Indiana Tribüne, Volume 21, Number 13, Indianapolis, Marion County, 2 October 1897 — Page 2

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ZOvtsNs Aridkne. EcyM Täglich iihd LomagV.

t tS;IUe Xrltlne- kostet durch e Xrlget Cen:V per Woche, die KontagS.Tribae'I 2e:' per 3ce Btti msatmra 15 SentS des C! CcntS xer tfaxtt. Per yoft Serhald de, kdk z-zesiZt U oraulbeziZlunz V fc VHr. CffUi 13 Cüfc Vladama StraZe. Indianapolis, Ind., 2. Oktober 18S7. Irrwege eines FürstensohneS. Q'mti Nabelmeldung zufolge ist Vrmz Heinrich XXVI. von Neuß. Älig:höriger emeZ Seitenzweige der jüngeren Linie des reuischen Fürsten Kaufes, Corvettencapitän und Comrrnndeur der 1. Abtheilung der 1. atrosendivision und Neichsritter des Ichanniterordens. als u.izurechnungssähig in einer Nervenheilanstalt, der Maison de santd in Schöneberg, un jergebracht und gegen ihn das Entn:ündunc;sverfahren eingeleitet worden. Die näheren Umstände dieses Aussehen erregenden Borganges bieten des Interessenten sovielund sind so charakteristisch für geroic Seiten des socialen Lebens, dafc wir die Angelegenheit ausführlich behandeln. Prinz Heinrich, der im Alter von -10 Jahren fleht, ist mit Bictoria Gräfin von Fürstenstein vermählt und seine Binder führen den Titel der Grafen und Gräfinnen von Plauen; das Successicnsrecht in Neuß jüngerer Linie ist ibnen vorbehalten. Sein Vater, Prinz cinrich IX. Neuß j. L. ist Majoratsherr auf Jänkendorf und Neuhoff in Schlesien, seine Gattin, mit der Prinz Neuv XXVI. in glücklichster (5H?, aber nicht in Gütergemeinschaft lebt, gilt als sehr vermögend. Corrcttencapitän Prinz Reuh hat bereits vor einigen Monaten von sich reden gemacht. Er nrar damals in pecuniäre Schnzierigkeiten gerathen und hatte ge!?inen Elementen, die sich an ihn her anzudrängen wußten, Entgegenkommen gezeigt. So hatte er Qerbindungen mit einem Schriftsteller" v. Mack angeknüpft, der sich schließlich als Agent des bekannten Ordens- und Titelvermittlers Reuter entpuppte. Ter Prinz hat v. Mack gegenüber sich in hohem Grade vertrauensselig U nommen; namentlich sollen sich in den Händen des v. Mack Briefe befinden, die vertrauliche Aeußerungen des Prinzen über hochgestellte Persönlich Zeiten enthalten. Der Verkehr mit v. Mack trurde schließlich dem Prinzen in so bohem Grade unheimlich, daß er die L)ilfe eines Berliner Detectivbureaus in Anspruch nahm, um den Mann loszuwcrden. Es gelang auch dem Bu.reau, zu bew'.rken. daß v. Mack in Untersuchunzshaft genommen wurde; da aber eigentlich strafbare Handlungen ihm nicht bewiesen werden konnten, wurde er nach kurzem unfreiwilligen Aufenthalt in Moabit wieder auf freien irufc gesetzt. Die Briefe des Prinzen waren dabei nicht in die Hände der recherchirenden Beamten gefallen, da v. Mack diese im Auslande untergebracht hatte. Tie Persönlichkeit, welche dem Prinzen vinen Wein über die Machenschaften des Herrn v. Mack eingeschenlhat. war ei.l Herr Schwengers. Dieser err hatte auf den Titel eines prrnzlichen Güterdirectors auf Grund eines Angebots der Firma v. Mack - Reuter hin refleltirt.'Er hatte für Verleihung dieses Titels, ohne daß der Prinz hiervon erfuhr, eine stattliche Summe ge opfert. Der Prinz hatte den Titel le diglich für seine Person verliehen, je doch darauf hingewiesen, daß eine Ra tificirung durch die Regierung von Reuß j. L. nicht nachgesucht werden dürfe. Diese Klausel hatten v. MackReuter dem Schwengers verschwiegen. Letzterer suchte die Ratificirung nach und wurde, wie vorauszusehen, ableh uend beschieden. Er wandte sich nun mehr Beschwerde führend an denPrin zen, und daö führte zu der Stellung nähme des letzteren gegen v. Mack und mittelbar gegen Reuter. Durch diese Vorgänge aber war der Prmz semeZ senher.gen Vertrauens inannes. des v. Mack, verlustig gegan gen. Und er bedürfte eines solchen, denn, wie gesagt, er brauchte Geld. daS er stch, ohne Ausgehen zu erregen, verschaffen mußte. So war es natürlich. daß er zu Schwengers, der ihm die .Augen über seinen seitherigen Helfer in de? Roth geöffnet hatte. Vertrauen faßte. Schwengers erhielt nunmehr durch Vermittelung des Prinzen auch offiziell den ihm vorher durch den Letz teren persönlich verliehenen Titel; der Prinz stellte ihm außerdem eine Generalvollmacht zur Erledigung seiner Angelegenheiten aus. Es scheint, daß Schwengers die Wünsche des Prinzen mcht ganz un eigennützig zur Förderung persönlicher Interessen ausgenutzt hat. Den Plan, den er dem Prinzen vorschlua, fand dessen Beifall. Es sollte ein Gut gekauft werden, wie Schwengers sagte, auf Grund desEredites, den der pnnz litte Ramen aller Orten finden würde. Auf dieses Gut sollte dann eine bedeutende Hypothek aufgenommen wer den, und Schwengers selbst, der Pas slonirter Mineralöle und Landwirth ilt, wollte aus diesem den zur Amor tisirunz des Kapitals und zur Deckung ver Zinsen erforderlichen Betrag her auöwirthschaften. Es läßt sich in die sem Augenblick nicht beurtheilen, in wieweit Schwengers selbst an die Durchführbarkeit des von ihm entworfenen Planes glaubte. Jedenfalls ist es auffällig, daß Schwengers sich für v.d) wie für verschiedene, bei den beabsichtiatcn Tran-aktionen bctbeiligte Agenten tcn dem Prinzen bat Wechsel in der Hohe von 136.000 Mark ans stellen lassen, deren Giltigkeit für den srall. da, der Ankauf eines dem Prin?en genebmen Gutes formell zuStande käme, cirn Einschränkung nicht unter liegzn sollt?. SchwenaerS erwarb als dann auf ffinind der ibm aufgestellten C'eneralvollmacht daZ Gut PetriS bei lrad von den kaiserlich und könialich v'terreick?ischen Kämmerer Bernhard v. Uermenöi. Der Kaufvertrag wurde

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vor einem Berliner Rotar rechtsgiltig abgeschlossen und von SchwengerS einer-, von Herrn v. Uermenyi ande rerseits unterzeichnet. Der Agent. durch dessen Vermittelung Herr v. Uermenyi das Gut verkaust hatte, war der durch die Veranstaltung vielfach bevrocbner Ausstellungen berannie Zlaufmann Juhasz in Berlin. Wie versichert wird, hat Schwengers das Gut im Ramm seines Auftraggebers ür 1.700.000 Mark erstanden, ohne , es vorher je geskhen zu haben. In Arad herrschte nicht geringe Aufregung, als dort bekannt wurde. an wen. unter welchen Bedingungen und zu welchem Preise das Gut PetriS verkauft worden wäre. Die Leute wa ren im höchsten Grade erstaunt, denn es war bekannt, daß daS Gut zwar früher einen großen Werth gehabt hatte, aber durch starke AbHolzungen entwerthet worden sei. Von Seiten des seitherigen Besitzers freilich wurde diese Thatsache energisch bestritten. Herr Schwengers. der Güterdirector des Prinzen, hielt unmittelbar daraus seinen Einzug. In seiner Begleitung -befand sich ein Berliner Agent Na mens Friedmann und ein Pester Agent Voecke. Alle drei lebten uf sehr großem Fuße, und eö gelang ihnen auch, Geldmänner aufzutreiben, die geneigt waren, sich in Unterhandlungen über die Beleihung des GuteS einzulassen. Da kam die ganze bisher mühsam durchgeführte Äction in'sStocken durch einen Schritt, der von der Familie des Prinzen ausging. ' I Dieser waren mittlerwelle die ae wagten Sveculationen. auf die sich der Prinz eingelassen, zu Ohren gekom men. Es erschien in Arcd der junge Bruder des neuen Besitzers von Petris. Prinz Reuß j. L. XXX., Hauptmann im preußischen 2. Garde - Regiment z. ff., und protestirte energisch gegen alle im Namen seines Bruders vorgenommenen Rechtsgeschäste. Er theilte mit. dak aeaen den Letzteren im Namen der Familie das Entmündigungsverfayren eingeleitet worden sei, und daß man ihn als unzurechnungsfähig in einer Nervenheilanstalt der Mai-, son dfsnntö in Schöneberg untergebracht buht. Gegen diese Wen dung in der Angelegenheit erhob der seitherige Besitzer d Uermenyi ebenso entschiedenen Widerspruch. In der . Begleitung des Prinzen Reuß XXX. ! befand sich cm Gorlitzer Justlzrath. der sich ebenso wie Schwengers ini Besitze einer vom Prinzen Reuß XXVI. ausgestellten Generalvollmacht befand. Eine dritte Generalvoll-. macht, die Prinz Reuß XXVI. ausgestellt hat. befindet sich in den Händen eines Berliner Rechtsanwalts. So weit würde die Sache sich lediglich zwischen der Familie Reuß j. L. und dem Verkaufer des Gutes haben ordnen lassen. WaS aber in Arad, Pest und Wien zu öffentlichem Aergernid Anlaß gibt, sind die oben erwähnten. in der Hand von Personen verschiedenster Art befindlichen Provisionswechsel in der Gesammthöhe von etwa 136.000 Mark. Es wird versucht, dieselben zu jedem Preise loszu schlagen, und während anständige Bankgeschäfte, wahrscheinlich auf Grund von Berlin aus gegebener Directive. ihre Discontirung zurückweisen. sind Ramscher, deren es auch auf diesem Gebiete gibt, emsig dabei, sie zusammenzukaufen. Sie rechnen darauf, daß die Familie des Prinzen, oder noch höher gestellte Personen eZ in dieser Sache nicht zu einem noch größeren öffentlichen Skandal kom men lassen werden, als er jetzt schon vorliegt. rsatz Friedrich der Qrofte.

In Wilhelmshaven hat dieser Tage der Stapellauf deS deutschen PanzerschiffeZ 1. Classe Ersatz Friedrich-der Große", eines Schwesterschiffes deS am 31. Juli v. I. zu Wasser gelassenen Panzerschiffes 1. Classe Kaiser Friedrich III. stattgefunden. Ein drittes Schwesterschiff. Ersatz König Wilhelm", zu dessen Bau die erste Rate von einer Million Mark in der letzten Reichstagssession bewilligt wurde, wird in Kürze in Angriff genommen werden, und ein viertes dürfte vom kommenden Reichstag bewilligt werden, sodaß die Schlachtflotte in den nächsten vier Jahren um eine Division erstklassiger Linienschiffe vermehrt wer den wird. Vom technischen Standpunkte wird an diesen Neubau die Betrachtung geknüpft, daß die Herstellung des colossalen Schiffskörpers in einem Zeitraum von neun Monaten ein Triumph der Leistungsfähigkeit der Kriegswerst sei. Thatsächlich ist zum ersten Male die so oft gepriesene Schnelligkeit der englischen SchiffsWerften erreicht worden. Der Kiel zu dem neuen Schlachtschiffe wurde am 26. October v. I. gestreckt, und zwar auf demselben Helling, von dem das Panzerschiff 1. Classe Kaiser Friedrich III." - drei Monate vorher nach vollzogener Taufe zu Masser gelassen wurde. In dem neuen Schiffe ist der Grundsatz, den größten Gefechtswerth mit der geringsten Wasserverdrängung zu vereinigen, in einem von keiner fremden Marine erreichten Grade , Der ftcinb Ist Besiegt. Die Grippe hinterläßt in der Regel den Patienten in sehr schwacher Ge, sundheit und oft mit einem anhalten den Husten und angegriffenen Lungen. Für solche Fälle ist Dr. Bull'ö Husten Syrup das allerbeste Mittel, welches, wenn sofort angewandt, die Gefahr der Cchwmdsucht beseitigt. Frau Maggie Tulaa, Jronton, Öhio, sagt: "ES macht mir viel Vergnügen mit in dem Lobe für Dr. Bull's Husten Sprup einzustimmen. Ich litt längere Znt an der Grippe, aber nachdem ich eine Flasche von Dr. Bull'6 Husten Syrup gebraucht hatte war ich vollkommen rurirt und ich wurde ven schrecklichen Husten loS. Ich empfehle allen Leidenden diese vorzügliche Medizin zu gebrauchen." Dr. BuU'S Husten Sprup kostet nur 25 Cents. ZU yaden bei: Ins. D. auld, 201 JndUma Lv. 3n r- 'U..T ß. ...4 hrtymf V"' j o( V

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durchgefllyrr. er Verzicht auf jene ungeheuren Größenverhältnisse, welche die neuesten Schlachtschiffe der englischen und japanischen Flotte haben, hat nicht allein seinen Grund in den noch unzulänglichen Dockanlagen, über die die deutschen Krieqsbäsen verfügen, e3 ist vielmehr ein vorherrschenderGrund. gedanke der deutschen Constructeure. die Schlachtschiffe so compendiös wie möglich zu gestalten und ihnen neben einem hohen militärischen Werth auch die größte Beweglichkeit und die besten See - Eigenschaften zu sichern. Ersajz Friedrich der Große- hat eine Länge von 115 Meter, eine größte Breite von 20,4 Meter und einen mittlern Tief gang von 7,85 Meter. Letzterem ent. spricht eine Wasserverdrängung von 11.130 Tonnen. Das Baumaterial ist bester deutscher Stahl; die Panzerung besteht aus an der Oberfläoe geHärte, tem Stahl. Der Schiffskörper ist in möglichst viele wasserdichte Zellen ge. theilt, um eine hohe Schwimmfähigkeit zu erzielen. Der Panzerschutz besteht auö einem 2 Meter hohen und 30 bis 15 Centimeter starken Gürtelpanzer, der sich über vier Fünftel der Schiffslänge von vorn erstreckt. DaS Hintere Fünftel des Schiffskörpers ist zur Gewichtersparniß nur mit einem 75 Millimeter starken gewölbten Panzer. deck geschützt. Der übrige ganzeSchtffS. körper wird durch ein 63 Millimeter starkes Panzerdeck, das sich auf der Oberkante deS Panzergürtels stützt und vorn zur Verstärkung der Ramme nach unten geneigt ist. geschützt. Verschiedene Stellen haben noch sogenannte SplitZterschutzdecken von 20 MillimeterStärke erhalten. Einen weitern Panzerschutz haben ferner die beiden schwerkalibrigen Geschützthürme von 250 Millime ter Dicke, die Geschüktbürme undCase. matten für die 15 Centimeter Schnell. ladekanonen von 150 Millimeter Dicke und der Commandothurm, der mit .Panzerplatten von 250 und 100 Milli. meter Stärke umgeben ist. DaS Schiff erhält drei dreicylindrige, dreifach expandirende Maschinen, die in voll, ständig getrennt liegenden, wasserdichten Abtheilungen stehen und je eine dreiflügelige Bronzeschraube treiben. Der Dampf wird in Wasserkesseln deS deutschen Systems Dürr erzeugt. Die größteGeschwindigkeit beirägt 18 Kno. ten bei der vollentwickelten Gesammt. Maschinenleistung von 13,000 Pferdekräften. Ersatz Friedrich der Großeist somit eines der schnellsten Schlacht, schiffe der Welt. Das normale Kohlen, fassungövermögen ist auf 650 Tonnen bemessen, kann jedoch nach Bedarf auf 1000 Tonnen erhöht werden und gibt dem Schiffe einen Actionsradius, der es zu einem selbstständigen Schlacht schiffe für die Nordsee wie überhaupt in europäischen Gewässern macht. DaZ Ruder liegt tief unter Wasser, vor feindlichen Geschossen und vor Zusam. menstößen geschützt. Der neue Panzer erhält zwei Gefechtömasten aus Stahl, der vordere . ist sehr dick gehalten und gleicht einem hohen schlanken Thurme, der durch Wendel treppen zugänglich ist. Er trägt in seinen Marsen leichte Schnelllade- unv Maschinengeschütze sowie in seinem Topp einen mächtigen Scheinwerfer. Der Hintere Mast dient lediglich zu Signalzwecken, ist jedoch ebenfalls mit einem starken Scheinwerfer auSgerü. stet. Vier weitere Scheinwerfer stehen außerdem auf Podesten außerhalb der Bordwände in 4 Meter Höhe über der Wasserlinie. Sie dienen vorwiegend zur Aufsuchung von feindlichen Tor. pedobooten bei Nacht und erleichtern den zablreichen Schnellladekanonen die Abwehr nächtlicher Angriffe von Tor. pedobooten. Auf Grund der reichlichen Ausrüstung mit Scheinwerfern sind auch die sonst üblichen Torpedoschutz, netze weggefallen. Ein großes Feld ist der Elektricität an Bord eingeräumt. Sie versorgt nicht allein die gesammte Jnnenbcleuchtung, sondern versteht auch die Elektromotoren, die zum Be. wegen der Geschützthürme, der Ge. schoßhebemaschinen. der BootZhißvorrichtung u. s. w. an zahlreichen Punk, ten aufgestellt sind. WaS dieseZ Schlachtschiff im besondern auszeichnet und ihm große Vorzüge vor den Schiffen der Brandenburgerclasse aibt, ist seine außerordentlich starke Artillerie und deren vorzügliche Aufstellung, die nach ganz neuen Gesichtspunkten er. folgt und die größte Ausnutzung jedeZ Geschützes ermöglicht. ES ist durchweg daS langkalibrige Geschütz zur Verwendun gekommen, das den Geschossen die größte Durchschlagskraft gibt. Er. sah Friedrich der Große" führt 4 bei 40 Kaliber lange 24 Centimeter Ge. schütze in je zwei drehbaren Panzerthürmen, vorn und achtern. Dieses Ge. schütz vermag alle zur Zeit auf Kriegsschiffen verwendeten Panzerungen zu durchschlagen. Ferner 18 bei 40 Nall. ber lange 15 Centimeter Schneü'laoeka. nonen. Hiervon stehen 12 in gepanzer. ten Einzelc?sematten und 6 m gepunzerten Drehthürmen. 12 bei 3.3 Centi. meter Schnellladekanonen hinterStahlschilden. 12 bei 3.7 Centimeter Ma schinenkanonen und 12 bei,8 Millime. ter Maschinengewehre. Im ganzen 53 Geschütze. Die Gesammtarbeitsleistung einer Breitseite in einer Minute be. läuft sich auf 143 Schuß von 4244 Ki. logramm Geschoßgewicht, ohne dieMa. schinenkanonen und Maschinengewehre. Man kann sagen, daß die Artillerielei stung des neuen Schlachtschiffes reichlich um ein Drittel größer ist, als die der Schiffe der Brandenburgclasse, obwohl seine Wasserverdrängung nur um 1000 Tonnen größer ist. Dieser Neubau bezeichnet daher in jeder Hin,sicht einen bedeutenden Fortschritt in der deutschen KriegSschisfbautechnik. AlS Angriffswaffe tritt noch zu der sebr starken Artillerie die Torpedoar. mirung. die auS 6 Lancirrohren für den 45 Centimeter Torpedo besteht. 5 dieser Rohre liegen unter Wasser und sind durch daS Panzerdeck geschützt. DaZ neue Schlachtschiff erhält eine Be, satzung von 655 Mann. Die Gesammtkosten für den Neubau stellen sich auf rund 20 Millionen Mark. Meersöaurnpfeisen, lange deutseZe Vkeifen, Sigarrenspihen tt , bei Cn. NuH-, 1C3 v? C:tr;i:3 Ctr.

Gemetnnütztgeö.

Einaestoch'ene Splitter TypuS. sondern einfach Jeanne Du. oder Dornen zu entfernen, rand Arbeiterin in einer der großen Zieht man einen Splitter oder Dorn Zuckerfabriken zu Merovllle. Unter sogleich heraus, so bat die Verwun- ihren Kolleginnen kümmerte sich keine dung weiter keine Folge. Kann er um Jeanne. Sie hatte niemals einer aber nicht sogleich herausgezogen wer-, Freundin emen Lledhaber abspenstig den oder bleibt ein Theil davon in der gemacht oder sie beim Aufseher ver. Wunde, so entzündet sich dieselbe und klatscht, w:e das Ui den übrigen wird zu einem Geschwür. Um dem zu Zuckerarbeitermnen gang und gäbe entgehen muß man sogleich einen klei.,war. , . nen Schnitt wagen; geht dies nicht an. Das junge Mädchen besaß weder eine so sind Leinumschläge zu machen. Freundm noch einen Liebhaber. Sie Eitert die Wunde dennoch, so muß wohnte ganz allein am Ende der Stadt, man sie sobald es angeht, öffnen. Es sa,t auf dem Lande, bei einem alten giebt Beispiele, wo der Verlust einer Ehepaar. daS sich mit allerhand Flick. Hand oder gar der Tod die Folge da- arbeiten kümmerlich durchschlug und die von waren, daß eine unbedeutende Woche äber vlellelch tem Dutzend Worte Dornen- oder Splitterverwundung mit der Mietherm sprach. An Sonn nicht beachtet wurde. , und Feiertagen saß Jeanne, während BeiWundenundGeschwü- die übrigen Genossinnen, jede mit ihrem ren ist Honig ein vorzügliches Desin. Liebhaber, sich in den billigen Wein, fectiansmittel, ähnlich wirkend wie yänken und Tanzsalen amustrten in Carbolmasser und dergleichen. Am 'hrem Kämmerchen, besserte an ihrer besten wird derselbe auf einen Lappen einfachen K eidung herum, las die alten gestrichen und aufgelegt. Besonders ZeitungSblätter die sie m der Fabrik gut ist es. die Wunden mit Honigwas-i erhascht, langsam .Wort für Wortdurch, ser auözuwaschen. und diesem einigt machte einen einsamen Spaziergang m Tropfen Arnika. oder Calendulatinc- die umliegenden Ortschaften, um dcr n tur beizumischen. Honig. mit Rog-in alidern Morgen ihre mechanische

genmehl gemischt, bringt Geschwüre . -i , w - ,

iur vaDmen Aemauna. mm vel."" u,g....i...

Brandwunden erweist sich der Honig u wj J J f als vortheilhast. Ein gutes Mittel gegen den sogenannten Schluckauf besteht darin, daß man ein Löffelchen voll ge-: stoßenen Zucker in den Mund nimmt und rasch hinunterschluckt. Meistens wirkt es sofort, sonst kann man es . , ' i i.i nochmals wieveryoien, vann nuizi es - sicher. ES ist dies ein billiges und un- j unfehlbares Mittel. I Auf Glas schreiben oder' malen kann man am leichtesten, wenn man eine Auflösung von Fischleim c cr.r.W. i r.! ' nimm! uno oicmoc IN II einem Irinhaarigen Pinsel über das Glas streicht. Selbstverständlich muß die besagte Auflösung sorgsam filtrirt sein, und wenn dieselbe über das Glas gestrichen, ,mh nTVtrfcmn&m rnrfn. nW trel-

ist. muß man dasselbe über einen war- mjncn auc iuui au . vziurn men Ofen und zwar etwas schief hal- l anzUnerwarte es ereignete sich! Jeanne t,n hnrnit iiberklüssmer Anstrick aut . Turand. eingehüllt m em langes, nas. .

v v t.v. ij a .w..., r. . f m v n 1 1 ri sen zu machen. Wenn die Glasplatte: wand, stürzte auf die Brandstätte stleö auf solche Weise zubereitet ist, kann l mtt emem großen eisernen churhaken man darauf schreiben, zeichnen und.dle hur des brennenden HauscS em malen; sogar die kleinste Schrift läßt nd verschwand darin. Nach kaum . ' . J ' . I U4At UDlMIli.tM Vt.f IAM dk UaBVa

sich auf die so präparirte Glasplatte schreiben, ohne daß die -Tinte zusamzusc menfließt. Man kann hierzu irgendwelche Schreibtinte, Tusche, Wasser, färben oder andere Farbe verwenden. Quittenlikor von vorzugli-

J 3 f einem Reibeisen und preßt Saft aus. Je 3 Pint davon werden " "r" r w sodann mit 2 Quart reinem Spiritus 2 rusltt inem Svir tus gemischt und mit den feingeschnittenen Schalen von einer Citrone, sowie mit einer halben Unze feinstem Ceylonzimmet und 60 Gran Gewürznelken angesetzt. Hierzu mischt man 2 Pfund sein'sien a sinadezucker. der mit einem " ' ' ' W , Quart Wasser einmal aufgekocht wurde. Fpäter wird die Flüssigkeit von dem bei längerem Stehen sich bildenden Bodensatz und den Gewürzen abgegossen oder durch Filtriren geklärt. Der Wohlgeschmack des Likörs nimmt mit seinem Alter zu. Geschirre nehmen oft einen widerlich dumpfen Geruch an, welcher mit bloßem Scheuern nicht wegzubringen ist. Man fülle folche Geschirre mit Wasser, in welchem so viel übermangansaures Kali aufgelöst wurde, daß das Wasser schwach rosa gefärbt wird, und lasse es einigeStunden stehen, wasche dann die Töpfe gut mit heißem Wasser, spüle sie, und man kann sie alsdann ohne Sorge wieder benutzen. Handschuhwäsche. Den auf Sparen angewiesenen Frauen wird daran gelegen .sein, die Ausgaben für Handschuhe, soweit eZ möglich, zu beschränken. Es handelt sich darum, die Handschuhe weich, geschmeidig und glänzend zu erhalten, weil sie dann vierfach längere Dienste thun, als wenn man daS Leder austrocknen läßt und durch schlechtes Aufbewahren die Form verdirbt. Die gute Behandlung der Handschuhe ist ebenso einfach wie lohnend. Zunächst näht man auch die geringste Oeffnung einer Naht äugenblicklich und dauerhaft zu. Beim Fort, legen zieht man sie wieder in ihre Form und legt sie flach zusammen, nicht wie man die gewöhnlich thut, in einen Knäuel umgekehrt zusammengeballt. Von Wichtigkeit ist. nur Waa. ren bester Qualität zu kaufen; der hohe Preis wird durch die Güte deö Materials und die solidere Arbeit, sowie die hiermit bewirkte längere Tragezeit reichlich aufgewogen. Schwarze Handschuhe fettet man nach vierzehntägigem Gebrauch mit feinem Olivenöl vermittelst eines SchwämmchenS von außer, an. Gelbfarbige Handschuhe. sowie andersfarbige taucht man in Glycerin und reibt sie gleichmäßig mit einemWatteballen. Schwedische Hand, schuhe wäscht man mit einer Mischung von in M'lch cekochter weißer Seife; in diese Mischung taucht man ein Stück chen Flanell, mit dem die Handschuhe gut gewaschen und gerieben werden. Um die Seife zu entfernen, spült man mit warmem Wasser, indem man sich eines kleinen SchwämmchenS bedient, nach. Man trocknet sie mit einem leinenen Tuche ab und läZzt sie auf der hölzernen Hand vollkommen trocken werden. Bei seidenen und Zwirnhandschuhen pslegen die Fingerspitzen schnell zu reißen; um dies zu vermeiden, legt man etwas Watte in die Fingerspitzen. IHM VerjZettungseziycl. von s. Fließ. Wenn eS wahr ist, daß diejenige Frau die beste ist. von der am wenigsten ge sprechen wird, so gehörte Jeanne Turand jedenfalls zu den beneidcnSwer thesten Vertreterinnen ihres Geschlechts. Kein Mensch hatte je von ihr in Mero. ville gesprochen oder überhaupt von ihrem Dasein bis dahin Notiz genom men. Jeanne war eine Waise, einige iwanzig Jahre ' alt, weder groß noch klein, weder schön noch häßlich ; nicht

chem Wohlgeschmack stellt man wie ! ps ? folgt her. Man reibt die reifen Quit. band Lob,pruche und lohnende Verten auf einem Reibeisen und preßt den ; helßungcn Jeanne, die außer einigen

! 1 ' auzgesproiyen oicrnß, arer auch Hit brünett ; sie war eigentlich aar kein

ttaarcm auy ,es ouzcniage roie Vi itiihitninrntn Eines Abends, kurz vor dem Schluß der Arbeitssäle, schreckte Feuerlärm die Insassen der Fabrik auf. Alles stürzte ach draußen. Auf dem Hofe brannte em Mrterhaus, aus dem man das Geschrei der emgeschZossenen Kinder, schaar deS gerade auswärts befindlichen Ehepaares vernahm. Männer und iivuittn All frnrtn Httrnfn itnrs Vrtw u ' v ; ten durcheinander ; die Männer setzten die Spritzen m Bewegung, schleppten ; Le? ern und Balken herbei. Tu Fabrikmädchen rangen d,e Hände und stehten die Manner um Rettung der (?,n,,r sltt Vinpr s?lN-v hnn ,snpn . . s?nd den Muth m das Feuermeer hm. einzusteigen und sem eigenes Leben für das gefährdete der Kinder m dieSchanze laugen seS Fabrikaten von grober SackleinSi mu en er,en ,ie m.r oen oeioen ersten geretteten Kmdern die sie den draußen Stehenden zureichte ; nach zwei weiteren Minuten waren auch die übri. gen Würmer gerettet ! Alles schrie Bravo, umringte das i OslvJf v ... : .v ... i .v ... eii v . s. ... v . .. unvevcuirnu runv vunvcn an oen 4 ÄuV iiuX ' r . . a U . . uuu&d u vunveil uiw v"!)"! irilie nciinciitioei. then Verletzungen auswies, wehrte alles stumm aber energisch ab und ging dann, als wäre nichts besonderes welter gefchehen. nach ihrem Heim, wo sie den alten Wlrthslcuten bei der Abendmahl, i "."Slcrbcnswörlchm von ? V A MlMttMliAlM dem Brandunglück und ihrer eigenen NettungSarreit verrieth. Als Jeanne am anderen Morgen den Fabrilsaal betrat, standen die Kolleginnen alle in Gruppen umher und studirten eifrig die Morgenblätter des Fabrikstädtchens, den Matin" und den Jour", die beide eine sensationelle Beschreibung des Brandunglücks an der Spitze brachten, mit der fettgedruckten Überschrift: Ter Nettungsengel!" Die kühne That der jungen Fabrik arbeiteriy wurde in allen Tonarten gepriesen. Den sämmtlichen männlichen ffabrikinsassen wurde unverboblen der Borwurs der größten Feigheit, die alle bei dem Unglück bewiesen, gemacht; den Fabrik'.nädchcn wurde Jeanne Turand als eine zweite Jeanne d'Arc, als ewig mustergiltigeS Borbild weiblichen Heldentbumes anempfohlen. Alle waren empört ! . Die Männer fühlten deutlich die be rechtigte Schwere deS Vorwurfs.... Aber.... zum Teufel!.... WaS lag denn daran, ob ein paar elendige Würmer mehr oder weniger auf der Welt waren Ja,. . . . für'S Vaterland, gegen diese veidammten Prussiens, da war man jederzeit bereit, daS Leben zu lassen: aber für seine Kinder mag jeder allein sorgen ; das geht doch nur die Eltern an l Warum waren die so un vorsichtig gewesen ! ! Tie Mädchen waren einfach wüthend. Sie beneideten Jeanne, daß Sie in der Zeitung mit ihrem vollen Namen genannt wurde, was bis jetzt noch keinem au-) der' Fabrik passirt war. Dann kränkte es sie auch gewaltig, daß sie sich diese dumme Jeanne, die bis dahin kein Mensch beachtet, die welch eine Schmach ! noch nie einen Liebhaber gefunden, zum Muster nehmen sollten! So etwas!.... Hahaha!.... Diese.. dieser.... hahaha! diesen RcttungSengel ! . Bon da ab wurde Jeanne, die b'.S zu dieser Stunde ein stilles, ungctrüb'es Dasein geführt, ein von allen Seiten angefeindetes, geplagtes Wesen. Sie war mit einem Schlage die bestgehaßte und meistgenannte Person in Meroville geworden. Ter .Matin und .Jour" wollten beide eine Wohlthätigkeitsvorstellung zu Gunsten des Nettungsengeiö" ver anstalten. Da aber jede Redaktion die Priorität für sich beanspruchte, da die verschiedenen ComlteS, die sich zum ' Zwecke der Veranstaltung gebildet, sich j r i r . im r w. ' gegenieing aus jcoe ee Vivvrucy zu thun versuchten, so dauerte es noch nicht acht Tage und aus dem leichten Scharmützel der beiden Zeitungen von Meroville'war 'eine immer heftiger sich gestaltende Preßfehde und schließlich ein offener Krieg aller gegen alle entstanden ! Selbst die Behörde wurde von diesen Tagesstreit mit hineingezogen. Der Maire von Meroville hatte den be merkenswerthen Vorfall an den Präfek ten deS Departements gemeldet und für Jeanne die Rettungsmedaille beantragt. - Bei der nächsten Sitzung der Stadt Väter kam eZ hierüber zu einer stürmt schen Debatte. Einige Väter waren der Ansicht, daß man Jeanne lieber mit einer kleinen Geldsumme belohnen, sollte, hsl hi Medaille nur wen! ?iWf tur sie beün konnte : andere einten, du

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Geldprätnie musie' von fcem Fabrikbesitzer ertheilt werden. Da die Fabrik aber einem Konsortium von Kapitalisten gehörte, so durfte hierüber nur die Generalversammlung einen Beschluß fassen. Nach einer mehrstündigen, überaus heißen Debatte ging die Naihsversamm lung anseinander, ohne ein anderes Resultat als die allgemeine Unzufrieden helt und Berseindung der Betheiligten erzielt zu habeu.

AlS Jeanne nach einigen Tagen dem ! alten V!iethsvater Pere Lambertin, wie man ihn nannte, den fälligen MiethS inS entrichtete, strich der würdige Philemon die Franc und SouSstücke mit seinen gichtlrummen Geierklauen langsam ein, hüstelte mehrmals verlegen und begann dann unter wiederholten Seufzern und Klagen über die schlechten Zeiten einen langen Salm. Zu ihrem Erstaunen erfuhr Jeanne, daß sie jetzt, wo sie für ihre That eine ungeheure Belohnung vom Staat, von der Stadt gemeinde uud von den Fabrikbesitzern zu gewärtigen habe, nicht mehr für vier Francs beim Pere Lambertin einwohnen j könnte, sondern, daß man in Anbetracht ' der enormen Verbesserung ihres Ver mögenS emen MonatszrnS von sechZ Francs beanspruchte. Jeanne war sprachlos. Sie hatte vier kleine Kinder deS Wärters der Zuckerfabrik vorm Feuertode bewahrt ; ' und deswegeu sollte sie jetzt statt vier Francs deren sechs zahlen!.. Woher sollte sie denn das viele Geld nehmen? . . Sie wollte mal morgen mit einem von den Aufsehern sprechen! In der Fabrik war unterdessen die Unzufriedenheit auf den Gipfel gestie gen. Tem Wärterpaar war wegen der Fahrlässikeit, durch die der Brand deS Hauses verschuldet worden, der sehr leicht die Fabrik in Mitleidenschaft hätte ziehen können, die Stellung gekündigt worden. Der Wärter schäumte vor Wuth und richtete seinen ganzen Haß gegen Jeanne, von der er behauptete, daß sie an seinem Unglück schuld sei! Denn so argumentirte er mit einer überaus kühnen Philosophie wären die Kinder mitverbrannt, so hätte ihn die Ge sellschaft aus Mitleid mit seinem Unglück in seiner Stellung belassen! Die Freunde in der Schänke beim Ab sinth gaben ihm recht und fluchten aus diesen infamen Rettungsengel", der die ganze Fabrik und Stadt in Aufruhr gebracht. Man höhnte und lachte Jeanne aus, wo man sie traf. Was tonnte die Unglückliche dagegen thun? 1 . . . Sie schwieg, während allerlei und unheilvolle Pläne in ihrem Bufen zu arbeiten anfingen. Als ihr der Inspektor den Wochen lohn auszahlte, theilte er ihr mit dürren Worten mit, daß sie entlassen sei, da ihre sämmtlichen Kolleginnen deSw.'gen bei dem Vorstande vorstellig geworden seien und die Gesellschaft nicht einen allgemeinen Ausstand herbeiführen lvollte. Jeanne starrte den Inspektor an, als hätte sie ihn nicht verstanden. Wie? ... sie sollte nicht mehr zur Arbeit kommen, wie seit zehn Jahren, seitdem sie die Schule verlassen? l . .. Ja, wo sollte sie denn hin?!... Wer würde denn den Miethszins beim pere Lambertin für sie erlegen? . . die vier... nein die sechs Francs!... h! Wo'ging sie hin?!. Wo blieb sie in Zukunft?! Jeanne schlich von dem Fabrikhofe herunter und ging nach draußen, wo die Eharente ziemlich rasch vom Gebirge herunterkam. Sie setzte sich am Ufer nieder und sann lange nach. Es geht nicht anders," seufzte sie laut, sprach ein kurzes Gebet und sprang in den Fluß hinein. . Als die Sinne sie beinahe verliehen, hörte sie deutlich ihren Äamen rufen und einen Körper ins Waffer fallen. Gleich darauf fühlte sie sich von starken Armen umfaßt und anö Land gezogen. Als sie wieder zu sich kam, erkannte sie ihren Netter. Es war ein älterer Ar beiter aus der Fabrik. Er war unge fähr vierzig Jahre alt und Wittwer. Dummes Dini," schalt er. Hat der Himmel Dich im Feuer bewahrt, daß Tu jetzt im Wasser sterben willst? Onmrn' mU C rf nt Otn. tvmut mit im. )uy tyuut juai cuuder. Tu sollst ihre Mutter sein." So blieb Jeanne in Meroville. In die Fabrik ging sie niemals mehr. Und nach einem Jahr sprach kein Mensch mehr von dieser seltsamen Affäre. An einen WichHgthuer. Du weißt nicht, wie du drollig bist, Dein PathoZ macht mich lachen. Ja freilich, wer nicht wichtig ist. Der muß sich wichtig machen! Vorher unglücklich. Va. ter: Nun, warum weinst Du wieder?" Söhnchen: Die Mutter backt Ku. chen." Vater: Ist daö ein Unglück?" Söhnchen: Aber nur so wenig." ,, M Wie man es macht k Füllen Sie eine Flasche oder ein geroöhn lioseS Wasserglas mit Urin und lassen Sie e vierundzwanzig Swnden stehen ; bleibt ein Satz, so zeugt dai von einer Krankheit der Nieren. Wenn Urin Flecken macht, ist die in positiver Beweis von Nierenkrank heit. Zu starker Wasserdrang oder Schmer zen im Rücken ist ebenfalls ein Zeichen, daß Nieren und Blas n Unordnung-sind. Qas thut an dagegen ? Ein Trost ist eö zu wissen, daß Dr. Kilmer'S Swamp'Root, das große Nieren'Heilmittel, Schmerzen im Rücken, Nieren, Leber, Blase und sonstigen Theilen, welche in Verbindung damit stehen, wegnimmt. SS heilt Unfähig keit deß WasserhaltenS und brennenden Schmerz beim Wasserlassen, oder Folgen, die durch den Genuß von Llauören, Wem oder Bier entstehen und enthebt Sie der unange nehmen Nothwendigkeit während der Nacht oft durch Wasserandrang aufstehen zu müssen. Die milde und außerordentliche Wirkung von Smamp'Root stellt sich bald ein. 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