Indiana Tribüne, Volume 21, Number 50, Indianapolis, Marion County, 8 November 1897 — Page 1
A 00 4V rC AA rlC PÖ US A AA. i i i . i V liV v ? W V w y yy v Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Jahrgang 81. Indianapolis. Jndiana Montag, den 8. November 1897. No. 50
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Inland. Wetterbericht kühleres, trübes Wetter mit zeitweiligem Regen heute und morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 57 Grad, niedrigste 42 Grad. Attentat auf den Präsideuten von Brasilien. Washington, 7. Nov. Der Gesandte der Ver. Staaten zu Rio de Janeiro, Conger, meldete heute dem Staatsdepartement da Attentat aus den Präsidenten Seine Depesche lautet: Soldaten versuchten heute den Präsidenten zu ermorden. Der Kriegsminister, welcher den Präsidenten zu vertheidigen suchte, büßte sein Leben ein. Daö Volk ist in höchster Ausregung." Vondon, 8. Nov. Der Correspondent der Timeö" in Rio de Janeiro kabelt weitere Einzelnheiten übn die Ereignisse feit dem Attentate auf den Präsidenten MoraeS und der Töd tung deS GeoeralS Bit'encourt Er sagt: Die Stadt ist heute, am Sonntag, ruhig. Die Straßen werden stark patroullirt und die Garnison wird in steter Bereitschaft gehalten. Präsident MoraeS hat eine Proklamation erlassen, in welcher er daS. Verbrechen bedauert, aber auch erklärt, daß eS ihn nicht veranlassen werde, auch nur Um eines HaareS Breite von der Erfüllung seiner konstitutionellen Mission abzuweichen. Oberst MoraeS, der sich zur Zeit deS Verbrechens bei dem Präsidenten befand, sagt, daß unlängst viele Briefe einliefen, in welchen daS Leben deS Präsidenten bedroht wurde. DaS offizielle Organ sagt, daß daS Verbrechen daS Resultat einer politischen Ver schwörung gewesen. Der Name deS Alter täterS ist Marcellino de Mello. Er stand mit den Jacobinern in Verbindung und eS sind mehrere derselben verhaftet." Die alte Geschichte, die. ewig neu bleibt. N e w I o r k, 7. Nov. Weil der Geliebte sie verlassen hatte, machte gestern Nachmittag Bertha Sahn, ein hübsche, 25jahrigeS böhmisches Mädchen, ihrem Dasein ein Ende, indem sie sich vom Dach des Tenementhauseö No. 342 Ost 76. Str. stürzte. Sie siel aus da Pflaster und erlitt schwere Verletzungen, die im PreSbyterian Hosp.tal.ihren Tod herbeiführten. 3n ihrem Portemonnaie fand man einen Zettel, aus welchem Folgendes geschrieben war: Ein ganzes Jahr lang habe ich mit Dir zusammengelebt und jktzt willst Du mich loö werden. Ich bin deS LebenS müde; Dein Wunsch wird haher schnell in Erfüllung gehen. Deine Liebe ist erkaltet, sie wird vielleicht wieder Dein Herz erwärmen, wenn wir im Jenseits zusammentreffen werden." Dieser Zettel trug keine Unterschrift. Auch ein anderer nicht, auf dem die Worte : Mutter, lieber Vater, Brüder und Schwester, ich werde sterben !" geschrieben waren. Bis vor zwei Monaten lebte Bertha mit einem jungen Manne in No. 345 Ost 76. Str. zusammen. Nach einem Zznk verließen sie daS Hau und bezogen in der oberen Stadt eine Wohnung. . Kurz darauf ließ der junge Mann Bertha im Stich, worüber sie in Verzweiflung gerieth. Gestern Nachmittag kam daö Mädchen zu ihrer Freundin, Frau 3. Sokai, die in No. 342 Ost 76. Straße wohnt. Bertha befand sich in großer Aufregung. Als Frau Sokai sie frug, was ihr püssirt sei, brach .sie in Thränen auS und sagte : Ich bin deS LebenS müde und will sterben." Dann warf sie ihr Cape-und Hut von sich, lief auS dem Zimmer, rannte aufö Dach und stürzte sich mit einem markerschütternden Schrei kopfüber in die Tiefe. Ein Polizist requirirte schleunigst eine Ambulanz, in welcher die Aermste inS PreSbyterian Hospital gebracht wurde, wo sie kurz nach der Aufnahme starb. - DaS roheFußballspiel. " PittSburg,7.Nov. Beimgußballspiel in und bei dieser Stadt trn
gen sich fünf ernstliche Unglücksfälle zv. Floyd Rose trug eine Schulterverrenkung davon; Robert Grange erlitt eine Gehirnerschütterung und befindet sich in gefährlichem Zustande; Wm. Walker
brach daS rechte Schlüsselbein; George Lazelle brach den Schulterknochen, und Bert. Ritchie erlittt wahrscheinlich tödt liche innerliche Verletzungen. tDaS gelbe Fieber. M e m V b i S. Tenn . 7. Nov. ES ereigneten sich hier heute keine neuen Erkrankungen, wohl aber ein TodeSfall durch gelbeS Fieber. Mobile. Ala,7.Nov. DerBericht deö GesundheitöratheS weist 13 neue Erkrankungen und 8 Sterbefälle auf. Die Zzhl der neuen Fälle ist ganz bedeutend kleiner geworden Montgomery. A'a , 7. Novbr. Gestern starb hier John Deux. zu spät. um im gestrigen Berichte über daS gelbe Fieber noch erwähnt werden zu kön nen. Heute traten keine neue Erkrankungen oder Todesfälle ein. New Orleans, La., 7. Nov. Der heutige Bericht deö Gesundheit ratheö meldet 9 neue Erkrankungen und 7 Todesfälle. ni Freche B a hnberaubung. A l b u qsu i iq u e. N. M., 7. Nov Der atlantische und pac sische Passa gierzug No 2 vom Westen wurde gestern Abend um 7:30 nahe Grant'S Station. 95 Meilen von dieser Stadt, von vier maskirten Räubern angefallen. ES ist noch nicht bekannt, ob die Schnrken große Beute mochten, man glaubt aber, daß sich eine große Summe Geldes in dem Sicherheitöschranke, den die Kerle sprengten, befand. Die Räuber hatten an einem weiter westlich gelegenen Punkte den Zug bestiegen ; in der Nähe von Grantö Station kletterte einer der Schurken über den Kohlenwagen aus die. Lokomotive und befahl dem Lokomotivführer mit vorgehaltenem Revolver, den Zug anzuhaken Alö der Zag stand, wur'e,l i Passagierwagen abgehängt und der Rest des Zugeö eine Meile .weit gefahren. Dort sprengten die Rauber den Sicherheitöschrank deö EzpreßwagenS mit Dynamit Nach Beraubung des Schranke stellten die Räuber den Dampf der Lokomotive zur Rückfahrt und entflohen. Die Lokomotive und der Erpreßwagen rannten mit großer Schnelligkeit, bis sie auf die auf den Geleisen stehenden Passagierwagen stießen. Die Wagen wurden zertrümmert und geriethen in Brand ; vier verbrannten. Zum Glück hatten die Passagiere alle die Wagen verlassen, bevor die Kollision stattfand und wurde keiner derselben verletzt. Henry Able, der Heizer, welcher gezwungen wurde, die Lokomotive zu führen, soll bei der Sprengung deö GeldschrankeS getödtet worden sein. , Die Besatzung deö Com- ' ' petitor. Washington, D. C , 7. Nov. DaS Staatö-Departement hat von dem stellvertretenden General - Consul Springer in Havana die Mittheilung erhalten, daß über die Competitor-Ge-fangenen am nächsten Montag ein Kriegsgericht abgehalten werden würde und daß er demselben beiwohnen werde. Die Competitor - Gefangenen find fünf an der Zahl, nämlich Alfred Laborde, William GildeS, Ona Melton, Charles Barnett und William Leavitt. Dieselben wurden am 25. April 1896 aus dem Competitor derhastet auf die Anklage, Waffen für die Insurgenten gelandet zu haben und find seither immerfort in strenger Haft gehalten worden. Am 3. Mai 1896 wurden sie vor ein Mraine - Kriegsgericht gestellt und zum Tode verurtheilt. Nur dem energischen Einschreiten der amerikanischen Regierung ist eö zu danken, daß daö Urtheil nicht sofort vollstreckt wurde und erst nach. Unterhandlungen direkt mit Madrid, weil Weyler kein Gehör geben wollte, erwirkte man einen Befehl für ein nochmaliges Berhör, da die Revisionsbehörde in Madrid Formfehler bei dem Verfahren entdeckt hatte. . ' Unsere Regierung machte dabei geltend, daß diese Leute unter die SchutzParagraphen deö Cushing-Protokollö kämen und berechtigt seien, sich ein'eö RechtSbeiftandeö zu bedienen, den Zeugen gegenübergestellt zu werden, überHaupt zu den Garantien eineö gerechten Prozeßverfahrens berechtigt seien.
Die Spanier dagegen behaupten,
daß, da die Leute mit der Waffe in der Hand und nicht einmal auf dem Lande festgenommen wurden, dieselben keinen Anspruch auf die Vortheile deö besagm.i.t.n. .. t 5 t 11V icn Proiolous rryeoen lonmcn. unu die j tzt eingetroffene Nachricht, daß dieselben wiederum vor ein KriegSge richt gestellt werden sollen, ist keine wegö beruhigend, da sie so diel bedeu tet, al daß die Spanier auf ihrer ur sprünglich eingenommenen Stellung nähme bestehen, welch, nenn verfolgt, zum abermaligen Todeöurtheil für die Männner führen durfte, obwohl lZen Blanco dessen Ausführung verhinder n dürfte. Havana, 7. Nov Halbamtlich wird hier behauptet, daß, wenn die Mannschaft de amerikanischen Schoonerö Competitor, welcher am nächsten Montag vor einem Marine-Kriegö-geeicht neuerding der Prozeß gemacht werden soll, zum Tode oder zur Haststrafe verurtheilt wird, dieselbe von der Regierung in Madrid begnadigt werden würde. Ausland. Für die streikenden Maschinenbauer in England. Pari, 7. Nov Heute Abend wurde in dieser Stadt eine große Massenversammlung zu Gunsten der streikenden Maschinenbauer in England abgehalten, in welcher Rsolutionen angenommen wurden, welche den Streikern die moralische finanzielle Unterstützung ihrr Brüder in Frankreich verspricht. Auch gelangte eine Resolution zur Annahme, welche die Einführung eines achtstündigen ArkeitStageö fordert. Mehrere Mitglieder der Deputirtenkammer hielten Ansprachen an die Versammlung und befürworteten die Jnternationalisattoa der Arbeit. Der deutsche Gesandte an gegriffen. Lond on, 7. Nov. Eine Depesche auö Shanghai meldet, daß der deutsche Gesandte und der Kapitän deö deutschen Kriegsschiffes Cormoran" in Wu-Tschang, einer großen Stadt in der Provinz Hso-Pee, am Jang-Tse-Kiang angegriffen worden find. Die Aufrührer sollen die deutsche Flagge mit Steinen beworsen und den Gesandten beleidigt haben. Der Letztere hat die Bestrasung'.der Schuldigen gefordert. Berlin, 6 Nov. Die Nachricht von dem Angriff auf die deutsche Misfion in Len-Chu-Fu im südlichen Theil der chinesischen Provinz ShangTung ist amtlich bestätigt worden. Die rheinischen Missionäre Nie und Hennle wurden getödtet, Ziegler wird vermißt und Steng entkam. Die deutsche Regierung hat angeordnet, daß die erforderlichen Maßregeln, in Peking getroffen werden, um die Verüber der Schandthat zur Rechenschaft zuziehen. Daö Militärgerichtöverfahren., Berlin, 7. Nov. Die deutsche Reichötag wird am 30. Nov. in Sitzuag treten. Man will wissen, daß neben dem Budget eine Marine-Borlage und eine Maßnahme sür die Reform deS MilitärgerichtSverfahrenö welche seit längerer Zeit im Ministerium berathen wurden, gleich nach Eröffnung der Sitzung unterbreitet werden würden. Berlin,?. Nov. Die MilitärVorlage, wie sie entworfen ist, schreibt die Einführung öffentlicher und mündlicher Verhandlungen biö zu gewissen Grenzen und die Aufhebens deö Rechteö deö Kaisers, Urtheile der Militärgerichte zu bestätigen oder, zu verwerfen, vor.. Beide Concessionen sind von der größten Wichtigkeit, v Der Handelsminister beabsichtigt, alle Frachtraten für Zucker, welcher zur Ezportation bestimmt ist, zu ermäßigen. OHiffS.NachriHten. Angekommen in : Liverpool: Lucania" und Georgie" von New öork. NewJork: Massachusetts" von London; Rotterdam" von Rotterdem. -. Neerschaumpfeifen, lange deut sche yfeifen, Cigarrenspitzen tc, bei On. Nucho, 199 Oft Oashwgton Ctx.
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Ein .altes Saus" ein fünfundsiebzigjähriger Mann. Namens Boryski, wurde unlängst in Warschau zum Dr. raed. vromovirt. Er hat 1843 zu studiren begonnen, mußte aber, da ihm die Mittel ausgingen, Lehrer werden, und hatte erst 20 Jahre später .so viel erspart, um seine Studien fortsetzen zu können. Er bestand auch das beste Examen, nahm aber 1863 am polnischen Aufstande Theil, wurde nach Sibirien verbannt und verrichtete dort 32 Jahre lang Zwangsarbeit in den Silberminen. Als 73iähriger Greis begnadigt, ging er nach Warschau zurück und hat hier jetzt nach zwei Jahren sein Ziel erreicht. TrotzdenheftigenProtesten der Presse veranstalteten die Administratoren des Velodroms von Lille mit Hilfe des südländischen Apostels für die Corridas", Herr Fayot aus Beziers, neue blutige Stiergefechte. Dank einer unerhörten Reclame und einer beispiellosen Vertheilung von Freibillets waren mehr als 12.000 Personen in dem Velodrom zusammengeströmt; unter dem von Anfang an vielmehr feindseligen Publikum bemerkte man auch den Administrator des Theatre Francaise", Jules Cläretie. Die vier ersten Stiere wurden unter dürftigen Beifallsbezeugungen, denen kräftige Protestrufe: Jn's Schlachthaus! Hinaus mit den spanischen aufgeputzten Comödianten!" entgegentönten, niedergemacht. Der sechste Stier leistete längeren Widerstand und das Schauspiel des von allen Seiten gehetzten, blutüberströmten, wüthenden .Thieres wirkte so empörend auf die Zuschauer, daß sie in drohende Rufe ausbrachen und die Cuadrilla" auszischten und mit allen möglichen unappetitlichen Dingen bewarfen. ES war t'm April v. I., a l s ein Mann Namens Gaylor über die Lrooklyn - Brücke fahren wollte. Er hatte gerade, seinen Ueberzieher versetzt und aus Versehen warf er den Pfandschein statt des Billets in den Kasten am Brückeneingang. Als er den Irrthum bemerkte, war s zu spät; der Pfandschein konnte bei der eigenartigen Construction des Choppers" nicht herausgeholt werden, Gaylor war überdies in der Eile und mit einem Seufzer entrichtete er ein richtiges Ticket und fuhr über Vit Brücke. Dieser Tage nun kam Gaylor in das Comptoir der Brückenverwaltung und erzählte den Vorgang. Er sei damals, sagte er, sofort nach dem Westen gereist, kürzlich aber wieder zurückgekehrt und die kühlen Tage hätten ihm das Schicksal seines Ueberziehers und des Pfandscheines in Erinnerung gebracht. Er wolle sich erkundigen, ob der Zettel gefunden worden sei. Groß war sein Erstaunen, als nach einigem Suchen der Pfandschein gefunden und ihm ausgehändigt wurde. HerrundFrauHenry Ringhoff, ein angesehenes deutsches Ehepaar in New Orleans, hatte kürzlich im Kreise zahlreicher Freunde noch recht fröhlich den 40. Jahrestag der ehelichen Verbindung gefeiert, und we-. nige Stunden, nachdem die letzten Gäste das Haus verlassen hatten, löste schon der Sensenmann die Ehe. Als Frau Ringhosf am nächsten Morgen nicht zur gewohntenStunde zum Frühstückstische erschien und ihr Gatte und eine Tochter, welche in benachbarten Zimmern schliefen, Umschau hielten, c n . c - j i . i i.ey i.vi sanoeii ue oiz yocy ociagictf cau iuui im Bette. Friedlich war sie in, das unbekannte Jenseits hinübergeschlummert. Frau Ringhoff wurde vor 72 Jahren in Deutschland geboren und kam 1855 nach New Orleans, wo sie sich 1857 mit Herrn Ringhoff vermählte. Das Ehepaar gehörte zu den ältesten und treuesten Mitgliedern der .deutschen evangelisch - lutherischen St. Pauls Gemeinde von New Orleans, deren Schatzmeister der Wittwer seit Jahren ist. ' Seit mehreren Jahren ist man im Flotten - Departement auf Schwierigkeiten gestoßen, wenn es sich darum handelte, Vakanzen im ärztlichen Korps zu besetzen. Dies hat muthmählich darin seinen Grund, daß junge Mediziner im bürgerlichen ärztlichen Beruf günstigere Aussichten auf ein gutes Fortkommen haben, als die Militärarzt Karriere ihnen bietet. Was speziell die Flotte anbetrifft, so scheint das einsame Leben an Bord eines Kriegsschiffes für die von der Universität kommenden Jünger des Aeskulap keine Reize zu besitzen; dann kommt aber noch hinzu, daß. die Linienoffiziere auf den Stab-, die Aerzte eingeschlossen, mit ziemlich souveräner Geringschätzung herabsehen, und das macht die Stellung eines jungen Mediziners, der gesellschaftlich dieselben Ansprüche, zu machen berechtigt ist, wie ein auf Regierungskosten ' zu Annapolis ausgebildeter Marinekadett, nicht sonderlich dtgehrenswerth. Aus diesemGrunde wird z. B.'die Armee der Marine voraezoaen. denn in ersterer erhalten die Aerzte einen entzprecyenven Ossiztersrang und Tltel. während sie in der Flotte nur als Stab- figuriren und sich der Privilegien des OffizZersranaeS nickt er- . . . v i freuen .
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55 Durch sein pestorative Nervine ist ! Tausenden ein Wohlthäter." fftin totit bekannter Verleger in WiSconftu. n rnn Bay wohnhaft, schreibt am S. Mär, im, wie folgt: Vor fünf Jahren wurde ich so nervö. daß mir gei, ftige Arbeit ,ur Last wurde. In der acht genob ich keine Ruhe wegen Schlaflosigkeit. Meine Aufmerksam, kett wurde aus Dr. Miles' Restorative Nervlne gelenkt und sing an dasselbe mit bestem Erfolg zu gebrauchen. Eeit der Zeit habe ich immer eine Flasche im Hause und gebrauche davon sobald ich Ner denschwäche verspüre immer mit gutem Erfolg. Auch Dr. AlileS mein Sohn gebraucht davon mit Nrirlm denselben gute Erfolgen. Ich rcrv,nc habe ei seither Vielen empfoh. ReStore5 ltn und tt hat immer geholfen. H ... Alle, die an Nervenfchwachhei neaiin te leiden sollten eS versuchen. enthält keine EinschlüserungSmittel. ist harmlo und dennoch lindernd und stärkend. Durch sein Re toratlve Nervlne ist Dr. MileS Tausende ,nm Wohlthäter geworden. A. C. Lehman. Edttor und Eigentümer deS LandSmaon. Dr. Miles' Nervenmittel wird mit Garantie der kauft, Wtrkt die erste Flasche gar keine Besserung, so wird da Geld ,urückrftattet. DR. MILE3 MEDICAL CO., Elkllftrt, lud EineschrecklicheTragödie hat sich soeben in Paris abgespielt, die wieder einmal die so oft gegebene, ober so selten befolgte Lehre ins Grdächtniß ruft, sich Hunde nicht zu nahe kommen zu lassen, jede Berührung ihrerseits, das Lecken mit der Zunge tc. zu verhindern, vor Allem aber sie nicht zu küssen, wie dies sehr häufig die ganz unvernllstige Gewohnbeit ' besonders junger Frauen und Mädcken ist. Die Tochter eines sehr bekannten italienischen Restaurantbesitzers. Fräulein Santarsiero. besaß einen kleinen Hund, den sie sehr liebte. Eines Tages verweigerte das Thier die Nahrung und bijz mehrere Personen. Er wurde gdodtci und als tollwüthia erkannt; die Gebissenen unter anderen auch der Vater des jungen Mädchens, begaben sich da.her in das JnstitutPasteur. Seine He:rin selb hatte der Hund nie gebissen, so daß diese für sich keine Unruhe emPfand, auch noch nicht, als ein, leichtes Uebelbefinden sich einstellte, das sie auf eine Erkältung schob. Aber bald . verschlimmerte sich ihr Zustand, sie erkannte selbst die Symptome an sich, die ihr Hund gezeigt, und als irc Mutter sie küssen wollte, wehrte sie es ihr, da sie fürchtete, ihr die Krnalheit zu geben, denn sie hatte sie sich durch das Küssen ihres Hundes zugezogen, m Institut Posteur wurde daraufhin auch erklärt, daß die leiseste Berührung mit der Zunge eines tollen Hundes genüge, um das schreckliche Uebel mitzutheilen. Nie sollte man.es gestatten, daß derHund dem Gesicht nahe kommt, ja wenn er die Krankheit bereits in sich trägt und die fornd, die er leckt, den geringsten Riß aufweist, kann dies den furchtbaren Tod herbeiführen. Der Vater des unter den entsetzlichen Qualen gestorbenen jungen Mädchens ist, als er die Nach richt davon erhielt, wahnsinnig geworden und man fürchtet, daß er nie wieder gesundet. Die Mutter hatte darauf bestanden, die Tochter zum Grabe zu geleitcn, aber in das verwaiste Hei.n zurückgekehrt, mußte sie sich sofort zu Bette qeben,' von dem sie sich, nach Ansicht tzx Aerzte, kaum wieder erheden t. ird. Wenn ihr ein guteS Mittel haben wollt Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Conftitution zu kräftigen, gebraucht Hood'ö Sarsaparilla. Eebraucht uun Hood'ö. H o o d'S P i l l e n heilen Brechreiz, Kopfschmerzen aus dem Magen und Unervdoulichkeit. Der New York Store. (GtftMirt 1853.) Agenten sür Buttericks Muster. GedruSte Tyeoon Stoffe. Halb Wolle neue und wünschenSverthe Muster die populärsten Stoffe für Hauskleider noch nie veniger wie 20c die Anh. Auf den westlichen Bargaintisch morgen g Cents die ?jard. ' W WM
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