Indiana Tribüne, Volume 21, Number 7, Indianapolis, Marion County, 26 September 1897 — Page 1
0 O A rlC A sVO US A A s$ l IVo W iy iy W V k w s o yy v Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, ndiana Sonntag, den 26. September 1897. Jahrgang 21 507
1
Hl ff f vv J
Vepomren SieZlzre Ersparnisse
Btiktt En&iana . . . Trust Company Kapital $1,000,000 Haftbarkeit der Aktie näre $1,000,000 Total Versicherung für Depositen $2,000,000 Diese Gesellschaft bezahlt Ihnen 4 Prozent Interessen an allen Einlagen von $1 aus värts. Tie Interessen werdm halbjährliV um Kapital geschlagen. Keine Strasen. Nein Ausgabesond. ' Keine Abzüge. Sie können Ihr eld mit Interessen :Ux zeit ehne Abzug ziehen. V Indiana Trust Gebäude. Ecke Washington Straße und Virginia Ave. Benefiz. Piönick veranstaltet vom Ind'pls. JßicdcrJcranz f itn - Verwalter deS White River Partt EUGEN MEYER. Sonntag, 26. September J897. ST" 2 Zall Nkzenwittn, Ssnntag, dk 3. Oktober. :: Spiotbrntsn. :-: töeörge Rmrsmm .. - &ct$&&r ir-r---'!ir.' yra , n,.-- . Jsj n iTir. i -T-f' ."(Sr .-" ' I . J kl nJ.&Vt'. 1 M y-w . ' - j , 1 .. Srt&4&4ds: V Sr V V 0 ' Office : 26 Süd Delawarestr. Ut&U : 120, 122, 124, 126. 128 Oft Pecnlftr xelesSon 01 1 Düctt Taa nd Nacdt KOMM. Der Hinsh aw Fall. D an vi l l e , Znd., 25. Sept. Die Grand Ir.ry erstattete heute Bericht und erklärte, daß sie keine Anklage gegen Noah Baney erheben werde. Sie theilte sämmtliche Zeugenaussagen mit und au? denselben geht hervor, daß Hinshaw und Baney drei Wochen lang im Hospital deS Zuchthauses neden einander schliefen und daß in dieser Zeit die ganze Geschichte, die Baney erzählte, zwischen ihnen verabredet wurde. Baney selber sagte dieS der Grand Jury und zugleich, daß Hinshaw ihm, falls der Plan gelingen sollte, $2000 versprochen habe. Die genaue Beschreibung deS HauseS in Selleville und Pläne desselben hatte er von Hinshaw bekommen. Ein Duell. Wien, 25 Sept. Heute Morgen fand ein Pistolenduell zwischen Graf Badeni, dem österreichischen Premier und Dr. Wolss, dem Führer - der Deutsch. Nationalen im Neichkrathe, statt. Badeni wurde an der Hand derdundet. DaS Duell war die Folge einer Beleidigung, welche Dr. Wolff dem Grafen in der Debatte zugefügt hatte. Dr. Wolff hat im Mai ds. SS. mit einem tchechischen Mitgliede deS NeichörathS ein Duell aus ähnlichen Ursachen auSgesochten. Graf Badeni ist ein Pole und noch jung, wie auch sein Adel, di war, ehe er Ministerpräsident wurde, Gou Rernör von Galizien. Sein ' Onkel mütterlicherseits, heiraihete die deutsche Schauspielerin Anna Wierer. P olitischeö und Nichtpolitische au Deutschland und Oestreich. B erlin, 25. Sept. Der Tumult, unter dessen Zeichen die Wiedereröffnung des österreichischen AbgeordnetenHauseS stattfand, hat sich heute erneuert. Wieder schwirrten Schimpfnamen und Beleidigungen nur so ' durch die Luft. So wurde der gestern gewählte Präfideut deS Hause Kathrein von der li-
a
rfn
UML
44
beralen Linken mit Bezeichnungen, wie ?udaö", Hausknecht Badeni'ö" bedacht. Der Präsident erklärt auf die gestrigen Anfrage de örist'ich soeialen 'Abgeordneten Zosef Gregorig, ab eS wahr sei, daß IS alö Diener verkleidete DetectivS im Saale anwesend wären, eS handele sich nur um einige Diener, welche früher zur Sicherheitwache gehört hätten.. Diese Erklärung wurde mit Hohnlächeln, Grunzen, Fußscharren der Opposition ausgenommen. Der Präsident machte den Vorschlag, die Wahl der österreichischen Vertreter zu den Delegationen auf die Tageöordnung der nächsten Sitzung zu setzen. Mit aller Macht setzte hier die von dem Führer der Deutschnationalen Georg Schönerer geleitete Obstruktion der Linken ein. Schönerer verlangte, die Wahl sollte so lange verschoben werden, bis die Quote deS öflerreichischungarischen Ausgleichs festgesetzt wäre. Der Vorschlag deS Präsidenten wurde indeß mit 266 gegen 110 Stimmen gutgeheißen. Von neuem brch der Lärm loö;
vergebens versuchte der Präsident die Ruhe wieder herzustellen. Schließlich erklärte er, daß daS Hau unter solchen Umständen nicht weiter in der Lage wäre, Geschäfte zu erledigen, und daß er demselben die Tagesordnung der nächsten Sitznng schriftlich iml breiten werde: Unter großem Tumult wurde die Vertagung der Sitzung auSgesprochen. Der Großherzog von Baden, welcher nicht ungefährlich erkrankt war,befindet sich wieder aus dem Wege derBesserung. Der HalSmuSkel-RheumatiömuS, an welchem er litt, hat ihm große Schmerzen bereitet, doq haben diese nunmehr nachgelassen, und eine vollständige Wiedergenesung steht in naher Zeit zu erwarten. - Die Verüber der zahllosen Brandstistungen im Stadtthei! Moabit. welche im vorigen Jahre und jetzt wie der die Bewohner so sehr beunruhigten, find ausfindig gemacht worden Ein erst 10 Jahre alter Bengel hat gestanden, daß er mit fünf Genossen die Brandstifturgen verübt hat. ES handelte sich in fast allen Fällen um Dachstuhlbrände. Dem früheren Staatssekretär deö Innern De. v. Boetticher ist da Malheur pasfirt, daß er sich auf der Jagd mit seinem Gewehr den Daumen zerquetschte. Eö trat Eiterung ein, und der Patient mußte im hiesigen Laza-ruS-Krankenhause Aufnahme suchen, woselbst der Nagel zerspalten und theilweise entfernt wurde, um einer drohenden Blutvergiftung vorzubeugen. ' In Leipzig hat ein gewaltig? Feuer gewüthet. Dicht am Thüringer BahnHof im Norden der Stadt kam daS Feuer auS. In der Gegend erheben sich eine Reihe leicht brennbarer Gebäude, zumeist Waarenschuppen, und so fanden die Flammen Nahrung genug. Trotzdem die Feuerwehr sehr hart arbeitete, nahm der Brand doch einen bedeutenden Umfang an. Die SpeditionSschuppen von Müller, Henschel, Schiebt und Meyer sind niedergebrannt. Eine Zeitlang schien eS auch, al ob die Stationsgebäude der ThüringerBahn verloren wären, doch gelang e der Feuerwehr nach heroischen Anstrengungen, diese zu retten. 3n Wien ist der amerikanische Rennstallbesitzer Dezter Goff nebst Sohn auf Antrag der Rennstallgesellschast, deren, Mitglied er ist. verhaftet worden, lieber die Gesinde, die zu seiner Verhaftuig geführt haben, verlautet vorläufig nicht? Bestimmtes. nfi SchissA-Nachrichten. Angekommen in : New L ork : Lucania" von Liverpool; Edam" von Rotterdam; Paris" von Southampton. Hamburg: Fürst BiSmarck" von New öork. Genua: EmS" von New Sork. London: Europa" von New Sork. Versuchen Sie eine Schachtel Cascaret, der feinste, jemals angefertigte Leber und Oingeveide - Regu-lim.
Das Geburtstagsgeschenk.
Gegen elf Uhr trat ich auö der Glyp tothek auf den Königsplatz. Die Sonne brannte nur so hernieder, ange sichts der Spätsommerhihe und der vropr.laen glaubte man ,m alten Grie üjtulanb zu sein. Ein Zug Chevau lirRers, der durch das hellenische Thor eintritt, versetzte emen m die Wirklich keit. in den deutschen Militärstaat zuruck. Ich hatte mich mit dem Maler Ha ring, einem alten Bekannten aus Ber lin. der nun schon mehrere Jahre in der Jsarstadt lebte, zu emem Nendez vous brieflich verabredet. Um daZ Lokalkolorit zu wahren, war das Hof 5räu als Ort des Zusammentreffens bestimmt worden. Die Hitze lähmte meine Schritte, beschleunigte sie aber zu gleicher Zeit, indem sie bei mir allgemach einen wahrhaft teutonischenDurst wacqries, der mich wiederum gebiete risch nach der Quelle edelsten Gersiensaftes eilen hieß. Das Hofbräu ist ein modernes Do rado. in dem kleinen Hofe und den N?mkllchen Räumen sieht man em Zu kunstövild sozialer Gleichheit. Mini ster sitzen neben Arbeitern, ein Fiaker nimmt neben einer geputzten Dame, offenbar Ausländerin, Platz. Ihr vornehm aussehender Begleiter hat fein Monokle in der richtigen Erkenntnik. daß solche Faxen hier durchaus unangebracht sind, eingesteckt. Man siebt viele Fremde, interessanter ist der Eingeborene. Meistens erfreut sich der Münchener eines ansehnlichen Embonpoints. nachdenklich sitzt er vor dem Steinkrug. Er spricht wenig und langsam aber anhaltend und consumirt an einem Vormittag, ohne im ursprünglichsten Sinne des Wortes zu errathen, seine sechs bis zehn Maß. Aus solchen und ähnlichen Betrachtungen riß mich die Ankunft Harings. Er sah sehr propper aus; früher, wo es ihm zu Zeiten vekuniär noch recht schlecht ging, war das nicht immer der Fall gewesen. Sonst war er aber ganz der Alte. Sein humoristisches Gesicht leutete auf, als er mich sah, gewaltsam bahnte er sich durch die Menge einen Weg zu meinem Tische. Na da sind Sie ja! Pepi eine Maß! Freut mich aufrichtig. Sie mal wiederzu::n. Geht's gut?" Darrfc, ja. Und Ihnen?Gott, es macht sich. Könnte manchmal besser sein, ist. aber schon viel schlechter gewesen.Wir plauderten eine Weile über WerZm und München und klatschen über unsere gegenseitige Bekannten. Wo waren Sie eigentlich im Som mer." fragte er mich. Wieder in der Schweiz?" Ja. Wo waren Sie denn?" Zu Hause in Pommern. Bei Mutlern. Wenn Sie mich besuchen, werde ich Ihnen eine eztra feine Leberwurst vorsetzen. Von Mutter selbst gemacht." Als ich ihn ungläubig ansah, ließ er sein sonores Lachen ertönen und überschüttete mich dann mit seinem gewohnten Redefluß. Ja. mein Bester, von Mutter selbst gemacht. Mein Vater war ein einfacher Bauer. Ich bin ein ganz gemeiner Bauernsohn. He, was sagen Sie nun?" Doppelt brav, daß Sie das geworden sind, was Sie sind!" Glauben Sie aber, daß die Geschichte leicht gewesen istZ I Gott bewahre." Er lüftete seinen Hut. Das Haupthaar war leicht ergraut und stellenweise recht dünn, dabei war 5)aring erst vierzig. Ja, das haben die Sorgen und der Hunger gemacht." -Wie, Sie haben im Ernst gehungert?" Wer weiß wie oft. Als ich mei nem Alten erklärte, ich wollte Künstler werden, bis dahin war ich am Gymnasium gewesen und hatte eben mein Abiturientenexamen gemacht, wurde er grob . . . und als ich nicht nachgab wir hatten beide pommersche Bauernschädel setzte er mir einfach den Stuhl vor di? Thür. Erst nach vielen Jahren, als ich ein gemachter Mann war und ' auf eigenen Füßen stand, haben wir uns wieder versöhnt." Hatten Sie etwas Geld?" Lächerlich, woher denn? Als ich in Berlin ankam, zählte ich meine m m d m rwi A l Baarscyask, es waren iuwu uno einige Nickes." Er sah eine Zeit nachdenklich vor sich hin. dann nahm er einen gigantischen Schluck und erzählte mir sein? Geschichte. 1 Wie gesagt. (5 ging mir schlecht. Die ersten Jahre hatte ich mich durchzuschlagen gewußt. Ich hatte glücklich eine Freistelle an der Akademie erhalten und schuftete, was ich konnte Es gab Leute, die originell genug waren. mir auf mein ehrliches pommersches Vauerngesicht zu pumpen. Aber das hatte seine Grenzen. Ich versichere Ihnen, in jener Zeit kannten mich alle Gerichtsvollzieher unserer lie-
am Neickskauktlkadk. Wir waren so
! gar eng befreundet. Warum hätten I . - .f. r rrr . n rr löic UNS auu; anicmocn joueu jjiz guten Leute thaten ihre Pflicht und walteten ihres Amtes, mir aber schadete das nichts, denn die Executionen waren ausnahmslos platonisch. Was irgend zu entbehren war, hatte ich längst, der Noth gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, in den wohlthätigen I'lstituten, die der Franzose mit dem bcrzllchen Namen Älont-ao-piStö ve zeichnet, in Ausbewahrung gegeven. Ich malte also im Dienste der Kunst in der Akademie, und weil ich dabei auf die Dauer verhungert Ware, fertigte ich Vorlagen für Bnefschatullen und ahnlichen Zauber, sogar Lederpantoffeln habe ich mit knurrendem Magen durch Octtarbenkleckse verschont. Doch diese Art Handwerk sollte mir übel bekommen. Um ewige Groschen zu verdienen, mußte ich die Akademie schwänzen und nach Ablauf emes Semesters wurde mir wegen unregelmäßigen Besuches, das Stipendium entzogen. Was nun? Daß ich nicht verzweifelte, batte ick nur meiner 5kugend zu verdanken. Ach der göttliche Lelcytjlnn der Jugend! Damals wurde ich mit Erich Lange, der die Akademie besuchte und von Haus aus Millionärösohn war. näher bekannt. In Folge mietheten wir uns zusammen ein Atelier. Das bot mir d:n Vortheil, daß ich auch darin hausen und schlafen konnte, hat mir aber schwere Stunden in Menge bereitet. Denn diese Miethe mußte bezahlt PSd:n. Um Nichts auf der Welt hätte ich meinem Kollegen meine tristen VerHältnisse offenbart. Er führte mich auch in das Haus seiner Eltern ein und bald war ich dort ständiger Gast am Sonntag. So kam es, daß ich ganz genau mit Austern und allen Delikatessen Bescheid wußte und alle Ehampagrermarken kannte, während ich an Wochentagen manchmal buchstäblich an einer Brodkruste nagte. Erich malte em großes Oelblld. Es sollte eine Ueberraschung zumGeburtstag seines Alten werden. Der Filius hatte nach dem Grundsatze Mehr als sich selbst' kann man Nicht geben em Selbstporträt begonnen. Ich half ihm nach besten Kräften. Endlick war die Leinwand fertig und trocken. Am nächsten Tage war die Feier, zu der ich eingeladen war. Gegen Abend wollte Erich das Bild, das ein kostbarer Nahmen umschloß, abholen lassen. Dann ging er fort, er müsse sich nach der Anstrenauna der lekten Wochen etwas erholen, meinte er. 5kck zählte meine ersparten Reichthümer und ging nach der schon vorerwähnten humanitären Anstalt, um meinen 5?rack. den ick zu der Geburtstaasfeier dringend hrauchte, auszulösen. n .' .f l r. . - i i y i e eitlen Herzens irai icy mn veiag tem Modestück, das natürlich diskret in Papier gehüllt war, den Rückweg an. Meine gute alte Wirthin empfing mich mit verlegener Miene. N. Mutter Vlüsckke. was ist Ihnen dc? passirt?" fragte ich. .Mir. nichts. Aber ... der Gerichtsvollzieher war wieder da." Leichth.'rzm verdeutschte ick der auten Frau den philosophischen Wahlspruch: Sapiens ornnia secum portat Bei mir iebt's dock lckon lanoe nichts mehr zu Pfänden. Ja. aber .,," wandte Mutter Plüschke verlegen ein. Da schoß mir ein schlimmer Gedanke durch's Gehirn. Ich stürmte in'Z Atelier. Mein erster Blick aalt dem Bild. Gott sei Dank. es war noch da! Aber die kalte Douche vliev mir nicht erwart. Meine Wir, thin war mir aefolat und wies stumm auf meinen Freund Erich in Oel. Was ist denn damit?" fragte ich. Der Gerichtsvollzieher bat das Bild gepfändet. Wahrscheinlich wegen des Nahmens." füate sie mit beareiMkker Geringschätzung meiner Kunst, bei der sie mich darben sah. hinzu. Ich yave n halt gebeten und da hat er das Siegel hinten d'rauf gepappt!" Ich sah nach. Alle auten Geiiter! Die Alte hatte Recht. Ein, Siegel ist unantastbar, das wiißte ich aus meiner langjährigen Plris nur zu aut. Die Wirtbin belehrte mich noch, daß die Pfändung auf Antrag einer Schneiderseele. der das Bezahltwerden einer aufgelaufenen Rechnung zur fixen Idee geworden war. solgt fei. Diese Schuld belief sich auf etwa 60 Mark. Dgs Geld mußte ich auf jeden FaN sogleich aufzutreiben versuchen. VaA !3ild durfte unbedingt nicht versiegelt bleiben. Erich wollte es heute noch abholen lassen, eö, war demnach Gefahr m Verzüge. Ich stürmte also fort und begann eine JrrfahU bet mehreren Bekannten, b mich mit dem Witzwort, das damqls gerade ea vogue war. empfingen:. Kannst Du mir nicht hundert Mark pumpen? Ich will die Sache kurz machen, nach zweistündigem Schnorren kam ich unverrichteter Dinge zurück. Die Wirthin war nicht zu Hause. ' Müde trat ich in das dämmrige Atelier, da .. . das war ja nicht möglich ... hat sich denn alles gegen mich verschworen, das Bild war fort. Erich besaß selbstverständlich M
einen Schlüssel und hatte sein Werk abholen lassen. In der Nacht hatte ich die wüstesten Träume. Endlich graute der Morgen. Es war ein Sonntag. Zu än. dern war nun nichts, ich machte also Toilette und trat um 2 Uhr Mittags bei Langes an, um dem alten Herrn meine besten Glückwünsche auszuspreeben. Eine pikfeine Gesellschaft fand ich bereits versammelt. Ein besondederes Vergnügen bestand darin, die Geschenke eingehend zu besichtigen. Sie waren kostbar und geschmackvoll, denn alle Verwandten und Bekannten des Hauses waren schwer reiche Leute. Nachdem ich pflichtschuldigst grotulirt hatte, ließ ich einen scheuen Blick auf das Bild gleiten, vor dem eine bewividernde Menae sich drängte. Das Porträt war In der That nicht schlecht gelungen, die überschwänglichen Lobsprüche. die ihm zu Theil wurden, galten aber offenbar mehr dem Filius de Herrn Lange als einem jungen Kunst, ler, der noch viel zu lernen hatte. Un. ter den Gästen befand sich ein Onkel Erichs, ein behäbiger lustiger Jungge selle, der stets das neueste Scherzwort der erfindungsreichen Residenz auf den Lippen hatte. Onkel Heinrich, wie er im Kreise der ständigen Besucher des Lange'schen Hauses genannt wurde, nahm mich vertraulich unter den Arm und spottete gutmüthig über die Ver himmelung von Erichs gefärbter Lein, wand. Boshaft aab er kalblaut sei-
ner Bewunderung für den Rahmen Ausdruck. Bei der Prüfung desselben trat er hinter die Staffelei und blieb auf einmal wie erstarrt stehen. Dann verzogen sich seine Gesichtsmuskeln krampfhaft, bis sich die überwältigen, den Eindrücke, unter denen er offenbar stand, in einem zwerchfellerschüttern, den. nicht zu bändigendenLachen lösten. Schon bei Beginn des geschilderten Vorganges war mir klar, was er gesehen, ganz fassungslos wollte ich mich ihm anvertrauen, aber schon war es zu spät, schon hatte er das Geburtstags kind und dessen Sohn hinter die Staffelei gezogen, wo er stumm auf einen Punkt deutete. Weißt Du, waS das ist?" fragte Onkel Heinrich den Vater. Da . . . da, alle Wetter, das ist ja eine Pfändungsmarke, ober Junge!" Nicht möglich Papa. Onkel Heinrich macht einen schlechten Witz." Ich will Sie mit. den Einzelheiten .der Erklä rung verschonen, es war eine unglaubliche Scene.. Als ich in spät Stunde nach Hause pilgerte, staunten meine Brusttasche und, mein Notizbuch über einen noch nt erlebten nbalt: drei Hundertmarkscheine. Ueberhaupt war tch seit dem Tage aus den Nöthen heraus. am nächsten Moraen eilte ick m dem GerichtsvollzZeber und bealick meine Schuld, seitdem habe ich mit dieUm ungern gesehenen Beamten nichts mehr zu thun aebabt. ?ln zwei, drei Jahren war ich soweit, daß ich meine Schulden an Lanae's abtraaen konnte das Siegel des Gerichtsvollziehers war der Ansang meines Glucks . . . Die Tante. Bon Georg Böttcher. Ich saß zur Nacht, zur Maiennacht, Im Garten neben Dir ... Im Dust der holden Blüthenpracht Ward uberseug mir! Und gäb's in solcher Seligkeit . Nicht Tanten auf der Welt Bei Gott, ich hätte in der Zeit . . . Was Schönes angestellt! Doch Deine Tante sorgte schon. Daß derlei nicht geschah: St saß voll Alteniungfern - Hohn Und strickstrumpfklappernd da. . Und regte mal die Liebe, sich. Süß angehaucht vom Lenz Gleich rä'uspert.5 sich fürchterlich Die alte Convenienz ... " Wir saßen still, wir sprachen kaum. Von ihrem Blick bedruckt: O Gott! Mein schönster Liebestraum Ward in den Strumpf verstrickt! Der Haupireiz. Lieben Sie Spanien, Fräulein Erna?" Ach za, dort sollen "die jungen Mädchen ia schon mit zwölf Jahren heirathen können!" -FrommerWunsch. Mann: Ach Gott, ich habe solche Salsschmerzen!" Frau: .O. das geschieht Dir ganz recht, tch wünschte nur noch, daß Du eine Giraffe wärest!" Amerrkanisch. Mutter: Das sage ich Dir. aus der Liebelei mit dem jungen Smith wird nichts." Tochter: Ach, was redest Du da! Ich bin ja schon seit vier Wochen mit ihm verheiratet." Wenn ihr ein gute Mittel haben wollt Euer Blut tx reinige, die Nerven zu starken und d:e Constiutton zu kräftigen, gebrauüt Qood' Sarsaparilla. Gebraucht nun Hood's. öood4 P il len betten Orechreiz. Kopfschmerzen au., de Magen und
unervoaunezkert.
ks
ff
nzuge.
.
Wir haben das billigste Gute und Feinste, das gemacht werden kann. Jeder Anzug ist aus Material, das wir selbst gewählt, und wurde unter der Aussicht eines Mitgliedes der Firma gemacht. Wir garantiren was wir verkaufen nnd osseriren nur, was wir garantiren können. Einfache und doppelreihige Sack-Anzüge in Kasimir, Eheoiot und schwarzem oder grauem Clay, die Q"7 Cfl Sorte, die Ihnen anderswo $Q kosten würde, zu ö l 1 3 U 010 Dafür können Sie aus fünfzig Sorten von 0 1 U i Kasimirs, blauen und schwarzen Cheviots, Fancf Cheviots und Clay worsted Anzügen, Sack oder Taille, einen auswählen, vergleichen Sie sie mit $2.50 Anzügen in anderen Stores. Die neuen ßanq oder schwarzen Cheviots und fancy worsteds, Cheviots und Casimires, Anzüge, die man nirgends unter $15.00 bis SI7 50 bekommt, jQ Anzüge, die in Stoff, Schnitt und Arbeit nach Maß gemachte übertreffen, zu 15, H17,-HS0 und S6;
liMi minllMüik i:h h ira W-Miss. Sehen As iim Herht-Uebisee. hp Si? haft Sä .
I
(n)
Ihe. Big "MODEL" Store.
Spezial-Verkauf !
: : : tmfen
Diese ist eine Partie Muster-Hüte, welche gemacht wurden um zu $2.00 und $2.50 verkauft zü werden. Sie gehen Montag für 97c.
VW
M im Mo. n ntt Ul My
rs.
i
Uf
gerbst
i 5 W 7 n i Nur Montag i von ütsn.
n3
Mc
ÄT kM
Wasfci. Sttc. 4.
4s0ßurAPOLsjNß
