Indiana Tribüne, Volume 21, Number 11, Indianapolis, Marion County, 30 September 1897 — Page 1
o T rS I V o O OO ijy IM V y y y w v w V Office: No. 18 Sud Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, Zndiana Vonnerstag, den 50. September 1897 Zahrgaug 21 mo li
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Wechsel, Creditbriese und PoftanweiAn- I Editorielles Aller Wahrscheinlichkeit nach! wird Tom Taggart, wie man sich so sonderbar im Englischen ausdrückt, sein eigener Nachfolger, und außer einigen
Amtaspi?anten wird daö Niemand! Frau nicht, aber fie identiftziren sie bedauern. litfet nach der Beschreibung und der
- Man versucht j,ht. die Geschichte von der Erzherzogs . Braut Marie Hußmann als ein banal-romantischkS L.ebekabenteuer hinzustellen. Die Darstellung hat nichtö Unmögliches. Un. wahrscheinliche an sich Aber in der gangen Affaire ist doch ein frappante, Verdachtsmoment: Wenn der österichische Erbprinz mit der Sache wirklich nicht zu thun hatte, warum ,oattU R h . 10 Vfl. w...n, 1 v oVan ÖUC9 M Sn I tPl AtM A 7 UIAM I üki k A J. I ' ' ,pn,i auF cnempnnjencergien ntC)t,o lange ngen l Man hatte l einfach sagen können: Hier ist der Erz. erz.g unB ue,, wa man von 'ym und Marie Suvmann erablt ist I . - " ' l Schindel. Oder sollte der Erzherzog wirklich nicht gleich zu finden gewesen sein? Sollte man so viel Tage gebraucht haben, um sich mit Marie und ibrer Familie abzusieden und einen Mann aufzutreiben, der sich für Geld und gute Worte da,u bergab, für den SZ't TSn und sogar sich zum Schem verhaften ja innen i vu eaqt m m tt darnach au, l (N, g, Volk,,,, ) . . t . er 47 , m r . t w r I 4 In Prozessen spielt häufig daS Zeugniß und das Urtheil Sachverständiger eine große Rolle. Wie unzuverlässig dasselbe ist, zeigt wiederum der Lütgert-Prozeß. Dr. Dorsey, Osteologe am columbischen Museum, hatte einen Knochen, den man gefunden, für den Hüftenknochen einer Frau erklärt. Gestern erklärte Dr. Allport, Professor der Anatomie an der Northwestern Uiverfity, denselben Knochen für den Oberschenkelknochen eines Schweines. Beide Gelehrte waren sehr bestimmt in ihren Erklärungen. Zwei Aerzte, welche mit Knochen und Lauge esperimentirt hatten, sagten aus, daß die vorgefundenen Knochen keine Anzeichen davon trugen, mit Potafche in Berührung gekommen zu sein. Vor ihnen hatten andere Sachverständige daS gerade Gegentheil auS gesagt. Und nun verlangt man, daß die Ge schworenen sich über eine Frage eini gen, über welche die Gelehrten sich nicht einigen können. Dr. Dorsey und Dr. Allport find Beide Männer von Ruf. Letzterer versuchte durch Zeichnungen der Jury den Unterschied zwi schen dem Oberschenkelknochen eines! Menschen und dem Oberschenkelknochen! eineS Schweines klar zu machen. In einem Falle, wie in dem vorliegenden, in dem bloß Indizien vor , crr r r. r . liegen, mag der Wahrspruch ganz und gar davon abhängen, waS die Geschworenen Über den Befund der Sachverständigen glauben. Ist .S niSt eine Absurdität, den Ge. sckworene di. Sntsckeiduna darüber ,u,umIw k W!re nicht i solchem Fille die Sinsetzung einer Commission - doa SachvekftZndig. am PIt. k SS zeigt von außerordentlich schlechtem Geschmack und legt lediglich Zeugniß für die Sensationsluft der
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amerlkanrschen Presse ab. daß die assoeiirte Presse Tag für 5ag über den Bürgert ?k0,eß berichtet. Der Fall btetet an und für sich gar fern besondereS psychologische Interesse. Angenommen, eS sei richtig, dafe Sütgert seine grau ermordete, um fie loS zu werden und eine Andere heirathen zu können, so ist daö schon so oft dageWesen, daß man nicht? besonders Auf fallende? mebr an einem solchen Vorgange finden kann. SS genügte daher vollständig, dann und wann ein kurze Resume von dem Stande deS sich so lange hinziehenden Prozesses zu geben. Die Art und Weise, wie Lutgert angeblich sein Opfer nach vollbracktem Morde beseitigte, ist eigenthümlich, aber da waS nw(h der Ermordung ge. schieht, macht die That nickt schlimmer und rncht besser. 5r soll du Lelqe vollständig in Lauge zerkocht haben. Dagegen ist der Fall von großem juristischem Interesse. Da ist vor Allem daS Fehlen deö corpui delicti Es kann so welt nrcht vlrekt nacyzewiesen werden, daß die Frau überHaupt ermordet wurde. Der Angeklagte versucht nachzuweisen, daß die Frau in Folge der Vermögensverluste Lütgert'i ihren Verstand verloren habe und sortgewandert sei. Zeugen traten auf, welche fie nach dem 1. Mai, an welchem die Frau verschwand, ge sehen haben wollen. Sie kannten die Vbotoaravbie der Verschwundenen. 3n bfm Bottick, in welchem anaeb. n Me atAt mfo4l wurde, wurden tin Qt mnat .fanden, die nack. toei..ifi r Verschwundenen aeborten. f nige Haare und einige Knochen, We Rnoäitn teutb,n durck Sackver. al Menschenkaochen bezeich. nti Wa die Aaare betrifft, so saate ein . n a. - tu allerer : vernlkyltt wuroen, wenn " eine Leiche in Aetzlauge kocht, s ist deshalb nicht wahrscheinlich, daß in inem fojxfn Flle Haare stU Nest ückbleiben. Und wag die Knochen inge betrifft, so behauptet Vertheidigung die Polizei habe sie r-rt. v.t: r. m...:r. CiüC5 wuyiuymyi, uui t.ert ,u baben. So sonderbar diese Behauptung ist, so ist der EhZeagoer Pizei Solche? wohl zuzutrauen, mnt otuan sslsll ail. fcafi htt nou0 ikitnn fi mit all,m M8a. li(n droht habe, wenn fie nicht ge. ntn o5tslt öulfslfl, ff. ist die Lütaert außsaae. iemmering. mit welcher Sütt angeblich ein Liebeöverbaltniß H W w n w WW-nV w m-w w - -w -w D O 7 -w mlmt W.k sich t Capilän ,,. nlb ttm annrin,nbrn. wm w w www -r- ww w -w mj . I T zesse erinnert, wird dieß nickt für unmöglich halten. Eö ist überhaupt eine hie und da wiederkehrende Erscheinung. daß die Polizei, wenn fie einmal Verdacht hat, Beweise zur Begründung des Verdachte? selber macht, um ihre Findigkeit und Nützlichkeit zu beweisen. Besonders kommt dui in Fällen vor, in welchen keine direkten Beweise vorliegen und die Schuld nur durch 3ndizien bewiesen werden kann. ES gehört also durchaus nicht zu den UnMöglichkeiten, daß so etwaS im vorliegenden Falle geschah. Sr sprechen allerdings verschiedene Momente gegen Lutgert, aber fie lassen sich auch in anderer Weise als durch Annahme eineS MordeS erklären. Da einzige Interessante an dem Falle ist lediglich die Frage, ob die Zndizienbe weise den Geschworenen für ein Schul dig genügen oder nicht. UGMiW. Inland. Wetterbericht. . Schönes Wetter heute Nacht und Freitag. Höchste Temperatur inner halb der letzten 21 Stunden 89 Grad, niedrigste 65 Grad. Die Chicago er ArbeiterConserenz. k h i e a g o, 29. September. Nach längerer Debatte wurde heute Dr. Taylor, einem städtischen Beamten daS Wort ertheilt. Als er empfahl die zu 1 Idee der Platform einzufügen, i.n...i ... ii! ni i " u ds.. Richtung kukd. ... viinc yieouiion, in wnqtx vrn ui beitern empfohlen wird, sich zu bevass nen, rief heftige Neben hervor, wurde aber schließlich auf den Tisch gelegt.
DebS nahm gest'rn schon nicht mehr
an der Convention Theil, Gr entschuldigte sein Wegbleiben in einem
Briefe damit, daß er Geschäfte halber Nachricht von der spanischen Kabinettnach dem Osten reisen müsse. Krisis wurde den Beamten deS Staats-
Kannibalismus inSreelyö Lager. Boston, 29. Sept. In einem Interview mit einem Vertreter der Post" erklärte heute A. S Knight von Lieutenant Pearvs Schiff Hope", daß man in Lieutenant GreelyS Lager auf Kap Sabine positive Beweise von KannibaliSmuS gefunden hat. Wie Herr Knight sagt, landeten nur die wissenschaftlichen Mitglieder der Expedition und ein oder zwei andere Leute. Bei der Nachforschung fand man eine Partie Kleider, ärztliche Znstrumente welche an Vord gevraazr wurden. Begraben wurden dagegen die Neste eineS rechten menschlichen Oberschenkels , welcher im Schnee außerhalb deö Lagers in der Nahe der Stelle gefunden wurde, welche die Gttelh.Srpedition als Beerdigung?platz benutzte. DaS Glied war am Hüftbein auS den Rumpf mit einem Messer abgelöst und am Knie abgeschnitten. Etwa einen Juß breit von der Hüfte an, war der Knochen entblößt und daS Fleisch augenscheinlich in der Weise abgeschnitten, wie ein Fleischer eine Rinderkeule zerlegt. Boston. 29. Septbr. Lieutenant Peary stellt die Erzählung von der Aufstndung von Spuren von KannibaliömuS in GreelyS Lager als erlogen hin. ... . ch. DaS gelbe Fieber. New Orleans, 29. Sept. Die Zahl der Neuerkrankungen ist heute inolge der größeren Hitze während der etzlen zwei Tagen größer, dennoch hat die Anzahl der Todesfälle nicht zuund im Prozentsätze sogar abgenommen. 9 narven oeuie vier oer vaienten am gelben Fieber und wurden 24 neue Fälle angemeldet. Unter den etzteren besindet sich drei Fälle im Klost.r der barmherzigen Schwestern und zwei im Flüchtlingslager. Die Namen der Todten find: Park E. Mands, No. 1637 Octavia Str.: Siacomo Russo, 025 St. Phillip Straße; Emile TanmarS, 1204 St. Andrews ; Mrö. Tennie Alford, 104 ChartreS. Edwards, Miss., 29. September. Der StaatSgesundheitörath gab der Associated Preß heute Abend folgenden Bericht über die Entwickelung deS gel ben FieberS während der letzten 24 Stunden : Neue Erkrankungen 24. Gesammtzahl der bis jrjt vorgekommenen Erkrankungen 236; Anzahl der sich noch in Behandlung befidlichen Falle 103; als geheilt entlassen 119. Dr. WattS, von BrownSville, berichtet von dort dort zwei neue Fälle. Mo bil e, Ala., 2V. S.pt. Während der letzten 24 Stunden erkrankten h,er nur 4 Personen am gelben Fieber. gegen 10 am gestrigen Tage. Der e,nzlge Pal,enr, welcoer wayreno oer letz'en 24 Stunden starb, war Bruder Symphonian, in den Industriegärten. Gesammtzadl der bis jetzt erkrankten Personen 68; Todesfälle 10; Wieder hergestellt 34; unter Behandlung 26. Eng lif h, Crawford County,Jnd., 29. Sept. In Miflin, 7 Meilen südwestlich von hier, ist ein Mann als sieberverdächtig berichtet. Der Patient, Edward McKinny, Im am Freitag von Jonebboro, Ark., hierher und wurde am Sonntag krank. Dr. Geo. tü. Hazlewood telegraphirte : 3n Miflin herrscht große Aufregung ; meiner Anna,! nach ist der dort vorliegende Fall kein gelbeS Fieber." Houston, Tex, 29. Sept. Dr. Sweeringman veröffentlichte heute Abend nach seiner Rückkehr von Beau mont eine Proklamation an daS Volk von Texas, in welcher er sagt, daß die Quarantäne gegen Houston mit Sicher heit aufgehoben werden kann. , Aucheine städtisch e V erwaltung. Chattanooga, Tenn., 29. Sept. Eine Anzahl von Bewohnern und Grundeigenthümern der Stadt Look out Mountain stellten heute im hiesigen Serichte den Antrag, daß ein Massen Verwalter für jene Stadt ernannt werde. Sie behaupten, daß die Stadt durch Mißverwaltung und Betrügereien der städtischen Beamten insolvent sei. Sei 8 Jahren hat keine Wahl von Beamten
stattgefunden.
Die spanische Minister-kristS.
Washington, 29. Sept. Die bepartementS zuerst durcd die Drpeschen der Assocnrten Presse bekannt und bis spät in die Nacht war noch keine Nachricht auS irgend einer anderen Quelle eingetroffen. ES kann nicht gesagt werden, daß die Nachricht unter den Beamten deS Staatsdepartements oder unter den Mitgliedern des diplomatischen CorpS in Washington große Ueberraschung erregte. Kabeldepeschen der letzten vier Wochen deuteten an, daß das nach dem tobt deS Premiers CanovaS eiligst ernannte Kabinet nicht lange leben konnte. ' Amerika ist daS Land der Conventionen. St. Louiö29. Sept. Man erwartet, daß morgen an 2000 Krüppel aus verschiedenen Theilen deö Lande? hier anwesend sein werden, und eine der sonderbarsten Conventionen, in der hiesigen Ausstellungshalle in Sitzung treten wird. Die Versammlung hat den Zweck, eine Gesellschaft, die den Namen The American Brotherhood of Crippleö" haben soll, zu organifiren. Wm. R. Tower, von hier, welch:? die Idee aßte und alle Arrangements für die Konvention machte, wird den Vorsitz ühren. Starke Zähne. S t. L o u i ö, Mo , 29. September. Morris Cohan, ein Angestellter in Kramer'S Leihstall, verdankt der Stärke einer Zähne, welche ihm die Natur veriehen hat, sein Leben. Heute Morgen zu früher Stunde gerieth Cohan mit Charles Nohe, einem anderen Angestellten des Leihstalles, in einen Wortstreit. Noye ergriff schließlich einen Nevolver von 45 Kallver und schoß; die Kugel flog direkt in Cohan'S Mund und warf denselben nieder. AlS er ausstand, spie er die Kugel und drei Vorderzähne mit einer kleinen Quanität Blut auS. Ausgenommen den Verlust der Zähne hatte Cohan keine andere Verletzung erlitten und ist sein Entkommen vom Tode merkwürdig. Ausland. Die Rede deö früheren HandelSministerS. NachJerufalem. Allerlei. Die Rede deS früheren preußischen Hindelministerö v. Berlepsch bei dem ln Köln stattgehabten Bankett deS Vereins für Sozialpolitik zu Gunsten des Vierten Standes" hat allgemeineS Aufsehen gemacht und natürlich lebhafte Kritik erregt. Er hatte, wie gemeldet, gesagt, der vierte, der neue Stand, strebe nach Geltung, und er, der Redner, werde mit aller Energie den Emancipationskampf der Arbeiter unterstützen. Darauf kommen nun heute die Hamb. Nachrichten", welchen alles. waS sozialistisch, ein Gräuel ist, mit folgender Kritik: Der koast ist ein bedenkliches Zeichen der Zeit. SS muß befremden, wie mangelhaft ein früherer Minister unterrichtet ist. Der Emancipationökampf am Ende deS vorigen Jahrhunderts war ein politischer. Bei der jetzigen Arbeiterbewegnng handelt eS sich indeh nur darum, oo oer elv aranr Slu iel dem bisherigen Besitzer erhalten bleiben, oder ob er ihm entrissen werden soll." Ende April wird daS Kaiserpaar die Reise nach Jerusalem antreten zur Einweihung der dortigen evangelischen Kirche, deren Grundstein unter dem Protektorat deS Kaisers am 31. Oktober 1893 gelegt worden ist. Hosprediger, Confistorialrath Dr. Dryander, General-Superintendent für die Kurmark, wird daS Kaiserpaar begleite. Wie gemeldet, hat der Sultan ben Kaiser dringend eingeladen,' ihn zu besuchen. Ob in Verbindung mit der Paläfiina-Reise ein solcher Besuch in Constantinopel erfolgen wird, gilt indessen noch für unbestimmt. Ja Wien hat daS dienftälteste Mitglied deS CabinettS Badeni, der LandeSvertheidigungSminifter Feldzugmeifter Graf Welser v. WelserSheimb, der -eben erst von den Manövern zuruckgekehrt ist, die Vertretung deS Ninister-Yräftdenten für die Dauer seiner durch daS Duell mit dem Abg
ordneten Wolf verursachten ArbeitSUnfähigkeit und damit den provisori-
schen Vorsitz im StaatSmtnisterium Übernommen. Wieder e-nmal ist eS, diesmal in . Aachen, zu einem blutigen eneontre zwischen Militär und Civil gekommen. Zwischen Sergeanten und Civilisten kam eS in einem Local zum Streit. Der Schluß war eine Hauerei, in welcher die Sergeanten blank zogen und von ihrer Waffe Gebrauch machten. Fünf Personen wurden verwundet. Ein Civilist erhielt eine so schwere Verletzung, daß er ihr erlegen ist. Der bekannte Maler, Professor Otto Heyden, Ehrendoktor der Universität GreifSwald und kaiserlicher Hofmaler, ist heute hier im Alter von 77 Iahren gestorben. Ministerwechselin Spanien. Madrid, 29. Sept. DaS spanische Kabinet hat resignirt. Die Königin hat die Resignation deS Kabinelö angenommen, aber General Azearraga ersucht, im Amte zu bleiben, bis eine Lösung der Krisis erreicht ist. Ihre Majestät wird die Führer der verschiedenen Parteien und die Präftbeuten der Kammern morgen berufen, um die Situation zu berathen. Senor Sagasta ist telegraphisch berufen und man glaubt, daß der liberale Führer ersucht werden wird, ein Kabinet zu bilden. Der amerikanische Gesandte Woodford, der Herzog von Tetuan und der Präsident deS Senats, der MarqmS Pazo de la Marzed, hielten heute eine lange Conferenz und General Woodford stellte dem Premier Azcarraga die Mitglieder der Gesandtschaft vor. I. folge der KabinetökrifiS wurden die kubanischen Vorberathungen verschoben. Madrid. 29 Sept. (Mitternacht) ES wlrd gesagt, daß Tenor Sagasta für die Abberufung deö GeralS Weyler und für sofortige Bewilligung der Selbstregierung aus Cuba sei. London, 30. Sept. Eine Depesche der Daily Mail' sagt : Die Lösung der Krisis hängt von der gegen die Ver. Staaten angenommenen Politik ab. Liberale Politiker erklären, daß sie Amerika'S Prätensionen kräftig zurück weifen werden. Wochen wegen Beleidigung. - London, 30. Sept. In einer Depesche dc D,iy Cbroniele" von Berlin wird berichtet, daß Herr Stadtvagen, ein soziaNstischeS Mitglied deö Reichstage, wegen Beleidigung deS Oder Windheim. Polizeipräsident von Berlin, zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt ist. In einer Sitzung der Stadtverordneten in Berlin, deren Mitglied Herr Stadthagen ist, befürwortete er die Tranöferirung der Berliner Polizei unter die Kontrolle der Stadt und verband den Namen deS Oberst Windheim mit dem deS BaronS v. Lützow, der im Juni zu 2 Monaten Gefängniß ver urtheilt wurde. ,, Erhöhung der Bierfteuer. B e r l i n, 29. Sept. Die Voisi'sche Zeitung" sagt, die Regierung thue Schritte, um eine Vorlage für Erhöhung der Biersteuer um daS Dreifachs einzureichen. ,... Schiffs-Nachrichten. Angekommen in : N e w s o k k : Aurania" von Liverpool; State of NebraSka" von Glasgow; Peninsular" von LiSbon Southampton: St. Louis" von New öork. Glasgow: Anchoria" von New öork; Mongolian" von New Fork. P tu m o u t h : Lahn" von New öork nach Bremen. Baltimore: Dresden" von Bremen. Ooulogne: Obdam" von New vork. Rheumatismus im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, Elbogen oder Handgelenken enfteht durch zu viel Saure rm Blut. Hood'S Varsaparilla Heilt RheumatiSmuS. Ho ob's Pillen find die beste Qbsühr-und Leber-MedttinfüriZai-!liengebrauch. 25 .
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