Indiana Tribüne, Volume 21, Number 51, Indianapolis, Marion County, 9 November 1897 — Page 1

x 0 w s As mN A W TVO p o K CvO t 'II IIVI ' 1 A I I I I I I l Uo w V k y w v k y y -iyy V Office: No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis. Indiana Dienstag, den 9. November 189?. Jahrgang 21. No. 51

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Gditorielles. Wir leben im Maschinenzeitalter und da ist eö selbstverständlich, daß an Stelle der Handarbeit auf allen Gebieten immer mehr die Maschinenarbeit tritt. Auch das Kohlengraben wird bald durch Maschinen besorgt werden. Der Anfang ist bereits dmit gemacht. 3n Gruben, welche nicht mehr die gefährliche offene Petroleumlampe, sondern elektrisches Licht erhellt, in welche der Ventilator frische Luft pumpt, wo da? Gestein mit rauchlosem Pulver gesprengt wird, dirigirt der Maschinist aö eiserne Gerippe, dessen Arme sich in daS Gestein bohren. Es schon eine ganze Anzahl solcher Maschinen an der Arbeit und täglich werden neue eingestellt, so daß nicht zu viel behauptet wird mit der Vorausljung, daß im Sause von zehn Iahren alle Kohlengruben mit Fördermaschi nen ausgerüstet sein werden, bei deren Bedienung ein Mann so viele Tonnen Kohlen produziren kann, wie jetzt acht oder zehn Mann mit Pickart und Schaufel. In fünfzehn Staaten, in denen sich Kohlenbergwerke befinden, wurden im Zahre 1891 bereits 2.739.43 Tonnen mit der Maschine gegraden, im vorigen Jahre war die Produktion auf über zwölf Millionen gestiegen und mit jedem Jahre steigt die Zahl der Maschinen. So weit, so gut. Ergötzlich aber find die Bemerkungen, welche man darüber in Zeitungen liest. So lesen wir in einem Blatte, nach einer Bechreibung der furchtbar elenden Lage eeS BergmanrS folgende schöne Worte : Da tritt auf einmal in die Kreise widerstreitender Interessen der gute GeniuS der Zeit, der wissenschaftliche Fortschritt mit seinen Attributen der Technik, Chemie und verwandten olympischen Genien und winkt mit der Fackel freundlichen LichteS Der ersinderifche Seist hat der Menschheit chon so manche Bürde abgenommen, er will auch dem armen Bergmann zu Hilfe kommen. Freilich giebt eS ja Leute, die jede technische Vervollkommnung in Grund und Boden verdammen. weil dadurch die einfacheren Handgriffe unnöthig werden, mit denen sich früher manche bescheidene Kraft ihren Lebenöunterhalt erworben. DaS Vorurtheil st noch heute nicht auSgestorben, daS da behauptete, die Maschine sei' der Fluch deS Arbeiters, obschon Millionen brodloS wären, wenn eben diese Maschinen nicht erfunden worden wären. Stich, stich, stich! heißt eS in dem Lied der armen Näherin. WaS würde die Aermste dieser Armen heute thun ohne Nähmaschine ? Dem armen Bergmann soll auch geholfen werden usw. usw. Dann folgt die Mittheilung betreffs der Maschinen, welche wir vorauSgeschickt. Also dem Bergmann soll dadurch geholfen werden, daß , man seine Ar beitSkrast brach legt, und daß man an seiner Statt Maschinen einstellt. WaS aber soll denn der arme Teufel thun, wenn er keine Kohlen graben kann ? Soll er sich vielleicht selbst eine Ma schine und ein Bergwerk anschaffen? Ach sei nur unbesorgt, sagt daS betr. Blatt. ES will zwar mitunter so scheinen, als dien? all dieser Fortschritt nur als Elevator für eine be

sondere Klasse, die im Besitz der Güter di-ser Welt als Drohnen müßig sitzen, und den Honig, den die fleißigen Bienen zusammentragen, für sich allein beanspruchen. Laß derartige Befürch-

tungen den Hetzern und den Anbetern ihrer Fetische. Der Fortschritt der Welt ist nie und nimmer als Monopol für eine bevorzugte lasse bestimmt gewesen." Mag sein, darum ist er aber heutzutage doch ein Monopol für bevorzugte Klassen. Sieht jeneS Blatt nicht, daß ohne ein bestimmtes Ziel vor Auge zu haben, seine Worte bloßer sentimentaler Quatsch find ? Ja wohl, stich l stich ! stich ! heißt eS in Hood'S Gesang. Und heute ? heute heißt eS: Tritt! tritt! tritt! (die Nähmaschine. Nebenbei aber giebt eS Tausende

- mm MM. m f Wenn eine einzelne neue arbeitsparende Erfindung gemacht wird, dann kann ja die Welt die dadurch überflüssig gewordenen Arbeiter bald ausäugen. 3m Zeitalter der Maschinen aber, in dem die Neue, sindung oder die Verbesserung von Maschinen fast tagäglich ohne Unterbrechung vor sich geht, da ist daS nicht mehr möglich und binnen wenigen Jahrzehnten muß die Zzhl der überflüssigen Menschen rieengroß geworden sein, wenn sonst alle beim Alten bleibt. ' Aber eS bleibt nicht alleS beim Alten, Die Maschine schafft sich nach und nach hre eigene gesellschaftliche Organisaion, die Organisation, welche allein ür sie paßt und dieselbe wird so-1 ialiftisch sein. Ohne die Maschine . m. ... . . wäre itt Vozlattmu oei cern Stande heutiger Kultur eine Unmögichkeit, mit der Maschine wird er zur I Nothwendigkeit. Jede neue technische Erfindung ist ein Schritt in der Rich-I ung deS SozialiömuS Zuweilen führt!

von Mädchen, welche ixt Malchtve gen veassen yane. r ,uqre ore gerne treten mochten, wenn sie nur Ge- Frau auf, welche ihm kaltblütig mitlegenheit dazu bekämen. theilte, sie kenne Guldensuppe wohl,

der Weg zwar über Schlacht- und sollte. Er theilte dem Chef der GeLeichenfelder, aber da ist nicht zu än- Heimpolizei alleS mit.

dern. Wenn wir erst an dem Punkte angelangt find, und wir find nicht mehr I weit davon entfernt, daß alle physische Arbeit, ohne Unterschied du'ch Maschi-

nen verrichtet werden kann, dann bleibt I drüssig war und ihn fürchtete, verababsolut nichts weiter übrig als dielredete mit Thorn einen Plan, um

Einführung deS SozialiömuS. l Alllhllllllhrichleli. Inland. Wetterbericht. Kälteres, schöne Wetter heute Nacht; schöne Wetter am Mittwoch Höchste Temperatur innerhalb der letzen 24 Stunden 60 Grad, niedrigste 41 Krad. Wieder ein s e n s a t i o n e l l e r 1 I Mordprozeß. N e w S o r k, 7. Nov. Der Prozeß gegen Martin Thorn, der Ermordung deS Wm. Guldensuppe angeklagt, hat heute in Long Island City begonnen. Wider alles Erwarten gelang eS schon am ersten Tage eine Jury zusammenstellen, so daß morgen schon mit dem Zeugenverhör begonnen werden kann. Der Thatbestand in diesem Falle, so weit er ermittelt werden konnte, ist solgender : Zwei Knaben entdeckten ganz zufälig die ersten Spuren deS Verbrechens, indem sie am Nachmittag deS 26. Juni am Fuße der 11. Straße im Saft River ein Bündel treiben sahen, daS, wie sich zu ihrem Entsetzen herausstellte, den verstümmelten Rumpf einer mensch licken Leicke entbielt. die in ein WaSStuch eingewickelt war. ' ' , Ein dem Coroner beiaeaebener At erklärte mit Bestimmtheit, daß .in w onr-k t..r kk T v.a...r&. jjiviv uuiticy. vvtuui ,eicknete er einen Messerkicb. der daß Herz durchbohrt hatte. Am Sonntag Morgen, den 27. 3uni, fanden ein Mann und zwei Knaben in Ogden Woods, in der Nähe der WashingtonBrücke, im nördlichen Theil der Stadt. viele Meilen von dem Fuße der 11. Straße, ein aanz ähnlich zusammengeschlagene? dtt, das die untere Hälfte des Rumpfes einer menschliche vtxait entölen, axt. mit ein anaeneur t m tt -F f f ' I ter Versuch ergab, zu dem früher ge fundenen Theile paßte. M m mm mr fml 2)le voilzer urenare na au? ueußerste an, um in daS schier undurchdringlich erscheinende Dunkel Licht zu , . bringen, lange suchte man aber vergeblich nach einen Anhaltspunkte, bis

diesen schließlich ein sindiger Reporter lieferte. Derselbe hatte aus dem Auö-

itii vci muthung geschöpft, daß die Leiche die eines Masseurs oder BabedienerS f.fc ym AahKi K . Q.ift ht vsrr sein könnte und stellte daraufhin wel- ' i CY - it..fl C$m r, kt. K. lere Slaqioriquugri, un. i" türkischen Bäder von Murray Hill in der West 42. Str. aus und erfuhr im Gespräch mit den Angestellten derselben, daß einer ihrer Kameraden, Wm Guldensuppe mit Namen, seit einigen Tagen verschwunden sei. Er nahm einen der Angestellten nach der Morgue mit und dieser identisizirte die myste riöse Leiche bestimmt als die GuldensuppeS. Der Reporter verfolgte jetzt seine Spur, brachte in Erfahrung, daß Guldensuppe mit der Hebamme, grau Augufta Nack, zusammengelebt hatte, welche ihren Gatten GuldensuppeS we I . ßm T Am SM A fc. ? hätte ihn aber seit einigen Tagen nicht gesehen. Trotz ihrer Ruhe hatte der Reporter gegen grau Nack Verdacht gesaßt und ließ sie, alS sie Anstalten I traf, in eine andere Wohnung uberzufiedeln durch Eollegen bewachen. Die Erhebungen wurden jetzt der Polizei mitgetheilt, welche immer noch im Dunkeln tapvte. Inzwischen hatte man erfahren, daß Guldensuppe in der Person deS BarbierS Martin Thorn leinen Rivalen in der Gunst der Frau Nack gehabt hat, daß zwischen beiden ein Streit stattgefunden und daß Thor dabei böse Prügel bekommen hatte. Man suchte nach Thorn. Vielleicht wäre er gar nicht entdeckt worden, wenn er nicht von Gewissensbissen geplagt, l. äm L &. A Meinem streunet, oem oaroter soon Gotha, unter dem Siegel der Berschmiegenheit ein Geftändniß ablegte. Gotha zog seine junge grau ini Geheimnih und diese verlangte, baß die' Sache der Polizei übergeben werden Den Angabennach, die Thorn Gotha gegenüber gemacht hat, hat sich der Hergang folgendermaßen abgespielt: Frau Nack, welche deS Guldensuppe überGuldensuppe auS der Welt zu schassen. Sie miethete in Woodfide auf Long Island ein einsam gelegenes HauS und lockte Guldensuppe unter dem Borwand, eS zu besichtigen, in dasselbe. Während Guldensuppe in den neben dem Badezimmer befindlichen Raum trat, schoß Thorn, der dort in einem Wandschrank verborgen war, ihm von hinten eine Kugel durch den Kops. Noch ehe daS Leben ganz entflohen war, schleppte Thorn den Körper seines OpferS in daS Badezimmer und trennte bort über der Badewanne den Kopf vom Rumpfe. Erst alS alleS vorüber . fxi t ar . t. r r r war, erschien Frau Nack und half ihrem Liebhaber den Körper Guldensuppe'S zerstückeln und die einzelnen Theile der Leiche in Oeltuch zu verpacken, daS zu dem Zweck schon einige Tage vorher gekaust worden war. Sobald eS Abend wurde, brachten die Beiden daS Packet mit dem Rumpf der Leiche auf ein Fährboot und ließen eS von dort in den Fluß fallen. Fünfzehn Minuten später trieb eS anS Ufer. Auf Shnliche Weise wurden auch die übrigen Theile der Leiche fortgeschafft. WaS auS dem Kopfe geworden ist, ist noch heute ein Geheimniß. Fußballspiel verboten. Atlanta, Ga., 3. Nov. Die Bill deS Repräsentanten ColeS, welche Fuß Ballspiele f' Pise oder an Plätzen I . .i.:ii...iv. t . t . l . arnntgcip "yooen oen, verorerer, wuroe aeure one eraroung I . ... 6 "mmen S"om I Mell. DaSgelbeFieber. New Orleani, La., 8. Nov. Die Gelbfieber-Cpidemie hat hier ihre Schrecker verloren und man erwartet. aß Handel und Wandel bis Mltte dieses Monats wieder in normale Berhaltnlsse getreten sein werden. Der Gesundheitsrath berichtete heute Abend um 9 Uhr nur 14 neue Erkrankungen und 7 Todesfälle während der letzten 24 Stunden. Die Gesammtzahl der Erkrankten seit AuSbruch der Epide mie ist 1756; bis heute starben 242 Personen an der Seuche; wieder hergeftellt wurden 99. Patienten und Imamt . A " t . oennoen nq n m ueyanvluvg ' Mobile. Ula., S. Noy. Hier er-

krankten heute nur 4 Personen am gelben gieber; 2 Patienten starben.

I ystf tn h ft i ?.h c Q.k (X m . y tf v, -ctuii.; o. wvvv t 9 kam hier heute kein einziger Fall von Gelbfieber vor und berichtet der Gesundheitörath, daß auch nicht ein einziger verdächtiger Fall vorliege und daß die Erkankten sich ohne Ausnahme auf dem Wege der Besserung besinden. v Jackson, Miss, S. Rov. Der VtaatSgesundheitSrath erließ heute Abend eine Verordnung, welche die Quarantäne gegen den Staat Ala vama aufhebt. ' ES wird daran glauben . müsse n. Washington, 8 Nov. DaS Bundes - Obergericht bestätigte heute hie Entscheidung deS Preisgerichts von Van Francisco im Falle Wm. Henry Thko. Durrant'S, deS zum Tode derurtheilten Mörders der Blanche Lamont. Der Fall hat die Aufmerksamseit deS ganzen Landes auf sich gezogen und ordnet die heutige Entscheidung an. daß daS Gesetz seinen Laus mehme. Oberrichter Füller verkündete die Cntscheidung deS Gerichts, machte aber seine weitere Bemerkungen dazu. Nachklänge von der Chicagoer Weltausstellung. . Chicago, 8. Nov. Richter Großeup, vom Bundesgerichte, verkündete heute eine Entscheidung, in welcher er die Behörden der ChieagoerMeltauSftellung für die Verluste verantwortlich hält, welche die französische Republik und französische Aussteller in der acht des 8 Januar 1894 durch Feuer erlitten. ' Der Verlust der französischen Republik bestand auS seinen BeauvaiS und Gobelin T.'peürien und zwe? prachtvollen SevreS Vasen, welche zur Verzierung deS Eingangs zur franzöfischen Deputirtcnfammkr angefertigt waren. Frankreich forderte 550.000 Schadenersatz für direkten Verlust und H10,000 mehr wegen Verzögerungen und ertra Ausgaben. Ein halbe? Dutzend Aussteller hatte einen Verlust von $15,000. Export. Philadelphia, Nov. Im Hasen dieser Stadt liegen gegenwärtig 27 Dampfsch'ff,, die gemiethet find, mit Getreide für europäische Häfen berächtet zu werden. Der größere Theil des Getreides wird in den nächsten Wochen verschifft werden. Diese Dampfer werden etwa 3,100000 Bushel Korn und Weizen fördern. iS jetzt belaufen sich die Berfchissungen von orn tn dreiem Iayre aus nahezu 22.000,000 Bushel gegen 15,000.000 Bushel in .derselben Periode deS ZahreS 1896 ; und von Weizen auf 3,993.889 Bushel, gegen 3,840,616 Bushel im vorigen Jahre. Prozeß aufgeschoZben. Havana, 8. Nov. Der zweite Prozeß der Mannschaft deS amerikanischen SchoonerS Competitor", von Key West, Fla., welcher von dem spanisten Kanonenboote Mesagere" am 25.' April 1896 gefangen wurde, der heute stattfinden sollte, ist infolge Erkrankung deS Präsidenten deS GerichtShofeS verschoben worden. mm , m Ausland. Weyler'S Freunde in Thätigkeit. Madrid, 8. Nov. Die politischen Stützen deS Generals Wetzler nähren mit seinen einflußreichen Anhängern in der Armee eine Bewegung zu seinen Gunsten gegen die Regierungspolitik und bereiten sich vor, ihm bei seiner Ankunft einen Empfang zu geben, der, wenn sie ihre'Abficht ausführen können, vte rrmfqe Stellung oes vagaftaKabinetS gefährden wird. Tenor Römers Robledo, welcher die Bewegung leitet, hielt heute vor einer grcßen Versammlung von Conserva tiven eine Rede, in welcher er einen heftigen Angriff auf daS leitende Co mite der konservativen Partei machte, welches er beschuldigt, für die Auflö sung der Partei verantwortlich zu sein, Er prieS General Weyler und erklärte. daß Krieg die einzige wahre Politik auf Cuba" sei, Senor Robledo wird nach Corunna gehen, um General Wey ler bei seiner Ankunft zu empfangen. 3n der Zwischenzeit organifirt er eine Reihe öffentlicher Oersemlunen, um

'gegen die Abberufung Weyler'S zu I Protestiren.

Madrid, 8. Nov. Eine Kabelbotschast, welche hier heute Abend von Anhängern der Insurgenten auf Cuba eintraf, sagt, daß die Insurgenten die Städte Holguin und Mayari, in der Provinz Santiago de Cuba, eingenom wen haben. Blutige Tragödie. Paris, 8 Nov. Ein Mann NamenS Dreyfuß, der ein Vetter deS HauptmannS Drehfuß, deS deportirten Artillerieoffiziers sein soll, seine Frau, ein früheres Fräulein Rebekka Abraham, eine Amerikanerin, und ihre drei Töchter im refpektiven Alter von 7, 11 und 13 Jahren begingen heute Morgen oder in voriger Nacht in ihrer Wvhnung an der Avenue Mareea Selbstmord. Der Portier des HauseS fand die Leichen heute Morgen auf dem Boden deS Schlafzimmers deö jüngsten KindeS. Dreyfuß hinterließ einen Brief mit 400 Francs an den Polizeicommmissär deS Distrikts, in welchem er ersuchte, mit dem Gelde die Begräbniß(osten der Familie zu bestreiten. Der verstorbene Gatte und Vater war durch die Verurtheilung deS HauptmannS Dreyfuß so ergriffen, daß er seinen Namen mit dem seiner Frau vertauschte. Dreyfuß war ein Sohn der Gräfin d'Hecuerty Paris, 8. Nov. Man glaubt, daß die Selbstmorde in Folge von großen Verlusten, die Dreyfuß an der Börse erlitten, verübt wurden. Madame D. machte unlängst große Einkäufe an Pelzen und Kleidern für sich und die Kinder und bereitete sich vor, ihre Schwester in London zu besuchen. Dieses scheint zu beweisen, daß sie keine Ahnung von den Absichten ihres ManneS hatte und veranlaßt Freunde der Familie zu der Annahme, daß sie nur unter dem überwältigenden Einflüsse hreS ManneS einwilligte, sein Schickal zu theilen. Man glaubt nicht, daß die Angelegenheiten deS HauptmannS Dreyfuß eine wichtige Rolle bei dem Selbstmorde spielte. nn OchiffS-NachriHten. Angekommen in : QueenStown: Pavonia" von Boston. N e w S o r k : Seotia" von Marseille; Cevic" von Liverpool; Kaiser Wilhelm" von Genua. Antwerpen' Wefternland" von NewIrk. Gibraltar: Fulda" von New Sork. Bremerhaven: Königin Louise" von New Lork. m tmt mm Ein Heimathsloser wurde dieser Tage dem Landgericht 1 m Lerlm aus der Untersuchungshast vorgeführt. Es war der etwa 30jährige Seiltänzer Joseph Kaspareckl, der über seine Personalien nichts weiter anzugeben wußte, als daß er den genannten Namen führe. Wo und wann er geboren sei, wisse er nicht; denn er sei bei einer herumziehenden Zigeuner truppe erzogen worden, bis er schließlich davongelaufen sei. Welcher Religion er sei, wisse er ebenfalls nicht, denn er sei niemals getauft worden. Als der Vorsitzende des Gerichtshofes den Angeklagten fragte, warum er sich nicht nachträglich habe taufen lassen, erwiderte derselbe gleichmüthig, daß er keine Gelegenheit dazu gehabt habe, wenn cr sich auf freiem Fuße befunden; er beabsichtige aber, sich im Gefängnisse taufen zu lassen. Daß der Angeklagte auf seinen Streifzügeu weit umher gekommen war, bewies der Umstand, daß er die Gefängnisse in den verschiedensten deutschen Städten kennen gelernt hatte. Jetzt hatte er wieder gestohlen. Wollen Sie denn nicht bald anfangen, sich redlich zu ernähren?" fragte ihn der Vorsitzende. Ich habe ja weiter keine Ausweispapiere, als die Quit tung über die zuletzt verbüßte Gesangnißstrafe, und daraufhin gibt mir Niemand Arbeit," lautete die Antwort. Der Staatsanwalt meinte, daß man dem Angeklagten mit Rücksicht darauf, daß er unter Zigeunern groß geworden sei, noch einmal mildernde Umstände bewilligen könne. Er beantragte gegen ihn anderthalb Jahre Gefängniß und dreijährigen Ehrverlust, und der Ge richtshof erkannte nach diesem Antrage. UM Die auffallendste Hei lungen von Scroseln, die man kennt, sind mittelst Hood'S Sarsapanlla er zielt. Dieses Mittel sucht seine Slei chen bei Vlutkrankheiten. Gebraucht nur Ho o d 5. Hood'S Pillen find mit der Hand gemacht und völlig gleich anvröße und Oeviüt. 25.

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