Indiana Tribüne, Volume 21, Number 17, Indianapolis, Marion County, 6 October 1897 — Page 2
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2 -a ilr.Ul i ZxKZnt kofttt durch lt Xilz i Ccr.ti xer Woche, die eoKtaalwXrttfta"t 2es:J per Woch. Oclfec ufaTB ISCtatf bt !ä CcstJ 911 ttoxit. Ver V,H tvltrlil) In tat: v;ef4tt U OtrtlitlU4 P Kt :J:5 Cfsu$ 13 CÜ Vlaba Ctftt Snounapoits, Ind., 6. Oktober 1897. Nothhktttige GlftttJtftrif Unter den vielen Ueberresten UU tu Wesen, welche unserem Bureau für Ethnologie in ter BundeLhauptstadt zugehen, kann eine kürzlich einzetrof fe::e 5Uste voll Menschensch'ädel beson tzuZ Interesse beanspruchen, nicht tot ccn irgend einer natürlichen Merkwürdigkeit an diesen Indianer scheiteln, sondern weil an jedem Verse! Un ein bestimmter kleiner Theil fehlte. Ileöerall genau an der nämlichenStelle !?ar statt Knochengebilde weiter nichts zu finden, als entweder ein viereckiges cder ein n:nfce3 Loch mit zackigen Räntzxn. Es war daZ erste Mal. daß Professor McGee. der Vorsteher dieser Ab tl-eilung, eine solche Erscheinung, gleichzeitig an so vielen Exemplaren, bemerkt batte; sie kam ihm natürlich recht auffällig vor, und er ließ Photographien von einigen der Schädel nehinen und machte sich dann daran, ihre Beschichte zu untersuchen. Bald stellte er d:nn auch fest, daß alle diese Schä del von Opfern einer eigenthumlichen barbarischen.und doch wiederum etwa? an eine gewisse Operation unserer ärztlichen Welt erinnernden Brauche? stammten, welcher bei gewissen Zndia nerstämmen in Tezaö, Arizona und Mexico althergebracht ist und noch teilte unier ihnen geübt wird, wenn aüii vielleicht seltener. Ter Brauch, um den eZ sich hier bdelt, hat nämlich einige Aehnlich seit mit dem Trepaniren der modernen Chirurgie, wird aber bei viel einsicheren Anlässen angewendet. So oft Mitglieder dieser Stämme Kopfweh. Nenralgie, Schwindel oder ein ähnlickes Leiden baben und sich an einen Stam:nc-arzt wenden, zögert dieser n:ck.i. zu sehr heroischen Maßnahmen zu schreiten und dem Leidenden einen Th-Zl seines SkalpZ und Schädel, .-.o'.unchmen. In den meisten yällen stiröt der unglückliche Patient an die fe: Behandlung, und ohne Zweifel war dieftZ die Wirkung bei sämmtlichen Inhabern der obigen Schädel. Solche Toctor - Eifenbart sturen sind nicht die einzigen ihrer Art bei dielen NaiurZindern. obwohl dat Operiren gu Heilzwecken verhältnißm'äßiz wenig bei ihnen entwickelt ist. Zwei Umstände sind noch an diesen Schädelvroben interessant. Zunächst sind diese Schädel sämmtlich Manne!sädel; man möchte darnach beinahe anncklnen, daß die obenerwähnten Kcfleiden. welche bei unZ Civilisirten unter EvaZtö'chtern so besonder häufig sind, bei der dortigen Damenwelt nicht vorkommen; denn eö ist riuMä davon bekannt geworden, daß diese Operation ausschließlich für dal männliche Geschlecht bei solchen QtUt sten angewandt werde. Ferner mag rc6 erwähn! sein, daß einige dieser Sädel sogar eine ganze Reihe runder und viereckiger Löcher aufweisen, i3 darauf bindeutet. daß ihre ursriinalichen Besitzer in der That die Overation verschiedene Male zu überl?5n im Stande waren! Bei richtigen Vollblut - Niggers übrigens, mit der durchschnittlichen Schädelstärke ihrer N.affe. würden solche Fälle wahrscheinlich noch bäufiger gewesen sein. Todtenheime am Klondike. Manche überraschende Scenen bieten sich dem weisenden in dn Gold Ne-c-bii am Klondike entlang, und zu die-' sen gehört auch der häufige Anblick eines einzelnen weißen ZelteZ, ial an irgend einem ausfallenden Punkte oder auf einem AbHange steht, welcher den Fluß beherrscht. Schon in einer dich, te? besiedelten Gegend wäre der Anblick merkwürdiz genug, aber hier, in einer C" t i vrnr )carschast, wo noch sth? wenige rn Menschenkinder wohnen. h,t er sü,n 2J Manchen zu staunenden Ausrufen derankßt. Sie glauben gar, die Gesend sei doch schon civilisirter und yelrntscher, als sie vermuthet hatte, un senden einen herzlichen Zuruf über daZ Wasser nach solchen Wohnungen hin. Toch niemals werden dies: Auft U antwortet. Und daS hat seinen zten Grund: denn alle diese Zelte sinb nicht Heime der Lebenden, sondern der Xdten. In jedem dieser Ztlte, die wohnlich auS weißem Zeuz, itunter auch auS gewobenem Mattensteff bestehen, liegt ein todter Indianer, und neben ihm seine Flinte, seine Echn schuhe. Schmucksachen und ander persönliche Effecten. Gerade bei den Eingeborenen hierherur ist dieser Brauch besonders stark aulgepriilt. Stets sind diese Todtenheime an hervorragenden Stellen, mit so weiter und schöner Aussicht wie möglich, angelegt. Sie sind so wenis gleichmäßig, wie die Heime von Lebenoen, und mit unter sind sie nicht bloZ einfache Woh.' nungszelte. sondern förmliche Anwe sen, von behauenem Pfahlwerk einaefriedigt, welches phantastisch bemalt lst. Diese Heime sind dem Sturme der Zeiten ruhig überlassen, scheinen ihm aber ziemlich lange zu trotzen, obgleich sie ohne Zweifel früher noch zahlreicher waren, ctcin Mensch scheint baran zu denken, ihre Ruhe zu stören. Segen Schnecken. Segen die massenhaft auftretenden Schnecken in Gemüsegärten ist daS Auslegen von schmalen Latten, welche mit Vitriol Gestrichen sind, daS einzig sicher wirkende Mittel, um dieselben von den Pflanzen abzuhalten. Dasselbe dürfte auch gegen Ameisen sich wirksam erweisen, ferner ist da5 Ausstreuen son ungelöschtem Kalkstaub bei trockn nein Wetter sehr zu empfehlen.
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TcrVärindenrllpcit, ! Scarl in Craubündzn, im September. Der Tag der Effr.u7.z der Semsenjagd in Graubünden hat den Schweizer Jagdsreunden, wie in früheren Jabren so auch in diesem, die freudige Gewißheit gebracht, daß der Var auf Schweizer Voden noch nicht auözestorben ist. Drei Gemsenjäger des zwei Stunden von Schuls-Taraöp sich öffnenden UinaThaleL trafen im Morgengrauen auf eine ganze Bärenfamilie: ein Männchen, ein Weibchen und ew Junges. ES gelang den Jagern, die Bärin zu erlegen, die beiden andern Familienglieder entkamen. Doch hoffen die Jäger des Uina- und Scarl Thales, auch diese 'ch zur Strecke zu bringen, falls die iere sich nicht in die Sergwälder deS nahen Zu roler SrenzgebieteS geflüchtet haben. Die vor einiger Zeit in der schweizerischen Jagdzeitung Diana" entWickelte, auch in die deutsche Presse übergegangene Ansicht, daß der Bar in der Schweiz in der Entartung begriffen sei wegen der durch die verminderte Anzahl der Thiere bedingten Inzucht, del Mangels an Fleischnahrung, der gesteigerten Verfolgung u. s. tt., findet in dem cfet geschossenen mäch. ttg.cn Thiere keine Unterstützung. Das. selbe zeigt einen kräftigen, wohlentwickelten Gliederbau. Auch der im Herbst 1695 in der Nähe von TaraZp getodtete Bär. ein wahrePrachte?emplar. daS in deb Halle des GasthofcS Belvedere zu SchulS in vorzüglicher Bearbeitung zu sehen ist.läßt von einer Entartung diese ThiergeschlechtcS nichts erkennen. Ueber den Bären in der Schweiz, seine Ausbreitung, seine Lebensweise u. s. w. sind manche unzutreffende Mittheilungen verbreitet. so daß eZ manchem Leser nicht unerwünscht sein dürfte, von den Angaben ttenntniß zu nehmen, die dem Schreiber dieser Zeilen auf seinen vieljähri. gen Wanderungen in Graubünden von zuverlässiger Seite über den Bären in diesem Theile der Schweiz gemacht worden sind. Zunehmende Besudelung und wachsender Verkehr auch in den entlegeneren Alpenthälern haben das größte Raubthier der Alpen gezwungen, sich in die hintersten Thäler, in die dichtesten Vergwälder zurückzuziehen. In Graubünden findet sich der Bär in der Hauptsache wohl nur noÄ im Unterengadin. Namentlich daZ bei Schulz - TaraSp sich öffnende wilde Scarl - Thal mit seinen Seitenthälern, in denen dichter Wald die Abhänge bedeckt, ist als Aufenthalt deZ Bären bekannt. Derselbe ist in den Alpen heute völlig zum nächtlichen Raubthier geworden. Am Tage liegt er in seiner Höhle oder im Dickicht der wild verwachsenen Bergwälder. Erst bei Anbruch der Nacht wagt er sich hervor, um seine Nabrung zu suchen. Wenn daZ Tageslicht kommt, zieht er sich in sein ersteck zurück. Diese LebenSweise bedingt eS. daß gerade die Gemsenjäger, die nach Mitternacht zu den Standpläden der Gemsen aufbre chen, deSBären mitunter ansichtig werden und um Schuß kommen. Die Nahrung des Alpenbären mag hautsachlich auS Pflanzenkost, namentlich aus den in den Alpen in unendlicher Menge anzutreffenden Waldbeeren bestehen: ganz unter die Vegetarianer ist ber Meister Petz noch lange nicht gegangen. Wenn man in den Gebirgscantonen der Schweiz von Jägern mitunter dieBebauptuna aussprechen hört. der Bär sei nahezu unschädlich, da er heutzutage nur noch wenig Fleischnahrung zu sich nehme, so liegt hier eine wissentliche Unrichtigkeit vor. die vielleicht darauf zurückzuführen ist, daß die betreffenden Personen für die ErHaltung deS VärengeschlechtZ auf Schweizer Boden Stimmung machen wollen. Noch immer umschnupper! der Bär nächtlicherweile die Ziegenställe und Schafhürden in den 5)ochalpen deZ Unterengadin. Wehe der Zieg: oder dem Schaf, da sich von der Herde verirrt hat und vorEinbruch der Dunkelheit von dem Hirtenbuben nicht mehr zurückgebracht worden ist. Es fällt dem auf Raub ausgehenden Vären zum Opfer, wenn der gierige Meister Neineke, der in den Alen seinen Geschlechtsgenossen deL Flachlandes an Größe und Kraft übertrifft, nicht schon zuvorgekommen ist. Wie oben angedeutet, aibt eS viele Schweizer, die den Bären, das Wappenthier mehrerer Cantone, nur ungern in ihrer Heimatl) auSsterben sehen würden. Hat sich doch seinerzeit, alS in der gefetzgcbnden Körperschaft deS CantonS Graubünden daS Jagdgesetz zur Erörterung stand, eine Stimme erhoben, welche die Schußprämie auf Bären eingeschränkt, am liebsten abgeschafft wissen wollte, damit dem Lande die Art erbalten bleibe". Die zunehmende Zahl der Jäger in Verbindung mit der verbesserten Schußwaffe werd: so bemerkte dir wackere Bündner die völlige Ausrottung des Bärenge jchlechtS auf Schweizer Gebiet ohnehin bald herbeiführen; dteAuZsetzung einer besinderen Schußprämie sei überslüssig. Der glückliche Schütze finde in dem Ruhme, der ihm als Bärentödter erwachse, hinreichenden Lohn. Der sonderbare Antrag de? Zartfühlenden Bä Oerhüte Ein FrüheK Grab Wie oft hören wir daß ein frübcS Crab durch eine vernachläßigte Erkaltung herbei geführt wurde. Bcdenke dies und gebrauche Dr. Vull'6 Husten Syrup, welcher ftfcrt alle Hals und Lungen-Leiden kurirt. Herr W. H. Mahoney, Lcwcll, Mass., schreibt: "3ch war sehr krank mit einem schlimmen Husten. Doctorcn konnten mir nicht helfen und jedermann sagte daß ich die Schwindsucht hätte. Eu: Vcrwandte? empfahl mir Dr. Vull'6 Husten Syrup und nachdem ich zwei Flaschen davon gebraucht hatte war ich kurirt. E6'war wunderbar! Ich werde Dr.Bull'ö Husten Syrup immer meinen Freunden empfcblcn denn ich weiß daß er ein unfcvlbarcS Mittel ist." Dr. BuÜ'S 5)ustcn Cprup wird überall für SS EentS verkauft. Zu haben bei: Ins. D. Sauld, 201 Jndiana Sv. . U. Ci hs wiMMVf uvimm vv Csn, & ZaSfon Soutt,
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renfreundes mutzte natürlich abgelehnt werden, da dem armen Hirten, dem der Bär ein Schaf oder eine Ziege wegholt, an der Erhaltung dieser Raubthierart -nichts gelegen sein kann. UebrigenS balten wir' die Vesorgniß deS Antrag stellers. daß die Familie Ursus in Graubündm vor dem nahen Aussterben stehe, nicht für begründet Wer von der Höhe deö Cruchetta . PasseS die prachtvollen Arven und Lärchen Wälder des weiten Scarl Thales überblickt hat. wer in das mit dichten Legföhren überwachsene Bärenthal Bal Minger eingedrungen ist, wo daS Naubthier ungestört semen Winterschlaf halten kann, wer die todtenstille Poststraße über den Ofenpaß gewandert ist und hineingesehen hat in die undurchdringliche Waldwildniß deS Val Cluozza und in daS Waldmeer, daS stch vom Ofenpaß nach Italien hinein bis gegen Bornio erstreckt, und wer endlich den wundersamen Pfad kennt, der stch vom Ofen Wirthshaus durch die schauerlichen Einöden des Spöl nach Livigno binzieht, mit den zu beidenSeiten sich öffnenden grausig wilden Schluchten, die kaum eines Menschen Fuß betritt, der wird mit dem Schreiber die Ansicht theilen, daß dem Bären hier ein Gebiet zur Berfüflung steht, in dem er sich noch viele Jahrzehnte erhalten kann. Bei seiner Neigung zur fortwährenden Wänderung möchten wir sogar der Ansicht Ausdruck geben.daß die sofortige AuZrottung de-Bären in den schweizerisch tirolischen und -italienischen Grenzgebieten, selbst wenn man sie planmäßig betreiben wollte, auf unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen würde. (?itt Redacteur ohne Hänve. Eyclone Jim" DaviS, JameS S. ' Hogg, Col. Ochiltree, Medlenka und andere bemerkenswerthe Männer sind 1 nicht die einzigen Celebritäten, deren ! sich der große Staat TezaS rühmen . kann; dort gibt es einen ZeitungSredacteur, der in der ganzen Welt nicht j seines Gleichen haben dürfte. Aaron ? Smith lst der Name dieses merkwürdlgen Mannes und die TimeS-Review" in Mount Pleasant sein Blatt; seine Eigenart besteht dann, daß er nicht, wie andere Sterbliche, mit der Hand schreibt, sondern sich dazu des MundeZ oder der Zehen bedient. College Smith thut dies nun nicht au Liebhaberei, sondern von der Natur gezwungen, denn er ist ohne Arme geboren. Er bat als ein Sohn des Farmers und Wagenbauers Alexander Smith am 23. Juli 1863 in Miller County. Ark.. das Licht derWelt erblickt, ist also noch ein junger Mann. Daß seine Eltern und Verwandten beim Anblick des Knäblein, das ohne Arme geboren wurde, sich entsetzten und befürchtet, die Welt würde für ihn in Wirklichkeit ein Jammerthal werden, läßt sich ic:"il mit Fug und Recht annehmen, allem diese Befürchtungen sind durchaus nicht eingetroffen. Schon als Knabe lernte der kleine Aaron seine ?üße mit solcher Ckwandtheit gebrauchen, daß dieselben ihm die Hände vollständig er selten. Alle Verrichtungen, zu denen ein normaler Mensch die Hände b?nutzt, führte cr mit den Füßen aus. Als kleines ftind aß er, indem er den Löffel mit den Zehen hielt; mit seinen Altersgenossen spielte er Marbel, Croquet, Ball u. s. w.. indem er sich der Zehen bediente, und als siebenjähriger Knirps führte er die Feder mit den Zehen so gut. wie seine Schulkameraden mit den Händen. Später lernte er Banjo-, Guitarre- und Klavierspielen. Nachdem Aaron seine Jugend in Caß Cou7ity, Ter., zugebracht hatte, kam er im Jahre 1823 nach Mount Pleasant. wo er im folgenden Jahre zur Advoca tur zugelassen wurde. Und dies erreichte er, während feine Eltern ihm nur clre geringe pecniäre Unter stüung zu Theil werden lassen konnten. Als junge? Advocat hatte Smith recht gute Erfolge und in wenigen Jahren brachte er es zu einer ziemlich ausgedehnten Praxis. Immerhin war scin körperliches Gebrechen ein gewaltiaes Hinderniß sür ihn. und so beschloß cr denn, die Advocatur aufzugeben und sich dem Journalismus zu widmen. Ta cr nicht ohne Mittel war, brachte er die Times - Neview" in Mount Pleasant in seinen Besitz, die er im Laufe weniger Jahre zu einer der besten Landzeitungen im ganzen Staate machte. Er besorgt die redactionelle wie geschäftliche Leitung deS Blattes durchaus selbstständig. Wie gesagt, schreibt er mit dem Munde oder mit den Zehen. Wenn er die Feder mit dem Munde führt, arbeitet er an einem gewöhnlichen Schreibtisch; ohne Schwierigkeit kann er. auch die Feder mit den Zcben führen und an der Schreibmaschine arbeiten, indem er tu nen Stift zwischen den Zähnen oder Zehen hält. Seit dem 24. September 189Z lebt dieser armlose Redacteur mit Fräulein Earrie P.Sweet in der glücklich sten Ehe. der ein allerliebstes, vollständig normal entwickeltes Töchterchen entsprossen ist. Opfer deS Richters Lynch. Lynk"--te gehören immer noch zu den berechtigten" Eigenthümlichkeiten unseres gesegneten Landes und werden dies auch bleiben, so lange Neger in.'. Süden stch viehischer Verbrechen gegen weiße Frauen schuldig machen und oie Eorruption der Gerichte eine schnelle sowie unpartensche Ausübung der Er: ; i minaljuftiz vereitelt. Während der ersten neun Monate des lausendem Jahres sind im ganzen Lande 103 Menschen, davon 81 Neger, 19 Weiße und 3 Indianer, der Volksjustiz zum Opfer gefallen. Die Mehrzahl der Lynchgerichte kam natürlich in den Südstaaten vor, aber auch der Norden wie der Westen hatten Antheil daran. Ohne nach dem Buchstaben deZ Gesetzes prrcessirt und verurtheilt worden zu sein, wurden seit dem 1. Januar dieses Jahres gehängt: In Texas 19, Alabama 12, Mississippi 10. Georgia und Louistana 8. Tennessee 7, Florida 6, Kentucky 6, Süd Earolina, ArkansaZ und Jndiana ie 6. Missouri 3 un
Birqinia 2 Menschen; nur ein einzige? Lynchgericht kam in AlaSka. Arizona. California, Illinois, Maryland. Ne. vada und Obio vor. Die Mehrzahl der Opfer, nämlich 35, hatte Morde begangen, und 23 hatten entweder SittlichkeitZverbrechen verübt oder solche versucht; die übrigen hatten sich anderer Verbrechen schuldig gemacht. DaS größte Aufsehen erregte wohl das Lynchgericht in Versailles, Ind., wo 5 Mitglieder einer Räuberbande aus dem Gefängnisse geholt und ihnen in der brutalsten Weife der Garaus gemacht wurde. . ... . Europäische 'Rmldschan. Vrevinz Brandenburg. Berlin, Zur Begründung eineS Asyls für Blinde ist der Stadtverwal. tung von der verstorbenen Frau Jda Becker geb. Naumann die Summe von 736,99L.55 Mark vermacht worden. Der Engros Schlächtermeister Otto Wiese und seine Frau sind verhaftet worden. Wiese hatte vor einigen Tagen seine Zahlungen eingestellt und vergeblich versucht, mit seinen Gläubigern einen Vergleich mit 20 Prozent bei einer Schuldenlast von ca. 60.000 Mark zu Stande zu bringen. Infolge einer bei der Staatsanwaltschaft eingelaufenen Anzeige, daß Wiese und dessen Ehefrau Gelder bei Seite gebracht und Außenstände verschwiegen haben, erfolgte die Verhaftung. Den Beamten übergab Wiese'S Stieftochter, eine geschiedene Frau Bieter, den darin befindlichenBetrag in Höhe von 1012,000 Mark. Außer dem Ehepaar wurde auch Wiese's Stiefsohn Brückner und ein Weinreisender Namens Löb verhaftet. Polizeilich verboten wurde, in Flge einer Beschwerde des Centl - Vereins deutscher Staaatsbürger jüdischen Glaubens beim Polizeipräsidium, dec Verkauf und das Ausrufen antifemitischer Broschüren in rr Friedrichstraße. Einige der Händler, welche dr Anordnungen der Behörde ungeachtet denVe-
trieb fortsetzten, wurden verhastet. Erhängt hat stch der Getreidehändler Louis Freudenthal. Freudenthal, dec vor einiger Zeit zahlungsunfähig geworden war. sich aber mit einen Gläu bigern verglichen hatte, stand Anfangs der siebziger Jahre. In Woltersdorf haben sich zwei Angestellte der hiesigen Firma Dr. A. Hesekiel und Co. ertränkt, und zwar der vcrheirathetePhotograph Gustav Jrmler. Vater von 2 Bindern, und seine Geliebte, die unverehelichte Jda Petzold. Angermünde. Beim Probeschwimmen ertrank der Gefreite Wagner von der 12. Compagnie deS In fanterie - Regiments No. 64. Obwohl sofort nach dem Verunglückten durch Tauchen u. f. w. gesucht wurde (Lieutenant Dades sprang in voller Uniform dem Untergehenden nach), gelang es nicht, denselben zu retten, vrs'inz j:Kci!fci! Königsberg., Von dem Tender einer Locomotive wurde auf dem' Ostbahnhof der 51 - jährige Mafchinenputzer August Bley erdrückt. Er war bei dem Hereinfchieben einer Locomotive in den Schuppen beschäftigt, gerieth hierbei zwischen die Mauer und den Tender und wurde von der Maschine derartig gegen die Mauer gedrückt, daß er todt zusammenbrach. In dem Vorort 5losse brach auf dem Terrain der Königsbergcr HandelsCompagnie Feuer aus. Es brannte ein hölzernes, von vier Familien bewohntcs Arbeiterwohnhaus, welches unweit der Petroleumlager der Handels-Com-pagnie und der Holzlager der Firma Albrecht & Lewandowski stand. Durch die gefährliche Lage des Feuerherdes war die ganze Vorstadt gefährdet. B a r t e n st e i n. An der BahnhofsVerladerampe wurde der Maurerpolier Klein, der infolge seines hohen Alters schwer hörte, von einem Güterwagen gegen daZ Mauerwerk drückt. Klein starb kurze Zeit nach seinerEinlieferung in daö Johanniter - Krankenhaus. Vom Blitz erschlagen wurde der Arbe! ter Körn, der sich während eines Gewit ters unter einen Baum gestellt hatte. ')min Wcstvreußcn. D a n z i g. Beim Baden in der offenen See in der Nähe deö MännerFreibades auf der Westerplatte ist der ca. 21jährige Bäckergeselle Zeit ertrunken. Vom Tode deS Ertrinkens wurde im Seebad Brösen die Musik, lehrerin Martha Jensen durch die Schülerin der ersten Klasse der hiesigen Victoriaschule, Fräulein Wollenweber, gerettet. Der Maurer Rück aus Schidlitz, der wegen Ermordung seiner Ehefrau vom hiesigen Schwurgerichte zum Tode verurtheilt ist,wurde beHufs ärztlicher Untersuchung seine? Geisteszustandes einer Irrenanstalt überwiesen. Ertrunken lst die 7jährige Helene Berendt auö der Niederstadt in der Mottlau. Ber ent. Früh Morgens wurde der 18jährige Sohn des hiesigen Seminar Directorö Cvranka vor der elterlichen Wohnung m einer großen Blutlache todt aufgefunden. Man nimmt an, daß der Verstorbene, nachdem er die Hausthür verschlossen gefunden hat, versuchte,. am Blitzableiter in die im ersten Stockwerk belegene elterliche Wohnung hinaufzuklettern und dabei abgestürzt ist. Provinz Pommern. Stettin. Mit einem Jahre Gefängniß bestrafte die Strafkammer den Vollziehungsbeamten Franz Friedrich August Winkel wegen Unterschlagung amtlicher Gelder. Dramburg. Die verwittwete Sattlermelster Pappelbaum starb an den Folgen eineZ Sturzes in den Keller, wobei sie mehrere Rippen gebrochen hatte. Eickstedt. Das dem Arbeiter Wendlandt gehörige, mit Stroh gedeckte, von vier Familien bewohnte Wohnhaus ist total niedergebrannt. Ein 4; Jahre altes Mädchen deZ Arbeiters Lohrengel hat den Tod in den Flammen gefunden. G r e i f S w a l d. Von einem Kohlenwagen wurde der 3jährige Knabe Nachbar in Wieck todtgefahren. Kgl. .Freist. In dem dem Mühlenbesitzcr' Scheunemann gehZri-
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1 vinT-rtittMrfrtTjijL gen Gehöft brach Feuer aus, welches das Wohnhaus sowie Stallung und Scheunengebäude in Asche legte. Desgleichen wurden daS Wohnhaus und die Scheune des EigenthümerS Pieper daselbst ein Naub der Flammen. Provinz Schlcöwig-Holstcin. Alton. Während heftigen GturmeS ist in der Nähe von Terschelling der 3Sjährige, auS Neumünster gebürtige erste Officier Vierecke vom Slomanischen Dampfer Malaga über Bord gespült worden und ertrunken. Blangenmoor. Während eineö hier Nachts niedergehenden GewitterZ entzündete der Blitz daö Wohnhang und Wirthschaftsgebäude des Claul Wilker. Das Feuer griff so schnell um sich, daß die Bewohner kaum mit dem Leben davonkamen. Flenöburg. Von einer Familienseier heimgekehrt, verschied plötzlich infolge Gehirnschlags Landgerichtsrath Claudius im Alter von 72 Iahren. G linde. Die von 45 Perfönen bewohnte Arbeiterkaserne des GutöpächterS Nudorff ist gänzlich niedergebrannt. Eine Arbeiterin erlitt beim Retten ihrer Sachen so erhebliche Brandwunden, daß sie nach dem Reinbecker Krankenhause befördert werden mußte. Das Feuer soll durch unvorsichtiges Umgehen mit Streichhölzern beim Anzünden einer Lampe entstanden sein. Provinz Sklzlcsien. A r e L l a u. Auf der Lanegasse wurde daS vier Jahre alte Mädchen Frieda Seifert, Tochter eineö Barbiers, von einem Lastwagen des ArtilleriedepotZ überfahren. DaS Kind wurde innerlich so schwer verletzt, daß eS nach wenigen Minuten in der elterlichen Wohnung verstarb. In dem Nrankeninstitut der . barmherzigen Brüder starb der Knecht Franz Kleincrt aus Pleische, der aus dem Feld! von einem Erntewagen gefallen und überfahren worden war. V r i e g. Der Häusler und Maurer Strauch auö Briefen war einer der ersten, der sich am Streik, der vor einigen Wochen auf dem hiesigen Kasernenbauplatze in Scene gesetzt wurde, betheiligte. Er wurde infolge dessen entlassen und arbeitslos, wurde von der Verzweiflung erfaßt, in der er sich in die Oder stürzte, in deren Fluthen er den gesuchten Tod fand. G l o g a u. Der Maurer August Vrunzel. der am fiskalischen Canal mit Reparaturarbeit beschäftigt war, ist dabei ertrunken. Goldberg. Als kürzlich der Stellenbesttzer Lieps aus Pilgramsdorf auf daS hiesige Amtsgericht kam. um sein Testament zu hinterlegen, stürzte er im Wartezimmer zu Boden und war eine Leiche; ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gesetzt. Provinz Pojcn. Posen. Der zu einer militärischen Uebung hier eingezogene Lehrer Stolz hat. weil er wegen Uebertretung der militärischen Vorschriften bestrast werden sollte. Selbstmord verübt. Er schoß stch eine Platzpatrone durch den Kopf und starb einige Stunden nach der That. Der Weingroßhändler und Hausbesitzer Hippolith Robinski, früher in Krotoschin und seit einigen Jahren in Posen, hat sich erschossen. RobinSki hatte vor Kurzem einen Proceß, bei dem das Streitobjekt 25,000 Mark betrug, verloren. B o j a n o w o. Der Zimmermann Hermann Pohl stürzte bei einem Bau aus unbeträchtlicher Höhe auf eine unten stehende Hobelbank so unglücklich herab, daß ein Bruch der Wirbelsäule eintrat, infolge dessen der Verunglückte TagS darauf starb. Blumenthal. Der Besitzer Jakob Rosentreter ließ daS Dach seiner Scheune ausbessern und begab stch zur Besichtigung der Arbeit auf einen in der Nähe angebrachten Balken. Infolge eines Fehltrittes stürzte Nosentreter vom Balken so unglücklich herunter, daß er auf der Stelle todt blieb. Provinz Scck scn. V e ch st e i n. Im Walde erhängt aufgefunden wurde der Korbmacher Franz Diez aus Klein-Schmalkalden. Erfurt. Aus einem Fenster der dritten Etage der hiesigen Divistonskaserne ist Nachts der aus Angstädt gebürtige Soldat Vogt vom 3. Thür. Jnf.-Regiment gestürzt. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Heilgen st adt Infolge Schlaganfalls verschied der CeminoDirektor Schulrath Dr. Weiß im Alter von 61 Jahren. Klostermannöfeld. Im nahen Siebigerode ertrank im Dorfteiche, der ziemlich tief ist, daS dreijäh rige Söhnchen des Bergmanns H Eenke. Kosen. Der 7jährige Sohn de ArbeitSmanneZ Friedrich hierselbft ist unter heftigen Schmerzen den Ver letzungen erlegen, die er erlitt, als er beim Herunterrutschen am Treppengeländer in die Tiefe stürzte. Mühlhausen. Der am Seminarbau beschäftigte Dachdecker Hering stürzte aus einer Höhe von 20 Metern herab und war sofort todt. Der Verunglückte ist Familienvater und hinterläßt Frau und 6 Kinder. Provinz Hannover. Asel. Die Frau deZ Schuhmachers B. Kohne fiel so unglücklich von der Dreschmaschine, daß sie das Rückgrat brach und noch im Laufe der Nacht verstarb. Cellk. Der gjähriae Schul. knabe Hesse versuchte auf einen Güterwagen zu springen, gerketh aber dabel unter die Räder. Die' entstandene Verletzung war eine so schwere, daß der Knabe wenige Stunden darauf starb. Freven. Im nahen Kirchdorfe Schapen erhielt bei Gelegenheit der Kirmeß, der Colon Helt in dem Augenblick, als er mit seiner Frau am Arme das Tanzlokal betrat, von einem jungen Burschen, der in Schapen als Knecht diente, mittelst eines scharfen MesserS einen Stich in den Unterleib. Helt brach bewußtlos zusammen und Sarb am folgenden Msrgen, ohne daö ewußtsein wieder erlanat xu haben.
!r;.-t-jC ila Der Thäter ist bereits verhaftet. cu I war erst seit einem Jahre verheirathet. 3to$m; Westfalen. Bochum. Im Landkreise Bochum, namentlich im Herner Bezirk, tritt die Ruhr in bö-artiaster Weise eplvem,sch aus und fordert vlele Opfer. An einigen Orten haben die Schulen geschlossen werden müssen. Die BeHorden treffen alle Vorkehrungen, um die Krankheit energisch zu bekämpfen. Eine Glocke für den neuen Berliner Dom wurde vom Bochumer Verein" dahier gegossen. Sie ist 3 Meter hoch, hat am Rande eine Dicke von 25 Centimeter und wiegt 11,000 Kilogramm. Die Inschrift lautet: .Einö ist Noth." Herford. Wegen Wechselfal schung in 17 Fällen wurde gestern der Maurermeister Peter Brcher von hier unter Zubilligung mildernder Umstände von der Strafkammer in Vielefeld zu zwei Jahren Gefängniß denn theilt. Im Dorfe Peckeloh bei Qerß. mold wurde der vom Felde mit einem bespannten Pfluge heimkehrende Sohn deL LandwirthS Knepper von einem Blitzschläge getroffen und gelähmt. Das Gespann, zwei schöne Pferde. wurde vom Blitz erschlagen. Nhcinxrovlnz. Köln. Die Strafkammer verurtheilte 90 junge Leute von hier, die sich durch Auswandern der Wehrpflicht im stehenden Heere entzogen haben, zu der üblichen Strafe von je 200 Mk., bezw. 40 Tagen Gefängniß. Aachen. In Folae Reißens eineS durchgefaulten Seiles stürzte ein Anstreicherhängegerüst mehr als wei Stockwerke tief auf die Straße. Zwei Anstreichermeister, die beidtn verheiratheten Vettern Frik, fielen mit dem Kopf auf daL Pflaster und waren auf der Stelle todt. Barmen. Die Ehefrau deö FabrikarbeiterS Kroneberg ertränkte sich und ihr vierjähriges Söhnchen im Mühlengraben aus Gram darüber. daß ihr Ehemann dem SchnapSgmusse fröhnte. Ein gräßliches Unglück ereignete sich in den Anlagen des hiesigen VerschönerungSvereinS bei dem Aufbau der auf der Berliner Gewerbeausstellung aufgestellt gewesenen Thurmbahn. Infolge eines Fehltritts stürzte der Monteur Windmüller aus Berlin aus einer Höhe von 133 Fuß auf die Erde herab und blieb als unförmige Masse todt liegen. Provinz HesscN'Nllssau. C r u m b a ch. Dachdecker Gosse stürzte in Folge eines Fehltrittes durch eine Bodenluke mehrere Meter tief herab und erlitt verschiedene Verletzungen. Der Zustand des Verunglückten ist sehr bedenklich. Frankfurt. Das Brautpaar Ellse Conrad und Louiö Baum auS Dillenburg befand sich auf der Durchreife von Cronberg nach Dillenburg. Beide wollten die Rückreise antreten. Sie saßen in einem Trambahnwagen, als ein beladeneö Fuhrwerk im Trabe von der Seite in den hinteren Theil des Trambahnwagens hineinfuhr und mit der Deichsel des Wagens Fräulein Conrad das rechte Auge vollständig aus dem Kopfe stieß, den Backenknochen beschädigte und eine mehrere Centimeter lange Rißwunde an der rechten HalSseite beibrachte. Die Ver. letzungen der jungen Dame sind sehr schwer, doch hoffen die Aerzte, sie am Leben zu erhalten. Der Fuhrknecht, der betrunken war, wurde verhaftet. Heringen. In seiner Scheune stürzte der frühere Bürgermeister Joh. Siebold von einer Leiter auf die Tenne herab und brach das Genick. Niederelsungen. Die Wittwe Dössel stürzte durch die Bodenluke auf die Tenne. Sie lag noch einige Stunden besinnungslos und starb alsdann unter den unsäglichsten Schmerzen. Mitteldeutsche Staaten. Vraunschweig. Frau Geh. Rath Siemens beabsichtigt, in Schulenrode bei Bad Harzburg ein Ferienheim für Barmherzige Schwestern zu errichten. V e t t m a r. Der ArbeitSmann Staats, welcher getrennt von seiner Frau wohnt, kaufte sich vor einigen Tagen einen Revolver und drohte, damit seine Frau Abends auf dem RückWege auö Sierße erschießen zu wollen. Jedoch gelangte dieselbe nach Hause, ohne mit ihrem Manne zusammmzutreffen. Am nächsten Morgen entfernte sich Staats von der Arbeit, und bald nachher hörte man in seiner Wohnung drei Schüsse fallen. Man fand ihn auf feinem Bette liegend, wo er sich durch zwei Schüsse in den Kopf und durch einen Schuß in die Brust schwer verwundet hatte. Dessau. Ueberfahren wurde auf dem Staatsbahnhofe der Streckenbeiter Qillnow bei Ausübung von dienstlichen Arbeiten. Er wurde dabei so schwer verletzt, daß er bald starb. EckartSberga. Der Viehhändler Heine auS Auerstädt. der seit längerer Zeit wegen Betrügereien steckbrieflich verfolgt wurde, ist in Münster festgenommen worden. E i s e n b e r g. Der Dampfkessel in der Wagenfabrik von Dormann wurde durch eine Explosion zertrüm mert. Theile deS zersprungenen KesselS durchschlugen die Wände deS KesselhauseS und zerstörten dieses vollständig. Leider wurde hierbei der Maschinenwärter Barthel durch Verbrühen derartig verletzt, daß er auf dem Transport nach der Klinik in Jena verstarb. Auch derFabrikbesitzer und ein IZjähriger Knabe erlitten Vcrletzunaen. In einem bescheidenen Barriere Wächterhäuschen bei Char kow ging eS hoch her; die Hausfrau feierte mit zahlreichen Gästen ihren Namenstag. Der kleine Raum war schon mit Zechenden ganz angefüllt, aber der schnapsselige Gemahl der Dame bedauerte, nicht noch mehr Gäste herbeischaffen zu können, besonders seine beiden Freunde, den Maschinisten und denHeizer deS in den nächsten Minuten auf der Strecke erwarteten Perfonenzugeö. Da kam ihm plötzlich ein trefflicher (Sedanke. Wir bewirtben Ttt
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