Indiana Tribüne, Volume 21, Number 34, Indianapolis, Marion County, 23 October 1897 — Page 1

i 00 y(Y O rA rlC O K Af 4A u l v y y w v w w o yy V Offiee : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, Indiana Samstag, den 23. Oktober 18)7. Jahrgang 31, SW 34

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Ich statte hiermit der Suprem Lge St. of lton tzn, den keimten der Schiller Loge o. 40 dahin. m,i nc teilen tank d füt die prompte uZzahlung von $2000.00, der Zerficherungisumm, für welch mein lei, der verstorben, Gatte, Peter Reba, bei diesem Orden versichert war. Lina Rebmann. Großer AlasKen-Dall gegeben von der tMta Iv Ii 1, 0. ö. 1 1 in der COLUMBIA-HALLE. am Donnerstag, 11. SZov'br z7. Eintritt 15c die Person. Benefiz Konzert - für - San:. Srnrlnnann, unter den Auspizien deS Sozialistisch. Sängerbundes, Hittr ?!itnkung i: Indianapolis Liedcrkranz und Harugari Sängerchor, in der Mozart-Halle, am Sonntag, 24. Bktober 1897. Eintritt a Person 15 Centö. Die Ofsice von Dr. H. FINK unb Dr. COLE, befindet sich in No. 34 Ost Ohio Straße. Telephon Ns. 927 wie bisher. Die Walhalla ! - - Deutsche Restauration. Wirthschaft 337 Gst Wnshington Ltrnke. (Männerchor-Halle,) F. H., Steinbart, Besitzer. 853 Massachusetts Ave wohnt der : : Schwoba Schuttes : : Conrad Heetz, bei dem man immer etwas gutes zu trinken und zu rauchen findet. Lunch giebt tl den ganzen Tag. Schuhe und Stiefel Eine große Auövahl in Herbst- und Winter-Fußzeug. Gummistiefel und schuhe für Klein und Groß. Gefütterte Hausschuhe für Frauen 80c Gefütterte Schuhe für Männer...tz1.00 Gefütterte Schuhe für Männer...Z2 00 Gefütterte Tuchftiefel für Männer.. $2 Alle Sorten zu den lilligstcn Preisen bei HSL HQ Uj IB 9 73 Ost Washington Ctr, Jndiaaa Trust Co. Gebäude. Papageien Cuban:r, Süd Amerikaner, Wfha ner zu den billigsten PreiN. Junge Tpottvögel zu $50 quaria'i, Goldfische. KäfigeFutter etc. C. JF. Klepper, eu, ammn Z Vassachu".' ven, pvisch ermont und Mich Stta. fäeorge Ifernnnnn ZVßr? SslCjoOsfJcJtfc, Ossiee : 33 Oüb Delavareftr. CÜZt : 120, VX 124, 128, 123 Ost Vtlpr Z'rlr,,: fll. OrnTazrt.

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Editorielles. Am 1. November wird die Union Pacific. Eisenbahn uter Bedingungen an ein Syndikat verkaust werden, durch welche das Volk der Ver. Staaten um mehr alö 520,000.000 betrogen wird. Obwohl absolut kein Grund vorhanden ist, die Bahn für einen Cent weniger, als die der Regierung schuldige Summe, zu verkaufen, und obwohl der Congreß sich positiv weigerte, einen derartigen Verkauf gutzuheißen, hat es eine von 3. Pierpont Morgan und C P. Huntington kontrollirte MillionärSklique mit der Regierung durch Generalanwalt McKenna arrangirt, daß sie (die MillionärSklique) die einzigen wirklichen Bieter sein werden. Die Union Pacisie Bahn ist bei-

läusig 53 Millionen Dollars der Regierung schuldig. Morgan fc Co. werden die Bahn für 50 Millionen Dollars einkaufen. Aber davon geht die erste Hypothek ab, welche die Regierung besaß, die sie sich aber auö der Hand spielen ließ, so daß sie für ihre 53 Millionen nur 33 bekommt. Da von gehen auch noch nahezu 18 Millionen ab, welche die Compagnie nach und nach abgezahlt hat. Die Ver. Staaten erhalten also nicht mehr viel heraus. Man hat geltend gemacht, daß mehr für den Anspruch der Regierung nicht herauszuschlagen sei. Aber daö ist fraglich. Die eigenen Berichte der Bahn zeigen, daß sie drei Prozent Zinsen auf ein, zum Theil fiktives, Kapital von 120 Millionen Dollar einbringt. Auch beabsichtigt d.SMor-gan-Comite, für 5100,000.000, vierprozentige Bondö auszugeben, sowie für 575,000,000 Priorität- und für $81,000.000 gewöhnliche Aktien, waö einer Kapitalisation von 5130.000 per Meile gleichkommt. . Denn daö ganze Union - PansicBahnsystem, zu welchem außer der Hauptbahn von Council BluffS nach Ogden (1048 41 M ) noch die KansaSAbtheilung von KansaS City nach Denver, die Leavenworth-Zveigbahn von Lawrence nach Leavenworth und die Cheyenne-Abtheilung von Denver nach Cheyenne gehören, umfaßt im Ganzen ISIS 59 Meilen. Man muß annehmen, daß die Bahn eine solche Kapitalisisation tragen kann, sonst würden sich für die Bondö und Aktien keine Abnehmer finden. Dann war daö Concern auch in der Lage, die Regierung boll zu bezahlen. Vor der Vertagung deö Congresseö hatte daö Eisenbahn-Comite einstimmig eine Resolution passirt, worin der Präsident ersucht wird, die Bahn unter der, durch Gesetz von 1887 ihm verliehenen Machtbesugniß zu übernehmen. Gegen die Annahme der Offerte deö Reorganisationö-ComiteS wurde speziell protestirt. Der Senator Thurfton von NebraSka, Seneralanwalt der Union Pacisicbaha, und andere Werkzeuge derselben verhinderten, daß diese Resolution im Senat zur Verhandlung kam. Er hätte nicht wagen können, sie zu verwerfen. So behielt die Regierung freie Hand und anstatt nun die Bahn einzukaufen oder mit dem Einkauf zu drohen, waö Morgan & Co. gezwungen hätte, die Schuld voll zu bezahlen, hat die Regierung eine Abmachung mit Morgan getroffen, wonach er die Bahn für 50 Millionen Dollars haben kann, seneralanwalt ZkcKenna, welcher die Sache manipulirte, ist ein notorisches Werkzeug der Pacisic-Bahnen. Ein Gesetz von 1887 ermächtigt den Präsidenten, durch den SchatzamtSsekretär Regierungseigenthum durch die Löschung früherer Schulden bei ZmangSverkäusen zu schützen, die Bahn anzukaufen und sie zu verwalten, biS der Congreß entscheidet, welche endgiltige Disposition getroffen werden soll. DaS thut man aber nicht. Aus eigene Faust läßt McKinley die Forderung der Regierung verfallen, nachdem er die erwähnte Abmachung mit Morgan & Co. getroffen. Wenn der Congreß zusammentritt, sieht er einer vollendeten Thatsache gegenüber. SS liegt hier ein ganz offenbarer Ranb am Volk vor, aus dessen Kosten man wahrscheinlich Campagne. Schulden bezahlt. Selbstverständlich war nicht zu erwarten, daß die Regierung die Bahn übernehmen und betreiben werde; daS hätte ja nach sozialistischen Anwandlungen gerochen. Allenfalls würde sie dieselbe aber haben verpach-

ten können, wie eS eine Anzabl Staaten und Städte mit ihren Bahnen in diesem Lande thun. Wahrscheinlich hätte eö aber dazu nicht einmal zu

kommen brauchen. Morgan Sc Co. hätten den vollen Preis bezahlt, wenn . sie nur um denselben die Bahn bekom- ! c v ..... an 1? ! Ni inen uuiicn. juuiiu uiun u jjiiuiv" nen Dollars schenkt, eröffnet man die Frage, wieviel davon haben diejenigen bekomm5n, welche diesen Raub möglich machten ! ZllahlliiZlZjricsjleli. Inland. Wetterderiö. Wärmereö, schönes Wetter. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 61 Grad, niedrig? 41 Grad. Der Fall Lütgert. Chicago. 22. Okt. Die Anwälte LütgertS st. Uten heute im Gerichte den Antrag, daß ihr Klient gegen Bürgschaft aus freien Fuß gesetzt werde. Sie glauben $15.000 biö $20.000 Bürgschaft aufbringen zu können. Der Staatöanwalt ist entschlössen den Fall nochmals zur VerHandlung zu bringen. DaS gelbe Fieber. Jackson, Miss., 22. Okt. Der Staat. Gesundheitsrath veröffentlichte heute Abend folgende offizielle Erklärung : Der Rath wurde von einem verdächtigen Fieberfalle in Memphis benachrichtigt, und hat daher Quarantäne über die Stadt verhängt. Von Cayuga wird eine Erkrankung gemeldet. Clinton hat 11 Fälle unter BeHandlung. Edwards hat 4 neue Erkrankungen; Total bis heute 487; Todeöfälle 26; entlassen 346;ReconvaleSzenten 43; unter Behandlung 37; auf dem Lande TodeSfälle4: Totalfälle 55. New Orleans, 2. Okt. Heute Abend um 7 Uhr waren beinahe 50 Erkrankungen und nicht weniger als 5 Todesfälle gemeldet, .darunter der deö Rev. Dr. Purser von der Valence Straßen. Baptistenkirche. Vom Lande kommen Gerüchte von Frost, doch erklärt Capt. Kerkem vom Wetterbureau, daß vor November kein Frost in Louisiana'zu erwarten sei. Mobile, Ala,22. Okt Heute wurden 10 neue Erkrankungen gemeldet. Zwei Todesfälle kamen vor. Totalfälle biö heute 197; Todesfälle 23; Genesen 123; Unter Behandlung 56. Optipa, La., 22. Okt. Der StaatSgesundheitSbeamte SanderS begab sich heute nach Notasulga, Ala., 20 Meilen südlich von hier gelegen, um dort einen verdächtigen Fall zu untersuchen. Er erklärt denselben für gelbeS Fieber. Bay St. LouiS meldet 4 neue Erkrankungen und keine Todesfälle. Baton Rouge, La., eine Erkrankung. S er an ton, Miss., 22. Okt. 12 Fälle für Scranton und 4 für Pesagoula; ein Todessall in Scranton. Montgomery. Ala , 22. Oktober. Dr. GuiteraS war heute in Montgomery, conferirte mit Aerzten und untersuchte vorliegende Fälle. Er stimmt mit der Diagnose der hiesigen Aerzte überein und sagt, die Krankheit sei ohne Zweifel daS gelbe Fieber, aber von sehr milder Art. Er meint, eS sei keine Ursache für eine Panik vorhanden, da die Saison schon zu weit vorgeschritten sei, um der Krankheit Gelegenheit zu geben, viel Schaden zu thun. Heute werden 10 neue Erkrankungen gemeldet. Dieselben vertheilen sich aber über die ganze Stadt und sind nicht auf eine bestimmte Klasse beschränkt. Todeöfälle wurden heute keine gemeldet. Auö Selma wird ein verdächtiger Fall gemeldet und um Untersuchung gebeten. ,, , Politische Bummeltour. Chicago, 22. Okt. Die Vorbereitungen für die Tour der County Demokratie nach New Jork wurden gestern Abend in einer General-Ver-sammlung der Organisation vollendet. Einhundertsünfundzwanzig Mitglieder zeichneten ihre Namen in die Lifte ber Eskorte des Mayor HarrifonS ein, und man erwartet, daß sich am Sonntag in einer anderen Versammlung 100 weitere Theilnehmer melden werden. Die Tour wird in einem auö ö reichge-

schmückten Palastwagen bestehenden Eztrazug gemacht werden und über die ' Lake Shore und N. ö. Central - Bah'r.en gehen. Der Preis für die Rund- ( fahrt beträgt $30. Der Zug geht am

Mittwoch um 11 Ubr von Chicago av und soll 14 Stunden später in New Fork eintreffen. Mayor Harrison wird am Donnerstag Abend im Tamtttrtnti5jftirttnrttn fhrfin. An, tret J j -rmwmw J Itrtrt 9IFinh snN M WstrPr.ts nnA (IM V ap f 9 cago angetreten werden. Militärgerichtliche Untersuch un g. Ch icag o, 22. Okt. Der Gemeine Charles Hammond erschien heute, deutlich die Folgen eine? 14tägigen Arrestes bei Wasser und Brod zeigend, vor einem Militärgericht und machte Mittheilungen über seinen Ungehorsam gegen die Befehle deS Capt. Lovering und über die von diesem ergriffenen drastischen Maßregeln. ES waren außer den Berichterstattern nur wenige Zuhörer anwesend. Er erzählte Folgendes : Am Freitag weigerte ich mich, zur Arbeit zu gehen und wurde auö dem Wachtlokal in eine Zelle beordert. Am Samstag um halb 10 Uhr wurde mir gesagt, daß ich vor einem summarischen Gerichte erscheinen müsse. Ich erklärte dem wachthabenden Offizier, wenn er mich dort haben wolle, müsse er mich hintragen. Capt. Lovering kam mit 2 Mann von der Wache und die Wachen erhielten den Befehl, mich hinauözuschleifen, so daß mein Rücken auf der Thürsqwelle aufschlage. Die Wachen ergriffen mich, warfen mich zu Boden und ich wurde hinauögeschleift. Sergeant Barnard versuchte mich auf die Schwellen niederzudrücken, damit mein Rücken geschunden werde. Ich wurde in'ö Wachtlokal hinausgeschleift. Capt. Lovering hielt seinen Absatz über meinen Kops und drohte, mir in'ö Geficht zu treten. Dann wurde mir gestattet, in meine Zelle zurückzugehen. Capt. Lovering kam in meine Zelle zurück mit 4 Mann und gab den Befehl : Geht hinein und reißt den Mann herauö!" Die Thüre wurde geöffnet und 2 Mann traten sin und warfen mich zu Boden. Capt Lovering trat mit, während ich lag. viermal in die Seite, und alö ich über die Schwelle geschleift wurde, versetzte er mir wieder einen heftigen Tritt an die Schulter. Er drehte mich von der rechten zur linken Seite und gab mir mehrere weitere heftige Fußtritte Dabei fluchte er beständig und gebrauchte die gemeinsten Schimpfnmen. Lovering forderte dann ein Seil und befahl, meine Füße kreuzweiö an den Gelenken zu binden. Ich legte meine Hände unter den Kopf und dann begannen Lovering und die Wachen mich zu schleifen. Er stach mich mit seinem Säbel in die rechte Hand und die Schulter. Ich wurde in daö Wachtlokal und aus die Veranda geschleift, wo sie mich die Steintreppe hinab und über den Weg zogen. Ich wurde dann über Trottoirö und Wege zu der Treppe vor. Compagnie D geschleift, die Treppe hinaufgezerrt, wieder herunter, über daö Trottoir und unter den Thurm zu der Treppe von Compagnie A und schließlich in die Office deö Adjutanten. Oberstlieutenant Bainbridge befahl, da Seil zu lösen, gerade ehe ich vor daö Gericht gerufen wurde. Um Uhr bat ich, in? Hospital gebracht zu werden, vz der Arzt daö Blut von den Säbelstichen abwusch. Am Montag wurde ich vor Capt. Richards beordert und seitdem wurde ich in Einzelhaft bei Brot und Wasser gehalten. Oberst Snyner fragte den Zeugen, warum er seine Barracken in Plattöbürg, N. ö , verlassen und Hammond antwortete : Ich hatte Privatgeschäfte in Chicago und da sich der Generalinspektor in den Barracken befand, so wußte ich, daß mir der Urlaub verweigert werden würde. Ich dachte gar nicht daran, zu desertiren und meldete mich im gort Sheridan, um nicht alö Deserteur betrachtet zu werden. Ich erwartete, eingesperrt zu werden, glaubte aber, ich würde aus meinen Posten zurückgesandt und nach Verurtheilung wieder in Dienst gestellt werden." Die Verhandlungen werden morgen fortgesetzt werden. im OchissS-NachriHten.

Angekommen in : Qneenßtytzns ,I.dianß" von-

-r 1 -.v. ..mm, biviiivvi) ,,VUU' pania" von New Jork nach Liverpool. Genua: Kaiser Wilhelm II" von New Jork.

j P a m o u r g : A r Fürst Bismarck" von New Jork. Glasgow: Hlbernran" von Bo ston. Ausland. Wirbelsturm aus den Philippinen. Madrid, 22. Oktober. Eine auö Leyte, einer der Philippinen-Jnseln, eingetrossene Depeschs enthält die Nachricht, daß fast die ganze Insel durch einen Wirbelsturm verheert worden ist, daß viele Menschen umgekommen sind und daß der Schaden an Eigenthum ein unberechenbarer ist. ' Der Wirbelfturm hat die Ortschaften Tagloban und Hernanion auf der Insel Llyte, sowie auch mehrere Dörser zerstört. Man schätzt die Zahl der Umgekommenen aus 400 Nach späteren Nachrichten auö Manila fand der Wirbelsturm am 12. Okt. statt, und eö wird serner gemeldet, daß die Ortschaften Carigara und Burgo an der östlichen Küste von Leyte dem Erdboden gleich gemacht wurden, und daß eine riesige Welle in daö Innere der Insel drang und mehrere Dörfer zerstörte. In Tagloban haben mehrere tausend Eingeborene daö Leben eingebüßt. Der Wirbelsturm hat auch die Insel Samor heimgesucht. Genauere über die Katastrophe ist noch nicht bekannt. allerlei. Vor40JahrenkaufteW. 13. Cooington in Richmond, Ky., ein zwei, jähriges Maulthier, das er im nächsten Jahre zu allen möglichen Arbeiten zu benutzen begann und welches seitdem unaufhörlich im Joch gewesen ist. DaS Thier ist jetzt noch stark und gesund und trotz seines ungewöhnlich hohen Alters hat seineLeistungsfähigkeit noch nicht nachgelassen. Halbverhungert und auf daö A'eußerste erschöpft traf dieser Tagr eine ganze Trampfamille", der Schweizer John Zahnd mit Frau und 4 Kindern, per pedea apostolorurn in Elizabeth. N. I., ein. Die Aermsten haben all' ihr Geld. $1400, bei Grundeigenthumsschwindel im Staate Washington verloren und find seitdem den ganzen Weg von den Rocky Mountainö zu Fuße marschirt. Der wackere Schweizer weigerte sich, trotz seiner be? drängten Lage, Unterstützungen anzu Nehmen, AlL .Anarchist- wurde in Portland, Qr.. der 74 Jahre alte A. I. Pope verhaftet. Der Mann, welcher von Joseph Pope abstammt,' der im Jahre 1636 in Plymouth landete, sollte al5 Jüngling in die MilitärAcademie zu West Point eintreten, doch war er dazu nicht zu bewegen.weij er das Tödten von Menschen imKriege für ein Verbrechen gegen die Natur hielt. Von seinem Stimmrecht als Bürger hat Pope nie Gebrauch gemacht, und sich um Politik überbaupt nie gekümmert, dagegen Rechtswissen schaft, Medicin und Theologie studu$ und sich auch mit Landbau beschästiqt, Die sechzehnjährige Effi Zisdale von Lorin, Cal., ist in Folge zu eifrigen Studiums übergeschnappt und bildet sich ein, daß ihre Muttcx irrsinnig ist. Nachts verließ sie das Haus ihrer Eltern und kam erst am nächsten Tage zurück. Auf die Frage ihres Vaters nach dn. Grunde sagte sie, daß ihre Mutter irrsinnig sei u. sie Ungst vor ihr gehabt habe. Sie wurdi vor die Jrren-Commissäre. geführt, welche nach der Untersuchung erklär ten. daß Äusliche Pflege und vollkommene Ruhe sie bald wider in's Ge leise bringen würden. j$n der Kunstschule deS Maryland Institute- zu Baltimore wurde vom Präsidenten der Anstatt, Joseph M. Cushing, einem jungen Farbigen, Robert H. Clark mit Nq men, die Aufnahine verweigert, obwohl der. farbige Stadtrath Cargill ihn für eine Vacanz auöersehen hatte, deren Besetzung den stadtischen Behörden zusteht. Der städtische Solicitor Elliott aab späterhin daS Gutachten ab, daß bie Leiter deö Instituts farbige Beroerber aus den Schulen derselben ausschließen könnten. Stadtrath CarHlll wjll die Gerichte anrufen. Im hohen Grad bemerkenswerth ist das Emporblühen der Colonie Fitzgerald, welche vor zwei Jahren von Mitgliedern der Grand Army in Irwin County. Ga., wo Jefserson Davis seiner Zeit den Bundestruppen in die Hände liel. gegründet wurde. Bei der Gründung der (5olonie betrug der gesammte Steueverth im County nur eine Million Dollars und in den letzten beiden Jahren ist derselbe auf drei Millionen se.st!egen. Fitzgerald ist heut die bedeutendste Htadj im County und' demnächst wer den, auch die Counthbehörden ihren 'Sitz von Jrwmville dorthin verlegen.

I E s i st f a t t s a m b'e k a n n t. daß das Fahrrad nicht ausschließlich . Sport- und Vcrgnügungszwecken dient, sondern daß es ein sowohl in der Stadt als auch auf dem flachen Lande weitverbreitetes Verkehrsmittel gewor-

, den ist. In Hinter - Pommern sah man neulich den ersten Schornstemfeaer ai dem Stahlroß, auf der Cbaus. see von Naugard nach Kammin radelte er gemüthlich seme Tour. Im Arbeitsanzug, mit geschwärztem Gesicht, den hohen verbeulten Cylinder auf der Rußkappe, die zusammengelegte Leiter. Besen, Leine und Kugel auf dem Rücken, war der Anblick des praktischen Karninkehrers auf dem blitzblanken Rade ein äußerst drolliaer. Die Tiefe der Schwerzer Seen ist durch eine Anzahl von Lotungen zu geologischen Zwecken kürzli festgestellt worden. Der tiefste See der Alpen, der noch zum Theil auf Schweizer Gebiet liegt, ist der Langensee (Lago Maggiore), dessen größte Tiefe 365 Meter beträgt. Der Genfer See kommt an zweiter Stelle mit 310 Meter. Der dritte ist der Vrienzer See mit 214 Meter, dann folgen der Zuger See mit 198, der Vierwaldstätter See mit 143. der Lac de Joux im Jurage. birge mit 34 Meter und zum Schluß der kleine Laverzer See, dessen Tiefe nur bis höchstens 13 Meter hinabgeht. I n der b e k an n t.e n K o hlendiebstahls - Affaire zum Nachtheile der Firma Mathias Stinnes inMannheim ist die Voruntersuchung immer noch nicht abgeschlossen; es hat sich nachträglich herausgestellt, daß auch die Firma Franz Haniel in ganz ähnlicher Weise bestohlen wurde. In beiden Fällen waren es dieselben KohlenHändler, welche die gestohlenen Kohlen weit unter dem reellen Werthe von diebischen Vorarbeitern kauften. War es bei Stinnes der Vorarbeiter Grün, so führte bei Haniel der Magazinverwalter Schobere die gleichen Manipulation nen aus. Als Letzterer in Erfahrung brachte, daß die Untersuchung in der Stinnes'schen Diebstahls - Asfare auch auf die Firma Haniel ausgedehnt werde. wurde er flüchtig. Er wurde jedoch in Düsseldorf verhaftet und in daö Untersuchungs - Gefängniß zu Mannheim eingeliefert. Gleichfalls verhaftet wurde der frühere Megaziner der Mannheimer Speditionsfirma C. G. Maier. Vertreterin der Central - Aktiengesellschaft für Taueren und Schleppschifffahrt zu Ruhrort. Namens Pfuhl, der. wie die Anderen, in eine der beiden Diebstahls - Affären verwickelt ist. Außer auf die verhafteten Kohlenhändler Lutz. Fuß. Bernauer und Vohwinkel ist die Untersuchung noch auf einen weiteren KohlenHändler ausgedehnt, der beschuldigt ist. ebenfalls einige Waggons gestohlener Kohlen gekauft zu haben. Bis jetzt steht fest, daß weit über 100 Waggons Kohlen lm Zeitraum eines Jahres gestöhlen worden sind. I n dem Dorfe Sant A g a t a bei Militello in Ober-Jtalicn hat sich kürzlich ein furchtbares Drama abgespielt. Der Reisbauer Giusepvc Messina hatte vor einem Jahre die Tochter des Gemeindeältesten geheirathet. Die Ehe war im Anfang s:hr glücklich. Als Messina jedoch Grund zu haben glaubte, an der Treue seiner Frau zu zweifle, kamen täglich Streitereien vor, die nicht selten in Thätlichleiten ausarteten. Die Frau wußts jedoch immer den Zorn ihres Gatten zu besänftigen, und die Ehegatten vcrsöhnten sich nach jedem Streite. Da unternahm Giuseppe eine Reise nach Mailand. Seine Frau schrieb ihm täglich Briefe dorthin, in denen sie ihn bat. doch zurückzukehren, da sie große Sehnsucht nach ihm hätte und sich fürchte, allein zu sein. Giuseppe beschleunigte daher seine Geschäfte und reiste dann, ohne seine Frau vorher zu verständigen, in sein Heimathsdors zurück, er wollte sie mit seiner Ankunft überraschen. Er kam Abends an und wunderte sich nicht wenig, als er seine ganze aus drei Zimmern bestehende Wohnung hell erleuchtet fand. Als er in das erste Zimmer trat, bot sich ihm ein seltsamer Anblick dar, er fand seine Frau in den Armen des Sohnes eines adeligen Gutsbesitzers. Vor Zorn und Eifersucht seiner selbst nicht mächtig. ergriff der betrogene Ehemann ein in der Ecke stehendes Jagdgewehr und schlug mit dem Kolben auf seine Frau ein, bis r- todt zur Erde fiel. Dann wandte sich der Wüthende zu dem jrn gen Mann. Der hatte sich mittlerweile hinter einem Schrank verborgen. Als er der Aufforderung, vorzutreten, nicht nachkam, warf Giuseppe den Schrank UM. In demselben Augenblick gelang es dem Nebenbuhler, die offen stehende Thür zu erreichen und zu entfliehen. Giuseppe eilte ihm nach und feuerte einen Schuß auf ihn ab, der den Flüchtling am Arm verletzte, ohne jedoch seine Flucht aufzuhalten. Darauf ging der Mörder in sein Haus zurück, wechselte seine Kleider und stellte sich dem Carabinieri-Officier seines Dorfes. Salzflu'h't'ritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertheile Hood'ö Sarfaparilla, der große Blutreinige? heilt Qalzfluß. H o o d'ö Pillen wirken Vorzugjlich nach der Mahlzeit und kurire

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