie alS.'Zeugmß in einem Prozeß , in Rom auf. Bei dem Empfang einer fürstlicheit Persönlichkeit waren hier Ausschreitungen emeS' Theiles' des' Publikums d-rgefallen: Die betreffenden Skandal 7.aZ.r lonnten.nlchtuSsindig gemacht v Lt V iti' r.x - twi ztQin, si ex nln, ucz.ungsriczur
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Sie haben'
Unberdaulichkcit. Sie können Verstopfung
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!ksi ' erfuhr, bap em Photograph von dem Empfang Momentbilder aufgenommen hatte. Jetzt konnte man bald einige Theilnehmer der Ausschreitungen erMitteln, deren Thäterschaft dadurch nachgewiesen wurde, daß man ihnen dle Bilder vorlegte, auf denen sie die Arme emporstreckend und Stöcke schwingend dargestellt waren. Die vielfache Verwerthung, die die Photographie gegenwärtig erfährt, ver danlt sie der hochentwickelten Ausgestal tung ihrer Technik. D'.e Photographie ist beute nicht mehr ein Handwerk, son dern eine Kunst und eine Wissenschaft, n deren Vertiefung und Bereicherung eine große Anzahl hervorragender Manner unablässig arbeitet. SoldatenHumor. Ein Einjährig Freiwilliger spuckt aus, während er sich inReih und Glied auf dem Exercierplatz befindet. Zwei Stunden nachexercieren," fährt ihn der Unterofficier, der das Verzehen bemerkt hat. an. Herrrr! Sie glauben wohl, Sie haben einen Teppich unter ihren geehrten Beinen!" Lieutenant zu seinem Burschen: 2B3 fällt Dir ein, mit dem Taschen tuch meinen Trinkbecher auszuwischen?" Entschuldigen, Herr Lieutenant,' es ist mein Tuch, dem schadet es nichts. AuS der Jnstructionsstunde. Unterofficier spricht über die SelbstVerstümmelung: Da gibt es so dumme Kerls, die reißen sich die Zähne aus, hauen sich die Finger ab und meinen, daö merkt man nicht!" Major,: Warum sind die Stabsofficiere der Infanterie beritten?" Infanterist: Ich weiß eö, aber ich trau' mich nicht ." Major: Na, heraus damit." Infanterist: Weil sie zum Marschiren gewöhnlich zu dick sind." Major: Ich wäre an Ihrer Stelle . nicht gewichen, Herr Hauptmann." Hauptmann: Und was hätten Sie thun wollen gegen einen dreifach überlegenen Feind?" Ich hatte mir einfach die Flintenkugeln aus dem Gesicht gewischt und wäre vorgegangen." Hauptmann: Einjähriger Huber, weshalb unterstehen Sie sich so vergnügt zu lächeln?" Entschuldigen, Herr Hauptmann, gerade hat das tnfame Jucken einen Augenblick aufgehört." Erster Soldat: Du, Ede, ich glaube, es gibt Krieg." Zweiter Soldat: Na, mach man so was nicht." Erster Soldat: Ich habe so 'ne Ahnung mir juckt das linke Auge!" Bescheiden. Dichterling (zum Redacteur): Wenn meine Gedichte nicht verwendbar sein sollten, dann, bitte, legen Sie dieselben m dem Papierkorb obenauf, damit wenigstens die Redactionsbesucher sehen, daß ich Ihr Mitarbeiter bin!" ,, Jedermann sagt so. . CaScaretS Candy Cathartic, die wundervollste medizinische Entdeckung des Zeitalters, angenehm und erfri sehend im Geschmack, wirkt sanft und sicher aus Nieren, Leberund Eingeweide, daS ganze System reinigend, entfernt Erkältung, kurirt Kopfweh, ftie ber, anhaltende Verstopfung und UnVerdaulichkeit. Kaufen und versuchen Sie eine Oüachtel von E. C. . heute ; 10, 25, und 50 Cents. Verkauft und Heilung Lantirt von allen Qpotheken.
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I immmsSi A LOAD OF DEM0N8. Tb rniseries of dyspepsia and bU iousness are lilce a load ol dernons. üaeh misery has a different nane, but they all bilong to one fiendish fimily. And they all travel together. No usi trying to get rid of any one of tkem by itself ; you can't hilct off a singla passenger. Tho only vay is to cut the traces and quit the whole load at once. Headache, nervousness, constipation, mental depression, dizziness, dullness, lassitude, catarrh, skin eruptions, liver complaint and a handred other complaints are all caused either by a disordered stomach or sluggishlirer orbowels. Put these three great life-supportinr functions in regulär condition and all the horrible Symptoms will disappear together. That is vhat Ripans Tabules do. That is vhy they completely eure every form and symptom of biliousness and Indigestion. They eure the severest long-standing cases which have been pronounced " incurable." They eure alter everything eise has failed. They eure so that you stay cured. The most slceptical people, whose sufferings had caused them to lose all faith in medicine, have beea cured and convinced by r m n pi mnntia ff (urmjs luuuLLöi 1 There is no other remedy for dyspepsia and constipation so absolutely perfect and certain in its action. They are more than a mere relief. They impart new organic strength and tone to the stomach and the entire di gestive tract so that digestion becomes a natural and easy process. They are the prescription of a regulär physician ; and are recommended by the most skillful doctor in the world, as perfectly mild and harmless, yet absolutely certain in their effect. They are specially valuable as a regulator and preventire for people of sedentary occupations, particularly women. 5b pre lfthütth tltatitlsl Ripan T; Tb preat danrer ot dyspepria and eonatrpatloa tney to weaxeu ana powon ice enurt wjsvtm. i uia open to senoua, oiien lauu. aueasea. Tabules ir.sure a ennrtant iudpIt cf rura oa ilInMs. lt you are drag-ginr a load of direot le troubles, KII'ANS Il&VUa WlLU CUT 1UK THACi, bluod and aviiroroincoDrtltution to rerist danrerBig Bahn Züge fahren wie folgt : Nach ! tnnluji I NachmiUig. Clvtlnb u. Rem ?)o f ... Co umbn .. Cp' naniib Greenlb r. ISincinnati .. W,t' c Uincinrntt.. Ooi ioHc.. . Mtt'n e-t. Loi .. CCarp gn.. S:eoiij Cafatiete.... t'COM Woiasi, .... cn on5or'. M'ci und Huten littt). 4 15 l 6 10 85 10 35 6! 6 20 6 20 7 30 3 Z.) 3 25 2 45 2 45 4 i "i'iö f Si 6 2! 91 4 4 10 50 Tit 10 50 3 45 3 45 4 '5 2 45 7 30 114 3 U ll 20 70 ll 4K ni 20! 7 25 11 45 11 45 11 15 T25 11 15 IS 05 12 05 6 35 1 10 ii fc 3 50 I 1 1 4 60 11 U 3 10 11 15 11 15 6 3 4151 10 35 i W 6 M Bedeutet glich. Cp ettn Si in den Z't, korr OfftckB, No. 1 Oft Washinni'n :trobe urd o Union Bahnhöfe vor ttijtu Xaae ÄCJ)ia,agim-Kccinooattoo H. M. Bronson. A. G. P. A fym T i . . Cinclnnati Zuge ! 0. H. & v. B. R. Abfahrt Indianapolis bfahrt S 40Bm 7 65m . 10 45BM , 2 4iM , 4 45NM , 7 VSNM Ankunft Cincinnati. nkunft 7S0VM , ll)m Z2SM , 00 UWm . 10 50Nm Taytcn Züge, C. H. & D. R. R. Abfahrt . Ankunft Indianapolis Dayton Abfahrt 3 40? nkunft 7 40 . 10 4SLm . 2 25Nm , 2451im 2"M , 4 4SNM 7SSN 7 0SM . 1103Ji Toledo Detroit Züge. C. H. fc D. R. R. Abfahrt Ankunft Ankunft Jnd'plS: Toledo: Detroit Abfahrt I0km nk'st6 4Nm nk'ft 840Nm . 7 05Jim . 4 09 8m , 61593m ) Aulgenowrne Sonntags. Ticket. Officen : Union Station und No. 2 West Washington Straße, Ecke Meridian. STOP LOOK - LISTEN Die populäre WDIMW ist die beste Linie nach 0 m i ä G o. redW 4i Stunden. Vier tägliche Züge! Verlassen Indianapolis Ankunft in Chicago ( 7 00Bm 11 SSVm 8 SLNm 12 U Wai SLNm 12 u ach: 12 lMt vabend lMt vab 2a Ab 7 20Vm i 8 Züge treffe hier ei.... j Z y 7 45m Die neueste verdefferten Vestibüle Wngen, Pullrnnn Schlsfrvngen elegante Parlor Wagen und (kßwagen. Lokal'Echlafwagen in Jndtanapolt steht m 80 Abend berrtt. erläßt Cbtcogo 2 45 Morgen. Sann jeder Zeit nach 9 30 Abend benützt werben. 1 West Washington Straße, ?Zckkt.Oskttt8 ' Union Bahnhof d Massa 3,lOXl'JIUC . chusett Ave. Bahnhof. Oeo. W. Hayler, D. V. 0. 9OB9.m TT Wtn .. d? Job K, Oood wlO roy.N.Tit mork fir u. Kdn, yoa na? not rnak , bat w ni tMeh yoaquickly kow te ui troa ti u 9 Itt a das at U. atart, a4 mort fm ft on. Botk all gm. Im aax art .! inf all jottr tirnr ipar. iinu alv t taa work. AU to aaw. tiraat fuj IXKKfi t7 worWr. Wa -"t , f-ralohlr I Anarica. roa aa omntrme at kaca, gi.- !-- . i i.-1-r, rt.i .i.i iwii . f
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Eisenbahn Tabelle
Lnkunft und Abgang der verschiedenen Eiser, bahnzüge im Union Txpot. Jndiünapolii. Bandalia. Wbganz Postzug 7 00 b ttjpreß iivjvim Expreß 12 40 32m SUcomobatbtt 7 20 35m Expreß 4 00 52m Erpreß 8 10 Vm Ankunft Expreß 6 40 35m Expreß 4 45SM SiecomobatUn 10 00 53m Expreß 2 35 91m Schnellzug 715 V Accomabatio 120 Nm i Cleveland, Cincinnati, Chicago uns St. LouiS. Jnbianavoli unb Slevelanb Divisto. Abgang Expreß. . 415 8a Erpreß 35 Vm Expreß vSODm Limited Expreß 11 15 Vm ÖTjrtS 2A N Ankunft Expreß 3 10 9hr Expreß 11 80Vm Limited Expß 8 45 Ab Sxxrei 00m Erpreß 10 50 51a St. Loui Didifto. Ab glng Expreß .... 7 30L JtfirniteÄ xpH 11 45 35m Expreß 11 20Nm Erpreß. tSaliS 3 50 92m nkunft Expreß tRglich 4 05 35m xpre? iosom Limited Sxpnß 6 90 52m Expreß 10 Vm THicago und Cincinnati Divifton östlich. Abzna Schnellzug 3 45 95m Accomodation täglich 6 30 5m .ccornosar iu 50 rn Postzug 24552m Accomsd. snr Ssnntat). Accomobatwn 5 30 J2m Ankunft-RusHvill ccomobattvn. Pofizug 1140 V Jnb'plt Ace. (nur Sonnt.). Accomodation 11 15 35m Accomodation 40 Sh Schnellzug 11 05 52m Chicago und Sincinnatt Divikon veftliey Abgang Accomodation 7 10 Vm Scknell.Post ii 45 m Lafayette ccomabation. ... 5 15 52m Schnellzug 12 80 35m Ankunft Schnellzug 8 30 33m Lafayette ccsnubatt ... 10 80 33m Schnellpost 2 85 52m Accomodation 5 45 52 Peoria Division vftlich. Abgang Expreß 725 33m Expreß 11 löSfm Danville Accomobati. ... 4 35 52m Expreß 11 45 L Ankunft Expreß. 8 83 35m Danville Äccomobatt. ... 10 20 33m Expreß 2 42 52m Expreß 61 52m Peoria Division öftlich. igana Expreß 6 20 Bm Accornodatio Expreß 82552m Ankunft Expreß 11 85 35rn Accomobtis Expreß 9 00 52m Lake krie und Western. Abgang Expreß .' 7 00 35m Expretz 120 52m Expreß 700 52m Schnell'Erpreß Ankunft Gcdn,Expnß Sxprel 10 20 33a Sxpre 2 40 52m Expreß 00 52m Pittßburg, Cineinnati, Chicago und St. Louis. Zndwmpolil DwiAon. Abgang Expreß 6 Eolumbui Aecomodati.. . 8 Expreß 5 Richmond Accomodtion. . . 1 Expreß 7 M!.. Vfmm..ll. A VON 80 Lm 60 Brn 30 9ha 20 Ab 00 Um 00 Vm 30 rn 15 Nm IN 15 N . luuuuv tlkVlUVWtfcllV! 9 Accomobation 3 Expreß 8 Expreß 10 Chicago Division vi okomo. Abgang Expreß 11 &5 vm Erpreß 12 85 Sto nkunft Exzreß 8 SO Lm Erpreß LSN Louikville Dwifion. Lbgana Expreß Louisoill Rcumsdkitio.. . Schnellzug.. Accomodation Ankunft Accomodation Schnellzug 8 40 81) m 325 m 4 0)M 10 15 Vm 11 8) Vm KKONm 12 35 ccomooano ... Spezial täglich . . . Cineinnati, Hamilto nd Jndianapolis. Algang Expreß 8 40V Cincinnati Acmodottn . . 10 45 Vm Expreß 705 Ab Expreß 4 45 in Expreß 2 45Nm Aft Accosudation 11 55 33 m Ex?rei 12 45Vm Expreß 7 50N Expreß 10 20 92 Expreß SOVm Indianapolis und Vikk-ennes. Abgang Expreß 8 15 V VincenneS Accomodcktio .. 4 VON Ankunft SincennesAecomodat nlO 40 Lm Expreß ... 4 58 N Cincinnati, Wabash und Michigan Abgang Expreß SS5V SxpreS 11 15 L Expreß 4K0R Unkunft Expreß 9L5V Expreß 8 10 S? Expreß 8 45N Indianapolis, Deeatur und Qester. Abgang Expreß 815 V Accomodation 8 45 R Schnell.Expreß 11 10 5! Snkunft Schnell Expreß 8 35V Uecomodatio. 10 40 Vm Expreß 4 40V LonUville, New Qliany und Chicago Wgang Expreß ..12 551b Expreß L5R onon crsodi OLkkft Expreß 8C0Ca onon cev:? CltJ. 7 45N The Tryehtietli Century, int Zgezrinrit C55er.frift; : t:tlt. orrschrittlich gesinnt. Lesern tx erf tU ist. ?in der Tendm tsax itstislittia. ßftbea deS enbert fmfitiitlü Cltrrira ffc.J4 MMUlaillllyA tta4M r ll Wva-viiy 4rvav4 t:r:r ttrci itt llr.r-itaidt wi;u,..t:"T v v,,-,. v ', i i-i i a i r" , ... f -
