Indiana Tribüne, Volume 21, Number 2, Indianapolis, Marion County, 21 September 1897 — Page 1
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Jahrgang 81
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'S Editorielles. Wir lesen in einem Wechselblatte Folgende? : Eine helle Wunkermähr kommt auS dem Süden. Im Staat Georgia ist eine neue Sorte Baumwolle angepflanzt worden, welche einen dreifach so hohen Ertrag geben soll, wie die, welche seither in den Südstaaten angepflanzt wurde. Die Geschichte lautet dahin, daß ein junger Forscher in Afrika Samen einer dort wildwachsenden Cotton-Pflanze mitbrachte und ihn einem Farmer in Georgia übermittelte, der ihn benutzte. Seit zwei Jahren hat der Anbau stattgefunden. Wahrend die jcjt in Kultur besindliche Baumwollpflanze t nach Quali tät des BotenS eine Höhe von drei bis sechs Fuß erreicht und im Laufe deS frühen Wachsthum eine sorgfältige Pflege erheischt, erlangt die neue Sorte eine Höhe von zwölf bis vierzehn Fuß mit zahlreichen Fruchtkapseln, die nach erfolgtem Platzen Baumwollflocken vorzüglichster Qualität zeigen. Außerdem ist die neue Pflanze von kräftigem Bau sowie ausdauernd, und bietet beim Pflücken der Baumwolle erhebliche Vortheile den jetzt in der Kultur im mm m e w oennonazen nanzen gegenuver. Die Versuche wurden nicht im besten Boden unternommen, sondern solckem. . . .. "n man sur oie Vaummou.uuur als arm betrachtet, doch war der Erfolg gleichwohl an überraschender, und wurde die Ueberlegenhelt der neuen Art der alten gegenüber im vollen Maße demovstrirt. Wahrend man lttrttnf5A im fiii."Tf Ctitsn &. '-""v'lVDtl Lim k-.i y,.. ade ant ßr Ii ' -" j -zeugung eineS fünfhundert Pfunde schweren BaumwollballenS bedarf, läßt sich von der neuen Sorte mehr als dreiul sa viel auf demselben Terrain er-. TN ; . ". urii.i.üii.r.. nazidCn. ajic ouPcuaingtcK cicicr cc lichte scheint außer Zweifel zu stehen. Nun kommt aber schon die Nachricht, daß ob dieser neuen Entdeckung der Schrecken unter die Cottoa-Pflanzer iytuynn -mn uiuu iu ctinnctn ha& i" P vor einigen Jahren kom gefahren ist. Man wird sich erinnern, I t.t-i-. r..n k'f i . c vinirien, um lyziemaniaz oen Znoau von Baumwolle zu reduziren, weil der Preis die Produktionskosten nicht deckte. BiS zu einem gewissen Grade waren ihre Bestrebungen auch erfolgreich, außerdem hat der wirthschaftliche Aufschwung" in Suropa einen "ßeren Bedarf von Baumwolle zur Folge gehabt. Aber wenn nun die neue Cotton-Pflanze dreimal soviel Ertrag gewährt als die alte; waS dann? Vor dieser Frage stehen die Baumwoll Pflanzer verzweifelt. Und richtig, sie versuchen, waS reaktionäre Elemente unter solchen Umständen immer thun, sie wollen den Anbau der neuen Sorte um jeden Preis verhindern. Daß sie den Inhaber der neuen Pflanze nicht nach landesüblicher. Manier gelyncht haben, ist ein anderes halbe? Wunder, Aber auSkau en wollen sie ihn. Er soll die Pflanze herausgeben, damit sie vertilgt werde." Vorstehende Mittheilung bietet sür den Einsichtsvollen gar nichts Ueber raschendeS. Zdm ist sie vur einweiterer Beweis für die Verkehrtheit, dir möchten sagen, Verrücktheit unserer wirthschaftlichen Zustände. Ob daS Neue nühlich ist oder nicht wird heutzutage bloß vom kapitalisti scher Standpunkt entschieden. Der
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allgemein-menschliche Standpunkt gilt nicht. Je mehr die Natur von einer Sache erzeugt, je freigebiger die Natur ist, ItU besser sollte man glauben, sei e sür die Menschheit. Der apitaliimuS aber ist anderer Meinung, denn eS ist dann nichts mehr daran zu verdienen. Der Kapitalismus verbrennt Srnten, versenkt die Gaben der Natur in Meer, beschränkt den Anbau von Naturprodukten, bloß um mehr Profit zu münzen. Der Kapitalismus als soziales Institut hat seine Mission erfüllt, waS er nützen konnte, hat er genüht, heute ist er nur noch kulturfeindlich. MMlGiHlen. Inland. Wetterbericht. EtvaS wärmeres, schönes Wetter, heute Nacht und Mittwoch. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 2 Grad, niedrig 41 Grad. Ochisscl'ö Badeanstalt Wassertemperatur 82 Grad. Da gelbe Fieber New Orleans, 20. Sept. Heute Morgen wurden weder neue Erkrankungen, noch Todesfälle in Folge von gelbem ftieber gemeldet Die Temperatur ist erheblich gesunken, und wenn die? auch den Erkrankten n'.cht zugute kommt, so glaubt man doch, 'daß die Verbreitung der Krankheit dadurch erchwert wird. Edwards, Miss, 20. Sept. Seit dem letzten Bericht sind wieder 3 neue Erkrankungen angemeldet, welche die Gesammtzahl dir Patienten auf 64 onngen. Springfiel d, JllS , 20. Sept. Dr. Egan, Sekretär deS StaatS-Ge-undheitörathS, welchem die Inspektion der Fälle von gelbem Fieber in Cairo, Jllö., übertragen ist, berichtet, daß er eine allgemeine Quarantäne gegen Louisiana, Alabama und Mississippi verhängt bat, so daß niemand die nach Norden gehenden Züge verlassen darf. (5r behauptet, daß Cairo durch den Zudrang von Flüchtlingen auS dem Süden gefährdet ist. Washingto,?, 20 Sept. Dem Postdepartement ist auö Mississippi die klttheilung gemacht worden, daß der Staats-Gesundheitsrath die Absendung von Postsachen auö den infizirten Distrikten deö Staates und ihre Beförderung an den Bestimmungsort gänzlich untersagt hat. New Orleans, 20. Septbr. Außer den neun Fällen in der Praxis deö Dr. Ios'ph Holt wurden heute noch neun andere verdächtige Fälle angemeldet, so daß die Gesammtzahl die noch nicht dagewesene Höhe von 18 erreicht. In Bilozi ist heute Nachmittag Frl. May Chinn am gelben Fieber gekorben. Washington, D. C., 20.Sipt. In seinem letzten Wochenbericht an daS Marinehospital sagt der amerikanische Sanitätsinspektor Cominero in Santiago de Cuba: daS gelbe gieber nimmt langsam zu, und die Fälle, welche jetzt behandelt werden, nehmen allgemein eine bösartige Form an und enden mit dem Tode. Wassersucht in Folge von Blutarmuth ist jetzt eine sehr verbreitete Krankheit, da die Nahrungsmittel knapp sind und sehr hoch im Preise stehen, so daß sie über die Mittel der ärmeren Klassen gehen. Ueber 2000 Menschen genießen die Mahlzeiten für ö Cents, welche die Volksküchen lie fern und die Bettler auf den Straßen find nicht zu zahlen. VerhaftSbe fehle gegen Sheriff Martin und seine Schergen. Wilkeibarre, Pa., 20. Sept. DaS Gericht erließ heute VerhaftSbe fehle gegen den Sheriff Martin und seine DeputieS. Die Angaben, aus deren Grund die VerhaftSbefehle aus gestellt waren, wurden vom County Detektiv Eckert gemacht. Die Beschul digten werden morgen Nachmittag im Gerichte zu erscheinen haben. Der VerhastSbefehl wurde heute Nachmittag dem Sheriff Martin der, lesen. Er machte keinerlei Bemerkun, gen. SS werden mindestens 20 de DeputieS morgen Nachmittag im Ge richtsfaale erwartet. ES wird gleich, ! zeitig befürchtet, daß diele der Vepu-
Indianapolis, Zndiana Dienstag, den 21 September 1897.
tieS, besonder diejenigen, welche die Mittel dazu haben, den Staat verlassen werden. Der Streik bei Hazelton, Va. Hazelton, Pa., 20. Sept. Heute Morgen sollte in PardeeS Gruben bei Latimer der Betrieb aufgenommen werden, aber von 1.300 Arbeitern fanden sich nur etwa 500, meistens 3taliener, ein, Die Ungarn zogen Nachts durch die Ansiedelung und machten mit Blechbüchschen und Kesseln einen MordSscandal, wodurch denStammeögenossen die Weisung ertheilt wurde, nicht zur Arbeit zu gehen. Die Weisung wurde befolgt und am Morgen sammelte sich eine Bande von Ungarn unter Führung von Frauen, welche sich zum Marsch rüsteten. Der erwartete Zug nach Latimer setzte sich um 10 Uhr Morgens in Bewegung, und etwa 150 italienische Weiber mit Knüppeln und Steinen bewaffnet, welche in drei Compagnien getheilt waren, betheiligten sich daran. Die Truppen wurden jedoch rechtzeitig durch die Wachen benachricktigt und dm Compag nie deö 13. Regiments unter Major Whitney eilken den Amazonen nach. welche jedoch schon beim MaschinenauS Aufstellung genommen hatten, ehe die Truppen eintrafen. Die Wurfgeschosse flogen durch die Luft und da die Frauen sich um den Befehl zum Rückzug nicht kümmerten, mußten die Soldaten Schulter an Schulter vorrücken und die Menge zurückdrängen, bis sie sich zerstreute. Sin ähnlicher Angriff auf den Laden der Gesellschaft mußte in gleicher Weise bekämpft werden. Ein Ungar, NamenS John Thomaso, welcher einer der Amazonm eine schwere Eisenstange reichte, mit der Aufforderung, sie alö Waffe zu brauchen, wurde verhaftet. im Die Lyncherei in Versail les , Ind. Versailles. Ind.. 20. Sept. Die Grandjury begann heute die ErHebungen bezüglich der fünffachen Lyncherei und vernahm 30 Zeugen. Etliche Beamte sollen bestätigt haben, daß sehr gute Fortschritte zur Feststellung der Mitglieder deS Mobs gemacht worden find, zu deren Verfolgung Richter New und seine AmtSollegen fest entschlossen sind, wie Gourerneur Zvcounk tu aucy angewiesen hat, nichts unversucht zu lassen, um der Lache auf den Grund zu kommen. Squire Laöwell hat heute seinen Schlußbericht alö Coroner dem Klageanwalt Galvin eingereicht, welcher bekanntlich bezüglich der Mörder nichts ermittelt hat. Heute gegen Abend gingen 4 HilfSskeriffS mit verschiedenen Vorladungen nach OSgood. Peter HoSetter war den ganzen Tag hier und begab sich gegen Abend nach OSgood. wo er bis 9 Uhr verweilte. ES begleiteten ihn zwei HülfSsherissS. Er sagt, er gehöre nach'Ripley County und gedenke auch dort zu bleiben. Ausland. Politisches und UnpolitischeS auS Deutschland. Berlin, 20. Sept. Gestern ist Kaiser Wilhelm II. von Deutschland an der Seite seines Dreibund-Alliir-ten, Kaiser u. König Franz Joseph, in die Haupt- und Residenzstadt deS KSnigreichS Ungarn eingezogen. Die gesammte deutsche Presse widmet dem Ereignisse lange Besprechungen und begrüßt eS als ein neues Friedenssymptom in begeisterter Weise. Dazu wird darauf hingewiesen, daß die ungarische Hauptstadt zum ersten Male den Herrscher eineS großen Reiches in ihren Mauern begrüßt, während dies bisher ein Privilegium Wiens gewesen ist. Die Vosfische Zeitung" hofft von dem Besuche Kaiser Wilhelms in Ungara einen günstigen Rückschlag auch auf die innere Politik in Deutschland. Sie hofft, aus den Kaiser werde die Wahrnehmung einen tiefen Eindruck machen, daß Franz Zeseph in Ungarn deshalb der populärste Mann sei, weil er im Einklang mit den Wünschen deS Volkes regiert. Für die Bedeutung deS Dreibundes ist der Besuch deS KarserS in Ungarn unter allen Umständen von großer Wichtigkeit. Die Familie Hußmann in Essen hält noch immer an der Srzherzog-Jdee fest. Oi ist nie aller vefiimmtheit
der Ueberzeugung, daß Maria Huß-
mann sich mit dem echten Erzherzog Franz Ferdinand von Oesterreich-Este verheirathet hat. Sie weigert sich, die in ihrem Besitze befindlichen Portraits deS Erzherzogs und auch Bilder von Maria zur Publikation heraus zu geben. Sie fürchtet, dadurch könnte der Aufenthalt deS jungen PaareS ermittelt und die persönliche Sicherheit Maria'S gefährdet werden. Lwifchen der katholischen und evangelischen Geistlichkeit in Mainz ist ein unerquicklicher Streit auSgebrochen. DaS dortige evangelische Oberconfistorium hatte eine Kundgebung gegen daS päpstliche Rundschreiben wegen deS CanifiuS ergehen lassen. Daraus replieirt nun Bischof Hassaer in äußerst scharfer Weise. In seinem Rundschreiben heißt eS: Luther widersprach sich selbst. Er platzte förmlich vor Hochmuth. Er säete Zwietracht und trug die Hauptschuld an dem brudermörderischen dreißigjährigen Krieg." In Straßburg im Elsaß hat ein Erdbeben stattgesunden. Die Erschütterung währte mehrere Secunden und angsterfüllt eilten die Bewohner auö ihren Haufern. Von der Stärke der seismischen Erschütterung spricht der an dem Gebäude der Landes. Ver-stcherungs-Anstolt angerichtete Schaden. Daö Gebäude zeigt klaffende Risse. Im Deutschen Theater ist gestern Abend Max Halbe'S, deS Schöpfers der Jugend," neuestes Schauspiel Mutter Erde" zur Aufführung gelangt. Die Auffübrung gestaltete sich zu einem großen Erfolge für den Dichter. Nachricht von Andre e. Eopenhagen, 20. Sept. Eine von Hammerfest, der nördlichsten Stadt Europas hier eingelaufene Depesche meldet, daß der Walsischsänger Falke" die dritte Brieftaube vom Professor Andrer, der am 11. Juli von der 3nsel Tromsoe in einem Luftballon aufstieg, um die Polarregionen zu kreuzen, dorthin brachte. Die mit dem Falken eingetroffene Botschaft lautet : 15. Juli, 12:30 Nachmittags; 82 2 nordliche Breite, 12.6 östliche Länge. Gute Reise ostwärts. Alles wohl' New Sork, 20. Sept. Evelyn B. Baldwin, der Meteorologe der Peary NordpoleLpedition von 1893 1894, wurde heute von einem Repräsentanten der Associated Preß bezüglich der neuesten Taubendcpesche deö ProfessorS Andrer interviewt. Mr. Baldwin sagte: Die Botschaft deutet an, daß Andree in Sicherheit die 160 Meilen deö offenen WasserS, daS sich von der Nordkäste von Spitzbergen bis zum Anfang des Packeises erstreckt, kreuzte. ES ist augenscheinlich, daß diejenigen Lustsch,sser, welche erklärten, daß daS GaS in dem Ballon niemals der Temperatur deS PackelseS wiederstehen werde sich irrten. - Wenn die große Kälte daS GaS in irgend einer empsindsamen Weise hätte ändern können, dann hätte daS geschehen müssen, bevor Andree diese letzte Botschaft schrieb. und wenn daS der Fall gewesen wäre, dann würde Ar. dree nicht geschrieben haben : Alleö wohl." ES ist bezeichnend, daß Andree oftwärt segelte. ES ist diese die Rlchtung, nach der er zu gehen beabsichtigte." Ml Der Kais erbesuch in Ungarn. Budapest, 20. Sept. Kaiser Wilhelm traf heute Morgen um 10 Uhr hier ein und wurde von Kaiser Franz Joseph, den Ministern deö Ka blnetS und den Civil- und Militärbe hörden willkommen geheißen. DaS Herannahen deS kaiserlichen ZugeS wurde mit einem Salut von 21 Kano nenschüssen angekündigt und als der selbe in den Bahnhos einfuhr, jubelten alle Anwesenden Sr. Majestät zu. Die Kapelle spielte Heil Dir Kaiser." Die beiden Kaiser küßten sich zwei mal. Bei dir Abfahrt mischte sich der Ruf Tljen" mit dem Donner der Ka nonen und dem Spiele der Musik kapellen, ' 2 o n d o n, 20. Sept. Der Wiener Correspondent der Times" sagt: Dr. Adler, der Führer der öfterreichischen Sozialisten, und Herr Per nerstorser, ehemaliges sozialistisches Mitglied des Reichstages, die sich au dem Wege zu einem ungarischen Sozialistencongresse nach Budapest be
fanden, wurden von der Polizei auf- j gehalten und nach Wien zurückgesandt. Die Affaire erregte unter den ungari-! schen Sozialisten, die gestern in BubaPest eine Sitzung abhielten, großen!
Unwillen. Land on, 21. Sept. Eine Depesche' der Daily Mail" von Wien sagt : Es wird berichtet, daß in dem Augenblicke, als Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Joseph den Bahnhof von Budapest verließen, eine starke DetoNation gehört wurde, der eine kicke Staub- und Rauchwolke folgte. Die Menschenmenge erschreckte, durchbrach den Militärcordon und umschwärmte die kaiserliche Kutsche. Kaiser Franz Joseph wurde sehr erregt und rief der Polizei zu, da Volk zurück zuhalten. ES werden mehrere Verhaftungen berichtet ; da aber die Beamten daS größte Stillschweige über die Affaire beobachten, ist eö chwierig, Einzelheiten darüber zu erahren. DaS Neue Wiener Journal," welches Depeschen über daS Ereigniß veröffentlichte, wurde heute Abend konfiSzirt." e)isiö, Nachrichten. Southampton. 20. Septbr. Der neue Doppelschrauben-Dampfer deö Nordd. Lloyds Kaiser Wilhelm der Große" ist hier von Bremen angekommen. Er erzielte eine durchschnittiche Geschwindigkeit von 20,7 Knoten mit 68 Umdrehungen der Maschine per Minute. Er hatte 766 .Passagiere an Bord. AIS erste ffahrt ist' die die chaellste die je gemacht wurde. Angekommen in : Q u e e n ö t o w n : Catalonia" von Boston. Glasgow: City of Rome" von New Bork. New I o r k : Southwark" von Antwerpen. Gibraltar: EmS" von New Sork. allerlei. Sehr 'zur Vefriedäuna der Klägerin, aber zum Nachtbeile seineö eigenen Geldbeutels entschiedRichter Hedges im Jefserson . Market Polizeigericht zu New York einen heiklen Fall. Frau Agnes Q'Keefe von No. 447 West 39. Str. und Frau Ellen (öllroy von No. 550 Elfte Ave. hatten beim Fleischer Acker, No. 522 Zehnte Ave., ihren Sonntagsbraten geholt. Beide hatten 55 gewechselt. Frau Q'. eese gmg zuerst fort, und derFlelscher gab Frau Gilroy eine auf dem Tisch liegende $5 Note mit Kleingeld zurück. Bald darauf kam Frau Q'Keefe wieder und sagte, sie habe ihre $5 liegen lassen. Beide Frauen behaupteten,daZ Geld sei daö Ihre, und Frau Q'Keefe ließ Frau Gilroy im Jefserson-Market Polizeigericht vorführen Richter Hed. ges konnte nicht entscheiden, wem daö eld geHort, UtU es Frau Gilroy behalten und gab Frau Q'Keefe eine $5 Note aus semer eigenen Tasche. Beide glnaen vann befriedigt ab. 2) e r I a g d h ü t e r des Herrn de Lagqer, der pensionirte Gendarm Marfaing, hat in der Gemeinde Castres emen Fischer, Namens Casse. durch einen Revolverschuß getödtet. Casse und ein gewisser Marius Mailhe angelten in Agout in einem Kahne. Gegen sechs Uhr Abends machten sie sich auf den Heimweg und steuerten dem Ufer zu. Da machte Mailhe seinem Kameraden Vorwürfe darüber, daß er nicht schnell genug rudere, und nannte ihn einen Faulpelz, einen Müßiggänger. Marfaing, der am Ufer hinter einem Gebüsch versteckt lag, richtete sich Plötzlich auf und fragte, ob die Schimpfworte auf ihn abgezielt gewesen seien. Man tauschte einige Beleidigungen auö und als die beiden Fischer an'S Land stiegen, trat ihnen Marfaing mit borgestrecktem Revolver entgegen und feuerte, ohne ein Wort zu sprechen, einen Schuß auf Mailhe ab, der aber fehlging. Nun wandte Marsaing die Waffe gegen Easse und schoß diesem eine Kugel m den Hals. Casse taumelte einige Schritte und brach dann blutüberströmt zusammen. Mailhe eilte seinem Freunde zu Hilfe, allein dieser gab bald darauf den Geist auf. ES bedürfte der größten Anstren aungen der Gendarmerie, um den Mörder vor der Volkswuth zu schützen. Die ausfallendsten Heilungen von Scrofeln, die man kennt, sind mittelst Hood'S Sarsaparilla erzielt. DieseS Mittel sucht seine Glei. chen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur Hoo d S. S o o d'S Villen sind mit der Hand gemacht und völlig gleich anLrößß und Cerna. 2ö.
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