Indiana Tribüne, Volume 21, Number 18, Indianapolis, Marion County, 7 October 1897 — Page 1

o O rlO I 00 V kS A vv ly VV w OV VV Office : No. IS QSd Alabama Strafte. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiana Vonnerstag. den 7. Wktober 189? Jahrgang 21 No. 1

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Lditorielles. Die große Bombe, welche die Republikaner in daS demokratische Lager warfen, ist geplatzt, ohne großen Schaden anzurichten. Sterling N. Holtö Reputation hat allerdings einige Flkcke bekommen, aber ein paar Flecke mehr oder weniger machen da nichts auö. Die Klage gegen Holt wird nicht eingereicht werden und zwar deshalb, weil dieser die $5000 bereits zurück

bezahlt hat. Er selber stellt eS in Abrede, aber R. Robinson, der mit Fulmer & Seibert in Geschäftsverbindung steht, sagt und beschwört,, daß eS so ei. Daß jemals einer der städtischen Beamten einen Cent dieses Geldes beommen habe, sagt kein Mensch. 3edenfallS haben Fulmer & Seibert das nicht erreicht, waö sie durch Bezahlung der $5000 erreichen woll en. Sie wollten Erlaubniß haben, den Kanal 4 biö 5 Fuß höher zu legen, der Stadtingenieur beschränkte die Erlaubniß aber auf zwei Fuß und dieS geschah, ehe die $5000 an Holt bezahlt wurden, konnte also keine Gegenleistung für einen Theil dieser Summe sein. Ihre Arbeit ist heute noch nicht von der Stadt acceptirt, und eS ist nicht daS geringste Anzeichen vorhanden, daß mit Ausnahme Holt'S jemals Einer einen Cent bekam. WaS Holt betrifft, so mag ja sein, daß er da Geld bekam und in die Tasche steckte, aber daS geht die übrigen Stadtbeamten nichts an. Die Presfton, öle gulmer & eibert ausüben wollten, ist nicht gelungen und die große Campagnebombe ist schadlos verpufft. Der Prozeß Lütgert. welcher augenblicklich weit mehr Aussehen erregt, alS er verdient, wirft Streiflichter auf unser RechtSversahren, welche daSselbe in eine höchst ungünstige Beleuchtung setzten. Seit sieben Wochen ist der Prozeß im Gange und eS ist gute Aussicht vorhanden, daß die VerHandlungen nahezu ein ganzes Vierteljähr in Anspruch nehmen, Man darf sagen, daß so etwas in keinem anderen Lande der Welt möglich ist. DaS Verbör der Sachverständigen, sowie das Verhör derZeugen überhaupt. und die ganze Führung des Prozesses von Seiten der Staatsanwaltschaft hat gezeigt, daß eS letzterer durchaus nicht um Ermittlung der Wahrheit, sondern v'elmehr um einen Sieg über die Geg ner zu thun ist. DaS zeigt sich fast in allen Kriminalprozessen, namentlich aber in solchen, in welchen die Beweisführung schwierig ist, und Hauptfach lich' aus Indizien beruht. Da spitzen sich die ganzen Verhandlungen ledig lich zu einem Wettkampfe zwischen den beiderseitigen Advokaten zu, sie werden zu einem Wettprozesse, so etwa wie ein Rennen zu einem Wettrennen wird. Die beiderseitigen Advokaten suchen sich in Schlauheit, in Schönrednerei, in Unverschämtheiten gegen die Zeugen, um diese zu verwirren, zu überbieten, und sie haben an dem AuSgang nur in so sern ein Interesse, als der Sieg der einen oder der anderen Seite ge hört. Dem Vertheidiger ist eS indeß nicht zu verdenken, denn er alle seine Kräfte anstrengt, um eine Freisprechung, oder

mindestens ein mtldek Urtheil zu er

zielen, oa ist sein Zweck und sein Beruf. Der Staat aber hat nur bann ein Jnter,sse an der Schulcigsprechung, wenn der Angeklagte auch wirklich schuldig i&. ES liegt aber gewiß nicht im Interesse deS Staates, daß ein Unschuldiger verurtheilt werde. Trotzdem führen in Amerika alle Staatsanwälte die Prozesse so, als ob eS ihnen nicht um Ermittelung deö Thatbestandes, sondern vor Allem um Erzielung einer Schuldigsprechung zu thun sei, denn der StaatSanwalt will, wie der Vertheidiger auch, den Prozeß gewinnen. ES ist für ihnein Kampsspiel. DieS bringt eS mit sich, daß jeder Zeuge, sobald er inS Kreuzverhör genommen wird, dem ezzminirenden Advokalen als Lügner gilt. Dann dersucht man durch allerhand Kreuz- und Quersragen ihn in Verwirrung zu bringen und läßt er sich auf einem, wenn auch noch so kleinen Widerspruch ertappen, so kann er sicher sein, alS der schwärzeste meineidige Lügner hingestellt zu werden. ES wird sich kaum behaupten lassen, daß daS zur Erforschung der Wahrheit nötdig ist Aber der Advokat will alö scharf und schneidig gelten und begleichen verschafft ihm solche Reputation. Unter solchen Umständen ist eS kein Wunder, daß die Justizpflege häufig zur Farce wird und wenig Achtung vor derselben im Volke vorhanden ist. I)riis)liiii(fjriljlßii. Inland. Wetterbericht. SchöneS Wetter heute Nacht und Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 72 Grad, niedrigstk 52 Grad. Der Kaiser Wilhelm der Groß e". N e w S o r k, 6. Okt. AuS London wird gemeldet, daß der neue Dampfer de Norddeutschen Llohd, Kaiser Wilhelm der Große", heute Morgen um 10:35 die Scilly Inseln pasfirt hat, wodurch zweifellos wird, daß er die Leistungen aller and?'en lzistirenden Dampfer weit hn.ter sich läßt. Der Durchschnitt der Fahrt stellt sich aus 21 60 Knoten per Stunde. DaS gelbe Fieber. . Edwards, Miss., 6. Okt. Bis heute Abend waren 16 neue Erkrankungen und kein Todesfall von gelbem Fieber angemeldet. N e w O r l e a n S, 6. Okt, Bis heute Abend 6 Uhr war die Zahl neuer Erkrankungen sowohl, als die der TodeSfälle höher gestiegen, alö nirgend einem früheren Tage. Unerwartet kam die? Resultat nicht, denn die Witierung ist namentlich in den Nachmittagsstunden wieder sehr warm geworden. ES starben heute 5 Personen. Die Zahl der neuen Erkrankungen ist 46. Mobile, Ala, 6. Oktbr. Hier kamen heute 4 neue Erkrankungen am gelben Fieber, aber kein Todesfall vor, so daß sich daS Gesammt. Resultat auf S9 Erkrankungen und 16 Todesfälle stellt. B ? e w t o n, Ala , 6 Oktober. In Alco erkrankte am Montag Robert S. Rabb, ein Quarantäne - Zugwächter. Heute Morgen erklärte der Arzt, daß er gelbes Fieber vermuthe. Feuer in der Besserung?anstatt. P lankinton, S. D, . Oktbr. In der Mädchen'Cottage der StaatsBesserungsanstalt brach heute um Mitternacht Feuer aus, und Tillie Hooper, welche die Aufsicht im Nähdepartement führte, die 13jährige. Nellie Johnson auS Grafton, N. D., die 9jährige Mabel Fobert auS Sioux Fall, die 14jährige Besfie Kirby auS Hot SpringS, die 16jährige Warner auS Watertown und Christian Bergmann, ein lljährigeS Mädchen auß Lankton kamen in den Flammen um. Die 25 anderen Mädchen entkamen mit Mühe in Nachtkleidern. Der pe kuniäre Schaden beträgt etwa $25,000. Der Brand scheint durch hie Erplofioy e.iner Same entffavden zu seitu .i in Yynode der' deutschen ?esormirtenKirche. gort Wahne. Ind., 6. Okt. Die nordwestliche Synode des deut-

fchen reformirten Kirche de Ber.

Staaten trat hier heute Abend zu ihrer Jahresversammlung zusammen. Die Eröffnungsrede hielt Red. I. Kuehling von hier, ber Präsident. Hundertundfünfundzwanzig Mitglieder aus Ohio, Sndiana, JllinoiS, Michigan, Wisconsin, Kentucky, Iowa, North und South Dakota sind anwesend. Die Synode wurde vor SO 3ahren hier in der St. JohanniSkirche organifirt. Die GeschastSsitzungen beginnen morgen. - Ausland. V e r d i ' S G e b u r t S t a g. . P a r i S, 6. Okt. Der Geburtstag deS großen Tondichters Verdi wird am 10. Oktober nicht nur in Italien, sondern auch in Frankreich und Deutschland durch die Aufführung seiner ersten Oper Oberto" gefeiert werden. Emile Durer hat daS Libretto zu .dieser Gelegenheit übersetzt. Gmseppe Verdi ist am 10. Oktober 1813 in Rancole, Herzogthum Parma, geboren und erhielt seine musikalische Erziehung in Busseto und Mailand. 3m Jahre 1838 ließ er sich, nachdem er in Rancole schon alS Knabe a!S Organist fungirt hatte, in Mailand nieder und lebte später in seiner Villa Agata bei Busseto. Im Jahre 1866 saß er kurze Zeit im italienischen Parlament und 1875 wurde er in den Senat gewählt, nahm seinen Sitz dort aber nie ein. . Die populärste seiner Opern ist ?. Trovatore", aber auch Rigoletto", Traviata" und Aida" erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Maestro ist noch immer sehr rüstig und arbeitet immer noch an neuen Compofitionen. Redakteur Hofer in Freiheit. Berlin, 6. Okt. Die Znterpellation im Abgeordnetenhause deö österreichischen ReichSrathS in Sachen des Redakteurs Dr. Hofer in Eger hat, trotz der Schweigsamkeit deS Justizminister?, Grafen GleiSpach, doch die beabsichtigte Wirkung nicht verfehlt. Der deö HochverrathS angeschuldigte Redakteur de? Egerer Nachrichten" ist in Anbetracht seiner Erkrankung im Gefängniß gegen Bürgschaft in Höhe von 6000 Gulden auS der UnterfuchungShaft entlassen worden. Der neue Egerer KreiSgerichtSpräfident Müller erwirkte beim Oberlandesgericht, welches sich bekanntlich bisher ablehnend verhalten hatte, die Haftentlassung. Dr. Hofer wurde bei der Entlassung auS dem Egerer Gefängniß von einer Volksmenge, die sich bei Eintreffen der Nachricht. seiner bevorstehenden Befreiung rasch angesammelt hatte, mit jubelnden Zurufen begrüßt und im Triumph nach seiner Wohnung geleitet. Abends waren die Nachbarhäufe? illuminirt. Zu ernsten Zwisckenfällen ist eS indeß trotz de? Herrschenken Erregung der Volksmenge nicht gekommen. Der Bürgermeister bewog die Demonstranten, sich zu zerstreuen und sich ruhig nach Haufe zu begeben. Schneefall in Deutschland. Wien, 6. Okt. Kalte Witterung hat eingesetzt und starker Schnee ist in den Gebirgk - Distrikten in Vesterreich und Ungarn, in der Gegend von München und im Harz gefall,. Ferdinand Neumann abgelehnt. Berlin. . Okt. Die deutsche Regierung hat daS SLequatur dem am 28 Mai vom Präsidenten McKinley zum amerikanischen Konsul in Köln ernannten Herrn Ferdinand Neumann auS JllinoiS versagt. DerOozialiften-Congreß. Hamburg, 0. Okt. Der hier tagende Sozialiften - Congreß nahm heute eine Resolution an, welche die Beschlüsse deö Züricher CongresseS bezüglich der Unterstützung zum Schutze der Arbeiter indossirt, sowie eine Resolution deS Herrn Bebel zu Gunste der Betheiligung der ssziali ftischen Partei an den nächste. preu ßifchen LyndtagSvahle. Dieser Beschluß ist besonders wich tig. Nach dem bestehenden preußischen Wahlsystem ist e den Sozialisten fa unmöglich einen Vertreter in den Landtag zu Dringen, aber fie sollen bereit sein, mit den greifinnigen ein Bündnis i schließen. 3bjc Oe,llzei

ligung kann deßhalb dazu führen, die

eonfervative Majorität im Landtage zu beseitigen. SchlsfS.Nachrichten. Angekommen in : New I o r k : Teutonic" von Liverpool; Trave" von Bremen; Indiana" von Liverpool; Amsterdam" von Amsterdam. Plymouth: Kaiser Wilhelm der Große" von New Fork. Rotterdam: Veendam" von New gork. Southampton: Paris" von New Jork. Liverpool: Waeöland" von Philadelphia; Majesttc" von New gork. Kopenhagen: Thingvalla" von New Aork. , m allerlei. Die Gevelne von 4500 V e rstorbenen, die auf dem St. John'S Friedhof bei Clinton. Mass.. bestattet sind, werden demnächst auSgegrabcn und auf dem neuen ftnedfof bei Laui j i i - . n . ' l i rr . cajicc lvieoer oer uoergeoen wer den. ' Die Todten müssen nämlich dem grotzen Bassin der Boston Wasserwerke Platz machen. Bischof Beaven hat den Ortspfarrer bereits angewie sen, ein Comite von Gemeindemitglie oern zu ernennen, welches das Exhumiren und die Ueberführung der Ge bkine von dem alten nach dem neuen Friedhof überwachen soll. Der FriedHof bet Clinton bat seit dem Jaycr 1847 bestanden. Ein Ende mit SchreSen hat eine Gastrolle genommen, welche der Spiritist und Professor der Magie Robert Lang in Louisville. Ky., gegeben. Lang trat als eleganter Le bemann auf. der in einem feinen KostHause wohnte und von den bekannten Leuten lebte, die nicht alle werden. Bor einigen Wochen lernte er die v:rwittwete Frau Sabra M. Gates, eine gläubige Spiritistin. kennen und ge wann deren Freundschaft durch daZ Vorgeben, sie mit ihrem verstorbenen Gatten in Verbindung setzen zu können. Die Behandlung, der er die Frau unterwarf, um sie auf den Umgang mit Geistern vorzubereiten, war eine merkwürdige. Frau Gates mußte zu nächst 5300 auf der Bank erheben und dann daS Geld drei Tage lang zusammen mit einer goldenen Uhr in einem Päckchen um den Hals tragen. Dann übernahm der Professor, dem sie un bedingt vertraute, den Zeitmesser sowohl als auch das Geld und am näck, sten Morgen gab er dafür Frau GateS eine magnetische" Flüssigkeit mit dem Auftrage, diese um 10 Uhr zu sich zu nehmen, und dann auf die Erscheinung ihres Gatten zu warten, dessen Geist der Professor um diese Stunde zu be schwören versprach. Frau Gates nahm den Trank und starb wenige Stunden später unier allen Anzeichen einer Vergiftung. Der Coroner ordnete die Festnahme Lang'S an. bei dem man einen großen Baarbetrag und einen Pfandschein für dieUhr der Frau fand. Lang'S Vorleben ist unbekannt. Ein fideler Ort muß daS Gefängniß in New BrunSwick. N. I., sein. Da finden Verlobungen unter den Gefanaenen statt, jetzt Hat'S auch eine Hochzeit gegeben, und. um dem Gann die Krone aufzusetzen, wohnte der seltenen Feier die hohe Grandjury la corpore bei! Sie beschenkte den geehrten Bräutigam und die in Strafhaft sidende Braut und stieß auf ihr Wohl mit den .lieben Leuten an, den Stoff dazu hatte der Cefangenenwärter geliefert! Der Bräutigam warJohn Shanaphv. ein VootSmann auS Perth tlmboy, der eine Kleinigkeit, einen 600 Pfund schweren Anker gestohlen hatte, ynd die Braut, Josephine Carson, ein hübsche, srischeö Ding, daß wegen un, ordentlichen Betragens sitzen muß, Chanaphy betrug sich gut. und Wardein Meßler hatte ihn zu allerhand Diensien wie Reinemgchen u. s. w.. benutzt. Dabei war er mit der hübschen Josephine bekannt geworden, und der Rest läßt sich denken. John Shanavhy ist ein ganz stattlicher Bursche, und Josephinchen wußte nichts Besseres zu thun, alö sich in John zu verlieben. Finchen zog den Wardein in'ö Vertrauen, und diese gute Seele beschloß, die Hochzeit zu feiern, noch ehe Josephine wieder sein gastliches HauS ver. läßt. Um die Feierlichkeit zu erhöhen, hatte Sheriff Geo. I. Litterest' dieMit. glieder der Grandjury eingeladen, welche sich denn auch in corpore einsän, den. Nach der Trauung leerten dieZeuttn wie die Neuvermählten einige Flafchen Wein und dann wurde daSPaar abgeführt. aber Jedes in seine Zelle! Zzosephine'ö Strafzeit läuft in kurzer Zeit ab. Sie will dann die Mitglieder der Grand Jury bitten, wenn irgend m'oqlich, bei ihrem Manne Gnade vor Necht ergehen zu lassen und keine An. klage gegen ihn zu erheben, und wie die Sache jetzt liegt, scheint alle Aussicht, yorhanden zu sein, daß ihm der Anker hstahl Diesmal noch vergeben wird.

- JordemJaözberenhee Bagatellgericht wurde gelegentlich einer Verhandlung eine Art der Personenbeförderung auf der Eisenbahn entdeckt, welche an Schlauheit selbst die Fahrten des Kistenreisenden Zeitung übertrifft. Von Jaszbereny werden fast täglich ganze Wagenladungen mit lebendem Geflügel, welches in Hühnersteigen untergebracht wird, nach Budapest expedirt. Behufs Fütterung des Geflügels fährt im Frachtwaggon eine Person mit, die jedoch verpflichtet ist. eine Fahrkarte dritter Klasse zu lösen. Eine Geflügelhändlerin hatte nun den Einfall, in einigen Hühner, steigen statt desGeflügels Menschen mitzuführen. Während der Einladung des Geflügels schlichen sich thatsächlich einige Colleginncn der Händlerin, die an dem Geschäfte gleichfalls .betheiligt waren, in den Frachtwagen und nahmen in den untersten Hühnerkörben Platz. Wenn dann die Revision kam. war nur eine Begleiterin zu sehen; während der Reise aber wurden die Gratis - Passagiere aus ihrer etwas unbequemen Lage befreit. Auf solche .Weise gelang es den Leuten, einen regelmäßigen Passagier-VeforderungL-dienst" auf eigene Faust zu betreiben, bis endlich die Sache ein jähes Ende nahm. Die Reisegesellschaft gerieth nämlich bei Abwickelung deS letzten Geschäftes in Streit und eine Partei belangte die andere vor dem Bagatellgericht. Im Eifer der Debatte wurde nun das Geheimniß der Gratisfahrten verrathen, worauf sich der Jagatellrichte? bemüßigt sah. die Akten behufö weiterer Amtshandlung dem BezirksGerichte zu unterbreiten. AuöeinerüberauSnichtigen Veranlassung hat zwischen zwei Giessener Studenten, welche ihrer Mi litärpflicht als Einjährigfreiwillige genügten, ein Pistolenduell stattgefunden, das den Tod des einen Combattanten im Gefolge gehabt hat. während der andere schwer verwundet darniederliegt. Die Einjährigen Jaeoby von Rodheim und Schmitz von Honnef, beide von der 3. Compagnie des 116. Infanterie - Regiments, waren bisher täglich Tischnachbarn in dem Restaurant. in dem sie gemeinsam speisten. Im Manöver lagen beide zusammen im Nothquartier. Nachts im Schlafe soll der eine seinen Kameraden mit dem Fuße etwas unsanft getreten haben, was dieser als Beleidiauna auf-

gefaßt hat. (!) Das studentische Ehrengericht, dem der Fall vorgelegen, billigte das Duell. Beide wurden schwer im Unterleib verwundet. Jacobi starb am folgenden Tage und Schmitz hat wenig Aussicht auf Genesung. Eine lustige B ä r e n g eschichte spielte sich jüngst in Primiero '(Slldtirol) ab. Plötzlich hatte sich das Gerücht verbreitet, daß ein gewaltiger Nimrod, ein in Jägerkreisen wohlbe kannter Lateiner",, in Gesellschaft eines Treibers einem riesigen Bären begegnet sei und diesem eins aus den Pelz gebrannt habe, worauf Meister Petz sterbend in einen Abgrund gepurzelt sei. Jetzt war es erst gelungen, die Jagdbeute mit Seilen aus derSchlucht herauszubekommen. Es war 11 Uhr Vormittags, als am Hauptplatz ein von einem Esel gezogener Karren erschien, auf dem ein kapitaler männlicher Bär, in Buchenlaub gebettet, lag. Daneben ritt hoch zu Esel und stolz der mit langen Farrcnkräutern geschmückte Nimrod. ihm gegenüber mit - einem Oelzweig in der Hand der freudestrahlende Treiber, eine Unmasse Volk im Gefolge. So hielt der tapfere Schütze mit der Beute seinen Einzug. Da es sich jedoch um eine von den Gemeinden ausgesetzte Belohnung handelte, mußte der Thierarzt die Bestie untersuchen und der Befund lautete für den Nimrod geradezu niederschmetternd. Mei ster Petz, der bestialisch stank, wieö keine einzige Schußwunde auf, außer einem geringfügigen Schrotschusse an der Unterlippe, der ihm ohne Zweifel erst nach dem Tode applizirt war. Der Bär so lautete daS thierärztliche Gutachten . ist vor so und so viel Wochen auS unbekannter Ursache (wahrscheinlich auS Altersschwäche) in irgend einem Felsenwinkel verendet. Der im Triumphe aufgebrachte Bär wurde nun zu Nutz und Frommen deS Publikums reichlich mit Karbolsäure traktirt und sofort vergraben, während der Nimrod sammt seinem Treiber mit langer Nase ganz kleinmüthig abog. Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen Hood'S Sarfaparilla beseitigt die Ursache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daS Blut reinigt. Hood'S Pillen wirken wilde aber rasch und sicher auf die Leber und den Magen. 26. GCT In dem gestern Nachmittag veröffentlichten vierteljährlichen Bericht deö StaatSgesundheitSratheS, der mit dem 30. September schließt, heißt eS, daß der im Staate herrschende TyphttS und die Schveinecholera ganz gut ausgerottet werden können, wenn daS Trinkwasser abgekocht und den SchVeinen nur frisches Brunnenwasser gegeben wird. Außerdem werden im Bericht' die im Staate herrschenden Krankheiten und die Todesfälle angegeben.

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