Indiana Tribüne, Volume 20, Number 341, Indianapolis, Marion County, 28 August 1897 — Page 1

c 0 l w AC f rN AA r o kS AA V f$ II. I A I I l iv w vv y W V Ky V Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, Zndiano, Samstag, den 28. August 189? Jahrgang 20 No. 34 s

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Editorielles.

Wir sind überzeugt, daß derschiedene der Herren, welche sich dazu derleiten ließen an dem unzeitgemäßen Angriff aus Herrn Albert Lieber sich au betbeiliaen. sich dessen schon heute schämen und zum mindesten bedauern, nicht gewartet zu haben, biS Herr Lieber sich vertheidigen konnte. Dak kann gar nicht anderö sein, wenn sie überlegen, vaS sie selber von Jemand denken würden, der wahrend threr Abwesenbeit die Aussagen eine? gemeinen käuflichen und unter allen Umständen unglaubwürdigen Spitzels gegen sie veröffentlichen würde. WSreerr Luber hier, so wurden wir kein Wort über die Sache derlieren und eö ihm selber überlassen, kick ,u vertheidigen. So aber zwingt uns unser GerechtigkeitSgesühl,. mit unserer Ansicht nicht zurückzuhalten. Stadtclerk Stuckmeher ist im Augenblick mit einer Zusammenfiellung der Verurtheilungen von Wirthen im Polizeigerichte beschädigt. Er ist mit der Arbeit noch nicht fertig, so weit aber hat sich, wie er uvö mittheilt, heraukgeftellt, daß die Zahl der veruitheilten Wirthe, welche Bier der Indianapolis Brewing Co. auöschänken, bei-Weitem die Zzhl derjenigen überwiegt, welche andere? Bier verschanken. Damit fällt die Behaup tung der Gegner Lieber?, daß zwischen ihm und den B.hörden ein lZinver. ftändniß zur speziellen Verfolgung der Wirthe bestand, welche sein Bier nicht kaufen, in sich zusammen. Eine weitere Widerlegung in diesem Punkte ist" also nicht nöthig. WaS die Spitzelei betrifft, so ist selbstverständlich eine Vertheidigung nur durch Herrn Lieber selbst möglich. Derselbe aber befindet sich zur Zeit in Suropa und hat natürlich noch keine Ahnung von den Vorgängen dieser Tage. WaS Ehrenrühriges gegen ihn gesagt wird, rührt von einem gemeinen Spihel her. Spitzel sind Leute, welche jeder Lüge und Gemeinheit sähig sind und die sich Jedem verkaufen, der sich ihrer als Werkzeug zu bedienen WillenS ist und welche für Geld jedeS ver langte schmutzige Geschäft verrichten. Den Aussagen solcher Leute schenkt kein Richter Glauben, wenn nicht noch sonst ge vollgiltige Beweise vorhanden sind. Jeder anständige, gerecht denkende Mensch wird unter solchen Umstanden , mit seinem Urtheile zurückhalten, biS der Angegriffene Gelegenheit gehabt hat, selbst zu sprechen. DaS wird ein anständiger, gerecht denkender Mensch selbst dann thun, wenn der Angreifer glaubwürdig und guten Rufes ist, wie viel mehr also, wenn die Aussagen von einem erbärmlichen, käuflichen Spitzel herrühren. Daö Publikum wird also vorläufig wohl die gehässigen Angriffe und Schimpfereien, seien eS eigene Artikel oder selbftfabrizirte Einsendungen, dem ZeitungSblatte überlassen, daS an solcher Weise Gefallen findet. Der Krieg, welchen die Opposition gegen die Indianapolis Brewing Co. vorgestern begonnen hat, wird den Republikanern Gelegenheit g;ben, sich gewaltig inS Fäustchen zu lachen. Zu ungelegenerer Zeit hätte derselbe gar nicht begonnen werden- können. Borausieyeno, oap aue die jenigen, welche den Krieg begonnen haben, einen Sieg der Demokraten bei der Stadtwahl wünschen, wenn sie auch nicht alle Demokraten find, fragen wir : wa8 ist in dieser Richtung durch Beginn des Kriege? gerade kurz vor der Wahl gewonnen worden ? Die Herren mögen e? für opportun gehal ten haben, gerade jetzt Herrn Taggart gewisse Zugeständnisse abzuzwingen, daS kann aber doch nur durch die Drohung oder die Andeutung der Möglichkeit geschehen, daß sie ihn in der kommenden Wahl nicht unterstützen, eine Sache, welche direkt den Republi kanern zugute käme. Für die Erlangung solcher Zuge üändnisse wäre der richtige Zeitpunkt vor der Nominativ Taggartö und nicht vor der Wahl gewesen. Wenn die Angelegenheit in die Politik getragen werden sollte, dann muhte haß in einer Weise geschehen, daß nicht der Erfolg .der demokratischen Partei, sondern der Erfolg Tag g a r t ö in Fragte gestellt wurde und daö konnte nur v o ? seiner Rom in a t i o n geschehen. Iet ist Tfiggart

nominirt, er ist der Kandidat der demokratischen Partei. Man kann nichts gegen ihn unternehmen, ohne zugleich die Partei zu schädigen Und dafür ist große Gefahr vorhanden. Wir glauben

zwar nicht, bah die Herren ihre eigenen Interessen so schädigen werden, daß fi für einen republikanischen Mayor stimmen, aber der Eindruck, den der ganze Vorgang aus den unbeteiligten Zuschauer macht, ist kein angenehmer und man wird nicht behaupten können daß für irgend Jemand, der einiger. maßen gleichgiltig den beiden Parteien gegenüber steht, dieser Vorgang speziell Veranlassung bietet, demokratisch zu stimmen. DaS große Publikum, daS den geschaftlichen Interessen der Brauer und der Brauerei-Agenturen ziemlich ferne steht, welches daS Bier trinken will, daS ihm schmeckt und wenn eö ihm schmeckt, einerlei woher eö kommt, kann so weit eS sich um Demokraten handelt bei diesem Streit so kurz vor der Wahl höchstens befürchten, daß die Demokraten dacurch geschädigt werden. Denn, wie gesagt, dieser indirekte Angriff auf Taggart und seine Polizei kann einen zur Partei heranziehen, sondern höchstens Jemand abstoßen. D .ß die Veröffentlichung solch ehrenrühriger Anschuldigungen auch noch auS einem anderen Grunde unzeitgemäß war, nämlich deshalb, weil für Herrn Lieber keine unmittelbare Möglichkeit der Vertheidigung vorhanden ist, haben wir bereits vorgestern erwähnt. Wir tadeln zur Zeit nicht das Vorgehen der Opponenten der IndianapoliS Brewing Co. an sich, denn w'r können, so lange wir nicht auch die andere Seite gehört, nicht beurtheilen. ob sie im Rechte oder Unrechte sind, wir tadeln einstweilen bloß da? Unzeitgemäße daran. Da eö klar ist, daß der Vorgang der Kandidatur deö Herrn Taggart gar nichts nützen, wohl aber viel schaden kann, so liegt doch wohl die Frage nahe, ob vielleicht nicht hinter der Sache Jemand steckte, der der Indianapolis Brewing Co. und zugleich Herrn Taggart schaden wollte. Wenn sich nun z. B. 3emand fände, der ein Konkurrent der Indianapolis Co. ist, der mit der 3ndianapolis Brewing Co auf nicht sehr reundschastlich?m Fuße steht, wenn dieser Jemand ein Gegner deS Herrn Taggart ist und selber ein Gelüste nach dem Posten deS MayorS im Busen rüg, welche? Gelüste unbefriedigt blieb, so ließe sich doch wohl vermuhen, daß die Wahl deö unpassenden Zeitpunkte vielfach dem Einfluß.dieeS ZemandS zuzuschreiben ist. Ob ein solcher Jemand vorhanden ist, daS überlassen wir Anderen zur Beurtheilung. Vielleicht findet er sich, wenn man nach ihm sucht. Wir vermuthen, daß die meisten der Betheiligten schon heute ihren IrrHUm einsehen und bedauern, daß sie sich zu einer so unzeitgemäßen Handlung verleiten ließen. Diiil)lii(i(1)iiri)lni. Inland. Wetterbericht Schönes Wetter heute und morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letz ten 24 Stunden 85 Grad, niedrigöe 59 Grad. Ochlssel'S Dadeanstalt Wcsser temperatur 82 Grad. ' Der Enthusiasmus für Freisilber laßt in New I o r k nach, N e w S o r k, 27. Aug. Der Vorfitzende deö demokratischen Staats KomiteS. Slliott Dansorth, soll in einem Interview gesagt haben, daß daS jüngste Sinken deö Silberpreises und gleichzeitige Steigen deö Weizen preise den Enthusiasmus der Silberleute in der Stadt und dem Staate New Aork etwas gedämpft bat. Er sagte, die meisten demokratischen County - Conventionen würden zwar wahrscheinlich die Chicagoer Platform indossiern, aber auq die demokratischen Führer auf dem gayde sghen ein. daß eö besser sein würde, die Wahl-Cam-pagne lediglich auf Fragende? Otaatöund Lokal Politik zu führen und die Silberfrage im Hintergrund zu lassen. Ich habe, schloß er, vor Kurzem eine Leise durch den Staat gemalt

und gefunden, daß Viele, die früher am lautesten sü die Zndossirung der Chlcagoer Platform waren, mehr für BryaniSmuS, wenn ich eS so ausdrücken dzrs, sind, als für greisilber. In an-

deren Worten, sie haben Bryan und,, was er im allgemeinen vertritt, gern ihnen liegt aber nicht besonders viel an der Sache deS FreifilberS." -- A u ö den Goldregionen. Port Townsend, Wash. 27. August. Der Schooner I. M. Cole man", welcher am 28. Juli St. Mi chael an der Mündung deö Lukon verließ, wurde letzte Nacht von dem Boote der Ass. Presse angesprochen. Er hat vier Passagier an Bord, welche von Klondyke kommen und welche Dawson Citn am 17. Juli verlieben Sie alle sprechen von dem großen Goldreichthum, sagen aber, daß dieses Frühjahr nur sehr wenige Claimö abgesteckt worden seien. Zuneau, Alaska, via Seattle, 21. Aug. Nach vom Norden hier eingetroffenen Berichten steht -eS um die L.ute, welche sich ihren Weg in den Sukon Distrikt bahnen schlecht. Versuche den White Paß" zu durchkreuzen sind erfolglos gewesen und haben aufgegeben werden müssen. Es lagern dort j,tzt zwischen 4000 biö 5000 Leute, welche daselbst überwintern Dieselben müssen entweder dort biö zum Frühling bleiben oder nach Dyea oder Zuneau zurückkehren. Viele haden bereits mit großem Verlust ihre Ausrüstung verkauft und sind auf. dem Heimwege. Diejenigen, welche den Weg über Dyea und Chilcoot Paß genommen haben, werden den Klondhke Distrikt wahrscheinlich erreichen Hier, vom 24. Juli datirte, eingetroffene Nachrichten besagen, daß viel Gold gesunden worden ist, auch daß .in der Nähe deS Stewart Flusse? allerdings nicht ganz so reiche Goldlager entdeckt worden sind. Preise für LebenSmittel sind nach wie vor sehr hoch. Mehl kostet 60 per Sack im Gewichte von 50 Pfund und für alles andere, zum Lebensunterhalt Nothwendige werden gleich hohe Preise berechnet. ES ist sehr schwer im Sukon Distrikt Anstellung zu finden und eS ist Niemanden zu rathen, sich jetzt dahin zu begeben, wenn er nicht Geld genug hat, biS zum Frühjahr zu leben. Seattle, Wash , 27. Aug. Auf dem Schooner Fred. Sander trafen hier heute 3os. Löwe, Mayor von Circle City und zwei Andere auö Alaska ein. Sie brachten Goldstaub im Werthe von tzl5,000 mit sich. Der Mayor berichtete, daß in St. Michaels 2500 Tonnen Fracht auf Berschiffurg warteten. Seiner Meinung nach wird eS kaum 25 Prozent der sich auf dem Flußwege auf der Reife nach Dawson Befindenden gelingen, den Platz zu erreichen. SS würde den Schiffen in allernächster Zeit unmöglich sein zu fahren, im letzten Jahre sei, derselbe über acht Monate zugefroren gewesen. Ausland. Der Ausstand in Indien. Peshawur, 27. Aug. 'Fort Lundi Kotal am äußersten Ende deö Khyber PasseS, in dem 300 Mann Khyber RifleS als Garnison lagen, .ist am Dienstag von den Afridi? angegriffen und verbrannt worden. Somit ist der berühmte Khyber Paß, der von Afghanistan nach Indien führt, vollständig in den Händen der Aufständischen. L on d o n, 26. Aug Der GeneralGouverneur von Indien, Carl Elgin, hat in einer Dpesche an die Regierung die Nachricht von dem Fall deö Fortö Lundi Kotal bestätigt und hinzugefügt, daß ein eingeborener Offizier getödtet und einer verwundet worden ist. ger ner meldet der General-Gouverneur, daß fast die ganze Garnison vom gort Ali MuSjid in Samrud eingetroffen ist. ES gelang den Soldaten, fich mit ihren Waffen zurückzuziehen. Die obige Depesche hat eine Erleichterung verursacht, denn sie widerlegt die Meldung von der SZiedfrmetzelung der Garnison v?n Ali MuSjid und .tt hati Me (Äslrntfnn h- :-Vx - ', ..t iUllVI Kotal nicht stark gelitten hat. Eine Depesche auS Bombay meldet, daß unter den Mannschaften deS Northampshire Regiments die Cholera aukgebrochen ist. Die einzigen näheren Nachrichten, die an über den Fall deS FortS Lundi

Kotal erhalten hat, gehen dahin, daH der Platz sich 24 Stunden lang gehalten hat, biS die Angreifer in daS Fort drangen. Die Fe,nde sollen sich jetzt zerstreuen, aber beabsichtigen, sich am

15 September wieder zu versammeln. Die britischen Behörden sind sehr befriedigt von der Thatfache, daß alle Urlauber von dem 40. Regiment, daS auö Mohmandaö, SwatiS und Bone ralS besteht, fich wieder zur Fahne ge stellt haben, obgleich ihre StammeSgenossen revoltiren. Außerdem sollen fich viele Reservisten wieder zum Dienst gemeldet haben. Sonst find die Nachrichten über die Bewegungen der Feinde sehr mager. Eö wird häufig behauptet, daß Mt Negierung einen zweiten Warnung? brief an den Emir von Afghanistan gerichtet hat. Französisch - russische Allianz Paris, 27. Aug. Die Morgenblätter der Stadt schwammen förmlich in Entzücken über den Umstand, daß in den Toasten, die gestern von Zar und Präsident Faure an Bord de? französischen Kreuzer? Pathuan" au?gebracht wurden, daö Wort Allianz" zur Anwendung kam Ihrer Annahme nach wurde dadurch offen bestätigt, daß eine bestimmte Uebereinkunft faktisch zwischen Frankreich und Rußland existirt. und daß dieö Einveiständniß augenscheinlich die Form einer Allianz zum Erhalten deS europäischen FriedenS hat Andererseits find einige französische Blatter, darunter z B. der Rappel" geneigt, anzunehmen, daß die Allianz nichts weniger bedeute, als die Unterstützung Rußlands, wenn Frankreich versucht,-Elsaß-Lothringen wieder z j erwerben, resp, es Deutsch. land x entreißen. Der ..Ravvel" fantasirt darübrr : Die Stunde der Rache wird bald schlagen. Elsaß und Lolhringen werden wieder französisch werden, und der große Friede, von dem an Bord deS Pathuan gesprochen wurde, wird aus den zerstreuten Trümmern der aus roher Gewalt gegründeten Mächte aufgebaut werden " Le Radikal dagegen meint: Wir träumten eine Allianz der Rache, und jetz. haben'wir eine Allianz deö FriedenS. Wir müssen unseren patriotischen Hoffnungen Valet sagen." London, 28 Aug. DerCorrespondent der Timeö in Pari erklärt, eö sei ein dlsinitiver Vertrag wirklich auf Deck deö französischen Kreuzers Pathuan unterzeichnet worden. ES wird gesagt, daß die bei dem Banquet an Bcrd deS Kreuzers ausgebrachten Toaste in der Konferenz vom Mittwoch aufgefitzt wurden, sodaß Herr Hano. tavx im Stande war, seine Ursprungliche Absicht noch einige Tage nach Präsident Faureö Abreise in Rußland zu bleiben, aufzugeben. Der Zar schenkte Herrn Faure zwei Meisterwerke russischer Kunst, eine Byzantinische Vase' auS grünem Agat und ein Schreibtisch - Ornament auS rothem Agat. beide in Gold gefaßt. Der Zarewitsch, die Großsürstin Xtnxa und die Großfürsten N:co!auS und Alerander telegraphirten dem Präsidenten ihre Grüße von AbbaS Tumon. Paris, 27. Aug. E? ist nichts darüber bekannt, wann die Bedinggen der französisch-russischen Allianz bekannt gemacht werden sollen, aber gerüchtweise verlautet, daß dieS einstweilen noch nicht geschehen wird. - Die deutsche Presse verbirgt schlecht ihre Ueberraschung und ihren Aerger über den Abschluß des Vertrages, unter angenommener Gleichgültigkeit, und mit der Behauptung, eS mache keinen Unterschied, da der Zar keine franzöfischen Racheakte gegen Deutschland gutheißen werde. Auch die Österreich:sche Presse versucht die Bedeutung. deS Vertrage zu erklären. Der Pester Lloyd erklärt, eS sei eine Tandem Bicycle"-Allianz. in der Rußland in den Weg deS Friedens steutre." Die Opinione" von Rom will nicht glauben, daß irgend eine Wendung in dem europäischen Statuö Quo stattgefunden, wenn nicht die veröffentlichten Bedingungen der Alljan; tu Veränderung beweis,. A u ö Uru g u ay. Montevideo, 27. Aug. Die Revolutionäre haben erklärt, daß die Ermordung deö Präsidenten Borda keinen Einfluß uf ihre Zukunft haben wrrde. Der Krieg wird fortgesetzt werden. Sie sagen, die gegenwärtige

Situation verspreche keinen Frieden und wenn, was wahrscheinlich ist, Dr Zulio Herenay Obes zum Präsidenten erwählt wird, dann find die Aussichten auf Beendigung deö Krieges sehr schlecht. Er wird von den BlancoS,

der revolutionären Partei, als ihr Todtfeind betrachtet. Arredondo, der Mörder deS Präsidenten Borda, bleibt dabei, daß er keine Mitschuldigen habe, doch will er Borda ermordet haben, um das Land vor seiner schlechten Regierung zu retten. Der Umstand, daß er und alle seine Verwandten zu den Colorados, der Partei deS Präsidenten Borda gehören, scheint zu beweisen, daß die Revolutionäre nichts mit der Ermordung zu thun hatten. Der Congreß wird sofort zusammentreten, um die Situation in Betracht zu ziehen. Inzwischen thut der provisorische Präsident, Senor CuestaS, Schritte zum Bilden eines neuen Cabinets. Dr. Francisco Banco ist zum Minister des Inneren ernannt worden. Alle höheren Armee - Commandeure kommen nach Montevideo, um mit der neuen Administration über die gegen die Rebellen zu befolgende Politik zu conserlren und in der Zwischenzeit zeigen die Nachrichten auö dem Felde keine Abnahme der Kämpfe. General Floroö hat ein Manifest erlassen, in dem er zu vollkommener Einigkeit der Colorado? gegen die Rebellen auffordert. Wer von Beiden hat Recht? Madrid. 27. August." ' General Aycarraga, der spanische Premier, erklärte gestern Abend in der KabinetSSitzung, die Regierung werde den Fußtapfen des ermordeten Premiers Canovaö del Castilla folgen. Der Premier sagte auch, die Regierung babe volle! Zutrauen in General Weylerö politische und militärische Führung aus Cuba. Er, der Premier, wisse persönlich, daß die Insurrektion auf Cuba ihrem Ende entgegen gehe, und wenn die Ver. Staaten irgend eine Demonstration machen sollten, waö aber nicht zu erwarten sei, so würde Spanien seine Schuldigkeit thun. Mit einem Appell an den guten Willen aller Konservativen schloß der Premier seine Rede. Senor Sagusta, der liberale Führer, hat eine neue Erklärung der politischen Situation erlassen. Er sagt. es gehe täglich schlimmer auf Cuba zu, und die Lage auf den Philippinen bleibe ernst. Tenor Sagufla ist bereit, Cuba Selbstregierung 31s geben, und drückt die Ueberzeugung auS, daß die Liberalen früher anö Ruder gelangen werden, als man erwartet. Sa Betreff der Möglichkeit eineö Aufstandeö zu Gunsten deS Prätendenken Dcxi Carlos versichert Sagusta, die Carlisten seien auf einen Aufstand vorbereitet, und erwarten nur einen falschen Schritt von Seiten der Regierung oder eine andere günstige Gelegenheit, um zu den Waffen zu greifen. - Tchiffs.Nachr!chten Angekommen in : New I 0 r k : Barbarossa" von Bremen. Queenötown: Campania" von New Jork ; St. Louiö" von Southampton. Hamburg: Fürst BiSmarck" von New 2Jorks G enua : Werra" von New Jork. ,, Salzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertheile Hood'ö Sarsaparilla, der große Blutremiger heut Salzfluß. Ho od'S Pillen wirken vorzüglich nach der Mahlzeit und kuriren Kopfweh. 25. JnEurlTownshiP. Berkö Co., Pa.. feierte dieser Tage Frau Betsy Trout iffren 101. Geburtstaq. Pfarrer H. W. Warmkessel. Pastor der Berg - Kirche Gemeinde, welcher Betsy angehörte, hatte wieder, wie voriges Jahr, eine Geburtstagsfeier für die betagte Frau arrangirt. und die Folge war, daß etliche Tausende Personen sich an ihrer Wohnung und in dem na hen Wäldchen einfanden.' Natürlich gedachten die Besucher bei der Gelegenheit auch der 74 Jahre alten Tochter von Betsy. Mary Änn. Betsy und Mary Ann wohnen seit vielen Jahren in einem kleinen Blockhaus auf der Südseite von Lona's Berg. Sowohl Betsy. als Mary Ann sind noch rüstig. und Betsy's Appetit ist noch recht gut. Die Tochter sieht säst so alt auö wie ihre Mutter, nuv geht sie nicht ganz so aeducit, . . . .

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