Indiana Tribüne, Volume 21, Number 19, Indianapolis, Marion County, 8 October 1897 — Page 2
t ..33SpVTT
" - i !,; , f .Lii .- riöüue. irtrUirj Tiiz ana oM:2gs. "te tlItJ c Ituiine ksftkt bai5 kf n Ixljet i Gcr.fc c-er Jccf,t, fcie Connta;8..Irt5ünt": ctw.a per Q3oäc Seide ,szn'e 15 Cent Ke? JiCt&ii cci nauat. Ver Vssi außerhalb fcr Ztxi: vijefttit i C3ttuJfctj4iUr.2 V PN k!ar. cm 18 Cctd Alabama Qirat. 3r.:-ianafoU8, Ind., 8 Oktober 1897. XU Bedeutung dS Uckervaus. allgemeinen Betrachtungen, der fransöufße Vrofenor G. v-- i WCl'.ii seinem dor Kurzem veröffentlisten Buche über die ländliche Bevöl. ie:uNz TzutschlandZ alZ Schlußwort zugefüzt hat. verdienen e5 wohl, daß ftir s.e hie? in fast wörtlicher Ueberseng wiedergeben. Der Gelehrte schreiöl: Vor allen Dingen sprechen w'r eZ cu3, da trotz der Bedeutung, welche in unseren Tagen die Industrie erlang! hat. der Ackerbau im 3 immer c!s der wichtigste Erwerbszweig deZ enscken erschienen ist. In wunder forer Verschmelzung vereinigt er die drei Elemente: Erde. Arbeit und sta rit.il; de-halb bleibt er auch der volllomrnenfie Typui der öfoiiomisc6cn bätiakeit. Die Meisten derjenigen, welche sich seit eir.en halb:n Iahrbundert mit den socialen Fragen beschäftigt haben, rich nun iüre Aufmerksamkeit auf die industrietreiöenden BevölkerungZ - ttlassen und auf die Fabrik - Arbeiter. Die ländlichen Bevölkerungen lassen sich leicht v'.'rssen, die Oberfläche der Feld.'r ist sch!ei.sam. und schweigsam UNS auch die Leiden derjenigen, welche belohnen. Dort vollziehen sich die Umwälzur?Le:i chne Lärm, nur all n:ält lenken sie die Aufmerksamkeit auf sich. Und doch bringt die gegenwärti?e ökonomische Entwickelung Je cem, der sich nicht darauf beschränkt, nur nach dem Anschein zu urtheilen. i r.irrrcr klzre? die hohe Bedeutung der ländlichen lzssen zur Erkenntniß. Zu Unrecht würde man versuchen, sie d:;n übrigen reil der Bevölkerung in Ccenja; zu bringen: sie sind soli"r.''r:sch"mit d?m allgemeinen fioxU stritt. Tli? darf sogar bebauvten. däsz die Lage der Landwirthschaft in einem Lande der zuverlässigste Maßstab für seinen Reichthum vt. Die agrarischen Fragen, mit denen man sich im Lauf? dieseZ Jahrhunderts nicht c:nu;r beschäftigt hat, b:rühren nicht nur die Landleute. Sie sind für die Bewohner der Städte wie für sie der Dörfer von Wichtigkeit, für den Handel und die Industrie, wie für den Ackerbau. Die wabre sociale Frage." so äunzite sich ein Venoit Malon. ist die azrarisö: Frage, die. Frage deZ VodenZ. Alle anderen socialen Fragen hängen von dieser ab." Die ccgenwärtize Lage der ländlichen Bevölkerung Deutschlands ist weit davon entfernt, zufriedenstellend zu sein, das ist eine unzweifelhafte Thatfache, für die wir überreichliche Beweise beigebracht zu haben glauben. Tro!z der Entwickelung seiner Industrie. deZ Fortschritts seines anbel3, des Ansehen? seiner Gelehrten, der Macht seine- HeereZ und der überwiesenden Rolle seiner Diplomaten, kann man doch nicht sagen, wenn man dak Elend seiner ländlichen Bevölkerung genau beobachtet, daß heute jedeSGlück dem ncuen Neiche lächelt Wir sind jedoch der Ansicht, daß trotz der Schwierigkeiten der gegenwärtigen stunde die deutschen Ackerbauer hoffen dürfen, au der Krise, mit der sie zu kämpfen haben, herauZzukommen, denn wenn der Deutsche auch etwas schwerfällig ist. so ist er zuqleiÄ aiich geduldig und weiß seine Zeit abzuwarten. Zu warten versteden aber ist so viel sicherer amZiel ankommen. Indem wir sehen, mit wie unermüdlichem Eifer so viele einsichtsvolle Männer heute die verschiedenen .Hilfsmittel, wclche sich dem Geiste darbieten, zum Segenstande ihres ernsten Nachdenkens machen, können wir, obwohl wir gewisse Bestrebungen der Ausdauer unsere Anerkennung nicht versagen, die den Gewaltschlägen der Thatkraft und fieberhaften Änstrengungen überlegen sind, dank welchen so viele Vtnu in Deutschland zu einer überraschenden Summe solider Ergebiuv.t gelangen. Ist nicht der unfruchtbare Boden Preußens für seine fleißigen Sehern eine Quelle des Reichthums geworden? Ist er nicht am Ende auch e'ne Ursache der Kraft für da? Geschlecht, das ihn bewohnte, geworden? Ein armes. aber zähes Geschlecht, rauh wie sein Klima, schneidend wie der Wind, der durch seine Kiefern rauscht, bei der Arbeit ausdauernd und vor allen Din9en hartnäckig, um sich die Frucht sei. ner Mühe zu sichern. Während wir beobachteten, wie schwer es für die ist, ihre Einnahmen und AuZgaben miteinander in Einklang zu ' bringen, wurden wir auch noch au anderen Betrachtungen angeregt. Indem wir uns über rein ökonomische Gedanken erhoben, frappirte uns die moralisch: Ueberlegenheit Derjenigen, für die da Ideal noch in jenen friedlichen und bescheidenen Lebensbdingungen liegt, mit denen sich zum Unglück das jerjice Geschlecht nicht mehr genug bes;nügt, we'l all' sein Sinnen auf Lebenlgenüsse und Beauemlichkeit und Wohlleben gerichtet ist. Da die agrarische Krise" der baudtsächlichste Gegenstand unserer Beobachtungen und Forschungen war, so haben wir von jenem Gesichtspunkte us werthvolle Erfahrungen gesammelt, indem wir aus unmittelbarer Berührung diese einfachen und rauhen Familien, die wir in den entlegensten ...G?a?ndrn aufsuchten, kennen lernten. Wohl ist ihre Lebensart ?uweilen derart, um das Zartgefühl Derjenigen. die an vcrseinerte Genüsse gewohnt sind, gn d'rleen, aber wenn es ihnen QUÄ an der glänzenden Außenseite" fehlt, zu der sie nie gelangen werden, so liegt doch in ihnen eine fruchtbare
Lebenskraft. Wir haben eine Art Genuajhuuna dabei empfunden. alS wir
?as Dasein dieser armen Leute siudir . Itn, die fernab von den großen Heerstraßen wohnen, ohne daß je derSchatten eines Gedankens an Nuhm und öffentliche Auszeichnung über ihr Gemüth hinzieht, allein von dem Ehrgeiz beseelt, für ihre Familie die Liebe zu dcm Fleck Erde, den sie bebauen, fortzupflanzen. den EultuS gewisser Erinnerungen. und ein lanadauerndes Erb. tbeil an äugende. Gerade hier giebt es für unser Jahrhundert, das sich von anderen deen hat blenden lassen und bereit ift, u vergessen, daß der hei mathliche Herd die rsabre Quelle dek socialen LebenS ist. Beispiele von unschätzbarem Werthe Der Ackerbau ist nicht Sem. um die Worte einel hervorragenden DenkerZ. Le PlahS. u yebrauchen. für die menschlichen Gesellschaften daS HauptsZchliche Mittel der Vermehruna. der Unabhängigkeit und de5 moralischen Fortschritt! gewesen, sondern auch in der materiellen Ordnung und imReche der Arbeit die Kraft, welche am besten daS Werk der Schöpfung ergänzt." Der Vater'dtr Prohibttion. In Portland, Me., ist General Neal Do gestorben, den man den Bater der Proyibitton nennt, weil er das erste Gefefc zur Unterdrückung ö:5 Handels mit geistigenlLetränken durchsetzte. Ueber die Art und Weise, wie er dazu gekommen ist. werden derschiedene. mehr oder weniger romantische Geschichten erzählt, von denen wahr schetnlich keine ewziae roahr ist. Es mag wohl sein, daß ein betrübende: Vorfall den Anstoß gegeben hat. aber ein Mensch mit geistigem Gleichgewicht wird nicht zum unversöhnlichen Fanatiker. weil er einmal gesehen, daß ein Trunkenbold seine Familie in'ö U,i glück gestürzt hat. ' Wir wollen damit nicht etwa sagen, daß Neal Dow nicht im vollen Besitz seiner Geisteskräfte gewesen wäre. Er war im Gegentheil ein begabter und ungewöhnlich energischer, zielbewußter Mensch. In ihm vereinigten sich aber Sharactereigensckaften, die wir beim Amerikaner so häufig finden: die Unduldsamkeii. die Oberflächlichkeit und die Scheinheiligkeit. Er wollte Andcren nicht gestatten, nach ihren eigenm Ansichten und Wünschen zu leben, sondern sie sollten sich Alle den von ihm ' vorgeschriebenen Regeln unterwerfen ; er glaubte, durch ein Gesetz die Leben,?, weise der Menschen ändern zu können, und als sich dieö als unmöglich erwies, schloß er seine Augen egen die für Zeden Anderen sichtbaren Zustände und behauptete, Maine sei einProhibitkonZ. Staat und dort wäre die Trunksucht vollkommen ausgerottet. t Wer die Verhältnisse kennt, weist. ' dak gerade in Maine mehr schlechter , Schnaps getrunken wird, als in den meisten anderen Staaten. DaS Z?u2 in .. nyvrtl&t fimr ,rln5?n ll uuu yuuuw( ?.. o " -I " j und an Stelle des harmlosen offenen Genusses ist einfach der viel gefahrlrchere heimliche Suff getreten. Die 5)euchelei ist zum Nattonallaster geworden. Männer, die öffentlich d:r Prohibition da? Wort reden, - trinken zu Hause oder in versteckten Winkeln desto mehr. ES ist oft genug nachgewiesen worden, daß man in Dow'L eimathstadt Portland an Fest- und Feiertagen mehr Betrunkene in den Straßen sieht, att in New York wah. rend eine JahreZ. Aber der Bater der Prohibition w.ieZ alle derartigm Mittheilungen mit der Bemerkung zurück, die Berfassung verbiete den Qerkauf berauschender Getränke, also ei stire er auch nicht. Mit solchen Menschen läßt sich nicht rechten, sie sind nicht zu überzeugen, weil sie nicht überzeugt sein wollen. Dasselbe ist der 5fall mit den Anhängern deS Verstorbenen. Trotzdem für jeden Menschen mit gesundem Menschenverstand gerade Mahre ein Beweis dafür ist. daß ZwangSgesetze nicht durchgeführt werden können und Prohibition ein vollständiger Fehlschlag ist. begnügen sie sich mit der Thatsache, dak da? Gesetz ezistirt. und stellen einfach in Abrede, daß eS allgemein übertreten wird. Kurzsichtige Menschen dieser Art haben unendlich mehr Unheil geschaffen, als der Verkauf von Getränken; sie haben den Eharacter eines ganzen Volkes verseucht und ote yeuchelei und Lüge aus den Thron erhoben. Mäßigkeit ist eine werthvolle Tugend u. eS ist gut, daß dieZeiten vorbei sind, ws Männer bewundert wurden, weil sie im Trinken Großes zu leisten vermochten. Aber man kann die Menschen nicht mäßig machen, i.ldem man ihnen befiehlt, ihre Lebensweise mit einem Schlage zu ändern und auf gewohnte, als harmlos betrachtete Genüsse zu verzioMen. Man fördert dadurch nur heimlicke Völlerei, die desto schlimmer wirkt, weil alle beschranker--den Umstände fehlen. Da? hat man hier freilich noch nicht eingesehen, aber man darf wenigstens sagen, daß die ProhibitionS Bewegung in den letzten Jahren nicht an Stärke zugenommen hat. Et scheint ein Stillstand eingctreten zu sein, der gleichbedeutend mit Rückschritt ist. Und daS wäre ein SeGen für die gW.akn. Chr Wahres Oprüchvort. "Nichts ist so erfolgreich wie Crfolg." Dlese Behauptung ist nie besser bewiesen als wie durch den Erfola von Dr. Bull's Husten Syrup. Diest wunderbare Medizin kurirt jeden Fall .von Erkältung, Husten und Bräune in ter kürzesten Zeit und immer mit Erfolg. Frau E. W. Richards, 2214 ( Cumberland Str., Philadelphia, Pa., schreibt: ch habe Dr. Bull'S Husten Syrup seit 9 Jahren im Gebrauch und fand ihn ein sicheres Mittel gegen Bräune. Ich brauchte ihn in den schlimmsten Fallen und rathe allen Müttem dasselbe zu thun." Tr.VuL'S Husten Syrup kostet nur 25 CentS. Versucht kern anderes Mittel sondern bleibt bei dem alten und bevähttm Dr. Bulre Husten Eprup und ihr erdet vxt täuscht sein. Zu haden d : 0. Calb, 01 5l7i27.z
ja ra cc, zzziz & za cc.
TST3
Der Laltuer. Mit der reifenden Weintraube in Süd-Tirol hat sich, wie alljährlich auch diesmal wieder der Saltner-, wie dort der Weinhüter genannt wird, eingestellt, eine von Hop bis zu Fuh fo eigen ausstaffirte Persönlichkeit, wie sie außer in Uirol schwerlich in ganz Europa gefunden wird. Wenn man zur Herdttzeit durch die Rebengelände von Süd.irol wandert, so begegnet man wohl da, wo nicht das Betrete des Weinbergs am Eingänge einet solchen Ganges durch eine aus leichtem Holz grob geschnitzte Hand, verziert mit einem Berberitzenstrauch, Verbote ist, einer abenteuerlichen und phantistischen Gestalt, die mehr einem 3 dianerhäuptling ähnlich sieht als einem friedlichen Bewohner unseres Wei landeS. In der Gegend von Mera und Bozen erscheint der Saltner angethan mit einer leVerne schwarze Joppe von eigenthümlichen Schnitte, lederner Hose, welche die Knie frei läßt; die Mitte des örperS umgürtet eine breite schwarzlederne Binde, die daS WammS mit der kurzen Lederhose verbindet. Die Waden bedecken weiße Strümpfe, über welche kurze lederne Gamaschen gezogen sind. DaS Grob artigste an seinem Aufputz aber ist der dreispitzige schwarze Filzhut, daS Prachtstück deS SaltnerS, mit Hahnenfedern, GemSbärten und Eichhornschwänzen bedeckt, dazwischen glänzen ountePfauensedern und hängen Fuchs und Marderschwänze über die breite Lirämpe, ja sogar ausgestopfte Dachse und allerlei klemeS Gethier ist an den Spitzen angebracht und zeigt mit aufgesperrtem Rachen seine weißen Spitzzahne. DaS Abenteuerliche, ja zum Theil Schauerliche dieser Tracht wird noch wesentlich erhöht durch zahlreiche Eber- und SchweinZzähne, die an Drahtkettchen aleichsam alS Orden über die Brust hängen. Dazu fürjxt der Saltner eine alte, meist rostige Hellebarde als Zeichen seines HüteramteZ, und im Gürtel steckt neben einem Messer in lederner Scheide noch eine Pistole. Die Ausstattung und Ausrüstung deZ Mannes macht es er klärlich, dak sein plötzliches Erscheinen in den Laubengängen der Weingärten dem ruhig dahinwandelnden fremden Touristen oder Kurgaste inen Schreck einja'gen kann, und daß namentlich Damen nicht selten bei seinem unerwarteten Anblick laute Schreie ausstoßen. Auch erscheint eS wohl glaublich. daß, wie erzählt wird, einst ein britischer Tourist bei solchem Begegnen vor dem vermeintlichen Räuber auf die Knie gefallen sei und, die volle Börse darbietend, den Saltner um sein Lebe.l angefleht habe, worauf dieser ruhig der Börse seinen Tabakkreuzer" entnommen und sie zurllckaegeben babe. DieseZ Entgelt, da? m der Regel fünf Kreuzer beträgt, und um die der Saltner die ihm in den Laubengängen Begegnenden höflich bittet, macht eine nicht unbedeutende Einnahme für ihn aus. Sein Amt ist übrigens nicht leicht und sehr verantwortlich. Vom 15. August an. wo er seinen Dienst antritt, bis zur Beendigung der Trau benernte um die Mitte deZ October h.it er Tag und Nacht darüber zu wachen, daß keine Traubendiebe sich in die Weingüter einschleichen, wozu außer der naschhaften Jugend auch die wä! schen Arbeiter, die um diese He!t n?,ch hier beschäftigt sind, große Neigung verspüren. DaS Amt eines ValtnerZ wird wegen seiner hohen Wichtigkeit alö ein LertrauenZamt auch nur an durchaus Zuverlässiae unter den sich Meldenden, die fast ohne Ausnahme Knechte und Bauernsöhne sind, verlie hen. Sie müssen das vierundzwanzigste Lebensjahr zurückgelegt und einen durchaus sittlichen u. unbeschol tenen Wandel geführt haben. Wer sich Ausschreitung beim Raufen oder andere Ungebührlichsten und gar Strafbares ni Schulden kommen ließ, wird als nicht mehr fähig dazu ach tet. Auch muß der angehende Saltnel den Besitz und die Verhältnisse feines Bezirks und der angrenzenden Gebiete genau kennen und hat ein sogen. Rigelaeld (Kaution) zu erlegen. E? gilt selbst für t?ohlhabende Bauernsöhne als eine große Ehre, zu dem Amt erwählt zu werden, und so wird denn von diesen und ihren Kameraden die Erwählung richt selten durch ein festlicheö Mahl gefeiert. Als Lohn erhalt der Saltner außer dem sehr einträglichen TabakLkreuzer deS TageZ ungefähr einen Gulden und speist Mittags bei den Bauern feines Bezirks abweck selnd. doch wird dieS möglichst schnell und gleichsam nur so nebenher besorgt. So beläuft sich daS gesammte Einkom men deS SaltnerS während der drei Monate seines Dienstes ebenso hoch wie daS Jahrgeld eine? wohlbestallten Knechtes. Daher sind diese Stellen auch sehr gesucht, und der Kandidat zieht zeitig genug bei den etwa zwanzig Bauern seines Bezirkes umher und bittet bescheiden um ihre Stimmen. Gegen die Unbill de Wetter schützt ihn eine leichte, in einem der Weinberge errichtete Strohhütte. DeS NachtZ wird er von seinen Bauern oder deren Abgesandten controllirt und wehe ihm. wenn er schlafend gefunden wird! Zum ersten Male erhält er einen scharfen Tadel, wenn dieses Versehen aber wie. derkehrt. hat er ein Strafgeld zu zah' len, und am Ende kann er gar deZ Dienstes entlassen werden, was für ihr als eine große Schande empfunden Wird. Da aber . kein Mensch dej Schlafes ganz entbehren kann, so ist auch ihm nach 11 Uhr Nach; gestattet ein vaar Stunden in seiner Strobbütt, zu ruhen,' spatesten um Uhr muß er aber wieder auf dem Posten sein. Auch vom Besuch deö Gottesdienste ist er wie der Senne befreit. Er kann zwei Jahre hinter einander zu diesem Amte erwählt werden, dann aber muß we' nigstenZ ein Jahr bis zu seiner etwalgen Neuwahl vorübergehen. Wird er in der Nacht von einer größeren Geselle schaft von Traubendieben angefallen. so ruft er seine benachbarten Kameraden. durch Pfeifen auf dem hoblen Eberzahn oder durch einen Pistolen, fchuß ?u Hilfe.
il II ii Mi
Uebertragung der Tipttthtrie. Ueber die VerbrcitungSweise der Diphtherie veröffentlicht Dr. JohanneS Fibingcr (Kopenhagen) in der Berliner klinischen Wochenschrift" eine Reihe von Beobachtungen, die die Gefährlichkeit dieser bösartigen Seuche in ein besonderes Licht stellen. Schon Prof. Flügge (BreSlau) hatte vor einigen Jahren gefunden, daß der Ansteckungskeim der Diphtherie zum menschlichen Körper in viel näheren Beziehungen steht, alS bis dahin ange nommen wurde. Nicht nur die Diph theriekranken beherbergen ihre Keime im Schlunde. sondern sie finden sich auch noch bei den Genesenden, die eine Di-Htherie durchgemacht haben. Verschiedene Forscher haben darauf nach gewiesen, daß Diphtheriekeime auch im Halse Gesunder vorkommen können, ohne daß bei diesen die geringsten diphtheritischen Erscheinungen Vorhände zu sein brauchen. Daß solche scheinbar gesunde, aber mit Diphtheriebacillen im Schlunde behaftete Menschen die Diphtherie übertragen können, hat die Erfahrung mehrfach bestätigt. Thüre Hellström hat darüber interessantc Beobachtungen veröffentlicht. In ein Stockholmer Krankenhaus wurde ein Mädchen mit schwerer Diphtherie eingeliefert. Wie sie sie erworben hatte, darüber war zunächst nicht? zu ermitteln, da weder bei ihrer Herrschaft noch bei ihren Verwandten und Bekannten Diphtherie vorgekommen war. Man erfuhr indessen, daß da? Mädchen mit einem Sergeanten der SveaLeibgarde verlobt war. Dam dem Regiment eine Diphtherieseuche geherrscht hatte, wurde der Verdacht rege, daß das Mädchen von ihrem Bräuti gam angesteckt worden sei. Bei der Untersuchung wurden in dessen Rachen auch eine Menge Diphtheritiöbacillen gefunden, obgleich der lektere vollständig gesund aussah. Da' der An steckungöstoff auf ähnliche Weise mehrfach einen Weg von der Kaserne in die Stadt finden konnte, beschloß man alle 786 Soldaten zu untersuchen. Im Laufe einiger Tage wurde diese ungeheure Arbeit ausgeführt, und man fand, daß 151 0.9.21 Procent) der Untersuchten Diphtheriekeime im Ra chen hatten, ohne daß bei Jemandem Beläge nochgewiesen werden konnten. Alle Bacillenträger wurden abgesondert und Alles wurde gründlich deZinficirt. Nur Einer der Abgesonderten bekam dichtheritische Beläge, und die Gefahr einer Seuche schien durch die Absonderung unterdrückt. Ebenso bezeichnend ist der Verlauf 'einer Diphtherieseuche im Symnastum zu Herluftholm auf der Insel Seeland. Die Schule war eine lange Reihe von Iahren von ernstlichen ansteckenden Krankbetten verschont gewesen, bis 1SS4 die Diphtherie auftrat, deren Ursprung nicht erklärt werden konnte. ' Da trotz ihreS gutartigen Charakters dieSeuche nicht erlöschen wollte, beschloß der Arzt, alle Schüler bakteriologisch zu untersuchen, um die Bacillen tragenden. falls solche gefunden würden. auSzufondern. ES wurden 134 Personen. Schüler. Lehrer. Angestellte und Bewohner von Herluftholm untersucht und bei 22 Diphtheriekeime gefunden. Diese wurden sofort abgesondeit, und die Seuche erlosch. Sehr beherzigen?werth ist weiter die Veobachtuna. daß ein Schüler, der thatsächlich Diphtherie gehabt hatte, noch neun Monate nach Abstoßen deS Belages Diphtheriekeime im Rachen beherbergte, die Meerschweinchen gegenüber noch vollauf gtstig waren. Le Gendre und Pochon konnten sogar 1j Jahre nach Verschwinden aller Diphtherieanzeichen noch Diphtheriekeime im Rachen einer Person nachweisen. ES steht also fest, daß viele scheinbar gesunde Menschen Diphtherie - Keime im Schlunde mit sich herumtragen. In einer großen Anzahl von Fällen bleiben sie unschädliche Schmarotzer, nur Zn einer kleineren Zahl verursachen sie wirklich Diphtherie. Man muß also bei einer Diphtherie - Seuche als Ansteckungöquelle nicht nur die Kranken, sondern auch alle Genesenden und die scheinbar Gesunden ansehen, die mit ihnen im Verkehr stehen, und danach seine Borkehrungen treffen. Hunderttausende von Bienen haben kürzlich in der Zuckerraffinerie auf dem Dom in Glogau ihren Tod gefunden. Zur Zeit der Blüthe des Heidekrautes, das in diesem Jahre eine wunderbare Vlüthenfülle ent wickelte, unternahmen die Bienen oft einen weiten Flug in die Forsten, um den Blllthenstaub deSHeidekrautel einzuheimsen. Auf diesem Wege werden hie Bienen von dem süßen Geruch, welcher der Zuckerraffinerie entströmt, angelockt. In den Zuckerböden der Ras finerie saugen sich die Bienen dann so voll, daß sie zum Fluge nicht mehr fähig sind und zum Tode ermattet herabfallen. Von den Arbeitern der Zuckerrasfinerie sind Körbe voll todter Bienen entfernt worden. AI die Einwohner d e I Städtchen Barkhamsted in Eonnecticut kürzlich beschlossen, ihren todten Soldaten ein Denkmal zu setzen, kam die kuriose Thatsache an'ö Licht, daß die Ortschaft der continentalen Armee im Freiheitskriege mehr Soldaten gestellt hatte, als dem Bundesheere im Bürgerkriege. Dieses ist eben auch eins von jenen echt amerikanischen" Nestern, in die seit Menschengedenken kein Einwanderer gekommen ist. Solche Gemeinwesen nehmen beständig ab. Der Eisenbahnbau im Territorium Arizona wird in der nahen Zukunft eine ungewöhnliche Förderung erfahren. Wahrend der letzten Wochen sind beim Secretär deö Territoriums in Phoenix Anmeldungen für den Bau von 21 Eisenbahnen von zusammen mehr alS 3000 Meilen Länge einge gangen. DieS ist die Foge deS von der letzten Legislatur angenommenen Gesetzes, wonach alle Eisenbahnen, an denen binnen einem Jahre die Arbeiten begonnen werden, auf 13 Jahre hin auS von allen städtischen, Eounty- wtd Territorial - Steuern befreit sein sol-len.
rjr -jc ifvte
Vom Jnlande. Mit einem einzigen E t e n p a a r e begann ein unternehmender Mann in Homer, Mich., im ver. flossenen Frühjahr die Entenzüch. terei. Er erhielt von dem Paar 190 Eier und von den Jungen konnte er in diesem Herbst schon 116 Stück auf den Markt bringen. Der Schnee dsn70Wintern hat daS Haar des Dr. Hills in Manchester. Ky.. bereits gebleicht, aber der alte Herr nimmt eö noch mit den Jüngsten auf. soweit Körperkraft und Ausdauer inBetracht kommen. Jüngst fand in Barbourville ein Pferderennen statt und auf diesem ritt Dr. Hills seinen Renner mit solcher Gewandtheit, daß er als Erster daS Ziel erreichte. In der Nähe von Williams o n. West Virginien, sind die Farmer George MountS und Scott ElliS von ?ohn Harbin und seinem Bruder Tom Harbin auS Buchanan Eounty auf de: Landstraße erschossen worden. John Harbin haßte MountS wegen angeblich freundschaftlicher Beziehungen zwischen Letzteren und seiner (Hardin's) Frau. Er lauerte MountS mit seinem Bruder aus und Scott ElliS, welcher MountS begleitete, wurde ebenfalls von den Mördern getödtet. Schöne Mädchen, denken die Besitzer von Eandy Läden, Sodawasser - Brunnen u. dergl.. ziehen Kunden an. Ueber das Telephon sieht man die Gesichter nicht, aber warum der Manager der Telephon - Exchange von Augusta Eounty. Va., zu feiner Schrulle gekommen ist,' konnte bisher noch Niemand ergründen. In einer Anzeige verlangte er 50 häßliche Mädchen mit klarer, heller Stimme". Aber Mädchen haben selbstständige Gedanken über ihr Aussehen; kein einzigeö meldete sich für die Anstellung. Ein ergötzlicher Vorfall spielte sich neulich NachtS im Manor House Hotel in HillSdale, N. I.. ab. Frau Rich, die Gattin deS Hoteliers, hörte gegen ein Uhr ein verdächtiges Geräusch im Hofe. Sie sprang auf. ergriff ein Gewehr, und damit an's ; Fenster eilend, rief sie: .Nun scheert Euch zum Teufel, Ihr Spitzbuben, l sonst fülle ich'Euch mit Bei an!" Als Antwort kamen bekannte Stimmen der Mitglieder der Parkridge - Kapelle. welche der resoluten Frau tm Standchen darbrachten. In Folge eines Bienenstiches seinen Tod gesunden hat der Holzfäller Jke Williams bei der Arbeit in den Wäldern der Elkhorn MountainS. Der Mann wurde in die linke Hand gestochen und unmittelbar daraus begann sein Körper anzuschwellen, bis nach Verlauf von nicht ganz 2 Tagen der Tod den Leiden deS Unglücklichen ein Ende machte. In New York kam dieser Tage ein von vier Pferden gezogener Armecwagen auS Fort Niobrara. Nebr., der von den verabschiedeten Soldaten Owen McTaZney und Zepherine Maurice begleitet war, an. Aus' der Wagendecke war mit schwär zer Kreide geschrieben: Von Fort Niobrara nach New Jork." Ein Hund befand stch in Begleitung der Männer. Ihre Dienstzeit ist abgelaufen, und sie beabsichtigen, nachdem sie sich dem Zahlmeister in New York vorgestellt. auf'S Neue Dienste zu nehmen. Von 650.0Q0.000 Passagie. ren, die letzte Jahr auf amerikanischen Dampfschiffen und Dampfbooten befördert wurden, kamen 26 um'ö Leben. Macht einen Todesfall auf je 1.882,845 Passagiere. Obgleich daS Wasser noch immer keine Balken hat. so kommt auf dem Wasser, d. h. auf unseren Dampsbooten viel weniger Unglück vor, als auf der Eisenbayn oder auf der gewöhnlichen Landstraße, seitdem Radler dieselbe unsicher ma chen. Außerordentlich lebhaft ist in diesem Jahre die Kohlenderschiffung von Baltimore nach der Pacificküste. Seit Anfang dieses IahreS sind mit Kohlen für Pacifichafen von dort abgegangen: St. FranciS", San Francisco. 2640 Tonnen ; EI Eapitan". San Francisco, 2331 Ton. nen; Sintram", San FranciSc,', 1750 Tonnen; Haydn Brown", Ta coma, 1160 Tonnen; Shenandoah-, San Francisco, 4662 Tonnen; John A. Briggö-, San Francisco, 2952 Tonnen; W. F. Babcock", Honolulu, 3203 Tonnen; George Stetson-, Portland, 2224 Tonnen; Susquehanna", San Francisco, 3050 Tonnen. Dieses macht im Ganzen 23,732 Tonnen. .Gepfählt im buchstäblichen Sinne deö Worte wurde der Pottzist John D. Merccr in OwenZboro, Ky. Während der Mann in seinem Garten mit Pflücken von Pfirsichen bcschästigt war. stürzte er von einem Baume und fiel auf die scharfe Spitz.' einer Zaunlatte, wobei ihm dieselbe drei Zoll tief in den Unterleib drang. Mercer'S Nachbarin, die Wittwe Sallie Thompson, mit der er verlobt wn, befreite den Unglücklichen auS feiner furchtbaren Lage und trug ihn in das HauS. Da ein schleunigst herbeigerufener Arzt deS Verunglückten Wunde für absolut tödtlich erklärte, so wurde ohne Verzug Rcv. R. B. Großfield g?holt, der die Wittwe und den Verunglückten copulirte, während dieser in den letzten Zügen lag. Ein notorischer Desperado. Frank Lynch mit Namen, ist in VallecitoS. Eal., von dem Viehzüchter John Ashurst mit finer Kugel in'S Jenseits spedirt worden. Ashurst hatte vor einigen Jahren große Verluste durch Viehdiebstähle ' erlitten. Er brachte zwei mexicanische Diebe dafür in'S Zuchthaus, befürwortete aber dakauf ihre Begnadigung, weil Lynch, der Hauptschuldige, frei ausgegangen wax. Er kam wiederholt mit diesem aneinander und Lynch drohte, ihn umzubringen, sobald) er ihn ' träfe. Als Ashurst dieser Tage auf der Veranda eines Hotels in VallecitoS stand, kam Lynch deS WegeS und ging mi? drohen. der Geberde auf ihn zu. Afhurit zog soaleich seinen Revolver und schon den Äann Nieder, woraus er sich dem Sh riff fcllk.
'
Vom Auslande. Eine lang b i g e F a m ilie wohnt in einem )rfe des russischen Gouvernements Wiatka. Jbr jüngster Sproß zählt 100 Jahre und dient als Matrose auf Wolqajchifsen. ein Bruder starb 105 Jahre.derGroßdater 124 Jahre alt, beide an Unfällen. Nahezu alle Familienglieder werden älter als 100 Jahre. Der Prinz don Walei ist wie die Zeitungen berichten mit seinem Ausenthalt in Marienbad sehr zufrieden, weil er daselbst binnen 14 Tagen 6 Pfund verloren hab:. Noch viel zufriedener muß der Prinz in Monaco gewesen sein, wo er binnen weniger Stunden bis 1000 Pfund zu verlieren im Stande war. Ein ganz eigenthümlicher Fall beschäftigt die Pester Pslizei. Der Privatdiener deS iekann ten Universität? Professors und Frauenarztes Dr. Wilhelm Tauffer, Namens Johann Toth, hat sich in AbWesenheit seine? Herrn stets für diesen ausgegeben und Patienten, insbesondere aber Patientinnen, ärztlich untersucht und sich seine Diagnose sehr gut bezahlen lassen. Durch einn Zufall wurde die ärztliche Thätigkeit dieses sonderbaren Stellvertreters entdeckt und der Praxis durch dessen Verhaftung ein jähes Ende bereitet. Gegenwärtig ist die Polizei noch mit der Nachforschung über den Umfang der Prazis TothS beschäftigt. Der Schriftsteller Dalseine in Paris feuerte an der Bahre feines Enkels einen Revolverschutz auf , seinen Schwiegersohn, den Architekten Parent ab und verwundete ihn am Arme. Parent war in das Haus seiner von ihm geschiedenen Frau gekommen. um am Sarge des vierjährigen SöhnchenS einen Kranz niederzulegen. Zwischen Parent und Dalseme entstand ein Wortwechsel und als Ersterer eine beleidigende Bemerkung über feiste Gattin machte, ergriff der greise Schriftsteller einen auf dem Tisch liegenden Revolver. Parent ist leicht verletzt. Dalseme wurde vorläufig in Freiheit gelassen. . Ein Wiener Blatt schreibt: Der oft beklagte Setzkastenkobold hat sich wieder einmal einen ; argen Exceß erlaubt. Er hat die Na- ! turgeschichte um das recht eigenartige Wesen de, zwitschernden FroscheS" bereichert. Um uns nicht seitens de: ganzen Froschzunft eine geharnischte Berichtigung zuzuziehen, constatiren wir, daß eS in dem Referate über Vaterfreuden" (Earl-Theater) statt : Fräulein Pahlen zwitscherte wie ein Frosch" herum" richtig: Fräulein Pahlen zwitscherte wieder forsch" herum" heißen sollte." In LudwigLhafen hat sich der 32 Jahre alte Fabrikant Gustav Forrer erschossen, nachdem er sich wei Taae vorher mit einer Dame aus .'Mannheim verlobt hatte. In einem j Briefe an seine Braut theilte er mit, 'daß er an einer unheilbaren Leberkrankheit leide und daher nicht die äroße Verantwortung auf sich nehmen könne, ein Mädchen als seine Gattin .an sich zu fesseln. Zugleich eröffnete Forrer seiner Braut, daß er sie zur Haupterbin seines mehrere hunderttausend Mark betragenden Vermögens eingesetzt habe. Der Verstorbene besitzt -noch eine Schwester, die unverheirathet ist und in Heidelberg lebt. In Dessau wurde In? f o l g e deö wachsenden Verkehrs auch die Verbreiterung der Böhmischen Straße nothwendig. Um diese zu ermöglichen, mußte das Eckhaus dr .Böhmischen und Zerbsterstraße niedergerissen werden. Allgemein wird es .bedauert, daß dieses HauS fallen mußte; denn dadurch ist Dessau um , ein historisches Gebäude ärmer gewori den. DaS abgetragene Eckhaus war I nämlich die alte berühmte Apotheke, i in der die Anneliese", die Gemahlin t deö Fürsten Leopold von Anhalt-Des-'sau, deS alten Dessauer", geboren wurde. JnSpringierSbach (Kondelwald) schlug während eines kurzen Gewitters der Blitz in die Kirche ein und zündete. DaS Feuer entwickelte sick sehr langsam und hätte leicht gelöscht werden können, wenn Hilfe rechtzeitig zur Stelle gewesen wäre. Als nach 45 Minuten die Bengeler Feuerwehr eintraf, hatten die Flammen schon zu weit um sich gegriffen, als daß die Wehr'mit ibren unzulänglichen Apparaten im Stande gewesen wäre, den Brand zu dämpfen. Auch die einige Zeit nachher angerückte Reiler Wehr konnte nichts Wesentliches mehr ausrichten. Die schöne Kirche brannte ganz auS. )urch stürzendes Gebälk wurde ein Mann am Kopf verletzt. In der Nabe d e S Z ü r icher Vorortes Altst-tten ist der LeilHnam einer etwa fünfnq Jahre alten ffrauenS Person aufgefunden worden, die allem .Anscheine nach einem Verbrechen zum Ovfer gefallen ist. Die Kehle der Todten war Mn durchschnitten, die Brust wieS verschiedene Stichwunden auf: in der Band hielt die Tode ein blutiges Messer, doch ist einSelbstMord fo gut wie au?aeschloffen. und eS sckeint der Thäter seinem Opfer da Mener in die .Vtnd gegeben n babe. : um den Gedanken n e'nn S'lbftn'-d , 5ervo?urufen. Die Alifremma in d-r i Geaend iit gro. da dortselbst vor nock ' nicht langer Zeit eine siebaiäbri.7e ! Frau von einem Strolche veraewasiZqt wordm ist. ohne dan man be?Wb'N . habhaft wurde. Wie versautes s"ll im vorlieqenden Falle iedoch ein Lustmord nicht namzuwe,sen rnn. T vi u ver ilte der Pariser Gesellschast setzte sich daS Publikum zusammen, welches tm Festsaale des GuimetmusvimS anläßlich des seckzigZährigen Bestandes deS Buddha cultuS in Frankreich einer von dem sinqhalesischen Oberpriester Dharmapala celebrirten Blumenceremonie beiwohnte. Bevor man an dem siebenstufigen, von 37 Flammen beleuchteten Altar blätterlose Blumen und blüthenlose Blätter niederlegte, mußte man versichern. 24 . Stunden lang seine Kehle alkoholfrei gehalten zu haben. Der Oberpriester forderte darauf Alle. uk. aeloben. den Mkohol sowie der
A fl
.... DaS specifische .... Heilmittel für die Krippe. vt ist s5en Slerzten kekannt, daß diese RxunWt sich in Folge ,rn Erkältu tntwiöelt. In allen ibren Formen greift fit We sSrsacbe Etkle eJ Erstemö an. XU llSemeinen Ttzmxtime si diksclden i: tet hestk, SrkältunLkn, und U Srkiltu, die Ursee ist, ftlrt sine ae,! &. Handlung rreschrikten. viele Sirzte, ,lche de Oerth ,..... Dr. August König's Hanburger Brustthee
kennen, rerschreiien benstlbt ket
av Niur nannt, it witrttn liftit, Ht Skn, UtU ,d deS
MM aufvaur, uno aix ttt enje
pr. August Sömg's garnbarfitr groftihke heilt fiifrn, CrUltttc, Lronchitis, HMelden, vsthma, 0rßserzen litfert tslledez. Cr ichte Vrusttiee wird x? i Drift! at-9i&ttt Pl 3 Ceitt d3 packet Verkauft, ind iß i ihn N?,tM i iUu
DaS vorzügliche Bier : : : der MI m I Flaschen zu beziehen durch izcer Telephon 407 McCullcrngh & Reinhard, Ncchts-Anwalto Zimmer 303 305 Indiana Trust Gebäude. Telcvhon 1017. ftrr? Nelnkard ir.rfltlitt fli tcfinktrl tm vtuiiUfin i'uuiuuni . fSS3SZSSZStlS5SZEZS2S3S2SiJe I ' TRIE0, ÄlWAYS'flSED. 1 TO eö?. 7vta miaamci A BAR FIXTURE3, 0RAIN BOARDS AND AU Tln, ZtaCt Draao, Coppor H Nicket and all Kltchon end Plated Utensils Ct38ft7ood, Morbloor Sö ceialn. Etc. f CEOnCE WM HOFFMAN 't Aol KaautectikTM Ad tmpruvat. 20SCATWAftNintroinSrtasiANAout. K S Tuc oiDvn:prDci roicKn d i 4 wir uiuriiku uta iiiiunu tp ks2S2SZSSS2SZSZSZS2S3SZSZSS32 JCT Zum Verkauf in Apotheken 25 Cents per Pfund. The Twentietli Century, ine ausaezeickmete Wochenschrift, welche , ortschrittlich pistn, ten Lesern sehr zu empfeh en ist. In der Tendenz mar sozialifti'ch. werden dech anrere torrschrittlich Theorien dann unvartellsq desvrochen. an bestelle direkt de: der Humboldt Publishing Co., 19 ftor Place, Nevvon. öbiüna von Tbleren und kllier UNwürdigen LebenZsübrung entsagen zu wollen. Darauf umspannte er die An wcsendcn mit einer gelbseidenen Schnur und segnete dieses Symbol de Erdkreise?. In Sicilien fand der Direktor des Museums in SyrakuS, V. Orsi, die kleine ursprünglich von Sikelcrn bewohnte griechische Stadt Echetla oder Morgantia wieder. Der Ort war unbedeutend, und seine Reste sind ganz gering; ein Schatz campanischer Münzen, die ein Söldner, etwa de? AgathokleZ, vc'czraben hatte, ist der bemerkenZwertheste t'elfund. Aber vor der Stadt lag ein Heiligthum. daö seine auSrangirten Ibönernen Weihge? schenke sorgsam Zn tiefe Stollen ver. arub. die man in eine Verawand trieb. Dort sind viele Hunderte zum Theil von bedeutender Größe durch äußerst geschickte Grabungen an'S Licht ge bracht, die uns die ganze Geschichte der Tbonplastik vom siebenten bis in daS dritte Jahrhundert v. Chr. übersehen lassen; damals wird das Heiligthum zerstört worden sein. In Genua hat die ehe. maliae Kellnerin, jekt Friseuse Chiarina Matter, ibren Liebhaber mit einer f'aarnadel aetödtet. Sie glaubte. Grund zur Eifersucht zu haben, trat am Abend, als ihr Geliebter auf der Viazza Livagna mit andern jungen Leuten plauderte, auf ihn zu. zog nach kurzem WortweSsel eine Nadel aus Zbrem Haar und Hteft sie ihm Zn'SHerz. vkach wenigen Minuten war er eme Leiche. Die Mörderin entfloh und wußte stch dic aanze Nacht hindurch den Nachforschuraen der Polizei u entzieben. Am Morgen begab sie sich Mi einer ffrenndln. der sie jammernd er'äblte, daß sie ihren Geliebten nicht habe todten, sondern, nur verwunden und einschüchtern wollen, und daß sie nach ibrer unseliaen ai nicht weiter leben wolle. Hierauf stieg sie in den fünften Stock eineS NackibarbaufeS und stürzte sick auf die Straße hinun ter. von wo ste sterbend in'S ttranken ösuS gebracht wurde.
W
M
m? Rö.Ztzsö
ff"rt c all iUU
I ypWI'-t."! i '1 fj hWUWWMv? MMMMnIZz ' (V l fu ysS$-r jZ--fv jjjl j jj1 !! M 'i-V ft n V S&a-";;,,;, H
s
kA
der vekandlurg in GHjjt, H a arcnryitt ntnm. Big 4 Route ! S7.50. nach St. Loui5, Alo. u. zurück wegen der Ausstellung. T'cktlS werden bis turn 8 Okl ver kauft und für die Morgevzüge om9. Okt. giltig M zum 11. Okt. 1897. 5 nach Chicago u. zurück. Comstag, 10. Oktober 18S7. Tickets werden für alle regulären Züge am Samstzg verkauft, ür die Rückfahrt gut auf allen regelmäßigen Zügen am Tonntag, len 17. Okt. '97 Heims uaZer Excursion. . Nach dem Westen und Süden. Bom 5 biö 19. Oct. Ein Fahrpreis und $2 für die Rundfahrt. H. M. Bronson. . . y. . STOP - LOOK - LISTEN Die populäre lMSIM) tft die beste Linie nach 0 H I G A G 0. ?! , 4t Stunden. Bier tägliche Zügel J...... , ' u 4t nkunft t hteaa ltt )Mt S vo Sbendl " i 8,o Ab 7B Zü. treffe hierein.... j ZZ rL Die neueste verbefferten Vestibuts Wngen, Pullrnnn Schlfrvngen elegate Parlor Wagen und Vßwage. Lokal'Ecblafwagen in JndtanapoliI fleht m 30 Abend brrelt. BerlSftk Ebicago tii Morgen. Bann Mtx Zeit nach 9 SO Abend benützr werde. Wek Washington Straße, Ticket' Offices : UntonabnhosdMaga ui . gzusktt Ave. Bahnhof. Geo. W. Hayler. D. P. V. Cincinnati Züge ! 0. s. &B. ß, R. Abfahrt Indianapolis Abfahrt 40 . 1 LSm IktSBm 3 4301 4 45N T CSS! Ankunft Cincinnati) nkunft 7oz?m . Iisom 'Il5M . Rm . . 10 boiim Dayton Züge, G. H. & D. N. R. Abfahrt Ankunft Indianapolis Dahton Abfahrt 40?m Ankunft T40m J0 45i8m S45km 4 4SNM T OiJlm m SS5m 6 30 Wn rNm 21 zm Toledo & Detroit Züge. C. H. K D. R. R. Abfahrt Ankunft Ankunft Jnd'plS: Toledo: Detroit Abfahrt 10 4 Bin nk'ft 4Nm nk'ft840 . sSm . I092n , ilihn ilukgenommen konntagl. Ticket-Ofsicen : Union Station und No. 2 West Washington Straße, Ecke Meridian. Einfache Neifreparatnr. Löcher in einem Morgan & Wrißht Reifen sind so leicht zu rkpanren alS man einen Äcl?nitt am Finger mit einem Heftpflaster zu klebt. ?!nnerbalb des innere Reifen Vttot ein langer Streifen Reparir Summt, Klt ext : Indem man den M. fc 25. ..ulckvair Eeme, t einflößt pnd den Rns mit dem Dam men herunter drückt, wie dieS : ird ter Summ'strerfen vom Cement ana, . L. w . oj - i : . i! . zogen unv va ou, zugemaqi, v ehr einfach aber jeder Rabler ui fi4 diese roei Provisionen merken, sonst gelingt eö ihm nicht. Ehe der Cement eingeflößt wird, muß der Neifen aufacpumvt werden. Wenn dies nicht geschieht, wird der inner Reifen flach, wie die: ' ' und tt 5eent dringt nicht nech In?, der Gummistnifen liegt. Im Falle der Reis dnrchlScher wird. Ui grn Eie sofcrt ai. Fahren auf cir.nn r;:fn rn de stch eiis ein Ka;tl tk7.7.d:!, ' rr5v '
V-... ? - ' ' - -5
1-
V
S
