Indiana Tribüne, Volume 21, Number 12, Indianapolis, Marion County, 1 October 1897 — Page 2

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cr-nf f?tsi fj4s V-ibK ififttt V W V OrrlcirJ Tcz!i5) itr SomusA L':t t2;Ii e .'Tribüne- kostet durch ten Tilget 2 Cent per 3z,t, die eonntaLS'rtbüne'e tatJ perWsZe. Seite iufttenl5Centl le: 65 Ccnt3 5 t. fJet yoft uKerhiS de Tubt zz?schiZt U Voraulbezthlusz f pvi Ü-3t. Cffu IQ Süd Alabama OtraZe. IntisnapottS, Ind., 1. Oktober 1897. (frnMufo vom Uaseler Alonists congreft. Ueler den Verlaus deZ Zionistent ccs ist schon berichtet worden. Abcr dieser Congreß, wie dr Correspondent ber 5iöln. Zeitung" schreibt, hatte neden seiner sachlichen noch eine r:in menschliche, ich möchte sagen, ästhetische Geite, und die Eindrücke, die der objeetto anschauende Beobachter da ein fslna, sind so stark und eigenartig, daß sie 3iir Wiedergabe geradezu herauk fordere. Xtm Ethnographen und Psi'ch?logen. der nach Material sucht, inm Dichter und stiinstler, der nach ):np?essionen" begehrt, hätte rnan Xtn A.'such des CongresseZ empfehlen l'cnne.n, sie wären alle hier auf ihre u'ifmm.-j gekommen. Warf man einen ioütf aus die ganze Versammlung, so k'ÄlU man ihr die Eigenschaft zuschreil'cn mögen, die die ältere Aesthetik des vorigen Jahrhunderts vom Kunstwerk rlangte: die Einheit in der Mannigpltikeit. Die Einheit wurde durch den ausgesprochen jüdischen Typus hergestellt, der allen Theilnehmern unver'ennbar ausgeprägt war. Aber dieser Typus zeigte sich in dn verschiede'ii'icnVarietätcn. und es war für das csc stf ulte Auge nicht schwer, nach einiczer eit. an Körperhaltung und Gesticiilatien, am Schnitt der Kleider i:r?b der Haartracht den russischen, deutschen, französischen, englischen Juden l'rauözucrkennen. Man glaube nun etwa nicht, daß die osteuropäischen Juden in der traditionellen Gbettoint, dem langen Kaftan und mit Echläftnlocken erschienen wären. Die Männer, die sich zum Eongreß' eingefanden leiten, sind alle im Besitze der s,:istigen und materiellen Culturerrungenschzften unserer Zeit, aber an gewissen, schwer zu bestimmenden Eigent'üimlichkeiten läßt sich ihre Staats ngeb.örigke!t erkennen, freilich, da? stierste Merkmal blieb immer die Sprache, und wer sich in Ven Pausen in den Couloirs bewegte, der sah wohl. KiB die Zionisten ihre Zusammenkunft nijji mit Unrecht einen Weltcongreß scnannt hatten. Hier in der Ecke sitzen im Zwiegespräch zwei befrackte sperren, dcr eine mit langem weißen ttnebellart, ein bedeutender Viewer Augenrtf, der andere, eine schwarzhaarige Atl'letenfi'Vr. ist Kronö - Rabbiner ui un ivien iroanappen, UND in prachtvoll accentuirtem, herrlich dahinrollekidcm Russisch tauschen sie ihre Anzichten aus. Dort in der Mitte des Saale sieht ein? Gruppe leicht beweglichcr. granöser galizischer Doctoren, und di: Zisch- und Nasallaute desPolnizchcn steigen in die Luft, wie Raseien. Einige Schritte weiter und Palifer französisch und Londoner Englisch schlägt an unser Ohr. Unter den deutschen Dialekten macht sich beson-der-das gemüthliche Wienerisch bemerkbar, kein Wunder, da Dr; Herzl 1 V -V It Cl. tt . 1 Juden Pausen keinen 3wana an und sprechen ruhig ihr JüdischDeutsch, ihren heimischen Jargon. Ich bitte diesen Jargon um Gottes willen nicht etwa mit dem sogenannten Mau-sch-ln zu identificiren. Das Mauscheln" ist etwas, das nie und nirgends gleichmäßig gesprochen wird, fondern als Typus nur in Witzblättern und antisemitischen Zeitungen existirt. Der Jargon bingegen bildet für fast alle östlichen Juden, d. h. also für mindestens Dreiviertel der ganzen Judenschaft. die gewöhnliche Umgangsspra che: Es handelt sich beim Jargon um ein allerdings etwas verwildertes und init fremden Elementen stark versetztes Idiom, dessen Grundlage das Deutsche bildet. Nur al5 hochdeutscher Dieilest betrachtet, wird der Jargon wis senschaftlich begreiflich. Vor einem balbcn Jahrtausend haben die au! Deutschland nach Polen flüchtenden Juden ihreSprache mitgenommen und. wenn auch umgewandelt. biZ auf den heutige Tag bewahrt, gerade so wie es die spanischen Juden bei der großen Vertreibung mit ihrerSprache gemacht baben. Das Jüdisch Deutsche birgt für den Germanisten manchen altvergrabenen Schatz" aul althochdeutscher und mittelhochdeutscher Zeit, eZ zeigt außerdem alle guten Eigenschaften einer echten Volkssprache: Bildlichkeit. Kraft. Witz. Drastik. Freilich, wer eZ siudircn will, muß mit Luther den Leuten auf das Maul sehen" und sich gleichzeitig in die nicht unbedeutende Jargon - Literatur hineinarbeiten. .fyer in Vasel hatte man Gelegenheit, den Jargon in allen seinen Unterarten zu vernehmen: der litthauische Jude beispielsweise spricht ihn dumpf und fcart, der polnische dagegen weich, me lod'.sch, vocalreich, eZ ist da ein Unterschied wie zwischen Nord und süddeutschen Dialekten. Das Merkwürdigste. waZ man da hören konnte. daZ war da? Hebräische, richtiges biblischeZ Hebräisch, dai viele der anwesenden Herren aus dem Osten mit der größten Leichtigkeit handhabten. Man wird sich erinnern, wie vor Kurzem der russische Untcrrichtsminister den Moskauer Aerzte Congreß mit einer lateinischen Ansprache eröffnete: vor der internationalen Versammlung benutzte er die alte internarionale Sprache der Wissenschaft. Aehnlich ist auch das Streben der He braister darauf gerichtet, da Hebräisch zu einer Art panjüdischer Sprache zu entwickeln, in der sich die Juden al lcr Länder verständigen könnten. Diiß

in -uorui;ianv. Äeide tragen, zum Z:iu;cii des Nanges. den sie im russi(Jen Tschin" einnehmen, silberne Ad-

nalurnq einen ganzen Stab mltge

dracht iut. Viele der östlichen

thun i'ch tn den

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Die5 lemcwegs unmöglich ist, das weiß der 5lcnner der einschlägigen Ver Hältnisse. Die hebräische Sprache ist nie eigentlich todt gewesen, der russische Jude correspondirt und führt seine Geschäftsbücher bi? auf den heutigen Tag in hebräischer Sprache. Er besitzt eine sehr umfangreiche belletristisck)? und journalistische Literatur, und eö lachte mir außerordentliches Vergnügen. zwei hebräische Schriftsteller. Re. dakteure bedeutender hebräischer Blät ter, in ihrem Thun zu beobachten: der eine schrieb die Verhandlungen de Conzresset in hebräischer Sprache mii. während der andere für seinTageblatt, ebenfalll heiräisch, kber mit lateinischen Lettern ein Xelegramm abfaßte. Wer dak Vermag, für itn ist e nur noch ein Schritt, hebräisch zu conver. siren un debattiren. Da! Concert Sh dieser Sprachen klang gusammen, U Dr. Herzl die Tribüne betrat. D Unnit rna die mannizfchften Jnterjectionen hören. Vive Herzl' riefen die Lirknzose. Hurnh Herzl" die Aussen, Hoch" die Deutschen und die Hebräisten ließen den biblischen Jubelruf ertönen Hedad! Hedad!" Die, erste Auftreten Herzl't war einer der größten Momente des CongresseS; minutenlanger, tosender Applaui begleitet ihn. der Beifall schwillt zum Orkan an. Man merkt eZ, in den Adern dieser Menschen fließt südliches Blut. Ruhig ab. wartend steht der Zionistenführer am Rednerpult, eine schlanke, ebenmäßige, echt männliche Figur, mit schwarzem Bart und Haar, dunkel olivenfarbigem Teint h la Bonaparte und schwarzen klugen und dabei sanften Augen. Ich glaube, dieser Augenblick hat ihn für manche ausgestandene Mühsal und Unannehmlichkeit entschädigt. Reben Herzl war Max Rordau der Star" dei EongresseZ. Ich hatte ihn mir eigentlich anders gedacht. Rordau macht auf den ersten Blick den Eindruck eines behäbigen Bourgeois. Betrachtet man sein Gesicht genauer, dann bemerkt man wohl den Stempel ungewöhnlicher geistiger Begabung. Von besondern! Reiz war es für mich, den raschen Wechsel deZ Ausdrucks in seinen wundervollen Augen zu beobachten: bald blicken sie scharf, durchdringend, bald melancholisch umflort, bald blitzt es in ihnen schalkhaft - ironisch auf. Obwohl er kaum 50 Jahre alt ist. ist ihm Bart und Haar vollkommen ergraut. DaZ ist in unserer Familie erblich," meinte er, carntie praecux, aber nicht -uiuni prae :üx". DaZ glaubt ihm jeder aus's Wort, der nur seine Rede gehört hat. Rordau ist durchaus nicht daS, waS man einen faScinirendenNedner nennt; es fehlt ihm dazu da PathoS, der große Stil, er spricht vielmehr im leichten Tone eine CauseurS, und nur an besonders ergreisenden Stellen hört man ein leiseS Zittern und Beben in seiner Stimme, wie von einem unterirdisch rauschenden mächtigen Strome. Aber seine Sätze treffen wie die Hammerschläge. und seine Pointen schwirren wie Pfeile, von denen keiner fehlgeht. Man sah be! seinen Worten Graubärte abwechselnd weinen und jauchzen, und man kann sich denken, wie die jungen Leute sich geberdeten. Heine erzählt irgendwo von der Begei-' sterung. die die Siege deZ amerikanischen General Jackson in der ganzen Union erweckt hätten. Ein Matrose, der auf andere Weise seinem Enthu siaZmuS nicht Luft zu machen wußte, stürmte sich vom hohen Mast ins Meer hinab mit dem Ruf: Ich sterbe für den General Jackson!" Betrachtete man nach der Rordau'schen Rede die Gesichter der Anwesenden, dann be merkte man wohl manchen, der in diesein Augenblick gern für den General Jackson gestorben" wäre. ..Wie tief übrigens Rordau von der zionistischen Idee ergriffen ist, daZ sah man am Abend deZ zweiten CongreßtageS, der die Thcilnehmer zu einem fröhlichen k?estmahl vereinte. Rordau sprach, anknüpfend an eine talmudische Legende was dieser Mensch nicht alle? kennt von der möglichen Rückkehr der Juden nach Palästina, und als er an den Schluß seine! Toastes kam. da stiegen ihm die Thränen ins Auge und seine Stimme brach! Einer der anwesenden russischen Herren ließ darauf den Mann hochleben, der so geistvoll über die Degeneration geschrieben, und der nun mit solchem Feuereifer für die Regeneration eintrete. Man könnte ein ganzes Buch schreiben. wollte man all' die interessanten Typen schildern, dieHinem da begegneten, denn der Congteh war nach dieser Richtung hin unendlich reich. Ich will mich daher mit der Skizzirung einiger besonders auffälliger Charakterköpfe begnügen. Da ist denn in erster Linie Mr. Israel Zangwill zu nennen, der bekannte englische Romanschreiber, der durch seine ausgezeichneten GhettoNovellen einen Weltruf mit einem Schlage erlangt hat. Wenn man eine HäßlichkeitZconcurrenz veranstaltete. Mr. Zangwill würde entschieden einen Preis bekommen möge er mir diese Vemerkung verzeihen, wenn er sie etwa lesen sollte! Aber eS ist eine interessante 5?äklichkeit: die aufsallcndt Verhüte Ein Frühes Grab Wie oft hören wir daß ein frübcS Grab durchweine vernachläßigte Erkaltung herbei geführt wurde. Be-1 w. - v.'.j V . . (. . . . .4. T (nfs4 ' ccnic i?ir unv gn'muu;t uw v Husten Syrup, welcher sofort alle Halö , und Lungen-Leiden kurirr. Herr W. H. Mahonev, ?owcll, Mass., schreibt: Jch war sehr krank mit einem schlim- . men Husten. Doctorcn konnten mir nicht helfen und jedermann sagte daß ' ich die Schwindsucht hatte. ' Ein Ver- s sandte? empfahl mir Dr. Bull'6 Husten Syrup und nachdem ich zwei Flaschen davon gebraucht hatte war ich kun'rt. Es war wunderbar! Ich werde Dr.Bull'S Fäusten Syrup immer meinen Freunden empfcblen denn ich weiß daß er ein unfehlbares Mittel t." Dr. Bull'ö Husten Syrup wird überall für 25 Eentö verkauft. Zu haben bei: Ins. D. Sauld, 201 Jndiana Ove. I. O. Lrz-s, Slirib & Cirn

Äeynilcykelk i einer Pyyitognomtc mir der Lord Beaconsfield's- wurde allgemein bemerkt. Ein glattrastrteS, scharf markirteS Gesicht von echt semitischem TypuS, mit gewaltiger Hakennase und vorragender Unterlippe, daS Pechschwarze, dicke Lockcnhaar k la BeaconSfield gescheitelt. DaS Deutschspre chen fällt ihm recht schwer; er unteriielt sich von Zeit zu Zeit mit seinen englische Landsleuten, meistens aber sajj er schweigend da und sammelte wohl in aller Stille Socuinent dnmaln". Vielleicht, daß in einer seiner nächsten Novellen der Congreß eine Rolle spielen wird. Hat er doch schon in einigen seiner Erzählungen die palästinenstschen EolonisationS - Gesellschaften und da? Herzl'sche Projekt erwähnt. Ein einziger nur erschien in der clU ten Judentracht: in langem, bis an die Füße reichendem Nock und stets bedecktm Hauptes wandelte er einher. Aber Respect vor dem Mann! Er ist bewasfnet mit der ganzen Bilduna deS Jahr hundert, und ich rathe einem, sich mit ihm in philosophische Debatten einzulassen, denn er kennt alle Systeme, von Plato bis Herbert Spencer. Den zionistischen Tolstoi", so nennen ihn seine Leute. Wie Tolstoi war auch er einst ein fröhliche? Weltkind, aber dann kam auch für ihn der Tag, da sein ganzer Gedankenkreis gerrissen war. Wie Tolstoi zum Leben und zur Tracht de slawischenBauerS, so kehrte er zum Leben und zur Tracht deS Ghettojuden zurück, und wie Tolstoi zur christlichen, so wandte er sich zur jüdischen Mystik.

Meme helle Freude hatte ich an umgen alten, allerdings noch recht jungen, Herren und Activen der vornehmsten zionistischen Studenten - Verbindung Wiens, der Nadimah- (Ostwärts!), die, wenn ich nicht irre, jetzt etwa 150 Mitglieder zählt. Auf dem heißen Boden Wiens sind diese Akademiker genöthigt, ihr Judenthum nicht nur mit Worten, sondern auch mit der klinge zu vertheidigen, und sie thun daS mit allem Nachdruck. Die Kadimah" hat in ihren Neihen nicht nur vortreffliche Redner und TebatterS, sondern auch gefürchtete Schläger. Einige dieser allen Nadimahner", Jünglinge wie die Cebern, um gut biblisch zu reden, Aerzte ihres Zeichens, haben den letzten Feldzug im Orient als freiwillige Hilfsärzte mitgemacht, natürlich auf türkischer Seite. Sie wußten viel zu erzählen von dem Biwakiren bei Larissa, von der wunderbaren Ueberfahrt von Lolo nach Konstantinopel (Alle Leiden waren in diesen herrlichen Nächten auf dem Mittelmeer verges-sen,-meinte der Eine), und von dem Treiben in der türkischen Hauptstadt, wo sie, die weiße Binde mit dem rothen Halbmond am Arm, wie Triumphatoren durch die Straßen einherschritten. Ali Curiosum mag erwähnt werden, daß sogar einige Zionisten christlicher Confejsion sich eingefunden hatten! Das heißt also Nichtjuden, die sich für die zionistische Idee interessiren. Drei dieser christlichen Zionisten waren Engländer, ein Colonel und zwei Neverend. Der eine Reverend ich glaube, er ist englischer GesandtschaftZprediger in Wien zeigte in zwanglosen abendlichen Unterhaltungen an ellenlangen historischen Tabeslen. daß in der jüdischen Geschichte eine bestimmte Gesetzmäßigkeit obwalte, und er demonstrirte an diesen Tafeln auf' Klarste, daß nach eben diesen Gesetzen die Rückkehr in'S gelobte Land nun nahe bevorstehe. Die Zuhörer waren sichtlich erheitert, ob durch diese Aussicht oder durch die eigenthümliche Geschichtsphilosophie deS Engländers, daS sei dahingestellt. Wie daS judenfreundlichste, so hatte auch daS judenfeindlichste Land einen christlichen Zionisten gestellt: einen russischen Baron M., der mit dem Zionismus sympathisirt und eine so genaue Kenntniß jüdischer Verhältnisse besitzt, wie sie manchem westeuropäischen Juden zu wllnschen wäre. Von der Stadt Basel bekam man nicht viel zu sehen. Nach des TageS Last und Mühe begab man sich am liebsten auf die prachtvolle Nheinbrücke. ES war gar köstlich, da auf den beque men Steinbänken zu sitzen und sich von der frif5en Kühle des mit jugendlt chem Ungestüm dahinrauschenden sma ragdgrünen Strome? anhauchen zu lassen. Und ein Baseler, der in der Geschichte seiner Vaterstadt bewandert ist, machte mich darauf aufmerksam, daß die Stelle, auf der wir saßen, auch historisch merkwürdig ist. Im Jahre 2348 nämlich haben die Baseler mitten im Strome eine Tribüne errichtet, aus der sie eine ganze Anzahl Juden feierlichst verbrannten. Warum die wackeren Baseler für ihr Autodafe einen so absonderlichen Platz gewählt haben, ist unerfindlich, aber die Thatfache bleibt bestehen. Und nun, nach fast 550 Jahren, tagt in derselben Stadt ein jüdischer Eongreß! Wie wird eS nach abermals 550 Jahren den Juden ergehen? JnBruchbei'Gelsenkilch e n gab der 27jährige Arbeiter Di cker drei Revolverschüsse auf seinen alten Vater ab, als dieser seine Forderung nach Geld mit dem Bemerke:! abwies, er solle erst seine alten Schulden bezahlen. Der Mann, dem die Kugeln durch Lunge und Unterleib gingen, ist tödtlich verletzt. Als der Vatermörder verhastet wurde, zog er abermals seinen Revolver und durch schoß einem Polizeibeamten den Oberarm. VoreinigenTagen starb in Bergamv der reiche GutSbesttzer Decio Briollni und hinterließ seiner HeimathSgemeinde Gazzaniga den Betrag von dreieinhalb Millionen Lire u SpitalSzwecken, jedoch unter der Bedingung, daß die Gemeinde das Spital, welches sie schon besitzt, wohl renoviren und vergrößern, nie aber aus einen anderen Platz verlegen dürfe, Außerdem bestimmte er, daß vor seine, aufgebahrten Leiche für 7000 Lire Wachskerzen angezündet werden sollen.

slu ch ein Liebesbrief

Eine Mzgd in M., einem Dörfchen des Salzlzedeler Kreise-, hatte mehrmalS eint jungen Mann gesehen, der ihr ausnehmend gut gefiel. Um sich demselben bemerkbar zu machen. sandte sie ihm vor einigen Tagen folgenden originalen Liebesbrief: Mein lieber Fud! Ich ergreife die Feder und stippe dmit in die Tinte, um Ihnen ZU schreiben. Ihnen mitzutheilen und Ihn dessen zu lassen. dß ich gerne mit Ihnen freien wollte. Ich heiße Ktia,in Ä. und diene bei Bauer ö. m 53t. Unsere Frau ihr Bruder kmt auch mngst. Dat i sonne rechie astnchiSgeFe, de? hat immer Hnschren an, dann geht er bet die Pulle und dan ist er so dicke, daß ich ihn in unsern Wagen nach Hause sahren muß. Unsere Frau hat auch ein neueZ Sonnenschirm gekriegt und thut sich damit recht dicke. Neulich haben wir eine skärnaschkne gekriegt, da näht unsere Fru immer darauf, unse Kanarienvogel macht schon da? Schnarren nach, haben Sie auch einen Vogel? Auch können Sie unsere Frau fragen, ob ich gut arbeiten kann und kochen thue für die Schweine; wie ich Ihnen zum ersten Male gesehen habe, habe ich mich gleich in Ihnen verliebt. Unser eine Mädchen poussirt mit un fern einen Knecht, der vorigen Sonntag mit ihr ausgewesen und hat sich dazu ein neues Tuch gekauft. Nun mß ich Ihnen auch noch mittheilen, daß hier bald Schützenfest ist, wir tön nen dann schön zusammen tanzen, ich kann schön Schöttchen linksum. Unser eines Mädchen hat eben unsere eine Kaffeekanne kaput geschmissen und habe mich darüber todt gelacht. Wenn Sie mich nun nicht heirathen wollen, werde ich ganz trist und Sie werden bald ein Grab sehen. In der Hoffnung, daß Sie auf den Schützenfest sind,' verbleibe ich Ihre Sie immer treu liebende Katharina W. bei Baue? G. in M. Sie können mich kennen an einen blauen Hut mit einer weißen Feder auf'nHut, die ist von unsern Hahn, den ich gestern geschlachtet habe. Junge, wat war daS Thier fett. Wackere Schuhen. In einem kleinen Nachbarorte von Düsseldorf wurde daS Schützenfest gefeiert. Schon hatten die tapferen Schützenbrüdeo zwei Tage dem Kö nigsvogel hart zugesetzt, aber noch immer wollte er sich nicht bequemen, von seinem hohen Standpunkte herunterzukommen. Da der Königsschuß nach den Satzungen deS Vereins am zweiten Abend unbedingt fallen mußte, die Dunkelheit auch bereits hereinzu brechen begann, so wurde auf Befehl deS löblichen Vorstandes aus sechs Büchsen eine Salve auf den Vogel abgegeben, unter der VovauSstcht, die KönigLwürde unter die sechs Schützen zu verloosen. Aber der Vogel blieb hartnäckig; höhnisch schaute er aus die Salvenschützen herunter, indeß eZ bereitS anfing, völlig dunkel 'zu werden. Da im letzten Augenblicke kam ein Schützenbruder auf den rettenden Ge danken: man solle den Vogel einfach herunterschütteln! Gesagt, gethan! Ein kräftiger Schmiedemkister. der nebenbei auch die löbliche Eigenschaft besaß, gehörig waS an den Föß" zu haben, wurde ausersehen, für dieses Jahr die König'würde zu bekleiden. Nach einigem Mühen kam denn auch der Vogel herunter vielstimmiges Hurrah! Aufheben und Tragen des Königs aaf den Schultern zum Königszelt, das ganze SchützencorpS tritt unter die Waffen", Eredenzen deS Ehrentrunks u. s. w. Bom Jnlandk. Die bis zum 1. August d. I. in den Vereinigten Staaten entständenen Feuerschäden belaufen sich auf 571,021.700. gegen 531.833,050 in demselben Zeitraum des Jahres 15S6, und 533.511.600 im Jahre 1895. Die Pflaumenernte er Ver. Staaten beträgt in diesem Jahre 90 Millionen Pfund, wovon allein auf California 80 Millionen kommen. Zu dem Transport derselben werden ca. 35 Eisenbahnwagen gebraucht werden. Während eö in anderen Staaten Colonels im Unterrock gibt, kann TexaS sich jetzt eine? wirklichen Amazonencorps rühmen. Dasselbe wurde dieser Tage in Corsicana mit Fräulein Amy Talley als Eflpitän organisirt. ' Etn AlterthumSforsche r bat eine kuriose Entdeckung gemacht. Vie Handreichung vor dem Zweikampf war im Mittelalter die gegenseitige Versicherung eineS ehrlichen Kampfes, utf davon schreibt sich der Gebrauch her, daß Brautleute bei jhrerTrauuna sich die Hände reichen müssen. Im nördlichen Arizona haben sich die wilden Pferde derart vermehrt, daß der iZeneralanwalt Frazier geordnet hat, einen Theil zu vertilgen. Dle wilden Pferde kommen in Rudeln von hundert und darüber, geberden sich wilder als Raubthiere und richten dort, wo sie einfallen, un. berechenbaren Schaden an. Ueber 5000 Stimmpläe werden bei der bevorstehenden Herbstwähl im Staate New Aork im Gebrauch sein und davon entfallen auf die Stadt New Vork 633. Früher gab tl in genannter Stadt 1392 StimmPlätze, doch entfielen bisher 250 Elec toren auf einen Precinct. während jetzt 400 auf einen solchen kommen. Mit den Füßen n den Schweif seines Pferde! band der Indianerhäuptling Skookawak im untern Nicolathale. D. C.. sein Weib, worauf er die Unglückliche zu Tode schleifen ließ. Nach eincm erbitterten Kampfe mit den Stammesgenossen des Unhol des gelang der Polizei dessen VerHaftung. Trotz der zum Nationalübel gewordenen Aemterjägerei gibt es in unserem gesegneten Lande noch Aemter, für welche Niemand zu haben ist. So sibt ei Uiteitl&stilt .in qu

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wissen Gegenden von Aeu-Englanv sogenannte Zauninspectoren, die überaus verhaßt sind, und in Deerinz, Me., mußte ein Biedermann eine Strafe von $5 bezahlen, weil er nicht als solcher fungiren wollte. Der Ertrag der LachSfi. scherei während der letzten drei Monate war der größte, der je im Nordwesten eingebracht worden ist. Die Alaska Packing Co. von Point Roberts hat allein 33.000 Kisten Eonserven herzestellt und S5.000 Lachse verarbeitet. Die Fischer prophezeien für die nächsten dreiSaisonö sehr geringe Erträge. Die Preise fielen in diesem Jahre auf drei Cents pro Lachs, während sie im letzten Jahre mehr als dal Doppelte betrugen. - Nahezu iÖOO tittantf welche von Onkel Sam an Pensionen insgesammt $600,000 pro Jahr beziehen, leben auf dem aanzenErdball verstreut, in fremde Ländern. In Canad gibt eS die meisten davon, näm1389, an weiter Stelle k,mmt Tnland mit v65 und an dritter Deutschland mit 601. Thatsächlich gibt eL wohl kaum ein Land der Welt, wohin nicht auö unserem Bundesschatz PensionSgelder fließen, so nach Siam, Corea. China, Transvaal u. s. w. Ihren 107. Geburtstag feierte jüngst bei gutem Wohlsein Frau Catherine WattS in Quakertown, Pa., die in der Nähe dieses Ortes daS Licht der Welt erblickt und in der unmittelbaren Umgegend ihr ganzes Leben zugebracht hat. Die Greistn, deren Gatte im Jahre 1330 als 90jähriger Mann gestorben ist, hat 10 Kinder geboren, von denen noch 5 am Leben sind. Das älteste zählt 83 und daS jüngste 57 Jahre. Zu ihrer Familie gehören 43 Enkel, 129 Urenkel und 23 Ur-Urenkel. Niedergebrannt ist ein HauS bei Van Biber Station, Md.. das ein Wahrzeichen aus alter Zeit war. DaS HauS. welches im Jahre 1795 gebaut wurde, war früher als die Rock Hall - Taverne weit und breit als Gasthaus bekannt, namentlich zur Zeit, als noch die Postkutschen zwischen Baltimore und Philadelphia die einzige Verbindung zu Lande herstellten. Washington, La Fayette und andere berühmte Männer pflegten daselbst 'einzukehren, und viele Erinnerungen sind mit dem alten Gasthause verknüpft. DaS Gebäude diente zuletzt einem Herrn Thoma? Sullivan als Wohnhaus. Hugh Gerah in Hoboken empfing vor etwa fechs Wochen die ! Nachricht, daß fein Bruder JameS im Territorium Oklahoma von dem DeSperado Bill Dayt ermordet worden sei. Hugh schwur, er werde nach Oklahoma reisen und dort Dayt, welcher entflo hen war, aufspüren und zur Rechenschaft ziehen. Trotz deS AbrathenS seiner Freunde bestand er aus seinem Vorsatz, gab seine Stelle auf und reiste nach Oklahoma, wo eS ihm wirklich gelungen ist. den Mörder seines BruderS aufzuspüren und den Gerichten ZU Überliefern. 5)ugh ist noch im Territorium, um abzuwarten, welche Straft über den Mörder verhängt wird. In Mount Sterlinq, Ky., ist dieser Tage im Alter von 73 Iahren der Neger LewiS Hathaway gestorben. der den Dollarjägern als Beispiel empfohlen werden kann, soweit die Ehrlichkeit in Betracht kommt. De? Mann war als Sklave geboren und ging im Laufe der Jahre in den Besitz des Richters B. I. PeterS über, von dem er feine Freiheit kaufte, ohne die Kaufsumme sofort erlegen zu können. Als Präsident Lincoln die Emancipation proklamirte, schuldete Hathaway noch einen Restbetrag und diesen betrachtete er als eine Ehrenschuld, die er bei Heller und Pfennig abtrug, trotzdem er mit seiner Hände Arbeit nur wenig verdiente. Ein bekannter Tenverenz - Redner kam neulich nach Birmingham. Ala., und besuchte einen Jugendfreund, der ihm bei Tisch ein Dutzend seiner HavanaS aufdrängte. Der alte Herr raucht schon seit 20 Jahren nicht mehr, wollte aber dcn Freund nicht beleidigen und brachte die Cigarren im Hutfutter unter, mit dem festen Vorsatz, sie an der Ecke in die Gosse zu werfen. Das vergaß der sehr zerstreute Mann und man kc.nn sich die Situation ausmalen, als er am Abend, nachdem er gegen Trinkm und Rauchen gesprochen hatte, ein Hzch auf die Temperenzsache" ausbrachte, den Hut enthusiastisch schwenkte und die Frei - Cigarren nach allen Richtungen unter die erstaunten Zuhörer flogen. JndemWasserihres Brun nenö, daS ihr fast bis an daS Kinn reichte, hat Frau Porter Baker in Jackson, Tenn., circa 10 Stunden zugebracht, ehe sie von einem de5' Wcgeö kommenden Neger gerettet wurde. Die Frau wollte während der Abwesenheit ihrer Angehörigen am frühen Morgen Wasser auS dem Brunnen schöpfen. doch verlor sie dabei daS Dleichaewicht und stürzte hinab. Mit Noth und Mühe vermochte sie sich zu erheben und auf den Eimer zu steigen, so daß' sie wenigstens temporär in Sicherheit war. Stunde auf Stunde verrann und Niemand hörte die verzweifelten Hilferufe der Frau, bis zufällig ein Neger vorüberging und sie in einem Korb, den er an ein Seil band, emporzoa. EinQuartett unge w ohnlicher Ankömmlinge traf dieser Tage im New Jorkcr Hafen ein. Eö waren die vier Kinder, die allein die Reife über den Ocean zurückgelegt hatten, um zu ihren resp. Angehörigen zu reisen, und ein hinfälliger GreiS, der von einem Besuche in der alten Heimath zurückkehrte. Die Erstgenannten waren Emeline Greiner, 10 Jahre att, die zu ihrem in No. 322 West 95. Straße, New York, wohnhasten Vater reiste, die 8 Jahre alte Dorothea Vrab. deren Mutter kn Mt. Carmel, Pa., wohnt, und Karl und Johann Kolb. 3 resp. 7 Jahre alt, die bei ihrer in zweiter Ehe verheiratheten Mutter in Hoboken ein neues Heim gefunden ha ben. Der 96 Jahre alte Schuhmacher Conrad Viereck von Pittsburg war der Fünfte im Bunde.

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??om Auslande. Der S t a d t r a t h von Glasgow will keine Volksbibliotheken gründen. Das älteste Mitglied meinte, er habe nur einen Menschen in seinem Leben gekannt, dem eine solche Biblio thek genutzt habe, und dieser habe daraus gelernt, wie man SchnapS destilliren könne, ohne Steuer zu zahlen. -Die neue st e FahrradZ ä h l u n g in Frankreich hat ergeben, dß seit dem 1. Januar im ganzen Lande 329.816 Fahrräder versteuert worden sind, gegen 256.084 im Jahre 1896 und 208.026 im Jahre 13t Die Abgabe trug im Vorjahre 3.272,339 Franc ein. Das Seinedepart? ?ilent ist allen andern mit 62.892 Rader weit voraus, die geringste Zahl weist Corsica mit 93 Zweirädern auf. Pari! allein entrichtet etwa d:n fünften Theil der Gesammtsteuer. nämlich $26,916 Franc. Scharfrichter N e i d e l, der dieser Tage in Magdeburg seine goldene Hochzeit feierte, hat bis zur Stunde 183 Hinrichtungen vollzogen. Unter diesen befinden sich 20 DoppelHinrichtungen und eine dreifache. Von den 183 Hingerichteten entfallen auf Berlin 10. Brandenburg 13, Sachsen 13, Schlesien 31. Posen 12, Ostpreußen 19, Westpreußen 12, Pommern 4, Mecklenburg 9, Schleswig - Holstein 6, Hannover 9. Vraunschweig 7, Meinigen 1, Hessen Nassau 1, Reuß j. L. 2, Rheinprovinz 24 und Westfalen 15. Reindel ist 73 Jahre alt. Die zwei in Tivoli bei Rom zuv Cur weilenden Cristiano Marchest aus PoSchiavo in der Schweiz und Leopolds Luciani wollten in den Aquae Albulae. die schon den Römern ihreS SchwefelgehalteS wegen bekannt waren, ein Bad nehmen. Sie drangen jedoch zu tief in die Schlucht ein und wurden von den Schwefeldünsten betäubt. Der Matrose Antonio Giannini drang ihnen mit einigen anderen Curgästen zwar schnell nach, poch konnte man nur noch Luciani retten, während Marchest schon erstickt war. Dem Leiter deS Pasieur'schen Instituts in Lille, Dr. Cal mette, soll es gelungen sein, ein Serum gegen Schlangengift herzustellen. Ein Kaninchen, dem eine . Quantität Serum eingeimpft worden war, die dem hundertsten Theil deö Gewichts deö Thieres entsprach, konnke eine Stunde später eine sonst unfehlbar jödtliche Dosts von einem Milligramm Gift der Cotra capella ruhig ertragen, ohne zu erkranken. Der gleiche Erfolg soll sich bei Jmpfversuchen mit andern Thieren und auch Menschen ergeben haben. Nur muß die Menge deZ Impfstoffs stets dem Körpergewicht deö Versuchsthieres angemessen sein. In der Nähe von Essegg in Slavonien, wo der Steinadler noch ziemlich häufig zu finden ist, schoß ein Jäger vor Kurzem einen großen, auSgewachsenen Vogel, der um den HalS einen Stahlring trug, auf dem Mappen und Namen einer bekannten altaristokratischen Familie Slavoniens unter der Jahreszahl 1646 in halbverwischter Schrift eingravirt waren. 250 Jahre waren seit der Gefangennahme des Vogels verflossen und während der ganzen' Zeit hatte der Adler die entwürdigende, ihm einst von Menschen Hand angelegte Fessel tragen müssen. Be i der letzten russischen Volkszählung hat auch Zar Nikolaus Zählkarten ausgefüllt. Die BolkSzählungskarte des Zaren l..il folgenden Wortlaut: Name und Zuname: NicolauS Romanow; Stand: Zar aller Reussen; welcher Beruf bil'. det die Hauptbeschäftigung: Herr alle? Länder im russischen Reiche; welcher Beruf bildet eine Nebenbeschäftigung: Grundbesitzer und Landwirth.- Für die Kaiserin hat der Kaiser diese Fra. gen folgendermaßen beantwortet: Za rin allerReussen? Herrin aller zum russischen Reiche gehörigen Länder; oberste Schutzfrau aller Frauenbeschäf. tigungS-Vereine." Der schon lange besprochene Plan, eine telegraphische Verbindung zwischen Dänemark und Island herzustellen, scheint jetzt verwirklicht werden zu sollen. Die groen Kosten haben bisher die AuSführung pe? Planes verhindert, jetzt hat jedoch daS isländische Althing einen jährlichenZuschuß fUr die Anlage einer solchen Verbindung bewilligt mit der Motivirung, daß dieselbe für die Ent Wickelung der Insel sehr große Bedeutung haben werde. In der bevorstesenden Sesston des dänischen ParlamentS wird auch eine größere Bewilligung für die Ausführung des Planes verlangt werden. Voraussichtlich wird die telegraphische Verbindung auch die Zraröer Inseln berühren. Unter den Geschenken, welchePrästdent Faure dem Zarenpaar überreichte, befand sich auch eine Gabe für die kleine Großfürstin Olga, nämiich ein Koffer mit drei Puppen, welcher daS Monogramm und daS Mappen der Beschenkten trug. Die eine. ein Baby, kann eine ganze Rede halten. und fünf Lieder singen. Die zweite ist eine hochelegante Pariserin mit vier erstaunlichen Toiletten, und die dritte fänn in vier charakteristische Landestrachten nebst dem dazu gehörigen Schmuck gekleidet werden, als Normannin. Arleserln, Bretonin und Vearnerkn. Also die elsässtsche Tracht ist nicht dabei, ein Zeichen, daß der Präsident der Republik bei diesem Staatöakt seinen Ministerpräsidenten nicht iw Rathe aezoa.cn bat. Ver'Aervraucy jpanlscher Weine in (öroßbritannien hat in den letzten Jahren bedeutend abgenom niern 1895 wurden 4,045,931 Gallo. nen eingeführt, 1896 nur 3,712,335. Die Einfuhr von Madeira Wein fiel von 94,899 Gallonen auf 60,713. Da. gegen hat die Einfuhr yon Weinen auS anderen Ländern bedeutend zugenommen. Frankreich sandte 1895 4.234.835 Gallonen. 1396 4.439.413. Deutschlands. Wein - Ausfuhr nach Großorttannten steigerte sich in demselben Zeitraum von 386.473 auf 39.2. 850 Gallonen, die Hollands von 193.452 auf 234,773 und die Australiens vsn C0&C27 auf CC&C59 Gallonen.

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