Indiana Tribüne, Volume 21, Number 41, Indianapolis, Marion County, 30 October 1897 — Page 1

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Lditorielles.

An Stelle e8 Vater tritt der Sohn. Die Jefferfon Democraey" hat beschlossen an Stelle deö verstorbenen Henry George dessen Sohn, der ebenfalls Henry heißt, als Kandidat einzusehen. nn Es mag für die Söhne deö ver storbenen Pullman nicht angenehm sein. mit einem Jahreseinkommen von 53000 abgefertigt worden zu sein, der Umstand aber beweift nicht, daß sie schlechter find, als ihr Vater. Dieser glaubte nicht, daß sie sich für die Verwaltung eine großen Vermögen? eig. neten und in seinen Augen war jedenfall daS Anhäufen von Millionen öle größte Tugend, deren der Mensch fähig ist. Wahrscheinlich find die Söhne darin anderer Meinung, denn sonst wird ja nichts Nachtheiligeö über sie gesagt, und dann find sie vielleicht um so bessere Menschen, als ihr Bater war. , , In dem gulmer-Seibert-Holt-Skandal hat die Grand-Zury keine Beweise finden können, welche eine Anklage rechtfertigen. Nun stellen sich die Zeitungen außerordentlich erstaunt darüber. Und doch war dies Resultat im Voraus zu erwarten. Wenn die Fulmer-Seibert Co. Holt $5000 gab, damit derselbe seinen Einfluß gebrauche und Holt das Geld nahm und eb in eine Tasche steckte, so war daö zwar eine Gemeinheit und eine Spitzbüberei, aber kein Gesetzparagraph deckt den Fall und eine Anklage wäre erfolglos. Ander läge die Sache freilich, wenn Holt von dem Gelde Gebrauch gemacht hätte, um etwa den Mayor, oder den Stadt - Ingenieur, oder den Board of Work zu bestechen. Da indeß niemals irgend welche Anzeichen vorhanden waren, daß dieö gechehen, so war im Boraus zu erwaren, daß eine Untersuchung im Sande verlaufen würde. Einen Beweis dafür, daß man ein Gouvernör und doch ein rechter Nichtswisser fein kann, lieferte gestern unser Gouvernör Mount. Betreffs Henry Georges sagte er : Er war ein Idealist, der gefährliche Lehren predigte, und einen Einfluß ausübte, den man nicht anders, denn als verderblich bezeichnen kann. Er war ein Soziallst und onilttmu8 ist in jeder Hinficht der xtr - 'iranischen NegierungSsorm eindli ., ..ie sie in diesem Lande anerkannt w'.rd". Die lächerliche Aeußerung über den SozialiSmuS wollen wir dem Gouvernör gerne verzeihen. Solche Aeußerungen hört man auch zuweilen von Leuten, welche wirklich etwas vom SozialiSmuS verstehen und aus perSnlichem Interesse und Klasseninteresse Gegner desselben find. Gleichwohl müssen wir zugeben, daß es kaum möglich ist, sich ungeschickte? auszudrücken als unser Gouvernör. Daß aber Gouvernör Monnt Henry George als einen Sozialift bezeichnet, das zeigt denn doch eine Unwissenheit und eine Unkenntniß der ökonomischen Litteratur und der ökonomischen Bewegungen, die man bei einem Gouvervör nicht voraussetzen sollte. AllerdingS, eS find nicht immer die gebildeten Leute, die in der amerikanischen Politik eine ttolle spielen und eö zu etwas bringen. Henry George war ein ausgesprochener Individualist und entwickelte sich im Lause der Jahre zu einem immer heftigeren Gegner des Sozialismus. Seine Anhänger, die Single-Taierö", bekämpfen den SozialiSmuS und die ganze Theorie der Tingle Tos" ist auf den Individualismus zugeschnitten. Wenn Gouvernöre über Dinge schwiegen, von denen sie nichts verstehen, könnte man sie für kluge Leute halten, trotzdem sie Gouvernöre find. Amglllllchrikhleli. Inland. Wetterbericht. SchSneö Wetter heute und morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 67 Grad, niedrigüe 37 Grad. Das gelbe Fieber. New Orleans, 29. Okt. von Washington kam heute die hochk?ill

kommene Nachricht, daß wahrscheinlich

im Laufe der Nacht Fröste im südlichen Theil von Louisiana und Mississippi eintreten würden. Obgleich die Zahl der neuen Fälle und der Todesfälle heute nicht so stark war wie gestern, sind doch die Beamten des Gesundheitsrathes nicht der Merung, daß die Situation besser wird. Heute wurden 40 neue Erkrankungen und 4 Todesfälle gemeldet. Die Sterblichkeitsrath war sehr niedrig. Jackson, Miss., 29. Okt. Neue Kelbfieberfälle werden heute wie folgt gemeldet: Clinton 3; Nillayuma keiner; Ca yuga 2; McHenry 1; Edwards 4 Fälle in der Stadt und 3 auf dem Lande In McHenry kam ein Todesfall vor. Mobile, Ala., 29. Okt. Heute kamen hier 6 neue Erkrankungen vor und 2 Patienten starb!. Montgomery, Ala, 29. Okt. Heute wurden 7 neue Erkrankungen und 1 Todesfall gemeldet. Der ofsizielle Bericht von Selma lautet: Keine neuen Erkrankungen; drei Verdächtige; drei entlassen, einer unter Behandlung; kein Todesfall. Memphiö, Tenn., 29. Oktober. Der offizielle Bericht lautet: 6 neue Erkrankungen und kein Todesfall. Von auswärts wird berichtet : Scranton, Miss., 13 neue Erkrankungen; PaScagonla, Miss., 2 neue Erkranknngen; Bay St. LouiS, 11 neue Erkrankungen; Waveland, M,ss, 1 neuer Fall. Sitzen imSise fest. SanFranciöco, 29 Oktober. Acht Walsischfänger anstatt fünf, wie früher gemeldet wurde, sitzen aus der Höhe von Point Barrow fest, und auf einem derselben wenigsten, der Iannie, wird die Mannschaft große Leiden auszustehen haben. Daö Schiff liegt so weit entfernt, daß ihm keine 2ebenSmittel gebracht werde können, und die Mannschaft, welcher der Hunger entgegenftarrt, hat keine Mittel um über 15 Meilen Eisfelder daS Land zu erreichen. Die Nachricht von dieser Sachlage wurde von dem Dampfer Kartuck gebracht, dem eö nur mit Mühe gelang. mit seinen 7 Waisischen daö freie Wasser zu erreichen. Der Fang deö Kartuck ist einer der größten der Saison Der Kartuck meldet, daö keines der im Eise festfitzenden Schiffe in der Nahe einer Vorrathöstation sich btsindet, und daß die Leute an Bord sicher schwere Leiden erdulden müssen. Schnee und Kälte in Eolora d o. Denver, Col., 29. Okt. Zwei Rock Island Züge, die von Kansa City 24 Stunden nach einander abgingen, trafen fast zur selben Zeit hier ein. Sie wurden bei Lemon Zunction aufgehalten, wo daö Geleisenach Au. sage der Zugmannschaft mit 20 Fuß Schnee bedeckt war. Die Drähte aaren gerissen, und 48 Stunden lang wußte man nicht, wo die Züge sich befanden. Bon Elbert, Col., trifft die Nachricht ein. daß grau Laura Hunter während deö kürzlichen Blizzard erfror. Sie hatte eine Nachbarin besucht und erlag 300 öard von ihrer Wohnung der Kälte. Bei Monument, Col., wurde John Roach erfroren im Schnee gefunden. Der Verstorbene arbeitete mit einer Dreschmaschinen - Mannschaft, die am Montag Howard William Ranch ve?ließ. Er folgte der Mannschaft -zu Fuß, verirrte sich und erfror. Indianer - Schwierigkeiten in Colorado. Sensen, Utah, 29. Okt. Heute traf die erste Bestätigung der Nachricht von der Ermordung von Indianern durch Wildwärter in Colorado ein. Gerade, nachdem sie Jensen verlassen, wurde eine Schaar von 10 Ute Indianern gesprochen. Sie gaben an, daß ein Kampf stattgefunden, in dem 2 Buck gelödtet und 2 Squaw verwundet wurden, eine davon tödtl'ch. Alle Indianer, die Kenntniß von der Sache haben, verlassen Colorado, aber mehrere Schaaren find zu weit entfernt, nm die Nachricht empfangen zu haben. Steamboat Spring, Col., 28. Okt., via Wolcott, Col., 29. Okt. Soeben ist ein Läufer hier eingetroffen, der eine Botschaft von Wiidhüter Wil ccf an Oheriff Nieman um Hilfe bringt. Die Indianer haben die Oono

Ranch bei Croß Mountain verbrannt,

und einen Mann Namen Goble ermordet, der versuchte, die Indianer wegen Verletzung der Wildgesetze zu .verhaften. Sie widersetzten sich und begannen zu kämpfen. Fünf Indianer wurden getödtet und Unter. Häuptling Star tödtlich verwundet. Der Kampf wurden 90 Meilen westlich von Steam boat Spring in Routt County ge kämpft. Einhundert entschlossene Man ner find unterwegö um dem Sheriff zu helfen. Denver, Col., 29. Okt. 3n der Wildhüterö Office lief heute die fol gende, vom 28. datirte Nachricht von Wildbüter Little in Meeker ein : ..Eö wird gemeldet, daß sich die Indianer in großer Anzahl auf der Colorado Seite der Blue Mountain sammeln. Die Ansiedler find sehr beunruhigt und die Aussichten find sehr drohend.' Grubenunglück. Seranton, Pa, 30. Okt. In der Bon Storch" Grube der Delalaware und Hudson Coal Co. brach heute Feuer auö. Fünf Bergleute fanden dabei ihren Tod. Auslanv. Prof. Reinhold Znauguration. B e r l i n, 29 Oktober. Eine außergewöhnliche Szene bot gestern Abend die Universität von Berlin anläßlich der Inauguration. Rede de neuen Professor der National. Oekonomie, Dr. Reinhold von Wiesbaden. Dr. ReinholdS Berufung entfesselte im letzten Juli einen Chor der Ber dammniß, weil er behaupte hatte, daß man der Sozialdemokratie überlassen solle, ihre eigene Lösung zu sinden." Die Menge, welche sich versammelt hatte, um die Inauguration Nede zu hören, war so groß, daß daö geräumigste Auditorium der Universität benutzt werden mußte. Dr. Reinhold gr,ff den Gesichtspunkt an, welcher den SozialiSmuS als bloße Gossen-Agita-tion betrachtet, die vom Militär unterdrückt werden kann, und sagte : Eine solche Anficht zeugt nur von der allerbeschränktesten Kurzsichtigkeit. Denn dies ist ein Kampf des Geiste gegen den Geist. Die Arbeiter kämpfen für ihre Freiheit, und e liegt nicht vom normalen Laufe der Civilisation Abweichendes in dem Fortschritt vom Zu stände der Sklaverei zu dem vtadium deö Contrakteö. Die Borlesung wurde mit lautem Beifall ausgenommen, und der Applau erstickte vollkommen einige Zischen.' Die Landtag ahlen in Baden. Berlin, 29. Okt. Im Großherzogthum Baden haben heute die Urwählen zur Besetzung der abgelaufenen Hälfte derLandtagmandate stattgefunden und ihr Ergebniß zeigt, daß in der nächsten Session de Landtage eine ganze Anzahl neuer Gesichter vorhanden sein werden. Schon seit Wochen und Monaten war im Lande eine lebhafte Wahlagitation im Gange. Die Gegner der früher in Baden allgewaltigen nationalliberalen Partei, die übrigen unter dem farblosen Ministerium Turban beträchtlich an Stärke eingebüßt hatte und unter der Aegide deö Ministeriumö Nokk-Brauer-Eisenlohr sich vergeblich bemüht, den früheren Einfluß wieder zu erlangen, die Gegner der nationalliberalen Partei also haben sich vereinigt, um denjenigen Wahlkreisen, welche nicht zum unbestrittenen Besitzstand der Nationalliberalen gehören, bie Partei mit a?.a Mitteln der Wahlmache, durch Kartelle, durch Wahlbündnisse von Fall zu Fall, zu bekämpfen und womöglich an die Wand zu drücken. Und daö ist ihnen, wie der Ausfall der Wahlmännerwahlen zeigt (die Wahl der Abgeordneten ist eine indirekte, indem die einzelnen Wahlbezirke eine bestimmte Anzahl Wahl männer wählen, welche dann den Ab geordneten zum Landtag erkiesen), zum großen Theil vor allem in den Städten gelungen. In Karlsruhe haben die vereinigten Demokraten (Volksparteiler) und Sozialdemokraten den Sieg über die natiovalliberale bezw. ml nisterielle Partei davongetragen. In Mannheim, der größten Stadt deö Landeö, haben die Sozialdemokraten über die Demokraten und die Nationalliberalen gesiegt, in Offenburg, wo Oökar Noser die Vchaaren seiner .(?

treuen in den Kampf führte, gewannen

die Demokraten die Oberhand. Ba-den-Baden, da früher liberal wählte, ist in' Lager der Ultramontanen abgeschwenkt, Freiburg desgleichen und Bruchsal ist seiner alten Liebe, dem klerikalen Centrum, treu geblieben. EineelsftündigeRede. ' Wien, 29. Ort. Herr Lecker schloß heute Morgen um 9 seine Rede, die er gestern Abend um 10 Uhr begönnen hatte. Etvaö früher heute Morgen hatten die Sozialdemokraten, von der Linken unterstützt, Vertagung deS Hau seS verlangt, indem sie darlegten, daß die Stenographen vollständig erschöpft seien. Der Vorschlag rief einen weiteren halbstündigen Aufruhr hervor. Der Viee-Präfident, Herr Kramaraz, vertagte daS HauS für 10 Minuten, nach deren Ablauf Herr Lecker seine Rede unter Unterbrechungen von Sei ten der Linken, und Applaus seiner eigenen Partei fortsetzte. Zwei Ver-tagungS-Versuche schlugen fehl und der ReichSrath war um Mittag noch in Sitzung. Nach sehr lärmender Szene erklärte sich der Vorsitzende bereit, den Ministern den Wunsch deö Hauseö, daß sie der Sitzung beiwohnen sollten. mitzutheilen. Ei Antrag aus Geheimfitzung wurde dann angenommen und die Gallerienwurden geräumt. Die Mitglieder trennten sich nach einer Sitzung von 27. Stunden. Beim Schluß der Rede deö Herrn Lecker überreichten ihm seine Kollegen einen Lorbeerkranz. Ein Arzt untersuchte ihn und fand seinen PulS 100, seinen Athem normal und kein markante Zeichen von physischer Erschöpfung. Er hatte nur während der Pausen, die durch den Applau seiner Freunde veranlaßt wurden, hastig einige Bissen zu sich genommen. Viele Mitglieder schliefen während der Nacht aus Sofaö und Armstühlen. Fabelhafte Quantitäten von Bier. Wein und Punsch wurden konsumirt Herr Lecker trank hastig einige Gläser Wein, mehrere Tassen Kaffee mit Cognae und 15 Gläser Wasser.' Er sprach 70,000 Worte. Die Rede war zusammenhängend biö zum Ende und eine ausgezeichnete Darlegung de deutschösterreichischen Standpunkte. Sie war voller Patho und Humor. Die Rebellion in Indien. S i m l a, 29. Okt. Die britischen Truppen unter General Sir Wm. Lock. hart nahmen heute Morgen um 11 Uhr 15 den Sempagha-Paß ein. General Gaselee, der die zweite Brigade führte. leitete die Vorhut auf die äußerst starke Stellung deö Feindeö. Bon britischen Offizieren fielen, wie biö jetzt gemeldet wurde, Capitän Debatt von der Artillerie, der den erhaltenen Wunden erlag, und Major Reddford-Flood von dem West Surrey Regiment, der verwundet ist. Die britischen Truppen werden heute im Muatura-Thal halten und morgen Arhanga angreifen. Gegen alle Erwartung leisteten die Iasr.rgenten im Sempagha-Paß, obgleichste sehr starke Stellungen' inne hatten, nur schwachen Widerstand. Da Feuer der britischen Artillerie war sehr wirksam im Stürmen der Verschanzungen und steinernen Brustwerke ' de Feinde. Die Verluste der britischen Truppen waren sehr gring. , Sie so mm e n Heim. London, 30. Okt. Sen. Moleott und Gen. Paina von der amerikanischen LLährungcommisfion reifte nach New Lork. Die Commission hatte nicht den geringsten Erfolg, Ochisfs'achrichten. Angekommen in : NevLork: Saale" von Bremen; Masfilia"' von Marseille; Augusta Victoria" von Hamburg; St. LouiS" von Southampton. Liverpool: Belgenland" von Philadelphia. Cherbourg: Normannia" von Newöork. Marseille: Patria- von NewSork. Genua: Emö" von New Sork. I la kr sied. Aoad'S Sar- " """7 ' W ' saparilla zu gebrauchen. Lei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grlppe, Lungenentzündung, X)tpy teriti oder Fieber. Hood'ö Pillen find von den auöge suchtesten Pflanzen sorgfältigst zube reitet. -' ' ' " "

(Allerlei.

Beim Frisrren hat sich Frau Pool in Plainsield, N. I.. so schwere Verletzungen zugezogen, dak sie wahrscheinlich auf immer erblinden wird. Sie war mit dem Kräuseln einer dicht an ihrem linken Auae be kindlichen Locke beschäftigt, als die Brennscheere ausglrtt und die Mnte des Auges traf. Frau Pool brachte kaltes Wasser an das Auge, waS die schmerzen einigermaßen lmderte, so daß sie noch ihrer Schwester einen Be such abstattete. Dort aber wurden die Schmerzen wieder derart heftige, daß Frau Pool ohnmächtig wurde. Man brachte sie nach Hause und rief einen Arzt. Am nächsten Morgen war auch das rechte Auge afficirt, und die Frau konnte übtthaupt nichts mehr sehen. Die Aerzte hegen wenig Hoffnung, die Augen der bedauernswerthen Frau erhalten zu können. v?x-Assemdiyman Dun. can in Newark. N. I.. ist Besitzer einer Hauskatze, die schon manches Mäuschen gefangen und verzehrte. Im Laufe der Zeit aber ist die Katze und mit ihr sind die Zähne alt geworden, und das arme Thier konnte nicht mehr recht beißen, zumal zwei Backenzähne nuf der rechten Seite hohl geworden waren und der Katze auch noch große Schmerzen bereiteten, so daß ihr gar nichts mehr schmeckte. Herr Duncan sah sich daher genöthigt, die Hilfe des Herrn Dr. John Helmlinger, der sich sonst viel mit Pferdezähnen beschäftigt, in Anspruch zu nehmen, und während Herr Duncan die Katze auf seinem Schooße festhielt, nahm Herr Helmlinger ein Zänglein und zog die beiden alten Zähne auö. Jetzt springt die Katze wieder, trotz ihrer alten Tage, wie eine junge, und svinnt auf dem Knie ihres Herrn zufrieden vor sich hm knurrend. Auf der Höhe der Zeit steht unzweifelhaft ein Spitzbube, der jüngst in Biddeford. Me.. mit großem Erfolg operirt hat. Der Biedermann nahm in dem besten Hotel Wohnung, stellte sich als Agent eines großen New Forker Verlagsgeschäftes vor und ließ sich von einem jungen Manne, den er als Clerk engagirt hatte, in dem Adreßkalender die Namen der wohlhabendsten Bewohner des Ortes bezeichnen. Nachdem er sich die gewünschte Information verschafft hatte, beglich der Fremdling seine Rechnung und reiste ab. Bald darauf wurden in den Häusern der gut siiuirten Biddeforder mysteriöse Diebstähle verübt, und jetzt ist man am Orte nicht mit Unrecht der festen Ueberzeugung, daß der angebliche Verlagsagent ein schlauer Gauner war. der sich vor Verübung von Diebstählm auf daö Genauesie zu informiren verstand, wo seine nächtliche Thätigkeit ck am besten lohnen würde. ES war bisher immer so hübsch, daS schöne Schlagwort von dem starken und schwachenGeschlechte" anzuwenden. Mancher Ehemann frei, lich machte sich dazu so seine geheimen Gedanken. Nunmehr aber sei die Phrase auf den Index aller veraltete Worte gesetzt. ES giebt kein schwaches Geschlecht" mehr, wenn man liest, daß eine - dänische Dame, Frl. Susanne Lindberg, den 1000 Kilometer-Record des Albert Rasmussen auf dem Rade um 2 Stunden 50 Minuten geschlagen hat. Das Fräulein radelte ununterbrachen, ohne Schlaf und Ruhe, und legte die 1000 Kilometer in 64 Stunden 30 Minuten zurück. Eine fonderbare C o l o nie ist in unmittelbarer Nähe von Dermbach (in der Röhn) zu sehen. Auf einer Wiese befindet sich eine etwa 70 Schritt lanae und halb so breite niedrige Einfriedigung aus getheerten Brettern, in der sich mindestens eine Viertelmillion Weinbergsschnecken (Lelii pomatia) auf einige lochen aufhalten, bis sie sich eingedeckelt und somit selbst für die Weiterbeförderung fähig gemacht haben. Man sieht dort Knaben in ihren Mußestunden die Schnierschnecken sammeln und in kleinen Wägelchen, von denen eines 1200 Stück enthält, der großen SchneckenVersammlung zuführen. Die Thiere werden dann nach Frankreich verkaust. i n i n a t r.A a d e n treu lender Badegast wollte sich neulich früh einige Blumen kaufen, fand aber, da 3 Uhr bereits vorüber war. die Blumenbui.'en in der Luisen Straße geschlossen. Da cemerkte er. daß sich in einer der Buden noch ein älterer Herr aufhielt, der anscheinend das gleiche Bedürfniß hatte, wie er. und trat deshalb von hin. ten in die Bude ein. Eöen war er damit beschäftigt, seinen Bedarf an Blumen auszusuchen, als ein Schulmann un ter der Thüre erschien, und der Blumenverkäuferin verkündete, daß sie daS Gebot der Sonntagsruhe überschritten habe, und daß er den Namen und Stand der Herren feststellen müsse. Der Jüngere stellte sich als Oberbürgermeister Nümelin aus Stuttgart vor. Ein sonderbares Gesicht soll aber der Schutzmann gemacht haben, als nunmehr der ältere der beiden Herren sich als: Fürst Hohenlohe, deutschcrNeichskanzler, zu erkennen gab. Natürlich ist man in Baden - Baden sehr gespannt auf den ferneren Verlauf dieser Angelegenheit. Oerlanzt Nkcho's Oest Yairi m mrnl w

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