Indiana Tribüne, Volume 21, Number 23, Indianapolis, Marion County, 12 October 1897 — Page 1
0 O Y riC? 4 AA V V A t TVO Ti OZ Vy iy ly w w w X x VV7 Office : No. 18 Oüd SSlaftatna Qtraße. Telephon 1171. Indianapolis, Zndiana vienstag, den 12. (Oktober 1897 Jahrgang 31 tlot 33
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irotlier ? Lditorielles, Die Wahl gtht ruhig vor sich. Die Betheiligung ist so weit eine sehr lebhafte. Ueber daö Ncsultat kann vor der Zahlung kein Mensch etwaS wissen. Man lasse sich da durch Eerächte und Märchen nicht aus dem Gleichgewicht bringen. WerS nicht aushalten kann, bis morgen Vormittag, der kann bis lange nach Mitternacht in der Stadt herumbummeln, vielleicht erfährt er dann noch das Resultat. Der Beschluß der deutschen Sozialdemokraten sich in Zukunft an den preußischen LandtagSwahlen zu betheiligen, hat in ganz Deutschland riesigeS Interesse erregt, nicht nur bei den Sozialdemokraten selbst, sondern auch bei allen Parteien. DaS preußische Wahlrecht ist derart. daß man eS mit Recht als daS elendste aller Wahlrechte bezeichnet. -SS bestimmt, daß jeder selbständige Preuße, der daS 24. Lebensjahr vollendet hat, in der Gemeinde, in der er seit sechs Monaten seinen Aufenthalt hat, stimmberechtigter Urwähler ist. Die Wähler jedeS Wahlkreises weren nach der Höhe der direkten Steuern, die sie zahlen, in drei Klassen eingeheilt, von denen jede Klasse ein Drittel der Wahlmänner wählt, deren Gesammtheit dann den Abgeordneten zu ernennen hat. Die Stimmabgabe ist eine össentiche, wodurch die Einschüchterung der Urwähler und der Wahlmänner Thür und Thor geöffnet ist. Die Wahlmänner der drei Klassen wählen gemeinschaftlich die Abgeordneten, sodaß die Wahlmänner der ersten und zweiten Klasse, obgleich sie nur kleine Wählerkreise hinter sich haben, die Wahlmänner der dritten Klasse, die bis zu 90 und mehr Proz. der Wähler repräfentiren, überstimmen können. Zu welch lächerlichen Resultaten daS ührt, dafür einige Beispiele. Berlin hatte 1S95 6930 Wähler erster Klasse ; 23,233 Wähler zweiter Klasse ; 347,732 Wähler dritter Klasse. Die 5930 Wähler erster Klasse hatten also ein Drittel sämmtlicher Wahlmanner zu ernennen und die 347,782 Wähler der dritten Klasse ebenfalls ein Drittel. Aber noch mehr. In Essen ernennt ein Wähler, Krupp, ein Drittel aller Wahlmänner. In Neu. stadt in Oberschlesien stehen im Verzeichniß der Wählerliste erster Klasse die Herren Abraham Fränkel, Herm. Fränkel, Emanuel Fränkel ; in dem Verzeichniß der zweiten Abtheilung Joseph PinkuS, Albert Fränkel. Mas PinkuS nnd August Schneider. Die zuerst genannten sechs Personen sind die Inhaber der Firma S. Fränkel. In der dritten Abtheilung wählen 1231 Wähler ein Drittel der Wahlmänner. Die Firma Fränkel allein wählt zwei Drittel, sodaß diese Firma regelmäßig den Kandidaten zum Ab geordnetenhauS erwählen kann, den sie für gut findet. Die Monstrositäten deS preußischen Wahlrechts gehen aber noch weiter. Die WahlrechtSertheilung nach dem Steuersatz ist nicht einheitlich, sodaß z.B. etvä Derjenige, der eine be nlrnmre reuerzumme zayzr, uoerau n derselben Klasse wähl!. Oett den tm M . M .
Jahre 1890 ist vielmehr bestimmt vor-
den, daß die Berechnung der einzelnen Steuerstusen nicht mehr nach dem Steuerbetrag deS ganzen Wahlkreise, sondern nach dem der einzelnen UrWahlbezirke vorgenommen werden. Hing also nach der früheren Sintheilung für einen großen Theil der WSHler die Wählerklasse von dem Wahl. keeiS ab, dem sie angehörten, so hangt sie jetzt ab von dem Urwahlbezirk, in dem sie wohnen. Welch kuriose Erscheinungen daS ergibt, davon wieder einige Beispiele. In einem und demselben Wahlkreis dem 1. Berliner, kommt man in einem Urwahlbezirke erst in die erste Wählerklaffe, wenn man eine Steuer von 73,760 Mark zahlt, während man in einem andern Urwahlbezirk desselben Wahlkreises dieser ersten Klasse schon angehört, wenn man 116 Mark Steuer zahlt. In demselben Wahlkreis muß man in einem Urwahlbezirk 10,5 Mark Jahreöfteuer zahlen, um Mitglied der zweiten Wählerklasse zu sein, dagegen ist man in einem andern Urwahlbezirke desselben Wahlkreises Wähler der zweiten Klasse mit einer Steuer von 9 Mark. Unter solchen Umständen läßt sichö denken, daß die Betheiligung bei den preußischen LandtagSwahlen immer eine kleine war, und daß die Sozial. demokraten auch nicht hoffen, aus eigener Kraft je einen Kandidaten durchzu. bringen. Wenn sie nun, entgegen aller Tradition sich bei den Landtagswählen mit anderen Parteien verbinden, so geschieht eS, um dem Junkerregiment in Preußen Einhalt zu thun und daS ist für Deutschland ein politischeS Ereigniß von hoher Wichtig, keit. Deutschland ist nach und nach auS einem Agrieulturstaat ein Industriestaat geworden und für einen solchen passen die feudalen Wünsche und Absichten der Junker ebensowenig wie die SelbftherrlichkeitSgelüfte deö aiserS , AmhlNlhrichlell. Inland. Wetterbericht Kälteres, schönes Wetter heute Nacht und Mittwoch. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 67 Grad, niedrigste 54 Grad. Regenfall 0.10 Zoll. Mißhandlung eines Solbaten. Chicago, 11. Oktober. Die Tribune" bringt heute Morgen einen Bericht über eine in Fort Sheridan vorgekommene Soldatenschinderei. Ein Soldat wurde nämlich in so ungewöhnlich grausamer Weise mißhandelt, daß daö Gefühl seiner Kämeraden aufs Höchste empört ist. Gleich nach Appell wurde der Soldat Charles Hammond vom 21. 3n-fanterie-Regimevt, welcher fein Regiment ohne Urlaub verlassen hatte, auf Befehl des Offiziers du jour, Capt. Leonerd A. Lovering mit einem starken Strick an den Füßen gebunden und eine Strecke von 600 Sardö weit von 4 Soldaten von dem Arrestlokal bis zu dem Bureau deS Adjutanten geschleift, während der Capitän mit gezücktem Degen hinterher ging und nach dem Gefangenen stach, sodaß derselbe auö mehreren Wunden blutete. Auf dem Wege, auf welchem der Gefangene geschleift wurde, zeigte eine Furche die Spur an, die der Körper deS Unglücklichen hinterlassen hatte und an Stellen, an denen ein Steig die Straße kreuzte, waren Blutsvuren deutlich zu erkennen. Die Soldaten, welche die schmähliche Mißhandlung ihres Käme radea mit ansahen, geriethen in große Erbitterung und nahmen eine drohende Haltung an. Cic folgten bis an die Thüre deö Bureauö deö Adjutanten und zerstreuten sich er?, nachdem Un teroffiziere versichert hatten, daß dem Manne eine gerechte Behandlung zu Theil werden werde. Hammond befand sich im Arrest. Dem Befehl, mit den übrigen Ar, stauten zur Arbeit zu kommen, weigerte er sich Folge zu leisten, indem er angab, daß er noch nicht verurtheilt vorden und außerdem unvohl fei. Man ließ ihn in der ZeUe ; als Eaptain Lodering gestern aber den Dienst . . .9. m m m a m w oaire, nmoetooite er ven eseyi an Hanmond, an die Arbeit zu gehen. Da
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Vl(tt IU4 11UWU'UI- tvtyi ' T i die Soldaten auf der Wache dem Befehl, Hammond mit der Spitze ihrer Bajonnete herauszutreiben, mcht Folge leisteten, ging Captain Lodering selbst in die Zelle und trieb den Arrestanten durch Stiche mit seinem Degen hinaus. Darauf ließ der Captain einen halbzölligen Strick bringen und befahl den Wachen, den Mann zu binden und an den Füßen nach dem Gebäude zu schleppen, in welchem Lieutenant-Co-lonel Bainbridge summarisch Gericht hielt. In dem Bureau deö Lieutenant-Co-lonel Bainbridge angekommen, wurde dem blutenden und zerschundenen Soldaten der Strick abgenommen, er selbst vor den Lieutenant - Colonel geführt und dort wegen Ver. Weigerung der Arbeit bestraft. Wie daö Urtheil ausgefallen ist, ist nicht bekannt gegeben worden, eö verlautet aber, daß die Strafe in 14tägiger Einzelhaft bei Wasser und Brod be. stand. Die Angelegenheit wird jetzt wahrscheinlich von einem allgemeinen Kriegsgerichte, das auf Veranlassung deS Generals Brooks berufen wird, untersucht werden. . Der Lütgert - Prozeß. C h i e a g o, 10. Okt. Daö Zeugenverhör ging heute zu Snde und die Plaidoyerö haben begonnen. Die Reden der Advokaten werden wohl die ganze Woche in Anspruch nehmen. Hotelbrand in F r en ch Si ck French Lick. 3nd , 11. Okt. DaS Windsor Hotel, daS bedeutendste Hotel dieses OrteS, wurde heute Morgen um 5 Uhr mit seinem ganzen Inhalt durch Feuer zerstört. DaS Feuer entstand in der Bäckerei und verbreitete sich so schnell, daß in zwei Stunden daS schöne Gebäude nur noch ein räuchender Trümmerhaufen war. ES blieb nichts weiter übrig als der Vergnüqungkpavillon Die Telegraphen. office, die ZeitungSofsice, daS EiöhauS, die Bäckerei, die Baderiume und die Küche wurden eingeäschert. Der Tchaden beläuft sich auf $40,000. Von den Gästen und Angestellten wurde Niemand getödtet. DaS gelbe Fieber. S a l v e st o n, Tex., 11. Okt. Die Situation blieb heute unverändert. Dr. Edward Randall berichtete heute dem Gesundheitsrathe zwei Fälle. Die Patienten werden isolirt. Mobile, Ala., 11. Oktober. Der heutige Bericht weist 6 neue Erkrankungen am gelben Fieber und keinen Todesfall auf. Die Bevölkerung ist durch diese geringe Zahl von Erkrankungen aufs Neue ermuthigt. ES be. finden sich hier jetzt noch 29 Patienten in Behandlung. Jackson, Miss., 11. Oktbr. Der StaatSgesundheitSrath gab heute Abend folgenden Bericht heraus: In Nittagura kamen heute keine neue Fälle vor. Bon Clinton, Miss., berichtet DrDabney, daß dort Fräulein Müller die einzige Patientin ist. Von Edwards berichtet Dr. Dunn : ES wurden heute 5 neue Erkrankungen angemeldet. Zwei Personen starben 5 Meilen von hier." New Orl eanS, 11. Oktbr. Der Gesundheitsrath gab heute Abend folgenden offiziellen Fieberbericht herauö : ' Neue Erkrankungen während der letzten 24 Stunden 9; Todte 4; Gesammtzahl der Erkrankungen bis heute 616; Gesammtzahl der Gestorbenen 65 ; vollkommen geheilte Patienten 257, unter Behandlung 294 Fälle. San Antonio, Tez, 11. Okt. Heute Morgen wurde ein verdächtiger gieberfall dem Gesundheitsrathe be richtet und heute Abend starb der Pa tient. Eine post nortem Untersuchung ergab Symptome von gelbem Fieber. MIM' Deö Himmels Schleusen öffnen sich. Chicago, 11. Okt. Die lange zerstörende Trockenheit ist beendet Regen fällt heute allgemein in den westlichen Staaten. Nebraöka, Jow, Illinois, Missouri, Arkanfaö und Minnesota haben ziemlich allgemeinen Regen. NebraSka hatte seit 6 Wochen und KansaS seit 2 Monaten keinen Regen gehabt. Laut Bericht deö Wetterbureauö er streckt sich ein ungewöhnlich nitdkigtk
Barometerstand - über ein großes Areal von dem gelsengebirge ostwärts über die Mississippi, und Ohio-Thäler und die Seeregion. Innerhalb dieser Region haben seit Samstag Morgen all
gemeine Regenschauer stattgefunden. Der stärkste Regenfall wird von Wichita, KansaS gemeldet, wo 2.8S Zoll regiftrirt wurden. Die Tempera, tur ist in allen Gegenden ungefähr normal, ausgenommen im Südwesten. D alias, Tex., 11. Okt. Die Trockenheit der letzten 8 Wochen, welche die Baumwollernte in ganz Nord-Te. zaS schädigte, die Weiden austrocknete und allen Farmarbeiten ein Ende machten, ist endlich gebrochen. Während der letzten 24 Stunden siel starker Regen über die Hälfte deö Staates und dehnt sich derselbe vom Brazoö Thale biö zum Red Niver und von Abilene im Westen bis zur Loui. siana Grenze aus. MemphiS, 11. Okt. Berichte aus den centralen Südstaaten sagen, daß die lange angehaltene Dürre endlich aufgehoben ist und Tausende von Menschen und Thieren dadurch beglückt find. Der Regen, welcher in letzter Nacht und am frühen Morgen in MemphiS und Umgegend fiel, war der erste seit 6 Wochen. Im ganzen Mississippi Thale in TexaS, in Oklahoma und in der gan. zen Gegend südlich vom Ohio fiel Regen. Wer starrste egensall wird von Georgia berichtet. Ausland. mmmm Die Wahl in Sachsen. Ein neuer Dampfer. Allerlei. Berlin. 11. Okt. Die Betheiligung der Tozlalbemorraten an den Ergänzungswahlen zum sächsischen Ländtage haben, wie bereits -gemeldet wurde, ein greifbares Resultat nicht ergeben. Die Wahl war zum ersten Mal nach dem Dreiklassen-System erfolgt, und weitere Bestimmungen schlössen die Möglichkeit eineS sozialdemokratischen SiegeS von vornherein auS. So bleiben im sächsischen Landtage nur die acht Sozialdemokraten, deren Mandate nicht abgelaufen find. Eine wirkliche Niederlage haben die Antisemiten erlitten ; auch nicht eine Säule zeugt von geschwundener Pracht. Nicht ein Antisemit gehört dem Landtage an. In Sachsen hat daö con-servativ-nationalliberale Kartell glänzend gesiegt. Die transatlantische Flotte der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt. Actien-Gesellschaft ist um ein Schiff vermehrt worden. Heute fand in Hamburg unter zahlreicher Betheiligung der Stapellaus deS neuen Dampferö Prätoria" statt. Die Prätoria" gehört zu der Serie unlängst erbauter großer Dampfer der Linie, welche für den Passagier- und den Frachtverkehr zugleich bestimmt find. Die Taufrede hielt Frl. 2rmgard Rahlson, eine Verwandte deS Direktors Ballin von der HamburgAmerikanischen Packetsahrt - ActienGesellschaft. Der neue Botschafter deS deutschen Reiche? für die Ver. Staaten, Dr. von Holleben, wird Ende dieses Monats von hier die Reise antreten, um sich auf seinen Posten in Washington, welcher ihm ja nicht neu ist, zu begeben. Bon dem Schwurgericht zu Stendal sind die Eheleute Matheö Petasch zu guchthauS, der Mann zu 15, die grau zu 6 Jahren, verurtheilt worden. Sie hatten die Kartenlegerin Stark ermordet, resp, an der Ermordung Theil genommen. In Essen ist die Rentnerin Dithmar unter der entsetzlichen Beschuldigung, die eigene Mutter ermordet zu haben, verhastet vorden. Die Reichsbank hat die DiScontorate von 4 auf ö Prozent erhöht. Die internationale Auösatz-Eonfe-renz, an delcher an 150 Aerzte theilnehmen, wurde hier heute in Gegenwart von Repräsentanten deS Reiches und der verschiedenen deutschen Staa ten eröffnet. Professor Virchov wurde zum Vorsitzer erwählt. Dr. Lassar, von Berlin, hielt die Inauguralrede und Gras PafadowSky, der Minister deö Inneren, und Dr. Bosse, der KultüSminister, bevillkommten die Dele gaten im Rainen der Regierung. Der lZedakteur deS Hamburger Echo", Herr Reinhold Stenzel, wel - tZer der NajestätSbeleidigung gegen
Dr. Miles. DurH fein Rtstoratlve Nervlne ist Tusende ein Wohlthäter."
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in weit bekannter Verleger in WiSconfta. ,u reen Bay wohnhaft, schreibt am S. 3DM 1895, wie folgt: .Vor fünf Jakren wurde ich so nerdö. dak mir aei ftige Arbeit ,ur Last wurde. In der acht aenok ich keine Ruhe wegen Schlaflosigkeit. Meine Aufmerksam. keit wurde aus Dr. MileS' Restoratlve Nervlne gelenkt und fing an dasselbe mit bestem Ersola zu gebrauchen. Ctit der Zeit bade tch immer eine Flasche im Hause und gebrauche davon sobald ich Ner venfchwache verspure mmer mit gutem Erfolg. Auch Dl. Miles mein Sohn gebraucht davon mit Ncrvine denselben guten Erfolge. Ich habe ti seither Vielen empsolj' len und ti hat immer geholfen. Alle, die an Nervenfchwachhei ten leiden sollten ti versuchen. Restores Health.. .. Es enthalt keine EinschläferungSmittel. ist harmlos und dennoch lindernd und stärkend. Durch sein Reitorative Nervine ist Tr. MileS Tausenden zum Wohlthater geworden.' kl. 5. Lehman. oitor unv Eigentümer des LandSmann. Dr. MileS' Nervenmittel trnrd mit GtarnnH ttrr. kauft. Wirkt die erste Flasche gar keine Besserung. tt mivK VaR a1X .lrA4.i 11 V V vtv vmw vi(iw ui uac iiiuuci. DR. MILES MEDICAL CO., El&nart, Inl König Leopold von Belgien angeklagt ist, wurde hier heute prozessirt, schul big befunden und verurtheilt. Daö Verfahren wurde auf Veran lassung deS belgischen Gesandten in Berlin, Baron von Greinedel, eingeleitet. Stenzel hatte den Kö.".ig Leopold in einem Artikel der ganz gemeinen Spielerei beschuldigt. (?r stellte in Abrede, den betreffenden Artikel geschrieben zu haben, übernahm aber die Verantwortlichkeit sür denselben. Der Staatönwalt beantragte 6 Monate Gefängniß; daö Gericht verur. theilte den Angeklagten aber zu 8 Monaten und ordnete dessen sofortige Verhaftung an. Man glaubt, Grund zu der Annahme zu haben, daß Herr Stenzel versuchen wird, sich der Vollftreckung deS Urtheils durch Flucht auö dem Lande zu entziehen. Herr August Bebel, der bekannte deutsche Soziallst, ist für den Wahlkreis Hamburg zum Kandidaten für die nächste tteichötazöwahl aufgestellt worden. --mk i n ziemlich lebhafter Protest. Rom, 11. Okt. Ein langer Zug von Geschäftsleuten, an -ihrer Sp'he der ProsyndicuS von Nöm und der Präfident der Handelskammer, marschirte heute nach dem Ministerium deö 3nnern, um gegen die Steuererhöhung zu protestlren und mit d:r Regterung darüber zu berathen. Premier Rudini. der auch Minister deö Innern ist, empfing ein Comite der Geschäftsleute und sprach, daß alleö Mögliche gethan werden sollte, um freundschaftliche BeZiehungen und größere Unparteilichkeit zwischen den Steuerkollektoren und Steuerzahlern zu fördern. 3n der Zwischenzeit hatte sich eine große Volksmenge vor dem Ministerium versammelt und ti wurden ärgerliche Rufe laut. Einige der Anwesenden rissen daö Straßenpsiaster auf und nahmen auch anderweitig eine drohende Stellung an. Dieseö veranlaßte die Polizei, einen Versuch zu machen, den Volköhausen auseinander zu jagen In dem Zusammenstoße, der erfolgte. wurden 6 Polizisten verletzt und einer der Ruhestörer getödtet. DaS Volk wurde dadurch erbittert, daß eö durch Carabinieri vom Ministerialgebäude ausgeschlossen wurde und eine zweite Abtheilung von Soldaten g(iss mit gefällten Bajonetten an, um den Platz zu säubern. Der VslksHaufen leistete darauf Widerstand; daö Steinewerfen begann und wurde der Conflikt schnell allgemein, biö eine Ab theilung Infanterie erschien und durch wiederholte Angrisse den Volköhausen in die nächsten Straßen trieb. Einige der Soldaten wurden wüthend, feuerten in die Menschenmassen und die Straßen waren darauf bald gesäubert. Eine zweite Salve var nöthig, um eine besonder? entschlossene Gruppe zu vertreiben. Man glaubt, daß minde ! ften 40 oder mehr Personen verletzt bürden. .
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