Indiana Tribüne, Volume 21, Number 42, Indianapolis, Marion County, 31 October 1897 — Page 2
Sommers 5We.
Von M. Stern. Durch raschelnde Blätter hastet mein Fuß Willkommen, ihr tröstlichen Schemen! Es spendet die Sonne verschleierten Gruß. Der Sommer fühlt, daß er sterben muß. Und rüstet sich, Abschied zu nehr-n. Der Herbstwind zaust an dem welken den Laub Und zupft an den purpurnen Ranken; Es wirbelt in eisiqen Wolken der Staub, Und Lenz und Lieder w?rden zum Raub Der stürmischen Todeszedankcn. In Stoppeln dehnt sich daZ fröstelnde Feld, Es tönt wie em heimliches Klagen; Ich horche erschreckt mit der zitternden Welt, Wie fern im Takt der Dreschflegel fällt Der Sommer wird todtgeschlagen! m m m , 2tx Unersetzliche. Don Bertie Scotchsield. Wie sie so dahinging mit schwanken den Schritten, bildete sie eine sonder oare tfigui. feie war geneidet in em schwarzes Kleid, und einen eben solchen Hut mit einem langen schwarzenCrpeschleier. Em junges Madchen, das hm ter ihr aing, hielt sie für nicht mich tern, und bescbleunigte ein wenig ihre Schritte um an diesem häßlichen Schauspiele vorbeizukommen. Als sie das Object ihres Argwoh nes erreicht hatte, sab sie, daß die Frau ihren Schleier dazu benutzte, um sich die Thränen zu trocknen, die unaufhaltsam über die runzeliqen Wangen strömten und daß ihr schwankender Gang augenscheinlich die Violcx eines überwältigenden Schmerzes war. Kann ich Ihnen vielleicht beistehen, liebe Frau?" saqte das junge Mädchen, einer unwillkürlichen Mitleidsreguna nachgebend. Ich fürchte, Sie könnten überfahren werden", und sie bot der Schwankenden ihren Arm. den diese eifrig ergriff. Ein namenloses Unqlück ist über mich gekommen, ich habe ihn verloren, ihn, der mein Alles in der Welt war," schluchzte die alte Frau. Haben Sie keine Verwandte, die sich Ihrer annehmen, oder kann ich jetzt etwas für Sie thun?" fragte das Mädchen, em wenig verwirrt durch diesen elementaren Gefühlsausbruch. Ach, wenn Sie doch so güti sein wollen, mich nur zu einer Zeitung zu führen. Ich kann kaum sehen, wohin ich gehe; mir dreht sich Alles im Kreise. Oh. er war so lange an meiner Seite, und nun ist er dahinl Sie wissen rncht, was solch' ein Alleinsein ist! Es war mein Alles, ich habe nichts so sehr ge liebt wie ihn, an ihm hing mein ganzes Sein. Oh ich kann es nicht ertragen ich kann es nicht tragen!" Dieses Thema wurde mit Variatio uen unaufhörlich fortgelegt, währen) das junge Mädchen die schmerzgebeugte Frau durch die Menge geleitete, bis sie tyemlos an der Thüre des AnnoncenBureaus anlangte. Sie wartete ein wenig auf die RückZehr der Frau, die ein Inserat aufgab. Wahrscheinlich mußte sich die Aermste nun einschränken, den Nachlaß des Dahingegangcnen verkaufen oder in ihren alten Tagen eine Anstellung suchen. Mitleidsvoll geleitete das Mädchen die Gramgebeugte noch zur Straßenbahn. Dort nahm die Frau Abschied von ihr. Unter einer Fluth von Dankeswortei, vermischt mit Schmerzensausbrüchen. Dabei bemerkte das Mädchen in bet schwarzbehandschuhtm Hand der Frau einen Jnseratenschein mit der Nummer 8. 120 b. Der Wagen setzte sich in Bewegung und gedankenvoll blickte ibm das Mädchen nach. Was mußte das doch für ein Mann gewesen sein, den man so bitter, bitter beklagen konnte! Des anderen Tages überflog sie wie gewöhnlich die Annoncen, als ihr Blick durch die Chiffre . 120 b. gefesselt wurde. Ihr gestriges Abenteuer stand lebhaft vor ihr und interessirt las sie folgende Annonce: Zwanzig Mark Belohnung dem Finder meines Mopses, Steuermarke 14,827. Hört auf den Namen Puffi". ist semmelfarben mit schwarze: Schnauze. Adresse zu erfragen unter 8. 120 d in der Expedition d. BI." . Fleißig. Tochter (zu den vom Morgenspaziergang zurückkehren den Eltern): Ihr werdet die ganze Wohnung bereits in Ordnung finden." Mutter Gott, was für eine fleifeige Tochter wir haben, was sie alles heute schon hat thun laZen!" Jugend und rro y -ru n g. Junger Ehemann: Endlich besitze ich meine Herzenskönigin." Aelterer Ehemann: Da wird auch die erste Thronrede nicht lange auf sich warten lassen." Beider Brandschadent a x i r u n g. Tochter des Hauses: Wie. für mein Klavier wollen Sie nur fünfzig Mark anrechnen? Darauf wird sich Papa schwerlich einlassen!" Inspector: Er wird froh sein, daß l überhaupt mitverbrannt ist, Fräulein!!" S ch l a u. Er: etzt sind wir allein, und edlich kann ich Ihnen sagen, daß ich Sie lie Sie: Ach bitte, sagen Sie es mir nicht hier." Er: Warum denn nicht? Hier sind doch keine Zeugen." Sie Ebm darum!" Jmmerhöflich. . Student (zum jungen Fuchs): . . . und Xotnn Du mal mit unserem Senior ziusammen aus der Kneipe heimgebst. daß Du ihn stets an Deiner rechten Selten im Rinnpein l!en labt!" ......
Scimkchr.
Coii Naleska Buckwald. ,hi w,!-t Weib; ich sag Dir's noch mal. ich geh' nit zur Kirchweih und möchst grad vor "-7 rv"M s-iner Mllkearciend unJmti , toriefies am Tische ZM Unnnn ,1. hin ,3.... wv...v... n."Z"?mlTL v.:f . cv i. ri m TfMKZ Vv...?-. vj .w v vV., 4V V V- llilV IMs I VI VtVUJbtl - jetzt zieh'st mir die Freud' doch wieder aus " .Du mein!' rief Matthias unwillig. dasj ihm die Thränen seines Wei. bes so nah gingen, wie darüber, daß . r v & 9 ' . , . U Vnn T' 2 tnir rhn Krfhrntt h,-ft vie es leme ernunr: anneymen wouie. m.. cv. Jvt er,:. w:J Freud' ü und ha schon Alles bered' m t dem e nbauer Michl. der mit seiner Frau auch Hinfahrt und . . ' J I v Dich mitnimmt. Was greinst denn noch. Liesl? Hast aar kein' Grund nit dazu!" Kein' Grund!" rief das Weib. ,Jst mir's denn keine Schcrnd', daß ich .XII, tttit, b ituit uuiiv , vun iuj Sein bin soll? ZUM ers en Mal sett ucltt juux zuiit icu yiut cu meiner Verheirathung. fahr' ich hm its f. ,.;. zm? fs unw vyiv laniini jjvu.hu, uu? i' len's die Leute denn denken?" .Gar nix Werden's denken. Lies!' " 5Zesl " nx ttbias bönste ' I vegutlgte scherzend Matthias, gc? nix. .... ...... Höchstens sie denken: Der Matthias TCrrtrtil ftni itn2 ntVrnl Via 2 Trfirtntt Ulljt IV. Vi . . VU WVtl Mädl im Dorf wegg'schnappt." Ach aelV Du Unleid" lackte das uut uti), -uu ujiiciv, .aa;ic vas junge Weib unter Thränen und aust. . . . i ' stehend schlang es die Arme um des Mannes Hals; da er scherzte, glaubte fi? ikn bo noch ihren MUhrt tn nnm zu können. Geh. mach' keine Faxen! Und halt' Dein Wort, das D mir schon vor ein paar Wochen 'geben aji. cziir. c.r..:x. rx w. cm . n m ts.. it . .. c w:. o v. ic uu uc iuj dci a;iuua uu "lUi"l.ua uuu Vlc O""""" schwoll aus seiner Stirn I: vl.: ... .- !Är8: :C Das Versacken, das' ick dlm finSt g'geben und ich geh vor." .Der -vo? Deinem Weibe?" -sie schluchzte laut mir hast' es zuerst a'aeben undi ck aeb vor." Weib, herzloses! Kannst Du 's denn sein so so ausnebmenb - so ausa'reckent arausam? bab' ichs Ärsprechen g'geben zu 'nem Verqnügen und dem Hubert nach ein paar Wochen freilick eist, dak ick ibn ve?tre-
ien will im Holzschlag, weil er krank is warf Mantel und Decke darau und enn ie wunie imon oav 0 guie 1und sein Weib dazu und Beide nir zu folgte der Schwester. Eine halbe mdendenschlu
essen haben und er noch seine Stell' verliert, weil er aar so viel krank is. mW in M,fcm m MZN? m,TtJ,,s arrf;i -nfim' 5 itk us, 'v f wvw v AMtuuukykii 1 ui u uuu aus z greinen, alte Ziegen! Sprach's und verließ das Zimmer. i in den Holzschlaa hinaus ?u wan. dern. Noch am selbigen Mittaa fuhr Liesl zur Kirchweih in ihr Heimathsdor . VTvrr tT.rtr ,f,w -rft v.U s" j" vu wiv iruui IUI VI 11 11UIU' stm Tag beredet gewe en. aber kaum war Mattes fartnn rnnr her Kleinbauer Mickl aekommen und Kalte gesagt, daß er und sein Weib es sick anders überlegt hätten und schon heute r- M . w . . . ' savren wollten, ob d e Liesl m wolle, Natürlich wollte sie! Alles war-seil 3os vorbereite,, bedacht,. Schnell macyle sie ich zurecht, gab ihr kleines TOnhffin in,r ttrmS; ! Mk,... vwiv (jv4iviu lii - lll, Vis stellte einen Gruß an Franzl und fuhr davon. Wollte sie unterwegs ein kleiner Gewissensbiß packen, .daß sie im Groll von Franzl geschieden, so verscheuchte diesen der Gedanke an das Unrecht, das er ihr gethan, schnell wieder. An ganzer Mann, der Mattbias ." ylen es, und sem junges Weib erröthete em wenig bei den lobenden und anerkennenden Worten. Sie hätte aar zu gern ein wenig Schande", wie sie den Hohn über Franzl's Fernbleiben ammm1 1 c w skck mcfit ritrhehUn ,1, fr.. 1TV 7 7 . v"7v sl 1 . u hast allein kommen können, Liesl? ffiaMinb't denn der braöe Mann, wenn er Abends heimkommt? Kein' Suppen und kein' warm' Stuben! Geh. Liesl, bist nit g'scheit." Äas nagte an ihr, aber sie zeigte es ..w i 1.1; !xi 1 2? 3 Nickt UNd NNttNN?t,te niii ynnrf , ..v.v iw, Wlfc IVUkl I 4: tte Lt.
Wie sie vermnff,,t rnM tnrS f? mende ckkmmel kor dem .olzsmla-
mit Fragen bestürmt, warum sie allein gerhäuschen. Still und traulich lag Stammgäste verschwanden nach und gekommen sei. aber als sie der Wahr- es da. wie einst, von der fahlen Noöem- 618 Zuletzt wieder ganz allem heit gemäß den Grund zu ihres Man- bermorgensonne beleuchtet. Aus dem '"..dem weiten Local saß und wie m nes Fernbleiben erzählte, mußte sie er- Schornstein stieg Rauch, wie auch aus früheren Zeiten mit dröhnender Stlmfahren, daß der in ihren Augen so den anderer Häuser, die Glocken läute- mt JJ5; r , . . , . Schlimme Achtung und Beifall erntete, ten und hier und da humpelten Greise ' ' ng't 2)11 mit n0(3 cm
uu. uugiB st vps m oie 00: o oeriienen ite ieiZl etc raiie? 0- ;v; : .. 7s1. 7 c r. Vsollte sie auf jede Lebensfreude verzick- bannes." rief sie bana. denn sie drobte I?ß cr auc " anf .ÖU die
ten, hinter dem Ofen hocken, so lang', sie noch iuna war? Grad' nickt' Grad' lustig wollte sie sein an dieser trz .1 t ? v . v " . . 1 U - - - vilfc llklllV. zung und hübsch, daß sie sich neben dem jüngsten Dirnlein seben lassen konnte'
jiumroein. wie noco Niei feo reckt 1i kannte t tnohl nher ein Jmiim mukte
konnte flC sick füblen wie in ibre? Wn sie nnrren dL nnnle iÜr KrnmT weiße
" 1 r 1 - - "7 I w v W4 i0 1 -v ckenzeit obne N?nn nfn c?ns f.: s ; Sr;n ampe im V
. . - . ' - -' I des Großvaters Frage: Was flnd't denn der brave Mnn wen e? MW, , , V, v MVVIIV beim kommt? maonend n ik ' ..... ... v-'v I wissen klokfte sckente s?e sZe groner: Vlusaelassenbe t davon. ' iTj.-v.w i'k l'" Es war am Abend, im Wirtbsbaus erklangen TZihtl imd StTör mX .;. 3 (;- v (jivm UllV I lendste. heiterste und hübscheste. Plötz. lich ging eine Bewegung durch die dichtgedrängten Massen der dem Tanze Zuschauenden. Ein neue? Gast war gekommen und hatte eine Nachricht mitgebracht, die man sich voller Schrecken zuraunte. Im Nachbarrevier war .-tf.rjr" , r. m I flpiAigiagcin ein- unama zuacuoBCN.
uno ne suyrte aus, was sie gelobt, den rechten Arm in der Schlinge, umSie wär lustig wie noch nie. und. wenn fina mit dem linken sein obnmäcktiae
sortier tanzten mit einer Lust, als ob der Winter war hart und kein Ber- navz iuf wizma, tl gar kein . Leid mehr in der Welt dienst. Aber das ertrug der Matthias d P vergessen daß ich ver gäbe. Unier innen rnnr V? ftT .H 1lrtim 5N),.tf f..:, yeiralyel 0lN.
iJ ........ V . VUll UIL I 11111 1L1LU1L111 JJ LUIU. 111 1. UL 111 L LllUllLl I
Em Baum, eme mächtige Eiche, war
zu früh gefallen und hatte zwei erschla gen, oaninicr oen canylas. ttemer . C t . vr iii , getraute sich die grausige Nachricht seiw o-hh 3 t V ' 5r lachenden Lippen und frohen Augen, tx,,;,. v,2 Tänzer. Alles trat zurück eine lähmende Starrheit hatte sich der noch eben so ausgelassenen Schaar bemäch'31 n-f. rn:jtr - -:.c r:.rr n.txi i -vu. -jjlllui. ilci ü.icii. iirun in uu toie kin Bildstock, i k. k ick wi bin! W D mir doch immerfoit Vorwürs' ftsms,, ,nr. . , ...... . m:. unnutu uu i. iuj uui uu uui jyu tuii , , - . n da ich's doch Andern versprochen hat! Nu, willst' mt?" , .Mit Berlaub. Liest, aber 's ist grad l"'?' t;ui,ge Nachricht gekmm'n. .w ! sb' ch. D,r grad der Sinn nif ttfhtn tnnrfil' mtPa iinin " rv 'L rl 1 Z e .. 6tn BliK scklua vor dem lebenivru"den Weibe nieder und mach.ees " "s ber künstlich .berscheuchle Vorwurf i iXJZL1l& u.!. !M CDKs. ..i. W lUllC 1WIIUJ IUIC CIU iUCC CiilfUl UilU legte eme eiserne Faust auf den Nacken der tödtlick Erschrockenen. -.SStrr eses. Mickl. was Nebst Kenn da und saalt das mir. arad' mir? Ä . , : ,"i ... Was soll's denn, sprich!" Und sie . j . ' "" lclucl" Anait. i ' . . , . . .3 Nachbarrevier der Matthias schau, Liesl. ein' Eichen " stotterte der Bursche, als mit einem gellenden Schrei das junge Wetf hinausstürzte. tv;v c rw.'i . . n i v. Ich, irielk cm . Eichen ioU 1 & & a k u a I .
. , .. .... . m. . IM ,. rf- P I Fldel un Flöte verstummten und Baum über mir fortg zogen haben die lebendige Mauer der Menschen Da, glaub's, da bm ich arg bos auf k.. :. .'.r. vc : r,. Tk.?
iia?wuö, um ciawcifci i i cc r t tv n emen eg frei zu geoen. n?r eichten Kleidung eilte sie hmaus in die ifllic cooemocrnaqi. in oas leuosi ihrer Eltern, nach Wagen und Pferd luieno. oie ic imormgen imcu. Niemand als der blinde Großvater l hintn Vitf 1 1 ihr ntrnntn itttT n s nh nr 2;r. j; V"rTäV": TV Yllte tpner TOenfm aeworoen? Norwurk r: ;.'"'.. " 7 2 .- - leimt Ware, rottfi ennefct lurun. .7-7. 'V ceuem orang em geuenoer scurei bon ibren Llbven und als slöbe sie hon einem Ort der Qual und des Graueilte sie . mit zitternden Knieen. denen ein heiliger Wille Kraft verlieh, Zurück in die Nacht, die Straße entlang, die sie vor em paar Tagen als grollendes, leichtlebiges Weib gekom. men war. Hinter ihr her zagten Neue und Scham! . Still aber schnell war ihr der Vruder gefolgt, ihren Willen errathend. zog oen sqimmei aus oem iau, spannte ihn in ein leichtes Wägelchen, Meile hmter dem Dorf holte er sie ein, zog sie aus den Sitz und hüllte sie in die Decke. .Bist ia aelaufen wie der Wind." ' I 1 raunte die keuckende ckwester " ' ' ' ' eno schluchzen uno Jammern aniwortete ihm. Jetzt, wo der Wille zur eigenen Kraft schwand, übermannte die Schwäche sie. und mit den Zähnen an emanderschlagend. brach sie händerin(icnb zusammen. . 1 U I Fahr' zu. Johannes." flehte die Unglückliche. .Qeiliae Mutter Gottes, laß mich nit zu spät kommen." betete sie. Fünf Stunden Weges! Langsam I. 1 r c , verio cyen vle slerne uno oer oammernde Morgen schaute auf ein der,weifel,es..schfhlez Weib hernieder. oas emer eicoe gegiicyen yaoen wuroe. wenn die leise, ketenden vitiken nilHt 1 " v r r "VLeben verrathen hätten. Und wie auch Johannes das Rößlein antrieb auf den grundlosen Landwegen kam es nur langsam vorwärts eine grauenvolle Ewigkeit dünkte es dem gemarterten Weibe. Endlich kielt der abgetriebene, keu- ' ' i und alte Mütterchen zur Frühmesse. Liesl starrte das Alte, Bekannte ungläubig an War denn Alles wie emst? Konnten fremde Menschen noch leben, während drin in der niederen r. ?r 1 1 . r t p tai en. aoer wie aelaomr waren oie fUT;k viun uuv, vuu vm -J L u Ui. L uiiiuni, kletterte sie mühsam herab. . Wie hatte sie eilen wollen! Und nun mußte sie schwerfällig einen Fuß vor den anderen setzen, als sie die Schwelle des Hausfwrs überschritt. Jetzt wollte sie die Thür öffnen, abersie vermochte den ' , ' . ... . S)frm fteften Air Vnrittr Vtit tliWt AU WkVbit V ViVti, IWUtUlit r . , . c M nn jft tttt rums 1 nunsn , n i o t t TnTirm i zu fallen. Aber nicht von draußen, Ln innen tnm ihr bY, ftfllfc. ArnV aewicktiae Schritte erklanaen - Liell . ' y ' . . ? 1 IlIVUt 11 Vbl IUU II V..V i 1 4 Zerschmetterten Gliedern. Aber iekt öffnete ck die ?.bür und Mattb as TU 1 1 71 " , " ' Weib 5m.ln inn o;ss im ntTS CUVWVIIIUIIU Wtbl IHl IWitWVUkll I ci, NKZ2 s.r n . ii tvvbfc uiiw jwku.Miu', vwfc iivw . (iiuj I .p,.;tZks.; ss.. r:. uiuisuVia fl-b- I"- '' und versorate ftnrn und Kind mit de linken Sand so aut es aina. Sckon r..- v; x.:.: Vlfc IViU 3um UIU(UI seines, abgezehrten, besinnungslosen Weibes wollte ihn '.Verzweiflung packen. Da war's in einer Abenddämmerung. Das Kind hatte er zur Ruhe gebracht und. über seinen trüben Kedanken - brütend, saß Matthias, den . ' " . . Kops geveugt, aus ver Ofenbank,
I
Ob'S morgen zur Besinnung kommt,
das arme Dmgerl?" fragte er sich. Plötzlich schlug sein Name, leise geflüstert, an sein Ohr. Er sprang auf, wankte, riß sich zusammen und eilte zu seinem W letfc. a)t' mit aver einen jzqztam cmge jagt. Liserl zum Gottserbarmen!" . Er konnte M fiM W llllCU. imity; R r.k vnrm- nhinZ m h i uuu uvs wnvvmi.iwi und schkach noch, aUz mit vollsten, Willen und Bewußtsein zum Leben. 5m;. mn,2 mn& fr ihr er v- ""1"' ...-p.v "7 f 1 zahlen. Eine Elche war allerdings zu früh S's" md hatte ihn m Arm einen Anderen an, utz sZwer v rlch aber das Geruch, ha, e ;ba ;an ant fut M fsfinn nrohl llNsllua ZU eMkM UNaeKeU- ' t t rlT ren amaebauscht. , .Xann fflt müi v''"' r , Sorgen z' sem. Liest. Der Hübe t vit't i(nn - n n' , Vir Mllrtiion TUT UJtli l 3Vtl Hl u -vwvi mich und da langt's, wenn 'S auch knavv ist." Mit tiefer Besckämuna neiate die Kranke das Sauvt. . " ... y . T.y- w.r. Js Mir gar so furch! rllch g'wesen r. er'f t oscr(jt.:.w CAmXI vu uy H ' verlassen bad. ,ranzi. i ' . ' .. f . o'.m OYT... .Denk' mt mehr dran. Liesl! Aber 's ist mir halt auch arg schlimm zu Gemüth g'wesen, als ich so da g'legen hab' und hab' nit g'wußt, ob ich leben würd' oder sterben müßt', bis sie den ca :: c- k,t. Tfc ' 1 1 Mir yail aucy arg ijiramju I SV ' VW M M STt iin. T 1 n nT II K'Iir'II iuu, 9 uÖ u, .. i c . o ix, ... cr 'I vh' .riK v y .c" v ,r t .alte Ziegen gescholten hab! ich a.leilc nzu iuh Vergessen. Won Heinrich WelZ. ' s.- r,... -c yti. uuu iwiuuv ss,trf hr fnn s2 i.-s-N. m i höchst solider Herr gewesen. Er hielt sich keine Pferde, keine Hunde, keine Freunde mit dem on" und auch keine yuoen auermnen. ,cur eme eioenMt he Stammkneipe der letzte zu sem der heim gmg, und dies auch erst dann. ler Gemuthsruhe em oder zwei Topschen getrun en yatte. B yuvzqe tteu,"v. , , rl 'rl m eine Ecke und besah sich innerlich. W"; m die Hand druckte, .aufwecken wurde noch meje eine eloenlchQsl yaue auch lhr Ende erreicht, als er sich eines scho1. rw t n r m nen ages zum r uaunen emer e rtnnn in inftf5 TOn rwW ,tr,S ' '7.' Stammkneipe mußte nun ein Anderer ?cn t . " - .nnayme oer secnen jteunerm unw wnmw suifl. "nc leimen -taaca. ai& vec , ,ir Y . runde Stammtisch gerade vollzählig geworden war, that sich die Thur auf und herein trat Dividendenschlucke?. Kinder!" rief er schon an der Thür, indem er seinen Hut schwenkte und sein s roie eiwuuonne gianzie: .' muß euch mal wrersthm. Mem c - Tl . (" v i . I rni ' .. da habe ich Mich aus em kleines Stund-n-r1 rlrrtH u lyen verttttmeu. Mit einem lauten Halloh wurde er empsangen und dann saß er mitten drmnen. ließ stch emen Krug nach dem Zem gut schmecken, erzählte lustige Unb v8U?.bvi?beJ Unb war heiter und fidel wie immer. r, ..k. a. . . t. i . . . x . k..!.!. v.. vsiuiiuc uup VlUilUC UCUUUIl, UIC Glas. Das Liesel brachte es. setzte sich dann in eine dunkle Ecke und träumte. Und der einsame Zecher schlürfte mit vcLem Genuß langsam den Krua aus, entnahm dann seinem Beutel das entsprechende Geldstück, ging zum Mädchen . . " vreie yinaus rr r. , r , v m r nkZX ? m? e W gte lau, der Moiü ) sehten ??b J1? m neS.S Wuchzte eme Nachtigall DivindenMucker suhlte sich rech t sn, .und wohl SrT.. bubscke Lied: Em freies Leben fubren i - ww , --j - . u . r rf . . wir . kor sieb bin. lind brummend ppe empor unv trat m ven vom dor. Doch plötzlich war er still und blieb schrocken stehen. iytn nir rnrrr rtittn Art Att tti V tttV V vv. UMVUIlVUf VitiV Gestalt, die eme brennende ocherhobenen Arm trug. , , . , kam ihm entgegen, und eine durchaus Nicht zärtlich klingende stimme drang an sein Ohr: Aber wo kommst Du denn ietzt her und was machst Du für einen Lärm?" Entsetzt und fassungslos starrte Dl- . t 1 f . Y vldendenschlucker die Erscheinung an r i r r , . I cm , hielt sich Mit den Handen an der Wand c.a ?. r.rri'i1' ""l "!4 uiujuiuucii. und brach dann m d denkwürdigen Worte aus. Das junge Frauchen mußte plötzlich lachen und aus der Gardinenpredigt wurde es nichts. Schlagfertig. Dichter: Nun, wie gefällt Ihnen das Kind sW V f MM . memer mxtr Redacteur: .Es bt noch nicht!"
i s i.c. : x. t:s: jt.
ßye und Lcöensdauer.
Von Tr. Otto Gotthilf. Die Dauer unseres Leben wird Zm Allgemeinen durch uns selbst verkün oder verlängert, je nachdem wir durch Ar'fttVifiOtlStamÄ&A 0..3u..:r. ... T -'- yviiviyfcumutjc -CCUClllUClC gu Cl ner Erhaltung beitragen. Aber es gieb auch unabhängig davon verschiedene innere und äußere Einflüsse, welche von großer Äeveutuna sur die Lebensdauer sind, wie Heirathen, Erblichkeit, elchasligung, Religion, Nasse und Klima. Bei manchen Einflüssen wird vas zevem sofort einleuchten, zum Beifpiel bei dem Klima, nicht aber so zum Beispiel beim Heirathen. Und doch wirkt die Heirath oder Ehe auf die Eryattung und Fortdauer des Lebens höchst günstig ein. Darwin faat in seine Abstammun der Menschen": Nach einer enormen Menge statistischer Angaben, welche im Verlauf des Jahres 1883 aufgenommen wurden, ist ermittelt worden, daß in Frankreich die unverheiratheten Manner zwi chen emem Alter von zwanzig und achtzig Jabren in die größerem Verhältniß starben als die verheiratheten. So starben von ie tau send unverheiratheten Männer zwischen u.....:.. c.ir. rv. . f ? jivuujig unu uicißig agren jagiuca 11,3, aber von den verheiratheten niir 6,5. In Schottland wurde dasselbe schon 1803 nachgewiesen. Es starben zum Beispiel von je tausend unverheiratheten Männern zwischen zwanzig und dreißig Jahren 14.9 iarlich, da gegen von den verheiratheten nur 7.2, also weniger als die Hälfte." Ein gleiches oder ähnliches Verhält niß ist auch in den meisten übrigen Ländern beobachtet worden. Nach Hufeland (in seiner Makrobiotik") erreichen von je hundert Personen nur 11 Junggesellen, aber 7 verheirathete Manner, nur 23 unverheirathete. ab 28 verheiratbete Frauen das siebzigste Lebensjahr. Nach Dr. I. L. Easper erreichen in Amsterdam von hundert Personen das siebzigste bis hundertste Lebensiahr ungefähr 4 unverheirathete Männer und 15 unverheirathete Frauen, dagegen 26 verheuathete Manner und 32 verhe:rathete Frauen. . Der französische Statistiker Deparcieux, welcher auö den Sterbelisten der Pfarrei St. Sulpice nicht weNiger als 48,540 Tgesfälle registrirt hat, giebt als Resultat seiner Untersuchungen an: Es scheint, daß man in der Ehe länger lebt als im Eölibat. Die Zahl der nach der Erreichung eines Alters von zwanzig Jahren gestorbenen Junggesellen ist beinahe doppelt so groß wie diejenige der in demselbenAlter gestorbenen verheiratheten Männer und Wlttwer; auch findet man kaum 6 Junggesellen auf 43 verheiratete Manner oder Wittwer, welche alter al neunzig Jahre geworden sind. Die Zahl der nach dem zwanzigsten Jahre gestorbenen Madchen ist ungefähr viermal so groß als dieieniae der zur seiden Zeit verstorbenen verheiratheten Frauen und Wittwen, so daß nur 14 Jungfrauen, aber 112 verheiratete Frauen das neunzigste Lebensjahr er reichen." Noirot fand, daß in Dijon verheirathete Männer durchschnittlich sieben Jahre länger, vereiratete Frauen durchschnittlich fünf Jahre länger leben als Junggesellen und Jungfrauen. Nach demselben Autor macht sich der nachteilige Einfluß des Eollbats oder der Ehelosigkeit am stärksten geltend zwischen dem fünfundzwanzigsten und fünfunddreißigsten Lebensjahre. Von da an vermindert sich dieser Einfluß bis zu funsundsunfzig Jahren und ve: schwindet danach fast ganz. Nach dem französischen Statistiker Devay gewinnt einMann, der mit dreißig Jahren helrathet, dadurch an seinem Leben elf Jahre. Wer mit fünfunddreißig Jahren heiratet, gewinnt acht und wer mit vierzig Jahren heiratet, sechs Jahre. Nach dem fünfzigsten Lebensjahr hört dieser Gewinn auf. U:brigens ist der Ausdruck Gewinn" insofern unrichtig., als er die falsche Vorstellung erweckt, als ob stets jede Heirath diesen Lebensgewinn herbeifllhre. Wenn dies auch bis zu einem gewissen Grade der Fall ist so liegt doch die Hauptursache für die statistisch längere Lebensdauer der Vereiratheten, wie wir sogleich seen werden, wo anders. Ja, das Heirate kann sogar schädlich wirken, wenn es zu früh stattfindet oder wenn, namentlich in Arbeiterfamilien, die vermehrte Sorge für die Erhaltung der Familie eine steie Ueberanstrengung und Ucberarbeitung der Eltern zur Folge hat. Nach emer Zusammenstellung von Farr sterben in Frankreich von vereiratbeten Mannern im Alter unter zwanzig Jahren Viermal, von Frauen zweimal mehr als von unverheiratheten gkicken Alters. Wenn nun aber die oben angeführten statistischen Ermittelungen einen so großen Vortheil in Bezug auf die Langlebigkeit der Vereiratheten Ux ausstellen, so liegt eben der Hauptgründ für diese Erscheinung darin, daß die Leben der Vcrbeiratheten gewissermaßen ausgesuchte" Leben sind, indem im allgemeinen nur solche Personen zu heiraten pflegen, welche sich einerseits einer gewissen Gesundheit und andererseits eines für ihre VerHältnisse genügenden Einkommens zu erfreuen haben, während dagegen das große Heer der Unverheiratheten alle solche Personen, in sich schließt, welche aus Kränklichkeit, körperlicher oder geistiger Schwäche, Armuth, Unvermögen und so weiter außer stand: sind, eine Familie zu gründen. Daß aber unter solchen Personen der Tod eine reichere Ernte halten muß, namentlich in den Lebensjahren von zwanzig bis vierzig, wo ja auch das Mißverhältniß am stärksten hervortritt, ist einleuchtend. Auch kommt bei den Verheiratheten ohne Zweifel der wichtige Einfluß der durch Darwin in das rechte Licht gestellten aelchlechtli-1
chen Zuchtwahl" in Betracht, welche bewirkt, daß im allgemeinsten Sinne und abgesehen von reinen Geldheiraten, hauptsächlich die "körperlich oder geistig Bevorzugten der beiderseitigen Geschlechter sich verbeirathen und damit von vornherein eine größere Lebenserwartung mitbringen, während die Häßlichen, Krüppelhaften, Kranken. Liederlichen, Faulen, Charakterlosen, an Körper oder Geist Vernachlässigten oder mit irgend einem Gebrechen oder Fehler Behafteten meist unvereirathet bleiben und auch selten ein so hohes Alter erreichen werden wie die körperlich und geistig Gesunden. Ebenso mögen die durckschnittlich geringere Wohlebenheit, die untergeordnetere Lebensweise, die zahlreicheren Anlässe zu Verführung und Ausfchweifungen aller Art der Unverheiratheten zum Teil ihre größereSterblichkeit bedingen. Allerdings führt auch die Ehe als solche allerlei Gefahren für Leben und Gesundheit mit sich, namentlich für die Frauen: aber die hauptsächlich in einer regelmäßigenLebenshaltung gelegenen Vorteile derselben überwiegen schließlich so sehr die Nachteile, daß man Hufeland recht geben darf, wenn er glückliche Ehen zu den Mitteln der Lebensverlängerung zählt. Insbesondere ailt dies für die
mittleren Lebensjahre von zwanzig bis fünfzig oder sechzig, während allerdings darüber hinaus ledige Personen m guten Verhältnissen eine ebenso große Lebenserwartung haben wie ver rathete. Ein kleiner Sturm. Auch das letzte Rennen war vor über. Die Joteys zogen sich um und unterhielten sich mit großer Zungengeläufigkeit über die Ergebnisse des Rennens. Das Publikum begann die Tribünen zu verladen und stürmte dux Ausgangen zu, wo sich auch die endlose bunte Wagenreihe in Bewegung fetzte. In einem der Gefährte faß ein junges Paar. Er mochte ungefähr 2? Jahre und sie um 10 Jahre jünger sein. Sie saßen schweigsam nebenanander, und niemand hätte gedacht, d?.z sie erst seit drei Monaten verheirathet seien. Beide sahen nervös und erregt aus und man merkte es ihnen an, daß sie viel auf dem Herzen hatten. Ab niemand wollte zuerst mit der Sprache heraus. Nach längerer Pause brach endlich der Mann das Schweigen: er fragte vorwurfsvoll und ironisch: Nun, meine Liebe, Du bist doch hoffentlich mit mir zufrieden? Das Frauchen, nervös mit dem Fächer spielend, antwortete nicht, aber ihr Busen bebte und ihre Lippen zuckten. f m ii ii m t r-t vossentlicy. suyr der atle im selben Tone fort, wirst Du Dich jetzt nicht mehr beklagen! Innerhalb einer Woche habe ich viele Hundert von Mark Deinen Launen geopfert. Ich glaube. das genügt. Ja, ja, aber Du bist ein entsetzlicher Mensch." Ich? Warum denn, wenn man fragen darf? vielleicht deshalb, weil ich es wage. Deine verschwenderischen Ausgaben und theuren Launen zu mißbilligen? Vielleicht deshalb, weil ich verhindern will, daß wir schon nach einigen Monaten zu Grunde gehen ? Oder weil ich mir gestatte, Dich darauf aufmerksam zu machen, daß es sich für eine Ehefrau nicht schickte, mit anderen Männern zu liebäugeln? . . T Zu liebäugeln?" unterbrach ibn die kleine Frau erbittert, pflege ich denn zu cokettiren, ich!... Nun, es ist gut, ich werde von nun an nicht aus dem Zimmer gehen und zu Hause bleiben wie eine Verdammte. Es ist gut! ...Schließe mich ein. mache mich zu Deiner Sclavin, ich , bin ja Deine Frau! Mein Gott!... Was bin ich für ein unglückliches Weib!" Und sie holte das Taschentuch heraus und trocknete sich die thränenüberströmtcn' Augen. Aber um 'des Himmels willen, nimm Dich zusammen, wir sind mcht zu Hause und Du willst doch nicht auf offener Straße weinen!" Ja, wenn Du mich unterwegs mit Deiner Herzlosigkeit und Eifersucht quälst! Was habe ich in diesen drei Monaten unserer jungen Ehe schon gelitten? O mein Gott, wenn ich da gewußt hätte!" Und das konntest Du wissen! Es war Dir bekannt, daß ich ein armer einfacher Beamter bin, der für die paar Tausend Mark Gehalt im Schweife seines Angesichts arbeiten muß! Du mußt doch einsehen, daß ich für solch einen Luxus wie ein Pferderennen kein überflüssiges Geld habe." Dir ist alles überflüssig außer Wasser und Brod ... Erinnere Dich nur an die Hochzeitsreise! Du hast mir noch nie einen Wunsch erfüllt! Damals. in Genf, wie hatte ich Dich gebeten. mir den kleinen Schmuck für nur 100 Mark zu kaufen! Aber nein, nicht um die Welt In der zweiten Woche unserer Ee warst Du schon engherzig genug, mir diese Kleinigkeit zu versagen." Kleinigkeit? ...... Aber mein Kind!" ' Schweig!" . . . Und dann auf dem Dampfer, wo ich Magenkrämpfe bekam; wie hatte ich Dich gebeten, mir eine Flasche Cempagner geben zu lassen, das bat mir immer noch aebolfen. aber, statt dessen zogst Du die abschculichen Magentropfen aus der Tasche und ruhtest eer nicht, als bis ich si: einnahm. Und nach alledem wagst Du zu behaupten, daß Du mich liebst! Eine Zeit lang war ich dumm genug. Dir das zu glauben! Du bist ein e loser und grausamer Mann, der mich nur deshalb geeiratet hat, damit . . . Doch ich will nicht welter darüber reden! Du wirst daS noch sehr bereuen, dann werde ich auch w ironisch lächeln wie Du jetzt. . Vergebens wirst Du mir dann Himmel und Erde, schone let-
der und Schmucksachen versprechen. Ich werde Alles verschmähen. Wer zuletzt lacht, lacht am besten." - Aber ich bitte Dich, meine Liebe!" Ich bin nicht Deine Liebe!" Aber laß mich doch endlich zu Wort kommen!" In diesem Augenblick fuhr ein eleganter Miethwagen an ihnen, vorbei. Darin saß eine junge, schöne Dame mit einem Husarenofficier. Als. sich Beide unwillkürlich umdrehten, lüftete der Gatte höflich den Hut. Aha. was war das? Schickt sich das. mein Herr? Am hellichten Tage, in Gegenwart der Gattin grüßest Du Deine gewesene Geliebte, das ist denndoch zu stark, schäme Dich! Aber ich bitte Dich, das war ja eirr guter Freund von mir mit seinerFrau. Du lügst, glaube nicht, daß ich so leicht zu betrügen bin! Ehegattinnen Pflegen nicht solche Tsilette zu machen, rothen Hut und rothen Sonnenschirm l Und wie saß sie da im Wagen! Anständige Frauen Pflegen nicht mit Husarenoffcieren auszufahren." Aber mein liebes Kind, wenn der Gatte ...." Nichts, liebes Kind, jetzt ist mir alles klar. Jetzt weiß ich, warum Du mit mir das Pferderennen nicht besuchen wolltest. Du fürchtetest Dich, daß Dich Deine frühere Geliebte mit mir, Dciner Gattin, fehcn würde und dann wäre es aus mit Deiner Grazie. Und dabei willst Du behaupten, daß ich kokett sei!" Inzwischen waren sie zu Hause angelangt; der Wagen hielt still. Der Gatte' reichte seiner Frau beim Audsteigen höflich die Hand, während sie erregt die Treppe hinaufstürmte. Der Winter verging, und es kam 1)er Frühling. Die Luft war balsamisch, und vom Hauch der verliebten Sonnenstrahlen grünten die Bäume. Rothe Plakate an den Straßenecken verkündeten die Frühja")rswettrennen. .Wollen wir heute nicht zum Rennpla! hinausfahren?" fragte der Gatte, liebevoll seine kleine Frau umarmend. Es geht nicht, mein Theurer," crwiderte sie, am Nähtisch sitzend. Wir brauchen dasGeld zu etwas Anderem." Und schalkhaft lächelnd hielt sie ihm mit feiner Koketterie ein kleines Kinderhäubchen hm.... Ein Ausweg. Von Karl Larscn. Jens Hansen klagte mir seine Noth. Seit dem Tode seiner Frau hätte er in seiner Gast- und Speise - Wirthschaft eine Köchin, aber es wäre jetzt gar nicht mehr, wie früer. Ja. es muß natürlich schwer sein,. so seine Frau zu verlieren." Ach wissen Sie," sagte Jens Hansen, versteht sich, es ist ja viel bessergeworden mit dem Kalten wie mit dem Warmen, als damals, da meine Frau noch lebte; aber sie hat and're Seiten." Die Köchin?" Jens nickte. Sie hat vielleicht Schätze?" Ach, nicht so, daß es einen gcniren. könnt'!" Ja. aber was denn?" Sie stiehlt wie ein Rabe." .Au!" Ganze halbe Kalbsbraten gehen so aus dem Hause, und wenn Sie meine Kohlenrechnung sehen würden." Nein, Gott soll mich bewahren! Aber dann müssen Sie ja wechseln." Jens schüttelte den Kopf: Ach. man. kann ja mit ihnen Allen nichts anderes anfangen, als sie die Treppen hinunter expediren." Können Sie sie denn nicht einmal ordentlich andonnern?" Jens senkte ein wenig die Stimme: Ich probirte ja neulich ihr einen kleinen Appell zu machen; aber da hätten Sie einmal eine Aussprache hören können! Ich machte daß ich wegkam, um nicht die Hausbewohner zu geniren." Ja, es thut mir leid, eber Hansen; aber dann weiß ich wirklich nicht, was ich Ihnen raten soll." Der Wittwer schwieg und saß ein Weilchen und nippte an seinem Bier. Ja, man könnte sie ja natürlich heirathen," sagte er dann. Wa s?" Ja, ich sage, es bleibt ja immer der Ausweg, daß man sie heirathen könnt', meine ich denn dann trägt sie 's. wenigstens nicht aus dem Haus!" Prost, lieber Hansen! Das. finde ich. sollten Sie thun!" Und das that er auch. Hzchzk'ltsgchräuche. ?ln'der Scester Bcrv: nVXt nach
der Trauuna der Vra.''..7'. einige Hiebe, um ihn fühlen' z-: '.'is?', wie wehe semer Frau Schlage i.v?. wurden er muß seiner Bra -:nr Hofe mit Brot und Bm cuiii kommen, weil er sie kunsfcg c:rxr;r:. soll, die Braut selbst wird cLc Ländereien des Mann?s hei::m.-.. fübrt. wie im Sauerknde um ; c: Herd, denn sie soll Harsfreu wercr . Im Lippeschen geht Yit Jraut nu, : durch die Thür, sondern durch einei niedergerissenen Zaun in's Haus, der Zaun wird gleich wurer 8n.i, Vnn 5?, fn!Y an fmuse bleiben sie "llll IV V j I . erhält ein Brot, wovn sie , em Stuck abschneidet und bewahrt, das übrige erhalten die Armen am Zeichen, dan m. . -S sie zwar mildtyatlg uuu, nä genug sein soll, sich nicht selbst zu vergessm. Interessante Begeben, heit. Bummel, wo gehst Du hin?" Ueberzieher auslösen." Das muß ich mit ansehen, das hab' ich noch nie erlebt!" . Beruhigend. Freier: Spielt Ihre Tochter Elavier?" Schwiegervater in spe: Jawohl . aber das Vischen vergißt sie in ein paar Tagenl"
