Indiana Tribüne, Volume 21, Number 30, Indianapolis, Marion County, 19 October 1897 — Page 1
x o xTS 7 SS AS - 00 fVO o Kr oc l5 MI I I "V I ' 1 - 1 I I I 1 I u l IVo v o w v w X y x o Office : No. 18 Süd Alabama St.cafze. Telephon 1171. Indianapolis, Zndiana Dienstag, den 19. Oktober 189? Jahrgang 31, ZlOi 30
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Lditorielles.
Mit einer Hartnäck gkeit, welche einer besseren Sache würdig wäre, beHäupten die Silberorgane, der Sieg bei der letzten Wahl in Indianapolis sei den Silberleuten zuzuschreiben, oder vielmehr dem Silber-Jssue." Warum den Leuten Sand in die Augen streuen? Die Silbersrage hat bei der letzten Stadtwahl gar keine Rolle gespielt und daS war ein Glück für die Demokraten. Im vorigen Jahre, als die Silberfrage den Ausschlag gab, siegten die Republikaner mit rund 6000 Majorität. So hätte eS wieder kommen können, wenn die Wähler der Silberfrage Beachtung geschenkt hätten. Außerdem ist ,u b-k-nn. dak aart vor zwei Jahren mit nabe,u derselben Majorität gewählt wurde, als diesmal und vor zwei Jahren dachte Niemand an die Silberfrage. Daö Resultat der Wahl war ein Protest gegen die Muckerei, sonst nichts. Wie kürzlich daS Kabel meldete, hielt der ehemalige Handelsminister UM, v. Berlepsch bei dem Congreß I . ... I deS Vereins für Sozialpolitik in Köln eine bemerkenswerthe Rede, in welcher er den Emanzipationskampf de vierten Standes als berechtigt erklärte, Die Rede rief in conservativen Kreisen wahres Ents.tzen hervor. An dem erwähnten Congreß nahmen viele Univerfitätsaröben. Gebeimrätbe und anoere Räthe Theil. Lautlose Stille", schreibt die Kölnische Zeitung", herrschte, alS sich schon in vorgerückter Stunde StaatSminister v. Berlepsch erhob und folgende Worte sprach : Er habe stets ein außerordentlich hoheö Interesse an den Arbeiten und Zielen deö Vereins genommen, namentlich deshalb, weil keinen Verein gebe, der die schwebenden Fragen der Zeit in ihren Ein,elheiten so gewissenhaft durchleuchtet habe, wie der Verein für Sozialpolitik. Wenn der Verein und die nationalökonomische Wissenschaft in der letzten Zeit vielfa angegriffen worden seien, so liege daö daran, daß man häufig nicht so sehr die objektive Wahrheit klargelegt haben wolle, alö den Beweis für eine vorgefaßte Meinung suche. Die heutigen sozialen Kämpfe seien keine neue Erscheinung in der Geschichte, auch frühere Jahrhunderte hätten ähnliche Kämpfe gesehen. Der Auögang de vorigen Jahrhundert habe den Eman1 nvationökamvs de 3. Stande at bracht, in dem Auögang dieses JahrHunderts handle eS sich um den Emanzipationikampf deS 4. Standes. Man müsse anerkennen, daß dieser Kamps der eineS neu heranwachsenden Standeö sei, der dieselben geistigen und materiellen Vortheile beanspruche, wie die Stände sie besäßen, die dies.n At.C (...( V .9X . w Ci t VUU(f utitup vuiuyyciuuii pulten und dieses Bestreben sei ein gkrechteS, im Interesse eines gesunden FortschrittS sogar nothwendige?, und ihm wende sich daher unsere Theilnahme mit vollem Rechte zu. Er fühle sich frei von allen sozialdemokratischen Gesanken, soweit sie sich gegen die Grundlag unserer heutigen Kultur richte , si,ffx:x. fcW , fest, als daß er glauben könne, daß eint V M y m w v w 9W j y w V M 0 1 I Gefahr für unsere geistigen und sitt -
lichen Errungenschaften, die die Jahr
Hunderte überliefert hätte, bestehe. Aber wenn man mit dem nebelhaften Programm der Sozialdemokratie zugleich die Berechtigung deö Kampfes um in htttfTf l?r,stkn,. . W h & W k 1 .T I1" ii w UM Theilnahme an diesen geistigen und sittlichen Errungenschaften ver werfen wolle, so wäre daS ein großer verhängnißvoller Irrthum. Vielmehr müsse man sich auf den Standpunkt stellen, daß die gebildeten und besitzenden Klassen daS Emporkommen eineö 4. Stande? zu dulden und zu fördern haben. Er schließe in der Hoffnung, daß unsere arbeitende Bevölkerung sich immer mehr der Erkenntniß zuwenden werde, daß der Verein und seine Freunde der Arbeiter wahres Wohl im Auge habe und in diesem Sinne trinke er auf daS Wohl deö 4. Standes. Die Versammlung stimmte lebhast in da ausgebrachte Hoch ein." Wir glauben? gerne, daß in ganz Deutschland alle conservativen Seelen vor Entlüstung erbeben, wenn ein Staatsminister ein Hoch auf die Arbeiter ausbringt und eine noble Versammlung lebhaft in dasselbe einstimmt. Die Hamburger Nachrichten", daö Organ BiSmarcks, geriethen ganz und gar auS dem Hauöchen und schrieben darauf : Hätte eö für unS noch eineS 0?rundeS bedurft, um auf die Entlassung des Herrn v. Berlepsch auS dem Ministerium mit Genugthuung zurückzublicken, so wurde er durch viele Nebe gegeben sein. Wenn Herr v. Berlepsch zwischen der sozialdemokratischen ZSewegung und dem berechtigten Kampfe der Arbeiter um e:ne bessere Ex stenz einen prinzipiellen Unterschied macht. so liefert er damit nur einen neuln Beweis, daß er über die wirkliche Sachlage in einer Weise mangelhast unterrichtet ist, die vel einem früheren Minister Befremden erregen muß. Und wenn er die jetzige Arbeiterbewegung mit dem Emanzipationökampf deS dritten Standes am Auögange deS vorigen Jahrhundert in Parallel? stellt, so übersieht er dabei, daß e sich in letzterem Falle um einen politischen lEmanzipationbkampf handelte, wahrend sich im ersteren der Streit doch nur darum dreht, ob der Schlüssel zum Geldschrank seinem bisherigen Eigen thümer erhalten oder ihm entrissen i weroen ,ou. Im uevngen velraqlen wir eö als e,n mcht unbedenkliche Zeichen der Zeit, daß ein Mann, der och bis vor Kurzem preußischer Mim er war, eö für seine Aufgabe halten konnte, in ossrntlicher Rede revolutionäre Emanzipationskämpfe mag er als Privatmann darüber denken, wie er will als etwas Natürliches und Berechtigtes zu behandeln. ES kann nicht ausbleiben, daß sich die gesammte sozialdemokratische und demokratische Agitation mit größtem Eifer dieser Zugeständnisse eineö ehemaligen preußischen Ministers bemächtigen und Kapital für sich daran schlagen wird." Ergötzlich ist bei dieser Sache die falsche Auffassung auf beiden Seiten. Die Hamburger Nachrichten" haben ganz Recht, wenn sie eS dem Minister Berlepsch als einen Fehler anschreiben, daß er einen prinzipiellen Unterschied macht zwischen der sozialdemokratischen Bewegung und dem Befreiungskamps de vierten Ttanoeö, aber sie zeigen einen erstaunlichen Mangel an Ver ständniß darin, daß sie den Emanzi pationökamps deS dritten Stande lediglich al einen politischen Kampf bezeichnen. ES war ein Kamps der wirthschaftlichen Interessen de Bür gerthum gegen die wirthschaftlichen Interessen de Fudaladel, ein Kampf, . .. oer nur ,n einer torm voltti ffl, in seinem Inhalt aber wirthschaftlich war. Kr unterschied sich in dieser Beziehung nicht von der heutigen Arbeiterbe wegung Hiiis)liiii(1jiirijlfii. Inland. Wetterbericht. Kühlereö und regnerische Wetter heute Nacht und morgen, darauf schö neö Wetter. Höchste Temveratur in nerhalb der letzten 24 Stunden 71 Grad, niedrigste 57 Grad. ' - DerBeriüt de Münidirektor. I Washington, 18. Oktober.
Der Direktor der Münzen hat dem
Sekretär deS Schatze seinen Bericht für daS Fiskaljahr 1897 eingereicht, Der Werth deS wahrend deS FiökaljahreS 1897 in den Münzen deponirten olöe war si27.iu;.üuu. uavon waren 87.003.3Z7 neue und 542,102,162 wieder erneuerte oder alte Depositen. Der Münzwerth der in Silberbarren erhaltenen Depositen war 59,725.023. Davon waren ZS,470,623 neue und der Rest wieder erneuerte Depositen. Die zur Prägung kleinerer Münzen angekaufte Silberbarren beliefen sich auf 250,243 Unzen zu $171.455. Die während deö JahreS geprägten Münzen waren folgende : Gold 571,646.765. SilberdollarS 521.203,701. Kleinere Silbermünzen 53,124.085. Scheidemünzen 5384,509 Die SilberdollarS wurden von dem unter dem Sherman Gesetze angekauften Silbervorrath geprägt. Der Vorrath an Silberbarren in den Münzen war am 1. Juli 1897 folgender : Von den Ankäufen unter dem Sherman Gesetze vom 14. Juli 1890 115.438,461 Unzen zum Kokenpreise von 5104,335,312. Für kleinere Münzen 1.343.353 Unzen zum Kostenpreise von 01,641.090. In der Ver. Staaten Assay Oisice zur Bezahlung von Depokiten 505.993 Unzen 5512,766 Die Einfuhr von Gols war 544,609.841, gegen 078.904.612 Ausfuhr. Die Silbereinfuhr belief sich auf 532,636.835, gegen 533,262,258 im Jahre 1896. Die Goldproduktion in den Ver. Staaten im Kalenderjahre 1996 war 553.083,000; die Silberproduktion nach dem Münzwerthe berechnet 576,069,236. - Falschmünzerei im Zucht hause. Pittöburg, Pa., 18 Okt. War ben E. S. Wrlght, vom Riverside Zuchthause, hat entdeckt, daß eine An zahl Sträflinge der genannten Strafanstatt falsche 50 Cents Stücke fabrizirten. Er hat daS Metall, auS welchem daS falsche Geld gemacht, die Formen, in welchem eS gegossen wurde und die Namen mehrerer Sträflinge, die mit der Sache verbunden find, auSgefunden. Er weiß aber noch nicht, wer den Plan zu der Falschmünzerei chmiedete und denselben durchführte. Die falschen Münzen find KunSstückchen der Münzerei. Die Form, in der sie gegossen sind, ist fast perfekt. Daß olche Münzen innerhalb der Mauern deS Riverside Zuchthauses gemacht werden konnten, ist in Wahrheit dal Erregendste an dem Ereigniß. Die Gefangenen hatten sogar schon Verbindungen mit Leuten außerhalb der Strafanstalt und eö befindet sich ein Theil der falschen Münzen in Zirkuation. Waldbrände in Pennsylvan i e n. Conderöport, Pa., 18. Okt. Die Nachbarschaft dieser Stadt wird chwer von Waldbränden heimgesucht. Nelson Run im Goodyear - Distrikt brannte gestern nieder; der Holzverluft st sehr groß. Ungefähr 20 Lager von Holzschlägern wurden ein Raub der Flammen und in einzelnen Fällen retteten die Leute nur mit knapper Noth ihr Leben und verloren Alleö, was sie besaßen. An anderen Stellen sind ebenfalls Feuer auögebrochen, welche, wenn nicht bald Regen eintritt, sehr verheerend werden müssen. Die Eineinnatier Katastrophe. d x ncinn a ti, 18 Okt. Frau Alfred White, welche beim Zusammenbruch deS Robinson - Opernhaus am Freitag verletzt wurde, ist heute ihren Wunden erlegen. Zwei der Ver l'tzten liegen im Stadthospital schwer erkrankt darnieder. Seit der Katastrophe ist der Theaterbesuch derartig abgefallen, daß die Direktoren der verschiedenen Theater heute den Beschluß faßten, dieselben von dem Inspektor der öffentlichen Gebäude gründlich auf ihre Sicherheit untersuchen zu lassen. Der Bericht deS Inspektors wird dann publizirt werden. Frau A. Scudder aus Codington, welche am Freitag beim Zusammen bruch deö Theaters schwer verletz wurde, Sarb heute im städtischen Hospital.
Der Lütgert.Prozeß.
Chicago. 19. Okt. Die Jury hat noch nicht berichtet und eö wird be. hauptet, daß keine Aussichten für eine Einigung vorhanden feien. Pullman ist todt. Chicago, 19. Okt. George M. Pullman, der Echlaswagen-Pullman, ging gestern Abend, ohne sich über irgend welches Unwohlsein zu beklagen, zu Bette und starb heute Morgen um Uhr plötz'ich. Wahrscheinlich war sein Tod durch einen Herzschlag veruracht. Läßt sich nicht irreführen Baltimore, 18. Okt. Die Sun" hat dem Senator Gorman geantwortet, daß wenn er wirklich von der Politik zurücktreten wolle, so solle er's nur thun, ohne so viel davon zu reden. Sie. die Sun. werde nacbber chon wissen, was sie zu thun habe. m ,, m Ausland. Fahnenweihe. B erlin, 18 Okt. Heute hat die Weihe der 63 neuen Fahnen stattgefunden. Auch diesmal war die Umgebung abgesperrt, das große Publikum war nicht gewünscht. Prinzen, die Generalität und die Admiralität hatten vor dem alten Palaiö, gegenüber dem Denkmal Friedrichs des Großen, Aufstellung genommen, der Reichskanzler Fürst Hohenlohe und der Kriegsminister vcn Goßler vor der Universität; General.Mojor v. Kessel, dierstthuender General a la Suite deö Kaisers, kommandirte. Der Kaiser und Graf Waldersee, kommandirender General des neunten Armeecorpö, waren zu Pferde. Vor der RuhmeSHalle, dem Zughause, war ein Feldaltar inmitten eineS mit Scharlachroth, der kaiserlichen Farbe, bedeckten Holzausbaueö errichtet. Auf dem Altar erhob sich ein Krucifix, umgeben von brennenden Kerzen. Davor ragte im Halbkreis ein Trommelausbau. Fähnchen, Lanzen und Geschütze vervollfländigten den kriegerischen Aufputz. Der Kaiser hielt eine längere Ansprache. Sie trug einen ausschließlich militari. chen Anstrich. Er bezog sich, von den Fahnen sprechend, auf die Tugenden, welche daö Militär auszeichneten: Vaterlandsliebe, Gehorsam, Pflichterfüllung. Nach dem Schluß der Weiherede donnerten die Geschütze den 30fachen Gruß, und die Musik spielte daS niederländische Dankgebet General Graf Waldersee brachte daS dreifache Kaiser-Hurrah auS und mit einem Vorbeimarsch der Truppen in Compagnie - Colonnen schloß der Festaktuö ab. -m Schneefturm in Colorado. Denver, Col., 18 Oktober. AuS Crested Butte. Col., wird der RePublic". gemeldet, daß dort seit 36 Stunden ein Schneefturm wüthet. Eö ist dieseö etwsö für diese Jahreszeit ganz Außergewöhnliches. Allem Tnschein nach wird eS fortfahren zu schneien. Masse Vergiftung. Genua, 18. Okt. Vierhundert italieniscbe Auswanderer an Bord des italienischen Dampfers Agordat", welcher von diesem Hafen nach Santo?, Brasilien, bestimmt ist, wurden durch Grünspan, daö sich in den Gefäßen, in welchem daö Essen für sie gekocht wurde, gebildet hatte, vergiftet. Eö wird erwartet, daß viele der Leidenden in Folge dieseö Zufalles ihr Leben verlieren werden. Der Militärmoloch. Berlin, 18 Okt. Eö verlautet, daß die Regierung beschlossen hat, die gesammte Infanterie mit dem neuen Millimeter - Gewehre, welche? die Waffen aller anderen Staaten übertreffen soll, zu bewaffnen. OchisiS'Nachrichten. Angekommen in : N e w S o r k : Neustria" von Mar seilleö; Anchoria" von Glasgow; Georgic" von Liverpool. London: Michigan" von New Lork. Gibraltar: Kaiser Wilhelm II." von New Lork. G l a ö g o w : City of Rome" von New Lork. Qneenötown: Cephalonia" von Boston.
allerlei.
Die Berechtigung für den Einjährigen - Freiwilligendienst hat der SchlossergeseUe Mewes in Berlin auf Grund des sogenannten Kunstlerparagraphen der Wehrordnung erlangt. Er hatte während seiner Lehrzeit das Modell einer Locomotive aus Eisen so kunstvoll gearbeitet, daß es den Beifall und die Bewunderung seines Meisters und seiner Genossen hervorrief. Der Meister veranlaßte den Gesellen, die Arbeit der zuständigen Militärprüfungscommisfion einzurei chen und auf Grund dieser Leistung die Zulassung für den EinjährigenfZreiwilligendienst zu beantragen. Die Commission beauftragte einige Fachmänner mit der Prüfung des Modells, die ihre Zufriedenheit damit aussprachen. Mewes wurde hierauf aufgefordert, sich einer mündlichen Prüfung zu unterziehen, die ebenfalls genügend ausfiel. Der strebsame junge Mann hat infolge dessen die Berechtigung.nur ein Jahr zu dienen,, crlanat. Wegen verschmähter Liebe reifte in dem Mädchen Pauline Piotrowska zu Tornau der teuflische Plan, den Knecht Hochtritt, der mit ihr zusammen bei dem Oekonom-:n Krause diente, zu verbrennen. Zu diesem Zweck legte sie im Holzstalle, nc(en dem Hochtritt schlief. Feuer an, indem sie einen Haufen zusammengetragener Holzspähne, über welchem sie Holz geschichtet, anzündete. Glücklicherweise wurde der Brand frühzeitig genug bemerkt und so die geplante That vereitelt. Das rachsüchtige Mädchen wurde jetzt vom altmärkischen Schwurgericht zu cmem Jahr Gefängniß verur theilt. Die Ztmmerische Chro nik, das Werk eines adeligen Herrn des sechzehnten Jahrhunderts, enthält folgende 5)eirathsanzeige: Herbert Wild bart Reichsgraf von Drommelsheim. Kapitular - Komthur des k. b. Hausritterordens vom h. Georg, k. b. Kämmerer, gibt hiermit in seinem und sei-sT-1 r ner wemayiln, oer yocygevorenen Gräfin Ursula von Drommelsheim. geb. Graftn von Hachhe:m und Schwarzkopf Namen geziemend Nachricht von der bevorstehenden Bermählung seiner und weiland seiner in Gott ruhenden Gemahlin, der hochgeborenen Gräfin Friederike Gräfin von Drommelshelm, geb. Grafm von LusenbergAlsheim. Tochter, der hochgeborenen Gräfin Elsbeth von Drommelsheim, mit dem hochwohlgeborenen Freiherr von und zu ceuenburg, k. b. Lieutenant d. R. im 2. Regiment, k. b. Kammerjunker und Ritter des k. b. Hausritterordens vom h. Georg, Sohn des wohlhochgeborenen Reichsfreiherrn Friedrich von und zu Neuenburg, Grund- und Majoratsherrn auf Neuenburg, k. w. Kammerherrn, Komthurs des k. b. Hausritterordens vom h. Georg und weiland seiner in Gott ruhenden Gemahlin, der hochwohlgeborenen Freifrau Hildegard von und zu Neuenburg, geb. Freiin von HohenKapfenberg." Ein mustergiltiger Curialstil! Pardon! Wir haben uns einen Scherz erlaubt. Nicht die Zimmerische Chronik enthält diese Heirathsanzeige, sondern eme vor uns liegende gedruckte Mittheilung vom cf.. fc.a c,iz 1CQ7 kUlll Vt yi.ii9 j.utsi niiyiuuvii und doch wahr! 15 n O o m o u r g v. o. H. warn zur Zeit der Kaisermanöver eine bildschöne Französin gesehen, die ihre Nation offenbar über die Bogesen geschickt hatte, um mit der bewährten Strategie der deutschen Nachbarinnen auch ihrerseits ein großes Manöver zu eröffnen. Die Attacke der iunaen Französin, die nach ihren eigenen Angaben aus Orleans stammt, vegann mu einem Sturm auf Männerherzen, der, namentlich in den Kreisen des internationalen Life-, bedeutenden Erfolg gehabt haben soll und der Jungfrau eine große Anzahl unterworfener zu Füßen legte. Dann unternahm oie tbatkraftiae Schone emen tn cd - sroylichen Angriffskrieg auf die Portcmon- ? nf.-tf. .1 i C I n ..Vn-i neues ihrer nnoeicr, louuci ic jiuvu auch dieBörsen derer nicht verschmähte, die keine Notiz von ihr nahmen. So hatte sie nach zwei Richtungen namhafte Erfolge aufzuweisen, bis sich das Manöverglück wandte und die kriegserfahrene Französin vor einem simplen Gendarmen die Waffen strecken mußte, der sie in coupirtem Terrain bei einer neuen Attacke auf die Börse eines Engländers stellte und als Gefangene nach dem Homburger Amtsgerichtsgefängniß abführte. Ehe ihr jedoch der Proceß gemacht werden konnte, gelang es der Festgenommenen, aus der Untersuchungshaft zu entkommen. Nunmehr hat sie von London aus ein Schreiben nach Homburg gerichtet, wo rin sie ihre glückliche Ankunft in der englischen Hauptstadt meldet. Die gemüthvolle" Abenteurerin wird nun, mehr mit neuemMuthe ihre inDeutsch. land zu Schanden gewordene Strategie bei den Söhnen Albion's erproben. Rheumatiömu im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, Elbogen oder Handgelenken ensteht durch zu viel Säure im Blut. Hood'ö Sarsapanlla Heut Rheumaliömuö. H o o d'S Pillen'sind die beste Ubsuhr-und Leber-Mebizin für gami liengebrauch. 25'.
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