Indiana Tribüne, Volume 21, Number 33, Indianapolis, Marion County, 22 October 1897 — Page 2

Zndiana Trivüne.

Erschein Täglich und Sonntag. Die täglich Tribüne- kostet du?ch den Triger 1 Cent per Woche, die CxmntaaKtrtbfine'J Scxt per Woch.. Beide ,usau'e 15 Cents K? KS Cents per IJftt. Vtx Poft uHerhalb bei .übt jtf$i4t i orauZdciRhlung V pe, Ja,r. Oftui 18 Cab Tttabams LtraAt. "" Indianapolis, Ind., 22. Oktober 1897. TaS schweizensche Referendum. Die schweizerischen Volksrechte, das Referendum und die Initiative, haben Anlaß zu einer Reihe von Publicationen gegeben, deren Zahl sich fortwäh rend mehrt. Die umfassendste, beste Darstellung über die Entstehung den schweizerischen Volksrechte verdanken wir dem Nationalrath Curti (St. Gallen), der im Jahre 1885 sein Buch Die Geschichte der schweizerischen Volks - Gesetzgebung" veröffentlichte. Ueber das schweizerische Referendum hat nun Herr Curti der Pariser Revue politique et perlementaire" eine neue historisch - praktische Abhandlung veröffentlicht. Nach Curti ist das heutige eidgenösfische und kantonale Referendum nur eine moderne Form der althistorischen Landsgemeinde. Der Bevölkerung eines großen Kantons oder gar eines ganzen Landes sei es nicht möglich, zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Orte sich zu versammeln, um das Gesetzgebungs- und Wahlrecht auszuüben. Man habe eingewendet, während in der Landsgemeinde das lebendige Volk sich versammle und sich als Ganzes fühle, werde beim Referendum der Souverän in seine Atome aufgelöst, der papierene Stimmzettel trete an die Stelle des Mannes. Wenn der Bürger lediglich einen beschriebe nen Zettel (Bulletin) in die Urne lege, so mangle bei diesem Verfahren eben die Volksversammlung mit ihrer Würde und ihrem Verantwortlichkeitsgefühl, es mangeln die den Abstimmungen vorausgehenden feurigen Reden und Widersprüche. Gegenüber dieser Einwendung betont Curti. die Referendums - Abstimmungen lassen sich allerdings mit den untev freiem Himmel in Verbindung mit einem imposanten Ceremoniell erfolgendenLandsgemeinden nicht vergleichen. Die Landgemeinden seien bei schönem Wetter großartig; trete aber beispielsweise ein Platzregen ein, so pflegen ganze Volksgruppen den Landsgemeindeplatz zu verlassen und die Geschäfte würden mit einer wenig würdigen Eile abgethan. Dank dem Stimmzettel und dev Urne sei es dem Bürger sehr leicht, die Volksrechte aus. zuüben und nur gering sei der Zeitaufwand, dessen es dazu bedürfe. Daß er über die Abstimmungsvorlagen weniger aufgeklärt werde, könne man nicht behaupten. Die Presse ersetze 'die Discussion, die die Landsgemeinde evmögliche. Zahlreiche größere und kleinere Volksversammlungen, in denen die Vorlagen besprochen werden, gehen den Referendumsabstimmungen voraus. DaL Referendum biete sodann einen bis jetzt viel zu wenig beachteten Vortheil. Ruhe und Würde hätten keineswegs stets an den Landsgemeinden geherrscht. Mehr als eine Landsgemeinde habe untev großemLärm und Wirrwarr geendet. Beim Referendum reiben sick. die Atome des Volkskörpers nicht aneinander. Der Zorn und die Aufregung der Geister, die wichtige Abstimmungen begleiten, kommen in den politischen Zeitungen, in den Plataten und fliegenden Blättern zum Ausdruck. Dev größte Friede herrsche in der Schweiz bei eidgenössischen Volksabstimmungen. Das Reserendum sei daher ein sehr friedliches Instrument für die Behandlung der öffentlichen Angelegenheiten. Einer so inaiestätischen Ruhe erfreuen sich öie LandZgemeinden, überhaupt die persönlichea Versammlungen der Bürger nicht. An den Volksentscheidungen könne die unterlegene Minderheit nicht mehr rütteln: Roma locuta est. Die in Referendums - Abstimmungen angenommenen Gesetze hätten zudem im Volksbewußtsein einen besseren Boden, als die Erlasse der Parlamente. Dev Verfasser untersucht auch die Frage, ob Referendum und Initiative nur für die Schweiz passende Jnstitutionen seien. P!an habe behaupten wollen, in anderen Ländern fänden sich die Voraussetzungen für die Handhabung dieser Volksrechte nicht. Curti hält diese Ansicht nur für theilweise richtig. Der lange Gebrauch dev Freiheit sowie die Volksschulen hätten in der Schweiz die Einführung derVolksrechte allerdings erleichtert, allein in anderen Ländern fänden sich für das Referendum Bedingungen, die in der Eidgenossenschaft fehlen. In einem Bundesstaat wie der Schweiz sei die Anwendung des Referendums schwieriger als in einem Einheitsstaat. Zudem beständen in der Schweiz große Differenzen in Sprache, Religion 'und Nationalität. Die Agitation müsse sich diesen Ungleichheiten anpassen und könne nicht von einem Centralpunkt ausgehen. In einem Einheitsstaat wäre die Einführung deS Referendums günstiger, und in einem großen Lande hätte das Referendum nicht mit beschränkten lokalen Anschauungen zu kämpfen. In einer großen Nation seien die Impulse kräftiger. Im Uebrigen wolle der Verfasse? damit das Referendum in Bundesstaaten oder kleinen Landgebieten nicht tadeln. Man könne sagen, daß in diesen Fällen daS Referendum die Kräfte gruppire und das nationale Band fester knüpfe. Ein Parlament vermöge dem Volke nie das Gefühl der Zusammengehörigkeit T,u geben wie daS Referendum. Die Staatsmänner des Kantons Grau bünden, der aus einem Bund von Gemeinden bestand, hätten daher mit Recht gesagt: DaS Referendum hat aus unS ein Volk gemacht." Aehnlich habe sich im Kanton St. Gallen, der aus historisch und geographisch p ircwifm TbeiltN zusammengesetzt ist, bc Staatsbewußtsein durch die Ge-

Meinschaft der Abstimmungen gebildet. Wie schon gesagt, umfasse die Eidgenossenschaft eine erstaunliche Menge von Gegensätzen, allein es lasse sich nicht leugnen, daß diese Gegensätze durch die Volksrechte geebnet wurden und daß die Referendums - Gesetzgebung die Schweizer gelehrt habe, sich als ein Volk zu fühlen. Wolle man das schweizerische Referendum in anderen Ländern einführen, so müsse man es ihnen anzupassen suchen. Was Frankreich betrifft, so hält Curti dafür, die Einführung des Munizipalreferendums würde die FraNzosen für die Handhabung der Demokratie erziehen und der Bureaukratie Schranken setzen. Vom französischen Nationalreferendum müßten die kleinen Geschäfte, die in der Schweiz den eidgenössischen und, kantonalen Abstimmungen unterbreitet werden, wegen der Ausdehnung des Landes ausgeschlossen werden. Der französischen Nation würde man nur Fragen von großer Tragweite zur Entscheidung vorlegen. Es müßte in der Competenz des Parlaments stehen, zu entscheiden, wann die französische Nation Abstimmungen vorzunehmen hätte. Ebenso sollte der Präsident der Republik eine Volksabstimmung hervorrufen können in den Fällen, wo er mit dem Parlament nicht einig gehe. Ferner könnte man es in Frankreich auf einen Volksentscheid auch dann ankammen lassen, wenn in der Kammer der Majorität eine große Minorität entgegenstände. Ferner lasse sich die Frage aufwerfen, ob das Referendum nicht den Senat als Cliambre haute" ersetzen könnte. - Curti will übrigens dem französischen Volke keinen Rath ertheilen; er habe vielmehr das schweizerische Referendum darstellen und seine mögliche Entwickelung zeigen wollen. Die Völker seien mißtvauisch geworden gegen die Pythia der Repräsentation und suchen ihre Gesetzestafeln nicht mehr in dem Donner des Convents oder eines andern Parlaments. Die Menschen wollen selbst ihre Interessen vertheidigen.

Taö Blutbad in Tjenicak. Der erbitterte Haß. von dem d:c Kroaten gegen die Magyaren beseelt sind, ist, wie der Telegraph kurz gemeldet hat. ' gst in Sjenical zu frlu tigem Aus ) gekommen. Ueber die Vorgänge ... n jetzt nähere Berichte vor. Sjeu.ee; ist kein geschlossenes Dorf, sondern besteht aus einzelnen Häusern, die ziemlich weit vonewander entfernt sind. In der Mitte steh! auf einem Hügel die griechisch-ortho-doxe Kirche. Dorthin brachten mehrere Leute vom Karlstädter Markte die Mär. daß einige fremde Herren nach Sjenicak kommen würden, um die ungarische Fahne an der Kirche auszuhängen; wenn die Fahne 24 Stunden ausgehängt bleibe, so seien die Bewohner zu Grunde gerichtet und müßten Ungarn werden. Diese Mär verbreitete sich mit Blitzesschnelle. Schon denselben Abend konnte man etwa 40 bis 50 Personen bemerken, die in eigenthllmlicher Erregung vor der Kirche sich versammelten, um sie zu bewachen. Drei Tage darauf traf in Sjenicak eine Commission, bestehend aus dem Grundbuchsdirector Cvijanowitsch.dem Bezirksvorsteher Brozowitsch und dem Geometer Djakowitsch. ein, um in Theilungsangelegenheiten zu amtiren. Cvijanowitsch und Brozowitsch wollten dem Pfarrer einen Besuch abstatten, trafen ihn jedoch nicht zu Hause. Da ihnen die Frau des Hauses sagte, daß ihr Wlarto bald kommen müsse, beschlossen beide, ihn zu erwarten. Die Unglücklichen spazirten ahnungslos um die Kirche herum und betrachteten sie von allen Seiten. Das sollte das Verderben der Armen sein. Ahnungslos setzten sie ihren Spaziergang fort und bemerkten nicht, daß sich inzwischen zahlreiche Bauern auf dem Hügel eingefunden hatten und die Herren mit argwöhnischen Blicken verfolgten. Endlich traf der Pfarrer ein und trat mit den Herren in das Pfarrhaus. Inzwischen war die Menge in bedrohe licher Weise angewachsen, und bis in das .Zimmer drang das Murren derselben. Da klärte der Pfarrer die Gäste über die Geschehnisse der jüngsten Tage auf. Brozowitsch nahm die Sache leicht und sagte, daß er ja den Leuten bekannt sei, daß also nichts geschehen könne. Trotzdem rieth der Pfarrer dringend zum schleunigen Verlassen des Ortes. Mittlerweile wurde der Lärm immer ärger und artete in ein förmliches Toben aus. Der Pfarrer und die Gäste verließen die Stube, um in's Freie zu treten. Während ein Theil der Bauern in der Kirche nach ungarischen Fahnen suchte, war später eineMasse Nachzügler nachgeströmt, die nichts davon wußten, das. man schon in der Kirche Nachschau hielt; sie glaubten es mit Leuten zu thun zu haben, die sie an Ungarn auslirfern wollten. Unter Verwünschungen und wilden Drohungen drang die Menge auf Cvijanowitsch und Brozowitsch ein. Vergeblich versuchte letzterer den Leuten klar zu machen, daß sie ibn alle kennten, daß er doch oft genug O, Wie Schmerzhaft. Die Schmerzen, von Nouralgie vcn ursacht, sind zuweilen so enorm daß man beinahe davon verrückt werden könnte. Salvation Oel bescitiat solche Schmerzen sofort und kurirt Neuralaie so rasch daß Niemand mehr auf die Weise zu leiden braucht. Herr Jacob Klein, 1036 Main Str., Evanövillc, Ind., schreibt wie folgt: "Meine Frau litt seit 7 Jahren an Neuralgie aber seitdem sie Salvation Oel gebrauchte, ist sie vollkommen frei davon. Jch bc, Haupte daß es das beste Liniment ist und ich werde eö immer im Hause halten. Ich selbst hatte seit langer Zeit Rheumatismus und gebrauchte viele Linimcnte doch Salvation Oel erwies sich besser als irgend ein anderes Mit, tel und that die besten Dienste." Salvation Oel kostet nur 25 Cents. Zu haben bei: Ins. D. Sauld, 201 Jndiana Ode. I. D. Lryss, Sptriij & sSsrn Ceurt.

in ihrer Mitte geweilt, sie hörten gar nicht auf ihn. Ein Bauer hob seine Hhicke und ließ sie mit furchtbarer Wucht auf das Haupt des Directors Cvijanowitsch niederschmettern, der blutüberströmt bewußtlos zusammenbrach. Brozowitsch wandte sich zur Flucht und rannte den Hügel hinunter. Die entmenschten Bauern fingen ihn ein und trieben ihr Opfer mit Schlägen den Berg hinauf. Cvijanowitsch war inzwischen wieder zu sich gekommen und flüchtete sich in das Pfarrhaus. Der Trupp, der Brozowitsch eingefangen hatte, war inzwischen den Berg hinaufgekommen, und angesichts der Kirche erschlugen sie ihn. Nach vollbrach!h'r That merkten sie. daß Cvijanowitsch ort sei. Sofort machten sie sich aus die Suche, fanden ihn im Pfarrhause, schleppten ihn hinaus und schlugen auch ihn vollends todt. Inzwischen wurde Djakowitsch. der bisher auf den Feldern mit Vermessungsarbeiten beschäftigt war. aufgestöbert. Die Bauern schleppten ihn vor das Pfarrhaus, wo sie so lange mit Haken und Prügeln auf ihn losschlugen, bis er ohnmächtig hinstürzte. Gegen 6 Uhr kam Djakowitsch wieder zu sich, verlangte zu beichten und bat um Wasser. Als im Wirthshause bekannt wuroe, daß Djakowitsch noch lebe, sprang eine Bäuerin auf und schrie: Ich will euch zeigen, daß ich auch eine Heldin bin!" Darauf ergriff sie eine Haue, rannte hinauf und versetzte Djakowitsch. nachdem sie ihn auf abscheuliche Weise besudelt hatte, einen Hieb mit den Worten: Verfluchter Magyaron. du willst mir den Pflug versiegeln, du willst mir das Bett wegnehmen, du bist fett geworden von unserm Schweiße!" Doch av$ der letzte Hieb hatte Djakowitsch noch nicht getobtet. Da biß ihn ein Bauer in's Gesicht Djakowitsch rief: Warum beißest du mich, ich hab dir nur Gutes gethan?" Schließlich gab ihm ein Bauer mit der Mistgabel den Gnadenstoß. Am nächsten Tage war in Karlsstadt bekannt geworden, was in Sjenicak vorgefallen war. Zehn Gendarmen machten sich auf den Weg dahin. Vor der Kirche lagerte eine Bauernwache. Ein Weib bemerkte die Gendarmen und rief plötzlich: Soldaten kommen!" Sie hatte die in lan gen Reihe gehenden Gendarmen für Militär gehalten. Die Leute versteckten sich hinter der Kirche und gaben auf die Gendarmen eine Salve ab, ohne jedoch jemand, zu treffen. Die Gendarmen erwiderten das Feuer, wobei das Weib, das vor der Kirche geblieben war. getödtet wurde. Es folgten noch zwei Salven seitens der Gendarmen, worauf die Bauern nach 2llen Richtungen zerstoben. Gegen Äbend kam Militär auf Wagen in Sjenicak an, fand aber schon alles ru hig. Siebenzig Personen wurden verhaftet, darunter die Haupträdelssuhrer und die unmittelbaren Thäter. Pariser Lebcn. Paris. 4. October. DaS grause Drama, dessen Opfer vor einigen Jahren der Abbe de Broglie war, hat sich heute hier wiederholt: der Caplan Menard von der MedardKirche erhielt am hellen Tage, iU er mit der Wegzehrung sich zu einem Kranken begab, auf der Straße von einem Weibsbilde einen lebensgefährlichen Messerstich in den Rücken. Das Weibsbild entfloh und ist zur Stunde noch nicht entdeckt; aber ihr Name und ihr Lebenslauf sind bekannt; sie heißt Augustine Pepe, stammt aus Nantes, wo ihre Mutter noch lebt. Von den sieben Töchtern dieser unglücklichen Mutter schlug nur eine einzige gut an; sie ist in Paris verheirathet; die übrigen haben sich hier und in der Provinz dem Leben de? Halbweltlerinnen ergeben. Die MörderinAugustine landete" hier vor zwölf Jahren als die Maitresse eines Börsianers, der sie üppig aushielt, ihr dann zeitweilig eine Monatspension aussetzte und sie schließlich verließ . Seitdem sank sie zur gemeinen Sträßenvenus herunter, nannte sich nacheinander Frau Cuzin und Frau Coquard und verfügte, als sie zum letzten Male ihre Wohnung wegen un bezahlten Miethzinses wechseln' mußte, nur mehr über eine Hutschachtel. Bei allem Elend aber scheint ihr das religiöse Bedürfniß treu geblieben zu sein; sie ging jeden Tag zur Messe. Indessen war es leider nicht der heilige Antonius, den sie in der Medard-Kirche verehrte, sondern der Caplan, der Abbe Menard. der so sanft predigte und so klagend sang"; seine Stimme hatte ihrs angethan und bald auch seine Person; und eines Tages denn sandte sie ihm einen Brief zu. Schon lange hatte sie reichen jungen Leuten und Ehemännern gegenüber ein ErPressungssystem betrieben, das sie mehrere Male auf die, Polizeiprä'fektur führte. Obgleich nun Anfangs bei irer Verehrung für den Abbe Geldrücksichten ihr fern gelegen haben mochten, so sagte ihr doch jedenfalls eine innere Stimme, daß, wenn der Geistliche sich einmal mit ihr eingelassen, er ihr schon seine Börse zur Verfügung stellen würde; mit dieser doppelten Absicht suchte sie also persönliche Verbindüngen mit ihm anzuknüpfen. Als ihre Hauswirthin sie wegen ihrer auffälligen Kirchengängern zur Rede stellte, erklärte sie offen, es geschehe das des Abbes wegen: dort ist ein so arti-.

ger Vicar. der so gut predigt und eine so süße und wehmüthige Stimme hat. wenn er singt, daß ich nie die Kirche verlasse, ohne im Tiefsten aufgeregt zu sein". Der Abbe aber zerriß ihren Brief, ohne ihn zu lesen, gewarnt eben durch den Mord des Abbe de Broglie vor allen hysterischen Frauenzimmern. Dann versuchte sie es, sich ihm im Beichtstuhl zu nähern, ebenfalls vergeblich; der Geistliche wies ste an einen andern Beichtvater. Darob'ergrimmte denn Augustine und beschloß, sich ihm überall in den Weg zu stellen und ihn mit ihren Liebes- und Bettel briefen mürbe zu machen. Es finden sich in diesen Briefen wunderliche Stellen. Es ist Frühling", so heißt es in einem der ersten, ..alleZ erwacht

in der ?)!atur; wollen Sie allein ewig aeaen die Klagen einer armen Sünde-

rin taub bleiben?" Ueber diesen Her-. zenserguß hatte sie einen Pierrot ge-1 zeichnet. Im nächsten Brief eröffnete sie ihm. daß dank seiner Predigt endv... jcri rn r "tr.i. lich der liebe Herrgott sich aus sie herabgelassen, und bat ihn um Geld, um ihre Seele zu retten und ihren 5iörper zu bewahren". Bald schlug sie den Ton der Eifersucht an: Beim Gottesdienste schauen Sie mit Vorliebe die jungen Damen an, die sich absichtlich in Ihre Nähe stellen, aber für mich haben Sie keinen Blick des Mitleids. Wehe!" Auf die Eifersucht folgten Drohungen: Nehmen Sie sich in acht; es genügt nicht die Jungfrau Maria zu lieben, um sich der Liebesschuld gegenüber einer Frau zu entledigen." Sie schien schließlich sogar glauben zu sollen, daß dem Abbe ihrer spotte, und verdachte es dessen Vater der beim Abbe wohnte , weil er sich die Stiefel auf ihrem Steig abputzte; sie hielt sich für die Unglücklichste aller Liebenden in Gott" und stellte ihm schließlich den Tod in Aussicht. Schicken Sie mir nur i00 Francs oder ich springe heute Abend in's Wasser, aber vorher werde ich Sie tödten." Diese ihre Schreiben unterzeichnete sie in mannigfachster Weise. Angelina, Augustine, Frau C., Frau Cocqard; Liebhaberin der Tugend", in Thränen aufgelöste Magdalene". Der Abbe pflegte diese Briefe zu zerstören, nicht aber ohne sie vorher den übrigen Geistlichen vorgelesen zu haben. damit auch sie gegen das Weib auf der Hut seien; nur versäumte er dabei, den einzig richtigen Weg einzuschlagen und die Polizei von den ErPressungsversuchen in Kenntniß zu setzen. Heute nun, als er einer Sterfanden die Wegzehrung überbrachte und dabei, wie es Vorschrift ist, in sich gekehrt einherwandelte, nahte sie sich ihm.und zwar mit einem rothbefederten Hute auf dem Kopfe; sie ließ ihn an sich vorbeigehen, sah ihn haßerfüllt an, stieß ihm dann ein langes Küchenmesser in den Rücken und entfloh. Der Abbe fühlte sich getroffen, setzte aber voller Pflichtgefühl seinen Weg fort, nachdem er einem Lumpensammler, welcher der Scene beigewohnt, zugeru fen, die Unglückliche verhaften zu las sen. Aber bald sah er sich zur Umkehr aenöthigt. doch weigerte er sich, zu Hause angelangt, sich niederzulegen, bis ein anderer Geistlicher die Ueberbringung der Wegzehrung Lbernommen. Dies dauerte eine halbe Stunde ; als sein Ersatzbruder anlangte, bemerkte er zu diesem: Eine Verrückte hat mir einen Messerstich versetzt, als ich einer Sterbenden das heilige Abendmahl überbrachte; ich glaube. die Waffe ,st rn der Wunde stecken ge blieben." Und darauf zog er sich selbst das Messer heraus, eine Klinge von 13 Centlmeter Lange; em dicker Blut ström entquoll sofort der Wunde. Ha ben wir hier nicht einen modernen Epaminondas in geistlicher Tracht vor uns! Jedenfalls verrieth kaum gro ßern Muth der "classische Epaminon das, der bekanntlich' das Schwert erst aus der Wunde zog, als er vernommen, daß seine Thebaner gesiegt. Glücklicherweise hat annoch der Abbe das Schicksal des Griechen nicht getheilt, er lebt noch, wenn auch der gefährliche Stich eine Resection der ver letzten Eingeweide nöthig macht. Von der Mörderin aber fehlt noch jede Spur. Legt man sich nun diese grause Geschichte mit etwas Phantasie zurecht, so hat man einen Stoff, dessen sich die Gehelmmsse von Paris kaum ruh men können. JukerrüveuCultur. Die Chemiker des Ackerbau - Depar tements in Washington haben zur Zeit alle Hände voll zu thun mit der Ana lyse von vielen Hunderten von Zucker rüben, welche von Farmern aus allen Theilen des Landes als Proben ihrer Ernten eingesandt worden sind. Das Ergebnik einer jeden Analyse wird dem betreffenden Farmer brieflich zur Kenntniß gebracht werden und das Gesammtresultat. aus welchem sich ein übersichtlichesBild über den gegenwar tiaen Stand der Zuckerrüben - Cultur in den Vereinigten Staaten gewinnen läßt, gedenkt der Secretär in einem umfassenden Bericht zur allgemeinen Kenntniß zu bringen. Im verflossenen Frühjahr gelangten seitens des Departements Päckchen mit Rllbensamen. der von der American Beet Sugar Association" geliefert war, an 10.000 Farmer zur Vertheilung und von den landwirthschaftlichenVersuchsstationen der verschiedenen Staaten wurden noch weitere 5000 Samerproben vertheilt. Jeder Probe war eine ausführliche Anweisung hinsichtlich der Bearbeitung des Bodens für die Rü bencultur. Behandlung der Pflanze. Erntezeit u. f. w. beigegeben, so daß intelligente Farmer von den Proben mit Nutzen Gebrauch machen konnten. Von ihren Ernten sollten dieLandleute Proben an' das Ackerbau Departement senden. Nach den bis jetzt vorgenommenen Analysen haben die Rüden aus der sogenannten Rübenzone den größten Zuckergehalt ergeben. Diese Zone wurde im Jahre 1889 von Professor Wiley nach Boden- und Klima - Verhältnissen ermittelt. Die Linie, welche, nach Prof. Wiley. theoretisch sich durch die Mitte der für den Rübenbau am besten geeigneten Landstriche hinzieht, beginnt bei der Stadt New Fork und zieht sich am Hudson bis Albany hin; dort wendet sie sich westwärts bis Syracuse, um weites in südlicher Richtung bis zum Eriesee zu laufen. Bei Sandusky wendet sich die Linie gen Nordwesten und erreicht bei Lanstnd ihren nördlichsten Punkt im Staate Michigan. Von dort erreicht die Linie in südwestlicher Richtung den Staat Jndiana bei South Vend, geht durch Michigan City und weiter u nordwestlicher Richtung durch Chicago sowie Madison. um bei St. Paul den nördlichsten Punkt in Minnesota zu j erreichen. ?ln südwestlicher Ricbtun, I

v.on hier get die Linie, bis Süd - I

kota. Wender sich in Diesem Staate wieder gen Nordwesten und überschreitet unter dem 45. Breitengrade den Mis-

souri. Nunmehr schlägt die Linie aberi , r::i.:i- rniü - . c. mal eine uuim;c iaiuung ein uuo folgt dem 101. Längengrade durch den Staat Nebraska, um weiter in südwestlicher Richtung sich durch Colorado bis Pueblo hinzuziehen. Von dort geht sie gen Südosten durch New Mexico, wendet sich wieder nach Westen und erstreckt sich schließlich im Zickzack durch Californien. Oregon und Wa shington. Etwa 100 Meilen zu beiden Seiten dieser Linie bilden nun die sogenannte Rllbenzucker-Zone. Nach den bisher eingegangenen und analystrten Proben sind in den 21 Staaten, durch welche sich diese Zone erstreckt, in New Jork und New Jersey die besten Rüben geerntet wordea. In dem erstgenannten Staat hatten die Rüben nicht blos die Normalgröße, sondern auch einen hohen Zuckergehalt; dasselbe galt von den Rüben aus New Jersey, doch entsprachen manche Proben aus diesem Staate nicht den Er Wartungen hinsichtlich der Größe. Nüben von weniger als 10 Unzen Gewicht lohnen überhaupt nicht, am wünschens werthesten sind solche von 20 Unzen. Der Theorie nach eignet sich Colorado am besten für die Zuckerrüben-Cultur, doch sind alle Proben, welche bis jetzt von dort dem Ackerbau-Devartemer.t zugegangen sind, von einer geringen Qualität. Sie sind nicht blos klein, sondern haben auch einen geringen Zuckergehalt. Dies wird von den Sachverständiaen auf zu starke Bewässerung zurückgeführt, welche durchaus zu dermeiden ist. Vom Anlande. Aus $34.20 pro Acre stellte sich in diesem Jahre der Ertrag deö Landes, das Alfred Coolidge in Colfax, Wash., mit Weizen bestellt hatte. Während der drei letzten Jahre hatte er vergeblich versucht, dieses Land zum Preise von $10 pro Acre zu verkaufen. 44.000 Kisten Lachs sind dieser Tage an Bord der britischen Bark Mennock" von Port Townsend nach Liverpool gesandt worden. Es ist dies die größte Sendung von.Fischconserven, die jemals vom Puget Sund in's Ausland gegangen ist. Uebermäßiges Cigarettenrauchen hat dem 22 Jahre alten Wm. G. Stillwell in Brooklyn, N. F., den Tod gebracht. Unaufhörlich qualmte der junge Mann-Sarg-nägel", bis er einen Herzschlag bekam, der seinem Leben ein Ende machte. Zweimal Früchte getragen, aber nur einmal geblüht hat während des verflossenen Sommers ein Pfirsichbaum in Denison, Ter. Die zweiten Früchte waren von vorzüglicher Qualität, doch nicht so groß wie die ersten, auch hatten ihre Steine keine Kerne. Einige TabakSpflanzer in Lancaster. Pa., besprengten ihre diesjährige Ernte mit einer Säure, wahrscheinlich Salpetersäure, um den Blättern das Ansehen von SumatraTabak zu verleihen. Jetzt bedauern sie. es gethan zu haben, denn die Säure war zu stark und anstatt lichtgelber Flecke entstanden Löcher. Einen Boycott eigener Art haben die meisten Bewohner von Jrwinton. Ga., über den dortigen republikanischen Postmeister verhängt. Um des MannesEinnahmen zu schmälern, kaufen sie am Orte selbst keine Briefmarken, auch übergeben sie ihre Briefe den Eisenbahnzügen direct zur Beförderung JnernemamulantenProcetz hat das Common Pleas-Gericht zu Baltimore entschieden, daß der Bruch eines Eheversprechens durch einen Plattfuß nicht gerechtfertigt werden könne. Eine Klage war von Fräulein Carrie Schapiro aus Riehmond, Va., gegen den Kaufmann Nathan Rosen in Baltimore angestrengt und die Summe von $5000 als Schadenersatz verlangt worden, weil dieser seine Verlobung mit ihr aufgehoben hatte. Der Verklagte behauptete, erst nach der Verlobung, die unangenehme Entdeckung gemacht zu haben, daß seine Braut mit einem Plattfuß be haftet sei, und aus Furcht, daß 'dieses Uebel sich auf die in der Ehe zu erwartenden Kinder vererben würde, hätte er das Verhältniß gelöst. Nach ...... !l r i rt.fi ... rv. cwici uu uiuujanicn Hwii,cyensauen reichen Verhandlung, in der verschie rv i i m zL ...... 1 ' oene Piallsuy . verständige" vernommen wurden und die schöne Carrie ucy producuen mußte, wurden derLetz teren $1775 als Schadenersatz zuge sprochen. Ein Findling" von25 Iahren ist der New Yorker Polizei neulich ! fc! m . . r jr. 1 at rv, . ui uic uve gelegnen. w icnoiviV.... Vt Ort tn uuuiu icißi oyn ioucyer, iii ein oero knochiger, etwa 25 Jahre alterBauern lümmel. von wirklich brutaler Ges'ind heit strotzend, und nebstbei über die Maßen schmutzig und abgerissen. Ob wohl in Amerika geboren, ist der Bur sche ein Analphabet vom reinsten Was ser, trotzdem er eine schmierige Bibel bei sich hatte, die ihm vor elf Jahren die American Female Guardian Society for the Friendleß" in die Tasche geschoben hatte. Weiter wurde an dem dämlichen Burschen eine Packetanhängeadresse vorgefunden mit der humoristischen Legende: Dieses Subjekt ist nach New Fork bestimmt, um dort an der 'Wahl theilzunehmen. B. & O. S. W. and C. N. R. of N. I. ' Achtet, daß er den richtigen Zug erwischt! Verstand ein bischen afficirt. Mit Vorsicht zu handhaben!" Auf der an-der-',n Seite der Karte steht: Missouri Pacific R. R. Co. Material. Schnell durch!" Als da.s Unglllckswurm in Jersey City ankam, stand e. da wie der Ochs am Berge. Im Wartesaal wollte man den Dreckfink nicht . haben, und da aus ihm nicht mehr heraus zu bringen war. als daß erin Dover, Missouri, gelebt und. Korn gepflanzt habe, in Kingston geboren sei und von seinem Bruder in einen Eisenbahnwagen gescköben wurde, gab man ihm einen Mentor mit. der ihn nach New York

fociße.

Sie haben

Unbcrdaulichkcit. Sie können Verstopfung

und aNe Arten von Magenleiden, Biliösität, Appetitlcsiglelt, Schwindel, Kopfschmerzen, Abgespanntheit. Man habe -0 Dr. August Wuig's Hamburger Tropstn tzan Hand, nehme sie ein und Cie werden keine weitere Unannehmlichkeiten haben

Vom Auslande. Dieser Tage brannte in dem mecklenburgischen Dorfe Lockwisch das Kruggehöft nieder. Als das Feuer aufging und immer mehr an Ausdehnung gewann, ward ein reitender Bote nach dem benachbarten Orte Palingen abgesandt. Der Bote kehrte zurück mit dem Bescheid, daß dort eine Tanzmusik sei und die Einwohner einfach erklärt hatten: Hüt is Danzmusik, hüt fort wie nich, lat man brennen." Nernini parcetur! So heißt's im Gaudeamus und das scheint auch die Devise der Radler in der Musenstadt Straßburg zu sein. Sie haben zunächst den Statthalter, einen Minister, einen höheren Polizeibeamten anbezw. umgeradelt, dann kam ein Schutzmann an die Reihe und jetzt haben sie sich aufs geistige Gebiet begeben. Dieser Tage wurde der Rector der Universität. Prof. Windelband, von einem Radler umgefahren. Der Rector erlitt dabei mehrere Verletzungen. die jedoch nicht schwer sind. Wen mögen die Straßburger Radler jetzt als nächstes Opfer ersehen haben? Seit einiger Zeit machte sich in Metz ein Herr bemerkbar, der häufig in Wirthschaften mit weiblicher Bedienung verkehrte, sehr viel Geld ausgab und sich in den letzten Tagen mit einer Kellnerin verlobte. Der Polizeianzeiger" brachte Aufschluß über seine Persönlichkeit und der Herr Baron" wurde verhaftet. Er ist ein Inspektor Carl von Willich aus AbKarten. Kreis Friedland, der wegen Unterschlagungen von ca. 1650 M. verfolgt wird. Er muß aber viel größere Summen angegriffen haben, denn man fand noch 3000 Mark bei ihm; 5000 Mark unterschlagen zu haben, hat er bereits zugestanden. Nach la naern F o t s ch u gen in Patagonien und dem Feucrlanr die er theils als Mnalied der schwedi schen Feuerland - Expedition, theils selbstständig unternahm, ist dieser Tage der Schwede V. Düsen nach Gothen bürg zurückgekehrt. Dus6n, der vor mehreren Jahren das Kamerungebiet botanisch erforschte, bereiste Hauptsach lich die Westküste von Patagonien, die sich durch eine reiche subtropische Vege tation auszeichnet. Er fand dort ge waltige. mannshohe Hügel von Moo sen, in denen er bis an die Schultern nsank. Von dort bringt er reiche bo tanische Sammlungen, ferner geolog: sche und zoologische Sammlungen mit. Im letzten Abschnitt semer For schungsreise ging Dus6n von der chil: Nischen Westküste aus quer durch die Pampas bis zum Atlantischen Ocean. Endlich betheiligte er sich eine Zeit lang auch an einer von der chilenischen Re aieruna ausgerüsteten Expedition, der Comission Ezploradora bei Rio Aysen, .die aus Deutschen und Dänen bestand. Ein im Quartier Latin ' von Paris bekannter Dichter der neue sten Schule, Ren6 Leclerc, dessen Name , durch die Zeitschriften La Plume' I .L'Hermine" und Mercur: de France einige Zueroreitung gesunoen yane. 9 JV S I PL I I wurde rn der Kammer, die er in emer bescheidenen Herberge bewohnte, todt aufgefunden. Um nicht Hungers zu sterben, hatte er Cyankall emgenom men. Leclerc war der Sohn eines Steuereinnehmers in der Provinz, der seine Lebensweise nicht billigte und ihm alle Mittel zum Lebensunterhalte verweigerte. Von dem mageren Hono rar, das seine Dichtungen Leclerc eintrugen, konnte der iunqe Mann nicht leben und noch weniger, was sein he: ßer Wunsch war, seine Gedichte drucken lassen. Er hatte sich an einen reichen Onkel mit der Bitte um Unterstützung gewendet, aber einen abschlägigen Be scheid erhalten. Als Leclerc schon todt auf seinem Bette liefen mochte, schob die Hausbesorgerin, einen Brief unter seine Thüre. Dieser, der dann von den Freunden des Verblichenen geöffnet wurde, enthielt eine Geldanweisung, die die Mu.ter ihrem Sohne zur Bestreitung des Druckes seiner Gedichte gesandt hatte. Ein curioseö Liebespaar lebt" in Catania. Er war Wächter des Gesetzes, guardia di pubblica sicurezza, hatte aber eine solche Vorliebe für das Ungesetzliche, daß er eines Tages seiner Braut vorschlug, sie möge mit ihm entfliehen, und als sie sich dessen weigerte, zwei Revolverschüsse auf sie abfeuerte. Hierauf wandte er die Waffe gegen sich und verwundete sich am Kinn; verhaftet und in's Gefängniß gebracht, suchte der abenteuerliche Schutzmann seinem Leben durch Erhängen ein Ende zu machen. Es. gelang ihm aber nicht, und dieser Tage mußte er vor dem Schwurgericht erscheinen, um seine Missethaten zu sühnen. Die Geschworenen fanden jedoch mit Hilfe eines geschickten Advokaten heraus, daß de, Mann nicht zurechnungsfähig sei und daher für seine Handlungen nicht ver, antwortlich gemacht werden könne, und sprachen ihn frei. Ueber diesen Ausgang freute sich niemand mehr als die seinerzeit von ihm geschossene Braut, die jetzt auf der Stelle bereit ist, ihn zu heirathen ob aus Liebe, aus Furcht, aus Mitleid oder Bewunderung, wer kanns wissen?

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Eisenbahn-Tabelle

Ankunft und Wgang der verschiedenen Eise- $ bahnzüge Im Union Depot, JndianavoliL. Vaudalia. Abgang Postzug. .. : 7N) b Cxxretz h m Expreß 12 0 9im Akkomodation 7 20 Vm Exxreß 4 00Nm Erpreß I Vm Ankunft Expreß - 5 40 3?rn Expreß 4 45NM Accomodatton 10 00 Srn Expreß 2 35Nm Schnellzug 7 15 Vm Accomadatien 120 92m Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. LouiS. Indianapolis und Cleveland Division. Abgang Expreß - 4 15 8?a Expreß 6 35Vm Expreß 8 30Vm Limited Expreß II 15 Vm Expreß . . 6 25Nm Ankunft Expreß 3 10 Nr Expreß 1130 V Limited Expreß 8 45 Ab Expreß 6 00 31m Erpreß 10 50 Km St, LouiS Diviston Abgang Expreß 7 30 35m Limited Erpreß 11 45 rn Expreß 1120Nm Expreß, täglich 3K0 Nrn Ankunft Expreß täglich 4 05m Expreß 10 30 35m Limited Expreß 5 30 Nrn Expreß 610 Vm Thicago und Cincinnati Division Sftlich. Abgang Schnellzug 3 45 25m Accomodation täglich 6 30 Vm Accomo'oation 10 50 Vm Postzug 2 45 Nm Accomsd. (nur Sonntagö). Accomodation 5 30 Am Ankunft-Nushville Accomodation. Postzug 11 40 V Jnd'plS Acc. (nur Sonnt,). Accomodation 11 15 Vm Accomodation 6 40 Ab Schnellzug 11 05 Nrn Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 7 10 Vm Schnell.Post 11 45 Vm Lasayette Accomadation 5 15 Nrn Schnellzug 12 30 8m Ankunft Schnellzug 3 30Vm Lasayette Accomodation ... 10 30 Vm Schnellpost 2 35 Nrn Accomodation 5 45 Nm Peoria Diviston westlich. Abgang Expreß 7 25 Vm Expreß 11 15 Nm Danville Accomodation. ... 4 35 Nrn Expreß 11 45 Vm Ankunft Expreß 8 3) Vm Danville Accomsdatwn. . . . 10 20 Vrn Expreß 2 42 Nrn Expreß 616 Nrn Peoria Diviston östlich. Abgana Expreß 6 23 8m Accomodation Expreß 8 25 Nrn Ankunft Expreß 11 35 Vrn Accomodation Ewreß 9 VON Lake Srie und Western. Abgang Expreß :. 700 8m Expreß 1 20 Km Expreß 700 3h Schnell'Expreß Ankunft SchnellExpreß Expreß 10 20 V Expreß 2403cm Expreß 6oONm Pittöburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. JndiantliL Division. Abgang Expreß 5 00 Nm Columbus Accomodation. . L 30 Vrn Expreß 6 50 25m Richmond Accomodation... 1 30 Nm Expreß 7 20 Ab Ankunft Richmond Accomodation 9 00 Vm Schnellzug 8 00Vm Expreß 12 30 3cm Accomodation 3 15 Nm Expreß 6 50 3cm Expreß 10 15 Nm Chicago Diviston via Kokon. Abgang Expreß 11 35 Vm Expreß 12 35 Nm Ankunft Expreß 8 Vm Expreß 3 203! Louiöville Division. Abgang Expreß 3 40 Vm LouiSoille Accomodation.. . 8 1) Vm Schnellzug 3 25Nm Accomodation 4 0) Nm Ankunft Accomodation 10 16 8m Schnellzug 1133 8m Accomodation 6 50 Nrn Speziell täglich 12 25 Nm Cincinnati, Hamilto und JndianapoliS. Abgang Expreß 3 40 Vm Cmcmnat, Accomodotisn . . 10 45 Vm Expreß 7 05 Ab Expreß 4 45 Nm Erpreß 2 45 Nrn Ankunft Accoulodation. 11 55 Vm Expreß 12 45 Vm Expreß 7 50 Nm Expreß 10 20 3cm Erpreß 6 50 25 Indianapolis und VinrenneS. Abgang Expreß 815 8m Vmcennes Accomodatu, .. 4 00 3cm Ankunft Vincennes Accomodat onlO 40 8m Expreß.- 4 53m Cincinnati, Wabash und Michigan Abgang Expreß .'. 6 85 8m Expreß 11 15 8m Expreß 4 50 3cm Ankunft Expreß v258m Expreß 3 l',Nm Expreß 8 453cm Indianapolis, Decatur und Weßer. Abgang Expreß 815 8m Accomodation 3 45 Nrn Schnell'Expreß 11 ION Vnkunft Schnell'Expreß 3 35 Vrn Accomodation 10 40 Vrn Expreß 4 40 25 LouiSoille, New Albany und Chicago. Abgang Expreß 12 55 V expreß 3 35 3cm Monon Accomodation Ankunft Expreß 3 80 25m Monon Accomodation Expreß 7 45 Na The Twentleth Century, ine auSaezeichnete Wochenschrift, welch ortschrittlich efinnten Lesern sehr zu empfed en ift. In der Tendenz ,v smialiAlch. xrden doch andere fortschrittlich Zevrien varin unvarteiisch besttochen. Van bestelle drrekt bei der n uinooiüt pdUsklQk7 Co is er t: , !

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