Indiana Tribüne, Volume 21, Number 9, Indianapolis, Marion County, 28 September 1897 — Page 1

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Editorielles. Carnegie Nockefeller. DaS Bündniß zwischen diesen Multimillionären ist geschlossen und zwar auf einer engeren Basiö, als bisher. Schon letzte? Frühjahr heulten alle Besitzer von Frachtschissen, daß Nockefeller mit seiner Flotte auf den Seen ihnen alle Fracht abjzge und sie ihre Schisse derbrennen könnten. Sie gingen so weit, die Abmurksung NcckefellerS für eine patriotische That zu erklären. Damals hat Nockefeller wirklich einen Theil seiner Kontrakte rückgängig gemacht, ob auS Angst oder Berechnung, bleibe dahingestellt. Jetzt aber wird Nockefeller, der eine Flotte von 13 Stahldampfern hat, die je zwei und zwei zusammen fahren und nach den neuesten technischen Ekfindungen ausgerüstet find, diese Flotte noch vermehren, so daß er nächste Jahr alle? Erz, alle Kohlen und dergleichen allein trankportiren kann. Da mit ihm kein Mensch konkurriren kann, so ist an der Ausführung dieses Planes nicht zu zweifeln. Zugleich soll aber auch ein Bündniß mit Tom L. Johnson, dem Clevelander Single Taxer," geschlossen sein, der ein großes Stahlwerk in Lorain errichtet hat. um mit diesem dort das größte Stahlwerk, vielleicht der Welt, zu errichten und dann das Monopol in der Clsen- und Stahlindustrie zur Wahrheit zu machen. Daß durch diese Manipulation Hunderte von Schissöeigentdümern bankerott und Tausende von Matrosen brotlos werden, das kümmert Rockefeller nicht. Wie Prosite gemacht werden und wer die hohen Weizenpreise erzielt, davon bringen die Blätter der lehten Woche Berichte : Die kühne Sptkulation einer gigantischen Kombination New Forker Börsenleute hat thatsächlich daS rapide Steigen des WeizenPreises veranlaßt. So wurde Großbritannien und Frankreich mit Depeschen überschwemmt, durch welche berichtet wurde, daß in den Weizenfeldern des Westens, in Minnesota und den beiden DakotaS, durch furchtbare UnWetter die Weizenernte vernichtet sei. Da nun in den europäischen Ländern die Ernte gering ausgefallen ist und sie deshalb auf den amerikanischen Weizen angewiesen find, schlössen europäische Hauser telegraphisch an den Börsen von New Sork, Chicago und MinneapoliS Käufe riefiger Quantitäten von Weizea ab, um einer ferneren Preissteigerung vorzukommen und trieben dadurch natürlich den Preis hier in die Höhe. Die Spekulantenbande jubilirte; fie machte riesige Profite. 3. Pierpont Morgan in New gork machte" an einem Tage gegen eine Million Dollars. Charles A. PillS bury in Minnesota verdiente" 728.000 Dollars in den lejten Tagen. Philipp D. Armour in Chicago hatte einen Prosit von 350,000 Dollars. RoS well P. glower, der EsGouverneur von New Lork, vermehrte sein Vermö gen um 125,000 Dollars in einem Tage. Millionen und Millionen wur den in einem Tage gewonnen, und wohlverstanden, eS find nicht die Farmer deS Landes, die diese Millionen einsacken, sondern die auS den Millio nären deS Landes sich rekrutirenden Spekulanten, die in künstlicher und be

trügerischer Welse diese Pre,Stte,gerung veranlaßt haben und die tbre Vermögen durch Vertheuerung des BrodeS in riefigee Wetse vermedrten. ,,

Arahllllllhrichleil. Inland. Wetterbericht EtwaS wärmeres, schönes Wtter heute Nacht und am Mittwoch. Höchste Temperatur innerhalb der letzten ,24 Stunden 73 Grad, iedrigöe 46 Grad. Der Lütgert -Prozeß. C h i c a g o, 27. September. DaS hauptsächlichste Zeugniß heute war daS von Wm. Charles,' LütgertS Geschäft. theilhaber. Er sagte auS, daß die Aetzsoda in die Fabrik gebracht worden sei, UM Seife zu machen. Zu diesem Zwecke waren auch mehrere Fässer Talg und ein Faß zerhackter Knochen herbeigeschasst worden. Bezüglich der verbarrikadirten Thür sagte Charles, daß ein Hund vor der Thür eine Ratte fangen wollte und daß bei dem Versuche, dem Hunde zu belsen, ein Hausen Kisten gegen die Thür aufgehäuft und unachtsamer Weise liegen gelassen wurden. DaS Zeugniß deö Manneö war dem Angeklagten sehr günstig. - Die Arbeiter - Conferenz Chicago, 27. Sept. Ungefähr 200 Vertreter verschiedener Arbeiterorganisationen versammelten sich heute in OrpheuS Halle. ES befinden sich darunter Delegaten, welche Organisa tionen angehören, die zur American Federation of Labor gehören, jedoch erklärten, fie seien nicht in offizieller Capazität anwesend. Der Nachmittag verging mit Prüfung der Mandate und Reden. Ueber GomperS sielen sehr bittere Aeußerungen. DebS hielt eine Rede, worin er erklärte, daß Streiks sich überlebt baben. Henry George nominirt. N e w A o r k, 27. Sept. Die V,r. einigte Demokratie," welche auS Sll-ber-und Bryan-ClubS besteht und Tammany Ooposition machen will, nominirte heute einstimmig Henry George als Mahor von Groß-New Sork. DaS gelbe Fieber. New Orleans. 27. Sept Der " GesundheitSrath deS Staates Louistana verkündet heute Abend offiziell Fol gendes : Neue Erkrankungen 22; Todeöfälle 2. Im Ganzen erkrankten bis heute 160 Personen, von denen IS starben. AlS geheilt wurden 3 Pattenten entlassen; 103 Fälle noch in Behandlung. B ilori,Miss, 27. Sept. Hier erkrankten heute 17 Personen am gelben Fieber und ein Patient starb. In Ocean Spring? ereignete sich heute keine neue Erkrankung und kein Todesfall. Mobile, Ala., 27. Stpt. Der Bericht des heutigen TageS hat die Hoffnung neu belebt, daß die energischen Anstrengungen, daS gelbe gieber hier auszurotten, erfolgreich sind. ES erkrankten heute nur 3 Personen. In Edwards, Miss., erkrankten heute 11 Personen, darunter Mayor I. H. Raicliss. Der Wahrspruch der Coro nerS Jury. Hazleton, Pa., 27. Sept. Die CoronerS Jury, welche den Tod der streikenden Minenarbeiter bei Lattimer untersuchte, fällte heute den Wahrspruch, daß Element Plastock und die übrigen Todten nach den vorliegenden Umständen und Zeugenaussagen am 1. Sept. 1597 an Schußwunden starben, die durch Gewehre in den Händen deS Sheriffs ZameS Martin und seiner DeputieS verursacht wurden und die Jury erklärt ferner, daß besagter Clement Platstock mit den anderen friedlich und. unbewassnet aus öffentlicher Landstraße marschirte und von dem Sheriff Martin und seinen DeputieS dabei angehalten und erbarmungslos todtgeschossen wurden. Die Zury sagt serner : Wir finden ferner, daß die Tödtung unnöthig war und hätte der mieden werden könne. Wir finden, daß die Tödtung grundlos war und nicht zu rechtfertigen ist ; diesem yim men aber wir, -George Maue und F T. MeNeal, von dieser Jury nichtöei."

Blutiges Gemetzel unter polnischen Arbeitern. GirardSville, Vena ,27. Sept. In William Colabagge'S Hotel an der 2. Straße logiren bier mehrere eün-

dert Polen. Joseph Cavendish i der yigtnldümer eines anderen HstelS im Oftende der Stadt, wo weitere Hunderte von Polen ihr Hauptquartier haben. Unter diesen beiden Arbeiterhausen hat seit langer Zeit böseS Blut geherrscht, daS gestern Nacht und heute Morgen durch einen Streit über die Wirren in Hazleton zu einem Ausruhr ausartete. ES wird behauptet, daß Culabagge und seine auS mehreren Hundert Mannern bestehenden Anhänger sich mit Gewehren, Revolvern, Messern, Aex ten und Knüppeln bewaffneten und zu Cavendishe'S Hotel zogen, wo mehrere Hunderte ihrer Feinde den Zahltag feierten. Die Anhänger Calabagge'S stürmten daS Wirthslokal, wo sich inzwischen auch die Cavendish Leute schleunigst bewaffnet hatten und eS entstand ein furchtbares Gemehkl, welcheS fast eine Stunde dauerte, als schließlich die Calabagqe-Leute der-' trieben wurden und ihre Verwundeten hinter sich ließen. AlleS in dem Hause wurde zertrümmert und die Wände waren mit Blut und Menschenfleisch besudelt. ; Später marschirten die Leute Cavenbish'S zum Hauptquartier ihrer Feinde, wo noch ein blutiger Kampf stattfand. Die Polizeimacht und Constabler der ganzen Umgegevd wurden herbeigeholt, fie erwiesen sich aber als machtlos, mit der wüthenden Horde sich messen zu können. Man weiß, daß 63 Männer schwer verwundet wurden, von denen 9 vor Tagesanbruch sterben werden. ES sollen aber über 60 weitere der KampfHähne verwundet sein, 22 der Haupt- ! krakehler' find verhaftet und eS sind noch viel mehr VerhaftSbefehle auSgestellt. ,- Ausland. DaS Geheimniß von Essen ausgeklärt. Berlin, 27. Sept. DaS Geheimniß von Essen", die angebliche Srberzogtzheirath ist jetzt vollständig aufgeklärt. Mariechen Hußmann war mit dem HandlungSbeflissenen Behrend durchgebrannt, ohne mit ihm verheirathet gewesen zu sein. DaS LiebeSPärchen war ungetraut nach London gekommen und hatte in einem dortigen .otel glücklich und vergnügt alS Ehepaar Hertel" gelebt und geliebt. Mariechen ist bereits von ihrem großen Bruder eingeheimst und der Schwerenöther Behrend brummt. Er ist in Lüttich wegen Führung eines falschen NamenS verhaftet worden. Er erlaubt es nicht. London, 28. September. Der Daily Mail" wird von Wien telegraphirt, daß die politischen Gegner des Grafen Badeni die Aufmerksamkeit deS öffentlichen Anklägers auf die Thatsache lenkten, daß der Premier durch daS Duell mit Dr. Wolff die Geseje deS Landes übertreten hat. Kaiser Franz Joseph hat durch einen Erlaß die gerichtliche Verfolgung Badeni'S verboten. 9 Schiffs.5!a5riien Angekommen in : New ork : Taurie" von Liverpool; Aller" von Bremen; Sparndam" von Rotterdam; Mobile" von Mobile. Cherbourg: Spree" von New vork. QueenStown: Gallia" von Boston nach Liverpool. Gibraltar: Werra" von New gork nach Genua. Bremen: Spree" von New öork; Königin Luise" von New gork. GlaSgow: Sardinian" von Montreal. Neapel: Marsellia" von New Sork. Salzsluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertheile Hood'S Sarsaparilla, der große Blutreiniger heilt Salzfluß. Ho ob's Pillen wirken Vorzuglich nach der Mahlzeit und kuriren Kopfweh. 25. Onlangt NueZo's Oeft Ha-GirrJ."

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tn V-yorden durch diMnger geschlüpft ist in 5)untmgton, W. Wa.. ein Mörder. rxnAhem tr itö in Numero Sicher war. In das ' dortige Gefängnib war vor einiger or ein fremder wegen angeblichen Kleindiebstahls eingeliefert worden. Er erklärte. John Smith zu heißen und don Texas zu kommen. Auffallender Weise ließen die Geschworenen die Klage gegen den Mann fallen, worauf er dieser Tage entlassen wurde. Jetzt stellt sich heraus, daß der Mann ein gewisser Robert Thompson ist, der den Kassirer einer Kohlen - Compagnie W. Thompson, in Fayette-County letztes Jahr ermordete und beraubte und auf dessen Ergreifung eine Belohnung von $2100 ausgesetzt war. VeinaheeinhalbeSJahr. hundert hat es gedauert, bis der Dro guist Robert Day in Sommerville. N. I., in den Besitz eines für ihn be stimmten KofferS gelangte. Vor 50 Jahren lebte Day mit seinen Eltern auf einer Farm, welche gegenwärtig einen Theil von South Orange bildet. Die Eltern beschlossen, den Knaben nach einer Schule in New York zu bringen, und die Mutter, welche kränklich war und die Ausbildung ihres Sohnes nicht zu erleben hoffte, richtete einen Koffer voll allerlei nützlicher Dinge her, von denen sie annahm, daß sie für ihren Liebling viele Jahre reichen würden. Frau Day starb jedoch noch vor der Abreise ihres Sohnes, und der Koffer wurde vergessen. Als neulich eine Frau Baldwin, eine Tante des Droguisten, ein altes Haus nahe der ehemaligen Day'schen Heimstätte besichtigte, fand sie einem unbenutzten Zimmer den altmodischen, mit i?.orschen Stricken umwundenen und be festigten Koffer, den sie nun an Day absandte. DaS Leinenzeug, welches der Koffer enthielt, war noch frisch und weiß. In jedes Stück ist der Name Dayö fein gestickt, über dem Namen befinden sich die Initialen der Mutter. Der Koffer umfaßte außer anderen brauchbaren Gegenständen und müt terlicheri. Liebeszeichen mehrere geschenkte Bücher, sowie Silber- und Kupfermünzen, von denen eilige die Jahreszahl 1600 und 1700 aufw:is?n. Mit der Servia" kam in New Fork eine Negerin Namens Takla Nader an, deren mit allerlei Schnitten und Tättowirungen verziertes" Ge sicht erkennen ließ, daß sie aus keinem civilisirten Lande stammte. Takla Nader wurde,wie sie erzählte, als drei. jähriges Kind ihren Eltern in Centralafrika geraubt und ging gegen ei nen Kaufpreis von Z50 in den Besitz eines Arabers, NamenS Nader, über. Ihre Gesichtsdekoration ist nichts weiter. als der im schwarzen Erdtheile landesübliche Besitztitel des Sklaven. Halters auf den Sklaven. Nach 20jähriger treuer Dienstleistung wurde Takla Nader den Namen hat sie von der Herrschaft überkommen mit einer Mitgift von $50 von dem Araber für frei erklärt und durfte heirathen. Sie trat in den Dienst des Missionärs Rev. Dr. Meterney in Mersine und gebar nach dem Tode ihres Mannes einen postHumen Sohn, den jetzt 6 Jahre alten Siman, der sich in ihrer Begleitung befand. Als Wittwe ließ sie sich und ihren Jungen zum Christenthum bekehren und leistete dem Missionär als Dolmetsch und Magd werthvolle Dienste. Takla und Siman durften landen, worauf sie sich sofort nach der Wohnung des Rev. R. Sommerville von der Herald Missionary News in No. 325 West 66. Str. begaben. DaimletzienJahreso diele Schiffsunfälle in der Nachbarschaft von Fire Island (bei New York) vorgekommen sind, hat sich die Bundesgierung veranlaßt gesehen, ein neueö Leuchtschiff an der gefährlichen Stelle zu stationiren. Dasselbe ist mit den neuesten Erfindungen der Jetztzeit ausgerüstet. Anstatt wie bisher mit telst Oellampen ist es mit elektrischem Lichte versehen und außerdem hat eZ eine Dampfmaschine. Diese Einrißhingen erleichtern den Dienst für d:e Mannschaft außerordentlich, namentlich zur Winterszeit. In Folge der verbesserten Einrichtung wird da Fahrzeug nicht nur bessere, das heißt auf weitere Entfernung hin reichende Warnungssignale, sowohl durch elektrisches yicht alS auch durch Dampfpfeifen Signale, geben können. DaS neueLeuchtschiff hat eineLänge don 112 Fuß. eine Breite in der Mitte von 23 Fuß 6 Zoll und eine Rumpfhöhe von 22$ Fuß. Am vordersten Mast ist eine 1000 Pfund wiegende Glocke angebracht, welche ihre Warnungssignale weithin erschallen' laßt. Ein 6000 Pfund wiegende Anker wird daö Fahreug an seinem Platze festhalten, sollte dasselbe trotzdem durch einen Sturm vom Anker losgerissen werden, so sind derartige Vorkehrungen getroffen worden. daß daö Schiff doch an stsnem Platze festgehalten werden kann. Die große Dampfpfeife, welche die Warnungssignale geben soll, kann auf automatische Weise gehandhabt werden. Sie hat emen Durchmesser von zwölf !goll und der durch dieselbe hervorgebrachte Ton soll auf viele Meilen hm . jsrbar sein. .

In einemfashionablen Hause deS von den oberen Zehntausend am meisten bevorzugten Theiles deS Thiergartensviertels von Berlin wurde vor etwa einer Woche eine verblüf. sende Entdeckung gemacht. Die Dame des Hauses hatte seit drei Jahren eine Kammerjungfer, die sich der vollsten Zufriedenheit ihrer Herrin erfreute. Auch sonst hatte sich Niemand im Hause über sie zu beklagen, bis sie vor einiger Zeit das Mißtrauen des gestrengen oder vielleicht auch nicht zu gestrengen Hausherrn eregte. Dieses Mißtrauen bewegte sich nach einer ganz bestimmten Richtung, und die einige Wochen fortgesetzten aufmerksamen Beobachtungen führten zu dem Resultat, daß das Mißtrauen des eifersüchtig gewordenen Herrn Gemals sich als berechtigt herausstellte. Es zeigte sich nämlich, daß die Kammerjungfer ein bildhübscher junger Mann ist. der die Rolle des weiblichen Dienstboten seit drei Jahren mit bewundernswerther Geschicklichkeit und Treue gespielt Katte. allerdinas

! nicht ohne Vorwissen der. Herrin, gegen welche bereits von ihrem Gatten die Ehescheidungsklage eingeleitet sein .oll. Ein Insasse deS IrrenHauses von Villejuif, der 30jährige Emile Benin, hatte seit langer Zeit an Schlaflosigkeit zu leiden. Er bildete sich ein, daß sein Vettgenosse, der im gleichen Alter wie er stehende Charles Pringaux diese Schlaflosigkeit herbeigeführt habe. Schließlich entwickelte sich in ihm die fixe Idee, Pringaux zu todten, um schlafen zu können. Nachts erhob er sich ganz leise von seinem Lager und näherte sich Pringaux, der in tiefem, friedlichem Schlummer dalag; er knüpfte ihm rasch ein Hantuch um den Hals und erwürgte ihn. Der And:re machte einige krampfhafte Bewegungen und brachte erstickte, dumpfe Hilferufe heraus; Mörder und Opfer rollten zu Boden. Die anderen Irrsinnigen wachten auf und betrachteten die Mordscene theils mit wildem Lachen, theils mit angstverzerrten Zügen, ohne indessen dazwischen zu treten. Endlich lag Pringaux, ohne sich weiter zu rühren, starr am Boden. Benin, um sicher zu sein, ihn getödtet zu haben, zerschmetterte ihm noch den Kopf mit einem eisernen Nachtgeschirr. Als die Wächter am nächsten Morgen mit Entsetzen die blutige Scene feststellen mußten, grinste ihnen Benin vergnügt entgegen und erklärte auf alle ihre Fragen: Er hinderte mich am Schlafen; jetzt kann ich schlafen.Während eines Siiergefechtes zu Linares in Spanien kam es zu schrecklichen Scenen. Ein Stier setzte über die Barriere hinweg, zertrümmerte bei dem Fall eine Thüre, die in den Hof der Plaza führt, und eilte, nachdem er sich wieder erhoben hatte, in diesen hinein. Ein besonders verwegener Zuschauer stieß von der Galerie des Hofes aus mit solcher Wucht auf den wüthenden Stier ein, daß daö Geländer zusammenbrach und der Mann auf die Hörner des Stieres herabstürzte. Mehrere Male schleuderte dieser ihn in die Luft und rieb ihm den Unterleib auf, so daß der Un. glückliche bald darauf verschied. Während noch der Stier mit seinem Opfer spielte, schoß das Publikum seine Revolver und Pistolen auf das wüthende Thier ab, während der Leiter diö StiergefechtZ von seiner Tribüne aus mit aller Seelenruhe dem entsetzlichen Schauspiel zuschaute. Die Mahnrufe: Nicht schießen!" waren vergeblich, obwohl verschiedene Kugeln in das Publikum eindrangen. Es kamen aber glücklicherweise nur einige leichte Verletzunge'n vor. Die Schießerei hatte erst ein Ende, als der taumelnde Stier sich wieder in die Arena bequemte, wo seinem Leben schnell ein Ende gemacht wurde. Darauf nahm daö Stiergefecht seinen ruhigen Fortgang, als ob nichts geschehen wäre. DieGemeinde Mindszent in Ungarn war kürzlich der Schauplatz eines tragischen Ereignisses. Es sollte die Trauung der Marie Freund, der Tochter eines dortigen Krämers, mit dem aus 'Galizien eingewanderten Maschinisten Joseph Lergstein stattfinden. Die Aufregung der Anwesen, den hatte schon einen hohen Grad erreicht, als ein reitender Bote aus dem benachbarten Dorfe mit einem Briefe dek Bräutigams anlangte, des den Schwiegervater In spe aufforderte, ihm die versprochene Mitgift von 800 Gulden sofort zu übersenden, da er nur in diesem Falle gesonnen sei, zur .Trauung zu kommen. Freund, der sich nur mit Mühe 600 Gulden derschassen konnte, bat Bergstein in einem abgesandten Briefe flehentlich, ihm nicht die Schande anzuthun und doch zur Trauung zu erscheinen. Er machte sich erbötig, Bergstein 600 Gulden iu Vaar und 300 Gulden in Wechseln zu übergeben. Bald traf aber die Hiobsbotschaft ein, daß der Bräutigam diesen Antrag füsirte und schon daS Weite gesucht habe. Die Braut stürzte, als sie dies dernahm, ohnmächtig zu Boden. Sie wurde auö Schmerz wahnsinnig, riß sich daS Brautkleid vom Leibe und lckrie fortwährend nacb ibrem Bräutt-

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